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Vom Felgenputzer zum Trucktycoon??

    Kapitel 9 - Pendeln übers Mittelmeer Teil 1

    Als ich endlich in meinem Zimmer war, bin ich nur noch ins Bett gefallen und binnen Minuten eingeschlafen. Gegen Mittag bin ich dann aufgestanden, schließlich sollte ich meine nächste Fracht erst am Nachmittag abholen. Also hatte ich auch noch genug Zeit für ein leckeres italienisches Mittagessen.

    Nach dem Essen, es war inzwischen kurz vor zwei Uhr, checkte ich aus dem Hotel aus und machte mich auf den Weg. Über meine nächste Ladung wusste ich bis jetzt recht wenig. Stefan hatte nur gemeint >>Es geht nach Tunis.<<

    Kurze Zeit später stand ich bei meiner Ladestelle in Mailand, um meinen Trailer aufzunehmen. Als ich dort ankam meldete ich mich im Büro um die Papiere zu bekommen. Die ältere Dame im Büro schaute mich an, schaute aus dem Fenster auf meinen LKW und schaute dann auf die Papiere. Dann meinte Sie >>Nicht das der LKW damit überfordert ist.<< Dabei grinste Sie mich an. Ich verstand nur Bahnhof und sah mich im Geiste schon wieder mit 5 Km/h den Berg hoch kraxeln.

    Doch als ich mir die Papiere, die Sie mir gegeben hatte, ansah, konnte ich auch nur noch grinsen. Ich sollte ein BF3 transportieren. Das war mal eine ganz neue Dimension von Schwertransport. :P



    Doch schließlich war es mir egal was ich transportiere, solange die Bezahlung gut war. Und so machte ich mich auf den Weg Richtung Genua, vorbei am großen Mailänder Bahnhof.



    Wie zu erwarten hatte ich keine Probleme auf das Gespann auf eine angemessene Marschgeschwindigkeit bekommen. Nach einer eher langweiligen Fahrt über italienische Autobahnen erreichte ich Genua.



    Nachdem ich die Stadt mehr oder weniger umrundet hatte, kam der Hafen in Sicht. Mehrere Fähren sowie ein großes Containerschiff lagen dort vor Anker.



    Obwohl ich mitten zur Berufsverkehrszeit in Genua ankam, war doch relativ wenig auf den Straßen los.



    Die Fähre hatte Stefan für mich schon gebucht. So konnte ich auch gleich auf das Schiff fahren.



    Es war noch ziemlich leer auf dem Deck, wo mir ein Standplatz zugewiesen wurde.





    Da die Fähre jedoch erst in drei Stunden auslaufen sollte, würde sich das aber bestimmt noch ändern. Nachdem ich meine Kabinenschlüssel geholt hatte und meine Sachen dorthin gebracht hatte ging ich aufs Oberdeck. Die warme Frühlingssonne war angenehm auf der Haut und durch die leichte Seebrise war es auch nicht zu warm. Ich setzte mich in einen Liegestuhl und döste ein wenig vor mich hin. Nun hatte ich auch Zeit ein wenig darüber nachzudenken, was ich bis jetzt erreicht hatte. Und der Gedanke, einen weiteren LKW zu kaufen, der mir schon seit einigen Tagen im Kopf rumgeisterte, reifte weiter heran.

    Schließlich musste ich wohl doch ein wenig eingeschlafen sein, denn auf einmal schreckte ich hoch. Das Schiff hatte sich in Bewegung gesetzt. Man hörte das Brummen der Schiffsdiesel und das Nebelhorn als wir den Hafen verließen.



    Schließlich fuhren wir an diesem Montagabend Richtung Südwesten, dem Sonnenuntergang entgegen. Afrika ich komme.
    Schöne Grüße aus Sachsen
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    derBarni schrieb:

    Immer wieder schön zu lesen :thumbup: Und die Flycam Bilder sind ja klasse, was man damit für Blickwinkel erhält... 8o Damit muss ich mich wohl doch mal beschäftigen... :rolleyes:

    Die Flycam ist goil... nur die Sprünge sind etwas groß, aber sonst gut :thumbsup:
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    Die 'Sprünge' kann man auch ändern. Suche in der 'config.cfg' nach dem Eintrag > uset g_flyspeed "100.0" < und verändere den Wert nach unten. Die Flycam wird langsamer und die 'Sprünge' werden kleiner.
    Herzlichst
    Harry_P. - [Mitgründer, Chef, Mapper]

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    Kapitel 10 - Neue Bekanntschaft

    Eine Zeit lang blieb ich noch an Deck und genoß die Ruhe, denn bis auf das brummen des Schiffsdiesels war nichts zu hören. Aber schließlich beschloß ich doch mich ins Innere des Schiffs zu begeben. Denn zum einen wurde es langsam dunkel und damit auch kühler und zum anderen war das Schiff nicht mehr das Einzige was brummte. Mein Magen meldete sich nun immer stärker mit der Bereitschaft zum Essen fassen. Schließlich hatte ich den ganzen Tag noch nichts gegessen.

    Ich ging also in den großen Speisesaal der Fähre, nicht ohne vorher noch schnell in meiner Kabine zu duschen und die Klamotten zu wechseln. Danach fühlte ich mich gleich wie ein neuer Mensch. Im Speisesaal angekommen, merkte ich, dass ich wahrscheinlich einer der letzten war der zum Essen kam. Es war zwar nicht brechend voll, dafür waren zu wenig Leute an Bord, aber doch schon recht gut besucht. Da saßen Familien auf dem Weg in den Urlaub beim gemeinsamen Essen. Andere Tische waren von Arbeitern besetzt, welche einmal im Jahr zu ihren Familien in Tunesien heim fuhren. Spannend war es immer deren Autos zu sehen, voll beladen bis unters Dach und auf welch selbigen weiter gestapelt. Und an wieder anderen Tischen waren die Fernfahrer dabei ihre vom Büffet gefüllten Teller zu leeren.

    Die meisten hatten sich nach Nationalitäten zusammen gefunden. So saßen an einem großen Tisch gut ein dutzend Franzosen und am Nebentisch nochmal genauso viele Italiener. Außerdem gab es noch einen griechischen, einen britischen und einen polnischen Tisch. Nachdem ich am Büffet zugeschlagen hatte suchte ich mir einen Platz. Irgendwie zog es mich zu einem Tisch, an dem nur ein Mann saß. Er war ein stämmiger Typ, nicht allzu groß, mit kurzen braunen Haaren und einem D'Artagnan Bart. Sein Alter schätzte ich auf Mitte dreißig. Er trug eine halblange Jeans und ein T-Shirt mit großem Scania Logo. Unter dem Logo stand der Name "Isaakson Akeri" und eine Addresse in Schweden. Ich schloß also daraus, dass er Schwede sei und fragte ihn ob der Platz an seinem Tisch noch frei wäre. Erstaunt schaute er mich an. Ich wusste nicht ob es an meinen nicht ganz so guten Schwedischkenntnissen lag oder ob er einfach nicht erwartet hatte hier in dieser Sprache angesprochen zu werden. Er nickte nur und ich setzte mich. Schließlich fand er seine Sprache wieder und fragte mich wo ich herkomme. Ich stellte mich ihm also vor und erzählte, dass ich aus Deutschland komme. Nachdem auch er sich vorstellte, er hieß Tommy, Tommy Isaakson und war wie ich Owner Operator, fragte er mich >>Wie kommt es das du so gut schwedisch sprichst, das ist doch keine Sprache die ihr in der Schule lernt.<< >>Da hab ich's auch nicht gelernt, aber die drei Jahre die ich Schweden gelebt hatte waren dafür ganz hilfreich. Und eine gewisse Sprachbegabung schadet auch nichts.<< Nun wollte er natürlich auch wissen was ich den in Schweden so gemacht habe. Daraufhin erzählte ich Ihm von meiner Zeit bei Scania, von dem einem Jahr mit dem Bürojob in Södertälje und den zwei Jahren im Promoteam von Scania. Damals war es hauptsächlich meine Aufgabe mit deutschsprachigen Fahrern die Fahrsicherheitstrainings durchzuführen.

    Da ich nun aber der Meinung war genug über mich geredet zu haben, wollte ich nun wissen was Ihn nach Afrika verschlägt. Er war mit einer Ladung Edelmetall/Altmetall unterwegs nach El Hamma. Das Edelmetall bestand aus zwei alten LKW, einem Scania 112 6x4 Sattelschlepper und einem Volvo F10 Fahrgestell der ersten Generation. Auf seine Frage hin erzählte ich Ihm, dass ich mit einem BF3 als Ladung unterwegs nach Tunis war. Schließlich quatschten wir noch über viele Dinge, so dass der Abend wie im Flug verging. Etwa gegen vier Uhr früh war ich dann in meiner Kabine. Nach dem langen Abend hatte ich schon beschlossen, dass Frühstück ausfallen zu lassen. Als ich gegen Mittag aufwachte führte mich dann mein Weg auch wieder Richtung Essen. Tommy saß schon da, aber seine Augenringe waren mindestens genauso groß wie meine. Wir aßen und da das Schiff langsam im Hafen von Tunis ankommen sollte und wir noch unsere Sachen zusammen räumen mussten, tauschten wir schon jetzt Visitenkarten aus. Vielleicht hatte ja mal einer eine Ladung für den anderen.

    Als ich auf's LKW Deck kam, stieg Tommy gerade in seinen Scania. Ich muss schon sagen ein schickes Gerät. Ein pechschwarzer Dreiachser mit Topline Kabine, großen V8 Logos an der Seite um welche sich rot-orange Flammen züngelten. Dazu ein großer Rammbügel, welcher genauso rot war wie die Flammen und damit einen guten Kontrast zum Rest der Zugmaschine bot. Der Auflieger und die Ladung wollten hingegen nicht zur Zugmaschine passen, da Ladung wie auch Trailer ihre beste Zeit schon lange hinter sich hatten. Als er mich sah und auch meinen LKW, rief er in gebrochenem Deutsch >>Vierachser gut, Kabine & Marke scheiße<< Dabei grinste er über's ganze Gesicht. Inzwischen hatte ich mich ja schon über diverse Witze über meinen LKW gewöhnt und dachte mir nur >>Ist das Image deines LKW erstmal ruiniert, fährt sich's gänzlich ungeniert.<< :lol:

    Schließlich öffnete sich die große Luke und wir konnten die Fähre verlassen. Wir starteten unsere LKW, Tommy stand hinter mir, und setzten uns in Bewegung. Allerdings hatte ich das Gefühl beim Blick in die Rückspiegel in einen Kamerablitz zu sehen, denn Tommy hatte gefühlte 100 Zusatzscheinwerfer an seiner Scaniafront. Nachdem wir die Rampe runter auf das Hafengelände gerollt waren, war es dann auch schon wieder vorbei mit dem fahren. Der Zoll wartete schon. Tommy wurde vor ein neu gebautes großes Gebäude gewunken und dort kontrolliert. Ich hingegen musste zu einem alten Bürocontainer,



    Dafür durfte ich schneller weiter fahren. Weit hatte ich es ja nicht mehr, lediglich noch ein paar Kilometer in die Stadt. Auf meinem Weg dahin fuhr ich über eine gut ausgebaute Autobahn welche sich später aber in eine kurvigere Straße verwandelte. An einem Brückenpfeiler zeigte sich dann auch die Gefahr dieser Straße. Ein PKW war wohl mit überhöhter Geschwindigkeit aus der Kurve geflogen und genau an den Pfeiler geprallt.



    Wenig später kamen dann auch schon die ersten Hochhäuser von Tunis in Sicht.



    Als ich an der Kreuzung losfuhr, traute ich meinen Augen nicht und glaubte das der letzte Abend wohl doch nicht ganz spurlos an mir vorüber gegangen war. >>Ja spinn ich. Das ist ein UFO!!<< entfuhr es mir. So was hatte ich noch nicht gesehen.



    Doch schließlich hatte ich keine Zeit mir darüber weiter Gedanken zu machen, den der verkehr in Richtung Stadt wurde nun zunehmend dichter. Direkt neben der Straße verlief außerdem noch eine Bahnlinie. Ich war erstaunt, als ein hochmoderner Schnellzug vorbeischoss. So etwas hatte ich hier nicht erwartet.



    In der Stadt sah ich dann eine Minidemo. Vielleicht demonstrieren die ja gegen den Überflug von UFO's über ihre Stadt dachte ich mir und musste lachen.



    Sonst war ein eigentlich nicht all zu viel los in der Stadt. Nur ein einsamer Bauarbeiter schuftete in der Nachmittagssonne.



    Wenige Minuten später erreichte ich meine Entladeadresse und stellte den Trailer ab. Für eine Rückladung hatte Stefan schon gesorgt. Und diesmal verdiente das Ganze auch den Namen Schwertransport. Ich sollte eine Planierraupe nach Turin bringen. Zu meinem Entsetzen stand der Trailer samt Ladung bei einer Arcese Niederlassung. Ausgerechnet die Firma mit der traditionell engsten Einfahrt ganz Europas und Afrikas.

    Da wurde schon das Ausfahren auf die Straße zur Milmeterarbeit.







    Inzwischen hatte auch der Verkehr in der Stadt noch weiter zugelegt, so dass ich nur langsam aus der Stadt raus kam.



    Doch irgendwann hatte ich dann Tunis hinter mir gelassen und rollte recht zügig in Richtung Hafen. Hier in der ebenen Landschaft hatte mein Iveco noch keine Probleme mit dem Gewicht. Als ich den Hafen erreichte, hatte es angefangen zu regnen.


    Nach einer intensiven Kontrolle durch die Behörden, sie waren wohl auf der Suche nach Illegalen Einwanderern, durfte ich auf's Schiff fahren. Dabei sah ich aus den Augenwinkeln, dass Tommy jetzt erst aus dem Zollgebäude kam. Ich hupte kurz, er sah mich und winkte zurück. Im Geiste wünschte ich ihm noch gute Fahrt und verschwand mit meinem LKW im Bauch der Fähre.
    Schöne Grüße aus Sachsen
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    Kapitel 11 - Pendeln übers Mittelmeer Teil 2

    Nachdem ich meinen LKW am zugewiesenen Stellplatz geparkt hatte, machte ich mich auf zu meiner Kabine. Eigentlich wollte ich ja nur ein kurzes Nickerchen machen und dann zum Essen in den Speisesaal gehen. Aber aus dem Nickerchen wurde dann doch Tiefschlaf und ich wachte erst am nächsten Morgen auf, als die Sonne durch das Kabinenfenster auf das Bett fiel und mich weckte. Nach dem Duschen und frühstücken begab ich mich an Deck. Es wehte eine leichte Brise und die Sonne strahlte vom Himmel. So bekam der Job ein bisschen was von Urlaub.

    Kurz nach Mittag erreichte die Fähre den Hafen von Genua. Da mein LKW ganz hinten stand musste ziemlich lange warten, bis ich das Schiff verlassen konnte. Als ich die Rampe runter fuhr wurde von einer attraktiven jungen Beamtin die Dokumente kontrolliert. Danach konnte ich den Hafen verlassen.



    Die steile Zufahrt zur Straße forderte meinem Iveco schon einiges ab.



    Schließlich verlies ich Genua und machte mich auf den Weg nach Turin. An den allgegenwärtigen Mautstellen musste ich ganz schön aufpassen, da das Schiebeschild der Planierraupe an den Seiten doch um einiges überstand. Die Mitarbeiterin im Mauthäuschen hätte es bestimmt nicht witzig gefunden, wenn ich ihren Arbeitsplatz platt gemacht hätte.



    Der weitere Weg nach Turin verlief ereignislos. Auf den Straßen war kaum etwas los, selbst die Parkplätze waren leergefegt.



    Nachdem ich die Planierraupe abgeliefert hatte, musste ich wieder aus Turin raus. Meine nächste Ladeadresse lag etwas außerhalb von Turin. Nach einiger Suche hatte ich die Firma, bei der ich den Trailer abholen sollte dann doch gefunden.

    Es ging wieder nach Tunis, allerdings diesmal mit einer recht ungewöhnlichen Fracht, nämlich einem Panzer. Aber was soll's. Fracht ist Fracht. Auf dem Weg zurück zum Hafen nach Genua, stoppte ich am Stadtrand von Turin bei einem großen Möbelhaus um im dortigen Restaurant noch schnell eine Kleinigkeit zu essen.



    Kaum war ich nach dem Essen wieder unterwegs, musste ich auch schon wieder den Anker werfen. Ein Fußgänger latschte mit einer Seelenruhe über die Straße.



    Auf dem Weg nach Genua fing es wieder an zu regnen. Als ich schließlich den Hafen erreichte, stand da die Zollbeamtin im strömenden Regen. Irgendwie tat sie mir in dem Moment ein bisschen Leid. Sie sah aus wie ein begossener Pudel. Das die Kontrolle der Papiere diesmal wesentlich länger dauerte, brauch ich wohl nicht zu erwähnen. Jedes Ladepapier, die Ausfuhrgenehmigung und noch tausend andere Schriftstücke wurden doppelt und dreifach kontrolliert. Aber schließlich und letztendlich war alles okay und ich durfte auf das Schiff fahren.



    Auf der anderen Seite des Mittelmeers angekommen, fing dann das ganze Spiel wieder von vorn an. Aber insgesamt hielt sich der zeitliche Umfang der Kontrolle noch im Rahmen des Erträglichen.

    Auffällig waren die anderen LKW im Hafen. Alle hatten sie Fertighausteile geladen. Aber auch zwei der drei Zugmaschinen waren auffällig. Denn wann sieht man schon mal außerhalb einer Truckshow zwei Peterbilt nebeneinander stehen.



    Am frühen Donnerstagabend lieferte ich den Trailer ab und machte mich auf den Weg zur nächsten Ladung. Es war wieder eine Planierraupe. Nur diesmal sollte sie nicht nach Turin sondern nach Montpellier. Am Hafen kannte man mich inzwischen und so kam ich ohne Probleme aufs Schiff. Nach einer langweiligen Überfahrt nach Frankreich, konnte ich die Planierraupe gleich im Hafen abstellen.

    Inzwischen hatte sich Stefan gemeldet und mir eine neue Ladung besorgt. Es handelte sich um eine kurze innerfranzösische Tour nach Marseille. Nach der Fahrt durch die Nacht erreichte ich kurz nach Mitternacht Marseille und lieferte meinen Trailer ab. Auch meine nächste Fracht, hatte mir Stefan besorgt. Es ging wieder nach Afrika. Eine Erdramme sollte nach Rabat gebracht werden.

    Auf dem Weg zum Hafen regnete es wieder einmal aus Kübeln.

    Glücklicherweise war das Wetter im Hafen von Tanger besser. Es war zwar kein strahlender Sonnenschein, aber zumindest trocken. Und so befuhr ich erstmals marokkanischen Boden.



    Mein erster Weg nach dem Verlassen des Hafens führte mich zur nächsten Tankstelle. Denn nachdem ich erfahren hatte, dass ich wieder nach Afrika fahren sollte, verzichtete ich darauf in Europa tanken zu gehen. So kam es das ich für 550 Liter gerade mal 370 Euro bezahlen musste. So macht tanken Spaß. :D



    Nach dem tanken musste ich noch ein Stück durch die Stadt fahren und so kam es, dass ich mir mit einem Radfahrer an einer Steigung ein kleines Rennen lieferte. Natürlich hab ich gewonnen, trotz des ungleich höheren Gewichts. :grin:



    Am Ausgang der Stadt führte die Straße über eine große Brück in Richtung Wüste. Die Brücke selbst überspannte ein von Bäumen und anderen Pflanzen gesäumtes Tal.





    Am späten Sonntagabend lieferte ich meine Fracht in Rabat ab und holte meine nächste Ladung ab. Es waren wieder mal die grundträger einer Windkraftanlage, welche ich nach Marseille bringen sollte. Also die selbe Strecke zurück.



    Im Hafen von Marseille erregte ich beim verlassen des Schiffs die Aufmerksamkeit eines Truckspotters. Jedenfalls knipste er ein Foto nach dem anderen von meinem Gespann.



    Kurze Zeit später, hatte ich auch diesen Auftrag erledigt. Gerade als ich zu meiner nächsten Fracht aufbrechen wollte, einen Straßenfertiger nach Nizza bringen, klingelte mein Handy. Es war Stefan. >>Hi wie geht's?<< >>Geht so, wenn es so weiter läuft, kann ich mir eine Dauerkarte für die Fähre besorgen.<< scherzte ich. Er aber blieb erstaunlich ernst. >>Na ja, vorerst haben wir keine weiteren Frachten nach Afrika für dich. Es gibt da so eine neue Firma am Schwertransportmarkt, die sind richtig groß eingestiegen. Außerdem haben die mit den Firmen direkt Verträge abgeschlossen, deshalb haben wir weniger Frachten zu vergeben.... Das heißt aber nicht das ich gar nichts für dich habe.<< versuchte er mich zu beruhigen. >>Ich hab da auch schon eine Anschlussfracht für dich. Da müsste die Grundplatte für eine Windkraftanlage nach Turin gebracht werden.<< >>Okay, solange die Bezahlung stimmt. Schick mir die Daten rüber.<<

    Während ich nach Nizza fuhr, um die Straßenbaumaschine dort abzuliefern, machte ich mir so meine Gedanken. Sollte ich mich weiterhin nur auf Schwertransporte konzentrieren und "Nuss Schwerlasttransporte" Konkurrenz machen, so hieß die groß eingestiegene Firma, oder sollte ich mich lieber breiter aufstellen. So kam es, dass ich fast die gesamte Tour nur am grübeln war und fast schon erstaunt war als ich das Ortseingangsschild von Nizza erreichte.

    Aber auf einmal war ich wieder hellwach, denn da grinste mich meine Lieblingseinfahrt an. Und so gab es noch ein wenig Lenkradakrobatik zum Sonnenuntergang.





    Als ich meinen Trailer abgestellt hatte und die Papiere abgegeben hatte, fuhr ich auch gleich los, den die Grundplatte sollte ich noch vor neun Uhr abends abholen.

    Um kurz nach Acht hatte ich dann den Trailer abgeholt. Bei der Fahrt durch die Stadt hatte ich dann ein Déjà-vu. Auch in Frankreich gab es gedankenlose Fußgänger, welche noch zwei Meter vor einem LKW die Straße überqueren wollen.



    Schließlich erreichte ich noch am selben Abend Turin und stellte den Trailer am Zielort ab. Meine nächste Tour sollte mit Betonteilen nach Mailand gehen. Auch diese Fahrt verlief eintönig und ohne besondere Vorkommnisse. Da meine Lenkzeit sich auch schon wieder stark dem Ende zu neigte, hatte ich von unterwegs schon ein Zimmer in dem Hotel reserviert, in dem ich ein paar Tage vorher auch schon mal war.



    Leider gab es in Mailand keine Schwertransporte und so musste ich mir etwas anderes suchen. Ich entschied mich dafür eine Ladung in Containern verpackte Sägespäne nach Bologna zu bringen. Aber auch dort war mir das Glück nicht hold. Deshalb musste ich auch da improvisieren. Die Wahl fiel schließlich auf eine Ladung Tuningteile, welche nach Venedig sollten.

    Unterwegs stellte ich fest, dass mein Iveco damit fast genauso viele Probleme hatte wie mit einem wesentlich schwereren Trailer. Obwohl die Strecke recht eben war, hatte ich Probleme Geschwindigkeit drauf zu kriegen. Der hohe Jumbotrailer und die flache Zugmaschine, das war einfach aerodynamisch suboptimal.



    Nachdem ich dann aber doch irgendwie Venedig erreicht und den Trailer abgeliefert hatte, machte ich mich auf den Weg nach Österreich. Diesmal hatte mir Stefan wieder eine Tour besorgt. Villach hieß das Ziel und Beton-Bodenplatten waren die Ladung. Nachdem ich meine lange Pause irgendwo im Nirgendwo einlegen musste, erreichte ich gegen Mittag des nächsten Tages mein Ziel in Villach.

    Aber dort dann wieder das selbe Spiel. Nix Schwertransport :thumbdown:

    Also hieß es, Autoteile nach Salzburg bringen. Auf der Autobahn besserte sich meine Laune dann wieder. Die grandiose Kulisse tat ihr Übriges dafür.



    An einer langen Steigung hatte mein Italobomber dann ziemlich zu knabbern. Aber auch dem Gegenverkehr ging es nicht besser. Denn während mein LKW sich fast schon im kleinsten Gang den Berg hochquälte und dabei einen Lärm verbreitete wie nie zuvor, hörte man auf der Gegenfahrbahn das Heulen der Motorbremsen und Retarder sowie das quietschen der Bremsen.



    Am Nachmittag hatte ich dann endlich Salzburg erreicht und konnte meinen Trailer abliefern. Auch Stefan hatte sich mal wieder gemeldet und mir die Daten der nächsten Tour genannt. Auf dem Weg zu Ladestelle sah ich bei der Fahrt durch die Mozartstadt viele Reisebusse, die ihre Touristenladungen von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten karrten.



    Beim Erreichen der Firma, bei der ich laden sollte, standen da drei Trailer. Welcher ist wohl meiner???

    Schöne Grüße aus Sachsen
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    Kapitel 12 - Neue Niederlassung & Abschiedstour

    Es war wieder eine Planierraupe, welche ich von Salzburg nach Innsbruck bringen sollte. Also machte ich mich auf den Weg.



    Es war eine eher ruhige Fahrt durch die Alpenrepublik, nur die tief stehende Sonne, die immer wieder durch die dichten Wolken schien machte mir etwas zu schaffen. Durch verdreckte Scheiben blendet es doch extrem.



    In Innsbruck angekommen, musste ich den Trailer natürlich wieder zu Arcese schaffen. Wie konnte es auch anders sein. Aber irgendwie kommt man doch immer durch dieses enge Tor.





    Keine Minute zu früh stellte ich den Auflieger ab, denn meine Lenkzeit war kurz vorm Ende. Wenig später parkte mein Iveco dann mal wieder auf einem Hotelparkplatz.



    Obwohl es erst kurz nach sieben Uhr abends war, fiel ich todmüde ins Bett und schlief fast augenblicklich ein. Aber trotz acht Stunden Schlafes fühlte ich mich am nächsten Morgen nicht wirklich ausgeruht. Drei Uhr morgens war eben nicht meine Zeit. 8|

    Kurze Zeit später war ich dann bei meiner nächsten Ladeadresse und holte meinen Trailer ab. Schwertransport konnte man das allerdings nicht nennen. Es war mal wieder ein Begleitfahrzeug, welches von einer Alpenrepublik in die Nächste sollte. Also auf in die Schweiz, nach Zürich um genau zu sein.

    Auf der Fahrt zu den Eidgenossen, ging es durch zahlreiche Tunnel. Auch einige Baustellen gab es auf der Strecke. Wer weiß, wann die zweite Röhre mal fertig wird.



    In Zürich angekommen, konnte ich feststellen, dass ich nicht der Einzige "Bekloppte" war, welcher mit einer eigentlich untermotorisierten Zugmaschine Schwertransporte durchführte. Mich hätte allerdings interessiert, ob der Fahrer sich selbst dafür entschieden hat oder ob ein sparsamer Chef Ihn damit auf Tour schickte.



    Gegen acht Uhr war ich dann am Ziel. Im Büro gab ich meine Papiere ab und wollte auch gleich die Unterlagen für meine nächste Tour haben, denn der Trailer stand draußen schon bereit. Die nette Angestellte im Büro sagte mir aber, dass es noch ein bisschen dauern würde, bis die Papiere fertig seien. Aber Sie bot mir an in der Kantine frühstücken zu gehen. Ein Angebot, dass ich dankend annahm, denn mein Magen hing irgendwo in den Kniekehlen. Nach einem ausgiebigen leckeren Frühstück waren dann auch die Ladepapiere fertig und ich konnte mich auf den Weg machen.

    Mit den Betonplatten im Rücken ging es nach längerer Zeit mal wieder nach Deutschland.



    Gegen Mittag war ich dann in Stuttgart am Ziel. Unterwegs hatte ich mit Stefan telefoniert. Leider hatte er ab Stuttgart keine Schwerlast für mich. >>Wenn du nach Straßburg fährst, hab ich von dort dann was für dich.<<

    Also sah ich zu, eine Tour nach Frankreich zu bekommen. Aber alles was es gab, war eine Ladung Sand. Na ja immer noch besser als eine Leerfahrt. Mit dem großen Sandkasten hinten dran ging's also nach Frankreich. Unterwegs fing es stark an zu regnen, da ich keine Plane über den Trailer gemacht hatte, konnte das Wasser richtig schön im Sand versickern. In Straßburg angekommen war der Trailer bestimmt ein paar Kilo schwerer als zu Beginn der Fahrt. Zum Glück kam kurz vorm Ziel die Sonne wieder raus.

    Stefan hatte nicht zu viel versprochen, es war ein Schwertransport. Ein Mobilkran sollte nach Mannheim. Allerdings hatte der "Mistkerl" mir verschwiegen wo ich das Ding abholen musste. Natürlich bei Arcese. :cursing:

    Während ich mit dem Riesenbaby versuchte unfallfrei auf die Straße zu kommen, verfluchte ich ihn im Geiste. Nach einiger Rangierarbeit schaffte ich es dann auf die Straße. Zum Glück sind französische Autofahrer etwas entspannter. Oder vielleicht hatten sie auch einfach Angst davor ich würde sie platt machen. :whistling:







    Auf der Landstraße Richtung Deutschland , sammelte sich hinter mir eine ganz schöne Kolonne an. Aber der Größte fährt vorn und bestimmt das Tempo. SMILE



    Da meine Lenkzeit auch schon wieder dem Ende entgegen ging, musste ich meine Pause einlegen. Allerdings blieb mir nichts anderes übrig al an einer Tankstelle irgendwo im Nirgendwo stehen zu bleiben. Wenigstens die ganzen Autofahrer, welche hinter mir her fahren mussten waren froh mich endlich los zu sein.



    Am frühen Samstag morgen lieferte ich den Kran dann an seinem Bestimmungsort ab und konnte auch gleich meine nächste Fracht abholen, welche mir Stefan auch schon wieder besorgt hatte. Eine Dreiseiten-Nabe nach Köln.

    Am Stadtrand staute sich kurzfristig der Verkehr, denn die Konkurrenz von der Bahn blockierte die Straße.



    Während ich und der Kollege vor mir mit unseren Ivecos über die Landstraßen Richtung Köln rollten gab es leider auch einige Idioten welche im Gegenverkehr erst zum überholen ansetzen und dann entsetzt feststellen, dass sie an ihrem Vordermann doch nicht vorbei kommen. Natürlich fällt den Typen dann nix besseres ein, als auf unserer Fahrbahn ein Vollbremsung hinzulegen und uns damit auch zu einer solchen zu zwingen.



    Kurz vor Köln trennte sich dann an dieser Kreuzung unser kurzer Iveco Konvoi.



    Kurz darauf lieferte ich dann Trailer dann ab und holte meinen nächsten Auflieger ab. Stefan hatte mir die Details schon am Telefon durchgegeben und gemeint. >>Rate mal was es ist?<< >>Woher soll ich das wissen.<< knurrte ich ihn an. >>He He, nicht so mürrisch, bist wohl noch nicht ganz wach, was?? Es ist eine Planierraupe.<< Wie kann man an einem Samstag morgen dermaßen gut gelaunt sein, dachte ich mir.

    Also ging es wieder einmal mit meiner "Lieblingsfracht" nach Osnabrück. Auf der Autobahn war recht wenig los. Kein Wunder morgens um Acht am Wochenende. Da konnte ich mir auch besseres vorstellen. Zum Glück kam ich auf der flachen Bahn zügig voran.



    Pünktlich zum Mittag stellte ich den Trailer auf der mir zugewiesenen Position ab. Wieder ein Auftrag erledigt. Im Hotel angekommen aß ich erstmal ordentlich zu Mittag. Da es sonnig und warm war, setzte ich mich dafür auf die Hotelterrasse mit Blick auf meinen LKW.



    Nach dem Essen setzte ich mich an den Laptop und schrieb fleißig Rechnungen an meine Kunden. Da waren in ganz schöne Beträge zusammen gekommen. Hauptsache die zahlen auch alle pünktlich. Nachdem ich mir auch noch eine neue Fracht gesucht hatte, legte ich mich ins Hotelbett schlafen.

    Die neue Fracht war auch gleichzeitig die vorerst letzte für meinen Iveco und mich. Schon vor einiger Zeit hatte ich einen zweiten LKW bestellt und jetzt endlich war die E-Mail gekommen, dass er fertig ist. Da die letzte Tour etwas besonderes sein sollte, hatte ich mir eine spezielle Fracht gesucht. Der Transport einer Diesellok von Osnabrück nach Amsterdam stand an. Auch der Zielort passte mir sehr gut in den Kram. Schließlich hatte ich in der niederländischen Hauptstadt ein Grundstück erworben und dort meine erste Zweigniederlassung eröffnet. Die Fahrt aus der Stadt heraus führte auf Grund der Gesamtlänge des Gespanns zu eineigen kleinen Problemen.





    Aber schließlich brachte ich auch diese Fracht unbeschadet an ihr Ziel und stand kurz vor Mitternacht vor meiner neuen Niederlassung.



    Nun hieß es Abschied nehmen von meinem Vierachser, denn der LKW sollte in Amsterdam bleiben und demnächst von einem Angestellten bewegt werden. Nur leider ist es nicht so einfach Fahrer mit Erfahrung im Schwertransport zu finden. Also würde der Iveco erst einmal in Amsterdam geparkt bleiben. Schließlich sah mein Plan vor, dass dieses Fahrzeug in Zukunft eher regionale Schwertransporte im Beneluxraum & Norddeutschland durchführen sollte. Regionen in denen die 420 PS ausreichend sein würden.

    Ich selbst machte mich am nächsten Morgen auf den Weg zum Flughafen und flog nach Polen um meinen neuen LKW holen. In Polen am Flughafen wurde ich auch schon von einem Mitarbeiter des Händlers erwartet. Wir fuhren nach Wroclaw, wo der Händler seinen Sitz hatte. Dort angekommen war ich ein wenig erstaunt, denn obwohl es sich um eine eher kleine Volvo-Niederlassung handelte, hatten sie auch einen echten Exoten im Angebot.



    Aber von meinem neuen Spielzeug war weit und breit nix zu sehen. Also stand ich nun etwas verloren auf dem Hof des Händlers, als ein Mann im Anzug auf mich zu kam. Er stellte sich mir als Herr Bloschinsky vor, der Verkaufsleiter in Wroclaw. Auf meine Frage nach meinem LKW, meinte er >>Ihr neuer LKW steht in unseren Werkstatt ein paar Straßen weiter. Wir haben dort die von Ihnen georderte Sonderausstattung montiert. Ich werde Sie sofort dahin bringen.<< Auf dem Weg zur Werkstatt, welcher glücklicherweise nicht allzu lang war, wurde ich von Minute zu Minute nervöser. Ich konnte es nicht mehr erwarten. Leider passte des Wetter nicht so ganz, ein kurzer Schauer zog über die Stadt. Schließlich kam das Gelände der Werkstatt in Sicht.





    Doch auch jetzt sah ich meinen LKW noch nicht. Herr Bloschinsky grinste mich an, ihn schien meine zunehmende Unruhe zu amüsieren.

    Ich wollte jetzt endlich meinen neuen Volvo sehen.
    Schöne Grüße aus Sachsen

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    Einfach nur genial geschrieben :thumbsup:

    Ich musste stellenweise echt lachen, als du bspw. dir ein "Rennen" mit einem Fahrradfahrer bergauf geliefert hast. :D Weiter so, macht echt Laune deine Berichte zu lesen und die tollen Bilder dabei anzuschauen.


    MfG Fern Gally
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    Kapitel 13 - Neuer LKW & eine alte Bekannte

    Wir gingen durch die Werkstatt, meine Nervösität war inzwischen kaum noch auszuhalten. Doch dann sah ich ihn. Da stand er und pünktlich dazu hatte es aufgehört zu regnen. Wir gingen auf den Hof und ich schaute mir meinen neuen LKW von allen Seiten an.



    Herr Bloschinsky ratterte derweil die Technischen Daten des Fahrzeuges runter, aber ich hörte Ihm nicht wirklich zu. Außerdem wusste ich selber was ich bestellt hatte.

    Einen Volvo FH Globetrotter XL 4x2 mit 420 PS. Aber nachdem der Iveco vorher in seinem langweiligen Leasingweiß (Farbcode RAL 0815 :P ) über die Straßen rollte, wollte ich diesmal einen auffälligeren Truck. Und das war mir gelungen.



    Außerdem hatte er auch wesentlich mehr Sonderausstattung bekommen als der Iveco. Neben Lampenbügel, Lufthörnern und Sidepipes hatte er auch in Wagenfarbe lackierte Radmuttern.



    Nachdem dann auch der Papierkram erledigt war, machte ich mich auf den Weg. Denn nichts desto trotz musste auch dieser LKW Geld verdienen.

    Ich hatte mir schon vorher eine Fracht besorgt, welche mich nach langer Zeit mal wieder nach Hause führen würde. Dresden ich komme.... Na ja sobald der Stau sich aufgelöst hat. :huh:



    Auf der Autobahn Richtung Deutschland kam ich gut voran. Mit jedem Kilometer freute ich mich mehr auf zu Hause.



    Und dann passierte ich endlich das Ortsschild von Dresden.



    Nachdem ich schnell den Trailer abgestellt hatte und meine Papiere abgegeben hatte, wollte ich eigentlich schnell nach Hause. Meine Planung der nächsten Tage sah vor.... Nichts. Ein oder zwei Tage ausspannen. Schließlich war ich ja mehrere Wochen unterwegs gewesen.

    Als ich durch die Stadt zu meiner Firma fuhr, kam ich an der örtlichen Scania Niederlassung vorbei. Beim annähern an das Gelände fielen mir Schilder und einige Promotiontrucks auf. Hier fand gerade eine Promo-Veranstaltung statt. Instinktiv ging ich vom Gas und parkte am Straßenrand. Nachdem ich ausgestiegen war, schlenderte ich in Richtung der Niederlassung und versuchte zu erkennen, ob einer meiner früheren Kollegen mit von der Promopartie war.



    Auf einmal blieb ich wie vom Donner gerührt stehen, denn da war Sie.

    Stana, eine ehemalige Kollegin aus der Zeit als ich noch für Scania tätig war. Wir hatten knapp drei Jahre zusammen gearbeitet und uns mehr als gut verstanden.

    Während ich am Eingang der Niederlassung stand und Sie beobachtete, drehte Sie sich auf einmal um. Unsere Blicke trafen sich. Erst schien Sie ein wenig irritiert, aber dann kam Sie zielstrebig auf mich zu gelaufen. Schließlich stand Sie direkt vor mir. Sie sah immer och genauso toll aus wie früher. Lange blonde Haare, bernsteinfarbene Augen, welche mich anblitzten und eine Wahnsinnsfigur die durch die enge Jeans und das taillierte Shirt noch betont wurde.

    Doch noch ehe ich etwas sagen konnte, holte Sie aus und verpasste mir eine schallende Ohrfeige. Danach drehte Sie sich auf dem Absatz um und verschwand in den Verkaufsräumen.

    Ich aber schlich wie ein geprügelter Hund zu meinem LKW und kletterte ins Führerhaus. Der Handabdruck war immer noch zu sehen, stellte ich beim Blick in den Spiegel fest.

    Irgendwie war unser Wiedersehen suboptimal verlaufen.
    Schöne Grüße aus Sachsen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Iceman684“ ()

    Scania ist schon ok, aber bei der Leistung hätte der Iveco auch gereicht.

    Warum nicht gleich einen ordentlichen 4Achser und mit Power unter der Haube ?

    420 PSchen ist da auch nicht die Welt und nen normalen 2 Acher
    Wer Kein SCANIA fährt ist selber Schuld

    LG Xorgan
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