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Kapitel 94 - Das Wachstum geht weiter

  • In meiner Kabine hatte ich dann die Zeit mich um die Beschaffung der drei neuen LKW zu kümmern. Markentechnisch gesehen war ich relativ offen, so dass ich mich bei allen großen Herstellern umsah. Dann fiel mir ein, dass ich vor kurzem gelesen hatte, Iveco einige Fahrzeuge hatte, die schon kundenspezifisch ausgerüstet waren, dann aber doch nicht abgenommen worden. Da wäre vielleicht ein Schnäppchen zu machen, vor allem wenn ich gleich mehrere Fahrzeuge abnehmen würde.

    Aber der Anruf bei Iveco brachte nicht die gewünschten Fahrzeuge, sondern Ernüchterung. Ursprünglich waren zwar mehrere Fahrzeuge verfügbar gewesen, aber inzwischen waren die meisten verkauft. Und auch die beiden letzten waren schon so gut wie weg. Laut Auskunft des Iveco Mitarbeiters würden die Fahrzeuge höchstwahrscheinlich an einen Unternehmer aus Bremen gehen.
    ;)

    Aber glücklicherweise fand ich bei meiner weiteren Suche doch noch drei passende Fahrzeuge. Es handelte sich um drei Volvo FH Classic mit Globetrotter XL Kabine. Allerdings waren die Fahrzeuge unterschiedlich motorisiert, da es sich um ehemalige Vorführer handelte.

    Leider hatte die Suche länger gedauert und so konnte ich mich erst am nächsten Morgen mit dem Volvo Händler in Verbindung setzen. Also rief ich nach dem Frühstück direkt bei Volvo in Kopenhagen an und schon nach kurzer Verhandlung waren der Verkäufer und ich uns einig. Anscheinend war er froh die drei Trucks vom Hof zu bekommen. Wir machten aus, dass zwei der Fahrzeuge nach Dresden gebracht werden sollten und die dritte Zugmaschine in Kopenhagen bliebe. Danach rief ich Olaf an und bat Ihn das Fahrzeug abzuholen, damit er einige Umbaumaßnahmen durchführen könne.

    So kam es, dass der Truck erst beim Lackierer ein Airbrush verpasst bekommen sollte und danach noch ein wenig Edelstahl zur Verzierung.

    Kurz bevor die Fähre schließlich die Englische Küste erreichte, telefonierte ich noch kurz mit Jana, um Sie darüber zu informieren, dass demnächst zwei neue LKW auf den Hof kommen würden.

    Damit hatte meine Firma nun neun LKW.
    - 5 Volvo FH Classic Globetrotter XL
    - 3 MB Actros MP3 Hochdach/Megaspace
    - 1 Iveco Stralis 8x4

    Kurz drauf war es auch schon an der Zeit mich zum Fahrzeugdeck zu begeben. Und wenige Minuten später rollte ich auf Englischen Boden.



    Der größte Teil der Strecke führte über malerische Landstraßen Richtung Norden. Vorbei an Seen und Bergen. Ob es in dem See auch ein Ungeheuer gab??
    8o



    Erst am Abend erreichte ich mein Ziel, dass mitten in Aberdeen lag. Aber zum Glück war um diese Zeit nicht mehr allzu viel Verkehr. Leider war auch im Büro nicht mehr viel los, so dass ich erst einige Zeit suchen musste, bevor ich jemanden fand, dem ich die Papiere in die Hand drücken konnte. Gleichzeitig bekam ich auch die Unterlagen für meine Folgefracht. Es ging mit Spielzeug nach Dänemark.

    Natürlich reichte meine Restfahrzeit nicht mehr, um bis zum Hafen zu kommen und so legte ich meine Pause auf einem großen Rastplatz ein und plünderte meine Bordvorräte.



    Kurz darauf klingelte mein Handy.
    >>Hi Schatz, wo steckst du gerade?<< tönte es aus dem Telefon. >>Bin in Schottland und mach grad Pause. Und was machst du schönes?<< >>Bin in Dresden und hab den Actros hier abgestellt. Nächste Woche übernimmt den der neue Fahrer. Hab gehört unser Fuhrpark wächst weiter?<< Ich erzählte Ihr nun von dem Kauf der drei Volvo.

    >>Das klingt ja nicht schlecht. Ach ja, ehe ich es vergesse. Benny hat angerufen.<< >>Und er will uns in Schweden sehen??<< >>Genau, uns beide.<< >>Wann?<< >>Nächste Woche.<< >>Na das fällt Ihm ja mal wieder zeitig ein.<< >>Du kennst Ihn doch.<< >>Leider?<< antwortete ich und konnte mir ein sarkastisches Lachen nicht verkneifen.

    >>Also fahr ich mit dem Actros dann von Kolding nach Kopenhagen und du holst mich dort ab?<< >>Dann steht der LKW aber nur rum und verdient kein Geld. Ich würde eher sagen, ich komm mit dem neuen Fahrer hoch nach Kolding und wir machen dort die Fahrzeugübergabe. Dann kann der Lowliner gleich für unseren Kunden auf seine feste Linie gehen.<< >>Klingt gut. Ich bin Samstagmorgen in Kolding.<< >>Okay dann weiß ich Bescheid. Hab dich lieb. Ciao<< >>Ich dich auch.<<

    Damit hatte Benny mal wieder die gesamte Planung von mir über den Haufen geworfen. Aber hatte er das wirklich??? Oder hatte er nicht viel mehr eine Nase dafür, wenn bei mir sowieso ein wenig Leerlauf anstand. Denn schließlich sollte der Lowliner Actros in nächster Zukunft sowieso von dem neuen Fahrer übernommen werden. Und ich wollte ja dann eh erst einmal den neuen Volvo fahren der derzeit noch in Kopenhagen veredelt wurde.

    Also kam mir Bennys Wunsch uns in Schweden zu sehen doch gar nicht mal so unrecht, denn Olaf würde bestimmt noch den ein oder anderen Tag brauchen. Aber das musste ich Benny ja nicht sagen. Das Beste an der ganzen Sache war allerdings das baldige Wiedersehen mit Stana. Gut gelaunt und voller Vorfreude schlief ich schließlich in meiner Koje ein.

    Am nächsten Morgen spulte ich noch die letzten Kilometer bis zum Fährhafen ab, nur um dort knapp zwei Stunden darauf zu warten, dass ich auf das Schiff fahren durfte. Während der Überfahrt überlegte ich mir, wie die beiden anderen Volvos aussehen sollten. Denn diese drei Fahrzeuge würden nicht in der üblichen Firmenlackierung herum fahren. Einer stand ja schon in Dänemark beim Lackmeister und auch die anderen beiden würden in Dresden erst einmal beim Lackierer verschwinden.

    Dadurch verging die Zeit auf dem Schiff relativ schnell und kurz nach Mitternacht am Samstag klingelte der Wecker. Es waren noch knapp Zwei Stunden, bis die Fähre in Esbjerg anlegen würde. Also gerade noch genug Zeit um aus dem zerknautschten Typen, der mich da im Spiegel ansah, einen Menschen zu machen.

    Als die Fähre schließlich anlegte und ich den Hafen verlassen hatte, erwartete mich das morgendliche Verkehrschaos. Überall ging es nur im Schritttempo oder im Stop-and-Go Modus voran.



    Erst nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte ich die Autobahn und konnte endlich aus Gas treten. Die restliche Strecke bis nach Kolding kam ich zügig voran und auch in meiner Zielstadt erreichte ich ohne Stau meine Lieferadresse. Nach der Abgabe der Papiere wieder aus dem Büro heraus telefonierte ich mit Stana, die mich ja aus Kolding abholen sollte. Aber durch einen Stau verzögerte sich Ihre Ankunft und so machten wir aus, uns in einem Café zu treffen.

    Kurz darauf stand mein Actros auch schon vor dem Café und ich wartete auf die Ankunft von Stana und dem neuen Fahrer.



    Dabei grübelte ich die ganze Zeit darüber nach, was dieses komische Verkehrsschild wohl bedeutete, dass direkt hinter dem Actros stand. ?(
    Schöne Grüße aus Sachsen

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