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Kapitel 37 – Regel Nummer 1

  • „Ich gehe gleich zum ersten Spiel, dann habe ich es hinter mir!“ Also bestellte ich insgesamt 3 Karten für das erste Finale am Gründonnerstag. Außerdem ohne Chris Wissen einen Fanschal. Im Parkhaus in Köln legte ich Chris das gute Stück um den Hals, er zog ein nicht sehr begeistertes Gesicht, während wir uns auf den Weg zu unseren Plätzen in der immer stimmungsgeladenen Nordkurve machten.
    Es fielen in der Anfangsphase trotz etlicher Chancen keine Tore, aber reichlich oft mussten Kölner Spieler auf die Strafbank, was zu arger Bedrängnis für die Haie führte. Überrascht hörte ich plötzlich Chris dabei mit der ganzen Kurve singen:
    „Unterzahl, scheißegal! Kämpfen KEC!“ Beim Torjubel stand er Julian und mir dann auch in nichts mehr nach. Und als das Spiel dann doch mit 4:2 gewonnen war, wollte er eine Karte fürs dritte Spiel am Ostermontag. Auswärts in Ingolstadt für die Spiele 2 und 4 war nicht an Karten zu kommen.
    Über die Ostertage fuhr ich zu meiner Familie ins Sauerland, aber natürlich war ich Montag 14:30 Uhr wieder in der Arena, Julian und Chris waren mit dem Zug gekommen.
    Das Problem, keine Auswärtskarten zu bekommen, galt auch für Spiel 6, denn nachdem es nach zwei Siegen dann zu Hause am Montag und auswärts am Dienstag eine Niederlage gab, war klar, dass es mindestens 6 Spiele geben würde. Maximal waren sieben möglich, da das Team Meister wurde, das zuerst 4-mal gewonnen hatte. Auch der Freitag bei Spiel 5 in Köln brachte eine Niederlage, über die sich Chris, der wieder dabei war, mindestens genauso ärgerte wie Julian und ich. Also konnte Ingolstadt am Sonntag Meister werden.

    Dazwischen allerdings lag der Samstag und an dem ein Heimspiel von Fortuna Düsseldorf. Wenn man das Tempo aus den englischen Ligen gewöhnt war, dann war deutscher Fußball einfach nur langweilig. Falls sich übrigens einer um die Grenzziehung wundern sollte, die drei größten Fußballvereine von Wales, Cardiff City, Swansea City und Newport County haben sich schon vor 90 Jahren dem englischen Fußballverband angeschlossen und spielen damit in der englischen und nicht in der walisischen Liga.
    Auf dem Weg zur S-Bahn war auch ich plötzlich um einen Fanschal reicher und nun unfreiwilliger Fan von Fortuna Düsseldorf. Erzgebirge Aue klang vielleicht nicht nach großer Herausforderung. Aber auch beim Eishockey schafften es die Anti-Metropolen Iserlohn und Straubing, im Konzert der etablierten und mit Sponsoren überversorgten Großstadtclubs mitzugeigen und manchmal auch den Favoriten etwas zu vergeigen.
    Das Spiel erfüllte erst einmal meine negativen Erwartungen. Langweiliges Herumkicken, wenig Drang zum Tor. Auch wenn Fortuna Düsseldorf zwei mal traf und ich logischerweise mitjubelte – alles andere wäre in diesem Bereich des Stadions sowieso lebensmüde – begeisterte mich das nicht. Strategisch herausgearbeitetes Passspiel, effektiv aber langweilig. Bis sich dann in der zweiten Halbzeit ein Spieler das Leder an der Mittellinie schnappte, drei Gegner umdribbelte, als wären sie Gipsfiguren, vorm Tor noch einen Haken schlug und cool hinter dem Torhüter vorbei einnetzte. Das war Fußball, wie ich ihn liebte. Ich sprang mit den Anderen auf und feuerte den Spieler bei seinem Weg in Richtung Tor an.
    Und nun begriff ich, wie es Chris bei seiner Eishockey-Premiere in Köln gegangen war. Ich ließ mich nun von der Begeisterung, die in Düsseldorf unglaublich war, anstecken, hörte einmal genau hin, schnappte den Text auf, und sang mit:
    „Die Fortuna ist mein Verein! Mein Herz, das schlägt für Düsseldorf am Rhein! Da kannst Du jeden in Deutschland fragen, F95 ist einfach nicht zu schlagen!“ Chris sah mich ziemlich erstaunt an und ich staunte über mich selbst.
    Am Ende waren wir beide das, was es nach allen Regeln des Rheinlandes nicht geben konnte und durfte: Fans von Kölner Haien und Fortuna Düsseldorf!

    Am Sonntag gab es Eishockey nur im Fernsehen, aber auch da am Ende reichlich Jubel. Die regulären 3 mal 20 Minuten waren torlos um. Nun würde so lange gespielt, bis ein Tor fiel und damit ein Team per Golden Goal das Spiel gewann. Als das in der ersten Overtime für Köln passierte war klar, dass wir am Dienstag noch einmal nach Köln fahren würden. Dort würde zwangsweise die Meisterschaft entschieden. Obwohl er zu Hause auch hätte gucken können, war Chris zu uns gekommen und machte sich nach dem Spiel und unserem Freudentanz durchs Wohnzimmer wieder auf den Heimweg.
    Julian rief bei Marlon an, Judith würde er so gleich mit erreichen:
    „Wir haben Dienstag Abend noch ein Spiel. Geht erst Mittwoch auf Tour.“ ... „Wenn Du Geld verdienen willst, hindert Dich keiner dran, schon mal zu fahren, anstatt mit Judith auszugehen. Ich komme Dir auch mit dem Zug oder einem Billigflieger nach.“ ... „Ach? Das dann doch nicht?“ ... „Die zwei Tage Verdienstausfall werden wir schon noch überleben. Zur Not stundet Ricky uns eine Rate für den Truck.“ Ah ja. Gut, dass ich davon bis eben gar nichts wusste. Julians Klappe war auf jeden Fall und in jeder Hinsicht waffenscheinpflichtig, aber das war nichts Neues. „Wir könnten ja auch mal wieder Afrika fahren. Dann nehmen wir auch mehr ein.“ An Julians Stimme konnte man hören, wie er sich seinen Bruder mit jedem Satz genüsslich zurechtlegte, um wieder gezielt mit einer Bemerkung zuzustechen. Marlon war aber auch nicht in der Lage, in der er sich über ineffiziente Arbeit beschweren sollte, wenn er auf Wochentouren bestand, um am Wochenende seine Beziehung zu pflegen.
    Das war der Haken an unserem Job. Von Wochenendbeziehungen oder noch weniger als das konnte ich ja nun eine Oper in zwei Akten singen.

    Dass wir uns die zwei Tage mit Geld verdienen hätten beschäftigen können, sollte sich inzwischen ja durch die Sportnachrichten herumgesprochen haben. Außer Spesen war nichts gewesen.
    Das Jubeln entfiel, aber wir feuerten an, wir schimpften, wir brüllten Kommandos wie „Schieß!“ oder „Geh ran!“, auf die keiner hörte. Es nützte nix, 0:2 nach 60 Minuten. Geknickt schlichen wir zu Julians Auto. Mal wieder hatte sich Chris bei uns auf dem Sofa einquartiert. Bis wir kurz vor Mitternacht in Bochum waren, machte es wenig Sinn, dass er noch mal nach Dortmund fuhr.

    Nachdem wir am Mittwoch bei der Strabag unsere Gabelstapler aufgesammelt hatten, mussten wir sehen, dass wir aus Deutschland raus kamen. Marlon und Julian mussten das gleiche mit ihrer Ladung aus Köln kommend schaffen.
    Wir mussten beide nach Libyen, aber würden nicht gemeinsam fahren, da die Ziele zu weit auseinander lagen. Bei Mailand wollten wir uns trennen und während Chris mit mir direkt an unser Ziel Tripolis übersetzte, fuhren Julian und Marlon über Griechenland nach Benghazi.
    Zur Mittagspause bei Koblenz hatten wir uns wieder gefunden und unser Konvoichen war komplett. Nun kam die Erinnerung an die alte Zeit, als ich im Mahlerschen TurboStar das Funkgerät hatte und rege nutzte. Nicht nur, wenn man oft bei den Skandinavientouren, auf die Mahler spezialisiert war, von Hessen zur Fähre nach Travemünde, Rostock oder Kiel, mit einem Kollegen hintereinander fuhr, den Kontakt halten konnte. Zwar war in meinen aktuellen Trucks immer ein Funkgerät installiert gewesen, aber die Nutzung war heutzutage doch gering, besonders in Mittel- und Westeuropa.




    Marlon fuhr vor uns her in Richtung Autobahn bei Straßburg. Der Stralis hatte ungefähr 30 PS mehr, aber unsere Ladung war auch etwas schwerer. Insgesamt kamen wir ungefähr gleich schnell voran.
    Am Abend parkten wir bei miesem Wetter auf dem Rasthof in Göschenen an der Gotthard-Nordrampe, wo wir, wenn wir dort die Nacht verbrachten, am nächsten Morgen ohne Wartezeit zu riskieren zum Tunnel starten konnten.
    Das Wetter wurde besser und am nächsten Morgen schien die Sonne, als wir zum Frühstück gingen. Ich wollte weiter fahren, umrundete den Zug zur Kontrolle und begann den Aufstieg ins Fahrerhaus. Julian, der am Truck vorbei zu ihrem eigenen Fahrzeug ging, sagte zu mir, als wäre es das normalste der Welt:
    „Ricky, denk an Regel Nummer 1.“ Vor Schreck verfehlte ich die nächste Trittstufe und hing einen Moment lang hilflos am Einstiegsgriff.

    Während Chris fleißig mit Marlon und Julian über Funk quasselte, grübelte ich am Gotthard über Julians Bemerkung. Der Sinn war klar, denn die einzige „Regel Nummer 1“, die ich ihm genannt hatte, war, dass man nicht die Firma fi..en sollte, also keine Beziehung zu einem Arbeitskollegen anfangen sollte. Aber nur das konnte er mir damit unterstellt haben und dann nur mit Chris. Nur wusste er weder, dass mir das gleiche Geschlecht lieber war, noch hatte ich Chris angeflirtet oder wäre auch nur überhaupt im Entferntesten auf die Idee gekommen, es zu tun.
    So hatte ich nicht auf Zeit und Strecke geachtet und erst als sich Julian und Marlon von uns verabschiedeten, merkte ich, dass wir schon um Mailand herum fuhren, wo sich unsere Wege nach Ancona und Genua trennten. Ich ließ mir das Funkgerät geben und verabschiedete mich auch von ihnen. Dann setzte ich den Blinker und bremste für die Ausfahrt ab. Mit dem Lärm der großen Dachfanfaren zog der Premium geradeaus an uns vorbei. Ich antwortete mit unserer müden Serienhupe.
    Kurz danach mussten wir Pause machen, weil meine Zeit um war.




    Chris fuhr die letzten Kilometer zum Hafen von Genua. Hier wartete wieder die Warnwestenkugel von der Ausfuhrkontrolle auf uns. Und da es gegenüber Gefahrgut relativ ungefährlich war, Gabelstapler zu kontrollieren, dauerte es dieses Mal eine ganze Weile, bis wir auf die Fähre durften.
    Die war ziemlich voll, hauptsächlich mit Lastwagen. Offensichtlich wurde Libyen langsam als Partner in den Welthandel aufgenommen. Wir bezogen unsere Kabinen und sahen uns dann von Deck das Auslaufen an.




    Meine Nacht an Bord der Fähre war katastrophal. Die Kabine lag neben dem Aufzug und auf dem oberen Deck. Also hörte ich die ganze Zeit das Jaulen der Seiltrommel und wenn der Aufzug in diese Etage fuhr auch noch das Rumpeln der Türen. Meine Ohrstöpsel lagen natürlich auf dem gesperrten Fahrzeugdeck im Truck und die Hilfsversion aus Taschentuchfetzen war diesem Lärmpegel nicht gewachsen.

    Die folgende Nacht fand quasi gar nicht statt. Das Schiff legte kurz nach Mitternacht an, die unorganisierte Räumung des Fahrzeugdecks dauerte über 2 Stunden bis wir uns bewegen durften und der Zoll brauchte noch einmal so lange. Durch den Trubel drum herum war aber an Ruhe auch hier nicht zu denken.
    Chris war sowieso schon auf den Fahrersitz geklettert, als wir aufs Fahrzeugdeck kamen. Ich machte bei ND den Einweiser, kümmerte mich dort und bei Linde um die Papiere. Als es weiter gehen sollte, verteilte Chris die Rollen:
    „Ich fahre weiter. So wie Du aussiehst, gibt es für Dich nur einen geeigneten Platz und der ist hinter den Sitzen!“ Ich legte mich also hin und ließ mich von unserem Reihensechser nach ein paar Minuten in den Schlaf brummen. Von dem Tankstop, bei dem Chris über 1100 Liter für gerade mal 113 Euro nachfüllte und nebenbei ein nettes Bildchen schoss, bekam ich nichts mit.




    Ich hatte zwar geschlafen, aber war noch lange nicht ausgeschlafen, als mich Chris weckte, weil ein Zöllner mein Foto im Reisepass mit dem Besitzer vergleichen wollte. Knapp 2 Stunden verbrachten wir an der Grenze, obwohl wir nur einen Tanktainer mit Neon und obendrein TIR-Dokumente dabei hatten.
    „Du legst Dich noch mal hin. Ich fahre meinen zweiten Block auch noch runter. Du siehst schon viel besser aus, aber noch lange nicht gut genug, dass ich Dich fahren lassen würde.“ Jawohl Chef… Moment mal, wer war hier eigentlich der Boss?
    Trotzdem stimmte ich dieser Unternehmensführung von unten zu und legte ich mich wieder aufs Ohr. Wir waren schon in Tunesien und die 12 stand vorne auf der Uhr, als ich wach wurde. Ich ließ meinen Blick über die hügelige Landschaft vor der Frontscheibe wandern und kam irgendwann am linken Rand an und dort saß Chris.
    Ich dachte wieder über Julians Kommentar nach. Hatte er einfach nur gesehen, was ich selbst noch nicht bemerkt hatte? Ich fixierte eine Weile Chris Profil. Die grünen Augen, die die Straße vor uns konzentriert im Blick hatten, konnte ich aus der Koje nicht erkennen. Je nach Richtung, in der die Straße verlief, fiel manchmal das Sonnenlicht durchs Seitenfenster und spiegelte sich im glänzenden Gel auf seinen schwarzen Haaren, Irokesenschnitt wäre ziemlich übertrieben dafür, auch wenn die Frisur angedeutet in diese Richtung zielte. Chris sah auf jeden Fall gut aus, das bemerkte ich auch nicht wirklich erst jetzt.
    Ich wollte aber nicht weiter denken. Er war 8 Jahre jünger als ich. Ein großer Altersunterschied war schon mit Björn schief gegangen. Und „Regel Nummer 1“ war hier noch härter als damals in Wales mit Luke, den ich nur am Wochenende oder mal gelegentlich auf Tour gesehen hatte. Schon damals hatten wir manches Problem von der Arbeit ins Privatleben geschleppt. Wie sollte das erst enden, wenn man ständig auf kaum mehr als 10 Kubikmetern Fahrerhaus zusammengepfercht war, die Arbeitsplatz und Wohnung gleichzeitig waren? Zu viel Nähe war in einer Beziehung oft noch gefährlicher als zu wenig hatte ich mir sagen lassen. Und an zu wenig war ich bereits erfolgreich gescheitert.
    Außerdem blieben noch zwei Totschlagargumente. Ich war sein Chef, auch wenn man in unserem Alltag nichts davon merkte. Und schließlich war die Statistik gegen mich. Denn selbst wenn ich die „Bad Romance“ wollte, was mit auch nur einem Hauch von Vernunft nicht der Fall sein durfte, dann musste auch Chris auf Männer im Allgemeinen und mich im Speziellen abfahren. Und wie groß waren dafür bitteschön die Chancen?

    Ich kletterte nach vorne und ließ mich auf dem Beifahrersitz nieder. Chris hatte jetzt seit der Fahrt von der Fähre einen harten Tag hinter sich. Dafür war ich nun frisch. Wir hielten auf einem kleinen Rastplatz an. Mir war zum Spätstück nach etwas süßem, weshalb ich mir Asida bestellte, was eine Art mit Honig übergossener Mehlkloß war, dazu ein Kännchen schwarzen Tee. Chris bestellte sich einen Teller Kichererbseneintopf und danach einen Mokka, um noch etwas wach zu bleiben.
    Und nach knapp 3 Stunden mit mir am Steuer war es Zeit für die große Pause. Sonst würden wir die 13 von 24 Stunden maximale Arbeitszeit seit dem ersten Motorstart auf der Fähre überschreiten und durften zum Ausgleich vor der Weiterfahrt 45 Stunden im Hafen von Nizza abbrummen, was uns die pünktliche Anlieferung kosten würde.
    Nun hatte ich dank des verschlafenen Vormittags noch einige Probleme einzuschlafen, während Chris kaum noch die Leiter in sein Bett rauf kam. Dafür wurde der wohl mitten in der Nacht wach, denn als ich die Augen aufmachte, rollte der LKW und die Vororte von Tunis kamen in Sicht. Natürlich war um die Uhrzeit einiges los und wir legten einige Ampelstopps bei der Fahrt durch die Stadt ein.




    Also machten wir vorsichtshalber eine kleine Vorsäuberung im Hafen, falls ein illegaler Einwanderer in den Fischgrätrahmen des Trailers geklettert war. Ich nahm mir den berühmten 1-Zoll-Ringschlüssel und drosch gleich mal kräftig auf den Schwanenhalsträger. Wenn da einer drin hockte, hatte er nun wenigstens Tinnitus. Außerdem waren sie dann so benebelt, dass sie keine kräftige Gegenwehr leisteten. Der Trailer war aber sauber und so zogen wir zur offiziellen Kontrolle vor.

    Die Fahrzeit dieser Fähre war auch wieder blöd, wir wurden so in Europa ausgespuckt, dass wir um 3 Uhr weiter fahren konnten. Chris, dessen Biorhythmus immer noch vor ging, übernahm die erste Etappe bis Montpellier. Während wir da unterwegs waren, fing ich, nachdem ich aus der Koje geklettert war, an, Tee zu kochen.
    Dazu steckte ich für mich ein fertiges „Breakfast Roll Bacon & Mushrooms“ in den Heißluftofen. Die vorgegarten Dinger waren nicht mal auf der gewissen Insel jedermanns Sache, aber man konnte sie übers Internet bestellen und gekühlt hielten sie sich knapp über eine Woche, im Gefrierschrank zu Hause noch länger. Ich konnte mir, wenn es schon ein Fahrfrühstück sein sollte, nichts Besseres vorstellen, als diese Mit-Belag-Aufbackteile. Als es fertig war, angelte ich die umstrittenste Flasche (
    „Lebenswichtig“ gegen „Platzverschwendung“) aus unserem für zwei Fahrer doch etwas knappen Kühlschrank, würzte mein Frühstück mit einem Spritzer HP-Sauce und genoss meine wichtigste Mahlzeit des Tages.
    Hinter einer Mautstation blieben wir ein paar Minuten, um in die Fliesenabteilung zu gehen und dann fuhr ich weiter. Nun bastelte sich Chris sein Frühstück, ein konventionelles Aufbackbrötchen mit Käse und Salami, dazu Kaffee.
    Bei Bordeaux erlaubten wir uns eine Pause von 12 Minuten für ein belegtes Brötchen und eine Cola, wieder hinter einer Mautstation, wo es einen kleinen Imbiss im Servicegebäude gab.




    Da Chris bisher deutlich mehr Stunden in dieser Woche gesammelt hatte, fuhr ich weiter. Das Navi zeigte inzwischen komfortable 58 Minuten an, die uns nach der Ankunft in Bilbao noch blieben, um ins Hotel zu kommen. Dann war die Wochenarbeitszeit auch ziemlich rum. Die Alternative wäre gewesen, es heute ruhiger angehen zu lassen, aber dann wäre der Rest der Tour zwischen 3 und 6 Uhr morgens fällig gewesen.
    Wir lieferten das Edelgas ab und machten uns anschließend auf den Weg in das Hotel.




    Judith hatte ein gutes Haus rausgesucht. Hier gab es Pool und Kraftraum, außerhalb vom Hotel hatte die Stadt ebenfalls einiges zu bieten.

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