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[KW 41/2018 Donnerstag bis KW 42/2018 Sonntag] Paddeln. Fähre fahren. Segeln.


  • [KW 41/2018 Donnerstag bis KW 42/2018 Sonntag] Paddeln. Fähre fahren. Segeln.



    Den Donnerstag und den Freitag der Kalenderwoche 41 verbrachten Sandra und ich in unseren Büros mit adminsitrativem Schreibkram und vielen Telefonaten, in denen es dann hauptsächlich um Kapazitäten für das kommende Weihnachtsgeschäft ging. Nebenbei präsentierte mein Schatz mir dann wie sie sich den rovfågel in neuer Beschriftung vorstellen würde. Bis auf ein paar Kleinigkeiten war ich damit auch einverstanden, sodass unsere Lageristin und Grafikerin Janina sich an die Arbeit machen konnte das Ganze in einen plotbares Format zu bringen.



    Freitag, 12.10.2018, Uppsala.

    Es ist Feierabendzeit und wir sind dabei den Toyota HiLux fürs Wochenende zu beladen, denn am Wochenende haben wir endlich mal wieder Zeit für unser Hobby Paddeln. Dieses mal geht es dafür mit dem Toyota zu einem kleinen Yachthafen bei Hasvik und von dort durch die Ålands hav - ein Teil derOstsee, der sich zwischen dem schwedischen Uppland und der finnischen Insel Åland erstreckt. Genauer gesagt haben wir uns eine Tour von knapp über dreißig Kilometer einmal rund um die Insel Singö vorgenommen.
    Sandra kommt mit den Neoprenanzügen in die Halle. „Min älskling, ich soll dich ganz lieb von Keela grüßen.“ „Oh, danke. Hat sie was über Whatsapp geschrieben?“ „Nej, wir haben eben gerade kurz telefoniert. Und ich glaube manchmal, dass die Welt doch gar nicht so groß ist.“ „Den Zusammenhang musst du mir erklären.“ „Keela und Marc hatten Besuch aus Europa...“ „Welches mit einer Landfläche von 10.180.000 km² nicht unbedingt klein ist.“ „Das ist alles relativ... Genauer gesagt war der Besuch Verwandtschaft über ein paar Ecken von Marc. Aus Eindhoven.“ Ich ziehe eine Augenbraue hoch, habe aber gefühlt drei große Fragezeichen über dem Kopf stehen. „Katrijn und Marc Mulder.“ „OK, du vann. Världen är liten.”



    ...



    Am Samstagabend waren wir dann im Anschluss an unsere Paddeltour bei Sandras Eltern in Forsmark eingeladen. Das körperliche Auspowern, der leckere Wein und Käse, sowie das knisternde Kaminfeuer führten dann auch dazu, dass wir an diesem Abend ziemlich schnell im Traumland abtauchten. Am Sonntag ging es dann nach einem ausgiebigen Familienfrühstück wieder zurück nach Uppsala.

    Den Montag, Dienstag und Mittwoch bin ich dann einige regionale Touren gefahren, musste dafür aber Sandras Hauber nehmen, da sich Janina gleich am Montagmorgen dabei gemacht hatte meinem Scania die gerade mal ein knappes Jahr alte Beschriftung zu entfernen. Das fertige Ergebnis im neuen Outfit würde ich dann erst nach unserer Segeltour zu Gesicht bekommen.



    Donnerstag, 18.10.2018, Malmö.
    Ich stelle Sandras Alfa an unserer Niederlassung ab. Unsere Angestellten sind längst im Feierabend und auch wir haben nicht vor noch zu arbeiten. Stattdessen machen wir uns eine Kleinigkeit zum Abendessen fertig und verkrümeln uns dann auf die Couch vom Aufenthaltsraum. Da wir aber morgen früh ab Trelleborg mit der Fähre weiter nach Rostock wollen dauert es nicht lange bis wir in unser privates Zimmer wechseln. Ich gebe meinem Schatz einen Kuss. „En mer, tack.“ Danach kuschelt sie sich an mich.



    Freitag, 19.10.2018, Rostock.

    Bei strahlendem Sonnenschein passieren wir mit der FS Mecklenburg-Vorpommern den Leuchtturm. Rechts das Seebad Warnemünde. Links Hohe Düne mit der imposanten Hotelanlage und dem Yachthafen.









    Es ist kurz nach 14:00 Uhr. Sandra lenkt den Alfa auf den Parkplatz der Yachthafenresidenz. Wir schnappen uns unsere Taschen und machen uns auf in Richtung der Yachten. Da die Tour als Regatta ausgelegt ist herrscht dort natürlich schon emsiges Treiben, da alle ihre Boote übernehmen und Proviant bunkern. „Weißt du welcher Kutter unserer ist?“ „Yanaa schrieb mir die 'Geri'. Und dass wir zu fünft an Bord sein werden.“ Wir bahnen uns den Weg über den Steg und entdecken die 'Geri' dann. Über die Badeplattform betreten wir die Bavaria Cruiser 37, eine 11,30m lange und 3,67m breite Seriensegelyacht mit drei Schlafkabinen und einem zentralen Wohn-/Kochraum im Rumpf.

    Nach der Begrüßung verstauen wir unsere Taschen und das Proviant. Gemeinsam sprechen wir einmal die Sicherheitsregeln für das Wochenende durch und fahren anschließend noch für eine kleine Runde aus dem Hafen.








    Den Abend haben wir dann in gemütlicher Runde bei Bier und selbstgemachter Pizza verbracht.



    Zwischendrin kamen sogar Riggo und Carlo, die wir von früheren Segeltouren her kannten, noch vorbei.
    Es ist kurz vor 22:00 Uhr. Sandras Gähnen wirkt ansteckend. „Schlaft gut. Bis nachher, wenn's noch dunkel ist.“ Wir ziehen uns in die Kabine steuerbordseitig im Heck zurück. Groß ist sie nicht, aber in unseren LKW haben wir zu zweit ja auch nur begrenzten Raum.
    „Ich muss dir noch kurz was auf dem Handy zeigen. Guck mal...“
    youtube.com/watch?v=cLM2uqjVouc
    ATS 1.32 | 033 | Long Haul: Reset Day - YouTube




    Samstag, 20.10.2018, Rostock.
    Klingt es eigentlich dekadent, wenn man behauptet die Nacht an Bord einer Yacht verbracht zu haben? Keine Ahnung. Mit meinem Schatz im Arm hat es sich jedenfalls wunderbar geschlafen. Es ist kurz vor 04:00 Uhr als uns die Hells Bells aus dem Schlafsack holen. ”God morgon älskling. Låt oss gå, Östersjön ringer.” Als Antwort bekomme ich einen Kuss bevor Sandra fix auf die Toilette verschwindet. Zehn Minuten später sitzen Alexej, Yanaa, Ben, Sandra und ich am Tisch und
    genießen den ersten Kaffee. Im Ofen machen wir fix ein paar Brötchen fertig. Auf den anderen Yachten, die an der Regatta teilnehmen, herrscht inzwischen auch Betrieb.

    05:25 Uhr legen wir ab. Ben, Alex und Sandra machen am Heck alles klar während Yanaa und ich am Bug die Leinen einholen und die Fender abnehmen. Kurz nach der Hafenausfahrt setzen wir die Segel und schalten dann den Dieselmotor ab. Punkt 06:00 Uhr wird als Startzeit für die Regatta gewertet. Wir haben Wind aus West und arbeiten daran Großsegel und Fock optimal auszurichten und nehmen Fahrt auf. Das Feld der gestarteten Yachten liegt nahe beieinander. Gegen 08:00 Uhr kommt die Sonne im Osten über den Horizont.





    Während es immer weiter
    in Richtung Osten geht macht Yanaa Kaffee fertig und Sandra verteilt
    Kekse.

    Um 10:05 Uhr passieren wir Darßer Ort und geben über App die Zeit für das Zwischenziel an die Regattaleitung.

    Der Wind ist uns wohlgesonnen und sorgt gut für Vortrieb. Allerdings sorgt das auch dafür, dass die Wellen schneller als die Yacht sind, was dazu führt dass uns einmal das Heck ausbricht und wir einige Minuten gut zu tun haben. Aber jeder von uns weiß was zu tun.

    Wir nehemn Kurs auf die Insel Hiddensee mit ihrem Leuchtturm Dornbusch. Punkt 14:35 Uhr passieren wir den Libben und damit die Ziellinie der Regatta zwischen
    Hiddensee und Rügen. Wieder wird die Zeit via App an die Regattaleitung durchgegeben.







    Wir machen im Hafen von Kloster fest und gönnen uns einen ”Anleger”, sprich einen Schnaps bzw. Likör und stoßen auf einen tollen Tag auf der Ostsee an. Nach und nach trudeln dann auch die letzten Yachten der Regatta ein und machen fest.




    Anschließend nutzen wir den Nachmittag dann für einen ausgedehnten Spaziergang zum Leuchtturm wo ich dann auch mal eben beim Fotografieren fotografiert werde.









    Am Abend findet ein von der Regattaleitung organisiertes Essen für alle Crews inclusive Urkundenübergabe statt. Die Urkunde ist gleichzeitig eine Meilenbestätigung.

    Zurück auf der 'Geri' verziehen wir fünf uns in den Wohnraum und quatschen bei ein, zwei Bier noch über dies und das bevor sich alle wieder in die Kabinen zurückziehen.



    Sonntag, 21.10.2018, Kloster auf Hiddensee.

    Heute hieß es etwas länger schlafen. Ich bin dann auch ohne Wecker schon vor Sandra wach und genieße die Ruhe. Es ist kurz vor 08:00 und es kommt wieder Leben an Bord.
    Ich mache mich fix daran die Gläser vom Abend wegzuspülen während im Ofen wieder ein paar Brötchen aufbacken.
    Dann setze ich mich mit einer Tasse Kaffee in die Ecke. Yanaa deckt den Frühstückstisch und Sandra wirbelt am Herd um für alle eine ordentliche Portion Rührei
    zu zaubern.

    Es ist kurz nach 09:00 Uhr und wir machen die 'Geri' bereit zum Auslaufen. Die Aufgaben dabei verteilen sich dabei wie gestern.

    Kurz darauf setzen wir die Fock, fahren aber noch unter Motor weiter. Das soll aber nicht lange so bleiben, denn der Wind animiert uns auch das Großsegel zu setzen
    und den Motor abzuschalten. Wir nehmen Kurs auf Breege.












    Nach einem kleinen Mittagessen im Hafen Breege müssen wir uns beeilen, da der Regattaleitung organisierte Bus mit den Crews in Richtung Rostock
    starten will.




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    Und weil an diesem Wochenende viiiiele tolle Bilder entstanden sind gibt es noch eine Zusammenfassung...




    Gruß Christian
    hansekontor

    Das Wasser ist nicht tief. Es geht den Enten nur bis zum Bauch!


    TSM+RusMap+ZaregonNorthMap

    Windows7 Professional, 64-bit // IntelCore2Duo E8400 @ 3GHz // 8GB RAM // NVIDIA GeForce405

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Kommentare 6

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    Viking1971 -

    Wow!

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    elwime -

    Schön geschrieben, schöne Foto und das echte Leben mit eingebunden super

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    Werner 1960 -

    Tolles Kapitel mit Bildern die klasse sind.

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      infinity -

      Wo ich das gestern Abend geschrieben habe, wäre ich am liebsten gleich wieder los. Und fotografieren macht richtig Spaß - da kann man gut abtauchen. Das ich selbst abgelichtet wurde als ich da am Strand in meinen Knipskasten geschaut habe wurde mir dann auch erst abends an Bord gebeichtet. Ich hab das nicht mal ansatzweise mitbekommen was da in dem Moment um mich herum passierte :D

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    TurboStar -

    Schönes Kapitel übers Real Life und gut eingebunden in die Story