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Griechenland

  • Nach einer doch recht ruhigen Pause, unterbrochen von einem lautstarken Spektakel am Tor, machten wir uns am frühen Morgen auf zum Lager von DHL wo unser "Griechenbagger" abfahrbereit rumstand. Zunächst hatte der Papierkram Vorrang. Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel Papier verschwendet wird, nur um einen Bagger von A nach B zu bekommen. Auch die Bürofee war davon wenig begeistert, wenn man ihre Arbeitsgeschwindigkeit in Betracht zog. Erst als Corinna sich mehrfach nach dem ganzen Krempel erkundigte und dann auch noch nachfragte, ob denn der Bagger noch in diesem Jahr in Griechenland ankommen sollte, hatte die Dame es geschafft. Erstaunlicherweise blieb sie ruhig und reichte mir den Ordner mit den ganzen Genehmigungen und Lieferpapieren. Ich unterschrieb wie immer unter Vorbehalt und wir machten uns ans aufsatteln.

    Die Technik am Auflieger war soweit in Ordnung und auch die Ladungssicherung war im grünen Bereich. Ich spannte nochmal die Ketten nach, während Corinna die Unterlegkeile entfernte und die Schläuche anschloß. Beleuchtung und Co. waren in Ordnung und so machten wir uns auf den Weg in Richtung Italien.
    >Du fährst so lange es dunkel ist.< Corinna grinste mich an. >Sicher doch Schatz, so lange du mir nen vernünftigen Kaffee hinstellst, solls mir recht sein. Haste denn auch schon ausgerechnet, wie weit wir heute kommen wollen?< >Nöö, wir kommen so weit, wie es der Verkehr zulässt. Ich denke mal, das es bis Norditalien nicht reicht, also machen wir spätestens in Österreich Schichtpause.<
    Der Verkehr an sich war diesmal kein Problem. Mit dem Gewicht von knapp unter 60 Tonnen war unser Zug allerdings kein Leichtgewicht und das zeigte sich auch. Die Autobahn nach München ist jetzt nicht so hügelig, und dennoch hatte der Reihensechszylinder gut zu tun. Irgendwo zwischen Halle und Weißenfels zog ich auf einen Parkplatz und wir wechselten nach einem Rundgang ums Gespann die Plätze. Madame ließ es recht ruhig angehen und so klappte ich den Lappi auf. Unsere Mädels waren gut unterwegs, wenn man den Daten der GPS-Ortung Glauben schenken durfte. Lediglich Nina und David bummelten in Spanien rum. >Was machen die Beiden denn da schon wieder? Ich sollte wohl doch mal anrufen.< >Du sprichst in Rätseln.< tönte es vom Fahrersitz. Hatte ich doch laut gesprochen? Ich werde wohl langsam alt, ging es mir durch den Kopf. >Nina und David leisten sich schon wieder nen Spanienurlaub. Ich ruf da mal an, was das soll.< >Achsoo, sag das doch gleich.< >Hab ich doch , oder etwa nicht?< >Nein, hast du nicht. Du wirst alt Viki.< Na klar doch. War ja gar nicht anders zu erwarten. Immer druff uff den Alten. Noch bevor ich die Nummer gewählt hatte, bimmelte das Telefon.
    >Hey Viki, wir hängen hier fest.< >Guten Tag Nina. Auch schön mal was von Euch zu hören. Wo seid ihr denn jetzt?< >Frag nicht so komisch, du weißt doch längst, das wir vor Schenker Valladolid stehen und das schon seit 32 Stunden.< >Woher sollte ich das denn wissen?< >Frag nicht so scheinheilig. Olaf hat uns den Einbau und die Funktionsweise der GPS-Geräte ganz genau erklärt. Du weißt doch längst das wir hier hängen und denkst bestimmt, wir machen hier Urlaub.< Das der Kerl auch nie die Klappe halten kann. Na was solls. >Und WARUM hängt ihr da fest? Das wäre dochmal ne sinnvolle Information. Das steht nämlich nicht an eurem Icon dran und ne Mail hab ich auch nicht bekommen.< >Die Papiere sind nicht komplett. Da fehlen noch ein paar Stempel. So kriegen wir die Ramme nie nach Afrika runter. Nur begreifen die das hier offensichtlich nicht.< >OK, dann nochmal rein ins Büro und wenns dann immer noch nicht klappt absatteln und weg da. Dann sollen sie zusehen, wie sie ihren Mist da runter bringen. Kannste denen ruhig auch so mitteilen, mit dem Hinweis, das dein Chef langsam sauer wird.< >OK das hab ich noch nicht versucht. Darf ich denen auch sagen, das wir in Zukunft nicht mehr für sie fahren, wenn sie nicht langsam zu Potte kommen?< >Nein darfste nicht, aber du darfst ausrichten, das wir in Zukunft jede Ladung ohne weiteren Kommentar stehen lassen, wenn die Papiere nicht in Ordnung sind. Die Standzeit wird denen separat in Rechnung gestellt. Die exportieren doch da nicht zum ersten Mal nach Afrika. Karen bekommt von dir eine genaue Auflistung der Standzeiten für diesen Auftrag, damit die Rechnung dann in jedem Fall rausgeht. Sollte das auch nicht funktionieren, werden wir uns mal mit der Zentrale von Schenker in Verbindung setzen. So und nun ab dafür und ich erwarte ne Mail, wenn ihr da wegkommt.< >Geht klar Chef.< Sie lachte und legte auf. >Weiber!< >Wie bitte?< Oh Herr, ich werde wirklich langsam alt.
    >Ich meinte die Büromädels bei Schenker in Valladolid. Die kriegen es nicht hin, nen Stempel ordnungsgemäß unter die Papiere zu setzen. Deshalb hängt unser Töchterchen da unten fest.< >Jetzt haste aber grade noch die Kurve gekriegt Viki. Und ich könnte schwören, das ich bei unserem letzten Besuch da unten keine Büromädels gesehen habe.< Sie schüttelte lachend den Kopf. >Ich geb dir nachher die Strafe für die kleine Notlüge.<

    Der Tank war fast leer und so fuhr Corinna an einer Tankstelle hinter der Hallertau an die Zapfsäule und füllte die Tanks. Während diesem kurzen Stop überlegte ich, wie ich der Strafe aus dem Weg gehen konnte. Ein deftiges Frühstück oder doch einfach ein Kuss? Beides würde wohl kaum ausreichen. Aber vielleicht Beides zusammen. Na mal sehen. Corinna war mit dem Tanken fertig und parkte den Zug. Ich ging so lange schonmal in den Shop und löhnte für den Diesel. Dann packte ich noch diverse Leckereien ein und ging zum Lkw. Dort wurde ich schon erwartet und im nächsten Moment hatte ich einen leichten Schmerz etwas unterhalb des linken Rippenbogens. Wußte ichs doch. >OK, ich geb mich geschlagen. Aber das ist mir nur so rausgerutscht, weil sich Nina nicht mal ihr hübsches Köpfchen zerbrochen hat und uns eher darüber informiert hat. 32 Stunden ist zu lange und das weiß sie auch.< >Stimmt und dafür gibts von mir auch noch nen Anschiss, aber gleich alle Frauen über einen Kamm scheren und das auch noch bei deiner Belegschaft ist schon heftig, meinste nicht?< Daran hatte ich ja gar nicht gedacht. Vielleicht sollte ich ja doch noch ein paar Kerle einstellen. Allerdings habe ich bis jetzt nicht all zu viele gesehen die verantwortungs- und vor allem gefühlvoll mit der Technik umgehen. Und die, die sich darauf konzentrierten, waren nicht auf dem Arbeitsmarkt verfügbar. Sowas blieb in einem Betrieb und jeder Chef wäre schön bekloppt, solche Leute vor die Tür zu setzen.
    >Es tut mir leid Schatz.< Ich drückte ihr nen Knutscher auf dem Mund und dann die Leckereien in die Hand. >Ab auf den Beifahrersitz mit dir. Ich fahre den Rest heute.< >Muss ich dich immer erst anstubsen, bevor du mal auf den Fahrersitz kletterst?< >Nöö, Mund aufmachen reicht bei mir vollkommen.< Ich grinste.
    Wir kamen an diesem Tag noch bis zur österreichischen Grenze, wo wir unsere Tagespause einlegten. Am nächsten Morgen gings dann weiter nach Ancona. Die Strecke hatte es nochmal so richtig in sich. Also übernahm ich erstmal wieder das Steuer und Corinna kümmerte sich um Bürokram, den sie nicht unbedingt Karen an die Hacken binden wollte. Zwischendurch unterhielten wir uns über Gott und die Welt. Irgendwann kam sogar mal die Frage, wie lange wir noch durch Europa touren wollten. Für mich war das eine überflüssige Frage. >So lange wir können und wollen Schatz. Ich fühle mich noch zu jung zum Aufhören. Und du bist eh noch zu jung, um dich aufs Altenteil zurück zu ziehen.< >Schmeichler, aber hast ja Recht. Wir machen erstmal weiter.< Bis Ancona lief dann alles ohne große Probleme ab. Auch die Überfahrt war mal eine angenehme Überraschung. Der Pott war was ganz modernes. Spa und Co. ermöglichten eine erholsame Reise und die Restaurants an Bord waren eine Freude für jeden Magen und Genießer. Erholt und ausgeschlafen erreichten wir Igoumenitsa, wo uns der normale Alltag wieder in Beschlag nahm.

    Schon bei der Ausfahrt aus dem Hafen kündigte sich schlechtes Wetter an. Der Himmel zog sich immer mehr zu und als wir endlich aus der Stadt waren, fing es doch tatsächlich an zu regnen. Nun gut, bis Trikala war es nicht mehr weit und nachdem wir die Serpentinen auf der Autobahn hinter uns hatten, klarte auch der Himmel auf. Es dunkelte bereits als wir bei Shell auf den Hof fuhren und den Bagger vor einem Tor abstellten.

    Da wir noch keine Anschlußfracht hatten, hieß es einen Parkplatz suchen und warten, was Karen so raussuchte. Wir meldeten uns also leer und machten uns auf den Weg in ein nahe gelegenes Restaurant, um die einfache griechische Küche zu genießen. Und dann hieß es für uns Nachtruhe. Wer weiß schon was der nächste Tag für uns brachte.
    Mit freundlichem Gruß Viking1971
    [ Moderator ]

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Comments 4

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    Tomlaker -

    Hallo Viki, es macht wirklich Spass, deinem manchmal etwas grummeligen, aber sehr gutherzigen Speditionschef, der einen Sack voll Flöhe zu hüten hat, bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Ich freue mich schon auf die weiteren Teile.

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    TurboStar -

    Nitrous: it's written for Germans, and the German cliche about Greek cuisine reduces everything on Feta cheese, fried calamaris, Gyros, grilled meat and yoghurt with almonds and honey. Knowing Moussaka is more or less already part of advanced knowledge of Greek cuisine. I think that's what Viki wanted to tell and forgot that we have native Greek here

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    Viking1971 -

    sorry buddy, but i think in realistic scenes. Also greek people eat like normal people. There is not only gyros and co. in Greece :)

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    Nitrous -

    Cool story nicely done, interesting role play feature. But there is no such thing as «simple Greek cuisine».