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Achtung - Attention

 

Liebe TSM Fans,

 

die TSM Map funktioniert mit dem aktuellen Patch 1.26 nicht und führt daher zu Abstürzen.

 

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere Map an den patch anzupassen.

 

Bitte habt noch etwas Geduld.

 

Danke, Euer TSM TEAM


Dear TSM Fans,

 

the TSM Map does not work with the Patch 1.26 and crash. We work with high pressure on adapting our Map to the patch.

 

Please have some patience.

 

Thanks, your TEAM TSM

Kapitel 81 - Kampf dem Schnee

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    nordicgirl84

    Heute mal ohne Bilder ;( , dafür von zwei Schreiberlingen :P . Viel Spaß beim lesen.

    Abend in Sachsen

    Am Abend versuchte ich mich durch Fernsehen auf andere Gedanken zu bringen, aber es funktionierte nicht. Unmotiviert zappte ich von einem Sender zum nächsten um dann schließlich schlafen zu gehen. Allerdings wälzte ich mich nur unruhig im Bett hin und her und fand keine Ruhe, so dass ich gegen halb drei Uhr am Morgen schon wieder auf den Beinen war, mir einen Kaffee machte und mich vor den Computer setzte. Was ich da allerdings an Wettermeldungen sah, versetzte dem noch bedingt vorhanden gewesenen Optimismus den Todesstoß. In den letzten Stunden hatte es in Schweden noch weiter geschneit und so würde Flughafen auch am heutigen Tag wohl geschlossen bleiben. Nun war guter Rat teuer.

    Nach einigem Grübbeln kam ich auf eine Idee. Wie heißt es so schön. >>Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss eben der Prophet zum Berg.<< Das ich nicht direkt nach Schweden kommen würde, war mir klar. Aber vielleicht gab es ja eine Möglichkeit wenigstens nach Kopenhagen zu fliegen. Von dort aus wollte ich dann versuchen, mit dem Wagen der noch bei Viki auf dem Hof stand, nach Schweden hoch zu kommen. Den laut Internet waren wenigstens einige Hauptstraßen noch befahrbar.

    Zu meinem Glück fand ich bei einer Fluggesellschaft einen Flug, der von Dresden nach Kopenhagen ging. Einziges Problem, die Maschine startete schon in anderthalb Stunden. Also schnell online das Ticket gekauft und den Computer ausgemacht. Während ich dann noch einige Klamotten packte rief ich mir ein Taxi, welches auch schon eine viertel Stunde später da war. Inzwischen war aber nur noch eine reichliche Stunde Zeit und ich hatte so meine Zweifel ob ich den Flug noch erwischen würde.

    Zumindest diesen Zweifel konnte ich während der Taxifahrt getrost beiseite schieben. Der Taxifahrer schien ein großer Fan der gleichnamigen Filme zu sein. Jedenfalls ähnelte sein Fahrstil frappierend dem des Hauptdarstellers in den Filmen. So kamen höchstens Zweifel darüber, ob ich überhaupt lebend am Flughafen ankommen würde.

    Nachdem wir wider Erwarten doch unfallfrei am Airport ankamen und ich mich am Fahrtende nicht übergeben musste, hetzte ich durch die Halle zum Check-In.
    >>Sie sind spät dran.<< bemerkte die Dame am Schalter mit leicht vorwurfsvollem Unterton. Nach einer weiteren viertel Stunde saß ich in dem Airbus, der kurz darauf auch schon zur Startbahn rollte.

    Es war fast genau sechs Uhr als ich das Flugzeug in Kopenhagen verließ und mich durch das Terminal zum Ausgang bewegte, Damit hatte ich die erste Etappe meiner Reise hinter mich gebracht, wohlwissend das dies wahrscheinlich noch der einfachste Teil war. Das meine Probleme schon wenig später beginnen sollten, wusste ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht.

    Draußen vor dem Terminal bestieg ich erst einmal wieder ein Taxi um mich zu Vikis Firmenhof fahren zu lassen. Dieser Taxifahrer war allerdings das krasse Gegenteil von dem, der mich zum Flughafen gefahren hatte. Er schlich über die Straßen und ich hatte eher den Eindruck, dass er mit mir eine Stadtrundfahrt machte. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir aber dann doch noch Vikis Firma.

    Ich bezahlte den Mann, schnappte meine Tasche und stieg aus. Da Sonntag war, war das Tor zum Firmenhof verschlossen, aber ich wusste ja, wo der Schlüssel war. Also öffnete ich leise das Tor und ging hinein. Auf dem Hof wollte ich eigentlich nur schnell die Tasche ins Auto werfen und mich dann so leise wie möglich vom Acker machen. Aber da tauchte ein großes Problem auf.

    Währenddessen in Schweden

    Nach unserem Telefonat hatte ich noch lange am Computer gesessen und mir diverse Wetterberichte angesehen. Aber einer war deprimierender als der andere. So wie es aussah würde ich wohl nicht aus Schweden rauskommen. Selbst als ich auf die Idee kam von Kopenhagen aus nach Deutschland zu fliegen wurde ich enttäuscht, denn ich war nicht die einzige, die diese Idee hatte. Alles Flüge waren ausgebucht. Resignation machte sich bei mir breit. Ich saß in Schweden fest.

    Schließlich war ich schlafen gegangen. Wobei schlafen der falsche Ausdruck war. Denn ich konnte einfach nicht einschlafen, hatte ich mich doch so darauf gefreut meinen Geburtstag mit Dirk zusammen zu verbringen und nun sah es so aus, als würden wir uns nicht einmal sehen. Irgendwann siegte aber dann doch die Müdigkeit und ich schlief ein.

    Inzwischen in Kopenhagen

    Ich stand auf dem Hof und schaute mich um. Im Laternenlicht sah ich zwar Vikis Volvo und auch einige andere Autos auf dem Hof stehen, nur von meinem A6 war weit und breit nix zu sehen. Es machte sich eine gewisse Unruhe in mir breit. Sollte ich schon wieder Opfer von Autodiebstahl geworden sein. Nein, das konnte eigentlich nicht sein, das hätte Viki mir doch mitgeteilt. Aber wo zum Henker war dann das Auto.

    Mit dem Handy, das ich als Taschenlampe missbrauchte, in der Hand ging ich an eines der Hallentore und leuchtete hinein. Hoffentlich kam jetzt keine Polizeistreife vorbei. ich hatte keine Lust den Beamten zu erklären, dass ich lediglich auf der Suche nach meinem Auto war. Zuerst sah ich nur die LKW in der Halle stehen, aber dann als ich etwas weiter nach rechts leuchtete sah ich den Audi in der Halle stehen. Viki hatte ihn wohl umgeparkt, Eigentlich eine gute Idee, nur hatte Viki nicht bedacht, dass ich so ja nicht an den Wagen rankam. Aber wahrscheinlich ist er auch nicht davon ausgegangen, dass ich Sonntagmorgens um kurz nach sechs das Auto brauche.

    Damit war aber auch klar, dass meine Bemühungen leise zu sein absolut unnütz waren. Denn jetzt musste ich Ihn wohl oder Übel aus dem bett klingeln. Während ich mich im Geiste schon auf den nächsten Anpfiff von Viki bzw. Corinna gefasst machte ging ich zur Tür. Wie zu erwarten dauerte es einige Zeit, bis im Haus das Licht anging. Gleich darauf öffnete sich eines der Fenster im Obergeschoss und noch bevor ich Ihn sah, hörte ich Viki schon.
    >>Wer zum Geier macht den hier um diese Zeit so einen Krach?<< >>Dreimal darfst du raten.<< antwortete ich, als sein Kopf am Fenster erschien.

    >>DIRK!!!!, Spinnst du jetzt komplett?? Was soll das? Hast du keine anderen Hobbys, als die Leute aus dem Bett zu klingeln??<< >>Eigentlich schon, aber es ging nicht anders. Ich wollte ja nur an meinen Audi und dann auch gleich wieder weg. Aber der steht ja in deiner Halle.<< >>Und jetzt erwartest du, dass ich runterkomme und dir die Halle aufschließe.<< >>Kann man so sagen.<< Brummelnd verschwand er vom Fenster. Ich wollte gar nicht wissen, was er im Moment von mir dachte, wahrscheinlich irgendetwas zwischen Klappsmühle und Mord. Anscheinend war inzwischen auch Corinna wach geworden, denn Sie fragte Viki, warum er so mies gelaunt war. Als Antwort erhielt Sie nur ein Wort, meinen Namen.

    Kurz darauf war Viki unten, öffnete die Tür und kam heraus.
    >>Sorry, dass ich euch geweckt habe, aber ich brauch den Wagen unbedingt.<< Viki schaute mich nur strafend an, schlurfte in Richtung Halle und schloss eines Tore auf. Endlich konnte ich an den Wagen und meine Tasche hineinräumen. >>Wo willst du eigentlich so dringend hin?? Und wo hast du deine bessere Hälfte gelassen?<< fragte Viki. Sein Tonfall klang jetzt schon um einiges freundlicher. Ich erklärte Ihm in kurzen Worten meine Situation und mein Vorhaben. Er schaute mich ungläubig an und ich meinte in seinem Blick lesen zu können, dass er mich nun für komplett gaga hielt.

    >>Weißt du eigentlich worauf du dich da einlässt. Wenn sogar im wintererprobten Schweden fast der komplette Verkehr zusammenbricht, dann will das was heißen.<< Ich wusste, was er meinte, schließlich kannte ich die Skandinavischen Winter, aber ich hatte mir das ganze nun mal in den Kopf gesetzt.

    Eigentlich wollte ich ja jetzt auch los, aber Viki bestand darauf noch eine Tasse Kaffee zu trinken, vielleicht wollte er mir meinen Plan dabei noch ausreden. Im Haus angekommen, hatte Corinna inzwischen schon die Kaffeemaschine angeworfen.
    >>Der Typ ist irre.<< meinte Viki nur kurz zu Ihr und deutete dabei auf mich. >>Warum?? Abgesehen davon das er die Leute weckt.<< Noch bevor ich etwas sagen konnte, erzählte Viki Ihr von meinem Vorhaben. >>Auf der einen Seite hat Viki ja recht. Du solltest bei dem Wetter nicht auf der Straße sein.<< dabei nickte Viki bekräftigend. >>Aber auf der anderen Seite finde ich deinen Plan irgendwie süß und romantisch.<< Jetzt schauten wir Sie beide ziemlich erstaunt an. Ich, weil ich nicht mit Ihrem Verständnis gerechnet hatte und Viki..... tja wer weiß, vielleicht war er ja nicht so der Romantiker.

    Etwa eine halbe Stunde später war ich dann abfahrbereit. Corinna hatte mir noch eine gute Fahrt gewünscht, während Viki noch mit raus gekommen war. Schließlich musste er ja die Tore wieder verschließen.
    >>Fahr vorsichtig und grüß Stana von uns.<< meinte er zum Abschied. Und ergänzend fügte er noch grinsend hinzu. >>Wenn du das nächste mal wieder Krach machst, sehe ich mich gezwungen unseren Kampfhund auf dich loszulassen.<< Ich lachte und verließ mit dem Audi den Hof in Richtung Autobahn.

    Derweil in Schweden

    Es war kurz nach neun, als ich durch das klingeln des Handys aufwachte. Es war meine Mama, die mir gratulieren wollte und mir auch gleich ankündigte, mich zum Mittag abzuholen. Danach war ich noch einige Zeit damit beschäftigt diverse Glückwunsch SMS bzw. E-Mails zu lesen. Darunter Nachrichten von Karen, Benny und Jana. Nur von einem war weder ein Anruf, eine SMS noch eine E-Mail zu finden. >>Na ja, kommt bestimmt noch.<< dachte ich so bei mir.

    Schließlich kurz vor Mittag holte mein Vater mich ab und wir fuhren zu meinem Elternhaus, wo Mama und einige Verwandte schon warteten. Aber trotz der Herzlichen Begrüßung und all der guten Wünsche kam bei mir keine rechte Feierlaune auf. Denn einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben war nicht da. Das merkte auch meine Mutter.
    >>Hat Dirk sich schon gemeldet?<< >>Nein.<< stieß ich traurig hervor.

    Nach dem Mittagessen stand ein Familienspaziergang auf dem Programm. Aber während alle anderen die schöne Winterlandschaft genossen, verfluchte ich jede einzelne verdammte Schneeflocke. Immer wieder schaute ich auch auf mein Handy. Aber da war nix, und wenn es wirklich einmal klingelte war es jeder, nur nicht Dirk. Wieso meldete er sich nicht?? War er sauer, weil ich nicht in Sachsen war?? Ich wusste ja, dass er irgendetwas für den heutigen Tag geplant hatte, was jetzt natürlich ins Wasser fiel. Aber das er mich dafür verantwortlich machte und sich nicht meldete. Ich konnte doch nichts für den Wintereinbruch.

    Am späten Nachmittag dann, fuhren mich meine Eltern wieder nach Hause. Ich wollte allein sein, denn von Dirk hatte ich noch immer nichts gehört und meine Laune war inzwischen ganz unten im Keller. Ich war froh, dass meine Eltern meinen Wunsch allein zu sein respektierten als sie sich von mir verabschiedeten und sich wieder auf den Heimweg machten. Ich hingegen ging ins Haus, setzte mich aufs Sofa und fing an zu weinen. Es war der schlimmste Geburtstag meines Lebens.

    Unterdessen irgendwo zwischen Kopenhagen und Rönninge

    Die Fahrt von Kopenhagen nach Schweden verlief wider Erwarten ohne größere Probleme. Klar, ich kam auf den Straßen nicht so schnell vorwärts wie sonst. Aber zu mindestens kam ich vorwärts. Wenn es weiter so laufen würde, könnte ich noch am späten Nachmittag meine Freundin in die Arme schließen. >>Vielleicht sollte ich Sie mal kurz anrufen.<< Aber daraus wurde nichts, wie ich mit einem Blick auf das Handy feststellen musste. Der Akku war leer und ich hatte das Autoladekabel nicht mit. >>Okay<< dachte ich >>dann wird die Überraschung umso größer.

    Leider hatte ich mich aber mal wieder zu früh gefreut, denn reichlich 100 Kilometer vor meinem Ziel änderten sich die Straßenverhältnisse grundlegend. Der Schneefall wurde immer dichter und die Sicht dementsprechend immer schlechter. Nur noch sehr langsam kam ich voran, denn auch die hellen Xenonscheinwerfer und die Nebler nutzten einem bei diesem Wetter nix. Außerdem wurde auch die Schneedecke auf der Fahrbahn immer höher, so dass ich froh war, dass der Audi wenigstens Allradantrieb hatte. Trotzdem war ich mir bewusst, dass wenn noch mehr Schnee auf der Straße liegen würde auch dieser an seine Grenzen stoßen würde. Es wurde von Minute zu Minute unwahrscheinlicher, dass ich mein Ziel noch erreichen würde.

    Nachdem ich mich weitere 50 Kilometer über die verschneiten Straßen gequält hatte und dafür ganze dreieinhalb Stunden gebraucht hatte, trennten mich nur noch etwa 60 Kilometer von Stana. Inzwischen war es sechs Uhr abends und stockdunkel. Es wurde immer schwieriger zu erkennen wo eigentlich die Straße verlief. Ich tastete mich nur vorsichtig mit dem Auto voran immer darauf bedacht ja nicht stehen zu bleiben, denn ich bezweifelte doch stark, dass ich dann noch einmal vom Fleck kommen würde. So vergingen die nächsten zwei Stunden und ich schaffte gerade einmal 20 Kilometer.

    Der Abend in Rönninge

    Nachdem ich einige Zeit auf dem Sofa gelegen hatte, stand ich auf und ging ans Fenster. >>Verfluchter Schnee<< Es schneite immer noch ohne Ende.

    Was macht eine Frau, wenn Sie traurig ist? Sie telefoniert mit Ihrer besten Freundin. Erst nach längerem klingeln ging Karen an ihr Telefon. Anscheinend kam mein Anruf ziemlich unpassend, denn im Hintergrund hörte ich eine Männerstimme. >>Wahrscheinlich Ihr neuer.<< So kam es dann auch, dass wir nur kurz redeten.

    Schließlich setzte ich mich wieder auf das Sofa und stopfte lustlos ein Stückchen Schokolade nach dem anderen in mich herein. Nur wirkte es nicht. Denn eigentlich soll Schoki doch glücklich machen. Aber wahrscheinlich würde ich eher dick werden als glücklich, denn Dirk hatte sich noch immer nicht gemeldet.

    Auf der Straße

    Nachdem ich mich weitere zehn Kilometer auf der Straße entlang getastet hatte, erhielt ich für die weitere fahrt unerwartet Hilfe. Ein Räumfahrzeug bog aus einer Seitenstraße auf die Hauptstraße ein. Nun war wenigstens die dicke Schneedecke auf der Fahrbahn nicht mehr mein größtes Problem. Dafür sah ich durch den aufgewirbelten Schnee so gut wie nichts mehr. Ich konnte mich lediglich noch an den hellen Rundumleuchten des Räumdienstfahrzeuges orientieren. Trotzdem ging es jetzt doch zügiger voran und nach einer Stunde trennten mich nur noch etwa zehn Kilometer von meinem Ziel.

    Allerdings war es jetzt an der zeit darüber nachzudenken wohin ich fahren würde, da ich keine Ahnung hatte ob Stana zuhause oder bei Ihren Eltern war. Schließlich kam das Räumfahrzeug mit mir im Schlepptau an die Kreuzung, wo ich mich entscheiden musste. Das Räumfahrzeug bog nach links ab. wenn ich ihm weiter hinterher fuhr, würde ich bei Stanas Eltern ankommen. Aber irgendetwas sträubte sich in mir dagegen und so setzte ich den rechten Blinker und bog ab. Sofort war der Schnee wieder tiefer und ich merkte wie alle vier Räder des Audi nach Traktion suchten.

    Zum Glück war der Schnee noch nicht zu hoch und ich wühlte mich voran. Unglaublich langsam schaffte ich einen Kilometer nach dem nächsten und erreichte schließlich den Ortsrand von Rönninge. >>Gleich habe ich es geschafft.<< dachte ich, während ich in den Ort hinein fuhr. Zwei Straßen weiter war es dann endlich soweit, ich sah Stanas Haus. Nur irritierte es mich gewaltig, dass ich kein Licht brennen sah. Sollte Sie doch bei Ihren Eltern sein?? hatte ich mich wieder zu früh gefreut??

    Überraschung

    Ich saß immer noch auf dem Sofa, alles war still um mich herum, nur aus der Stereoanlage tönte leise Musik, als ich draußen auf der Straße den Motor eines Wagens hörte. Ich schaute auf die Uhr, es war kurz vor Elf Uhr. ich ging zum Fenster, sah aber auf keinem der Nachbargrundstücke ein Auto stehen. >>War anscheinend doch nur ein Auto auf der Straße.<<

    Doch plötzlich hörte ich Autotüren die zugeschlagen worden. Es klang so, als wäre das Ganze direkt vor meinem Haus. Ich ging zu einem anderen Fenster und sah in meiner Einfahrt einen Wagen stehen. Aber ich konnte weder Marke noch Modell, geschweige denn ein Kennzeichen erkennen. Der Wagen war absolut verschneit, ich erkannte lediglich das es ein Kombi war. Also konnten es meine Eltern nicht sein, die hatten keinen Kombi. Aber wer war es dann??

    Durch das Klingeln an der Haustür wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Wer auch immer das war, was wollte derjenige an einem Sonntagabend von mir. Leicht angesäuert ob der Störung in meiner Traurigkeit ging ich zur Tür. Durch den Spion konnte ich nichts erkennen, der war total vereist. Also öffnete ich und blieb wie vom Donner gerührt stehen.

    >>Happy Birthday, mein Schatz.<< Dirk stand draußen und strahlte mich mit seinem umwerfenden Lächeln an. Nur langsam war ich wieder in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen und fiel Ihm schließlich um den Hals. Ich hatte Tränen in den Augen, als wir uns küssten. Die ganze Traurigkeit die vorhin noch in mir steckte war mit einem mal vergessen und ich war nur noch glücklich. Noch während wir uns in den Armen lagen, entschuldigte er sich bei mir >>Leider hab ich mein Geschenk für dich in der Eile zuhause vergessen.<< >>Das du hier bist, ist das schönste Geschenk, dass du mir machen konntest.<< Ich schaute Ihn an und er wischte mir eine Träne aus dem Gesicht, dann gingen wir ins Haus.

    Kleine Auszeit

    Erst spät am nächsten Vormittag kamen wir aus dem Bett heraus. Wahrscheinlich hätten wir sogar den ganzen Tag darin verbracht, wenn nicht mein Handy gnadenlos am klingeln gewesen wäre.
    >>Hallo?<< >>Hallo Stana, hier ist Jana. Ist Dirk in der Nähe?<< >>Ja ich geb Ihn dir.<< >>Hallo Jana, was ist los?<< >>Du hast mir doch am Freitag gesagt, dass ich für euch beide keinen Auftrag für Montag suchen soll.<< >>Ja<< >>Ab wann soll ich euch den wieder mit Aufträgen versorgen?<< >>Diese Woche nicht.<< sagte Dirk ziemlich bestimmt und ich schaute Ihn etwas erstaunt an.

    Als er aufgelegt hatte kuschelte ich mich wieder an Ihn heran und genoss es einfach nur in seinen Armen zu liegen.
    >>Du willst diese Woche nicht fahren??<< >>Geht doch nicht, wir sind doch hier eingeschneit.<< Er grinste und küsste mich.

    Später rief auch noch meine Mutter an und wollte sich wohl erkundigen ob ich immer noch traurig zuhause saß. Aber schon bei meinen ersten Worten merkte Sie, dass wieder alles in Ordnung war.

    So kam es, dass wir noch bis Freitag in Schweden blieben. Inzwischen hatte sich auch die Lage auf den Straßen normalisiert. Trotzdem dauerte es über eine Stunde, als wir am Mittwoch den Audi aus dem Schnee ausbuddelten. Vielleicht lag es aber auch daran, dass das ganze in eine handfeste Schneeballschlacht ausartete.

    Wie immer, verging aber auch diese Woche wieder viel zu schnell und es war zeit für die Heimreise. Bis Kopenhagen wollten wir mit dem Auto fahren und von dort aus dann weiter fliegen. Um nicht wieder unter Zeitdruck zu geraten, hatten wir den Flug erst für Samstag gebucht. Wir würden also eine Zwischenübernachtung in Kopenhagen einlegen.

    Auf der Fahrt nach Kopenhagen unterhielten wir uns über allerlei Dinge. Unter anderem über Weihnachten, Silvester die geplante Weihnachtsfeier in der Firma.
    Schließlich überquerten wir die Grenze nach Dänemark. Bis hier hin waren wir gut durchgekommen aber kurz vor unserem Ziel landeten wir in einem Stau. Es würde also früher Freitagabend werden, bevor wir im Hotel waren.

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