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Kapitel 100 - Entspanntes Cruisen Teil 1

  • Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, überlegten wir was wir mit der unverhofften Freizeit anstellen könnten. Als erstes stand Abendessen auf dem Programm. Der Portier des Hotels empfahl uns ein kleines Restaurant in der Nähe des Hotels und bequem zu Fuß zu erreichen. Dort verbrachten wir einen schönen Abend. Müde kamen wir kurz vor Mitternacht wieder im Hotel an und verzogen uns in unsere Suite.

    Ausgeschlafen wachten wir am nächsten Tag auf bzw. wurde ich geweckt. Stana war schon vor mir wach und weckte mich nun mit einem sanften Kuss.
    >>Murmeltier, aufwachen. Die Sonne lacht.<< >>Lass sie lachen.<< brummelte ich noch im Halbschlaf.

    Etwas später, inzwischen auch vollkommen wach und gut gelaunt, starteten wir in den Tag. Große Pläne hatten wir nicht geschmiedet, denn dazu kam der freie Tag zu plötzlich. Aber ein wenig Sightseeing musste schon sein. Und dafür bot die Mozartstadt ja auch einiges. Also machten wir das übliche Touri-Programm, allerdings als Lightversion, da wir ja nur einen Tag hatten. Mittags verspeisten wir einen beliebten Salzburger Imbiss, eine Bosna. Danach ging es mit unserer Tour durch die Stadt weiter. Am Nachmittag landeten wir schließlich in einem Kaffeehaus, wo wir unsere Sightseeing Tour ausklingen ließen. Es war ein schöner Tag, so mal ganz ohne Arbeit und LKW, auch wenn Stana mich einmal in Verdacht hatte zu arbeiten, als ich längere Zeit auf dem Handy rumspielte.

    Aber während einem Kaffee und einem Stück Kuchen erklärte ich Ihr, was es mit meiner Telefonaktivität auf sich hatte.
    >>Heute Abend gehen wir ganz romantisch essen. Ich habe für uns einen Tisch in einem schönen Restaurant reserviert.<< >>Deshalb hast du vorhin auf dem Handy rumgespielt. Ich dachte schon du arbeitest.<< >>Ich kann mich beherrschen. Heute haben wir frei und sind für die Arbeit nicht erreichbar.<< dabei strich ich sanft über Ihre Hand und lächelte Sie an.... und Stana?? Sie fing an zu lachen.

    Was war jetzt los? Ich schaute Sie verständnislos an. Sie lachte immer noch als Sie meinte.
    >>Du hast da Sahne auf der Nasenspitze.<< Ich wischte mir die Sahne von der Nase und antwortete. >>Bin eben ein süßes Kerlchen.<< >>Das weiß ich.<< und da war er wieder. Der Blick mit dem Sie ganze Gletscher zum schmelzen bringen konnte.

    Später machten wir uns auf den Weg zurück zum Hotel, dabei kamen wir auch durch die Getreidegasse. Eine der Shoppingmeilen in Salzburg. Zahlreiche Boutiquen lockten dort die Kunden an und es war klar, dass Stana da nicht lange widerstehen konnte. Spätesten als ich den Satz
    >>Nur mal schauen<< hörte, war es aus.

    Am Ende wusste ich nicht mehr, in wie vielen Läden wir gewesen waren und es ging reichlich bepackt zurück zum Hotel. Anscheinend war es ein Fehler gewesen, Ihr zu verraten was ich für den Abend geplant hatte. Denn so war Sie der Meinung für diesen Anlass ein neues Outfit zu brauchen. Und nachdem Sie sich ein wahnsinnig teures, aber zugegebenermaßen auch hinreißendes Kleid gekauft hatte, mussten natürlich noch die passenden Schuhe und eine Tasche her. Nur hatte ich jetzt ein Problem. Den ich konnte am Abend ja nun schlecht in Jeans und T-Shirt auflaufen. Aber auch dafür hatte Frau eine Lösung und so wurde, nachdem Sie sich neu eingekleidet hatte, ich ebenfalls in neuen Zwirn gesteckt.

    Während ich verschiedene Anzüge anprobierte, war Stana auf einmal verschwunden. Aber nach Ihr zu suchen, dafür hatte ich im Moment keine Zeit. Denn inzwischen war auch ich im Shoppingmodus. Einige Zeit später war auch ich komplett neu eingekleidet und die Kreditkarte glühte. Nur von Stana war weit und breit nix zu sehen, also fragte ich die Verkäuferin.
    >>Wissen Sie vielleicht, wo meine Frau hin ist?<< Die Dame lächelte und meinte. >>Sie wollte noch eine Überraschung besorgen.<< Also verließ ich mit meinen Einkaufstüten und denen von Stana, die Sie netterweise da gelassen hatte, das Geschäft und wartete in einem kleinen Café gegenüber auf die Rückkehr meiner Herzdame.

    Nach einer knappen halben Stunde kam Sie und trug natürlich eine weitere Tüte bei sich. Allerdings konnte ich nicht erkennen, was auf der Tüte stand. Zum einen, weil die Schrift so verschnörkelt war und zum anderen hielt Stana die Tüte immer so, dass ich nichts erkennen konnte. Auch daraus, was Sie gekauft hatte, machte Sie ein Geheimnis.

    Wieder Im Hotel angekommen hatten wir noch reichlich zwei Stunden Zeit, bevor uns das Taxi abholen sollte. Klingt nach jeder Menge Zeit, aber nachdem wir knappe eine Stunde davon mit einem kleinen Nickerchen vertrödelt hatten, kam doch ein wenig Hektik auf. Aber eine knappe halbe Stunde bevor das Taxi kam, war ich fertig und wartete ungeduldig auf Stana, die noch im Bademantel durch das Zimmer huschte, nur um mich dann von oben bis unten zu mustern. Dann kam Sie auf mich zu
    >>Siehst ja richtig schick aus.<< gab mir einen Kuss und verschwand wieder im Nebenzimmer unserer Suite.

    Noch einmal dauerte es gut zwanzig Minuten bis Sie fertig war.
    >>Schatz, der Portier hat angerufen. Unser Taxi ist da und wartet.<< >>Nur noch ein Sekündchen.<< Aus der Sekunde wurden zwar nochmals fünf Minuten, aber Ihr Anblick entschädigte für jede Wartezeit. Sie sah absolut traumhaft aus, als Sie aus dem anderen Zimmer trat und sich einmal um die eigene Achse drehte, so dass ich Sie von allen Seiten bewundern konnte. >>Und??<< fragte Sie erwartungsvoll. Mehr als ein >>Wow<< war ich nicht in der Lage zu antworten. Ich war sprachlos. Sie nickte, kam näher und meinte >>Die Reaktion wollte ich erreichen.<< Es war Ihr gelungen.

    Sie hakte sich bei mir ein und wir verließen das Hotel. Unser Taxi brachte uns zu dem Restaurant und wir verbrachten einen verliebten Abend bei einem romantischen Candle Light Dinner. Das war der perfekte Ausklang unseres freien Tages. Dachte ich jedenfalls, aber das dieser Abend noch gesteigert werden könnte, war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst. Da es selbst spät abends noch ziemlich lau war, gingen wir Arm in Arm entlang der Salzach zurück zum Hotel.

    Im Hotel angekommen taten die Eindrücke der letzten Stunden ihr übriges um die verliebte Stimmung zwischen uns beiden noch weiter anzuheizen. Nach mehreren langen Küssen, während derer mein Blick auch wieder auf die ominöse Einkaufstüte gefallen war und ich endlich lesen konnte was darauf stand, fing Stana langsam an sich zu entblättern. Und was ich da zu sehen bekam war noch atemberaubender als Sie so schon aussah. Allerdings bekam ich auch Zweifel, denn als unschuldig, wie auf der Tüte geschrieben, konnte man(n) diese Dessous wahrlich nicht bezeichnen. Sündig und verführerisch traf es schon eher. Aber mir darüber Gedanken zu machen, hatte ich weder die Zeit noch Lust. Denn Stana hatte inzwischen...........

    Die nachfolgenden Zeilen wären für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet und entfallen deshalb.


    Nach dieser unvergesslichen Nacht holte uns am nächsten Morgen der Alltag wieder ein. Aber trotzdem war dieser Miniurlaub super gewesen und verdiente eine Wiederholung. Bis dahin stand aber wieder Geldverdienen auf dem Programm und so machten wir uns nach dem Frühstück und dem Auschecken auf dem Weg zu unserem Truck. Der Gepäckträger hatte jetzt allerdings deutlich mehr zu schleppen als bei unserer Anreise.

    Am LKW angekommen staunten wir beide nicht schlecht. Er strahlte in der Sonne und es war absolut kein Staubkörnchen mehr zu sehen. Auf meinen fragenden Blick meinte der Hotelangestellte nur.
    >>Das ist ein Service unseres Hauses.<< Dafür und für die Plackerei mit unserem Gepäck bekam er ein üppiges Trinkgeld und wir kletterten ins Führerhaus.

    Langsam rollten wir vom Hotelgelände und Stana schaute auf dem Handy nach der Ladeadresse. Nach einer gefühlten Ewigkeit, schließlich mussten wir erst einmal aus der Stadt herauskommen, erreichten wir unseren Kunden am Stadtrand. Es war der Hof einer großen Baufirma, wo unser Kofferauflieger mit Trockenfracht schon auf uns wartete.
    >>Ausgerechnet eine Baufirma, wo unser Volvo doch grad so schön geputzt war.<< brummte ich vor mich hin. Aber wider Erwarten wirbelte ich keinen Staub auf und so glänzte die "Red Lady" auch noch beim Ankoppeln des Trailers.

    Stana war derweil die Papiere holen gegangen. Nach Ihrer Rückkehr konnten wir in Richtung Schweiz starten. Denn unser Ziel hieß Zürich.



    Leider kamen wir nicht allzu weit. Auf der A12 in Richtung Westen hatte sich ein schwerer Unfall ereignet und die Autobahn war da voll gesperrt. Glücklicherweise mussten wir nicht auf der Straße auf die Wiederfreigabe der Bahn warten. Sondern konnten den Truck auf einem Rastplatz abstellen.



    Aber dann hieß es warten, warten, warten. Erst am frühen Abend waren die Bergungsmaßnahmen beendet und wir konnten unsere Tour fortsetzen. Aber unser Zeitplan war wieder einmal im Eimer. Es war weit nach Mitternacht als Stana den Trailer an die zugewiesene Rampe drückte. Zum Glück wurde hier rund um die Uhr gearbeitet, so dass wir keinerlei Probleme mit der Ablieferung des Trailers hatten. Auch der Ärger über unsere Verspätung hielt sich in Grenzen, denn Jana hatte den Kunden schon vorgewarnt und wir waren an diesem Tag auch nicht die einzige verspätete Lieferung aus Österreich.

    Nur unsere, eigentlich geplante, Folgetour war durch den Stau natürlich geplatzt und Jana hatte auch nichts anderes mehr gefunden. Wie auch, Sie konnte ja nicht wissen, wann wir in Zürich sein würden. Also stand mal wieder die Suche nach einem Hotel auf dem Plan. Und während ich suchte, schaute sich Stana nach einer neuen Tour um. Sie wurde auch fündig, aber die einzig lohnenswerte Fracht gab es erst Anfang der nächsten Woche und wir hatten erst Mittwoch.

    Also schon wieder Zwangsfreizeit?! Mal schauen was Zürich so bietet.

    Ich möchte mich bei allen Lesern für das Interesse, die Treue und die Kommentare und Anregungen bedanken. Als ich vor über einem Jahr damit begonnen habe zu schreiben, hätte ich nie gedacht, dass das Ganze mal solche Ausmaße annimmt. Außerdem möchte ich Viki, Turbostar und Deichgraf danken, mit denen hier unter den "Schreiberlingen" auch so etwas wie ein Multiplayer läuft.

    Das war nun das 100. Kapitel meiner Geschichte. Jetzt hab ich mir erst einmal ein Gläschen Scotch verdient, bevor ich mich an die nächsten Kapitel mache.
    :)
    Schöne Grüße aus Sachsen

    1,625 times read

Comments 8

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    derBarni -

    Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum! :thumbsup: Ich muss ja gestehen, dass ich aus zeitgründen leider nur noch gelegentlich in die Stories reinschaue, aber Dein Roman gehört einfach zu den "Standardwerken" des Forums! Weiter so!

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    TurboStar -

    Den Scotch hast Du Dir verdient. Ich schreibe in den nächsten Tagen "nur" Kapitel 38. Da weiß man aber schon, was 100 bedeutet. Vor allem wenn in den 100 Kapiteln auch noch "was los sein soll". Ich habe zum Glück noch einiges an Storyboard. Die 100 sollten also gesichert sein. Aber danach wird es für mich spannend, wie ich es für Euch spannend halten soll. Du hast das auf jeden Fall geschafft.

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    DanNHG -

    Wie immer super geschrieben,danke für 100 Kapitel :) Lass dir den Scotch schmecken..auf die nächsten 100 :)

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    Viking1971 -

    Natürlich auch von mir herzlichen Glückwunsch Iceman. Mach weiter so.

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    Deichgraf -

    Dem schließe ich mich an. Respekt fürs Durchhalten & Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!

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    Ranger1951 -

    Also erst einmal, müssen wir uns bei Dir bedanken für die Arbeit und die tolle Story, die Du uns lieferst. Lass Dir deinen Scotch so richtig munden. Gruß Wolf