TruckSim Map Bilder Show

hier könnte auch dein Bild stehen ...

Kapitel 91 - Zurück nach Deutschland

  • Erst spät, es dämmerte bereits, konnten wir unsere Tour fortsetzen. Zuerst ging es noch ein Stück über die Autobahn, bevor wir dann wieder über Landstraßen fahren mussten.





    Schließlich erreichten wir mit dem letzten Tageslicht den Hafen und schifften uns ein. Zu unserem Glück handelte es sich um keine Englische Fähre, so führte uns unser erster Weg in das Restaurant. Inzwischen hatten wir beide doch ziemlich Hunger bekommen. Für uns waren diese Englandtouren auch immer ein wenig Diät.
    ;)

    Nach dem Essen zogen wir uns in unsere Kabine zurück und ließen den Tag ruhig ausklingen. Am nächsten Morgen war es schön mal nicht von einem Wecker aus dem Schlaf gerissen zu werden, sondern ausschlafen zu können. So kam es, das wir beiden Schlafmützen erst kurz vor der Einfahrt der Fähre in den Hafen aus dem Bett fielen.

    Auf dem Hafengelände war nicht allzu viel los, lediglich einige LKW standen auf den Parkplätzen des Wartebereichs. Darunter auch mal wieder ein Russischer Exot.



    Nachdem wir den Hafen verlassen hatten, war es nur noch ein Katzensprung bis nach Amsterdam, dem Zielort unserer Tour. Von dort aus ging es dann weiter nach Deutschland. Eine Ladung Tomaten sollte nach Mannheim gebracht werden. Leider dauerte der Papierkram wieder etwas länger als erhofft. Anscheinend war die Büromitarbeiterin schon mit einem Bein im Wochenende. Als wir uns endlich auf den Weg machen konnten, war die Sonne auch schon dabei Feierabend zu machen.



    An der Deutschen Grenze legten wir dann eine kurze Pause ein. Danach übernahm ich das Lenkrad und Stana machte es sich auf dem Beifahrersitz gemütlich. Während es immer dunkler wurde, rollten wir im gemächlichen Tempo über die Deutschen Landstraßen in Richtung Süden.



    Stana hatte inzwischen den Laptop hervorgeholt und checkte unsere E-Mails.
    >>Und? Irgendwelche Katastrophen?<< >>Nö, alles in Ordnung.<< Kurz darauf klappte Sie den Laptop zu und verkrümelte sich nach hinten. Ein paar Minuten später verriet mir Ihr gleichmäßiges Atmen, dass Sie eingeschlafen war.

    So, ohne Unterhaltung, zog sich die restliche Strecke wie zäher Kaugummi und ich war richtig froh, als ich endlich das Ortsschild von Mannheim passierte. Durch das jetzt häufigere Abbremsen und dadurch bedingte Schaukeln der Kabine wachte Stana auch wieder auf. Gerade pünktlich ums sich die Papiere zu schnappen und auf die Suche nach einem Mitarbeiter zu machen. Währenddessen parkte ich den Trailer an einer der Rampen. Wider erwarten kam Stana ziemlich schnell zurück und wir konnten uns auf den Weg zum Hotel machen. Unser nächster Trailer würde erst gegen Mittag fertig sein. Das hatte uns Jana schon mitgeteilt.

    Nach einer eher unruhigen Nacht ging es am späten Vormittag zu unserem Kunden. So richtig ausgeschlafen waren wir aber beide nicht, den das Hotel hatte doch ziemlich dünne Wände und die Bewohner im Nachbarzimmer waren die ganze Nacht mit der Nachwuchsplanung beschäftigt.
    :P

    Da unser nächster Auftraggeber am anderen Ende der Stadt saß, stand uns jetzt auch noch eine kleine Stadtrundfahrt bevor. Etwas, auf das ich an einem Samstag sehr gut hätte verzichten können. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis wir bei unserem Kunden ankamen. Dort ging ich ins Büro um die Papiere zu besorgen, während Stana den Trailer ankoppelte. Als ich wieder raus kam, überprüfte Sie gerade die Ladungssicherung. Nachdem wir uns von deren Korrektheit überzeugt hatten, konnte es los gehen. Unser Ziel war dieses Mal Osnabrück.

    Der erste Teil der Strecke verlief ohne irgendwelche Zwischenfälle, aber kurz vor einem großen Rastplatz wurde der Verkehr zuerst von drei auf zwei Spuren und schließlich auf eine Spur verengt. Da uns nichts über eine Baustelle bekannt war, waren wir doch ein wenig erstaunt. Aber die Lösung folgte auf dem Fuß. An der Abfahrt zur Raststätte standen mehrere Polizisten und pickten aus dem nun langsamer rollenden Verkehr die Fahrzeuge heraus, die ihrer Meinung nach eine Kontrolle wert waren.

    Wir waren noch ein paar hundert Meter von den Polizisten entfernt, die sich anscheinend beratschlagten, wer der nächste glückliche war, der eine Kontrolle gewann. Aber wer würde es sein, der Lastzug vor uns, der hinter uns, oder würden doch wir in den sauren Apfel beißen müssen.
    ?(
    Schöne Grüße aus Sachsen

    1,298 times read

Comments 2