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Schönes Wochenende

  • >Die haben ja allerhand vor mit dem pinken Teil.< Das war alles, was mir im Moment zum Thema Pinky einfiel. Ich war irgendwie nicht so recht zu Scherzen aufgelegt. Diese Schleicherei war so gar nichts für mein Gemüt. Aber Corinna störte sich gar nicht an meiner miesen Laune. Lags nun daran, das sie sich bisher eher erholen konnte, oder lags am nun einsetzenden Schneefall? Ich hatte extra auf die Hupe gedrückt, das wir vielleicht noch vor dem gröbsten Mist in Richtung Polen unterwegs sein konnten. Und nun hatte uns das Wetter doch noch eingeholt. Auf diese Katastrophe hätte ich gerne verzichtet. Und während wir so weiter in Richtung Krakow fuhren machte sich natürlich auch der schlechtere Grip bemerkbar. Immer wieder griff das ASR in den Antrieb ein. Eigentlich hätten wir es noch bis Banska schaffen können. Da wir aber immer langsamer voran kamen war es damit für heute nichts mehr. Corinna fluchte immer wieder über die zunehmend schlechtere Strecke. Dabei konnte man kaum jemandem einen Vorwurf machen. Der Winter hat seine eigenen Gesetze und nicht jeder hatte das Vergnügen, wie wir im Winter seinen Führerschein gemacht zu haben.
    Als wir dann am nächsten Morgen endlich in Banska in der Slowakei einrollten, war es genug. Auch wenn Karen meinte uns noch eine Tour verpassen zu können, so ging hier vorläufig nichts mehr. Wir steckten fest. Selbst wenn die Strassen bis zum nächsten Tag wieder frei sein sollten, würden wir kein vernünftiges Wochenergebnis mehr erzielen. Wohin auch immer uns Karen leiten würde, über die Grenze kamen wir so nicht mehr vor dem Wochenende. Also entschlossen wir uns dazu, hier ein paar ruhige Tage zu verbringen. Der Tourismuswahnsinn, der eigentlich zu erwarten war, wenn Schnee lag, hatte sich ja nun dieses Jahr nicht so ausgebreitet. Es gab halt lange nicht genug davon. Wir fanden schnell eine kleine Pension und stellten unseren Lkw in der Nähe bei einer Lkw-Werkstatt ab.
    >Karen, unser Woche ist um. Einsatzbereit erst wieder nächste Woche. Wir nehmen uns ein paar freie Tage.< >Aber ihr könnt doch...< > Ja, wir können was? Wenn ich sage Schluß dann ist auch Schluß. Keine Diskussion. Wir kommen aus dem Tal erstmal nicht raus. Wird eh nur ein kurzer Wintereinbruch, wenn man den Leuten hier glauben kann.< >OK, du bist der Boss. Ich such euch dann für nächste Woche was raus. Genießt die freien Tage. Ihr habt sie euch ja auch verdient.< >Keinen Sarkasmus bitte. Gib den anderen nur Touren, wernns sicher ist. Österreich sollte vorläufig gemieden werden. Da kommt allerhand runter. Und immer schön den Wetterbericht im Auge behalten. Nur keine Touren annehmen die über Tarif angeboten werden. Die führen uns derzeit in die Katastrophe. Hab ich mich klar ausgedrückt?< >Ja Viki, habs mir notiert.< Sie lachte und legte auf. Unsere Firma lief also ausnahmsweise mal auf Sparflamme. Die Mädels konnten ein paar ruhige Tage bei ihren Familien genießen oder mit den Kidds der Nachbarschaft etwas im Schnee spielen. Wir sind ja keine Unmenschen. Der normale Wahnsinn würde uns schnell wieder einholen.
    Die nächsten Tage genossen wir kleiner Spaziergänge und ansonsten die Annehmlichkeiten in der Pension. Corinna hätte zu gern auch mal ne Skitour gemacht, aber da bin ich nicht der Kerl für. Auf Brettern zu stehen wäre für mich ne mittlere Katastrophe.
    Am darauf folgenden Montag machten wir uns wieder auf den Weg zu unserem Lkw. Es war hier unten im Tal soweit alles wieder weggetaut. Naja, dieser WInter war mal ganz was Spezielles. So einen kurzen Winter hatte hier wohl schon lange keiner mehr erlebt.

    Unsere Diva machte ausnahmsweise mal keine Zicken nach so einer langen Standzeit und so machten wir uns auf den Weg zu unseren neuen Ladestelle, einem Sägewerk etwas außerhalb von Banska.

    Dort nahmen wir einen Auflieger mit Bauholz auf die Platte. Der war für Monsanto in Berlin bestimmt. Corinna übernahm den ersten Teil der Bergtour.

    Wirklich zu arbeiten hatte der Sechszylinder nicht. Zügig gings für uns wieder rüber nach Polen. Auch wenn an manchen Stellen noch Schnee rumlag, waren die Strassenverhältnisse durchaus in Ordnung und so ließ Madame den Diesel einfach rollen. Auch wenn sie dabei ab und an etwas über die erlaubte Geschwindigkeit hinaus ging. >Hier wird ja nicht so kontrolliert.< war ihr einziger Kommentar dazu. >Ich weiß nicht Schatz, wir müssen es ja nicht gleich übertreiben. Wir haben doch nichts aufzuholen. Und so ausgeruht, wie wir sind, kriegen wir diese Woche eindeutig mehr erledigt. Bei einigermaßen ruhigem Verkehr könnten wir es sogar heute noch schaffen.< >Ich mag zwar Berlin nicht sonderlich, aber besser in Berlin Feierabend, als auf der Autobahn.< >Stimmt auch wieder, mal sehn wie weit wir kommen.< Ein Anruf unterbrach unsere rege Unterhaltung. >Viki?< >Ja?< >Wenn ihr in Berlin seit, legt ihr erstmal ne Pause ein und fahrt dann zu DHL. Dort steht ein Bagger für euch. Der muß nach Griechenland runter. Ihr fahrt über Ancona und die Fähre. Ich schick dir die Auftragsnummer und den ganzen anderen Kram auf deinen Lappi.< >Danke Karen. Ich werds der Chefin weitergeben. Was macht der Rest der Truppe?< >Sind alle wieder unterwegs und haben sich bedankt, das sie mal ein paar freie Tage genießen durften.< Dabei lachte sie. >Etwas mehr Ernsthaftigkeit bitte, junge Dame. Wir sind hier noch nicht im Kindergarten.< Wieder lachte sie und legte dann einfach auf. >Zustände sind das hier. Wir fahren morgen nach Griechenland. Schönen Gruß von den Mädels. Sie haben das verlängerte Wochenende durchaus sinnlos genutzt.< Nun mußte selbst ich schmunzeln.
    Wir wechselten unterhalb Dresdens die Plätze. Rein rechnerisch ging sich das gerade noch aus bis Berlin. Als ich einige Stunden später vor Monsanto stand, hatte ich ein dumpfes Gefühl in der Magengegend. Demonstranten blockierten die Zufahrt und zwei ziemlich hilflos wirkende Polizeibeamte versuchten den Weg für uns frei zu machen. Einer der Beiden kam auf mich zu und forderte mich auf, möglichst langsam zu fahren, damit keiner dieser Fanatiker verletzt wird. >Halten Sie sich mal die Ohren zu Herr Polizeiobermeister. Wird gleich etwas laut.<

    Er ging wieder zu seinem Kollegen, während ich vorsichtig rumzog und dabei die Hörner dröhnen ließ. Ich liebe diese Spielzeuge aus ner alten E-Lok. Die waren ein kleines Geschenk von Hartmut. Auch wenn sie sicherlich nicht TÜV-konform waren, so waren sie doch sehr überzeugende Argumente. Nach zehn Minuten stand der Auflieger am zugewiesenen Tor und ich ging ins Büro. Corinna wollte unbedingt noch "Pferde kucken". Die ältere Dame im Büro schaute mich konsterniert an. >Wie sind sie denn auf den Hof gekommen? Seit Tagen werden wir belagert. Die Polizei ist da irgendwie hilflos.< >Ich hab mal etwas auf den Knopf für die Hupe gedrückt. Sehr überzeugender Lärm. Ich glaub zwei oder drei der Demonstranten haben jetzt nen Tinitus. Ist mir aber sowas von egal.< >Hauptsache, sie sind gut angekommen. Wie war die Fahrt?< >Gut danke.< Wir unterhielten uns noch ne Weile über Gott und die Welt. Dann verabschiedete ich mich und ging nach draußen. Corinna lehnte an einem Gatter und sah den Pferden beim Rumstehen zu. Ich ging zu ihr und umarmte sie von hinten. >Na Schatz, genug Pferd gesehen?< >Eigentlich nicht, aber wir müssen wohl weiter.< >Nöö, müssen wir nicht. Ich stell den Lkw hier in der Ecke ab und du kannst ja dann ruhig noch "Pferde kucken".< Ich mußte lächeln. Corinna drehte sich zu mir und gab mir nen dicken Kuß. >So, nu laß mich mal den Lkw an die Seite fahren. Ich geh dann nochmal zu den Polizisten und spreche mit denen.< >Mach das mal. Bis gleich.<
    Der Lkw war schnell umgeparkt und ich machte mich auf den Weg quer über den Hof zu den zwei Polizisten. Die grinsten beide und einige der Demonstranten hatten wohl Redebedürfnis. >So Leute, extra für die, die mich noch verstehen. Ich lasse mir meinen Feierabend von niemandem vermiesen. Schon gar nicht von Demonstranten, die nur das Gute in der Welt sehen, aber Abends dann doch gerne ein Steak essen wollen. Wir machen nur unseren Job und transportieren Fracht von A nach B. Demonstriert friedlich und behindert andere nicht bei ihrer Arbeit. Oder bezahlt ihr uns den Verdienstausfall? Von irgend etwas müssen wir auch leben, wenn wir dem Staat nicht auf der Tasche liegen wollen. Und mit den berühmten Worten von Trappatoni: "Ich habe fertig!" ist meine kleine Ansprache beendet. Beschwerden sind an die Firmenbosse zu wenden und nicht an die kleinen Arbeiter am Band.<
    Der POM kam nochmal auf mich zu und zog mich zur Seite. >Mein lieber Mann, die Hupe ist aber wirklich nicht Original. Ich hoffe sie nutzen sie nur in Notfällen.< Ich grinste. >Aber natürlich. Und das war ja ein Notfall, oder sehen sie das etwa anders?< >Nein, das war schon in Ordnung. Mir reichts langsam auch, hier jeden Tag antanzen zu dürfen. Seit Monaten geht das jetzt schon so. Wir hätten auch Besseres zu tun.< Ich verstand den Mann ganz gut. Wir verabschiedeten uns und ich ging zurück zu Corinna.
    Mit freundlichem Gruß Viking1971
    [ Moderator ]

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