TruckSim Map Bilder Show

hier könnte auch dein Bild stehen ...

[KW41/2018] Baustellen. Der Hamburger Actros. Putencurry mit Reis.


  • [KW41/2018] Baustellen. Der Hamburger Actros. Putencurry mit Reis.




    Meine Wochenruhezeit habe ich in München verbracht. Tom und Vivien hatten sich am Freitagnachmittag alsbald verabschiedet, aber Franziska hatte
    noch so viele Fragen, dass ich mit ihr kurzerhand in die 'Antica Osteria' zum Abendessen gefahren bin. Den Samstag nutze ich zuerst zum Ausschlafen; am Nachmittag ging es ein mit dem Mountainbike eine größere Runde über das Erholungsgebiet Karlsfelder See und Regattastrecke Oberschleißheim, sowie entlang dem Würmkanal. Nach dem Frühstück am Sonntag – das Wetter war für Aktivitäten außer Haus echt ungemütlich – machte ich am rovfågel ausgiebig Fahrzeuginnenraumpflege.




    Montag, 08.10.2018, Berg.

    Es ist 03:20 Uhr. Mit einem Becher Kaffee klettere ich in meinen Scania und erwecke den V8 zum Leben. Die Pause ist vorbei und ich mache mich wieder auf den Weg in Richtung Berlin. Bisher war der Nachtflug über die A9 ziemlich entspannt und ich hoffe, dass dies trotz der Baustellen bei Leipzig auch so bleibt. Ich setze den Blinker und ziehe auf die Autobahn. Bei 84 km/h setze ich den Tempomaten und lasse den Zug rollen.
    Schleiz. Hermsdorf.
    Hinter dem Kreuz Rippachtal muss ich dann ein wenig Druck rausnehmen und korrigiere den Tempomaten für die Baustellendurchfahrt auf 78km/h nach unten. Hinter Bad Dürrenberg beschleunige ich wieder.







    Ich nähere mich dem Berliner Ring. Über die A10 und die A115 folge ich den Schildern in Richtung Messe. Am Dreieck Funkturm setze ich den Blinker rechts und wechsele auf die A100.
    Ich fahre über die Rudolf-Wissell-Brücke. Mit neunhundertzweiundreißig Metern ist sie die längste Einzelbrücke im Berliner Stadtgebiet. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung muss diese Brücke aus dem Jahr 1961 in nächster Zeit durch einen neuen Neubau ersetzt werden – vor dem Jahr 2023 wird der entsprechende Baubeginn aber wohl eher nicht erfolgen.
    Hinter der Brücke halte ich mich rechts in Richtung Hamburg auf die A111, die ich kurz darauf in Richtung Flughafen Tegel wieder verlasse. Ein paar Minuten später zeigt die Uhr kurz vor 08:00 Uhr und ich steuere auf den Hof meiner Berliner Niederlassung. Meine Fahrer und Fahrerinnen sind alle unterwegs. Mona und Anka,
    meine Berliner Büromädels, finde ich in der Küche. ”Moin ihr beiden.” Anka nickt mir zu – Mona hingegen fliegt mir förmlich entgegen ”Hey Chris.” ”Nicht so stürmisch, Schnucki.” ”Schön dick zu sehen. Biste jut durchjekommen?” ”Jo. Nachts lässt es sich auf der A9 aushalten. Kommt Lucy nachher noch wieder rein?” ”Ja. War doch so abgesprochen, dass sie nachher die Paletten für Maier-Flink Berlin übernimmt.” ”Genau. Die Papiere dafür lege ich ihr gleich ins Fach. Ich verschwinde jetzt dann erstmal unter die Dusche und leg mich dann ne Runde schlafen.” ”Wann machste wieder los?” ”Heute Abend spät. 23:00 Uhr oder so.” ”Allet klar. Dann schwimm nich so weit raus.”







    15:00 Uhr. Linkes Auge auf. Rechtes Auge auf. Wo bin ich gerade? Ach ja... Niederlassung Berlin. Langsam werde ich wieder munter, bleibe aber noch ein paar Minuten liegen bevor ich mich aus dem Bett schwinge und wieder fertig mache. Auf dem Weg zur Küche gucke ich kurz bei Anka und Mona ins Büro. Mona streckt sich gerade und gähnt herzhaft. ”Hej, nicht den Kugelschreiber verschlucken. Ich weiß nicht ob das als Arbeitsunfall zählt.” Mona zuckt zusammen und guckt mich mit
    großen Augen an. ”Du kannst einen aba auch erschrecken. Gar nich mitbekommen, dass du schon wieder auf bist. Konnteste jut schlafen?” ”Naja, ging so.” ”Soll heißen?” ”Naja... es schwirren ziemlich viele Gedanken herum. Felicias Unfall. Aber auch die Vorfreude auf das Segelwochenende mit Alexej und Yanaa... Sooo,
    ich brauch erst mal nen Kaffee. Wie sieht's bei euch aus?”
    ”Ich brauche keinen. Bei mir ist so gut wie Feierabend.” ”Ick nehm eenen. Und dann müssten wir beede uns noch eben zusammensetzen wejen den Touren um Weihnachten rum.” ”Ok.”








    Wie geplant sitze ich um 23:00 Uhr wieder hinter dem Lenkrad. Über die A111 und die A10 verlasse ich die Bundeshauptstadt.




    Dienstag, 09.10.2018, unterwegs auf der A24.

    Hinter dem Dreieck Havelland passiere ich dann die erste Baustelle auf der A24. Meine Fahrer, die hier tagtäglich durch müssen um ihre regionalen Touren abzuwickeln, fluchen über diesen seit Mai bestehenden Engpass. Und es wird bis 2023 wahrscheinlich kaum besser, da der nördliche Berliner Ring samt A24 zwischen Neuruppin und Dreieck Pankow im Endeffekt einmal komplett neu gebaut werden soll.
    Ich erreiche das Dreieck Wittstock/Dosse. Die dort befindliche Baustelle bereitet mir jetzt ob der nächtlichen Fahrt keine Sorgen. Tagsüber würde es wohl anders aussehen.

    Ich ziehe entspannt mit Tempomat bei 85km/h über die A19 gen Norden. Die Petersdorfer Brücke bei Malchow war auf dem Weg Richtung Rostock ja in den letzten Jahren immer ein Garant für zeitaufwendige Umfahrung. Seit Anfang Juli stehen hier immerhin wieder pro Richtung zwei Fahrbahnen zur Verfügung – auf dem neuen Brückenteil. Bis das Brückenbauprojekt auch auf der Fahrbahnrichtung gen Süden komplett abgeschlossen sein wird werden aber wohl noch zwei Jahre vergehen.

    Ich passiere das Kreuz Rostock. Ein Blick auf die Uhr. 02:45 Uhr. Ich liege gut in der Zeit und beschließe noch einen Abstecher zu meiner Rostocker Niederlassung zu machen.







    13:45 Uhr. Ich verlasse den Trelleborger Hafen über die Route 108. An einem Kreisverkehr lasse ich den Trelleborgsvägen hinter mir und folge der
    Route 101 gen Westen.
    Ich passiere Vellinge und erreiche dann die ersten Ausläufer von Malmö. Auf Höhe des Tesla-Händlers setze ich den Blinker links.
    Punkt 14:40 Uhr steht mein rovfågel an der Rampe und ich stelle den Tachographen auf Feierabend.

    ”Hej Ron. Wie sieht's aus? Läuft alles?” ”Na klar. Alles nach Plan. Felicia sagte mir vorhin, dass du noch was vom Maier-Flink aufm Zug hast, was die Pärchen morgen verteilen sollen.” ”Mhm. Ziehst du die Paletten bitte ins Lager? Und dann ist da noch eine Palette drauf die müsste gleich noch mitm Sprinter zum gelben Riesen rüber.” ”Kein Problem. Hast du die Papiere da?” ”Die pflücke ich gleich noch im Büro auseinander. Wenn du auf die Paletten schaust siehst du schon direkt welche für Malmö sind. Hab ich groß raufgeschrieben, weil ja in München und Berlin auch schon was runtergegangen ist. Felicia ist oben im Büro?” ”Alles klar. Ich
    hole mir die dann nachher gleich. Und ja, Felicia ist oben. Aber sie wirkt immer noch bedrückt wegen dem Unfall letzte Woche.”
    ”Das kann ich mir vorstellen. Ist sie denn seit dem schon wieder gefahren.” Ron nickt. ”Mit dem Actros aus Hamburg heute früh.”







    ”... Ja, so war das. Ich meine ich weiß, dass ich an der Situation nichts hätte ändern können, aber...” ”Alles ist gut. Das wichtigste ist, dass dir nichts passiert ist. Der MAN wird abgeschrieben und ein Scania R650 wird im Dezember geliefert. Damit geht es dann weiter. Bis dahin bleibt der Actros aus Hamburg Übergangsweise hier. Ron sagte, dass du damit schon los warst...” ”Mhm. Die Aufträge müssen ja weiter gehen. Aber am liebsten hätte ich Sandra das fahren lassen.” Felicia schaut auf die Uhr. ”Hast du noch irgendwas? Sonst würde ich Feierabend machen und mit meiner Tochter noch ein bisschen shoppen gehen.” ”Mach Feierabend und knuddel die Kleine von mir.” ”Das werde ich tun.” Ihr huscht ein Lächeln übers Gesicht. ”Du fährst heute Nacht noch wieder los?” ”Ja.”



    Mittwoch, 10.10.2018, Malmö
    Ich drücke die Spülung vom WC und wasche mir die Hände. Zurück in der Küche gieße ich mir noch Kaffee in die Thermoskanne, dann bin ich so weit dass ich wieder los kann. Die Abfahrtskontrolle hab ich bereits vor dem Toilettengang durchgeführt. Der V8 erwacht und klingt jetzt mitten in der Nacht irgendwie lauter als wie er
    tatsächlich ist.

    Helsingborg. Jönköping. Norrköping. Stockholm.

    Mit knapp unter zehn Stunden Fahrzeit stelle ich den Trailer am großen Lager in Uppsala an die Rampe. Es ist kurz vor 12:00 Uhr.
    ”Hej Pat.” ”Hallo Christian.” ”Ich hab meinen Trailer an Tor 3 angesetzt. Die Ladung bitte runter ziehen und für die regionale Verteilung morgen vorbereiten.” Ich reiche ihr die Frachtpapiere und sie wirft einen Blick drauf. ”Kirstin Stockholm, Meja Västerås und Ludvig Umea?” ”Ich hab noch keinen Überblick, wer morgen
    welche Tour fährt.”
    ”Achso.” ”Ich bin dann drüben bei meiner Frau im Büro. Vi ses senare.”

    Ich stelle den rovfågel in die Halle. Sandras Hauber steht auch an seinem Platz. Mit meiner Tasche im Schlepp gehe ich zuerst in den Wohnbereich um diese los zu werden. Dann gehe ich rüber ins Büro,wo Wencke, Airin und Tania an ihren Schreibtischen sitzen und entweder telefonieren oder Daten in den Computer eingeben. Ich winke den dreien zu und gehe dann an der Küche vorbei in Richtung der beiden Chefbüros. Mein Büro interessiert mich aber gerade noch nicht. Merkwürdigerweise ist Sandras Büro nicht besetzt – aber das Schreibtischlicht ist ebenso wie ihr Computer an. Hmm... Ich höre wie die Toilettentür geht.
    Alles klar.
    Rasch setze ich mich auf Schatzis Bürosessel und drehe mich so, dass ich mit dem Rücken zur Tür bin. ”Hej, det är min plats, älskling.” Sandra kommt um den Schreibtisch herum und setzt sich dann frech rittlings auf meinen Schoß. Ich bekomme einen Kuss. ”Woher wusstest du sofort, dass ich das bin?” ”Von unseren Angestellten würde sich keiner so frech hier hinsetzen, während ich zum Klo bin. Und ich kenne dich inzwischen lang genug.” Mir strahlt ihr freches Grinsen entgegen. ”Außerdem hab ich gehört wie du in die Halle reingefahren bist. Wie war deine Fahrt von Malmö aus?” ”Besser als ich gedacht hab. Knapp unter zehn Stunden und kaum Verkehr. Wie sieht es bei dir mit Mittagessen aus?” ”Könnte ich gebrauchen. Wolltest du was holen?” ”Nö. Ich wollte mich eben in die Küche stellen und fix ein Putencurry mit Reis zaubern.” Sandras Telefon klingelt und sie rutscht von meinem Schoß runter, damit ich den Bürosessel wieder freigeben kann ”Das klingt gut. Ich komm dann nachher gleich rüber.” Ich gebe ihr noch fix einen Kuss, dann nimmt sie den Anruf entgegen: ”hansekontor i Uppsala, Sandra Dansör. Hallå.”


    Gruß Christian
    hansekontor

    Das Wasser ist nicht tief. Es geht den Enten nur bis zum Bauch!


    TSM+RusMap+ZaregonNorthMap

    Windows7 Professional, 64-bit // IntelCore2Duo E8400 @ 3GHz // 8GB RAM // NVIDIA GeForce405

    147 mal gelesen

Kommentare 4