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Achtung - Attention

 

Liebe TSM Fans,

 

die TSM Map funktioniert mit dem aktuellen Patch 1.26 nicht und führt daher zu Abstürzen.

 

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere Map an den patch anzupassen.

 

Bitte habt noch etwas Geduld.

 

Danke, Euer TSM TEAM


Dear TSM Fans,

 

the TSM Map does not work with the Patch 1.26 and crash. We work with high pressure on adapting our Map to the patch.

 

Please have some patience.

 

Thanks, your TEAM TSM

Kapitel 83 - Obermann's Ende

  • >>Was ist denn mit dem Lkw?<< >>Das Ding ist ein blanker Montagshorror. Das kann man nicht mal Auto, geschweige denn Lkw, nennen. Eine Panne jagt die Nächste und wenn ich dann mal auf die Leute von Volvo zähle, kommt keiner.<< Danach telefonierte Viki mit den Volvoleuten. Seine Stimme wurde immer lauter und war im ganzen Gebäude zu hören. Kurz darauf kam er wieder aus dem Büro und verzog sich mit seiner Pfeife nach draußen.

    Schließlich fand ich Ihn vorm Gebäude sitzend.
    >>...so erziehen, wie dich damals.<< >>Wen willst du erziehen?<< >>Die Idioten, die mir das Montagsei in die Garage gestellt haben, Dirk.<< >>So schlimm?<< >>Oh ja, der Volvo fällt für zwei weitere Tage aus. Mal wieder. Ich fahr mit dem Ding nur Miese ein. Der steht fast mehr, als er fährt. Ich frage mich wirklich, ob ich diesen Bock behalten soll.<< >>Bei der Entscheidung kann ich dir auch nicht helfen. Hast du denn wenigstens ein Ersatzfahrzeug?<< >>Nein, der MAN ist unterwegs. Verdammt, ich könnte Hartmut auf den Mond schießen. Aber was soll der da. Man muss ja schon damit rechnen, das er dann da oben Mondgestein abbaut und ne DEUTRANS-Niederlassung aufmacht. Kannst du dir das vorstellen?<< ich musste lachen. >>Eine schreckliche Vorstellung.<<

    So langsam kam er wieder runter. In dem Moment kam Corinna raus.
    >>Hab gerade die Post durchgesehen. Du hast ne Vorladung vor Gericht. Am Montag um 10 Uhr solltest du in Hamburg sein. Es geht um Obermann.<< Damit war das Thema Volvo vorerst abgehakt und wir kamen auf Obermann und meine schon gemachte Aussage zu sprechen. Da es aber inzwischen schon langsam dunkel wurde, fragte Viki, ob wir nicht zum Essen bleiben wollten. Ein Angebot, welches wir nach dem Versprechen, dass Corinna kocht, gern annahmen.

    Nur hatte Viki hier die Rechnung ohne die Wirtin gemacht. Den als er Corinna in die Küche schicken wollte, warf Sie Ihm einen vorwurfsvollen Blick zu und meinte.
    >>Mein lieber Viki, denkst du ich bin nicht ganz richtig im Kopf. Du wirst mich jetzt mal schön begleiten und Kartoffeln schälen, wenn du schon die Leute einlädst.<< Damit war klar, wer hier die Hosen an hatte.

    Es wurde ein langer Abend und wir kamen erst weit nach Mitternacht im Hotel an. Am Morgen checkten wir aus dem Hotel aus. Gleich darauf kam auch schon unser Taxi, dass uns zum Flughafen brachte. Am frühen Nachmittag landeten wir in Dresden und ließen uns von einem Taxi nach Hause fahren. Der Rest des Wochenendes verging ziemlich unspektakulär.

    Montagmorgen war es an der Zeit mal wieder etwas Geld zu verdienen. Jana hatte uns auch schon eine Tour besorgt. Es ging mit einem Tiefkühltrailer nach St. Pölten. Für mich in gewisser Weise eine besondere Tour, stammte doch meine Oma aus dieser Stadt. Also starteten wir mit der Ladung Tiefkühlkost in den morgendlichen Berufsverkehrswahnsinn.



    Die erste Etappe führte uns über die A17 nach Prag. Von da aus ging es zum großen Teil über Landstraßen, an denen unser Schwede doch ein wenig zu knabbern hatte.



    Am späten Nachmittag passierten wir das Ortsschild von St. Pölten und Stana steuerte den Lastzug souverän durch die Stadt zu unserem Ziel. Leider dauerte der Papierkram etwas länger als gedacht. Der Mitarbeiter im Büro war ein Paradebeispiel für die Österreichische Gemütlichkeit und ließ sich dementsprechend viel Zeit bei der Arbeit.

    Dadurch mussten wir uns danach sputen, um noch pünktlich zu unserer nächsten Ladeadresse zu kommen. Dort wartete schon ein Tankauflieger mit Düngemittel darauf von uns nach Trieste gebracht zu werden. Allerdings kamen wir mit unserer restlichen Fahrzeit nur noch bis Wien, wo wir uns ein Hotelzimmer gebucht hatten. Mal wieder blockierte unser Lastzug den halben Hotelparkplatz.



    Früh am nächsten Morgen ging es weiter. Die Sonne kämpfte sich gerade hinter den Bergen hervor, als wir schon längst wieder auf der Autobahn waren. Die fahrt führte durch eine beeindruckende Kulisse.



    Da wenig Verkehr herrschte, konnte ich es ohne Probleme rollen lassen und wir kamen gut voran. So gut, dass man am Ziel erstaunt war, dass wir schon da waren. Man hatte erst gegen Mittag mit uns gerechnet. Auch Jana hatte anscheinend anders kalkuliert. Unser nächster Trailer war noch nicht fertig beladen und so mussten wir knapp eine Stunde warten. Die Zeit nutzten wir für ein ausgiebiges Frühstück.

    Als wir später an der Ladeadresse ankamen, war der Auflieger zu unserem Ärger immer noch nicht fertig und so mussten wir noch eine weitere halbe Stunde warten. Es war schon später Vormittag, als wir endlich den Hof verlassen konnten. Nach Livorno, dem Ziel dieser Tour, würden wir es aber nicht mehr schaffen, die verlorene Zeit aufzuholen war absolut unmöglich. Vor allem, da wir auf der Autobahn andauernd durch die Mautstationen gebremst wurden.



    Nur wenig später war dann auch unsere Fahrzeit mal wieder zu Ende und da weit und breit kein Rastplatz zu sehen war, blieb uns nichts anderes übrig als hinter einer Mautstation zu parken. Das würde wieder einmal eine unruhige Ruhepause werden.



    Gerade als wir uns eine Mahlzeit aus der Bordverpflegung zusammengestellt hatten meldete sich das Handy. Jana rief an.
    >>Hallo Jana, was gibt's?<< >>Hallo Dirk, Bea hatte ja schon vor einiger Zeit einen Bußgeldbescheid bekommen und dagegen Einspruch eingelegt. Gestern war nun die Verhandlung.<< >>Und??<< >>Naja, Sie ist 33 Km/h zu schnell gefahren.<< >>33 Km/h???<< >>Ja, Sie dachte, Sie ist noch auf einer Kraftfahrstraße außerorts. Sie war aber schon innerorts. Sie hat wohl das Ortsschild und das Ende der Kraftfahrstraße übersehen.<< >>Und was ist jetzt??<< >>3 Punkte, 200 Euro und einen Monat Fahrverbot.<< >>Tja, dann wird Ihr nichts anderes übrig bleiben, als das Fahrverbot in Ihren Urlaub zu legen.<< >>Das will Sie ja auch. Sie hat mich ja schon gefragt, ob Sie von Mitte Dezember bis Mitte Januar Urlaub nehmen könnte.<< >>Sofern das Tourenmäßig passt, spricht nichts dagegen. Kann Sie machen.<< >>Dann sag ich Ihr das so.<< >>Ja, mach das.... Ach übrigens, plane bitte alle Touren so, dass alle spätestens am 20. Dezember zuhause sind. Vom 21. bis zum 05.01.2014 ist Betriebsruhe.<< >>Okay mach ich.<< >>Dann wäre das ja geklärt.<<

    Später rief Viki an um uns zu berichten, wie der Prozess ausgegangen war. Als er erzählte wie lange Obermann einsitzen würde, machte sich Genugtuung breit, schließlich hatte der Typ uns massig Nerven gekostet. Nur hoffte ich, dass es zu keiner Revision kommen würde, da ich nicht noch einmal als Zeuge aussagen wollte

    Wie zu erwarten war die Ruhezeit alles andere als ruhig und als am späten Abend der Wecker klingelte, waren wir alles andere als ausgeruht. Aber es musste ja nun mal weiter gehen. Stana setzte sich ans Steuer und ich machte es mir auf dem Beifahrersitz bequem und checkte die E-Mails auf dem Laptop.

    Die weitere Fahrt durch die Nacht verlief ruhig und ohne Probleme und wir erreichten kurz nach eins Livorno, unser Ziel. Der Trailer, den wir nach Tripolis bringen sollten, stand zum Glück auf dem selben Hof und so mussten wir uns nur einmal mit einem verschlafenen Büromitarbeiter herumschlagen. Eine Stunde später verließen wir den Hof und machten uns auf den Weg nach Rom. Von da aus ging es mit dem Flugzeug weiter.

    Im Morgengrauen erreichten wir den Airport und parkten den Truck. Bevor wir auf das Rollfeld durften, stand erst einmal wieder Papierkrieg auf dem Programm. Das ganze zog sich eine Stunde hin und erst danach durften wir in den Sicherheitsbereich, natürlich nicht ohne ausführliche Kontrolle der Behörden. Aber schließlich durften wir auf das Rollfeld. Die Maschine wartete nur noch auf uns. Die beiden anderen Lastzüge standen schon im Bauch der Antonow.

    Nach einem ruhigen Flug landeten wir kurz vor Mittag in Tripolis. Auch hier stand erst einmal der Behördenkram auf dem Programm. Besonders die Kontrolle der Fracht- & Veterinärpapiere dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Aber schließlich durften wir den Flughafen verlassen und konnten die letzten Kilometer dieser Tour unter die Räder nehmen.

    Weit war es ja nicht mehr bis zu unserem Ziel und so erreichten wir schon eine Stunde später unsere Abladeadresse. Es war ein, leider gut besuchter, Supermarkt. Dementsprechend eng ging es beim rangieren zu. Es bildete sich eine regelrechte Menschentraube, die alle das Einparkmanöver sehen wollten. Als der LKW nach kurzem rangieren dann an der Ladebucht stand und auch noch Stana auf der Fahrerseite ausstieg, schauten die meisten der Umstehenden doch recht ungläubig. Ich war schon ziemlich amüsiert, ob der erstaunten Blicke. Der Papierkram war schnell erledigt und wir konnten uns auf den Weg zu unserer nächsten Ladeadresse machen.

    Mit der neuen Ladung, die aus frischen Schnittblumen bestand, ging es sofort wieder zum Flughafen. Wir verließen den Afrikanischen Kontinent schon wieder.



    Wie üblich stand auch jetzt wieder der Papierkram auf dem Programm, bevor wir das Flughafengelände befahren durften. Während wir darauf warteten, dass der zuständige Beamte seine Mittagspause beendete, schauten wir uns das Treiben auf der Straße an. Hier in Afrika konnte man wirklich noch viele LKW sehen, die bei uns schon längst aus dem Straßen bild verschwunden waren. So standen auf dem Platz vor dem Flughafenverwaltungsgebäude ein alter Mercedes LK und ein Scania 3er. Aber auch ein funkelnagelneuer Volvo FH stand auf dem Parkplatz. Zusammen mit unserem FH ergab das eine bunte LKW Mischung.



    Nachdem schließlich der Beamte dann doch seine Pause beendet hatte und wir den Flug hinter uns gebracht hatten, landeten wir in Rom, gerade als die Sonne unterging. Als wir das Gelände verließen landete gerade ein Jumbo. Es war schon beeindruckend, wenn die Maschinen so tief über die Straßen flogen.



    Später, als es schon dunkel war, meldete sich die Tankanzeige des Volvo. Also an der nächsten Raststätte raus und den Dieseltank gefüllt. Während ich tankte und Stana uns zwei frische Kaffee aus dem Bistro holte, wartete hinter unserem LKW ein wahrer Exot. Ein alter Kamaz stand direkt hinter unserem Volvo. In Italien sah man ja nur sehr selten so einen LKW, noch dazu so einen alten. Die meisten Russen, die international nach Westen fuhren, waren ja mit westlichen Fabrikaten unterwegs.



    Nach der kurzen Tankpause und dem damit verbundenen Fahrerwechsel ging es weiter und wir erreichten Bologna Donnerstag früh um eins.

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