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Achtung - Attention

 

Liebe TSM Fans,

 

die TSM Map funktioniert mit dem aktuellen Patch 1.26 nicht und führt daher zu Abstürzen.

 

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere Map an den patch anzupassen.

 

Bitte habt noch etwas Geduld.

 

Danke, Euer TSM TEAM


Dear TSM Fans,

 

the TSM Map does not work with the Patch 1.26 and crash. We work with high pressure on adapting our Map to the patch.

 

Please have some patience.

 

Thanks, your TEAM TSM

Kapitel 74 - Endlich wieder auf der Straße

  • Eigentlich konnte es uns ja auch egal sein. Also fuhren wir zur Dresdner Niederlassung von Norbert Dentressangle und holten unseren Auflieger ab. Es war ein kleiner 20 ft. Container mit Autoteilen für Leipzig.

    Da auf der A14 mal wieder das blanke Chaos herrschte entschlossen wir uns über Land zu fahren, was sich als die richtige Entscheidung erwies, da die Straße ziemlich leer war.



    Während ich den LKW steuerte, hatte Stana sich nach hinten verzogen und blätterte in einer Zeitschrift, allerdings waren auch merkwürdige Geräusche zu hören. Es klang als ob ein Quietscheentchen immer wieder gedrückt wurde. Mit der Zeit ging mir das Geräusch immer mehr auf den Wecker.
    >>Was machst du eigentlich da hinten? Das klingt ja nervig.<< >>Nur etwas Muskeltraining.<< >>Häh??<< Sie kam nach vorn und setzte sich auf den Beifahrersitz. Erst jetzt sah ich, dass Sie tatsächlich einen mit Luft gefüllten Ball knetete. >>Durch die Zeit mit der Gipshand ist mein Handgelenk nicht mehr so stark und beweglich wie das andere und deshalb knete ich den Ball.<< >>Aber das Gequietsche nervt.<< >>Hast du vielleicht etwas anderes??<< Die Frage klang beleidigt und Sie verzog sich wieder nach hinten. Allerdings war kein Geräusch mehr von Ihr zu hören. Madame schmollte.

    Schweigend ging es weiter nach Leipzig. Auch als wir dort ankamen redete Sie nicht mit mir, sondern verschwand schweigend mit den Papieren in Richtung Büro. Ich musste eine ganze Weile auf Sie warten. Als Sie wieder kam kletterte Sie auf den Fahrersitz und knallte die Tür zu.
    >>Oh sorry, das war wohl auch zu laut.<< dabei schaute Sie mich giftig an und ich wusste, dass jeglicher Kommentar von meiner Seite falsch gewesen wäre.

    Sie startete den Motor und fuhr aus der Stadt heraus. Unsere nächste Ladeadresse lag etwas außerhalb. Dort wartete schon ein mit zwei Containern beladener Trailer auf uns. Darin befand sich Sägespäne die nach Kassel sollte. Also wieder eine kurze Tour.

    Der größte Teil der Tour führte wieder über Landstraßen. Allerdings war uns dieses Mal das Glück nicht hold. Ich hatte mich hinten etwas hingelegt, auch um aus der Schusslinie zu sein. Aber das war im Moment gar nicht nötig, denn Stana hatte ein neues Hassobjekt gefunden. Einen Fluch nach dem anderen stieß Sie aus. Dabei wechselte Sie auch munter von Schwedisch auf Deutsch, dann Kroatisch und auch ein wenig Englisch. Jetzt war ich doch neugierig, wer hier international zur Schnecke gemacht wurde. Es war der Fahrer einer Ente, der gemütlich mit 50 über die Landstraße tuckerte. Und so wie es aussah schien es Ihn auch nicht zu stören, dass Ihm ein 40 Tonner im Nacken saß.

    Irgendwann war der Geduldsfaden meiner Wikingerbraut mit dem südländischen Temperament endgültig gerissen. Sie schaltete runter, zog nach kurzem Blinken rüber und überholte das gefiederte Verkehrshindernis.



    Zum Glück würde Viki dieses Manöver nie sehen. Er hielt Stanas Fahrstil ja schon seit er Sie kannte für leicht irre.
    >>Kommt jetzt wieder die verkappte Rennfahrerin in dir durch?<< Ich konnte mir einen Kommentar nicht verkneifen, obwohl ich sofort wusste, dass er ein Fehler war. >>Was schleicht der Depp auch so. Außerdem war die Straße frei.<< bekam ich dann auch neben einem bösen Blick als Antwort.

    Als wir in Kassel ankamen, fing es gerade an zu regnen. Zum Glück noch nicht so stark, dass ich beim Absatteln pitschnass geworden wäre.
    >>So, wo jetzt hin?<< fragte Stana als Sie aus dem Büro zurückkam. >>Hier rechts raus, dann dreihundert dem Straßenverlauf folgen und dann wieder rechts auf den Hotelparkplatz. Dann haben sie ihr Ziel erreicht.<< >>Also heute keine Tour mehr?<< >>Erst morgen früh wieder.<< Wir stiegen ein und fuhren zum Hotel.

    In unserem Zimmer herrschte dann immernoch eine angespannte Atmosphäre zwischen uns beiden. Wer hätte gedacht, dass ein Quietscheball solche Folgen haben könnte. Also verzog ich mich erst einmal ins Bad zum Duschen.

    Wieder im Zimmer saß Stana auf dem Bett, während ich kurz nach den E-Mails sah. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie Sie sich ständig an den Nacken fasste. Anscheinend war die Dame etwas verspannt. Damit sah ich eine Chance gekommen die Wogen zu glätten. Schnell war der Laptop beiseite gelegt und ich kniete hinter Ihr und fing an Ihren Nacken sanft zu massieren. Mit der Zeit begann sich das Klima merklich zu erwärmen. Die kurze Eiszeit zwischen uns schien zu enden. Schließlich drehte Sie Ihren Kopf zu mir, schaute mich an und wir küssten uns.
    >>Noch sauer?<< Statt einer Antwort bekam ich noch einen Kuss, aber gerade als meine Hand auf Wanderschaft gehen wollte, klingelte Ihr Handy. Sie wollte aufstehen und zum Tisch gehen, aber ich hielt Sie mit den Worten >>Nicht jetzt, lass es klingeln.<< >>Aber vielleicht ist es wichtig.<< wandte Sie ein, doch da hörte es schon auf zu klingeln. >>War anscheinend doch nix wichtiges.<<

    Wir lagen gerade wieder knutschend im Bett als auf einmal mein Handy klingelte. Auch hier versuchten wir es zu ignorieren, was uns auch erst einmal gelang, denn auch dieses Handy verstummte. Aber nur wenige Sekunden später fing es wieder an. Jetzt half alles Ignorieren nix mehr. Während ich zähneknirschend das Gespräch annahm, verschwand Stana im Bad.
    >>Ich hoffe es ist wichtig.<< knurrte ich Jana durchs Telefon an. >>Ja ist es. Aber warum bist du so mies gelaunt?<< >>Müde. Will ins Bett.<< war alles was ich darauf antwortete. >>Aha.<< an Ihrem Tonfall war zu hören, dass Sie wusste was Sache war. >>Was gibt es den so dringendes?<< >>Eure Tour für morgen ist verschoben. Das wird erst am frühen Nachmittag was. Genauer gesagt, braucht ihr vor halb zwei dort nicht aufzutauchen.<< >>Okay, sonst noch was?<< >>Nein, schlaft schön.<< flötete Sie mit einem leisen kichern und legte auf.

    Ich legte mich aufs Bett, das Handy noch immer in der Hand. Ich wollte den schon vorher eingestellten Wecker canceln, denn brauchten wir ja nun nicht mehr. Während ich noch beschäftigt war, kam Stana nur mit einem Bademantel bekleidet aus dem Bad. Sie sah verdammt sexy aus.
    >>Stellst du den Wecker? Wann müssen wir morgen früh eigentlich raus?<< >>Nix früh, die Tour startet erst am frühen Nachmittag.<< Fragend schauten mich zwei rehbraune Augen an und ich berichtete Ihr von dem Telefonat. Sie kam näher ans Bett und schlich jetzt raubkatzengleich über mich. Dabei löste sich der Knoten des Mantels und gewährte mir einen wunderschönen Einblick. Sie war jetzt genau über mir, Ihr Gesicht über meinem und stütze sich mit den Händen neben meinem Kopf ab. >>Und was machen wir mit der gewonnenen Freizeit??<< dabei strahlten Ihre Augen mich an und ich atmete den Duft Ihrer Haut. >>Ich glaube da wird uns schon was einfallen.<< Danach küssten wir uns leidenschaftlich.

    Am nächsten Tag wachten wir aneinandergekuschelt auf. Die Sonne stand schon hoch am Himmel und ein Blick auf die Uhr verriet, dass es kurz vor Mittag war. Nach einem Essen im Hotelrestaurant machten wir uns auf den Weg zu unserem Auftraggeber. Dort gab es dann wieder das gewohnte Spiel. Stana holte die Papiere und ich sattelte auf. Es war ein mit Sand beladener Kippauflieger, nicht gerade meine Lieblingsfrachtart. Als Stana wieder kam und in den LKW kletterte, schüttelte Sie den Kopf.
    >>Eigentlich ist die Tour doch Blödsinn.<< >>Wieso?<< >>Warum soll man Sand ans Meer bringen. Dort gibt es doch genug am Strand.<< >>Es geht also ans Meer?<< >>Nach Kiel.<< >>Tja, wenn die dort unbedingt noch mehr Sand brauchen. Bitte. Uns kann es egal sein. Solange es gut bezahlt wird.<< >>Stimmt auch wieder.<<

    Langsam rollte ich vom Hof, während Stana sich nach hinten verzog. Sie spielte auf dem Laptop herum und ich fuhr aus der Stadt. Die Tour verlief ohne Probleme, bis etwas 100 Kilometer vor dem Ziel. Da ging nix mehr. Alle drei Spuren der Autobahn voll. STAU. Über Funk erfuhr ich, dass Kipper nach einer Kurve umgekippt war und nun die bahn blockierte.
    >>Zum Glück war ich das nicht.<< fuhr es mir durch den Kopf. Nach einer Weile kam Stana, die inzwischen hinten eingenickt war nach vorn gekrabbelt. >>Sind wir schon da?? Oder warum stehen wir??<< fragte Sie noch bevor Sie einen Blick nach draußen geworfen hatte. >>Mir stehen da so ein paar Autos im weg rum.<< Erst jetzt realisierte Sie die Situation.

    Erst nach knapp vier Stunden löste sich der Stau langsam auf. Damit war aus einer locker zu schaffenden Tour auf einmal eine Lastminutetour geworden. Erst in der Abenddämmerung kamen wir in Kiel an und konnten den Trailer loswerden. Gott sei Dank war das Zeitfenster für den Folgeauftrag großzügig bemessen, so dass wir diesen immernoch pünktlich abholen konnten. Ein Container voller Reis ruhte nun auf der Sattelplatte. Bestimmt war die Ladung für eine ND Niederlassung in Southampton. Also ging es jetzt erst einmal nach Esbjerg und von da mit dem Schiff auf die Insel.

    Der erste Teil der Strecke führte direkt an der Küste entlang. Für den tollen Ausblick hatte der Fahrer des kleinen Lasagnebombers aber kein Auge. Er heizte an uns vorbei und verschwand unter lautem Gebrüll des Achtzylinders.



    Allerdings kam er nicht weit. Schon wenige Kilometer weiter, in einem kleinen Dorf, war er wieder vor uns.



    Als dann auch noch eine Ampel seinen Vorwärtsdrang bremste, ließ er ständig den Motor aufheulen. Als ob davon die Ampel eher auf grün springen würde. Eine Zeit lang schaute Stana sich das an, nur um dann mal unsere 420 PS heulen zu lassen. Den Tritt auf das Gaspedal quittierten die beiden Highpipes mit einem dumpfen Grollen, gegen das die Pferde des Ferraris wie kleine niedliche Ponys klangen. Anscheinend war der Fahrer des Ferrari so erschrocken, dass er mit seinem Auto einen Satz nach vorn machte und die Karre abwürgte. Just in diesem Moment sprang natürlich die Ampel auf grün und als der Ferraristi jetzt nicht sofort los fuhr, ließ Stana zusätzlich zum Motorgrollen nun auch noch die Lufthörner ertönen.

    Jetzt hatte er seinen Motor wieder anbekommen und raste mit quietschenden Rädern und einem wilden Drift davon. Der war anscheinend bedient, wir hingegen kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus.

    Die restliche Strecke bis zum Hafen verlief ruhig. Auch die Überfahrt war nichts besonderes, zu mal auf dem Schiff auch nix geboten wurde. Also verbrachten wir die meiste Zeit in unserer Kabine.

    Großbritannien begrüßte uns nach dem Anlegen mal wieder mit dem typisch Britischen Mistwetter. Regen und Nebel, da machte das Fahren echt keinen Spaß. Zum Glück riss der Himmel schon bald auf und die Sonne zeigte sich noch einmal, bevor sie unterging.



    Kurz nach neun am Abend erreichten wir Southampton und stellten den Trailer ab. Zurück ging es mit einem Trailer voller Blumen nach Amsterdam. Da Nachts weniger auf den Straßen los war, erreichten wir den Hafen zu früh. Die Fähre, die uns wieder auf das Festland bringen sollte, wurde gerade erst entladen. In einer langen Schlange fuhr da ein LKW nach dem Anderen aus dem bauch des Schiffes.

    Wir hingegen mussten noch auf dem großen Parkplatz vor dem Fährterminal warten. Auch einige andere Kollegen standen dort schon mit ihren LKW.



    Erst nach einer Stunde durften wir dann das Fahrzeugdeck befahren und dort unseren Lastzug parken. Inzwischen war es weit nach Mitternacht und wir sahen zu, dass wir schnell in unsere Kabine kamen.

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