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Meine Geschichte

      Meine Geschichte

      AUF
      ACHSE


      The
      next Generation





      In diesem ersten Teil (der Einleitung) meiner Geschichte
      erfahrt Ihr wie alles Begann. Ich werde ab heute immer Pünktlich zum
      Wochenende einen weiteren Teil veröffentlichen. Ich hoffe darauf das
      euch die Geschichte gefällt. Über ein Feedback eurerseits würde
      ich mich freuen.


      Meine Grundlage : ETS 2 mit Patch 1.4.12, TSM 4.x (mit
      Fix vom 30.08) sowie dem dazu passenden Just Play

















      Franz Merstong, Günter Willers (in dieser Geschichte
      mein Onkel) und Ihre Maschinen - 320 PS...




      Wer diese beiden Trucker der
      80er Jahre nicht kennt hat die Welt verpennt. Doch mit dem Ende der
      Serie endet noch lange nicht Ihre Geschichte.




      Mein Name ist Martin und ich
      bin nun mittlerweile 38 Jahre alt. 38 Jahre in denen sich viel getan
      und verändert hat (wie bei jedem Menschen) Doch eine Sache hat sich
      nie verändert (zumindest nicht in den letzten 30 Jahren davon). Der
      Traum Fernfahrer zu sein, den großen Bock unterm Hintern, die Fracht
      im Rücken und ab auf die Straße.Kein Chef der einem Ständig über
      die Schulter schaut und druck macht. Freiheit pur... naja wie gesagt
      ein Traum. Die Realität sieht etwas anders aus. Erstmal Schule, aber
      um Gottes willen nicht zu lange denn ich wollte raus, raus auf die
      Straße und rein in die Freiheit eines Truckers. Hauptschulabschluss
      sollte dafür ja wohl reichen, ich will nicht Rechnen ich will
      Fahren.




      Doch dann kam mein Vater und
      machte mir einen Strich durch die Rechnung. „Junge, du lernst einen
      ordentlichen Beruf“ Meine Meinung dazu : „Ja ja“ (wir alle
      wissen was das heißt) meine Worte dazu klangen etwas anders :
      „Natürlich Papa, hast ja recht aber Fernfahrer ist auch ein ...“.
      Weiter kam ich nicht denn Ich und Fernfahrer das war nichts das
      zusammen passen würde glaubte zumindest mein alter Herr.




      Aber wie das immer so ist
      mit Vater – Sohn - Beziehungen. Man will dem Alten ja nicht weh tun
      und außerdem wer weiß wie lange man einen Vater hat. Also ging ich
      auf die Suche nach einer Lehrstelle. Jedoch tat ich das mit einem
      ganz bestimmten Ziel. Wenn ich schon nicht Fahren durfte wollte ich
      wenigstens an den LKW´s herum schrauben. Doch genau da lag auch das
      Problem denn eine richtige LKW- Werkstatt gab es in unserer Gegend
      nicht.




      Nach ewig langem (chronisch
      erfolglosem) suchen und genau so langen Diskussionen mit meinem Vater
      war es letztlich mein Onkel Günter der die ausschlaggebende Idee
      hatte. Er selbst saß Jahrelang auf dem Bock und hatte dadurch einige
      Kontakte zu Speditionen, Fahrern und auch Werkstätten. Allerdings
      nicht bei uns in Hessen sondern im Großraum München. Meine Eltern
      waren natürlich alles andere als freudig erregt als Sie davon
      erfuhren doch so hatte es immerhin etwas Gutes das mein lieber Onkel
      nie seine große Klappe halten konnte. Er versprach mir am ende
      seines Besuches sich darum zu kümmern und sich dann zu melden. Meine
      Hoffnungen irgendetwas mit LKW`s zu tun zu haben (wenn schon nicht
      Fahren) kehrten zurück. Schon drei Tage später rief Onkel Günter
      bei uns an und sagte er habe mit seinem ehemaligen Kollegen Franz
      gesprochen und ich könnte eine Ausbildung zum LKW-Mechaniker
      anfangen. Nun waren meine Eltern endgültig am Boden zerstört. Sie
      hatten wohl gehofft er würde nichts finden. Ich hingegen konnte es
      kaum erwarten und packte gleich am nächsten Tag meine Koffer (obwohl
      mein Aufbruch nach München erst drei Wochen später anstand).




      Um es an dieser Stelle etwas
      abzukürzen : Ich begann eine Ausbildung bei einer Spedition mit
      eigener Werkstatt. Nichts Großes aber ich lernte alles was man
      wissen musste. Sogar Fahren wenn auch nur auf dem Betriebsgelände.







      Aber das Beste daran war ich
      wohnte bei meinem Onkel und dort musste ich so wenig zum
      Haushaltsgeld dazu geben das ich mir etwas auf die berühmte hohe
      Kante legen konnte. Keine großen Summen aber immerhin reichte es
      nach nur zwei Jahren für den Führerschein. Als mein Chef davon
      hörte rief er mich ins Büro und sagte : „Junge, lass mal dein
      erspartes stecken, du machst den Führerschein über uns“. Zunächst
      verstand ich nicht ganz was das sollte bis ich erfuhr das auch da
      mein Onkel und sein Freund Franz die Finger im Spiel hatten. Die
      beiden kannten ja meinen größten Traum und so kam es das ich nicht
      nur den normalen Führerschein machte sondern auch gleich noch den
      für LKW.




      Als ich bestanden hatte
      wurde dies mit einer Ordentlichen Grillparty gefeiert. Eine richtige
      Männerrunde war das damals und es ging richtig hoch her. Mein Onkel
      und Franz mein Werkstattmeister, ich und als Überraschungsgast :
      mein Chef. Dieser hatte dann auch gleich noch einen Umschlag
      mitgebracht. Voller Neugier riss ich den Umschlag auf und fiel aus
      allen Wolken. Meine Welt brach von einer Sekunde auf die andere
      zusammen. Es war nur ein Blatt in dem Umschlag doch alleine die
      Überschrift reichte aus um mir die Party zu versauen. Es war eine
      Betriebsbedingte Kündigung meines Postens als Mechaniker. Ich konnte
      es nicht glauben. Gekündigt ? Ich ? Und dann noch
      betriebsbedingt....

      Doch alles war von Anfang an so geplant. Der einzige der es nicht wusste war ich. Denn Praktisch im selben Moment als ich mir ein Bier hinter die Binde Kippte um den Schock zu verdauen sagte mein Chef... oh pardon Ex-Chef : "Trink nicht so viel denn Du musst morgen Fahren, hier ist dein neuer Vertrag."




      Fortsetzung (mit Bildern)
      folgt
      Information
      Da sind aber nicht nur wir Schreiberlinge sehr gespannt. :)
      Mit freundlichem Gruß Viking1971
      [ Moderator ]

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      Hallöchen,

      sehr gut, - noch ein Schreiberling - der Anfang war schon mal gut geschrieben - weiter so :!: :thumbup: :thumbup: :thumbup:

      Eine Bitte hätte ich noch ... bei langen Texten würde es mir leichter fallen diese zu lesen (ich habe neben anderen hier ebenfalls eine Sehbehinderung) wenn die Schrift ein Tick größer formatiert wäre, - herzlichen Dank vorab!

      VG
      MO
      Mit freundlichen Grüßen
      Martin "MO"


      [ CPO (Zmodeler) / Moderator (Forum German) ]

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      Auf Achse - The Next Generation - Teil 2

      AUF
      ACHSE


      The
      next Generation

      Teil 2








      Nach einer viel zu kurzen Nacht fühlte ich mich am nächsten Morgen wie von Bud Spencer persönlich an die Wand geklatscht. Ich schlurfte in die Küche ohne dabei die Füße weiter vom Boden zu entfernen als unbedingt nötig. Onkel Günter saß bereits am Tisch und begrüßte mich mit einem fröhlichen und für meinen Geschmack viel zu lauten :“Guten Morgen, da ist ja der zukünftige King of the Road“.
      Dann musterte er mich von oben bis unten, schüttelte den Kopf und stellte Fest das ich auch genau so aussehe wie ich mich fühlte.

      Junge so können wir dich nicht auf die Straße lassen, das endet im Knast“
      sagte er mit seinem bekannten breiten Grinsen. Seinen weiteren Plan befolgte ich ohne zu Zögern denn es war das Beste und schnellste Mittel um mich wie einen Menschen aussehen zu lassen. Eine ordentliche Rasur, eine Dusche und zwei Tassen starkem Espresso später ging es mir schon bedeutend besser.
      Nun endlich war ich auch in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen und konnte die letzten Wochen nochmal durchspielen.
      Führerschein auf Kosten der Firma.
      Prüfung beim ersten Anlauf bestanden.
      Und dann eine Betriebsbedingte Kündigung als Mechaniker ?!?



      Eigentlich hätte ich es sofort verstehen müssen. Welcher Chef zahlt einem den Lappen und wirft dich dann raus ?
      Kein normaler Mensch würde so was tun.

      Aber das war ja nun egal. Ich hatte erreicht was ich immer wollte. Ich war Fernfahrer !

      Nach dem Frühstück ging es mit Onkel Günter zusammen in die Spedition. Er wollte unbedingt mitkommen und sehen was ich für ein Auto bekomme. Wir hatten doch nur M.A.N´s was also sollte es sonst für ein Auto sein.

      Doch gleich den Jackpot zu knacken und mein Traumauto zu fahren war wohl ein wenig zu viel Erwartung (wie ich gleich festellen würde). In der Firma angekommen, kam mir mein Chef bereits entgegen. Er winkte mich heran drückte mir Schlüssel und Papiere in die Hand und sagte : „kannst gleich los, Fahrzeug steht im Hinterhof, alles Fertig“.

      Also ab in den Hinterhof und da war er auch schon. Mein M.A.......äh was bitte war das denn ?`Dieses alte Klappergestell hatte ich ja noch nie gesehen. Ein Volvo ? Das konnte nur ein Scherz sein. Mein Chef kam kurz nach mir in den Hinterhof sah mein Gesicht und fing an zu lachen.







      Ich fragte Ihn was das bitte sei und er antwortete :“Das Anfängerauto. Den hat hier schon Jeder gefahren. Ist ziemlich am Ende aber noch hält er“.

      Kurz darauf erfuhr ich das der immer in der Alten Halle steht solang er nicht gebraucht wird. Nun wußte ich warum ich dieses …. naja.... Ding noch nie gesehen hatte.






      Ich war gespannt wie lange ich den wohl fahren sollte bevor ich ein Fahrzeug bekäme das die Bezeichnung LKW verdient hatte (Zu diesem Zeitpunkt konnte ich beim besten willen nicht ahnen wie Kurz diese Zeit werden würde). Aber nun führte mich meine erste nun ja ich sage mal Tour einen ganzen Kilometer weit bis zum Lidl-Markt um die Ecke und wieder zurück zum Hof.



      Dort angekommen gab es einen neuen Auflieger mit dem Ziel Nürnberg. Das klang doch schon etwas Besser. Auch wenn ich mir nicht so ganz sicher war ob diese alte Kiste das schaffen würde freute ich mich auf die Tour. Ich hatte 6 Stunden Zeit und somit keinen Druck.
      Als ich in Nürnberg abgesattelt hatte rief ich meinen Chef an und er bat mich mit der Maschine solo zurück zu kommen da die Anschlusstour ausfallen würde. Ich fuhr also nur mit der Maschine wieder vom Hof und ab auf die Autobahn Richtung München. Mit Richtung München hörte es
      aber dann auch schon auf denn vier KM später stotterte der Motor und ging dann aus. Als gelernter Mechaniker dachte ich mir ich krieg den
      nochmal Flott aber das war ein echter Irrglaube.


      1 1/2 stunden Später war ich, dank Onkel Günter, wieder in München. Den Volvo hatte mein Chef abschleppen lassen, direkt auf den Schrott denn es war nichts mehr zu machen. Ich dachte mir fängt ja gut an. Zweite Fahrt und gleich mal ein Auto zerlegt. Aber was solls nun musste er mir einen M.A.N. Geben denn wir hatten ja nichts anderes mehr und damit würde es dann doch noch ein Super Tag mit einem Perfekten Einstieg.

      Doch schon wieder wurde ich Opfer eines Irrglaubens.

      Mein Chef verkündete mir bei meiner Ankunft stolz er habe auf die schnelle einen guten Ersatz besorgt und ich könnte gleich wieder los. Noch eine Tour nach Nürnberg. Ich müsse nur schnell noch zur Autovermietung Die Zugmaschine abholen die er Reserviert hatte.

      Dort angekommen stellte ich fest das es sich um einen Actros handelte. Naja nicht das wahre aber immer noch Besser als der Volvo. Also ab zur Firma, aufsatteln und Richtung Nürnberg.




      Als ich erstmal durch die Stadt durch war kam ich bestens Voran. Der Diesel unter mir schnurrte wie ein Kätzchen und ich glitt mit luftig-lockeren 80 KM/H über die Autobahn. Ich spulte die Strecke einfach so ab als würde ich Sie schon seit 20 Jahren täglich fahren und noch eh ich mich versah war ich auch schon in Nürnberg.




      Nach dem Absatteln bei unserem Partnerunternehmen wollte ich grade fragen wie es mit einer Rücktour aussieht als der Disponent auf mich zu kam und mir mit einem schönen Gruß von meinem Chef bestellte : Das der Actros hier stehen bleibt und von der Autovermietung abgeholt wird. Ich fragte nach wie es für mich weitergeht und erfuhr das ich von hier aus eine Anschlusstour nach Erfurt bekam.

      Als ich im DAF des Partnerunternehmens saß stellte ich mir zwei Fragen.
      1. Ist das noch dein Traum oder wird es grade zum Albtraum ?
      2. Wieviele unterschiedliche LKW-Marken gibt es eigentlilch ?








      Mit dem DAF kam ich gar nicht klar und so nahm ich gleich die erste Ampel bei ROT denn diese Bremsen wollten nicht so wie ich es erwartet hatte. Es konnte natürlich auch an meiner Ladung liegen.



      Betonplatten hatten nun mal Ihre eigene Dynamik.

      Egal ich Ärgerte mich und das so sehr das ich kurz vor der Autobahn gleich mal die Leitplanke mitnahm. Wie sollte das nur weitergehen ? Diese Frage spukte mir so lange im Kopf rum das ich glatt die Abfahrt nach Erfuhrt verpasste. Man was eine Tour. Ich glaube ich geh wieder schrauben das war einfacher. Die nächste Tanke war mir. Runter von der Bahn und Kaffee in den Hals.









      Für den Rest der Tour betete ich das keine Kontrolle kam denn von der Einhaltung meiner Lenkzeit war ich Meilenweit entfernt. Und das alles am ersten Tag. Ich kam Kontrollfrei bis nach Erfurt und das sogar noch Pünktlich. Auf bitten meines Chef´s lies ich den kompletten Sattel hier stehen und setzte mich in den nächsten Nachtzug nach München.

      ENDLICH EINE MÜTZE VOLL SCHLAF !!!

      Fortsetzung folgt .....

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Diesel-Cowboy“ ()

      Schön so, ABER rot ist nur für die Admins und Moderatoren. Ich würds an deiner Stelle schnell ändern. :whistling:
      Mit freundlichem Gruß Viking1971
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      Tolle Fortsetzung :!: :thumbup:


      Und herzlichen Dank für die Schriftvergrößerung, - und auch für die bessere Absatzformatierung - beides hilft immnes :!: :thumbup: :thumbup:

      VG
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      Martin "MO"


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      Teil 3


      Am nächsten Morgen um 5.28 Uhr rollte der City-Night-Line im Münchner Hauptbahnhof ein. Ich verlies mehr oder weniger ausgeschlafen den Zug und wollte mich grade Richtung Taxistand begeben als ich unseren Disponenten am Bahnsteig sah. Oha dachte ich sogar mit Chouffeur-Service. Jedoch fuhren wir nicht in die Firma wie ich es erwartet hatte sondern zu mir nach Hause. Unterwegs hatte mir der Disponent auch den Grund dafür gesagt. Ich musste erst am Nachmittag wieder auf Tour da die Zugmaschine noch nicht da war. Ich malte mir schon aus wie ich endlich auf "meinem" M.A.N. saß und den Asphalt unter mir erzittern lies. Doch wieder mal zu früh gefreut, denn es war wieder nur ein Leihwagen und somit wieder ein Actros.

      So verging Tag um Tag und Woche um Woche. Ich fuhr abwechselnd mit dem geliehenen Actros und mit den DAF´s unserer Partnerfirma. Doch anstatt die erträumte Freiheit zu spüren, drehte ich mich im wahrsten Sinne des Wortes im Kreis. Eine Woche lang München-Stuttgart-Nürnberg-München mit dem Actros und eine Woche lang Nürnberg-Erfurt-Frankfurt-Nürnberg mit dem DAF. Das war nicht wirklich das was ich mir vorgestellt hatte aber da musste ich nun durch. Ich wollte Fahrer werden, ich wurde Fahrer und nun hatte ich eben auch die Probleme eines Fahrers zu bewältigen. Ein Kumpel von mir hatte mal gesagt : "wir sind hier nicht bei wünsch dir was sondern bei so ist es eben".

      Ich gewöhnte mich an die Strecken und Fahrzeuge und kam sogar mit dem DAF mittlerweile ganz gut zurecht. Dann kam eine Woche (es war meine neunte) in der der letzte Tourteil von Nürnberg nach München ausfiel und so war ich dann drei Stunden früher auf dem Hof als normalerweise. Ich hatte grade die Maschine abgestellt da kam ein Kleinbus der Firma M.A.N. angefahren. Ich wunderte mich einen Moment denn schließlich hatte wir doch eine eigene Werkstatt. Nur 30 Sekunden später jedoch wurde mir schon bewusst was das sollte. Genau in diesem Moment kam mein Chef zu mir auf den Hof und sagt :"hast dich gut gemacht und wer sich gut macht bekommt auch gutes Arbeitsmaterial". Er deutete zur Einfahrt und da war er : M.A.N. 18 Tonnen, 480 PS, Nachtblau (die Farbe der Spedition) und rote Kennzeichen.








      Ich sah meinen Chef an und deutete zuerst auf den M.A.N. und dann auf mich selbst. Er lächelte und nickte mir zu. Eigentlich wollte ich es dir erst am Montag sagen aber du bist zu früh hier gewesen.

      Ich dachte : Tschakka, endlich ein richtiges Auto. Ich ging mit meinem Chef ins Büro und wir tranken einen Kaffee zusammen. Dann sagte er:" So auf zur Probefahrt und ich komme mit. Ich grinste wie ein Honigkuchenpferd als er mir den Schlüssel zu warf. Ab auf den Bock und raus auf die fast leeren Straßen rund um München. Wir beide hatten richtig Spaß mit dem neuen Wagen und vergasen fast die Zeit. Irgendwann sah mein Chef auf die Uhr und sagte: "mein Gott schon drei Stunden, wie weit sind wir gefahren?" Ich schaute auf den Tacho und antwortete : 193 KM. Das sollte reichen und wir fuhren zur Firma zurück.
      Auf dem Hof angekommen nahm mich mein Chef beiseite und sagte :"so und nun der unangenehme teil. Dir ist hoffentlich klar das du damit nicht im Nahverkehr rum eierst und nicht mehr so oft zu Hause bist". Ich grinste und antwortete : Chef darauf hab ich gehofft aber nicht das Sie mich jetzt jeden Tag anrufen ich will auf Tour meine ruhe haben. Wir schauten uns einen Moment an und lachten beide.

      Am Montag Fuhr ich den M.A.N. erst zur Zulassungsstelle und anschließend ließ ich mir die Nummernschilder machen. Als ich dann auf den Hof zurück kam sah ich schon wie grade der Auflieger geschlossen wurde. Das musste meiner sein. Der Disponent winkte mich heran und somit wußte ich nun dieser Auflieger ist also wirklich für mich. Wohin wohl würde mich meine Tour Führen ? Frankreich vielleicht, oder Spanien... Nein ganz soweit gings dann doch nicht. "Nur" nach Österreich, genauer gesagt nach Villach. Keine große aber dafür umso schönere Tour dachte ich mir und fuhr los. In Villach angekommen fragte mich der dortige Lagerleiter ob ich vom Schneider käme. Ich nickte und er sagte : "Jo primaaa, öndlich bist do mir warten schon". Ich erklärte Ihm das es eine Nagelneue Maschine ist die schließlich erstmal eingefahren werden muss. Dann bekam ich die Papiere für meine nächste Tour. Druckbehälter sollen es sein und sie mussten nach.... bitte wohin ? Tunis ? ach du großer Gott... die erste Ferntour und dann gleich nach Afrika.










      Na dann auf nach Afrika. Aber erstmal stand Italien an, in Venedig ging es auf die Fähre und dann ab nach Tunesien. Ich hatte noch genug Zeit denn die Fähre für die ich gebucht war fuhr erst am Abend und wenn ich halbwegs vernünftig durch kam würde ich gegen 16 Uhr in Venedig sein. So war es dann auch und ich suchte mir am Hafen einen Parkplatz. Dann ging ich ins Zollbüro gab meine Papiere ab und erkundigte mich wo es ein Bistro gäbe. Der Zöllner schaute mich mit großen Augen an und ich machte ihm über Zeichensprache klar das ich etwas essen wollte. Er nickte und gab mir zu verstehen das ich raus gehen solle dann links und dann nochmal links und dann könnte ich essen. Nach grade mal 3 Minuten zu Fuß fand ich eine kleine Hafenbar. Es roch nach frischem Fisch und die Musik klang auch nicht schlecht.

      Etwa eine Stunde später war ich wieder bei meinem Truck und wollte noch ein wenig die Beine hochlegen, die Fähre ging ja erst in zwei stunden. Ich war grade eingestiegen als es an meiner Fahrertür klopfte. Ich sah aus dem Fenster und erkannte die Zolluniform. Ich öffnete und der Beamte hatte meine Papiere bei sich.

      I suoi documenti non sono in ordine

      ähhhhhhh was ? ich zuckte mit den schultern und offenbar glaubte der Beamte er hätte zu leise gesprochen.

      I suoi documenti non sono in ordine wiederholte er ziemlich laut.

      Was verdammt nochmal wollte der jetzt genau und wieso gab er mir die Papiere nicht zurück ? Ich sah ihn an und zuckte erneut mit den schultern. Offensichtlich hatte er kapiert das ich kein Wort verstand und deutete mir an ich solle ihm folgen. Ich stieg aus und folgte ihm ins Zollbüro. Dort angekommen wechselte er an paar Worte mit einem Kollegen. Dann rief mich der andere Zöllner zu sich und sagte : Entschuldigen Sie bitte aber Ihre documenti sinde nicht gut.
      Oha nun wußte ich wo der Hase im Pfeffer lag. Die Papiere waren also nicht in Ordnung. Ich rief meinen Chef an und er wollte mit dem Zöllner reden. Nach einer gefühlten Gesprächsdauer von 30 Minuten sagte der Zöllner dann Bene vieln sentire di nuovo grazie a. Da ich im Gegensatz zu meinem Chef immer noch nichts verstand war ich gespannt was nun passieren würde.

      Der Zöllner erklärte mir das ich meinen LKW holen solle und warten müsste bis die Fehlenden Papiere da wären. Ich parkte vor dem Zollgebäude und ging wieder hinein.




      Um punkt 19 Uhr konnte ich dann von meinem Standplatz aus zusehen wie die Fähre ablegte. Das war ja echt Fantastisch dachte ich mir. Etwa 10 Minuten später kam der Zöllner und sagte mir : Alles in Ordnung Sie könne weiter fahre... Er reichte mir meine Papiere legte die Hand an die Mütze und verschwand. Nun war ich richtig sauer. Hätten sich ja auch mal beeilen können. Am nächsten Morgen nahm ich die erste Fähre und kam mit einer Wahnsinnsverspätung in Tunis an.


      Fortsetzung folgt...
      Information
      Hallöchen,

      danke, schöne Fortsetzung - sehr schön geschrieben, - weiter so :!: :thumbup: :thumbup: :thumbup:

      VG
      MO
      Mit freundlichen Grüßen
      Martin "MO"


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      AUF ACHSE
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      TEIL 4


      Nach Ankunft der Fähre brauchte ich noch etwa 1 Stunde durch den Zoll und bis zu unserem Kunden und obwohl das alles gar nicht meine Schuld war bekam ich als Fahrer natürlich den kompletten Wutausbruch des Lagermeisters ab denn ich war nun mal als Einziger greifbar. Etwa 10 Minuten später verlor, zu meiner Rettung, einer der Staplerfahrer die Kontrolle über sein Gefährt, was den Lagermeister von mir ablenkte. Der Staplerfahrer jedoch bekam nun gleich von zwei Seiten die Hölle heiß gemacht. Einmal von seinem Lagermeister für seinen Fahrstil und gleichzeitig von mir für die total demolierte Beifahrertür meines M.A.N. !:cursing:

      Nach genauerer Betrachtung stellte ich dann Fest das er nicht nur die Tür und das dazugehörige Seitenfenster erwischt hatte. Genau genommen war so ziemlich die Komplette Kabine verschoben.

      Ich dachte mir : "das wäre Ihr Preis gewesen" und überlegte zugleich wie ich das nun wieder meinem Chef bei bringen sollte.:wacko:

      Der Lagermeister (der als Einziger auf dem Gelände ein paar brocken Deutsch konnte) gab mir zu verstehen das ich im Büro auf Ihn warten sollte. Also ging ich ins Büro und als der Lagermeister dazu kam bat er mich als erstes um die Telefonnummer meiner Firma. Ich dachte mir na gut dann muss ich es dem Chef wenigstens nicht selbst erklären und sagte meinem Gegenüber das er ruhig englisch reden könne denn mein Chef würde Ihn verstehen.
      Das Gespräch dauerte nicht wirklich lang und ich konnte mit einer gewissen Genugtuung beobachten wie der Lagermeister mehrmals zusammenzuckte.

      Irgendwann übergab Er mir den Hörer. Mein Chef war nun die Ruhe selbst und sagte ich solle mir ein Hotel suchen und Ihm die Nummer zu kommen lassen. Er würde sich dann um alles andere kümmern.

      Am nächsten Morgen, ich saß grade beim Frühstück, wurde ich an die Rezeption zum Telefon gerufen. Am anderen Ende der Leitung war Sabine, unsere Büroleiterin, und bestellte mir schöne Grüße vom Chef und ich solle meinen Kurzurlaub genießen. Ich fragte wie Kurz denn der Urlaub wäre und sie meinte genau bis morgen. Im weiteren Verlauf des Gespräches erfuhr ich das mein Chef unterwegs nach Tunis war um alles weitere direkt vor Ort zu klären.

      Am nachmittag begab ich mich zum Flughafen um meinen Chef in Empfang zu nehmen. Wir fuhren zusammen mit dem Taxi ins Hotel und anschließend in die Firma wo mein geschrotteter Truck stand. Dort stellte sich dann zu unserem Ärger heraus das der Betrieb nicht gegen solche fälle Versichert war. Mein Chef regte sich wahnsinnig auf und in Anbetracht seines Alters und dem mir bekannten Gesundheitszustand versuchte ich Ihn zur Ruhe zu bringen. Als er dann jedoch auch noch erfuhr das der Kundenbetrieb praktisch kein Geld hatte war er überhaupt nicht mehr zu beruhigen. Irgendwie konnte ich Ihn verstehen denn die Reparatur würde knapp 27.000 DM Kosten und man bot uns hier eine Summe an die noch nicht mal bei 10 % der Schadenshöhe lag. Jedoch geschah dann genau das was ich schon befürchtet hatte. Mitten in der Hitzigen und durchaus lauten Diskussion griff sich mein Chef plötzlich an die Brust. Innerhalb weniger Sekunden wurde er Käseweiß und sackte dann vor meinen Augen leblos zusammen. Der Lagermeister reagierte sofort und rief einen Arzt. Aufgrund der schlechten Infrastruktur und der miserablen Flächendeckung in Sachen Medizin kam jedoch jede Hilfe zu spät.:(

      Ich war fix und Fertig. Das konnte doch alles gar nicht wahr sein. Die neue Maschine war Schrott, Der Verursacher nicht Versichert oder sonst irgendwie Zahlungsfähig und nun auch noch das. Mein Chef tot. Einfach so aus dem Leben gerissen. Mit 61 Jahren. Ich wusste nicht mehr weiter und rief in München im Büro an. Das Gespräch dauerte ewig und es fiel verdammt schwer so viele schlechte Nachrichten gleichzeitig überbringen zu müssen. Sabine unsere Büroleiterin versprach mir sich um alles zu kümmern und sich sofort zu melden. Nur vier Stunden später rief Sie mich im Hotel zurück und sagte das ein Flugticket für mich hinterlegt sei und ich nach Hause kommen soll. Die Überführung unseres Chefs hatte Sie ebenfalls schon geregelt und auch der geschrottete M.A.N. würde seinen Weg nach Deutschland zurück finden. Diese Frau war einfach ein Naturtalent.

      In München angekommen gab es dann weitere Schlechte Nachrichten. Diese Tour hatte nicht nur einen LKW und ein Leben gekostet. Diese Tour würde nun auch noch 25 weitere Existenzen vernichten. Die Rechnung war einfach.

      Ein neuer Truck schrott
      Kein Schadensersatz
      5 Weitere Fahrzeuge bekamen keine Plakette mehr
      dazu noch eine Konventionalstrafe wegen der Verspäteten Lieferung

      Das Ergebnis :

      :!:
      Die Firma war Pleite
      :!:
      . Dieses Ergebnis präsentierte uns der Sohn des Chef´s drei Tage nach dessen Beerdigung. Unser "neuer" Chef hatte beschlossen die Firma schnell und unkompliziert abzuwickeln. Er selbst verzichtete zunächst auf alles und gab sich mit dem privaten Erbe zufrieden. Die Konten der Firma gaben insgesamt knapp 250.000 DM her. Nach Begleichung aller anderen Rechnungen blieben für jeden von uns 25 Angestellten rund 3.000 DM übrig die wir alle in Bar ausgezahlt bekamen.

      Fortsetzung folgt...

      Hinweis: Im nächsten Teil werden selbstverständlich auch wieder passende Bilder veröffentlicht




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