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Cologne Trucking

    Cologne Trucking

    Vorwort:


    Hallo, nachdem ich hier schon viele gute Tourentagebücher gelesen habe dachte ich mir "versuchs auch mal". Viel Spaß beim Lesen. Mein Plan sieht vor jeden Sonntag ein Kapitel hochzuladen.


    Bernhard

    Kapitel 1 – Beginn


    Hier stand ich also. Ein Existenzgründer. Ein Idealist. Jemand der vor 2 Minuten den Kaufvertrag für die Garage vor mir unterzeichnet hatte. Der Makler fuhr mit seinem Porsche Carrera GTS grade vom Hof. Hof? Ich musste beinahe lachen. Alles sah ziemlich heruntergekommen aus. Gut, der Kaufpreis war recht moderat gewesen – für Kölner Verhältnisse. Eine Zugmaschine konnte ich mir nicht mehr leisten. Vor ein paar Monaten hatte ich eine kleine Erbschaft gemacht. Nicht viel, nur so viel das es grade für eine kleine Wohnung und diese Garage hier ausreichte.

    Langsam ging ich um die Garage herum. Nach ein paar Minuten war ich wieder vorne angekommen und setzte mich auf einen Stapel alter Reifen. „Hier sollte man wirklich einmal aufräumen“, dachte ich und sah auf das Chaos vor mir. Aber zuerst sollte ich ein paar Fotos machen. Meine SLR lag zu Hause aber hierfür reichte auch das Smartphone. Also zückte ich das Phone und lichtete mein „Firmenimperium“ ab.





    Ein wenig Farbe könnte auch nicht schaden. Alles sah doch schon sehr heruntergekommen aus. Aber dafür war immer noch Zeit. Am liebsten hätte ich sofort hier losgelegt, aber ein Blick auf die Uhr belehrte mich das ich bis zu meinem nächsten Auftrag bei Hellmann noch 45 Minuten Zeit hatte. Das Wetter war schön und es herrschten angenehme Temperaturen. Also beschloss ich den Weg zu Hellmann zu Fuß zurückzulegen.

    Unterwegs gingen meine Gedanken auf Wanderschaft. Wie sollte meine Firma heißen? Welches Design sollte meine Zugmaschine haben? Und welche Marke würde ich bevorzugen. Eigentlich war mir die Marke egal. Ich hatte in den beiden Jahren in denen ich nun als Leihfernkraftfahrer arbeitete schon alle von den großen Marken unterm Hintern gehabt. DAF, Iveco, Mercedes, Volvo, Renault, MAN und nicht zuletzt Scania. Alle ließen sich gut fahren – wenn die Pferdchen mitspielten.

    Eines stand für mich ganz fest – alle meine Zugmaschinen mussten das gleiche Design haben. Ich musste über mich selbst lachen. Alle meine Zugmaschinen? Ich hatte ja noch nicht mal eine. Der Firmenname sollte auch passen. Schön griffig sein. Kurz und knackig – und irgendwas mit Köln zu tun haben. Aber mir fiel nichts Passendes ein. Na egal, dafür war immer noch Zeit. Zuerst musste ich eine eigene Zugmaschine haben.

    30 Minuten später betrat ich das Büro und ging auf eine Angestellte zu. Diese sah von ihrem PC hoch und lächelte mich freundlich an:
    „Da bist du ja, Bernhard.“
    „Hallo Evelyn. Alles klar?“
    „Ja. Hier habe ich die Papiere für dich. Dein Zug steht auf dem Hof.“
    „OK, ich bin dann mal weg. Grüß deine Familie von mir. Ciao.“
    „Mach ich. Gute Fahrt. Tschüssi.“

    Evelyn war eine Mittdreißigerin mit braunem Haar und braunen Augen. Schlank konnte man sie zwar nicht nennen, aber auch nicht dick. Sie hatte selten schlechte Laune, doch wenn brachte man sich besser schnell in Sicherheit. Wenn sie einmal auf 100 war kannte sie weder Freund noch Feind. Sogar ihr Chef machte dann lieber einen Bogen um sie. Sie verstand jedenfalls etwas von ihrem Job und bei ihr konnte man sich darauf verlassen das alles reibungslos verlief. Das sah bei anderen Speditionen ganz anders aus. Die jungen Damen sahen zwar sehr gut aus – und im Sommer manchmal ganz schön sexy, aber was nutze das wenn es an allen Ecken und Enden klemmte. Aber ihre Chefs achteten wohl nur auf das Äußere und nicht auf die Qualifikation.

    Ich betrat den Hof und sah direkt den Zug vor mir stehen – Kunststück, es war der einzige auf dem Hof. Ein roter Iveco Stralis stand vor dem Container. Wie ich den Papieren entnehmen konnte wog der Container 27t, hoffentlich hatte der Stralis genug Pferdchen unter der Haube. Das Ziel meiner Reise war Osnabrück. Der ND Hof dort war mir bekannt und sollte keine größere Herausforderung beim Einparken werden. Langsam ging ich um den Trailer und kontrollierte die Reifen. Schien alles OK zu sein. Also nichts wie weg.



    Auch im Innenraum herrschte die Farbe Rot vor und daneben noch ein Mausgrau. Nicht grade eine schöne Kombination. Als ich den Motor anließ erwachte dieser mit einem zufriedenen Brummeln, das mir allerdings auch verriet das sich nicht so viele Pferdchen unter der Haube befanden wie ich gehofft hatte. Langsam lenkte ich den Zug aus dem Hof und musste nach 50 Metern direkt anhalten. Rot. Wie ich diese Ampel hasste. Sie hatte mir wohl immer noch nicht verziehen das ich sie auf der ersten Fahrt ein wenig gestreift hatte, denn immer wenn ich eine Ladung bei Hellmann abholte schaltete diese Ampel grundsätzlich auf Rot.



    Aber auch die längste Rotphase geht irgendwann vorüber und ich schlug nach rechts ein und fuhr natürlich auf die nächste rote Ampel zu. Doch diesmal hatte ich Glück und die Ampel sprang auf Grün. Nun ging es nach links und ich fuhr an meiner Firmenzentrale vorbei.



    Ich musste grinsen, eine Firmenzentrale stellt man sich anders vor. Auf den ebenen Straßen hatte der Stralis keine Probleme die schwere Ladung zu bewältigen. Die erste Bewährungsprobe kam aber schon wenige Kilometer weiter. Die verschiedenen Fahrbahnen des Autobahnknotens wanden sich übereinander und ich musste natürlich über eine andere Fahrbahn. Also nahm ich ein wenig Anlauf und auf dem Scheitelpunkt angekommen hatte ich noch 40 KM/h auf dem Tacho. Hinunter ging es denn wieder schneller in Richtung Ruhrpott. In Essen musste ich aufpassen nicht zu viel Tempo aufzunehmen, denn nach der kleinen Abfahrt kam direkt eine Ampel die natürlich wieder Rot zeigte.

    Durch Recklinghausen führte mein Weg über zwei Kreisverkehre. Während der erste kein Problem darstellte und die PKW Fahrer sich vorbildlich verhielten musste ich im zweiten hart bremsen um einen Unfall zu vermeiden. Der Typ am Steuer des roten 3er BMW war der Meinung BMW hätte ihm eine automatische Vorfahrt eingebaut und nahm mir eben diese. Ich rief ihm ein paar nicht jugendfreie Schimpfnamen hinterher. Doch schnell hatte ich mich wieder im Griff und gab Gas in Richtung Autobahnauffahrt. Bei der steilen Auffahrt tat sich der Stralis deutlich schwerer. Ich wurde langsamer und langsamer. Oben hatte ich grade noch 18 KM/h auf dem Tacho. Die weitere Fahrt nach Osnabrück verlief glatt und so rollte ich gegen 15:00 Uhr auf den ND Hof und parkte in einem Zug ein. Wie schon gesagt waren die ND Höfe normalerweise kein Problem.

    Grade als ich die Fahrertür zugemacht und abgeschlossen hatte hörte ich ein tiefes und lautes Grummeln. Ein schwarzer Volvo fuhr auf den Hof. Der hatte wesentlich mehr Pferdchen unter der Haube als der rote Stralis und ich erwischte mich dabei wie ich den Fahrer beneidete – jedoch stieg eine blonde Schönheit aus dem Volvo und lächelte mich umwerfend an als sie an mir vorbeischwebte und ich schaute ihr wie blöd hinterher. Jedoch ging es nicht nur mir so. Alle männlichen Arbeiter auf dem Hof glotzten der Schönheit hinterher. Als sie im Eingang verschwunden war kam ich wieder zu mir und bevor ich ebenfalls in die Spedition ging schaute ich mir den Volvo genauer an.

    „So eine Zugmaschine hätte ich auch gerne – und dazu noch diese Schönheit“, Dachte ich mir. Wer weiß was die Zukunft bringen würde.
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    MainXnation schrieb:

    da schliße ich mich an aber pass auf, dass ihr freund nicht mitfährt wenn du des nächste mal der european power trans begegnest ;)
    Es gibt aber noch mehr wunderschöne blonde Frauen - nicht nur Stana :D Ich werf euch mal ein Bröckchen hin: Sie heißt Sylvia. Und jetzt schön kauen und schlucken nicht vergessen ;) Das nächste Kapitel kommt nächste Woche Sonntag.
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    Zitat von »MainXnation«


    da schliße ich mich an aber pass auf, dass ihr freund nicht mitfährt wenn du des nächste mal der european power trans begegnest ;)


    Zitat von »bedunet«

    Es gibt aber noch mehr wunderschöne blonde Frauen - nicht nur Stana :D Ich werf euch mal ein Bröckchen hin: Sie heißt Sylvia. Und jetzt schön kauen und schlucken nicht vergessen ;) Das nächste Kapitel kommt nächste Woche Sonntag.
    Eine Silvia gibt es zwar bei mir in der Firma auch, aber der LKW passt nicht. Mein Volvo ist wie alle anderen Zugmaschinen von EPT dunkelblau. :D
    Schöne Grüße aus Sachsen
    Es ist Sonntag und damit Zeit für das nächste Kapitel. Viel Spaß beim Lesen.


    2. Kapitel: Sylvia

    Als ich in das Büro der Spedition kam hätte ich beinahe laut losgelacht. Ausnahmslos alle männlichen Mitarbeiter kümmerten sich um die blonde Schönheit und alle weiblichen Angestellten betrachteten diese anscheinend als Feind, jedenfalls den Blicken nach zu urteilen. Eine junge Angestellte jedoch schaute mich nun an und setzte ein freundliches Lächeln auf.

    „Hallo, was kann ich für sie tun?“
    „Hallo, ich habe den Container gebracht.“ Ich reichte ihr die Papiere. Sie schaute sie schnell durch: „Ah ja, so schnell haben wir sie gar nicht erwartet. Wir hätten da eine Fracht nach Essen. Allerdings muss ich die Papiere erst noch fertigmachen.“
    „Wie lange wird das dauern?“
    „Vielleicht 30 Minuten.“
    „Ok, ich warte.“

    Die junge Angestellte machte sich an die Arbeit und ich nahm auf einem Stuhl Platz. Bisher hatte ich die Angestellte nur hinter ihrem Schreibtisch gesehen. Als sie aufstand sah ich das sie einen schwarzen Minirock trug. Kombiniert mit dem enganliegenden, weißen Top ergab das eine sehr sexy Aufmachung. Ich schaute mich im Raum um. Sieben Angestellte, davon vier weiblich die sich wieder auf ihre Pflichten besonnen hatten und die Schönheit nicht mehr mit feindlichen Blicken durchbohrten. Eine sehr junge Frau wurde grade von, dem Anschein nach, der ältesten Angestellten unterwiesen. Vielleicht eine Praktikantin. Die vierte Angestellte saß mit einem gelangweilten Blick hinter ihrem Schreibtisch und sortierte Papier von der linken zur rechten Seite und wieder zurück. Sie hatte wohl nichts zu tun.

    Die drei Männer kümmerten sich immer noch um die Schönheit. Einer beeilte sich ihr einen Kaffee zu bringen, der zweite stellte ihr grade ein paar Kekse auf den Schreibtisch und der dritte bearbeitete Papiere, jedoch so das er sie dabei fast unentwegt anlächelte – die benahmen sich echt wie die letzten Trottel. Der Meinung war wohl auch die Angestellte die meine Papiere fertigmachte, denn alle paar Minuten schaute sie zu ihren Kollegen und schüttelte dann den Kopf.

    Es dauerte fast eine Stunde, dann winkte sie mich an ihren Schreibtisch: „Entschuldigen sie bitte das es länger gedauert hat.“
    „Nicht so schlimm. Die drei da hinten sind ein gutes Unterhaltungsprogramm.“
    „Ja. Echt schlimm wie die dich benehmen.“
    „In der Tat, als ob sie noch nie eine schöne Frau gesehen hätten. Dabei haben sie hier doch eine direkt vor der Nase“, sagte ich lächelnd.
    „Oh, vielen Dank.“ Sie schaute mich aus ihren blauen Augen an: „Hier sind die Papiere. Gute Fahrt.“
    „Danke … äh. Ich weiß gar nicht wie sie heißen.“
    „Schmitz, Doris Schmitz.“
    „Also Frau Schmitz. Danke.“
    „Doris genügt.“
    „Gut, dann bis zum nächsten Mal, Doris.“

    Aus den Augenwinkeln bemerkte ich das auch die Schönheit nun ihre Papiere erhalten hatte und aufstand. Die Männer setzten einen enttäuschten Blick auf und die Frauen dankten bestimmt Gott und allen Heiligen das die Herren der Schöpfung sich nun wieder ihren Aufgaben zuwendeten.


    Auf dem Hof sprach mich die Schönheit an: „Hi, ich heiße Sylvia. Und du?“
    Im ersten Augenblick war ich total überrascht und antwortete ganz automatisch: „Ich bin der Bernhard.“
    „Freut mich Bernhard“, sie gab mir die Hand. „Ich muss nach Hamburg.“
    „Und ich nach Essen.“
    „Bist du bei Facebook?“
    „Nein, bin ich nicht. Ich halte von dem ganzen Social Media Kram nicht so viel.“
    Sie grinste: „Ich eigentlich auch nicht, aber in meiner Spedition sind alle bei Facebook. Da wollte ich mich nicht ausschließen.“
    „Deine Spedition?“
    „Naja, in der Spedition bei der ich angestellt bin. Hab mich wohl falsch ausgedrückt.“
    „So kann man sagen“, lachte ich.
    „Wie kann man dich denn sonst erreichen?“
    „Ganz normal über Handy.“
    „OK, gibst du mir denn deine Nummer?“
    „Warum“, fragte ich grinsend.
    „Ich finde dich nett.“
    „Und fragst du jeden den du nett findest nach der Telefonnummer?“
    „Nein, natürlich nicht. Aber wenn du sie mir nicht geben willst…“ Sie drehte sich um.
    „Das habe ich nicht gesagt.“
    Sie drehte sich wider um: „Wenn du mir deine gibst, geb ich dir meine.“
    „Das hört sich nach einem Deal an.“
    Wir tauschten die Nummern aus.
    „Also Bernhard, ich muss denn jetzt los.“
    „Ich muss jetzt auch los, wenn ich nicht zu spät sein will.“
    „Ok, ich rufe dich bestimmt an. So einen netten Kollegen muss man sich warm halten“, grinste sie.
    „Wenn du nicht anrufst, ich rufe dich bestimmt an.“
    „Warum?“
    „So eine nette Kollegin muss man sich warmhalten“, wiederholte ich was sie gesagt hatte.
    Wir verabschiedeten uns und jeder ging in eine andere Richtung.

    Nach zwei Minuten hatte ich meinen Zug gefunden. Einen Kühltrailer von Eddie Stobart vor dem ein kleiner roter Volvo stand. Hoffentlich hatte der mehr Pferdchen unter der Haube als es den Anschein machte. Ich schwang mich auf den Fahrersitz und lies den Motor an. Dieser erwachte mit einem Grollen zum Leben und ich legte den Gang ein und rollte langsam vom Hof.

    Auf der Fahrt nach Essen, auf der mich nichts anderes als rote Ampeln nervte, gingen meine Gedanken auf Wanderschaft. Der schöne Engel hieß also Sylvia und ich hatte sogar ihre Telefonnummer. Vielleicht hatte ich ja Chancen mehr zu sein als nur ein netter Kollege?



    Kurz vor Essen kam ich in ein Gewitter mit Platzregen.






    Der Hof der Spedition machte mir auch keine Probleme da er leer war. Schnell hatte ich die Papiere abgegeben und machte mich auf den Weg zum Hotel. Der Regen hatte zum Glück beinahe aufgehört und ich bekam nur noch ein paar Tropfen mit. In meinem Zimmer fiel ich ins Bett und träumte von einem blonden Engel und ihrem schwarzen Volvo.

    So ging es wochenlang weiter. Dresden, Magdeburg, Hamburg, Bremen, Köln, Linz, Villach hießen meine nächsten Stationen. Der Wunsch nach einem eigenen LKW wurde immer größer. Der Kontakt zu Sylvia wurde immer enger. Waren unsere Telefonate anfangs nur kurz wurden sie mit der Zeit immer länger und privater. Eines Abends machte ich Pause auf einem Rasthof auf dem Weg zurück nach Köln als mein Handy wider eine Mission Impossible (mein Klingelton) ankündigte. Ein Blick auf das Display bestätigte meine Vermutung – Sylvia.
    „Hallo Kleines.“
    „Hallo Großer, wo bist du grade?“
    „Ich stehe an einem Rasthof in der Nähe von Stuttgart. Und du?“
    „Ich bin in Köln.“
    „Schade das ich nicht da bin. Wie lange bleibst du?“
    „Ich habe die Woche über Urlaub.“
    „Super. Ich bin morgen wieder in Köln und habe dann auch ein paar Tage frei.“
    „Sehr schön. Hm, ich muss dir noch was sagen.“
    „Ja?“
    „Ich bin nicht allein hier.“
    Ich runzelte die Stirn: „Wer begleitet dich?“
    „Mein vier Jahre alter Sohn.“
    „Du hast einen Sohn?“
    „Ja. Ist das ein Problem?“
    „Nein. Nicht für mich. Aber warum hast du mir das nicht schon erzählt.“
    „Ich wusste nicht wie du reagierst. Nun ja, ich denke du weißt das ich dich sehr mag und…. Na ja“ stotterte sie.
    „Hör zu, Kleines. Ich habe dich echt gern, das weißt du doch, oder?“
    „Ja.“
    „Gut. Das du einen kleinen Sohn hast stellt für mich kein Problem dar. Wie heißt er denn?“
    „Tobias.“
    „Und was ist mit dem Vater?“
    „Hör mir mit diesem Taugenichts auf. Der hat mich einfach sitzengelassen und ist nach Australien abgehauen als ich im vierten Monat war. Eines Morgens wachte ich auf und fand einen kurzen Brief auf dem Küchentisch in dem er mir mitteilte das er nie ein Kind haben wollte und das es wohlmöglich gar nicht von ihm sei, und ich ihn nur mit dem Kind an mich binden wolle.“
    „Starkes Stück. Der kann froh sein das er grade nicht hier ist.“
    Ich hörte an ihrer Stimme das sie lächelte: „Was würdest du denn mit ihm machen?“
    „Ihn nackt neben der Autobahn an einen Baum binden, aber mit dem Rücken zum Baum.“
    Nun lachte sie: „Ja, das würde mir gefallen.“
    „Habe ich dich also wieder zum Lachen gebracht. So gefällst du mir schon wesentlich besser.“
    „Großer, ich hab da mal ne Frage.“
    „Nur zu.“
    „Seh ich wirklich so gut aus?“
    „Machst du einen Witz? Kleines, du siehst wirklich wie ein Topmodel aus – nur das du dazu noch die richtigen Rundungen an den richtigen Stellen ausweist und nicht so dürr wie die Modelle bist.“
    „Wow, danke für das Kompliment.“
    „Erlaubst du mir auch eine Frage?“
    „Klar.“
    „Bist du wirklich blond? Als wir uns das erste Mal gesehen haben ist mir aufgefallen das dein Haaransatz dunkler ist.“
    „Gute Beobachtungsgabe. Nein, ich hatte meine Haare färben lassen. Meine natürliche Haarfarbe ist schwarz. Ich lasse mir das blond auch grade herauswachsen. Ich mag es nicht mehr.“
    „Mir gefallen schwarze Haare auch besser.“
    „Schön. Im Augenblick sehe ich schon etwas merkwürdig aus. Oben sind die Haare bis zu Mitte des Gesichts Schwarz und unten denn blond. Im Spiegel muss ich immer selbst lachen.“
    „Bei dir sieht das bestimmt klasse aus. Was machst du gerade?“
    „Ich stehe nackt vor einem Spiegel.“
    Schluck!
    „Hallo, bist du noch da – oder bist du in Ohnmacht gefallen?“
    „Äh, nein, ich bin noch da. Musste nur gerade schlucken und meinen trocken Mund wieder anfeuchten.“
    Lachen: „Dich macht die Vorstellung also an?“
    „Machst du Witze? Die Vorstellung einer schönen nackten Frau vor dem Spiegel macht jeden Mann an – es denn er ist schwul.“
    „Was würdest du denn machen wenn du jetzt hier wärst.“
    Schluck!
    Das weitere Gespräch kann ich aus Gründen des Jugendschutzes hier nicht wiedergeben
    ;)


    Da ich nächsten Sonntag im Büro bin erscheint das nächste Kapitel voraussichtlich schon am Samstag :!:
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    Grüße aus dem Rheinland
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    Ein Bisschen (gewordene - bin Immi) Heimat. Schöne Story, weiter so. Als Wochenendfortsetzung kommt hoffentlich genug Material zusammen und es ist auf jeden Fall genug Zeit, um es zu erstellen.
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    Da kommt schon genügend Material zusammen - bin immer mehrere Fahrten vor den Kapiteln. Allerdings hatte ich Schwierigkeiten mit dem neuen Patch - mein Profil wollte nicht mehr. Wie ich herausgefunden habe war der JPM schuld. Und da sich dieser gerne in die Profile eingräbt war ich gezwungen ein neues anzulegen :(

    Jetzt fahre ich ohne JPM und ohne Traffic Mod (wenn einer der beiden aktiviert ist stürzt ETS2 auf den Desktop ab).
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    Grüße aus dem Rheinland
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    3. Kapitel: Fahrt nach Lissabon

    Als ich am nächsten Tag gegen Mittag auf den Hof der Spedition Hellmann rollte freute ich mich auf zu Hause und mein eigenes Bett das mich jetzt seit gut drei Wochen nicht mehr gesehen hatte. Ich parkte den Zug auf dem mir zugewiesenen Platz und betrat das Büro. Das erste was ich sah war eine sehr attraktive Frau mit schwarzblonden Haaren die vor dem Schreibtisch von Evelyn stand und mit ihr in ein Gespräch vertieft war. Evelyn schaute an Sylvia vorbei und setzte ein Lächeln auf. Sylvia drehte sich um und im nächsten Augenblick hatte ich eine schöne Frau in den Armen. Mit so einer Begrüßung hatte ich nun wahrlich nicht gerechnet – und mit dem Kuss den sie mir gab noch viel weniger.

    „Mich dünkt ihr kennt euch?“ Evelyn hatte manchmal solch sprachliche Anwandlungen.
    Bevor ich etwas sagen konnte drehte sich Sylvia um: „Ich hab dir doch von dem gestrigen Telefonat erzählt.“
    „Das war er?“
    „Hallo Evelyn. Genau das war ich“, warf ich schnell ein.
    „Soso“, sie schaute mich an und grinste dabei.
    „Seit wann kennt ihr euch?“
    Sylvia antwortete: „Ich kenne Evelyn schon aus der Schule. Wir haben eine Menge erlebt.“
    „Das kann man wohl sagen“, warf Evelyn ein.
    „Ich würde ja gerne hören was, aber hier sind ein paar Papiere, Evelyn und dann habe ich eine Woche Urlaub.“
    „Daraus wird erstmal nichts.“
    „Warum nicht?“
    „Ein Fahrer ist krank geworden und ich hab hier ne dringende Tour nach Lissabon.“
    „Kann das kein anderer übernehmen?“
    „Nein. Das Problem ist die anderen Fahrer sind alle unterwegs und eigentlich ist das ein Job für zwei Fahrer.“
    „Warum?“
    „Die Ware muss schon übermorgen früh dort sein.“
    „Wer ist denn der zweite Fahrer.“
    „Tja, wie ich schon sagte sind alle anderen Fahrer unterwegs.“
    „Aha, ihr habt also keinen?“
    „Nein.“
    „Doch“, mischte sich nun Sylvia ein. „Ich könnte doch einspringen.“
    „Ich dachte du bist angestellt?“
    „Bin ich auch – bei Hellmann in Hamburg.“
    „Na denn. Wo sind die Papiere, Evelyn?“
    Evelyn reichte mir die Papiere: „Ach, noch was. Ihr müsstet mit dem LKW von Manfred fahren – uns sind auch die LKW ausgegangen. Zwei Stück sind in der Werkstatt.“
    Ich zuckte mit den Achseln. Manfred fuhr einen großen Scania mit ordentlich Power unter der Motorhaube. Das Airbrush Design gefiel mir auch.
    „Kann Tobias solange bei dir bleiben, Eve?“
    „Klar. Volker versteht sich ja sehr gut mit ihm.“ Volker war Evelyns 12 jähriger Sohn.

    Sylvia verabschiedete sich noch von ihrem Sohn. Ich rechnete schon mit Tränen, aber der Kleine war das wohl schon gewohnt. Sylvia hatte ihren Sohn auf den Arm genommen: „Ich möchte dir jemanden vorstellen, Tobi. Das ist Bernhard.“
    „Hallo Tobias.“ Ich reichte dem Kleinen die Hand. Zögernd nahm er sie. „Ich passe gut auf deine Mutter auf – versprochen.“
    „Fährst du mit ihr?“
    „Ja, das tue ich.“
    „Ihr müsst jetzt“, erinnerte uns Evelyn.
    Sylvia setzte Tobias auf den Schreibtisch und küsste ihn auf die Wange. Evelyn schnappte sich den Kleinen: „Du kommst mit zu mir. Volker wird sich freuen.“

    Sylvia und ich verließen das Büro und betraten den Hof. Da sah ich auch schon Manfreds LKW vor mir. Sie schaute mich an und ich wies auf die Zugmaschine und grinste. Sylvia schaute auf den Scania: „Schönes Design, gefällt mir. Wie lange kannst du noch fahren?“




    „Zwei Stunden. Gut, danach ist denn Fahrerwechsel angesagt.“
    Ich stieg auf den Fahrersitz und Sylvia schwang sich auf den Beifahrersitz. Manfred hatte einen Chip Tuned Motor eingebaut und dementsprechend bereitete der Trailer ihm keinerlei Schwierigkeiten.

    Nach 90 Minuten fuhr ich auf einen Rastplatz und nach einer kleinen Toilettenpause stieg Sylvia auf den Fahrersitz und ich kletterte nach hinten und legte mich lang. Nach kaum einer Minute war ich auch schon weg. Sylvia fuhr ganz weich und ruhig und ich wachte erst auf als sie mich wachküsste. Ich schlang die Arme um sie und zog sie auf mich: „Hey, dafür haben wir keine Zeit.“
    „Schade.“
    Sie befreite sich und zog mich hoch. „Wo sind wir?“ In Frankreich, nahe Lyon. Und ich bin jetzt total müde.“




    Wir wechselten und Sylvia zog sich das Top über den Kopf. Der dünne BH verdeckte nicht sehr viel. Sie grinste mich an und zog diesen auch noch aus. Erst dann holte sie ein weites T-Shirt aus der Tasche und zog es an: „Normalerweise schlafe ich nackt, aber das verkneife ich mir jetzt besser. Da kannst du mich noch so traurig anschauen“, lachte sie.
    „Gute Nacht, Kleines.“
    „Gute Nacht.“
    Ich drehte mich um und fuhr in die Nacht hinein.

    Die Fahrt durch Frankreich, Spanien und Portugal verlief langweilig. Wir erreichten Lissabon am nächsten Tag eine Stunde vor Sonnenaufgang. Gottseidank arbeitete die Spedition bei der wir absattelten auch nachts so das wir keine Wartezeit hatten. Während Sylvia den Trailer einparkte erledigte ich den Papierkram.

    Leider mussten wir leer zurückfahren wie ich erfuhr als ich wieder im LKW saß. Sylvia hatte mit Evelyn telefoniert und auch mit Tobias gesprochen und sich überzeugt das alles OK war. Da wir jetzt Urlaub hatten konnten wir uns mit der Rückfahrt eigentlich etwas mehr Zeit lassen.
    „Wo wir schon mal in Lissabon sind könnten wir und doch sie Stadt ein wenig ansehen.“
    Sylvia schaute mich an: „Schon, aber nicht zu lange.“
    „Ich verstehe. Tobias.“
    „Ja, ich habe ihm versprochen das wir im Urlaub viel zusammen machen.“
    „OK, kann ich verstehen. Also auf nach Köln.“




    Sylvia startete den Motor und fuhr langsam auf die Straße. Durch Lissabon hielt sich Sylvia an die Geschwindigkeitsbegrenzung, aber auf der Autobahn gab sie Gas und der LKW brummte bei 110 KM/h zufrieden vor sich hin. An einer Autobahnauffahrt hatten wir einen kurzen Stau und Sylvia fluchte vor sich hin.




    Die Rückfahrt schafften wir in Rekordzeit und in der folgenden Nacht kamen wir in Köln an. Ich parkte den LKW vor meiner Garage da bei Hellmann ab 4 Uhr morgens Schichtbeginn war. Sylvia erwachte und ich spürte wie sich ihre Arme um mich legten: „Ist das deine Garage?“
    „Ja, das ist sie. Nicht sehr groß und auch noch ziemlich unaufgeräumt.“
    „Alle haben doch mal klein angefangen. Wer weiß, vielleicht umarme ich grad den neuen Speditionskönig.“
    „Schön wärs. Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg. Willst du sie von innen sehen?“
    „Klar.“ Sylvia schlüpfte in ihre Hot Pants und folgte mir in die Garage.
    „Ist doch nicht schlecht. Ein wenig Farbe und Ordnung schaffen, denn sieht das hier doch nett aus.“
    Sie drehte sich zu mir: „Die Fahrt mit dir hat mir gut gefallen.“
    „Ja, mir hat es auch sehr gefallen mit dir zu fahren. Du fährst sehr gut.“
    „Danke.“
    „Ich könnte mich daran gewöhnen immer mit dir zu fahren.“
    „Daran könnte ich mich auch gewöhnen.“
    Langsam kam sie näher: „Hast du hier ein Bett?“
    Ich zeigte ihr die Matratze die ich vor einigen Wochen hierher geschafft hatte.

    Ein paar Stunden später fuhr ich auf den Hof der Spedition.
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    Und hier das nächste Kapitel - diesmal ohne Bilder.

    4. Kapitel: Veränderungen


    Tobias stürmte auf seinen kleinen Beinchen auf Sylvia zu als wir das Büro betraten.
    „Mami, Mami, da bist du ja wieder.“
    Sie nahm den kleinen Wirbelwind auf den Arm. Ich gab Evelyn die Papiere.
    „Gut das ihr schon da seid.“
    „Warum?“
    „Gleich ist ne Betriebsversammlung in der Fahrzeughalle.“
    Ich runzelte die Stirn: „Was gutes oder was schlechtes?“
    „Ich denke eher was Schlechtes. Der Flurfunk hat in den letzten Wochen schon spekuliert das sich bei Hellmann demnächst wohl so einiges ändern wird.“
    „Und hat der Flurfunk auch mitgeteilt was sich ändert?“
    „Wahrscheinlich betrifft es die LKW Flotte und die Fahrer, aber nichts Genaues weiß man nicht.“
    „Aha, wann ist die Versammlung?“
    „Wir können sofort los. Die anderen sind schon weg wie du siehst.“ Und zu Sylvia gewandt: „Am besten kommst du auch mit.“

    So machten wir uns auf den Weg zur Fahrzeughalle. Manfred schloss sich uns humpelnd an als wir den Hof betraten: „Hast du meinen Scania ganz gelassen, du alter Crashdriver?“
    „Dein Scania steht dort vorne und ist zufrieden, das er endlich mal wieder zeigen konnte was er kann, du lahme Ente.“
    Sylvia schaute Evelyn an, doch diese grinste nur. Nun betraten wir die Halle. In der letzten Stuhlreihe fanden wir noch Platz.

    Auf der Bühne war ein Mikrofon und zwei Boxen aufgebaut worden. Der Leiter der Kölner Hellmann Niederlassung ging auf die Bühne: „Meine Damen und Herren. Ich brauche ihnen nicht zu sagen wie es um das Speditionsgeschäft bestellt ist. Nicht nur die heimischen Speditionen stehen in einem Konkurrenzkampf miteinander. In den letzten Monaten sind vermehrt billige osteuropäische Speditionen auf den Markt gedrängt. Diese können ihre Leistungen zu einem so geringen Preis anbieten wie wir es nicht können. Uns laufen die Kunden davon.“

    „Zeitgleich mit dieser Versammlung werden in allen Hellmann Niederlassungen und auch in der Zentrale in Hamburg Versammlungen abgehalten. Hellmann hat mit kleineren Speditionen in den letzten Wochen intensive Verhandlungen geführt, mit dem Ziel gemeinsam gegen die osteuropäische Konkurrenz vorzugehen.“

    Er nahm aus einem bereitstehenden Glas einen Schluck Wasser bevor die Rede weiterging: „Fünf dieser kleineren Speditionen werden von Hellmann übernommen. Erstens mit dem Ziel die einheimische Konkurrenz auszudünnen, aber auch um gemeinsam gegen die billige Konkurrenz aus dem Osten bestehen zu können. Leider sind im Zuge dessen auch personelle Veränderungen unabwendbar.“

    In mir machte sich ein ganz schlechtes Gefühl breit. Sylvia hatte wohl dasselbe schlechte Gefühl wie ich bei einem Seitenblick erkennen konnte.

    „Wir werden nicht umhin kommen in allen Bereichen Entlassungen vorzunehmen.“
    Unter den Angestellten brach nun Unruhe aus. Der Leiter der Niederlassung hob die Hände: „Bitte, lassen sie mich ausreden.“
    Der Lärmpegel senkte sich und die Rede ging weiter: „Ich kann sie ja verstehen. Aber Hellmann ist nun einmal gezwungen Kosten einzusparen. Es würde niemanden etwas bringen, wenn Hellmann ganz zu machen würde. Lassen sie es mich so ausdrücken. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Ein Drittel unserer Kunden hat sich schon an die billige Konkurrenz gewandt. Und einige der uns
    verbliebenen Kunden haben uns unverhohlen damit gedroht sich an andere Speditionen zu wenden wenn wir nicht preiswerter werden.“


    Nun brach ein wahrer Tumult los – verständlicherweise. Sylvias Handy klingelte. Sie bedeutete mir das sie rausgehen würde. Ich nickte und folgte ihr.
    „Hallo?“

    „Ja, hier auch.“

    „Nein, hier weiß man auch noch nichts.“

    „Denke ich auch.“

    „Hm.“

    „OK, Ciao.“

    Sylvia drückte den Knopf der das Gespräch beendete: „Das war Monika. Eine andere Fahrerin in Hamburg. Sie hat gehört das 50% der Belegschaft Entlassen oder in vorzeitigen Ruhestand geschickt werden sollen.“
    „50%? Verdammt, das klingt alles andere als gut. Ich bin 37, ledig und habe keine Kinder. Dreimal darfst du raten wer unter den 50% sein wird.“
    „Ich rechne auch damit das ich demnächst wieder zu den Millionen Arbeitssuchenden zählen werde.
    „Hast du denn was auf der hohen Kante?“
    „Ja schon, aber das war eigentlich für den Kleinen bestimmt. Und wie siehts bei dir aus?“
    „Ich hab da auch einen gewissen Betrag. Aber eigentlich wollte ich noch wenigstens ein Drittel davon noch dazu sparen um einen Grundbetrag für einen eigenen LKW zu haben.“
    „Vielleicht kannst du ja preiswert an einen LKW von Hellmann kommen. Die wollen ja auch LKW abstoßen.“
    „Vielleicht. Komm, gehen wir wieder rein.“

    Evelyn fing uns am Eingang ab: „Die Versammlung ist zu Ende. Kommt ihr noch mit ins Büro?“
    „Nein, ich nicht. Das muss ich erst mal verdauen.“
    „Sylvia, ich habe aber etwas für dich oben im Büro. Ist aus Hamburg gekommen mit der Auflage dir dies erst nach der Versammlung zu geben.“
    Die beiden verschwanden im Gebäude und ich stand mit einem kleinen Jungen auf dem Hof: „Willst du dir den LKW anschauen mit dem ich und deine Mutter gefahren sind?“
    „Ja, wenn ich darf.“
    Ich nahm Tobias an die Hand und wir gingen über den Hof zum Scania. Mir fiel ein das ich noch den Schlüssel hatte. Ich griff in die Tasche und holte ich hervor. Da sah ich Manfred über den Hof kommen.

    „Wo ist mein Schlüssel?“
    „Hier, ich wollte ihn dir grade wiedergeben.“
    „Was hältst du von der Sache?“
    „Ich bin wohl die längste Zeit bei Hellmann gewesen.“
    „Ich wohl auch. Mal schauen, vielleicht mache ich mich selbstständig.“
    „Hast du denn so viel Kohle?“
    „Nee, ich muss mal mit der Bank reden. Mal schauen was sich machen lässt. Und was wirst du machen.“
    „Dir vielleicht Konkurrenz. Der kleine Mann hier wollte mal den Scania anschauen.“
    „Willst du mal hinein?“ fragte Manfred Tobias.
    Tobias strahlte und Manfred schloss den Scania auf. Ich hob Tobias auf den Fahrersitz.

    „Ah, die Herren kümmern sich schon um die Ausbildung des Nachwuchses“, hörten wir eine Stimme von hinten. Evelyn kam mit Sylvia über den Hof. Ich sah sofort das Sylvia schlechte Nachrichten bekommen hatte. Sie schaute mich an und flüsterte mir ins Ohr: „Wie ich gedacht habe. Das war meine Kündigung.“
    Tobias bekam von all dem nichts mit. Der saß hinter dem Lenkrad und war hin und weg.

    Sylvia hatte eigentlich ein Hotelzimmer gebucht, aber ich bestand darauf das sie bei mir wohnen könnten. Am nächsten Tag beim Frühstück fragte Sylvia ihren Sohn: „Wohin möchtest du heute?“
    „In den Zoo.“
    „Darf ich mitkommen?“ fragte ich den Kleinen.
    „Natürlich.“
    „Vielen Dank.“
    Sylvia lächelte. Ihr fiel augenscheinlich ein Stein vom Herzen das ich mich mit dem Kleinen gut verstand. Aber bevor wir losziehen konnten klingelte es. Der Postbote hatte ein Einschreiben für mich. Ich unterzeichnete und nahm es entgegen.
    „Schönen Tag noch“, wünschte der Postbote.
    Ich schloss die Tür und ging zum Frühstückstisch zurück: „Wer war es denn?“
    „Der Postbote. Ein Einschreiben.“ Ich öffnete und las meine Kündigung. „So wie bei dir gestern.“
    Sylvia schaute mich an: „Also doch.“
    „Ja leider.“
    „Und nun?“
    „Nun gehen wir erst einmal in den Zoo, nicht wahr Tobias?“
    „Jaaaa.“

    Nach dem Zoo Besuch waren wir noch in ein Restaurant eingekehrt und so waren wir erst gegen 20:00 Uhr wieder bei mir zu Hause. Tobias schlief schon beinahe. Sylvia machte ihn noch zur Nacht fertig und legte ihn dann ins Bett. Zehn Minuten später setzte sie sich zu mir auf die kleine Couch: „Und nun?“
    „Und nun was?“
    „Wie geht es jetzt weiter? Was wirst du als nächstes tun?“
    „Ich weiß noch nicht.“
    „Wirst du dir einen LKW von Hellmann zulegen bei der Auktion?“
    Im Briefkasten hatte ich heute Morgen noch einen Brief der Spedition vorgefunden – eine Werbung für die Auktion in der die LKWs die ausgemustert werden sollten versteigert wurden.
    „Nein, mit Sicherheit nicht. Die Maschinen sind zwar gut in Schuss, aber ich werde doch denen nicht noch Geld für einen LKW in den Rachen werfen. Das wäre ja so als wenn ich für meine Kündigung auch noch bezahlt hätte.“
    „Ich verstehe dich. Also, was nun?“
    „Ich hab ca. 30000 Euro gespart. Ein neuer LKW kostet mindestens 100000 Euro. Ich müsste also über ca. 80000 Euro einen Kredit aufnehmen. Nur welche Bank gibt mir schon 80000 Euro? Die Garage und der neue LKW als Sicherheit? Ob da die Bank mitmacht?“
    „Kann ich mir nicht vorstellen.“
    „Ich nämlich auch nicht.“
    „Pass auf, Bernhard. Ich bin in Hamburg nicht gebunden und Tobias ist ja erst vier. Eigentlich wollte ich immer zurück ins Rheinland.“
    „Zurück?“
    „Ja. Ich bin in Bonn geboren. Die Liebe zu Tobis Erzeuger hat mich nach Hamburg verschlagen. Und ich möchte dieses Kapitel jetzt abschließen. Meine Eltern würden sich auch freuen mich in ihrer Nähe zu haben.“
    „Wo leben sie denn?“
    „Sie haben ein kleines Häuschen in Pulheim. Morgen wollte ich mit Tobi zu ihnen. Das wird eine Überraschung für sie, denn sie wissen nicht das ich in Köln bin. Komm doch mit.“
    „Hm, meinst du?“
    „Ja klar. Sie werden dich schon nicht auffressen“, lachte sie.
    „OK, und übermorgen gehe ich zur Bank.“
    „Ich hab da noch eine Idee?“
    „Welche?“
    „Wie wäre es denn, wenn wir beide die Spedition aufbauen?“
    „Spedition ist gut. Das wäre erst Mal ein Einmann und Einfrau Unternehmen.“
    „Du weißt schon wie ich das meine.“
    „Klar, aber ich dachte du wolltest dein Ersparnisse für den kleinen haben?“
    „Schon, aber das hier ist wichtiger.“
    „Über welche Summe reden wir hier eigentlich.“
    „15000 Euro habe ich auf der hohen Kante.“
    „Das wäre schon nicht schlecht.“
    „Weißt du was? Wir gehen morgen zur Bank. Meine Eltern können noch einen Tag warten. Tobi kann solange bei Evi bleiben – sie hat heute übrigens auch ihre Kündigung bekommen.“
    Das war mir neu: „Grade Evi. Sie hat das Büro hier doch faktisch geleitet.“
    „Der Ersatz für sie ist so ein süßes, junges Ding das gut mit den Augen klimpern kann, aber von Tuten und Blasen keine Ahnung hat.“
    „Hm, vom Blasen vielleicht schon.“
    Sylvia schaute mich an und prustete: „Wahrscheinlich hast du Recht.“

    Nach einem kurzen Telefonat am nächsten Morgen mit Evelyn war alles klar. Eine Stunde später lieferten wir den Kurzen bei ihr ab und machten uns auf den Weg. Doch bei der Stadtsparkasse, Deutschen Bank und Commerzbank hatten wir kein Glück. Diesen waren die Sicherheiten nicht genug. Bei drei weiteren Banken wurden wir ebenso abgewiesen und ich hatte schon beinahe die Schnauze voll als
    Sylvia eine kleine Privatbank ansteuerte an der wir grade vorbeigingen. Na gut, ein Versuch konnte nicht schaden. Wir gingen auf eine Frau hinter einem Schreibtisch zu. Diese schaute auf: „Guten Tag. Was kann ich für sie tun?“ Ich schilderte unsere Lage und das wir uns selbstständig machen wollten.

    „Dafür haben wir unseren Existenzgründerkredit. Dann schildern sie mir doch bitte über welche Finanzmittel sie verfügen und was sie als Sicherheiten einsetzen könnten.“
    Die Angestellte hörte sich alles in Ruhe an – schon ein Unterschied zu den anderen Banken. Nach zwei Stunden hatten wir einen kompletten Finanzplan – und einen Kredit über 100000 Euro.
    „Darf ich Fragen bei welchen Banken sie ihre Ersparnisse haben?“
    „Meine 30000 Euro liegen bei der Stadtsparkasse KölnBonn“, antwortete ich. Sylvia hatte ihre bei der Hanseatic Bank.
    „Beide Banken sind nicht gerade bekannt für ihre hohen Zinssätze. Wie wäre es denn wenn sie ihre Ersparnisse bei uns einzahlen?“
    „Wie sind ihre Konditionen?“ fragte ich.
    Nachdem wir diese gehört hatten war alles klar. Sowohl Sylvia als auch ich würden unsere Sparkonten auflösen und zwei getrennte hier eröffnen. Dies war innerhalb der nächsten 20 Minuten auch geschehen und wir veranlassten noch in der Filiale die Überweisung unserer Ersparnisse.

    Nach ca. drei Stunden verließen wir die Bank und schauten uns an.
    „Ganz anders als die großen Banken.“
    „Ja mein Großer. Gut das wir reingegangen sind.“
    „Stimmt.“ Ich nahm sie in den Arm und gab ihr einen zärtlichen Kuss den Sylvia erwiderte.
    „So, was nun?“
    „Einen LKW kaufen.“
    „Welchen?“
    „Scania scheidet aus – zu teuer.“
    Mercedes und Renault auch und von DAF halte ich nicht so viel.“
    „Warum nicht, Sylvia?“
    „Vielleicht hatte ich ja auch nur Pech, aber ich habe dreimal einen DAF gefahren und dreimal ist er verreckt.“
    „OK, DAF scheidet also auch aus. Iveco sind zwar preiswert, aber eigentlich wollte ich keinen Iveco. Die kleinen Modelle ziehen nicht so gut.“
    „Also Volvo?“
    „Also Volvo!“
    „Gibt es hier in Köln einen Volvo LKW Händler?“
    „Nein. In Luxemburg ist ein Großer.“
    „Morgen also nach Luxemburg.“
    „Ich dachte du wolltest morgen deine Eltern besuchen.“
    „Der neue LKW ist wichtiger.“
    „Er könnte aber auch noch einen Tag warten, aber wie du willst.“
    „Also morgen nach Luxemburg. Tobias wird sich freuen und übermorgen zu meinen Eltern.“
    „Einverstanden.“

    Wir gingen zurück zu Evelyn und wurden noch zum Essen eingeladen. Es wurde ein langer und vergnüglicher Abend. Wir stießen mehrmals auf die Gründung von Colonia Trucking – der Name war Evelyn eingefallen – an. Tobias schlief tief und fest und Evelyn machte den Vorschlag das er hier übernachten könnte. Sylvia war damit einverstanden. Zu Hause bestellte ich noch im Internet Tickets nach Luxemburg bei der Bahn und fiel dann todmüde ins Bett.
    -------------------------------
    Grüße aus dem Rheinland
    bedunet
    prima, thx - bitte weiter so :!: :thumbup:


    VG
    MO
    Mit freundlichen Grüßen
    Martin "MO"


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    5. Kapitel: Der neue LKW

    Prompt verschliefen wir am nächsten Morgen. Also gab es kein schönes, gemütliches Frühstück zu zweit sondern nur schnell einen Kaffee zwischen Tür und Angel. Evelyn wohnte nur ein paar Straßen weiter und als wir dort aufschlugen war der Kurze grade fertig mit Frühstück. Ich bestellte ein Taxi und fünf Minuten später befanden wir uns auf dem Weg zum Bahnhof. Zwei Minuten vor Abfahrt des Zuges stiegen wir aus dem Taxi. Ich schnappte mir Tobias und wir hechteten zum Bahnsteig. Kaum das wir im Zug waren, wurde auch schon das Signal zum Abfahren gegeben.

    „Das war knapp“, sagte ich und stellte Tobias auf den Boden.
    „Kannst du laut sagen“, pustete Sylvia durch.
    Tobias fragte: „Wohin fahren wir?“
    „Das ist eine Überraschung. Wir sollten unsere Plätze suchen.“
    „Ja, ich hatte nicht vor die ganze Fahrt im Gang zu stehen.“ Sylvia nahm ihren Sohn an die Hand und wir suchten unsere Plätze.


    Planmäßig rollte der EC kurz vor Zwölf in Luxemburg ein und wir machten uns erst Mal auf die Suche nach etwas essbaren. Gegenüber war zwar ein McDonalds, aber soweit es sich vermeiden lies mied ich diese „Restaurants“. Fingerfood war nicht so meins. Nur ein paar Meter weiter sah ich allerdings ein kleines, uriges Restaurant. Ich ging hinein und Sylvia folgte mit Tobias an der Hand. Nach gut einer Stunde kamen wir gestärkt wieder hinaus.

    Vor dem Volvo Händler bekam Tobias große Augen, die noch ein wenig größer wurden als wir wirklich hineingingen. Sogleich wurden wir von einem Verkäufer belagert – ich hasste dieses.
    „Womit kann ich ihnen helfen?“ fragte er freundlich.
    „Ich würde mich gerne zuerst ein wenig umsehen.“
    Er lächelte: „Aber natürlich. Schauen sie sich alles in Ruhe an. Ich bin da hinten.“ Er wies auf einen Schreibtisch, an den er sich nun auch wieder begab.

    Gleich am Eingang stand der neue FH den Volvo voriges Jahr herausgebracht hatte. Den musste ich mir ansehen. Vom alten FH war nicht mehr viel übriggeblieben. Moderne Scheinwerfer, ein völlig neu designter Kühlergrill. Die große XL Fahrerkabine kam mir noch ein wenig höher vor als beim alten FH.
    „Der sieht richtig klasse aus“, meinte Sylvia.
    „Ja, aber den kann ich mir beim besten Willen nicht leisten“, erwiderte ich nach einem Blick auf das Preisschild.
    „Vielleicht in einem Jahr.“
    „Nur mit Glück. Komm lass uns mal den Kleinen da anschauen.“

    Der Kleine war ein kleines Modell des alten FH, das wie ich nach einem Blick auf das Preisschild feststellte in meinem Rahmen lag. Leider nur ein 360 PS Motor und kein Retarder Getriebe. Dafür kostete der aber auch nur knapp 98000 Euro. Wir schlenderten noch durch die Halle und schauten uns die anderen LKW die hier standen an, aber es war sonst keiner dabei den ich mir leisten konnte. Der Verkäufer beobachtete uns und ich winkte ihn mit einer Hand heran als wir wieder vor dem Kleinen FH standen.

    „Sie haben sich entschieden?“
    „Ja, haben wir.“
    „Sehr gut. Mit dem können sie natürlich keine großen Lasten ziehen, dafür ist der Motor etwas zu schwach. Darf ich Fragen wie lange sie schon fahren.“
    „Ich fahre seit zwei Jahren.“
    „Und ich seit 18 Monaten“, warf Sylvia ein.
    „Und sie haben sich gerade selbstständig gemacht?“
    „Ja, haben wir.“
    „Schön, schön. Dann wollen wir mal das Geschäftliche besprechen. In dieser Ausstattung können sie wie schon gesagt keine großen Lasten ziehen. Darf ich Fragen wie viel sie anlegen können?“
    „Maximal 120000 Euro.“
    „Schön, schön. Dafür können wir ihnen noch einen 600 PS Motor einbauen – Chip getuned. Wir sind der einzige Volvo Händler in Westeuropa der diesen Service anbieten darf – von Volvo zertifiziert.“ Stolz klang in seiner Stimme mit. „Dann kämen wir auf – warten sie.“ Er ging an seinen Schreibtisch und kam mit einem Tablet PC zurück. „Die moderne Zeit“, meinte er als ich das Tablet
    ansah.


    Der Verkäufer tippte auf dem Display herum. „Ja, da haben wir es. Also mit dem verbesserten 600 PS Motor kämen wir auf 114595 Euro. Aber für nur 6000 Euro mehr kann ich ihnen noch ein Retarder Getriebe einbauen lassen. Dann kämen wir auf eine Summe von 120595 Euro.“
    Sylvia nickte mir zu. Stimmt schon ein stärkerer Motor und ein Retarder Getriebe wären schon wichtig, aber ich wollte es dem Verkäufer auch nicht zu leicht machen.
    „Wenn sie mir ein wenig entgegenkommen könnten…“
    „Tut mir leid, aber da ist nichts zu machen.“
    „Wirklich nicht?“
    „Wirklich nicht!“
    „Ok, ich nehm ihn auch so.“
    „Fein, Fein, dann lassen sie uns doch das Geschäftliche klären.“ Er drehte sich um und ging auf seinen Schreibtisch zu: „Bitte setzen sie sich doch. Ich bin gleich wieder da.“ Der Verkäufer ging durch eine Tür und kam 5 Minuten mit einem kleinen Päckchen wieder.
    „So, das hier ist für den jungen Mann.“ Er hielt Tobias das Päckchen hin.
    Dieser schaute Sylvia an, die nickte und Tobias griff nach dem Päckchen. Es war ein Modell des neuen FH in rot und schwarz mit einem weißen Streifen in der Mitte.
    „Was sagt man?“ fragte Sylvia ihren Sohn.
    „Danke.“
    „Gern.“

    Der Verkäufer setzte sich hinter seinen Schreibtisch und klappte ein Notebook auf. Nach einigen Minuten auf denen er irgendetwas in die Tastatur tippte sagte er: „So, ich habe jetzt den Kaufvertrag provisorisch eingegeben – fehlt nur noch ihr Name, der Name ihrer Firma, die Anschrift und ihrer Unterschrift.“
    Ich nannte ihm die Namen und die Anschrift. Er klickte etwas an und stand auf.


    „Ich hole schnell den Vertrag. Wieder verschwand er hinter der Tür und kam praktisch im gleichen Augenblick zurück.
    „Der Drucker ist ein Laser und muss aus arbeitsrechtlichen Gründen in einem anderen Raum stehen. Der Toner – sie verstehen.“
    „Klar, der Toner ist nicht grade gesund wenn man ihn einatmet.“
    „Genau.“
    Während des Gesprächs hatte er mir den Vertrag gereicht. Ich überflog ihn und reichte dann an Sylvia. Diese schaute überrascht nahm ihn aber und las ihn, anders als ich, gründlich durch. Nach einigen Minuten war sie fertig und reichte den Vertrag zurück. Ich nahm einen Stift vom Schreibtisch und setzte meine Unterschrift unter den Vertrag. Dasselbe machte der Verkäufer.
    „Hier ist ihre Ausfertigung. Bitte nochmal unterschreiben.“ Ich tat auch dies. Der Verkäufer stempelte beide Verträge ab und reichte mir einen. „Einen Augenblick noch. Ich erkundige mich schnell wann wir den Truck zu ihnen bringen können“, und weg war er.

    Tobias hatte den kleinen Volvo aus dem Päckchen geholt und betrachtet diesen jetzt genau. „Schön“, meinte er.
    „Was sind denn deine Lieblingsfarben?“ fragte ich ihn.
    Er schaute mich an: „Swarz, Weiß und Rot.“
    „Schwarz Tobias. Nicht Swarz“, verbesserte Sylvia ihn.
    „Schwarz“, widerholte Tobias und nickte dabei. Dann schaute er mich an: „Hast du einen Truck bekommen?“
    Ich grinste: „Ja, ich habe mir den da gekauft.“ Dabei wies ich auf den kleinen Volvo.“
    „Hm, der da ist aber schöner“, er zeigte auf den Neuen FH der am Eingang stand.
    „Das schon, aber zu teuer. Den kann ich mir nicht leisten.“
    Wieder nickte er, als wenn er genau verstehen würde. „Die Farbe gefällt mir nicht!“
    Ich schaute mir den kleinen Volvo an: „Hm, da kann man bestimmt noch etwas machen.“
    „Warum bemalst du ihn nicht so“, sagte er und hob dabei seinen Modelltruck hoch.
    „Würde dir das gefallen?“
    Er nickte und Sylvia grinste mich an: „Abgemacht. Wir schauen mal ob wir in Köln eine Werkstatt finden die ihn so bemalen kann.“


    Der Verkäufer kam wieder: „Wir können ihnen alles bis nächste Woche Montag einbauen. Dienstag wäre dann die Überführung nach Köln.“
    „Gut. Einverstanden.“ Wir standen auf.
    „Hier ist meine Karte“, er reichte mir seine Visitenkarte. „Viel Glück mit ihrer Firma und immer gute Fahrt.“
    „Danke. Vielen Dank. Auf Wiedersehen.“
    „Auf Wiedersehen.“
    „Der war ja ganz freundlich“, meinte Sylvia als wir das Geschäft verlassen hatten.
    „Kunststück, er hat ja auch eine Menge an uns verdient. Die bekommen doch bestimmt Provision.“
    „Trotzdem, es gibt auch andere.“
    Da hast du allerdings Recht.“

    Im Zug zurück nach Köln schlief Tobias ein.
    „Willst du den Truck wirklich so lackieren lassen wie das kleine Spielzeugmodell?“
    „Warum nicht, sieht doch ganz gut aus.“
    „Da wird Tobias aber Augen machen wenn er den Truck sieht.“
    „Ich gehe übermorgen mal zur Werkstatt die um die Ecke an meiner Garage liegt. Morgen wollen wir ja zu deinen Eltern.“
    „Ja, ich will dich ihnen doch vorstellen. Und das ich zurück ins Rheinland komme wird sie auch freuen.“
    „Was haben sie eigentlich früher gemacht?“
    „Meine Mutter war immer Hausfrau. Mein Vater war bei einer Spedition beschäftigt.“
    „Als was?“
    „Mechaniker.“
    „Hat er da auch Trucks zurück in die Werkstatt gefahren?“
    „Ja, die Spedition hat sich einen eigenen Abschleppwagen für Trucks geleistet. Meist hat den mein Vater gefahren wenn er denn raus musste um liegengebliebene Trucks zurück zu schleppen.“

    Wir unterhielten uns noch über Gott und die Welt bevor der Zug gegen 22:00 Uhr in den Kölner Hbf. einrollte. Tobias schlief noch tief und fest und wachte auch nicht auf als ich ihn durch den halben Bahnhof trug. Die Taxifahrt zu mir nach Hause dauerte nur wenige Minuten. Ich legte den Kurzen ins Bett und Sylvia zog ihm noch schnell die Hose aus und deckte ihn zu. Dann gab sie ihm einen Kuss auf die Stirn und verlies das Zimmer – nur ein kleines Nachtlicht, das ich in einem Karton im Keller gefunden hatte steckte sie noch in die Steckdose neben der Tür.

    Wir setzten uns noch auf die Couch: „Du willst also echt mit mir zusammen eine Spedition gründen?“
    „Ja Bernd, das will ich.“
    „Bernd?“
    „Magst du das nicht?“
    „Doch. Meine Mutter hat mich immer so genannt. Du hättest ihr gefallen. Sie wollte immer das ich eine hübsche, nette Frau finde mit der ich eine Familie gründen kann.“
    „Glaubst du wirklich sie hätte mich gemocht.“
    „Ja, ganz sicher.“
    „Und dein Vater?“
    „Beide hätten dich gemocht. Und ich bin mir sicher, wenn sie uns jetzt zusammen hier auf der Couch sehen – von wo auch immer – dann sind sie sehr glücklich.“
    „Das ist ein schöner Gedanke“, sagte Sylvia und gab mir einen zärtlichen Kuss.
    „Sei mir nicht böse, aber ich bin total müde. Der Tag war lang.“
    „Wieso sollte ich dir böse sein, Kleine. Ich bin doch ebenso müde. Lass uns schlafen gehen.“
    „Gute Nacht Großer.“

    Sylvia ging zu ihrem Sohn. Ich hatte den beiden mein Bett überlassen und nächtigte auf der Couch. >Wir sollten uns da auch etwas anderes überlegen.< war mein letzter Gedanke bevor ich einschlief.
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    6. Kapitel: Schwiegereltern in spe

    „Oma“, wurde Sylvias Mutter von einem lauten Ausruf ihres Enkels empfangen
    als sie die Tür öffnete.
    „Hallo Tobias, Tag Sylvia. Und wen haben wir da?“
    „Hallo Mama, das ist Bernhard.“
    „Kommt rein, Vater wird sich freuen euch mal wieder zu sehen.“
    Sylvias Mutter reichte mir die Hand: „Guten Tag Bernhard.“
    „Guten Tag Frau“, ich schaute schnell auf die Klingel, „Grüntiger.“
    „Ach Gott, sagen sie doch einfach Sonja.“
    Damit verschwand sie im Haus. Tobias war schon vorgestürmt und begrüßte schon seinen Opa wie man hörte. Sylvia schob mich vor und schloss die Tür.
    „Keine Angst, mein Vater beißt nicht“, lachte sie.
    „Ich hab auch kein Schild mit der Aufschrift ‚Vorsicht, bissiger Opa‘ gesehen.“
    Sylvias Lachen wurde lauter.
    Nun vernahm man eine Stimme am Ende des Hausflurs: „Dieses Lachen klingt nach meiner Tochter.“ Er kam mit Tobias auf dem Arm um die Ecke und sah sich mir gegenüber: „Aha, und wen haben wir hier.“
    Bevor ich etwas sagen konnte stellte Tobias mich vor: „Das ist Bernhard, Opa. Wir wohnen bei ihm.“
    Sylvia drängelte sich an mir vorbei: „Hallo Papa. Wie Tobias schon sagte, der gut aussehende Mann hier heißt Bernhard und zur Zeit wohnen wir bei ihm. Alles andere erkläre ich euch gleich.“
    „Hallo Bernhard, ich bin Dietmar, Sylvias Vater.“ Wir gaben uns die Hand.
    „Guten Tag, Dietmar.“

    „Und ihr wollt euch nun selbstständig machen?“ fragte Dietmar 30 Minuten später als Sylvia ihre Eltern informiert hatte.
    „Ja Papa. Gestern haben wir einen kleinen Volvo in Luxemburg gekauft. Die Garage hatte Bernhard schon vor ein paar Wochen gekauft.“
    „Du hatten also schon vor dich selbstständig zu machen?“
    „Ja Dietmar. Nur das es jetzt so schnell gehen würde, damit habe ich nicht gerechnet.“
    „Und wie groß ist die Garage?“
    „Nicht sehr groß. Eine kleine Zugmaschine passt hinein – mehr aber auch nicht.“
    „Und das Grundstück?“
    „Das ist groß genug für Erweiterungen – wenn es denn gut läuft.“
    „Und was wollen sie fahren?“
    „Alles was sich anbietet.“
    „Wo liegt denn die Garage?“
    „Nicht direkt im Zentrum. Ein wenig außerhalb.“
    „Von hier aus ca. 15 Minuten, schätze ich“, mischte sich Sylvia in das Gespräch.
    „Und ihre Wohnung ist nicht groß genug für drei?“
    „Nein. Tobias braucht ja auch ein eigenes Zimmer.“
    „Und ihre Wohnung liegt mitten in Köln?“
    „Genau.“
    „Hm, ich hätte da eine Idee. Stanis aus der Werkstatt hat sein Haus verkauft und ist zurück nach Polen.“
    „Und was sollte uns das helfen, Papa?“
    „Lass mich doch mal ausreden, Kind“, grinste Dietmar seine Tochter an und empfing einen bösen Blick von ihr.
    „Also, Stanis hat sein Haus verkauft. Das liegt hier in der Straße, ein paar Häuser weiter. Und ich bin der Käufer. Eigentlich wollte ich es vermieten, aber wenn ich euch damit helfen kann, gehört es euch.“
    Sylvia und ich schauten uns an. Damit wäre ein Problem gelöst. Sylvia stand auf, ging auf ihren Vater zu, beugte sich hinunter und gab dem völlig überraschten Dietmar einen dicken Schmatzer auf die Wange: „Danke Papa. Ich wusste immer das du der beste bist.“
    „Oho, das hört man gern. Aber als ich dich vor diesem Windei Manfred gewarnt habe klang das noch ganz anders. Wie war das gleich noch? Ah ja, du stehst meinem Glück im Weg.“
    „Entschuldige.“
    „Schon gut Kleines. Du hast dich ja schon vor Jahren dafür entschuldigt. Und dir Bernhard rate ich, mach nicht sowas wie Manni das Windei mit meiner Tochter. Sonst lernst du mich kennen.“
    „Nein, bestimmt nicht. Sylvia ist eine klasse Frau und ich liebe sie.“
    Das hatte ich noch nicht zu ihr gesagt. Im nächsten Augenblick hatte ich Sylvia auf dem Schoß, die mir einen heißen Kuss gab.
    „Sollen wir euch allein lassen“, meldete sich Dietmar und grinste uns an.
    Sylvia rutschte wieder neben mich und wurde rot.
    „Sieh dir das an Sonja. Sylvia wird rot wie ein kleines Mädchen.“
    „Ach, hör auf Papa.“

    Sylvia beschloss schon morgen nach Hamburg zu fahren und dort die Zelte abzubrechen. Ich wollte mitkommen und Tobias konnte solange bei seinen Großeltern bleiben. Wir fuhren früh am Morgen mit einem gemieteten LKW los und gegen Mittag waren wir schon in ihrer Wohnung. Das heißt in ihrem Zimmer. Das sie sich mit einer Freundin die Wohnung teilte hatte sie mir noch gar nicht erzählt. Ihre Sachen waren schnell zusammengepackt. Sie wollte nur eine Couch, einen kleinen Tisch und einen kleinen Schrank mitnehmen. Die Teile waren schnell verladen und Sylvia verabschiedete sich von Monika: „Ich bin ja nicht aus der Welt. Du kannst uns gerne besuchen.“
    „Das mache ich auch, verlass dich drauf.“
    Auf der Fahrt zurück nach Köln erzählte sie mir das sie Monika bei Hellmann kenngelernt hatte. Monika war ebenfalls Fahrerin und im Gegensatz zu uns beiden noch angestellt – die Frage war nur wie lange noch.

    Spätabends waren wir in Köln. Ich parkte vor meiner Garage und wir machten es uns auf der Matratze bequem. Der nächste Tag war mit Möbel ab- und aufbauen angefüllt. Nachdem wir Sylvias Möbel in das Haus gestellt hatten kam meine Wohnung dran. Mittags war die Wohnung dann leer und ich setzte eine Annonce in die Zeitung – Wohnung zu Vermieten. Verkaufen wollte ich die Wohnung nicht.
    Spätabends war denn alles geschafft und wir fielen todmüde in unser neues Bett – das Sonja und Dietmar klammheimlich gekauft und direkt mitgenommen hatten.

    Am nächsten Tag schnappte ich mir heimlich den kleinen Spielzeugtruck den Tobias in Luxemburg bekommen hatte und ging zu der Werkstatt. Am Tresen wurde ich von einem Mann im Overall empfangen: „Hallo, was kann ich für sie tun?“
    „Hallo. Am Dienstag wird mir mein Truck geliefert – direkt aus Luxemburg.“
    „Aha, von dem dortigen Volvohändler?“
    „Ja genau.“
    „Neu, oder gebraucht.“
    „Neu.“
    „Und was kann ich für sie tun?“
    „Ich wollte mal fragen ob sie auch Lackieren.“
    „Klar. In welcher Farbe?“
    „Mehrfarbig“, ich holte den Spielzeugtruck aus der Tasche.
    Der Mann grinste: „Der Truck ihres Sohnes?“
    „Der vom Sohn meiner Freundin. Können sie den so lackieren?“
    „Klar. Können wir machen.“
    „Und wie lange würde das dauern.“
    „Moment.“ Er schaute in eine große Kladde. „Sie sagten Dienstag?“
    „Ja.“
    „Gut, wenn sie den dann direkt vorbeibringen wäre das denn Donnerstag erledigt.“
    „Und wie teuer würde das?“
    „Moment.“ Er tippte einiges in einen Taschenrechner. „Groß, Mittel oder kleine Kabine?“
    „Klein.“
    „Seitenverkleidung?“
    „Nein.“
    „Genau kann ich es natürlich erst sagen wenn wir fertig sind. Aber über den Daumen gepeilt würde ich mit 2000-2500 Euro rechnen.“ Ich hatte mit mehr gerechnet. „Schön, dann bringe ich den Truck am Dienstag vorbei.“
    „Gut, dann bis Dienstag. Übrigens: Ich bin der Werkstattleiter. Christian Mayer, aber Christian genügt.“
    „Freut mich Christian, ich bin der Bernhard. Meine Garage ist direkt hier um die Ecke.“
    „Ach, du hast die gekauft. Die steht schon leer seit wir hier sind und das sind jetzt immerhin schon vier Jahre.“
    „Ja, ich habe auch schon gehört das die sehr lange leer stand. Bis Dienstag. Ciao.“
    „Tschüss.“

    Am darauffolgenden Dienstag wartete ich vor meiner Garage. Ich saß in der Sonne und las in einem Buch. Gegen Mittag hörte ich einen Motor die kurze Auffahrt hoch kommen und sah auf. Da kam er – mein Truck. Die Übergabe war schnell geregelt. Ich schaute noch nach ob alles OK war und unterschrieb dem Fahrer dann die Empfangsbestätigung.



    Fünf Minuten saß ich auf dem Fahrersitz, schaute mir alles an und atmete den Duft eines neuen Trucks – meines Trucks. Dann ließ ich den Motor an und wendete. Die sehr kurze Fahrt zur Werkstatt genoss ich wie keine andere. Ich fuhr auf den Hof der Werkstatt und Christian kam aus einer Tür.
    „Hallo Bernhard. Da ist ja das gute Stück.“
    „Genau, das ist er. Weißt du noch wie ihr ihn lackieren sollt?“
    „Klar.“ Er zeigte mir eine Zeichnung.
    „Genauso.“
    „Da gibt es leider ein Problem.“
    „Welches?“
    „Wenn wir den so lackieren sollen wird er erst nächste Woche fertig – die Lacke reichen nicht ganz und wir müssen erst Nachschub bestellen.“
    „Hm, schade. Und wenn ihr ihn erstmal rot lackiert?“
    „Rot ist kein Problem – die Farbe wird nicht so oft gewünscht“, meinte Christian grinsend.
    „Ok, dann erstmal dunkelrot. Irgendwann bring ich denn vorbei und ihr könnt schwarz und weiß hinzufügen.“
    „OK, so machen wirs.“
    „OK, hier sind die Schlüssel.“

    Sylvia erzählte ich das der Truck am Donnerstag fertig wäre.
    „Nimm Tobias doch mit wenn du ihn abholst.“
    „Das hatte ich auch vor, aber du kommst auch mit. Schließlich ist es ja zur Hälfte dein Truck.“
    „Echt?“
    „Klar.“

    So machten wir uns am Donnerstag auf den Weg zur Werkstatt. Christian stand wieder hinter dem Tresen und schaute auf als wir hereinkamen.
    „Hallo Bernhard.“
    „Hallo Christian. Das ist Sylvia und das hier ist Tobias.“
    „Hallo Sylvia, hallo Tobias. Der Truck ist fertig. Kommt mit.“



    Er führte uns auf den Hof. Und da stand er glänzend in der Sonne. Ganz in dunkelrot. Christian übergab mir den Schlüssel und ich reichte diesen an Sylvia weiter: „Zeig dem Kurzen doch mal den Truck. Ich muss mit Christian noch das Geschäftliche klären.“
    Sylvia nahm die Schlüssel: „Komm Tobi, wir schauen uns den Truck mal an.“
    „Jaaaa.“
    Christian grinste: „Der wird bestimmt mal Fernfahrer.“
    „Wenn er nach der Mutter kommt.“
    „Sylvia fährt auch?“
    „Ja. So hab ich sie auch kennengelernt. Bei ND in Osnabrück.“
    „Arbeitet sie da?“
    „Nein, wir waren beide bei Hellmann angestellt. Ich hier in Köln und Sylvia in Hamburg.“
    „Oh, verstehe.“

    Ich beglich den Rechnungsbetrag und dann fuhren wir mit dem Truck eine kleine Runde, wovon Tobias begeistert war. Abends, als der Kurze im Bett war schauten Sylvia und ich uns auf dem Frachtmarkt im Netz um und fanden ein paar Fahrten die vielversprechend waren. Schließlich entschieden wir uns für eine Fahrt nach Dubrovnik in Kroatien.
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    Grüße aus dem Rheinland
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