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Cologne Trucking

    Bei Farben brauchst Du eigentlich nicht mal diese Sachen wie "sagte sie". Für Dich, Deine Freundin und eventuell ein bis zwei weitere Charaktere, die oft dabei sind, immer die gleiche Farbe nehmen. Beim Rest einfach eine Einleitung wie "Herr Müller sagte" vor den ersten gesprochenen Satz und dann die Farbe für das Kapitel durchhalten. Siehe Vikings Geschichte, der macht das konsequent und seine Hauptpersonen erkennt man inzwischen ohne Einleitung nur an der Farbe.
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    ... tolle Fortsetzungen, - thx :!: :thumbup:

    VG
    MO
    Mit freundlichen Grüßen
    Martin "MO"


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    7. Kapitel: Köln – Dubrovnik


    Früh am nächsten Morgen ging es los. Zuerst den Kurzen zu den Großeltern gebracht. Dort wurde er sofort wieder ins Bett gesteckt, es war ja erst 4:30 Uhr. Dietmar wollte es sich nicht nehmen lassen uns zur Garage zu fahren. Sonjas Kommentar dazu: „Passt auf das er nicht mitfährt.“

    In 10 Minuten waren wir an der Garage und verabschiedeten uns von Dietmar.
    „Fahrt vorsichtig“, sagte er noch und fuhr nach Hause. Wir stiegen in den Volvo und ich lies den Motor an. Der Volvo startete und langsam rollte ich auf die, zu dieser frühen Stunde, leere Straße.

    Zuerst ging es nun zu Hellmann den Trailer abholen. Während Sylvia den Papierkram erledigte erkundigte ich mich beim Lademeister welcher Trailer der für Dubrovnik sei. Er zeigte mir den Trailer und ich sattelte auf. 20 Minuten später kam Sylvia aus dem Gebäude. Als die einstieg merkte ich sofort das sie schlechte Laune hatte: „Diese kleine Idiotin.“
    „Wer?“
    „Evelins Ersatz.“
    „Aha.“
    „Sie hat doch glatt die falschen Papiere ausgestellt. Zum Glück ist mir das noch aufgefallen.“
    Sie schaltete das Licht in der Kabine an: „Fahr noch nicht los. Der trau ich zu das sie noch einen Bock geschossen hat.“ Sylvia kontrollierte die Papiere sorgfältig, fand aber keinen Fehler mehr.
    „Kann ich denn jetzt?“
    Sie knipste das Licht aus: „Jetzt kannst du.“

    Zwei Minuten später standen wir vor meiner Lieblingsampel die natürlich wieder rot zeigte. Wir rollten durch Köln und Sylvia gähnte: „Ich bin noch ziemlich müde und probiere die Koje aus.“ Gesagt, getan. Sie krabbelte nach hinten und legte sich lang. Ein paar Kilometer hinter Köln wurde der Volvo in seinem Vorwärtsdrang durch einen Zug gestoppt.




    Die Sonne stand schon etwas höher am Himmel als ich an einem kleinen Rasthof hielt – meine Fahrzeit war vor zwei Minuten abgelaufen. Sylvia erwachte als ich nach hinten krabbelte: „Soll ich fahren?“
    „Wenn du willst.“
    Sylvia schnappte sich ein T-Shirt und schwang sich auf den Fahrersitz. Erst dort wechselte sie das T-Shirt. Falls einer der übrigen LKW Fahrer noch wach war und zufällig zu uns herüberschaute hatte er was zu sehen. Sylvia winkte auch prompt nach rechts und grinste: „Dem sind beinahe die Augen raus gefallen.“
    „Kann ich verstehen“, murmelte ich noch und entschwand in das Land der Träume. Das Sylvia den Motor startete und anfuhr bekam ich schon nicht mehr mit.

    Ein paar Stunden später erwachte ich und gähnte herzhaft. „Ah, der Herr hat ausgeschlafen.“
    Ich krabbelte auf den Beifahrersitz, wobei ich Sylvia einen Kuss auf die Wange gab: „Wo sind wir?“
    „In Österreich.“
    „Wow, gut durchgekommen?“
    „Außer ein paar Vollidioten die sich mit dem Volvo anlegen wollten war nichts Besonderes.“
    „Aha, wann musst du Pause machen?“
    „In Salzburg.“
    „Äh, ist das nicht ein Umweg?“
    „Nicht wirklich. Wir haben noch ne Menge Zeit und ich hab mir gedacht wir könnten in Salzburg die Koje zusammen mal austesten.“
    „Da bin ich für zu haben“, meinte ich grinsend.
    Ich schnappte mir die Digitalkamera und machte ein paar Aufnahmen der Umgebung.








    Als wir in Salzburg einrollten wurde es dunkel und Sylvia suchte einen Parkplatz. Schließlich fand sie einen an einer einsamen Bushaltestelle und rangierte das Gespann gekonnt auf den Platz.
    „Geh schon mal nach hinten. Ich rauche noch schnell eine“, sagte sie zu mir. Das Sylvia hin und wieder eine Zigarette Rauchte machte mir nichts aus, zumal sie es nie in einem LKW tat. Sie hasste den Geruch nach kaltem Rauch und deshalb rauchte sie auch nie in der Wohnung oder im Haus, sondern ging selbst wenn es kalt war raus. Nach drei Minuten kam sie wieder in den Truck und legte sich zu mir.

    Am nächsten Morgen setzte ich mich hinters Steuer: „Ob der Volvo stark geschaukelt hat?“ fragte ich grinsend.
    „Weiß ich nicht, aber ich könnte es mir vorstellen.“
    „Was wohl Spaziergänger gedacht haben die so spät unterwegs gewesen sind?“
    „Na was wohl, das ein Fernfahrer hier mächtig viel Spaß hat“, meinte Sylvia trocken.
    Ich startete den Motor und sobald wir Salzburg hinter und gelassen hatten nahm Sylvia die Kamera und hielt die schönsten Fleckchen unserer Reise auf Bildern fest.




    An der kroatischen Grenze fuhren wir auf einer Landstraße die links und rechts von großen Sonnenblumenfeldern gesäumt wurde. Das Schild das uns in Kroatien willkommen hieß war farbenfroh gestaltet.




    Ein paar Kilometer weiter wurde die Straße rechts von einem Strand gesäumt und die Adria zeigte sich. Große Schiffe fuhren an der Küste entlang und die Straße führte nun immer an der Adria entlang.






    Nachmittags hatten wir es fast geschafft. Sylvia sagte: „Halt da vorne bitte mal an.“ Ich fuhr auf den Standstreifen und schaltete die Warnblinkanlage an. Sylvia stieg aus und machte ein paar Fotos.






    Fünf Minuten später stieg sie wieder ein: „Wir können.“
    „Ganz wie ihr befiehlt, My Lady.“
    „Sire, geben sie unserem Ross die Sporen.“
    Das war leichter gesagt als getan. Wir kamen an einen Kreisverkehr, der um diese Uhrzeit sehr gut besucht war – heißt, wir standen bestimmt 10 Minuten um diesen endlich zu passieren. Ein paar Minuten später hatten wir es denn geschafft. Die erste Fahrt mit dem eigenen LKW näherte sich dem Ende als ich auf den Hof unseres Ziels einbog. Da sah ich eine nicht alltägliche Ladung vor mir, die ich fotografierte. Einen Kesselwaggon auf einen Schwerlasttrailer sieht man nicht so oft.




    Während Sylvia wieder den Papierkram erledigte, parkte ich unseren Auflieger an der angegebenen Stelle ein. Sylvia stieg ein als ich den letzten Schlauch löste. Sie hatte sich hinters Steuer geklemmt und ich stieg auf den Beifahrersitz.
    „Vorhin habe ich ein Hotelzimmer gebucht und die nächste Ladung klar gemacht.“
    „Und woraus besteht diese?“
    „Das siehst du morgen“, tat sie geheimnisvoll.
    Im Hotel wurde noch schnell eine Kleinigkeit gegessen und dann legten wir uns auch schon ins Bett.


    edit by Torsten1337: bitte die --> Forenregeln beachten . ( Nr.4 ) bitte bearbeiten
    -------------------------------
    Grüße aus dem Rheinland
    bedunet

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „bedunet“ ()

    ... prima geschrieben, thx ... weiter so :!: :thumbup:

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    Kapitel 8: Kurzer Hüpfer mit dem Jet


    Am nächsten Morgen wurden wir von James Bond geweckt. Sylvia hatte die bekannte Melodie als Weckton auf ihrem Handy. Sie verschwand im Bad.

    „Warte, ich komme mit, dann sparen wir Zeit.“
    Sie drehte sich um und lachte: „Oh Nein, du bleibst draußen. Denn wenn du mitkommst sparen wir keine Zeit.“ Und die Tür wurde geschlossen.

    Sylvia schwang sich hinters Steuer: „Wir fahren zuerst zu einer Werkstatt.“
    Ich zuckte mit den Schultern und stieg auf den Beifahrersitz. In der Werkstatt angekommen sprach Sylvia mit dem Werkstattleiter und gleich darauf gab sie mir ein Zeichen ich solle den Volvo in die Halle fahren. Der Leiter und zwei seiner Leute kamen mit einigen weißen Folienstücken an und machten sich am Volvo zu schaffen. Als sie fertig waren hatte der Volvo einige weiße Streifen und an den Seiten jeweils ein weißes Volvo Logo. Das sah gut aus, jedenfalls besser als eintönig rot. Trotzdem, sobald die Zeit es zulassen würde, würde der Volvo die gleiche Lackierung bekommen wie der kleine Spielzeugtruck von Tobias.
    „So, jetzt müssen wir zu Bosch.“
    „Bosch?“
    „Ja, die kleine Einfahrt.“
    „Hoffentlich ist der Auflieger nicht zu groß.“
    „Schaffst du es sonst nicht?“
    „Ich schaffe alles.“
    „Soso, wollen doch mal sehen. Wir sind da.“
    Ich fuhr den LKW durch die enge Einfahrt in den Hof von Bosch. Sylvia sagte: „Kannst ja schon mal den Trailer aufsatteln.“
    „Welcher ist es?“
    „Der Jet“, rief sie und verschwand im Gebäude.
    Ausgerechnet der Jet. Und den sollte ich durch die enge Einfahrt bekommen? Viel Platz blieb da aber nicht mehr links und rechts – und oben auch nicht. Das Leitwerk hatte doch schon eine gewisse Höhe. Nun ja, es half ja nichts also den Volvo vor den Auflieger rangieren und ankoppeln. Gerade hatte ich alle Schläuche angeschlossen als Sylvia das Gebäude wieder verließ. Sie warf die Papiere auf den Beifahrersitz: „Ich bleib draußen und weise dich ein.“





    „Nett von dir.“
    „So bin ich.“
    Sylvia ging an das enge Tor und wies mich ein. Nach endlosen Minuten hatte ich es geschafft den Trailer ohne irgendwo anzuecken auf die Straße zu fahren. Das Gehupe der Autofahrer als ich die ganze Straße sperrte interessierte mich nicht. Sylvia stieg zu und ich gab langsam und vorsichtig Gas. Das Hupen der Autofahrer wurde immer heftiger, das war mir dann doch zu viel. Ich ließ die Hörner des Volvos aufheulen was aber nicht viel half. Die Autofahrer wurden nur noch mehr angestachelt. Als LKW Fahrer muss man halt auch gute Nerven haben.




    Auf der Fahrt durch die Stadt wurden wir immer wieder von einem Hupkonzert begleitet. Ein Mercedes Fahrer überholte uns gefährlich knapp und schnitt uns doch tatsächlich so das ich hart bremsen musste.
    „Arschloch verdammtes“, rief ich aus.
    „Nur die Ruhe. Gleich sind wir ja aus der Stadt raus.“
    Damit hatte Sylvia Recht – nur noch der Kreisverkehr stand zwischen uns und der Autobahn. Langsam bog ich ein und natürlich begleitete uns wieder ein Hupkonzert da ich beide Fahrbahnen brauchte. Ich zuckte mit den Schultern: „Hupt ihr nur. Hilft euch ja doch nichts.“ Glücklicherweise waren die Volvos ziemlich gut schallgedämmt, so das wir nicht taub wurden. Dann war ich durch den Kreisel und wurde sofort von einer langen Schlange wütender Autofahrer überholt.
    „Puh, das hätten wir. Wo müssen wir eigentlich hin?“
    „Nach Rijeka, Großer.“
    Die Fahrt auf der Autobahn war recht entspannend, nur müssten wir irgendwo tanken. Ich fuhr in die Tankstelle ein und das Gesicht des Tankwarts entschädigte für alles. Einen Jet auf einem Trailer hatte er wohl noch nicht an seiner Tankstelle gesehen.



    In Rijeka hatten wir insofern Glück das die Spedition die den Jet erwartete nicht im Stadtzentrum war sondern sich etwas außerhalb befand und das der Hof dieser Spedition doch recht groß war und eine normal breite Einfahrt aufwies. Ich dankte dem LKW Gott und allen Heiligen das der Jet unbeschadet hier angekommen war. Sylvia hatte sich auf der Fahrt schon um ein Hotel und eine Anschlußfracht für morgen bemüht. Ich hatte zwar noch ein paar Stunden bis zur vorgeschriebenen Pause, aber die Fahrt mit dem Jet hinten drauf war anstrengend gewesen. Im Hotel fiel ich sofort ins Bett und schlief kurz darauf ein. Das letzte was ich sah, war Sylvia die ihren Laptop aufklappte um eine E-Mail an ihre Eltern zu schicken.

    Am nächsten Morgen fiel ich beinahe aus dem Bett. Sylvia war schon vor mir wach. Sie fand es lustig auf ihrem Handy den Song Highway to Hell als Klingelton einzustellen, das Handy dann unter meinem Ohr zu platzieren und mit meinem Handy ihres anzurufen.
    „Bist du auch schon wach?“ fragte sie auch noch scheinheilig.
    Am liebsten hätte ich ihr das Handy an den Kopf geworfen. Doch als sie sich zu mir legte und mich zärtlich küsste konnte ihr nicht mehr böse sein. Ach ja, Frauen. Man kann nicht mit Ihnen aber ohne sie noch viel weniger.

    Die nächste Fuhre mussten wir erst mittags abholen, so das wir in Ruhe frühstücken und uns danach in Rijeka noch ein wenig die Zeit vertreiben konnten. Pünktlich rollte ich dann auf den ND Hof und sah auch schon den Digger 500 vor mir, der für die Hellmann Spedition in Kiel bestimmt war.
    „Heute kannst du dich mit den Tussis im Büro herumschlagen. Ich übernehme die erste Tour.“
    Also stieg ich aus und ging in die Spedition. Im Büro sah ich allerdings keine Tussis, nur eine ältere Frau und ansonsten nur Männer. Ich ging auf die Frau zu. Als ich vor dem Schreibtisch stand sah sie hoch: „Was kann ich für sie tun?“
    „Ich bin wegen des Digger 500 nach Kiel hier.“
    „Ah ja, Pünktlich. Hier sind die Papiere. Gute Fahrt.“ Sie wendete sich wieder ihrem PC zu und ich verlies das Büro nachdem ich
    die Papiere durchgesehen hatte.


    „Wie, schon zurück?“ wurde ich von Sylvia begrüßt die grade die Schläuche anschloß.
    „Wie du siehst. Die Papiere sind auch OK.“
    „Aha, also sind die Tussis hier auf Zack.“
    „Von wegen Tussis. Da oben rennen gut 10 Männer rum und nur eine ältere Frau.“
    „Dann geht es dem Chef hier nicht um gutes Aussehen, sondern um Qualifikation.“
    „Das kannst du nicht wissen, vielleicht mag er ja lieber Männer.“
    Sylvia lachte hell auf: „So lange die Arbeit gemacht wird, ist es ja auch egal.“
    „Stimmt.“
    „Fertig, auf den Beifahrersitz mit dir.“


    Wir stiegen ein und Sylvia rollte durch Rijeka. Am frühen Abend übernahm ich das Steuer und Sylvia legte sich hin. Die Fahrt durch die Nacht war recht langweilig. Diese wurde nur durch eine Ente auf der linken Fahrspur, die den ganzen Verkehr aufhielt unterbrochen.



    Am frühen Morgen setzte ich den Blinker und fuhr auf eine Tankstelle mit großen Rasthof. Ich weckte Sylvia, die immer noch schlief: „Aufwachen Schatz. Frühstück.“
    „Noch fünf Minuten“, kam es verschlafen unter der Decke hervor. Ich musste grinsen und mir kam eine Idee. Sylvia hatte den Klingelton noch nicht umgestellt. Also platzierte ich ihr Handy unter ihrem Ohr und rächte mich.

    So schnell hatte ich noch nie eine Frau aus dem Schlaf hochfahren sehen.
    „Mistkerl“, sie schnappte sich frische Sachen und ihren Kulturbeutel, kletterte nach vorne und stieg aus. Ich grinste und folgte ihr.
    Im Restaurant trafen wir uns wieder. Sie saß an einem Zweiertisch und trank Kaffee. Auf dem Teller hatte sie eine Portion Rührei mit Speck und Tomaten. Das sah lecker aus und ich beschloss spontan dasselbe zu nehmen.


    Auch als ich mich zu ihr an den Tisch setzte spielte sie beleidigte Leberwurst und würdigte mich keines Blickes. Sie schien echt sauer zu sein. Sie durfte mich also so wecken, aber wenn ich das machte wurde sie sauer. So nicht, Madame.
    „Das vorhin war meine Rache für gestern.“
    „Das ist mir klar. Wo sind wir überhaupt?“
    „In Österreich.“
    „Scherzkeks.“
    „Bis zur deutschen Grenze sind es noch ca. 40 Kilometer“, gab ich ihr eine etwas genauere Angabe.
    „Gut, ich bin dann wieder dran. Werd fertig, damit wir wieder auf die Bahn kommen.“
    Sie war immer noch sauer.

    Zehn Minuten später gab Sylvia Gas und scherte auf die Autobahn ein. Ich lag hinten auf der Koje und beobachtete sie. Mir fielen die Augen zu. Als ich wieder zu mir kam, registrierte ich zuerst das wir nicht mehr fuhren, dann spürte ich einen warmen Körper an meiner Seite und schaute zu Sylvia hin. Sie schlief tief und fest. Draußen war es dunkel. Warum hatte sie mich nicht geweckt? Egal. Ich schloss die Augen und schlief wieder ein.

    Am nächsten Morgen wurde ich durch einen Kuss geweckt: „Aufwachen. Die Sonne steht am Firmament.“
    „Und die Filzlaus um den Beutel rennt“, murmelte ich und öffnete die Augen.
    „Wie war das“, lachte Sylvia. Sie schien wieder bester Laune.
    „Die Filzlaus um den Beutel rennt, sagte ich.“
    „Woher hast du denn das?“
    „Mein Großvater mütterlicherseits hat das wohl mal zu meiner Großmutter gesagt.“
    „Cooler Spruch. Was meinte deine Oma dazu?“
    „Das wusste meine Mutter nicht.“
    „Na denn. Auf auf, bis Kiel haben wir noch ein Stückchen.“
    „Wo sind wir denn?“
    „Bei Hannover.“

    Das Navi schickte uns über Landstraßen. Ich bog nach links um eine Ecke und sah den Strand vor mir. Auf diesem standen die typischen Liegestühle und Sylvia meinte: „Ist das schön hier.“




    Ein paar Meter weiter war ein kleiner Parkplatz den ich ansteuerte. Sylvia schaute mich an: „Warum hälst du?“
    „Ich muss meine Knochen mal ein wenig austrecken. Laß uns ein wenig am Strand spazieren.“
    „Super Idee“, schon war sie aus dem Truck und lief auf den Strand. Ich folgte ihr. Sylvia hatte ihre Schuhe ausgezogen und lief schon barfuß über den Strand als ich sie einholte.
    „Zieh doch auch deine Schuhe aus, oder hast du Angst die Möwen könnten in Ohnmacht fallen?“
    „Warum sollten sie das?“
    „Wegen des Geruchs“, sprachs und lief weg.
    „Na warte“, rief ich hinter ihr her und beeilte mich sie einzuholen. Am Wasser war es denn so weit. Ich schnappte sie und ging
    mit ihr ins Wasser. Dort ließ ich sie einfach fallen. Sylvia kreischte und es entwickelte sich eine Wasserschlacht. Am Ende waren wir beide nass und mussten unsere Kleidung wechseln.


    „In Kiel sollten wir wohl einen Waschsalon aufsuchen“, sagte ich.
    „Gute Idee“, sie gab mir einen Kuss.
    „Wofür war der denn?“
    „Für die Idee mit dem Strandspaziergang. Jetzt lass uns aber weiterfahren.“
    Wir stiegen ein und legten uns zuerst mal trocken. Am liebsten hätte ich sie abgetrocknet – nur wären wir denn bestimmt zu spät gewesen. So trocknete sich jeder selbst ab. Nachdem ich trockene Kleidung und Schuhe angezogen hatte ging die Fahrt weiter. Sylvia kümmerte sich um die nassen Klamotten und verpackte diese in eine größere Plastiktüte.

    Nachmittags fuhr ich auf den Hellmann Hof ein und parkte den Trailer auf der vorgesehenen Position. Sylvia kümmerte sich um die Papiere.

    So ging es wochenlang weiter. Wir fuhren durch halb Europa – nur zu den Inselaffen hatten wir uns noch nicht getraut. Und dann bekam Sylvia einen Anruf. Wir waren gerade leer auf dem Weg von Nürnberg nach Köln: „Ja bitte?“
    „….“
    „Nein, du jetzt also auch. Und jetzt?“
    „….“
    „Hm, vielleicht. Kannst du morgen vorbeikommen?“
    „….“
    „Ja, nach Köln. Wir sind grade auf dem Weg zurück.“
    „….“
    „Gut, dann sehen wir uns morgen. Ciao Moni.“
    Also war der Gesprächspartner Sylvias Freundin aus Hamburg gewesen.
    „Was gibt es denn?“
    „Monika ist auch entlassen worden.“
    „Und ich dachte mit Hellmann geht es jetzt wieder bergauf.“
    „Das ist auch soweit richtig, nur das sie jetzt vermehrt billige Fahrer einstellen.“
    „Und dafür dann die guten entlassen. Mann, Mann, Mann, was ist denn das für ein Geschäftsgebaren. Da kann man ja froh sein aus
    dem Laden weg zu sein.“

    „Da hast du Recht.“
    „Und sie kommt morgen nach Köln?“
    „Wie…Ach ja. Sie hat mich gefragt ob wir vielleicht eine Fahrerin gebrauchen könnten.“
    „Was?“
    „Ja. Sie muss einen neuen Job haben. Und sie will aus Hamburg weg.“
    „Aber wie kommt sie denn darauf das wir sie einstellen würden?“
    „Sie hat ja nur mal gefragt.“
    „Schon Recht. Und ich will ihr ja auch helfen, nur weiss ich nicht wie.“
    „Lass uns morgen mal zur Bank gehen. Vielleicht wäre es an der Zeit uns zu vergrößern.“
    „Du meinst eine größere Garage und einen neuen Truck?“
    „Ja, vielleicht ja auch zwei Trucks und zwei Fahrer.“
    „Hm, vielleicht. Manfred hat das jetzt gewagt.“
    „Manfred?“
    „Ja, du weißt doch. Unsere erste gemeinsame Fahrt.“
    „Ach der mit der Airbrush Lackierung am Scania.“
    „Genau der. Also Manfred hat jetzt eine größere Garage und drei Trucks. Hat sich dafür einen Extra Kredit über eine halbe Million geholt.“
    „Und wie läufts?“
    „Anscheinend gut.“
    „Könnten wir doch auch so machen.“
    „Mal schauen was morgen die Bank sagt.“
    Damit legten wir das Thema erstmal auf Eis.
    -------------------------------
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    ... auch wieder wirklich schön geschrieben, - thx - weiter so :!: :thumbup:


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    So, nachdem mein Laptop Probleme gemacht hat und ich alles neu aufsetzen konnte (und dabei direkt mal 3 noch nicht gepostete Kapitel verloren hab :cursing: ) geht es nun weiter.

    9.Kapitel: Vergrößerung

    Spät am Abend fuhr ich den Volvo in die kleine Garage. Als ich ausstieg schaute ich mich um. Noch immer standen die Kisten, Kartons und Paletten relativ unaufgeräumt hier herum und nahmen einen Großteil des verfügbaren Platzes ein. Eine Erweiterung um zwei Standplätze wäre schon etwas. Würde aber bestimmt 100.000 Euro kosten – wenn nicht mehr. Dazu müssten wir ja denn noch zwei Zugmaschinen kaufen und zwei Fahrer einstellen. Aber mal abwarten was die Bank morgen sagen würde. Wir holten noch die Klamotten aus dem Volvo und stiegen in den kleinen Ford. Zu Hause angekommen warf ich noch schnell das Laptop an um meine Mails zu checken. Eine für Sylvia von Evelyn, 20 Spammails und eine von der Bank. Diese öffnete ich und las das unser Kreditrahmen auf 500.000 Euro erhöht worden war.
    „Schatz, die Bank hat geschrieben.“
    „Was wollen sie“, sagte Sylvia und kam nachtfertig aus dem Bad. Bei dem Anblick vergaß ich augenblicklich die Mail.
    Sylvia kam grinsend auf mich zu: „Na, willst du es mir nicht sagen?“
    „Was?“
    „Was die Bank geschrieben hat.“
    „Ach ja, die Bank“, es fiel mir sehr schwer mich auf den kurzen Text zu konzentrieren. „Sie haben unseren Kreditrahmen erhöht – auf 500.000 Euro.“
    „Dann ist die Erweiterung doch kein großes Problem mehr.“
    „Vielleicht. Ich muss morgen dann erst mal Angebote für die Erweiterung der Garage einholen. Aber jetzt zu was anderem: Bist du müde?“
    „Du nicht?“
    „Nicht nachdem ich dich so gesehen habe.“
    Sylvia lächelte mich an: „Komm ins Bett.“

    Am nächsten Morgen wurde Sylvia von Tobias beinahe überrannt: „Mama, da bist du ja wieder.“
    Sylvia hatte mit ihrer Freundin Monika ausgemacht das wir uns Mittags vor der Garage treffen. Bis dahin wollte ich noch zur Bank und Sylvia wollte später direkt zur Garage kommen. Ich fuhr also nach einem kurzen Frühstück zur Bank. Da die Bank uns den erweiterten Kreditrahmen schon angeboten hatte war alles kein Problem und 30 Minuten nachdem ich die Bank betreten hatte lag eine halbe Million auf dem Geschäftskonto. Ich fuhr zur Garage, setzte mich in die Sonne und dachte darüber nach wie sich alles entwickelt hatte. Noch vor ein paar Monaten fuhr ich für eine Spedition und träumte nur davon mit meinem eigenen LKW durch Europa zu fahren. Und jetzt hatte ich einen kleinen eigenen LKW, eine kleine Familie und stand kurz davor mein kleines Unternehmen zu vergrößern. Aber bevor ich mich ganz in meinen Gedanken verlor stand ich auf und hängte mich ans Telefon. Auf meinem Telefonplan stand zunächst das Bauamt um die Genehmigung zur Vergrößerung der Garage zu erhalten. Man sagte mir ich solle mit einem Plan in den nächsten Tagen vorbeikommen. Danach telefonierte ich mit einigen Bauunternehmen. Alle waren daran interessiert die Garage zu vergrößern. Drei wollten sofort vorbeikommen um alles schon mal in Augenschein zu nehmen. Ich machte einen Termin für heute Nachmittag und zwei für Morgen aus.
    „Hallo, ist da wer?“
    Ich ging nach draußen: „Hallo, du bist Monika?“
    „Ja, wir haben uns schon mal gesehen.“
    „Stimmt. Als ich mit Sylvia in Hamburg war.“
    „Genau.“
    „Und du bist jetzt auch entlassen worden?“
    „Ja, leider. Hellmann stellt nur noch billige Fahrer an. Die kommen meist aus Polen und fahren praktisch für ein Butterbrot.“
    „Ja, aber das Butterbrot ist in Polen halt mehr wert als hier.“
    „So ist es.“
    Sie schaute sich die Garage an: „Ein bisschen klein.“
    „Soll aber erweitert werden. Du willst also für uns fahren?“
    „Sofern ihr noch einen Fahrer gebrauchen könnt.“
    „Sylvia und ich haben uns gestern darüber unterhalten uns zu vergrößern.“
    „Aha.“
    „Ja, wir wollen noch zwei Fahrer anheuern und die Garage wird total umgebaut. Drei Stellplätze und ein kleiner Verwaltungstrakt.“
    „Da musst du aber ne Menge investieren. Spielt deine Bank da mit?“
    „Tut sie.“
    „Toll.“
    „Was bist du denn bisher gefahren?“
    „Alles was das Herz begehrt“, grinste sie. „MAN, Volvo, DAF, Iveco, Scania und Mercedes.“
    „Und was wäre dir am liebsten?“
    „Der neue Volvo wäre klasse, aber das wird nicht drin sein, oder?“
    Ich schüttelte den Kopf: „Den würde ich auch gern fahren, aber da müssen wir erst mal das nötige Kleingeld verdienen.“
    „MAN wäre schön, aber ich fahre alles wenn das Geld stimmt.“
    „Festanstellung?“
    „Wenn möglich ja.“
    „Klar, warum nicht. Dann komm mal an den provisorischen Schreibtisch.“
    Ich ging vor in die Garage und Monika folgte.


    Eine Stunde später war alles klar. Sie war grade weg als mein Termin mit der Baufirma anstand. Ein alter Lancia kam den kurzen Weg zur Garage hochgefahren. Wenn das der Typ von der Baufirma war, war er mir schon sympathisch – kein Protzauto. Der Typ stieg aus – und trug einen Rock. Es war eine Typin älteren Baujahrs.
    „Hallo sie müssen der Inhaber dieser Garage sein.“
    „In der Tat. Sie stehen dem Chef von Cologne Trucking gegenüber.“
    Wir reichten und die Hände: „Guten Tag, ich bin Bianca Schneller. Ich weiß, der Name passt nicht zum Wagen“, lachte sie.
    „Der Gedanke ist mir auch grade gekommen“, grinste ich.
    „Sie wollen also erweitern?“
    „Ja Frau Schn….“
    „Stop“, sie hob die Hand. „Ich bin die Bianca.“
    „Und ich der Bernhard. Wie ich schon sagte will ich die Garage um zwei LKW Plätze erweitern und ein kleiner Verwaltungstrakt wäre auch nicht verkehrt.“
    „Da sehe ich kein Problem.“ Sie schaute auf die Uhr: „Unser Bauleiter müsste gleich kommen. Mit dem können sie ja schon mal die Pläne besprechen. Wenn wir den Plan haben, nicken sie den nur noch ab. Wir kümmern uns dann um die Baugenehmigung – das ist im Preis inbegriffen. Mich müssen sie nun leider entschuldigen. Ich habe noch ein paar Termine. Auf Wiedersehen, Bernhard.“
    „Auf Wiedersehen Bianca.“
    Sie stieg in den alten Lancia und fuhr die kurze Auffahrt hinunter. Nun das war unkomplizierter als ich dachte. Der Lancia war grade um die Ecke gebogen als ein VW Käfer die Auffahrt hoch kam. Ihm entstieg ein Mann den ich auf den ersten Blick als Bauarbeiter eingestuft hätte. Breitschultrig und groß.
    „Hallo, ich bin Gunther. Bauleiter bei Schneller. Bianca schon weg?“
    „Hallo, ja Bianca ist schon weg. Ich bin der Bernhard.“
    „Freut mich, hier ist ja einiges zu tun. Dann sag mir doch mal was du vorhast.“

    Drei Stunden lang saß ich mit Gunther zusammen und am Ende lag ein Plan auf dem Tisch den ich sehr gut fand. Trotzdem wollte ich noch mit den anderen Bauunternehmen sprechen. Gunther sagte nur: „Sprich mit ihnen, am Ende wirst du doch bei uns landen.“ Ich fand das ein wenig arrogant, aber vielleicht hatte er ja Recht. Eigentlich konnte ich ihn leiden und er machte auch sonst keinen arroganten Eindruck. Aber mal abwarten was die anderen Bauunternehmen zu bieten hatten.

    Um es kurz zu machen. Der erste Termin am darauffolgenden Tag platzte und der zweite Termin bestand aus einem jungen Schnösel der im dicken Mercedes vorgefahren kam und die Garage ziemlich angewidert betrachtete. Er behandelte mich als ob ich sein Untergebener wäre und nicht ein potentieller Kunde. Solche Typen konnte ich nun wahrlich nicht ausstehen. Ich sah zu das ich ihn schnell loswurde und rief dann Bianca an und sagte ihr das ich die Schneller GmbH mit der Vergrößerung beauftragen würde. Sie versprach mir das ihr Bauleiter gleich vorbeikommen würde. Das tat er denn auch. Zwanzig Minuten später standen wir über einen Plan gebeugt. Was ich dort sah gefiel mir richtig gut. Schon in der nächsten Woche sollte es losgehen. In der Zwischenzeit waren Sylvia, Monika und Tobias zur Garage gekommen. Ich verabschiedete mich von Gunther.

    „Also nächste Woche schon“, sagte Sylvia.
    „Ja.“
    „Wir haben aber Termine. Eine Fracht nach Lissabon am Montag und eine Anschlußfracht nach Warschau.“
    „Weißt du was? Fahr doch einfach mit Monika. Ich sehe zu das hier alles läuft.“
    „Dein Ernst?“
    „Klar, warum nicht.“
    „Super. Wo ist eigentlich der Volvo?“
    „Der steht in der Werkstatt.“
    „Warum denn das.“
    „Och, da wird eine Kleinigkeit im Fahrerhaus gebaut.“
    „Und was?“
    „Eine Befestigung.“
    „Befestigung? Für was?“
    „Einen Kindersitz.“
    „Kin… etwa für Tobias?“
    „Für wen sonst. Du passt bestimmt nicht mehr in einen Kindersitz.“
    „Da dürftest du Recht haben. Und bis wann ist der Volvo in der Werkstatt?“
    „Samstag ist alles fertig. Dann kannst du ihn mit Tobi abholen. Der Kindersitz ist dann auch schon drin. Christian wollte sich drum kümmern.“
    „Du bist ein Schatz“, schon hatte ich sie in den Armen. „Hast du was dagegen wenn Tobias mitkommt, Moni?“
    „Nein, Sylvia. Du weißt doch wie gern ich den Kleinen hab.“
    „Klasse, Tobias wird aus dem Häuschen sein.“
    „In der Tat“, warf ich ein.

    Die Baugenehmigung war in Rekordzeit erteilt worden und so kam es das schon am Donnerstag die Bauarbeiter anrückten. Die alte Garage wurde geleert und dann dem Erdboden gleichgemacht. Freitag rückten zwei Bagger an und bereiteten alles für das Fundament vor.

    Am Samstag hatte Tobias seinen großen Tag. Sylvia ging mit ihm zur Werkstatt und fuhr nach 40 Minuten auf das nun leere Gelände. Sie hatte die Gelegenheit genutzt und mit Tobias ein kurze Runde gedreht. Noch wusste er nicht das er in der nächsten Woche mit Sylvia und Monika auf große Tour gehen würde. Das wollten wir ihm erst am Montagmorgen sagen.

    Den Sonntag verbrachten wir im Stadtwald wo Tobias mit Begeisterung die Rehe und Wildschweine fütterte. Der Tag ging schnell vorbei und Tobias ging abends ohne große Aufregung ins Bett. Am Montag klingelte dann um 5 Uhr morgens der Wecker und Tobias machte ein trauriges Gesicht.
    „Was hast du, Tobi?“
    „Jetzt fährst du mit Mama wieder weg.“
    „Nein, ich bleibe diese Woche hier. Monika fährt mit Mama nach Portugal – und du fährst mit.“
    „Ich?“
    „Ja Tobi“, antworte Sylvia. „Monika hat nichts dagegen wenn du mitkommst. Willst du?“
    „JAAAAAAAAAAAAAAA.“


    Die neue Garage wuchs schnell in die Höhe. Der kleine Verwaltungstrakt sollte anschließend angebaut werden. Schon Freitagmittag stand die Garage dank Fertigbauweise. Der Verwaltungstrakt würde aber länger dauern. In 2 Wochen sollte alles fertig sein. Samstag kamen Sylvia, Monika und Tobias von ihrem Trip zurück und ich hatte für Monika und für Sylvia eine Überraschung in petto.

    „Wem gehört denn der MAN dort“, fragte Sylvia auch direkt als wir mit der ausgiebigen Begrüßung fertig waren.
    „Das ist der zweite Truck von Cologne Trucking. Monika, hier sind die Schlüssel. Das ist deiner.“
    „Ich bin eingestellt?“
    „Natürlich.“
    „Danke. Vielen, vielen Dank. Am liebsten würde ich dich jetzt knutschen.“
    Sylvia lachte nur.
    „Schon gut, Monika. Sylvia hatte in der Woche Zeit genug dich beim Fahren zu beobachten. Und vorgestern war dann alles klar. Ich hab direkt diesen MAN gekauft. Nächste Woche wird noch so einer geliefert.“
    „Für wen?“ fragte Sylvia.
    „Für Jeff. Hab ich gestern eingestellt. Hat 5 Jahre Berufserfahrung und macht einen richtig guten Eindruck.“
    „Mal sehen.“
    „Das wirst du mein Schatz. Na, Tobias. Wie hat dir die Fahrt gefallen?“
    Die Frage war eigentlich überflüssig, denn man sah ihm an wie sehr ihm die Woche gefallen hatte.


    Monika stieg in den MAN und drehte eine kurze Runde.
    „In zwei Wochen steht der Verwaltungstrakt.“
    „Krass. Ich hätte nicht gedacht das die Garage so schnell stehen würde.“
    „Alles Fertigteile. Ist ja auch nur eine große Halle. Boden, vier Wände und ein Dach. Das ist es im Wesentlichen.“
    „Ja schon. Und der Verwaltungstrakt dauert länger?“
    „Klar, da sind ja ein paar Ecken mehr dran. Außerdem müssen ja auch Zwischenwände eingezogen werden. Eine Disponentin habe ich übrigens auch eingestellt. Fängt in zwei Wochen an.“
    „Wen?“
    „Evelyn.“
    „Hey, klasse.“
    „So eine gute Disponentin kann man doch heutzutage suchen.“
    „Da hast du allerdings Recht.“
    Monika kam die Auffahrt hochgefahren und hielt neben dem Volvo an.
    „Wie fährt er sich?“
    „Ist schon was anderes als der Volvo. Aber ich komme mit klar.“
    „Gut. Nächste Woche fährst du zuerst ein paar Touren in der Umgebung. Alles schon in trockenen Tüchern. Steig aus, dann erzähle ich dir was nächste Woche auf dich wartet.“
    -------------------------------
    Grüße aus dem Rheinland
    bedunet
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    ... und wieder mal richtig toll geschrieben, - thx :!: :thumbup:

    VG
    MO
    Mit freundlichen Grüßen
    Martin "MO"


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    10. Die neuen Fahrer

    Montagmorgen sahen Sylvia und ich grade noch wie Monika den MAN die Auffahrt herunterfuhr und in Richtung Hellman abbog. Ich fuhr den Ford auf einen der neuen Parkplätze vor der Garage. Gleich hinter uns kam Jens mit seinem alten VW Käfer an und stellte sich direkt neben meinen Ford.
    „Hallo Jens. Pünktlich wie die Maurer.“
    „Hallo Bernhard und das ist Sylvia nehme ich an.“
    „Hallo. Ja, ich bin die Sylvia.“
    „Freut mich. Du warst mit der zweiten neuen Fahrerin letzte Woche in Spanien?“
    „Die Richtung stimmt, nur noch ein wenig weiter. Wir waren in Portugal.“
    „Aha“, nun wandte er sich wieder mir zu: „Wann kommt der MAN?“
    „Soll heute Morgen geliefert werden, in gut einer Stunde.“

    Während des Gesprächs kamen die Bauarbeiter und machten sich daran den Verwaltungstrakt hochzuziehen. Gunther kam zu uns herüber: „Guten Morgen.“
    Ein dreifaches „Guten Morgen“ schallte ihm zurück.
    „Der Trakt steht in zwei Wochen?“
    „Ja Bernhard. In zwei Wochen ist der Rohbau fertig.“
    „Hört sich gut an. Innenausbau macht ihr auch?“
    „Das übernimmt ein Subunternehmer von uns. Sehr zuverlässig und schnell.“
    „Die Pläne für den Innenausbau besprechen wir mit ihm?“ mischte sich Sylvia ein.
    „So ist es am besten.“
    „OK. Machen wir.“
    „Er kommt morgen vorbei. Da könnt ihr ja alles besprechen.“

    45 Minuten später brummte es auf der Auffahrt und der MAN wurde geliefert. Die Übergabe war schnell erledigt. Jens schwang sich hinters Steuer und startete den Motor. Er hatte sich selbstständig für heute eine kleine Tour organisiert. Wenn alles gut ging wäre er in spätestens drei Stunden wieder hier. Der MAN fuhr die Auffahrt herunter und bog links um die Ecke.

    „Dann wollen wir mal sehen wie die beiden sich machen.“
    „Über Monika brauchst du dir keine Gedanken machen, die erledigt ihren Job zuverlässig und Jens macht mir auch einen guten Eindruck.“
    „Stimmt, das er sich selbstständig eine kleine Tour organisiert hat ist ein gutes Zeichen. Monika kann sich auch Touren selbst organisieren, aber wenn Evelyn hier ist müssen die beiden das mit ihr besprechen. Das müssen wir dann auch.“
    „Ja, das müssen wir unbedingt.“
    „Ich habe da meinen Namen gehört?“ fragte Evelyn, die unbemerkt an uns herangetreten war.
    „Evelyn, was machst du denn hier?“
    „Ich dachte, ich könnte vielleicht ein wenig helfen.“
    „Klasse, ja das kannst du. Morgen kommt übrigens der Subunternehmer für den Innenausbau des Verwaltungstrakts vorbei. Wäre vielleicht gut wenn du auch dazu kämst.“
    „Kein Problem. Ich habe nichts vor. Wie hast du dir übrigens die Möblierung vorgestellt?“
    „Ein paar Apfelsinenkisten sollten reichen“, grinste ich und bekam rechts und links einen Ellbogenstoß. „Au, darf man keinen Spaß machen?“

    Zu dritt hockten wir uns vor den Laptop und schauten uns verschiedene Möbelhäuser an. Richtig planen konnte man natürlich erst wenn der Innenausbau feststand, aber es schadete ja nicht sich schon ein wenig umzusehen. Bald schon merkte ich das ich irgendwie fehl am Platz war. Sylvia und Evelyn dagegen waren in ihrem Element und ich beschloss den beiden die Inneneinrichtung zu überlassen. Das hatte Sylvia zusammen mit ihrer Mutter auch schon in unserem Haus sehr gut hinbekommen.

    Zwei Wochen später stand der Rohbau des Verwaltungstrakts und der Innenausbau lief an. Der Subunternehmer von Schneller rückte mit 10 Männern an und innerhalb der nächsten Tage kam der Innenausbau gut voran. Genau 10 Tage nach Beginn des Innenausbaus stand ich in Sylvias und meinem Büro. Es roch noch nach frischer Farbe. Die Wände waren zweifarbig gestrichen worden, unten in einem dunkleren Blau und oben in einem mittleren Orange. Sylvia und Evelyn hatten sich drum gekümmert. Mir gefiel es sehr gut. Noch standen keine Möbel in den Räumen. Auch Teppiche sollten noch geliefert werden. Wir hatten bewusst auf einen Teppichboden verzichtet – Teppiche ließen sich schneller austauschen. Tobias hatte seinen eigenen kleinen Raum in den er sich zurückziehen und ungestört spielen oder schlafen konnte.

    Ich ging nach unten und durch die Eingangstür nach draußen. Sylvia und Evelyn saßen auf der Bank die wir aufgestellt hatten und Tobias spielte mit dem kleinen Volvo Spielzeugtruck den er in Luxemburg bekommen hatte. Ich setzte mich zu den beiden auf die Bank: „Na, was gibt es neues?“
    „Nichts“, sagten beide synchron. Sie schauten sich an und lachten.

    25 Minuten später bog ein blauer LKW in den Hof ein. Endlich waren die Möbel angekommen. Der Fahrer stieg aus und ging auf uns zu: “Hier sind wir richtig wenn man dem Schild glauben darf.“
    Ich antwortete: „Wenn sie von Porta kommen.“
    „Kommen wir.“
    „Gut, können sie zuerst die Teppiche in die Räume bringen?“
    „Machen wir.“
    „Das weitere besprechen sie bitte mit meiner Lebensgefährtin und mit Fr. Langen.“
    Der Mann grinste: „Jedes Mal das gleiche. Die Männer schieben ihre Frauen vor.“ Dann wandte er sich an Sylvia und Evelyn.

    Vier Stunden später war die Einrichtung abgeschlossen und ich stand wieder in dem großen Büro das ich mir mit Sylvia teilen würde. Sylvia und Evelyn hatten echt gute Arbeit geleistet. Ein großer, aber nicht mächtig wirkender Schreibtisch aus schwarzem Holz stand vor den großen Fenstern. Dahinter stand ein großer Chefsessel, der sehr bequem aussah. Und es auch war wie ich feststellte als ich mich setzte. Vor dem Schreibtisch standen zwei große, mit schwarzem Leder bezogene Stühle. Die rechte Seite wurde von einem großen weißen Schrank vollständig eingenommen. Zwei Fächer waren abschließbar. Solche Schränke standen in kleinerer Form in jedem Büro. Überhaupt waren die Büros ziemlich gleich eingerichtet – nur die Farben änderten sich leicht.

    Die linke Wand wurde fast zur Gänze von einem weißen Sideboard eingenommen. Sylvia hatte ein großes Truckmodell darauf gestellt. Ohne mein Wissen hatte sie es bei einem Modellbauer in Auftrag gegeben. Es war ein Volvo FH16 in Rot, Weiß und Schwarz mit passendem Auflieger. Am Fenster war eine Ecke frei, die von einer Grünpflanze eingenommen wurde. Über dem Sideboard hing ein großes Panorama Kölns.

    An der Wand gegenüber des Schreibtischs stand ein weißes Regal mit noch leeren Fächern. Sylvia trat ein: „Gefällt es dir?“
    „Das hast du super gemacht, Schatz.“
    Sie freute sich sichtlich. Ich stand auf und ging auf sie zu: „Und das Truckmodell ist das I-Tüpfelchen. Danke.“ Ich nahm sie in den Arm und küsste sie.

    Evelyn räusperte sich: „Sorry. Ich komme später wieder.“
    Wir lösten uns: „Komm ruhig rein“, sagte Sylvia.
    „Wie gefällt dem Chef sein Büro?“
    „Ich habe grade Sylvia schon gesagt das es mir sehr gut gefällt. Die ganzen Räume sehen klasse aus.“
    „Das freut mich. Wann wollt ihr wieder auf die Straße?“
    Ich schaute Sylvia an. Wir waren uns einig: „So bald wie möglich.“
    „Gut, ich habe für morgen eine Fahrt nach Gabès in Tunesien. Oder ist euch das zu weit?“
    „Nein, ist es ein eiliger Transport?“
    „Nein, ihr dürft zwar nicht trödeln, habt aber genügend Zeit. Ist übrigens ein Schwertransport.“
    „Von was?“
    „Ein Stahlring.“
    „Also eher nicht so schwer, dafür lang und breit?“
    „Genau.“
    „Gut, das sollte unser Volvo schaffen.“

    Das war das letzte Kapitel ohne Bilder und ebenso das letzte Kapitel in 2013. Da ich vor dem neuen Jahr nicht mehr online sein werde wünsche ich allen schon jetzt einen guten Rutsch.
    -------------------------------
    Grüße aus dem Rheinland
    bedunet
    ... sehr schön geschrieben, - thx - bitte weiter so :!: :thumbup:

    VG
    MO
    Mit freundlichen Grüßen
    Martin "MO"


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