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Achtung - Attention

 

Liebe TSM Fans,

 

die TSM Map funktioniert mit dem aktuellen Patch 1.26 nicht und führt daher zu Abstürzen.

 

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere Map an den patch anzupassen.

 

Bitte habt noch etwas Geduld.

 

Danke, Euer TSM TEAM


Dear TSM Fans,

 

the TSM Map does not work with the Patch 1.26 and crash. We work with high pressure on adapting our Map to the patch.

 

Please have some patience.

 

Thanks, your TEAM TSM

Kapitel 79 - Verweichlichung

  • Leider klingelte der Wecker mal wieder viel zu früh. Draußen war es noch stockdunkel. Aber es nützte nichts, die nächste Tour wartete bereits auf uns, Es war ein Kühlauflieger, randvoll mit Fertigpizzen beladen, die nach England sollten. Raus aus der Stadt führte uns der Weg, wie so oft in letzter Zeit, wieder nach Esbjerg.



    Die Fahrt dahin, verlief ohne Probleme. Nur die Überfahrt mit der Fähre war alles andere als entspannend. Die Nordsee zeigte sich dieses Mal von ihrer unfreundlichen Seite. Es schaukelte die ganze Zeit und man hatte das Gefühl auf Wackelpudding zu laufen. Dazu kam noch die dezent grün gefärbte Gesichtsfarbe, mit der die meisten Passagiere umher liefen. Wenn sie den mal liefen.

    Auch mir war nicht so ganz wohl, aber die Übelkeit hielt sich in Grenzen. Nur meiner Wikingerbraut schien das alles gar nichts auszumachen. Sie war auch eine der wenigen Personen, die im Restaurant aßen. Bei vielen anderen Passagieren wäre es schneller gegangen das Essen direkt über Bord zu werfen.

    Aber schließlich endete auch diese Fährpassage und das Schiff legte in England an. Nun standen die letzten Kilometer zum Kunden an und wir kamen auf der, nachts, fast leeren Autobahn gut voran. Kurz vor vier stand dann auch schon der Trailer ordentlich geparkt beim Kunden und Stana erledigte den Papierkram.

    Zurück ging es ebenfalls wieder mit einem Kühlauflieger. Das Ziel der geladenen Tiefkühlkost hieß mal wieder Kiel. Während langsam der tag begann, fuhren wir den selben Weg zurück zum Hafen, den wir auch gekommen waren.

    Etwa auf der Hälfte der Strecke meldete sich der Bordcomputer zu Wort und forderte wehement einen Tankstopp. Stana fuhr dann dementsprechend auch den nächsten Rastplatz an.



    Während ich die Tanks des Volvo füllte, war Stana in den Tankstellenshop gegangen um uns zwei Kaffee zu holen.



    Als Sie wiederkam, reichte Sie mir einen der beiden Becher. Endlich ein Kaffee gegen die Müdigkeit. Aber zu früh gefreut. Zum einen war das Zeug nur lauwarm und zum anderen war es eine absolute Frechheit dieses "Brühe" als Kaffee zu bezeichnen. Ohne noch einen weiteren Schluck zu probieren wanderten beide Becher in den Mülleimer.

    Nachdem ich dann noch die Tankfüllung bezahlt hatte, ging es weiter in Richtung Hafen. Nach einer weiteren Stunde erreichten wir diesen dann auch und konnten ohne weitere Wartezeit auf die Fähre fahren. Dort stand erst einmal ein ausgiebiges Frühstück auf dem Plan. Gefolgt von einem langen Verdauungsschlaf gepaart mit ein paar Kuscheleinheiten. Zum Glück zeigte sich die Nordsee dieses mal von ihrer besseren Seite und die Überfahrt verlief ruhig.

    Es war noch dunkel, als wir in Dänemark ankamen. Der Rest der verlief ebenfalls ohne Probleme. Erst kurz vor Kiel wurde der Verkehr wieder dichter und es ging nur noch langsam voran.



    Gerade als die Sonne sich durch einige Wolken gekämpft hatte, erreichten wir den Hof unseres Kunden. Stana schnappte sich die Papiere und ging ins Büro, während ich den Trailer parkte. Ich versuchte es jedenfalls. Aber der LKW rückte und rührte sich nicht. Der Bordcomputer meldete sich nun ebenfalls zu Wort.
    >>Luftdruck zu gering<< Erst nach einigen Minuten im Leerlauf hatte sich wieder ein gewisser Druck im System aufgebaut und der Truck bewegte sich wieder. Auch wenn die Warnlampe nun erloschen war und auch der Bordcomputer Ruhe gab, beschloss ich in die Werkstatt zu fahren.

    Als Stana wieder aus dem Büro gekommen und eingestiegen war, setzte ich den LKW unverzüglich in Bewegung, was einen fragenden Blick von Stana zur Folge hatte.
    >>Willst du gar nicht wissen, wo wir eigentlich hin müssen?<< >>Im Moment müssen wir in die Werkstatt. Irgendwas stimmt mit dem Druckluftsystem nicht.<< >>Aha, hoffentlich dauert es nicht zu lange, unser nächster Auflieger wartet schon.<<

    Nach fünf Minuten rollten wir auf den Hof der Werkstatt. Zu unserem Glück kümmerte sich auch sofort einer der Mechaniker um unseren LKW. Nach kurzem Suchen hatte er auch schon die Ursache des Problems gefunden.
    >>Da ist ein kleiner Riss in einer der Leitungen. Die müssen wir tauschen. Ich schau mal nach, ob wir so eine da haben.<< Mit diesen Worten ging er ins Ersatzteillager. >>Hoffentlich haben die das Teil da. Ich habe keine Lust hier fest zu sitzen.<< >>Das würde die ganze Planung über den Haufen werfen.<<

    Aber glücklicherweise war unsere Sorge unbegründet, den der Mechaniker kam schon zurück, das passende Teil in der Hand. Nach einer weiteren viertel Stunde war die Reparatur abgeschlossen und wir konnten uns auf den Weg zu unserem nächsten Trailer machen.

    Diesmal war es ausnahmsweise mal eine Tour ohne Fährpassage. Es ging mit einem leeren Tieflader nach Hannover. Wie nicht anders zu erwarten hatte unser Volvo keine Probleme mit dem unbeladenen Auflieger und wir kamen zügig voran. Was aber auch daran lag, dass die Autobahnen an einem Samstagmorgen eher wenig befahren waren.



    So erreichten wir Hannover noch am Vormittag und parkten den Trailer schließlich bei unserer "Lieblingsfirma" (bekannt für ihre extrem breiten Einfahrten)

    Auch die Rücktour lief ohne Fährüberfahrt ab. Nicht das wir noch Entzugserscheinungen bekamen
    ;) . Aber auf der Fahrt von Hannover nach Odense war eben keine Fähre vorgesehen. Und so rollten wir mit dem Kühltrailer voller Blumen im Rücken wieder nach Norden. Selbst die berüchtigten Baustellen stellten dieses Mal kein Problem dar. Auch hier rollte der Verkehr entspannt durch.



    An der Dänisch-Deutschen Grenze legten wir dann unsere gesetzlich vorgeschriebene Pause ein. Leider hatte es kurz vorher angefangen zu regnen, so dass wir mehr oder weniger im LKW gefangen waren. Den im Gegensatz zum Sommer, machte das rumspringen im Regen inzwischen keinen Spaß mehr. Dafür war es einfach zu kalt.



    Nachdem wir am späten Abend unsere Fahrt fortsetzen durften, erreichten wir Odense erst weit nach Mitternacht. Kurz vor zwei stand der Trailer an der zugewiesenen Position und ich regelte den Papierkram.

    Nur ein paar Straßen weiter wartete auch schon die nächste Tour auf uns. Ein mit Zigarren beladener Trailer stand da, bereit von uns nach Glasgow gebracht zu werden. Also ging es wieder nach Esbjerg zum Hafen, wo wir inzwischen schon jeden Stein kannten.

    Am späten Sonntagnachmittag erreichten wir nach einer ruhigen Überfahrt England. Ausnahmsweise begrüßte uns die Insel mit einer strahlenden, wenn auch gerade unter gehenden, Sonne.



    Leider verlief die Fahrt über die kurvenreichen Schottischen Landstraßen nicht ohne Probleme. Mehr als einmal nahm uns ein Schottischer PKW Fahrer die Vorfahrt, so dass Stana bzw. nach dem Fahrerwechsel ich eine Vollbremsung hinlegen mussten.
    >>So sparen die sich die Bremsenabnutzung.<< war der trockene Kommentar Stanas, als mir wieder einer vor die Schnauze fuhr.

    Gegen Mitternacht kamen wir in Glasgow an und mussten erst einmal unseren Kunden suchen. Nirgends stand auch nur ein Hinweisschild, den auch damit waren die Schotten äußerst sparsam. Aber schließlich fanden wir den richtigen Firmenhof und während Stana drinnen den Papierkram erledigte, koppelte ich den alten Trailer ab und sattelte gleich den Neuen auf.

    Diesmal ging es nach Groningen, wobei mich nur zu sehr interessiert hätte, was das für Blumen waren, die wir da von Schottland in die Niederlande bringen sollten.

    Auch auf der Rückfahrt zum Hafen kam es noch häufiger vor, dass unser einer die Vorfahrt nahm. Aber letztendlich erreichten wir den Fährhafen unfallfrei. Auch dieses Mal verlief die Überfahrt recht ereignislos. Stana hatte sich mal wieder in den Wellnessbereich verkrümelt, während ich im Internet nach einem Geschenk für Sie suchte.

    Allerdings wurde ich durch einen Anruf Vikis unterbrochen.
    >>Hallo Dirk, wie gehts euch beiden so??<< >>Gut, wir haben es geschafft einige Wochen ohne Katastrophen hinter uns zu bringen.<< Viki lachte kurz, kam aber dann zum eigentlichen Grund seines Anrufes. >>Musst du mir Nina und David eigentlich jedesmal verweichlichen?<< >>Was meinst du??<< >>Naja, einmal haben sie für eine Tour zwei Wochen Zeit, obwohl das ganze auch in einer zu schaffen gewesen wäre. Und dieses Mal spendierst du den beiden eine Übernachtung in einem Nobelhotel.<< >>Ist das den so schlimm?<< >>Eigentlich nicht, aber wenn das häufiger vorkommt, schrauben sie noch ihre Ansprüche nach oben.<< dabei tat er entrüstet, aber man merkte, dass er sich eigentlich einen Lacher verkneifen musste. >>Tja, das ist ja dann dein Problem. Du hattest mir doch gesagt, dass ich mir die beiden ausborgen kann, und du sie danach wieder auf Linie bringst.<< >>Das war aber keine Aufforderung.<< >>Ach so?!?<< fragte ich mit betont dümmlichen Tonfall. >>Nix ach so.<<

    Danach redeten wir noch eine Weile über Gott und die Welt.
    >>...ich hab gehört du fährst jetzt Volvo. Hat sich Corinna durchgesetzt? Der neue FH gefiel Ihr doch so.<< >>Naja, nicht wirklich. Das wir jetzt Volvo fahren haben wir Hartmut zu verdanken, der hat das angeleiert.<< >>Na da hab ich ja Schwein gehabt, dass Hartmut bei der Empfehlung nicht an mich gedacht hat, wo ich doch schon zwei Volvo im Fuhrpark habe.<< >>Stimmt da hätte er eigentlich dich empfehlen können. Vielleicht sollte ich Ihm das mal sagen, so als kleine Revanche für die Sache mit Nina und David.<< >>Bloß nicht, hab keinen Bock auf den neuen FH.<< >>Mal sehen. Ich muss jetzt auch weiter. Tschüss.<< Noch ehe ich etwas antworten konnte, hatte er aufgelegt. Hoffentlich war das nicht ernst gemeint. Ich hatte absolut keine Lust Testfahrer für den neuen FH zu spielen.

    Schließlich entschloss ich mich, nun ebenfalls dem Wellnessbereich einen Besuch abzustatten. Mit einer Massage und im Anschluss einem leckeren Abendmenü im Restaurant endete die Fährpassage und wir erreichten Ijmuiden. Wie immer, dauerte es eine Weile aus dem Hafen herauszukommen.



    Die weitere Fahrt nach Groningen führte immer direkt an der Küste entlang. Wider erwarten war auch um diese späte Uhrzeit noch sehr viel los auf den Straßen, so dass es teilweise nur sehr langsam vorwärts ging.



    Kurz nach Mitternacht erreichten wir Groningen und parkten den Trailer an der Laderampe eines Supermarktes. Einen Vorteil hatten dieses nächtlichen Supermarkbelieferungen ja, man hatte genügend Platz zum rangieren.

    Mit zwei 20 ft. Containern ging es danach weiter nach Brüssel und während langsam der neue Tag erwachte rollten wir über eine Landstraße durch das Belgische Hinterland.



    Kurz vor acht stand dann auch dieser Trailer auf dem zugewiesenen Platz und auch der Papierkram war schnell erledigt. Da der nächste Trailer bei einem Kunden etwas außerhalb von Brüssel stand, heiß es nun erst einmal Solo fahren. Aber dies änderte sich schon eine halbe Stunde später, als wir wieder einen Auflieger hinten dran hatten. Es war ein mit Fertigpizzen beladener Auflieger. den wir nach Edinburgh bringen sollten.

    Also ging es zurück in die Niederlande. Wenn nichts dazwischen kam, sollten wir mit unserer Restfahrzeit noch den Hafen erreichen können.

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