TruckSim Map Bilder Show

hier könnte auch dein Bild stehen ...

Achtung - Attention

 

Liebe TSM Fans,

 

die TSM Map funktioniert mit dem aktuellen Patch 1.26 nicht und führt daher zu Abstürzen.

 

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere Map an den patch anzupassen.

 

Bitte habt noch etwas Geduld.

 

Danke, Euer TSM TEAM


Dear TSM Fans,

 

the TSM Map does not work with the Patch 1.26 and crash. We work with high pressure on adapting our Map to the patch.

 

Please have some patience.

 

Thanks, your TEAM TSM

Kapitel 80 - Fly away

  • Verschont von jeglichem Ungemach kamen wir am Hafen an und durften nach kurzer Wartezeit auf die Fähre fahren.

    Leider zeigte sich die Nordsee mal wieder von ihrer ungemütlichen Seite. Ein Sturm ließ das Schiff doch ziemlich unruhig über das Meer stampfen. So war es auch kein Wunder, dass das Bordrestaurant fast leer war. Nur ein paar vereinzelte hartgesottene Leute saßen an den Tischen.

    Glücklicherweise wurden wir beide von der an Bord weit verbreiteten Übelkeit verschont und konnten die Überfahrt genießen, soweit das den möglich war. Gerade als wir uns in unsere Kabine zurückgezogen hatten, störte natürlich mal wieder eines der zahlreichen Handys.

    Es war Benny, der anrief um einen von uns beiden zu bitten vorbeizukommen. Da nun langsam das Jahresende immer näher rückte, wollte er klären wie es nächstes Jahr weiter ging. Ich fand das ja eigentlich überflüssig, denn unsere bisherige Regelung war bisher für beide Seiten gut gelaufen.

    Stana sagte Ihm zu, noch in dieser Woche nach Schweden zu kommen, womit Sie dann auch das Gespräch beendete. Danach setzte Sie sich an den Laptop und bemühte sich ein Ticket nach Stockholm zu bekommen. Nach nur zehn Minuten klappte Sie den Laptop zu.
    >>Das ging aber schnell.<< >>Ja, ich habe einen Direktflug von Newcastle nach Stockholm gefunden.<< >>Und wie lange willst du in Schweden bleiben?<< >>Naja, ich will danach auch noch bei meinen Eltern vorbeischauen. Aber Freitag oder Samstag komme ich zurück. Musst mir nur sagen, wohin ich fliegen muss. Und jetzt mach nicht mehr so ein trauriges Gesicht.<< dabei gab Sie mir einen Kuss. Die restliche Überfahrt verbrachten wir ausschließlich in unserer Kabine.

    Am späten Dienstagabend erreichte das Schiff schließlich die Englische Küste. Die meisten der Passagiere waren angesichts der rauhen Überfahrt heilfroh endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Allerdings schien die Fährpassage bei einigen noch Nachwirkungen zu haben. Ein Golf der vor uns aus dem Hafen herausfuhr schlingerte wie wild über die Straße und gewann mit diesem Fahrstil auch prompt eine Kontrolle der Englischen Polizisten, die sich nur zwei Kreuzungen vom Hafen entfernt aufgebaut hatten.

    Wir hingegen konnten das Hafengebiet unbehelligt verlassen und ich steuerte den Lastzug in die Nacht hinein.



    Erst weit nach Mitternacht erreichten wir den Supermarkt in Edinburgh, für den unsere Pizzaladung bestimmt war. Aber irgendwie war bei mir der Wurm drin, erst im siebten Anlauf gelang es mir den Trailer gerade an der Rampe zu parken.
    >>Soll ich dir Fahrstunden geben??<< grinste Stana noch, bevor Sie mit den Papieren verschwand.

    Zurück ging es wieder mit einem Kühlauflieger, nur dieses Mal bestand die Fracht aus Speiseeis und war für Recklinghausen bestimmt.
    >>Soll ich ein paar Signalfackeln vor den Trailer legen, damit du ihn triffst?<< frotzelte Stana, aber weckte damit nur meinen Ehrgeiz und siehe da, ich hatte es doch noch nicht verlernt. Im ersten Anlauf stand der Truck wie eine eins. Leider war niemand da um mir, ob meiner Meisterleistung, zu zujubeln, denn Stana war schon auf der Suche nach einem Büromitarbeiter.

    Kurz darauf waren wir wieder auf der Straße und auf dem Weg zum Flughafen von Newcastle. Souverän zirkelte Stana den LKW über die verwinkelten Schottischen Landstraßen, auch wenn Sie dabei die meisten PKW Fahrer mit wenig schmeichelhaften Kommentaren versah. Aber der Fahrstil und vor allem die Überholgewohnheiten der Schotten, waren auch schon abenteuerlich.

    Aber wir erreichten trotzdem gerade noch pünktlich den Flughafen, auch wenn die Taxifahrer, die vor dem Terminal auf Kundschaft warteten, doch ein wenig verdutzt schauten, als Stana den Laster direkt vor dem Terminal parkte. Gerade als wir ausgestiegen waren, hörten wir eine Durchsage mit der Aufforderung zum Check-In. Es war also Zeit für den Abschied, der dieses Mal allerdings kürzer ausfiel, da der Flieger wohl kaum auf Stana warten würde. Und auch ich hatte es eigentlich eilig, denn die Fähre wartete ja auch schon.

    Als ich den Truck knapp eine Stunde später auf dem Fahrzeugdeck der Fähre abgestellt hatte, begab ich mich an Deck um noch ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen. Just in diesem Moment sah ich vom Flughafen eine Maschine abheben und über dem Meer in Richtung Osten verschwinden.



    >>Vielleicht ist das ja die Maschine.<< dachte ich.

    Die eigentlich Überfahrt verbrachte ich die meiste Zeit am Telefon und im Internet. Zum einen plante ich die Geburtstagsüberraschung für Stana, aber zum anderen musste ich auch erst einmal zusehen bis zum Wochenende nach Dresden zu kommen. Ansonsten wäre jede Planung zwecklos. Also rief ich als erstes Jana an und bat Sie, mich so zu disponieren, dass ich auf schnellstem Wege nach Hause kam. Danach bestätigte ich die Reservierung im Restaurant. Als drittes war der Anruf bei einer guten Freundin fällig, die bei einem Juwelier tätig war. Schon vor ein paar Tagen hatten wir telefoniert und ich hatte Sie gebeten etwas für mich zurück zu legen. Nun war es an der Zeit den Kauf zu bestätigen.

    Wiederum legte die Fähre erst am späten Abend an. Also stand mir mal wieder eine verhasste Nachfahrt bevor, die nur von einem längeren Tankstopp unterbrochen wurde. Der Diesel floss nur langsam in die Tanks meines Schweden.



    Schließlich ging es weiter und ich passierte schon bald die Deutsche Grenze. Kurz nach vier stand der LKW dann an der Rampe des Supermarktes, die ich dieses Mal in einem Zug getroffen hatte.

    Da ich Jana gebeten hatte, mir eine Tourenplanung zu machen, die mich nach Hause führte, bekam ich als nächstes eine ungewöhnliche Fracht auf die Sattelplatte. Ich sollte einen Betonmischer nach Rostock bringen. Was das ganze sollte war mir aber ein Rätsel. Weder verstand ich warum die in Rostock beton aus Recklinghausen brauchten, noch verstand ich Janas Planung. Rostock lag ja nun absolut nicht da, wo ich hin wollte. Aber sei es drum.

    Ich rollte also erst ein wenig nach Norden um dann schließlich immer der Sonne entgegen zu fahren. Und da es noch früher Morgen war, kam ich auch gut voran.



    Leider hielt das sonnige Wetter allerdings nicht sonderlich lange an und so nahm ich beim Absatteln eine unfreiwillige Dusche. Beim Aufsatteln des nächsten Trailers bekam ich dann den zweiten Waschgang. Dafür verstand ich jetzt die Logik in Janas Tourenplan. Den der Tieflader, der jetzt am Volvo hing sollte nach Dresden. Allerdings zwang mich die Lenkzeit noch in Rostock meine lange Pause zu nehmen. So kam es, dass der Lastzug so ziemlich alle Parkplätze des Hotels blockierte.



    Im Zimmer nahm ich als erstes eine heiße Dusche, in den nassen Klamotten war es doch ziemlich kalt geworden und eine Erkältung war das letzte was ich jetzt gebrauchen konnte. Danach wollte ich eigentlich ein kleines Nickerchen machen, aber mein Handy hatte etwas dagegen.
    >>Na, wo treibst du dich so rum??<< >>Steh grad in Rostock und schau den Regentropfen zu. Hier gießt es ohne Ende.<< >>Sei froh das es Regen ist. Hier in Schweden fängt es grad an zu schneien.<< >>Tja, der Winter steht vor der Tür.<< >>Scheint so, aber warum ich anrufe. Haben wir noch die diversen Flugtickets nach Schweden bzw. Tankrechnungen?<< >>Müssten im Büro sein, warum??<< >>Wir haben es bisher verpennt unsere Reisekosten abzurechnen, wenn Benny uns nach Schweden bestellt hat.<< >>Dann rufe Jana an, die soll sie Dir faxen. Warst du schon bei deinen Eltern?<< >>Ja, gestern.<< >>Und wie geht es deinem Vater?<< >>Du kennst ihn doch. Der Arzt hat ihm Bettruhe verordnet, aber er springt mit den Krücken in Haus und Garten rum und treibt meine Mutter damit in den Wahnsinn.<< >>Das übliche also.<< >>Genau.<< wir mussten beide lachen >>Am Samstag fliege ich ja zurück, ich weiß nur noch nicht wohin. Weißt du schon, wo du am Samstag sein wirst?<< >>Dresden<< >>Nach langer Zeit mal wieder zu Hause. Dann buch ich gleich mal ein Ticket nach Dresden. Du holst mich doch ab?<< >>Wenn ich Zeit habe.<< >>Was soll das den heißen. Du hast Zeit.<< Sie wusste genau, dass ich nur einen Scherz gemacht hatte, trotzdem duldete Ihr Tonfall keinen Widerspruch. >>Ich muss jetzt Schluss machen. Fahr vorsichtig. Ich liebe dich.<< >>Ich dich auch, Ciao<<

    Erst am späten Nachmittag gestattete der Digitacho mir die Weiterfahrt. Gerade jetzt lief allerdings der Feierabendverkehr und ich kam nur schwer aus Rostock heraus.



    Dafür lief die eigentliche Fahrt absolut entspannt. Da der leere Trailer keinerlei Hürde für meinen Truck darstellte kam ich äußerst zügig voran. Trotzdem erreichte ich erst gegen Mitternacht die Stadtgrenze von Dresden. Aber selbst um diese zeit war noch einiges in der Stadt los.



    Aber schließlich hatte ich den Trailer abgeliefert und fuhr zu unserer Firma, wo ich den Truck in der halle parkte.



    Danach machte ich mich auf den Heimweg.

    Am nächsten Tag fuhr ich ins Büro, wo Jana schon fleißig am arbeiten war.
    >>Morgen Jana, läuft alles, oder gibt es irgendwelche Katastrophen von denen ich wissen sollte.<< >>Nee, soweit läuft alles. Silvia ist mit dem Actros in Südtirol und kommt morgen zurück und Bea kommt heute Nachmittag aus Spanien. Nur für den Iveco hab ich noch keinen Fahrer.<< >>Hat sich niemand beworben?<< >>Doch, aber zwei sind zum Gespräch erst gar nicht erschienen und die beiden anderen passten auch nicht. Keine Erfahrung.<< >>Versuchs weiter.<< sagte ich noch im Hinausgehen.

    Es passte mir zwar nicht, dass der Iveco noch immer rumstand. Aber für einen Schwertransporte brauchte ich jemanden mit Erfahrung. Aber jetzt griff ich zum Handy und rief in der Werkstatt an.
    >>Hallo hier Dirk kann jemand von euch vorbeikommen und einen LKW bei mir abholen.<< >>...<< >>Nee, nee ist nix kaputt. Nur einen Inspektion.<< >>...<< >>Okay bis gleich.<<

    Schon kurz darauf kam Karl, einer der Mechaniker aus der Werkstatt, um den Volvo abzuholen.
    >>Aber lasst ihn nachts nicht draußen stehen.<< >>Nee, keine Angst der kommt in die Halle. Außerdem hat der Chef einiges in Videoüberwachung investiert.<< Dann rollte er mit dem Volvo vom Hof.

    Ich hingegen machte mich auf den Weg zum Juwelier um, ein wie ich fand sehr schönes Geschenk, für eine sehr schöne Frau abzuholen. Am frühen Nachmittag war ich wieder zuhause. Eigentlich war jetzt alles vorbereitet für Stanas Ankunft am nächsten Tag. Eigentlich, denn wenn ich mir die vermisteten Autos in der Garage anschaute. So konnte ich Sie unmöglich abholen. Also stand noch Autowäsche auf dem Programm, aber danach strahlten der Octavia und der 911er mit der Herbstsonne um die Wette.

    Schon früh war ich folgenden Tag wach und wartete nun auf den eine Nachricht von Stana, wann Sie den ankommen würde. Schließlich wurde es Mittag und ich hatte noch immer nichts von Ihr gehört. Ich machte mir langsam Sorgen. Als einige Stunden später immernoch Funkstille herrschte, versuchte ich Sie zu erreichen, aber es meldete sich jedesmal nur die Mailbox. Ich wurde immer unruhiger und schaltete schließlich den Fernseher und den Computer ein. Ich wollte herausfinden was da los war.

    >>....ein ungewöhnlich heftiger Wintereinbruch in Teilen Skandinaviens führt zu erheblichen Behinderungen im Reiseverkehr.<< tönte es aus der Flimmerkiste, gefolgt von einigen Bildern. Im Internet erfuhr ich schließlich noch, dass der Flughafen in Stockholm geschlossen war und auch einige Handynetze zusammen gebrochen waren. Das erklärte, warum ich Stana nicht erreichte.

    Einige Zeit später klingelte mein Handy und es war Stana.
    >>Hi Schatz, endlich erreiche ich dich wieder. Ich hatte den ganzen Tag kein Netz. Hier ist das Winterchaos ausgebrochen.<< >>Hab ich schon im Netz und im TV gesehen.<< >>Auf jeden Fall komme ich heute nicht mehr hier weg. Eventuell morgen.<< Da es inzwischen schon später Nachmittag war, hatte ich mir so etwas schon gedacht. Trotzdem war die Enttäuschung natürlich da, aber nicht nur bei mir. Nachdem wir noch einige Zeit geredet hatten, legten wir auf.

    Wie würde es weiter gehen? Würde am nächsten Tag ein Flug von Stockholm nach Dresden starten können. Oder würden wir an Ihrem Geburtstag etwa tausend Kilometer voneinander entfernt sein.

    392 mal gelesen