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Zurück auf Los - Back on the Road with Schosch

    Irgendwann hatte ich dann doch einen Weg ins Land der Träume gefunden, aus dem mich aber das Klingeln meines Handy’s schon um 13:30Uhr wieder zurück holte. >>Schmidt<< >>Kanzlei Kuckuck, mein Name ist Burghardt.<< gab sich eine Frauenstimme am anderen Ende zu erkennen. >>Ich soll sie im Auftrag von Herrn Kuckuck informieren, dass die Verhandlung wegen Ihrer Schadenersatz- und Schmerzensgeld-Klage am 29. November um 09:30Uhr vor dem Gericht in Lille stattfindet.<< Das ist der Nachteil, wenn man einen guten Anwalt hat, der sich um alles kümmert, man vergisst die Angelegenheit total. >>Vielen Dank Frau Burghardt, wird sofort notiert!<< >>Keine Ursache Herr Schmidt, ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.<< >>Ihnen auch!<< und schon hatte sie aufgelegt.



    Nach diesem Telefonat konnte ich nicht mehr schlafen und war froh, als ich endlich den Trailer abholen konnte und machte mich um 18:30Uhr auf den Weg. In Luxembourg angekommen wartete die nächste Zwangspause auf mich, da der Empfänger der Sanitätsartikel erst wieder um 07:00Uhr seine Pforten öffnete. Bevor ich mich schlafen legte warf ich nochmal einen Blick in die Frachtbörsen, kaum Aufträge ab Zürich im Angebot und erst recht keiner in Richtung Österreich. Was war denn los? Steckte die Logistik-Branche in einer Krise, von der ich noch nichts mitbekommen hatte?



    Am nächsten Morgen hatte sich die Lage in den Frachtbörsen nicht wirklich geändert. Irgendwie war diese Woche der Wurm drin. Und das sollte wohl auch erst mal so bleiben. Es dauerte ganze drei Stunden, bis ich endlich den alten Trailer los war und ich mich mit den 18t Joghurt auf den Weg machen konnte.



    Kaum hatte ich Luxembourg hinter mir gelassen und rollte die ersten Kilometer auf französischem Asphalt, wurde ich schon zur Kasse gebeten.



    Um 16:00Uhr erreichte ich Zürich. Nachdem der Joghurt abgeliefert war, was erfreulicherweise mal schnell erledigt war, kam beim Blick in die Frachtbörsen der Frust zurück. Nur die Firma Rettenmeier hatte zwei Aufträge zu vergeben. Einen für nach Milano und einen für Reims. Nun konnte ich die Hoffnung eine Tour nach Österreich zu finden endgültig über Board werfen. Also entschied ich mich für Reims, denn nach einem weiteren Blick in die Frachtbörsen fand ich wenigstens einen Auftrag von dort nach Recklinghausen und wäre so am Wochenende wieder in Köln.



    Nach einer kurzen Fahrt vor die Stadtgrenze von Zürich erreichte ich das Betriebsgelände der Fa. Rettenmeier. Da ich den Trailer nicht gleich entdecken konnte, ging ich zuerst ins Büro. Danach wusste ich auch, warum ich ihn auf den ersten Blick nicht gefunden hatte. Er stand versteckt hinter einem großen Stapel Holz. Nach ein paar Minuten rangieren waren die 25t Bauholz aufgesattelt und aus ihrem Versteck befreit.



    Leider hatte ich mir die Strecke nach Reims vorher nicht so genau angeschaut. Nach der französischen Grenze lotste mich das Navi runter von der Autobahn und es sollte bis Reims nur noch über Landstraßen gehen. Das wäre auch kein Problem gewesen, wenn meine Fahrzeit sich nicht langsam ihrem Ende genähert hätte. Und Parkmöglichkeiten für 40tonner sind auf den Landstraßen Frankreichs leider Mangelware. So hatte ich irgendwann keine andere Wahl, als den nächsten Autobahnzubringer anzusteuern und an der Mautstelle fand ich dann ein Plätzchen für meine Ruhepause. Doch bevor es auf die Matratze ging schrieb ich erst noch Nathalie eine eMail:

    Hallo Nathalie,

    diese Woche wird das wohl nix werden mit dem Wiedersehen. Ich habe es heute zwar bis Zürich geschafft,
    aber bin jetzt schon wieder auf dem Weg nach Reims. Es war sonst einfach nichts brauchbares in den
    Frachtbörsen zu finden und so komme ich am Wochenende wenigstens nach Hause.

    Also Daumen drücken für nächste Woche! ;)

    LG
    Schosch


    Am nächsten Morgen entschied ich mich entgegen den Anweisungen meines Navi’s zu handeln und fuhr die letzten Kilometer über die Autobahn bis Reims. Das waren zwar ein paar Kilometer Umweg, aber ich hatte keine Lust an der Mautstelle zu wenden und so konnte ich wenigstens an der nächsten Raststätte den Sanitäranlagen einen Besuch abstatten und mir einen Kaffee besorgen.




    Die Abladestelle in Reims war schnell gefunden, aber der Steinbruch, wo mein nächster Trailer wartete, lag fast 100km außerhalb. Irgendwann hatte ich diesen dann endlich erreicht und jetzt konnte mein MAN das erste Mal so richtig zeigen was in ihm steckte. Die 23t Erz standen nämlich auf der mittleren Sohle des Bergwerks und der Weg nach oben war ziemlich steil. Aber er meisterte diese Aufgabe souverän.



    Auf der Zufahrtsstraße zum Steinbruch machte ich nochmal kurz halt und schaute mir die Strecke auf meinem Navi erst mal genauer an. Bis Liege ging es nur über Landstraßen und es gab auch keine Alternativen. Die Lenkzeit sollte auch bis zur Autobahn reichen, aber bis Köln könnte knapp werden. Also trat ich das Gaspedal ordentlich durch und rollte durch teilweise malerische Landschaften. Irgendwann kam mir der Gedanke: „Wo parke ich denn am besten in Köln?“ Ich kramte mein Handy raus und rief Herrn Bächel an >>Hellmann Worldwide Logistics – Bächel.<< >>Ähm… Schmidt … bin ich da nicht bei PoSped?<< fragte ich leicht verwirrt >>Nicht mehr, wir gehören seit Oktober zur Hellmann-Gruppe. Was kann ich für Sie tun?<< fragte er sachlich >>Vielleicht erinnern Sie sich noch an mich? Mein Name ist Schmidt, ich habe im August für sie einen sehr dringenden Trailer für das alte Museum in Berlin gefahren.<< kurzes Schweigen >>Herr Schmidt! Natürlich erinnere ich mich noch an sie! Sie hatten doch nach diesem Auftrag diesen schweren Unfall bei Lille. Wie geht es Ihnen?<< jetzt wurde der Tonfall freundlicher >>Genau der bin ich. Soweit wieder alles fit.<< >>Das ist schön zu hören. Was kann ich für sie tun. Brauchen sie einen Auftrag?<< >>Nein nein, ich bräuchte eine Parkmöglichkeit von heute Abend bis Sonntag früh.<< wieder kurzes Schweigen am anderen Ende der Leitung >>OK, dieses eine Mal kann ich Ihnen noch helfen, aber in Zukunft müssen sie sich da was anderes überlegen. Seit dem wir zu Hellmann gehören ist das hier alles nicht mehr so einfach.<< das hörte sich nicht so toll an. >>Vielen Dank Herr Bächel! Und für die Zukunft lasse ich mir was einfallen – versprochen!<< Etwas unwohl fühlte ich mich jetzt schon dabei, dass Angebot von Herrn Bächel anzunehmen. Hoffentlich bekam er dadurch keinen Ärger.



    Ich hoffe, ihr seit alle gut reingerutscht! 8)
    Ich wünsche euch allen ein erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr 2014 !!!
    Gruß Schosch
    Information

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    ... immer wieder toll und spannend, - thx, - weiter so Schosch:!: :thumbup: :thumbup:


    VG
    MO
    Mit freundlichen Grüßen
    Martin "MO"


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    Kapitel 9 – Daumen drücken!

    Köln erreichte ich kurz vor knapp und war froh, dass diese Woche rum war. Solche Probleme vernünftige Aufträge zu finden hatte ich doch vorher nie gehabt!? Lag es an mir oder steckte die Branche wirklich in einer Krise? Mum holte mich bei Hellmann ab und nachdem zu Hause mein ganzes Zeugs aus ihrem Auto geräumt war lies ich mich auf meine Couch fallen. Ich zappte lustlos durch ein paar Kanäle, bis ich die Glotze wieder aus machte und meinen Laptop aufklappte. Ich wollte mal nachhören was bei Sarah los ist, von Ihr hatte ich die ganze Woche noch gar nichts gelesen.

    Hallo Kleines,

    alles klar bei dir? Du bist so ruhig diese Woche.

    Ich habe meine erste Woche mehr oder weniger erfolgreich hinter mich gebracht.
    Ich weiß nicht warum, aber ich hatte große Probleme passende Aufträge zu finden.
    Die Auswahl war meistens recht dürftig. Stecken wir in einer Krise, von der ich nichts
    mitbekommen habe?Ich hoffe bei dir ist sonst alles soweit im grünen Bereich!

    LG
    Schosch


    Danach ging ich noch duschen und legte mich dann ins Bett.

    Am nächsten Morgen schnappte ich mir erst mal den Autoschlüssel von Mum und fuhr einkaufen. Ich hatte schließlich aus meinen Fehlern gelernt. Anschließend stand mal wieder Bürokram auf der Tagesordnung, Rechnungen schreiben, Lieferscheine abheften usw. Danach waren die Frachtbörsen an der Reihe und scheinbar hatte mein Jammern gestern was gebracht. In Recklinghausen stand eine Mulde mit Kies für Frankfurt, dort wiederum ein Tieflader mit zwei Traktoren für Praha und dort ein Trailer mit Sanitätsartikeln für Padova. Das steigerte meine Laune doch erheblich. Zum Schluss nochmal ein Blick ins Postfach.

    Hallo Großer,

    Krise??? Die muss an mir vorbei gegangen sein. Ich ersticke quasi in Arbeit, was auch
    der Grund dafür ist, dass ich mich die ganze Woche nicht gemeldet habe.Wie ist es
    denn bis auf die schwierige Auftragssuche gelaufen? Oder anders gefragt:
    Wie ist der TGX gelaufen? ;)

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und nächste Woche mehr Glück bei den Frachtbörsen!

    LG
    Sarah


    Scheinbar hatte ich wirklich einfach nur Pech gehabt. Egal, Hauptsache es würde nächste Woche besser laufen. >>Essen ist fertig!<< schallte es durchs Haus. Also Laptop zugeklappt und erst mal an die Futtergrippe. >>Und, wie ist die erste Woche gelaufen?<< wollte Mum gleich wissen. >>Super!<< log ich >>Der MAN läuft klasse!<< ich wollte ihr nichts von meinem Problem mit den Aufträgen erzählen und scheinbar gab sie sich damit auch zufrieden. Ich hatte den letzten Bissen noch nicht runtergeschluckt, da klingelte Markus schon an der Tür um mich für eine Runde Snooker abzuholen. >>Was dagegen, wenn ich schon aufstehe?<< fragte ich höflich. >>Mach nur, bin ja auch jetzt fertig.<<Als ich die Tür öffnete fragte Markus direkt >>Wo is er denn?<< und schaute sich suchend um >>Der steht bei Hellmann’s, hier kann ich doch mit Trailer nirgends parken.<< gab ich zur Antwort und zog die Haustür hinter mir zu. Beim einsteigen ins Auto meinte er dann >>Müssen wir wohl einen kleinen Umweg auf dem Weg zum Billard-Keller machen.<< und fuhr los.

    Markus parkte direkt neben meinem MAN >>Hast du nicht immer gesagt, wenn du ein rotes Auto fahren willst, würdest du zur Feuerwehr gehen?<< und grinste dabei dreckig. >>Es ist die einzige Farbe, die wenigstens halbwegs nach was aussieht. Da die meisten Firmen ihre LKW’s eh später umlackieren oder folieren lassen, ist die Auswahl auch nicht besonders groß.<< rechtfertigte ich meine Farbenwahl >>Und wie soll deine Firmenlackierung aussehen?<< Darauf konnte ich nur mit einem Schulterzucken antworten, denn darüber hatte ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht.Nach fast 6 Stunden Snooker lies ich mich von Markus ein paar Straßen früher absetzen, um die letzten Meter zu Fuß zurück zu legen und um unterwegs für meine Mum und mich noch zwei Dönertiere zu jagen.

    Den Sonntag verbrachte ich ausschließlich auf der Couch und gab mir ne Überdosis „Männer-TV“. Zwischendurch schaute ich kurz in mein Postfach.

    Hallo Schosch,

    kann man nix machen, wenn die Aufträge nicht mitspielen. Wird schon noch irgendwann klappen.
    Werde wahrscheinlich noch eine Weile hier wohnen.
    Ich drücke die Daumen!

    LG
    Nathalie


    Sie konnte einem schon leid tun, so ganz alleine und so weit weg von Freunden und Familie. Aber ich durfte ja nix sagen, hatte den Fehler ja auch schon gemacht.

    Hallo Nathalie,

    Dienstag Abend bin ich in Italien. Vielleicht klappt es ja diesmal auf dem Rückweg.
    Die Frachtbörsen sehen im Moment jedenfalls besser aus als letzte Woche! ;)

    Gruß
    Schosch




    Nachdem ich noch ein paar Stündchen auf der Couch geschlafen hatte hieß es Taschen packen und um 22:00Uhr weckte ich meinen TGX aus dem Wochenendschlaf. Die Straßen in Köln waren wie leergefegt, was vielleicht auch an dem andauernden Regen das ganze Wochenende liegen konnte. Mir war es recht, denn so war ich ganz schnell raus aus der Stadt.




    Nach wenigen Kilometern machte ich nochmal einen kurzen Boxenstopp, um meinen TGX und mich mit lebenswichtigen Flüssigkeiten zu versorgen. Ich stand gerade in der Tankstelle um zu bezahlen, da hupt der Typ hinter mir. Als ich wieder zu meinem Truck ging, fing der auch noch an mich auf französisch zu beschimpfen. Ich ignorierte ihn, kletterte gemütlich hinters Lenkrad, schnallte mich in aller Ruhe an, setzte den Kilometerstand auf 0, lies den Motor an und rollte gaaaanz langsam los.



    Zwei Stunden später stand die Mulde bei Dachser an der Rampe, direkt neben meinem nächsten Auftrag. Und zu meinem Glück wurde hier rund um die Uhr gearbeitet. Also schnell den Trailer gewechselt, kurzer Besuch im Büro und schon ging es weiter nach Frankfurt.



    Um 05:45Uhr erreichte ich das große Gelände von Schenker direkt am Frankfurter Flughafen. Hier war in der Luft mehr Betrieb als auf dem Boden, dennoch brauchte ich ein paar Minuten, bis ich endlich die richtige Abladestelle gefunden hatte. Dafür waren die Jungs bei Schenker fit und ich konnte mich kurz darauf schon wieder auf den Weg machen.



    Für meinen nächsten Auftrag musste ich vom Flughafen zurück in die Stadt und zu Rettenmeier, dort stand der Tieflader mit den beiden Traktoren für Praha. Nachdem ich aufgesattelt und die Papiere im Büro abgeholt hatte, gab ich die Zieladresse ins Navi ein und schaute mir die Route erst mal genauer an, was mein Glück war. Denn es sollte wieder nur über Landstraßen gehen und ich hatte nur noch eine Stunde auf der Uhr. Also wiedersetzte ich mich mal wieder den Anweisungen meines Navi’s und fuhr in Richtung A3, wo ich nach wenigen Kilometern auch einen Rastplatz für meine Ruhepause fand. Nur von „Ruhe“ konnte hier nicht die Rede sein, denn ich stand in direkter Nachbarschaft zum Flughafen und ein Flugzeug nach dem anderen donnerte über den Parkplatz. Irgendwann hatte ich genug vom hin und her wälzen in der Koje, setzte mich auf den Fahrersitz und startete den Laptop. Einen Auftrag in Richtung Österreich gab es noch nicht, und auch der Rest lohnte sich nicht wirklich. Der einzige Trailer, bei dem was hängen bleiben würde, war mit 25t Getränke für Perugia beladen. Da ich nicht riskieren wollte, morgen überhaupt keinen lukrativen Auftrag mehr zu finden, nahm ich diesen an. Um 17:00Uhr konnte ich meine Fahrt dann endlich fortsetzen und erreichte Praha um 22:00Uhr. Dort hatte ich wiedermal das Glück, dass Empfänger und neuer Auftraggeber der gleiche war, und so war ich 30Min. später schon wieder auf der Bahn.



    Auf der A9 kurz hinter Linz war meine Lenkzeit fast zu Ende und ich steuerte den nächsten Rastplatz an. Es war bereits kurz nach 04:00Uhr. Als ich in die Raststätte ging, kam direkt ein Kollege auf mich zu >>Du bist ja mutig!<< ich schaute in verwundert an >>Warum?<< >>Fährst mitten in der Nacht ohne „L-Schild“ durch Österreich!<< ich hatte keine Ahnung, wovon er sprach >>Was ist denn ein L-Schild?<< er schüttelte den Kopf, holte tief Luft und fing an mich aufzuklären. >>In Österreich gilt ein Nachtfahrverbot für LKW’s von 22 bis 6 Uhr. Das L-Schild bedeutet Lärmarmes Kraftfahrzeug, und nur damit darfst du hier nachts fahren. Wenn die Polizei dich angehalten hätte, wärst du erst mal 500,-€ los gewesen und die hätten dir die Weiterfahrt untersagt, bis du ein L-Schild mit entsprechendem Zertifikat vom Hersteller vorweisen kannst!<< das musste ich erst mal verdauen. Da hatte ich ja echt nochmal Glück gehabt >>Vielen Dank! Das wußte ich echt nicht. Wie bekomme ich denn dieses Schild?<< er holte erneut Luft >>Du musst beim Hersteller, in deinem Fall also MAN, ein entsprechendes Zertifikat beantragen. Kostet so um die 100,-€ und so ein Schild bekommst du fast überall. Nur ist das Schild ohne das Zertifikat nutzlos.<< Zum Dank lud ich ihn auf ein Frühstück ein. Zurück im TGX schrieb ich Nathalie noch eine Mail:

    Hallo Nathalie,

    Ich bin so nah an dir dran, dass ich dich fast schon riechen kann. Nur leider hat meine Lenkzeit
    nicht gereicht um meine Pause in Salzburg zu machen, deshalb stehe ich kurz hinter Linz.
    Später geht’s dann weiter nach Italien. Also weiter Daumen drücken! ;)

    LG
    Schosch


    Danach kletterte ich totmüde in meine Koje. Als ich wieder wach wurde musste ich sofort an das Gespräch mit dem Kollegen von heute morgen denken. Ich nahm mein Handy und rief Herrn Speckmeier an >>MAN-Niederlassung München – Speckmeier<< >>Hallo Herr Speckmeier, Schmidt hier, ich habe letzte Woche bei Ihnen den roten TGX abgeholt.<< gab ich mich zu erkennen >>Ich erinnere mich. Was kann ich für Sie tun? Stimmt etwas nicht mit ihrem MAN?<< fragte er mit besorgter Stimme >>Nein, der MAN läuft spitze! Ich wurde letzte Nacht auf das Fahrverbot für LKW in Österreich aufmerksam gemacht und wollte fragen, ob ich von Ihnen das Zertifikat für dieses L-Schild bekommen kann?<< >>Freilich! Ich lasse das Zertifikat sofort ausstellen und schicke es Ihnen umgehend mit der Post zu.<< erleichtert bedankte ich mich bei Herrn Speckmeier und machte mich anschließend auf den Weg.




    Um 20:50Uhr hatte ich die Abfahrt Padova erreicht. Nur noch durch die Mautstation und dann noch ein paar Meter bis zur Dachser-Niederlassung. Diese hatte ihr Tor zum Firmengelände zwar noch offen, aber alle Türen zum Gebäude waren verschlossen und es brande nirgends mehr Licht. Wenigstens brauchte ich so keinen Parkplatz zu suchen und stellte mich vor eine freie Rampe. Bevor ich mich zum Schlafen hinlegte erst noch ein Blick in die Frachtbörsen. Von Perugia gab es nur Frachten nach Afrika. Da hatte ich wirklich keinen Bock drauf, Sand, Staub, Unruhen … nein Danke! Außerdem wollte ich fahren und nicht unzählige Stunden auf einer Fähre rumhängen. Also musste ich in den umliegenden Städten suchen und ein paar Kilometer solo in Kauf nehmen. In Firenze wurde ich schließlich fündig, eine Ladung Elektronik-Teile für nach Linz. Danach öffnete ich mein Postfach und fand eine Mail von Nathalie:

    Hallo Schosch,

    dass ist aber sehr schade! Scheinbar hat da oben jemand was dagegen, dass wir uns wiedersehen!?
    Dann drück ich mal weiter die Daumen für den Rückweg!

    LG
    Nathalie


    „Wenn du wüsstest, was ich weiß“ dachte ich mir. Ich überlegte kurz, wie ich es formulieren sollte und antwortete dann:

    Was machst du Donnerstag Abend?

    Da war ich auf die Reaktion gespannt. Linz sollte ich spätestens Donnerstag Nachmittag erreichen und dann würde ich die paar Kilometer bis Salzburg eben solo zurücklegen. Danach schlief ich glücklich und zufrieden ein.

    Gruß Schosch

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Schosch“ ()

    Hallöchen Schosch,


    sehr schöne Fortsetzung, - thx :!: :thumbup:


    Ein Anliegen habe ich noch... die Hellgraue Schriftformatierung kann ich nur erschwert lesen, wäre nett wenn Du das in den Fortsetzungen berückschtigen könntest wenn es keine Umstände macht, - herzlichen Dank vorab!

    VG
    MO
    Mit freundlichen Grüßen
    Martin "MO"


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    ... Klasse Schosch, - vielen herzlichen Dank :!: :thumbup:

    VG
    Martin
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    Martin "MO"


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    Anders als damals in Hamburg, wurde ich am nächsten Morgen um 06:00Uhr durch ein sanftes Klopfen und ein freundliches „Buongiorno” geweckt. Den Trailer konnte ich auch gleich an der Rampe stehen lassen und im Büro bekam ich sogar einen frischen Kaffee angeboten. So konnte von mir aus jeder Tag beginnen. Da mein nächster Auftrag auch hier abzuholen war, konnte ich mich gegen 07:00Uhr mit den 25t Getränke schon wieder auf den Weg nach Perugia machen.



    Die Fahrt nach Perugia verlief ruhig. Nachdem der Trailer abgeliefert war machte ich noch einen kurzen Tankstopp am Stadtrand und rollte anschließend weiter nach Firenze. Dort konnte ich den Trailer zwar noch abholen, aber dann war erst mal Pause angesagt. Nach erfolgreicher Parkplatzsuche wollte ich unbedingt wissen, wie Nathalie auf meine Mail reagiert hatte:

    Hallo Schosch,

    wenn du mich so fragst … ich bekomme morgen Abend Besuch von einem alten Freund,
    den ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Ich werde für uns was leckeres kochen
    und vermutlich werden wir anschließend bis spät in die Nacht über alte Zeiten plaudern.

    Ich freu mich soooooooooooo!!!!!!!!!!!!!

    LG
    Nathalie


    Ich musste grinsen. Und jetzt stieg auch in mir die Vorfreude.




    Um 23:00Uhr war die Nacht für mich schon wieder zu Ende. Ich kletterte auf den Fahrersitz und gab die Zieladresse ins Navi ein. Nachdem die Route berechnet war stand unten links, dass die Fahrzeit 11h45min dauern würde, was wiederum bedeuten würde, dass ich kurz vor Linz noch eine Pause machen müsste. >>Ich wette dagegen!<< sagte ich zu meinem Navi, weckte die 6-Zylinder unter mir und nachdem genügend Luft in den Tanks war, Bremsen lösen und ab dafür.

    Als abzusehen war, dass ich die Wette mehr als deutlich gewinnen würde, machte ich doch mal eine kurze Pause und nutzte diese, um im Internet nach einem Hotel in Linz zu suchen und mir dort ein Zimmer zu reservieren. So konnte ich vor dem Wiedersehen mit Nathalie noch ein paar Stündchen schlafen und anschließend vernünftig duschen.

    Doch kurz vor Linz gab es nochmal eine Schrecksekunde. Plötzlich leuchtete mein Display im Armaturenbrett rot und forderte mich auf, umgehend eine Werkstatt aufzusuchen. Hatte ich meinen TGX doch zu sehr gefordert um die Wette zu gewinnen? Ich konnte aber nichts am Fahrverhalten feststellen und hörte auch keine seltsamen Geräusche. Auch die anderen Anzeigen im Armaturenbrett deuteten auf kein Problem hin. Also habe die letzten Kilometer noch hinter mich gebracht. Im Hotel und auf meinem Zimmer angekommen suchte ich mir im Internet eine Werkstatt in Salzburg raus und rief dort an. Nachdem ich mein Problem geschildert hatte und man mir versicherte, dass ich die paar Kilometer bis Salzburg ohne Bedenken noch fahren könnte, machte ich einen Termin für Freitag aus.




    Nach ein paar Stunden Schlaf versuchte ich im Badezimmer wieder einen halbwegs anständigen Menschen aus mir zu machen, bevor ich die paar Kilometer bis Salzburg unter die Räder nahm. Auf dem Gelände der Salzburger Werkstatt angekommen, bestellte ich zuerst ein Taxi, bevor ich den LKW abstellte und die Schlüssel in den Nachttresor warf. Wenige Minuten später fuhr auch schon das Taxi vor. Ich stieg ein, nannte dem Fahrer die Adresse und fügte noch hinzu >>aber vorher müssen wir noch irgendwo hin, wo ich einen Blumenstrauß und oder eine gute Flasche Wein bekomme.<< Ein paar Ampeln später hielt das Taxi vor einem kleinen Laden. >>Blumen ist schwierig um diese Uhrzeit. Aber hier bekommen Sie die besten Weine der Stadt.<< Ich stieg aus und betrat den Weinhändler. Ein Verkäufer kam auf mich zu und sein Blick verriet mir, dass er gleich erkannt hatte, dass ich von Wein keine Ahnung habe. Aber mit einem Sixpack unterm Arm wollte ich auch nicht bei Nathalie vor der Tür stehen. >>Was kann ich für sie tun?<< fragte er mit leicht abfälliger Stimme. >>Ich bin zum Essen eingeladen und wollte als Geschenk eine gute Flasche Wein mitbringen, allerdings verstehe ich recht wenig davon.<< Der Verkäufe sah mich an nach dem Motto „Wußt ich’s doch“, ging zu einem Regal und zog eine Flasche heraus >>Mit diesem hier können Sie eigentlich nichts falsch machen.<< Kurz darauf saß ich 30,-€ ärmer wieder im Taxi.

    Vor dem Haus angekommen, in dem Nathalie wohnte, stieg meine Nervosität plötzlich von 0-100 in weniger als einer Sekunde. Ich klingelte und aus der Sprechanlage kam nur >>2. Stock<< und der Türöffner summte. Langsam, Stufe für Stufe ging ich die Treppe nach oben und überlegte dabei, wie ich Nathalie begrüßen sollte. Einfach nur die Hände schütteln oder vielleicht doch eine Umarmung? Doch die Gedanken konnte ich mir sparen. Denn kaum hatte sie die Wohnungstür geöffnet, hatte Nathalie schon Ihre Arme um meinen Hals geworfen. Als wir uns wieder lösten, stand ich erst mal wie angewurzelt da. Aus Nathalie war eine richtige Frau geworden. Keine Skaterhosen und Pulli’s die zwei Nummern zu groß waren, nein! Sie trug ein schwarzes Kleid, mit dem Sie auch über den roten Teppich hätte laufen können. Ich fühlte mich ein wenig „underdressed“. Nur an Ihren langen blonden Haaren und den strahlend blauen Augen hatte sich nichts geändert. >>Willst du nicht reinkommen?<< dabei grinste sie als ob sie genau wusste, warum ich mich keinen Millimeter bewegen konnte, und dass schien sie sichtlich zu genießen.

    Irgendwann hatte ich dann doch den Weg in Ihre Wohnung gefunden und Nathalie führte mich in ein großes Zimmer. Eine Kombination aus Wohnzimmer, Esszimmer und Küche. Modern, aber dennoch sehr gemütlich. >>Sehr schön hast du es hier!<< >>Danke! Jetzt wo ich alleine bin konnte ich meine neue Wohnung endlich einrichten wie es mir gefällt.<< Da gab es scheinbar in der letzten Beziehung Unstimmigkeiten. Aber das Thema wurde nicht weiter vertieft und Nathalie servierte das Essen, während ich den Wein öffnete. Es gab Vanillerostbraten mit Semmelknödel. >>Vanillerostbraten???<< fragte ich ungläubig. >>Keine Angst, der heißt nur so. In Wirklichkeit ist es Knoblauch.<< grinste sie. "Die spinnen, die Österreicher" dachte ich nur.

    Beim Essen lies die Nervosität endlich nach und wir fingen an zu plaudern. Wir schwelgten in alten Erinnerungen an die Schulzeit, ein quasi unerschöpfliches Thema. Irgendwann war die Flasche Wein leer und Nathalie meinte >>Dann können wir ja jetzt endlich Bier trinken!<< stand auf und ging in Richtung Kühlschrank >>Du hast Bier im Kühlschrank? Dafür könnte ich dich küssen!<< sie drehte sich um >>später<< und grinste dabei frech. Als Nathalie mit zwei Flaschen Bier vom Kühlschrank zurück kam, wechselten wir vom Esstisch auf die Couch. Dort plauderten wir weiter über Klassenfahrten, Abschlussfeier usw., bis ihre Stimmung auf einmal ernster wurde >>Darf ich mich bisschen bei dir anlehnen?<< Kein Mann hätte ihr diesen Wunsch abschlagen können! Nathalie setzte sich zwischen meine Beine und lehnte sich mit dem Rücken gegen meine Brust, nahm meine Arme und umarmte sich mit Ihnen. Scheinbar hatte irgendwas bei unserer Unterhaltung negative Erinnerungen in ihr hervorgerufen. Ich zog meine Arme etwas fester um sie und für einen Moment sagte keiner von uns ein Wort. Und plötzlich schien alles wieder gut zu sein >>Weißt du noch …<< fing sie wieder an zu erzählen. Irgendwann war es so spät geworden, und der Alkohol trug seinen Teil dazu bei, dass wir beide auf der Couch eingeschlafen sind.

    Als ich am nächsten Morgen aufwachte, lag Nathalie immer noch in meinen Armen. Etwas später wachte auch sie auf, drehte ihren Kopf zu mir um und gab mir einen Kuss auf die Wange >>Du bist einfach der Beste!<<, löste sich aus meiner Umarmung und stand auf. >>Wie kommst du denn darauf?<< Nathalie zupfte ihr Kleid zurecht >>weil ich immer noch mein Kleid an habe!<< lächelte sie glücklich und verschwand im Badezimmer. Später beim Frühstück äußerte Nathalie den Wunsch, mit mir in den Salzburger Zoo zu gehen. >>Im November?<< platzte mein erster Gedanke direkt aus mir raus. >>Ich weiß, aber ich wohne jetzt schon über drei Jahre hier und war noch nie da, weil gewisse Personen nie Lust dazu hatten und alleine wollte ich auch nicht gehen.<< Dann noch ein kurzer Hundeblick … >>Einverstanden.<< … und sie strahlte über’s ganze Gesicht. >>Äh … wann musst du eigentlich wieder los?<< das war eine gute Frage >>Weiß noch nicht. Da müsste ich erst mal in der Werkstatt anrufen und dann schauen, für wann ich einen Auftrag Richtung Heimat finde.<< Nathalie stand auf, holte ihr Telefon und ihren Laptop und drückte mir beides in die Hand. >>Dann mach du mal, ich bin solange nochmal im Bad.<< Also tat ich wie mir befohlen und rief in der Werkstatt an. >>Schmidt, ich wollte mal nachfragen, wie es meinem MAN geht.<< kurze Stille am anderen Ende >>der Rote? Der ist schon fertig. War nur ein Fehlalarm. Wir haben den Fehler im Boardcomputer wieder gelöscht und er ist nach einer kurzen Probefahrt nicht wieder aufgetaucht.<< Das waren schon mal gute Neuigkeiten. Während dem Gespräch hatte ich nebenbei auch schon in den Frachtbörsen gestöbert und einen Auftrag nach Wuppertal gefunden. Allerdings konnte der erst Samstag morgen übernommen werden. >>Kann ich den MAN bis morgen früh bei Ihnen stehen lassen?<< wieder kurze Stille >>Kein Problem, wir sind morgen ab 08:00Uhr wieder da.<<

    Der Tag im Zoo verging rasend schnell. Als wir am frühen Abend in Nathalie’s Wohnung zurückkehrten hatten wir uns dazu entschlossen, den Tag auf der Couch mit einer leckeren Pizza und den letzten Bierchen ausklingen zu lassen. Dieses Mal sollte ich die Nacht alleine auf der Couch verbringen. Aber ich hatte mich noch nicht lange hingelegt, als Nathalie aus ihrem Schlafzimmer zurück kam, wortlos unter meine Decke krabbelte und sich wieder an mich kuschelte.




    Am nächsten Morgen wurde ich von Nathalie mit einem Kuss auf die Wange geweckt >>Hey Schlafmütze<< Ich öffnete die Augen und sah in ihre blauen Augen. >>Kaffee?<< und hielt mir einen großen Becher unter die Nase. >>Du bist aber auch nicht weit davon entfernt die Beste zu sein.<< grinste ich frech, wofür ich einen Schlag auf die Schulter bekam. Dann schaute ich auf die Uhr >>FFFFFFF… Mist, schon gleich halb neun!<< Ich nahm einen großes Schluck Kaffee, wobei ich mir fast die Zunge verbrannte und zog mich schnell an. Den TGX und den Trailer abzuholen war zeitlich kein Problem, aber noch vor 22Uhr in Köln zu sein wurde langsam eng. >>Darf ich mitbekommen? Du kannst mich ja dann auf dem Weg zur Autobahn wieder hier absetzen.<< Das würde mich weitere wertvolle Minuten kosten, aber ich konnte es ihr nicht abschlagen. Eine viertel Stunde später saßen wir im Taxi und waren auf dem Weg zur Werkstatt. Dort lief zum Glück alles reibungslos und wir konnten uns kurze Zeit später auf den Weg zu Monsanto machen. Hier waren die Mitarbeiter allerdings nicht so fix wie in der Werkstatt und so war es bereits 10:30Uhr, als ich Nathalie wieder zu Hause absetzte. Wir umarmten uns innig und sie drückte mir noch einen kurzen Kuss auf die Lippen. >>Fahr vorsichtig!<< rief sie mir noch nach, als ich schon wieder dabei war ins Führerhaus zu springen.



    Ich hatte München gerade hinter mir gelassen und rollte auf der A9 Nürnberg entgegen, als sich mein Handy meldete. >>Schmidt<< >>Hallo Herr Schmidt – Kuckuck hier.<< gab sich der Anrufer zu erkennen >>Oh, der Herr Anwalt persönlich!?<< konnte ich mir nicht verkneifen. Er lachte >>Ja, soll manchmal vorkommen.<< kurze Pause >>Ich rufe an weil ich sie fragen wollte, ob sie schon wissen, wann sie nächste Woche von ihrer letzten Tour zurück sind und ob wir nicht zusammen nach Lille fahren sollen!?<< Eigentlich keine schlechte Idee, da ich ja kein Auto hatte … >>Gute Idee. Macht ja keinen Sinn mit zwei PKW’s zu fahren. Wann ich zurück bin kann ich aber noch nicht sagen. Die Planung für nächste Woche wollte ich machen, wenn ich zu Hause bin. Aber wenn Sie mir sagen, wann sie los wollen werde ich dafür sorgen, dass ich dann in Köln bin.<< Ich hoffte, mir damit nicht selbst ins Knie geschossen zu haben, so wie das die letzten zwei Wochen mit mir und den Frachtbörsen funktioniert hatte. >>Ich hatte daran gedacht Mittwoch Nachmittag so zwischen 15:00 und 16:00Uhr los zu fahren. Dann können wir abends beim Essen nochmal alles besprechen und sind am nächsten Morgen frisch und ausgeruht.<< Das klang vernünftig. >>Klingt gut! Ich rufe sie Montag nochmal an, wenn meine Touren für nächste Woche feststehen.<< Danach beendet wir das Gespräch und ich konnte mich wieder voll und ganz der Straße widmen.

    Erneut auf den letzten Drücker (21:50Uhr) erreichte ich Köln und parkte den MAN diesmal wieder auf der Bushaltestelle der Schule. Ich packte mein Zeugs zusammen und schleppte alles was ich tragen konnte nach Hause, wo ich ohne Umwege gleich ins Bett ging.

    Am Sonntag Morgen schaute ich nach dem Frühstück erst mal nach meinen eMails.

    Hallo Schosch,

    es war wirklich schön dich endlich mal wiederzusehen! Ich hoffe, ich muss bis zum nächsten Mal
    nicht wieder über 10 Jahre warten! ;)

    LG
    Nathalie


    Ich hatte gerade auf „Antworten“ geklickt, da klingelte das Handy >>Na, endlich wieder im Lande?<< >>Dir auch einen schönen guten Morgen Markus!<< >>Guten Morgen. Wie sieht’s aus mit Snooker?<< >>Heute Nachmittag gerne, jetzt muss ich erst mal Papierkram erledigen. Sagen wir 14:00Uhr?<< >>Alles klar, ich hol‘ ich dich ab.<< Damit war das auch geklärt und ich konnte mich wieder der Mail an Nathalie widmen.

    Hallo Nathalie,

    ich fand es auch schön und ich hätte auch nichts dagegen, wenn wir die Zeitspanne bis zum nächsten
    Wiedersehen etwas verkürzen könnten. Aber ich bin da recht optimistisch, dass es keine 10 Jahre
    dauern wird, bis ich mal wieder einen Auftrag nach Salzburg finde! ;)

    LG
    Schosch


    Danach waren die Frachtbörsen an der Reihe und siehe da, eine Ladung Spanplatten nach Mannheim, von da weiter mit Mehl nach Poznan und mit Baumstämmen zurück nach Bochum. Das sollte bis Mittwoch ohne Probleme zu schaffen sein. Nachdem dann auch noch der Papierkram erledigt war ging es endlich zum Snooker.
    Gruß Schosch
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