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Achtung - Attention

 

Liebe TSM Fans,

 

die TSM Map funktioniert mit dem aktuellen Patch 1.26 nicht und führt daher zu Abstürzen.

 

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere Map an den patch anzupassen.

 

Bitte habt noch etwas Geduld.

 

Danke, Euer TSM TEAM


Dear TSM Fans,

 

the TSM Map does not work with the Patch 1.26 and crash. We work with high pressure on adapting our Map to the patch.

 

Please have some patience.

 

Thanks, your TEAM TSM

Kapitel 77 - Modetussis

  • Früh am nächsten Morgen klingelte der Wecker erbarmungslos. Erst nach der Morgendlichen Dusche war ich halbwegs wach. Stana ging es auch nicht besser, aber es war nicht zu ändern. Der nächste Job wartete bereits. Also standen wir um kurz vor sechs auf dem Hof des Kunden und ich sattelte den Trailer auf. Stana war ins Büro marschiert.

    Bereits nach zehn Minuten kam Sie wieder.
    >>Das ging mal fix. Wo müssen wir eigentlich hin?<< >>Der Container soll nach Groningen.<< >>Na dann auf nach Holland.<< Zügig lenkte ich den Lastzug vom Hof und aus der Stadt heraus. Auf der Autobahn herrschte wider Erwarten gähnende Leere. Von Berufsverkehr keine Spur.



    Uns war es recht, kamen wir doch so wesentlich besser voran. Mit der Zeit nahm zumindest der LKW Verkehr etwas zu und es gab auch einige recht außergewöhnliche Kombinationen zu sehen.
    >>He, schau mal. Du bist nicht der Einzige, der einen Vierachser vor ein Containerchassis hängt.<<



    Pünktlich zum Mittag kamen wir an unserem Ziel an. Leider wie wir feststellen mussten, denn anscheinend war es bei der Firma üblich, dass alle Angestellten gemeinsam zum Mittagessen gehen. Es war keine Menschenseele zu sehen. Nur ein einsamer Kühltrailer stand noch auf dem Gelände.

    Während Stana den Truck an einer der Rampen parkte, suchte ich auf dem ganzen Gelände nach jemandem der mir die Frachtpapiere abnahm. Schließlich hatte ich eine Runde um das Gebäude gedreht.
    >>Na keiner zu finden?<< >>Kein Mensch hier.<< Es blieb uns also nix anderes übrig als zu warten.



    Endlich, nach ca. einer Stunde kamen zwei Damen auf das Gelände. Allerdings schienen es die beiden nicht sonderlich eilig zu haben wieder an die Arbeit zu gehen. Vorm Eingang machten sie noch eine Zigarettenpause und schnatterten fröhlich weiter. Stana schnappte sich die Papiere von mir und ging auf die beiden zu, während ich am LKW wartete. Bisher hatten die beiden Bürograzien uns noch nicht wirklich registriert.

    Erst als Stana direkt vor ihnen stand schienen sie zu merken, dass es Arbeit gab. Aber natürlich war das kein Grund für die beiden einen Zahn zu zulegen. Sie ignorierten Stana konsequent. Ein schwerer Fehler!!!

    Ein paar Minuten ließ sich Stana das Ganze ja gefallen und wartete geduldig darauf, dass eine der Bürotanten wieder in den Arbeitsmodus wechselt. Aber dem war nicht so. Also sprach Stana eine der beiden an. Ich sah nur, dass die von Ihr Angesprochene Sie nur kurz und geringschätzig ansah und etwas zu Ihr sagte. Was? Das konnte ich allerdings nicht verstehen, aber es schien nichts sonderlich freundliches zu sein. Stana gab Ihr aber eine passende Antwort. Das konnte ich an der Reaktion der beiden Damen sehen. Diesmal blickten sie Sie beide geringschätzig an und warfen auch einen Blick auf mich. Dann sagte die eine wieder etwas und ich konnte selbst aus der Entfernung sehen, dass Stana kurz vorm Ausrasten stand.

    Aber anscheinend hatten die Bürotussis genug von dem Verbalgefecht, denn ich sah, dass eine der beiden die Frachtpapiere nahm und kurz im Innern des Gebäudes verschwand. Nach kaum einer Minute war Sie auch schon wieder draußen. Stana drehte sich um und kam auf unseren LKW zu, als Ihr die Eine noch etwas nachrief. Da ich inzwischen schon wieder im LKW saß, verstand ich nicht was es war. Dafür verstand ich Stanas Antwort umso besser.
    >>Was glaubst du eigentlich wer dafür sorgt, dass ihr euer Make-Up immer im Einkaufzentrum zu kaufen bekommt. Das sind wir, die dusseligen LKW Fahrer.<< rief Sie ihnen zu und kletterte auf den Beifahrersitz.

    Ich startete den Motor und wir rollten vom Hof und aus der Stadt. Unsere nächste Ladeadresse lag etwas außerhalb der Stadt. Ich vermied es bewusst Stana jetzt anzusprechen und so rollten wir schweigend auf den Hof des Kunden. Dort stand unser neuer Trailer schon bereit. Es ging mit einer Ladung Krabben nach Magdeburg.

    Kurz nachdem wir den Verlader verlassen hatten und uns Richtung Deutschland bewegten, bremste uns auch schon eine Baustelle ein. Beim Vorbeifahren sahen wir dann auch, dass hier die Bauarbeiten wohl noch länger dauern würden, denn es war weit und breit kein Bauarbeiter zu sehen.





    Weiter ging es über Landstraße. Ein Umstand der in den Niederlanden noch kein Problem darstellte. Aber nach der Deutschen Grenze hieß es dann mit 60 über die Straße zu zockeln. Während man von altersschwachen VW Käfer überholt wurde. All das trug natürlich nicht dazu bei Stanas Laune zu heben. Nachdem wir unseren Fahrerwechsel gemacht hatten saß Sie schweigend auf dem Beifahrersitz.

    Die weitere Fahrt verlief todlangweilig. Eine angesäuerte schweigende Frau auf dem Beifahrersitz und eine sich wie Kaugummi ziehende Tour war echt nicht zu empfehlen. Zu allem Überfluss würden wir unser Ziel heute auch nicht mehr erreichen. Also stand die Parkplatzsuche auf dem Programm. Aber der einzige Platz der im Rahmen der Lenkzeit noch zu erreichen war, war ein kleiner Parkplatz direkt an der Autobahn. Also kein Restaurant, keine Dusche und auch keine Lärmschutzwand zur Autobahn hin. Dafür den ungefilterten Lärm der "Warschauer Allee" und das Dröhnen des Kühlaggregats im Rücken.



    Nach einem Snack aus der Tanke verzogen wir uns wieder ins Führerhaus. Gerade eingestiegen, hielt an der Tankstelle ein kleiner Sportwagen und eine aufgedonnerte Blondine stieg aus um zu tanken. Dabei stellte Sie sich aber so ungeschickt an, dass schließlich einer der Tankstellenmitarbeiter herauskam und diese schier unlösbare Aufgabe für Sie übernahm. Wir beobachteten die ganze Szenerie in den Rückspiegeln.
    >>Noch so eine dusselige Modepuppe.<< fauchte Stana. >>Liest wahrscheinlich auch nur die neuesten Schminktipps, anstatt mal ins Handbuch von ihrem Auto zu schauen.<< >>Meinst du, dass die jemals ein Buch in der Hand hatte?<< fragte ich grinsend. >>Wahrscheinlich nicht.<< jetzt lachte auch Stana - das erste Mal seit wir Groningen verlassen hatten. >>Genau wie die beiden Tussis vorhin. Nur Lidschatten, Lippenstift und Nagellack im Kopf und sich den ganzen Tag über Make-Up labbern.<< >>Es kann eben nicht jede so eine Naturschönheit sein wie du.<< >>Danke.<< Damit war dieses Thema mit einem Kuss beendet und wir krochen nach hinten.

    Die Nacht war alles andere als erholsam. Das Rauschen des vorbeifahrenden Verkehrs und des Kühlaggregates wurde schließlich noch vom Prasseln der Regentropfen unterstützt.
    >>Du wolltest doch gestern unbedingt Duschen. Jetzt kannst du`s. Musst nur aussteigen[color=rgb(0, 0, 0)][/color].<< >>Ich verzichte.<<

    Nach einem kurzen Frühstück aus der Bordverpflegung ging es weiter. Auch während der Fahrt hörte es nicht auf zu regnen, aber Stana lenkte den Lastzug routiniert über die nassen Straßen.



    Ich war hingegen ziemlich froh nicht hinterm Lenkrad zu sitzen. Denn inzwischen war es bei uns üblich, dass derjenige ins Büro geht, der auf dem Beifahrersitz saß. In diesem falle ich. Mir würde also das Rumgehampel im Regen erspart bleiben.

    Schließlich erreichten wir unser Ziel und natürlich regnete es noch immer. Wo waren aber jetzt die Frachtpapiere. Vorhin lagen sie doch noch auf der Mittelablage.
    >>Suchst du das hier.<< Stana wedelte mit den Papieren herum und noch bevor ich etwas sagen konnte war Sie aus dem Fahrerhaus gehüpft und im Bürotrakt des Gebäudes verschwunden. So viel also zum Thema nicht nass werden.

    Ich parkte den Lastzug an einer der Rampen, immer in der Hoffnung, dass es doch noch aufhören würde zu regnen.



    Aber das passierte natürlich nicht. Während ich den Trailer absattelte, war ich binnen weniger Minuten durchnässt und fluchte leise vor mich hin.

    Danach stieg ich wieder ins Führerhaus, als plötzlich mein Handy klingelte. Es war eine SMS von Stana.
    >>Kannst gleich den Trailer daneben aufsatteln. Knutscher.<< Das hieß dann nochmal raus in den Regen. Meine Freude war grenzenlos.

    Schließlich war der Trailer angekoppelt und ich dabei mich im Führerhaus trocken zulegen, als Stana zurück kam. Und Sie hatte echt Nerven, das musste ich Ihr lassen.
    >>Ihh, das Lenkrad ist ja ganz nass.<< Statt einer Antwort, warf ich Ihr ein Handtuch nach vorn. Aber auch später konnte Sie es nicht lassen. Den gerade als wir Magdeburg verlassen hatten, hörte es urplötzlich auf zu regnen und der Himmel riss auf. >>Schau mal wie schön die Sonne scheint.<< Sie hatte Glück, dass Sie gerade hinterm Steuer saß.



    Die weitere Fahrt verlief dann ruhig und wir erreichten Wuppertal, das Ziel unserer Tour, gegen Mittag.
    >>Willst du ins Büro gehen??<< fragte Stana beim Einfahren auf den Firmenhof und grinste mich dabei frech an. >>Nö, jetzt will ich nicht.<< Also ging Sie ins Büro während ich den Truck parkte. Als ich darauf wartete, dass Sie wieder raus kam, klingelte wieder einmal das Handy. Tommy wollte nur kurz wissen, ob die Sache mit der Tourenübernahme am nächsten Tag klappen würde, oder ob etwas dazwischen gekommen wäre. Da dem nicht so war, konnte ich Ihn beruhigen.

    Schließlich kam Madame wieder aus dem Gebäude und wir machten uns auf zu unserem nächsten Kunden. Dort wartete schon ein Kühlauflieger darauf nach Carlisle gebracht zu werden.

    Der erste Teil der Tour führte über die Autobahn, welche sich durch ein dicht besiedeltes Gebiet schlängelte. Die Hochhäuser standen bis an den Rand der Autobahn. Also hier würde ich niemals wohnen wollen.



    Kurz darauf meldete sich der Bordcomputer zu Wort und verlangte nach Fütterung der Pferdeherde. Also legten wir an der nächsten Tankstelle eine Pause ein und genehmigten uns zwei Kaffee für satte 1.600,- €. Man gönnt sich ja sonst nichts.
    8)



    Danach fuhren wir noch ca. eine reichliche Stunde weiter, bis sich unsere Fahrzeit so weit dem Ende geneigt hatte, dass wir einen Parkplatz brauchten. Auch diesmal gab es weder Restaurant noch Sanitäranlagen.



    Dafür parkten wir in zwei Ländern. Die Zugmaschine stand in den Niederlanden, der Trailer noch in Deutschland.

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