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Kapitel 75 - NL >> GB >> DK >> NL >> GB

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    nordicgirl84

    Die Kabine war mal wieder eine von der angenehmen Sorte, alles war sauber und das Bett sehr bequem. An meinen Schatz gekuschelt schlief ich dann auch sehr schnell ein und wurde erst wieder wach, als ich von Dirk mit den Worten >>Aufstehen du Murmeltier.<< geweckt wurde.

    Nur eine Stunde später verließen wir die Fähre und rollten mit unserem Lastzug aus dem Hafen.



    Die letzten Kilometer nach Amsterdam hatte ich das Steuer übernommen, während Dirk mit Jana telefonierte, die Ihm die Daten unserer nächsten Tour gab. Pünktlich zum Mittag erreichten wir Amsterdam. Dummerweise schienen viele Leute ihre Mittagspause zum Einkaufen zu nutzen. Der Parkplatz des Supermarktes, wo unser Trailer hinsollte, war brechend voll.

    Aber mit Einweisungshilfe von Dirk ging es dann doch ohne Blechschäden ab. Danach gingen wir beide erst einmal eine Kleinigkeit essen, denn durch meine Langschläferei hatten wir auf dem Schiff keine Zeit zum Frühstücken gehabt. Und das merkte ich mehr als deutlich. Nicht nur das mir der Magen knurrte, nein, auch Dirk knurrte rum. Er hatte haute noch nicht seinen Kaffee bekommen. Und ohne Koffein ist er nur schwer zu ertragen.
    :P (Sorry Honey)

    Nach der Stärkung holten wir unseren nächsten Trailer ab. Es ging wieder auf die Insel rüber. Diesmal mit Erbsen im Rücken. Da auf dem Gelände aber mehrere Trailer rum standen, musste ich mit dem Aufsatteln warten, bis Dirk mit den Papieren zurückkam.
    >>Is der von Platzer.<< kam er wieder heraus. >>Ich weiß dich ein.<< >>Sicher dachte ich mir, ausgerechnet der Trailer.<< Ich stieg in den LKW und startete den Motor. Im Rückspiegel sah ich Ihn neben dem Trailer stehen, aber er machte keinerlei Anzeichen sich auf mich zu konzentrieren. Mir war nur allzu klar worauf er sich im Moment konzentrierte. Mit einem kleinen Hupkonzert beorderte ich Dirk wieder ins hier und jetzt. Und schließlich hing der Auflieger hinten dran und wir waren abfahrbereit.



    Es ging wieder den selben Weg zurück zum Europoort und von dort aus rüber nach Harwich. Auf der Fähre verkrochen Dirk und ich uns in unserer Kabine. Allerdings eher weniger zum schlafen.
    :whistling:

    Erst am späten Abend legte das Schiff in England an und Dirk übernahm den letzten Teil der Tour über nächtliche Autobahnen. Kurz vor Mitternacht erreichten wir London, dass Ziel unserer Tour. Die Entladestelle war wieder ein Supermarkt, doch war der Parkplatz um diese Uhrzeit deutlich leerer. So konnte Dirk wesentlich besser rangieren, als ich noch in Amsterdam.

    Weiter ging es mit einem Containerchassis nach Manchester. Auch jetzt übernahm Dirk den ersten teil der Tour und machte seine Fahrzeit voll. Als wir wechselten, verschwand er hinten in der Koje und war fast augenblicklich eingeschlafen. Diese elendigen Nachtfahrten schlauchten uns beide jedesmal. Ich war froh, dass es langsam hell wurde. Am frühen Sonntagmorgen erreichte ich unser Ziel und parkte den Trailer. Dirk schlief immer noch. Also erledigte ich auch noch den Papierkram.

    Wieder im LKW sah ich nach den SMS von Jana, mit unserer nächsten Tour. Eine Ladung Käse sollte nach Odense. Das würde mal wieder knapp werden, den die Fähre nach Esbjerg war schon gebucht und ich würde es gerade so noch bis zum Hafen schaffen, bevor meine Lenkzeit voll war. Meine Befürchtungen darüber, dass es knapp werden würde, bewahrheiteten sich dann auch kurz vorm Hafen. Ein Stau kostete mich wertvolle Minuten der erlaubten Lenkzeit.



    Durch das ständige Anfahren und wieder Abbremsen war Dirk aufgewacht und kam nun nach vorn geklettert.
    >>Hafen?? Wo sind wir hier? Sollten wir nicht nach Manchester?<< Okay, so ganz wach war er anscheinend noch nicht. >>Da waren wir schon lange. Jetzt geht es nach Dänemark. Vorausgesetzt wir kommen jemals auf das Schiff.<< Schließlich löste sich der Stau endlich auf und wir erreichten das Hafengelände.

    Den Rest des Sonntages verbrachten wir auf der Fähre, allerdings mit zum Teil unterschiedlichen Beschäftigungen. Während ich todmüde ins Bett fiel, war Dirk putzmunter.

    Als ich am Nachmittag aufwachte saß er am Laptop.
    >>Bewerbungen??<< >>Ja, wird ja Zeit, dass der Iveco auch wieder einen festen Fahrer bekommt. Vorausgesetzt dein Vater bringt ihn endlich mal wieder. Was macht er eigentlich mit dem Ding in Schweden?<< >>Er hat die alten Hallen auf seinem Grundstück wegreißen lassen und baut jetzt eine neue Halle hin. Und die Fertigteile holt er selbst beim Hersteller ab. Dafür brauch er den Vierachser.<< >>Ja ja, weil sein alter F1220 und der Scania 141 dafür zu schwach sind.<< >>Mit dieser Aussage solltest du Daddy gegenüber vorsichtig sein.<< lachte ich, küsste Ihn und ging ins Bad.

    Nachdem wir im Restaurant noch lecker gegessen hatten, war es zeit die Sachen zu packen. Die Fähre legte bald in Esbjerg an. Auch hier ging es wieder mit einer Nachtfahrt weiter und wir erreichten Odense um kurz nach Mitternacht. Natürlich war der Abladeort wieder ein Supermarkt.

    Weiter ging es mit zwei 20 ft. Container im Rücken nach Rostock. Kurz nach Sonnenaufgang verließ Dirk die Autobahn. Ich kletterte nach vorn und schaute hinaus. Diesel füttern war angesagt und das dauerte.
    >>Ich hol derweil mal Kaffee.<< >>Las mal. Las uns lieber im Autohof frühstücken gehen.<< Der Vorschlag war natürlich noch besser. Also ging es nach dem tanken auf den großen Parkplatz, wo schon zig Kollegen ihre LKW geparkt hatten.



    Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es weiter und schon knapp zwei Stunden später stand der Trailer in Rostock an seinem Bestimmungsort. Von hier aus ging es mit einem Trailer, beladen mit Milchpulver, weiter nach Groningen. Allerdings nicht in einem Ritt, sondern mit großer Pause. Unser beider Fahrzeit war voll.



    Erst am Nachmittag durften wir weiter fahren. Wider erwarten kamen wir auch ohne große Probleme am Nadelöhr Hamburg vorbei und trafen am Abend in Groningen ein. Wieder einmal stand ein Einparkmanöver auf einem Supermarktparkplatz auf dem Programm. Aber so langsam war auch das Routine.

    Auch hier wartete schon ein Folgeauftrag auf uns. Ein Kühlcontainer für Felixstowe stand schon bereit. Den ersten Teil der Fahrt übernahm Dirk noch, aber als dann seine Lenkzeit voll war, musste ich den Rest zum Hafen fahren. Dabei hasse ich Nachtfahrten wie die Pest, aber es ging nicht anders.

    Die Überfahrt mit der Fähre verlief ruhig, aber der Britische Zoll interessierte sich für unseren Auflieger. Also wurden wir nach Verlassen des Schiffes zu einer Kontrollstelle gelotst. Erst wurde der Lastzug geröntgt und danach noch einmal von Hand durchsucht. Anscheinend suchten die Zöllner Schmuggelware. Jedenfalls dauerte die Kontrolle eine halbe Ewigkeit und selbst als die eigentliche Kontrolle schon längst abgeschlossen war, mussten wir noch auf die Papiere warten.



    Erst nach einer weiteren knappen Stunde durften wir endlich das Hafengelände verlassen.

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