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52. Fastfood, Truckstops und Oldtimer

  • Montag, den 24. September 2018, 4:45 a.m., Pacific Daylight Time, Sacramento, CA:

    Um viertel vor Fünf klingelte mein Wecker. Ich machte ihn schnell aus, um Keela nicht unnötig zu wecken. Dann stand ich auf und schlich leise ins Bad. Dabei merkte ich, dass Keela recht behalten hatte. Ich hatte wirklich ein wenig Muskelkater. Und das, obwohl ich ja nicht unsportlich war. Ich spürte heute aber Muskeln, von denen ich nicht mal wusste, dass ich sie hatte.
    Nach dem Toilettengang und der Zahnpflege ging ich unter die Dusche. Um den Muskelkater zu bekämpfen, stellte ich sie heute auch extra heiß. Währen noch das heiße Wasser über meinen Körper lief, kam Keela ins Bad und ging ebenfalls schnell auf Toilette. „Guten Morgen, Süße. Habe ich dich jetzt geweckt?“ „Du glaubst doch nicht, dass ich dich hier ohne eine vernünftige Verabschiedung weglasse. Wer weiß, wann du das nächste Mal hier bist.“ „Okay, das ist ein Argument.“ „Außerdem habe ich schon Geräusche aus der Halle gehört. Ich glaube, George macht gerade seine Abfahrtskontrolle.“ „Macht ja einen tollen Eindruck. Der Chef war einen Tag vor ihm im Reset und fährt erst nach ihm wieder.“ „War ja nur eine Ausnahme.“ „Stimmt.“ „Ich gehe schon mal in die Küche und setze einen Kaffee auf.“ „Mach das, Süße.“ Sie verließ das Bad wieder.
    Kurz darauf verließ ich auch die Dusche. Nachdem ich mich abgetrocknet hatte, ging ich ins Schlafzimmer und zog mich an. Jetzt konnte ich auch schnell meine Tasche packen, ohne besonders leise sein zu müssen.
    Anschließend ging ich in die Küche, wo Keela gerade meine Vorräte zusammenpackte. „Damit du nicht ständig in die Truckstops gehen musst. Wir müssen ja das Geld für das teure Hotel wieder reinholen.“ „Jetzt übertreib mal nicht. Das war ein Geburtstagsgeschenk.“ „Du hast mir doch schon den Schmuck geschenkt.“ „Wer sagt denn, dass du nur ein Geschenk bekommen musst.“ „Du denkst schon dran, dass wir noch zwei Zugmaschinen und ein Haus abbezahlen müssen.“ „Ich denke an nichts anderes.“ „Das glaube ich nicht. Ich hoffe, du denkst auch manchmal an mich, wenn du weg bist.“ „Das ist wieder mal weibliche Logik. Ich konnte ja nur falsch antworten.“ „Weibliche Logik?“ „Das ist genau, wie wenn ihr fragt, ob man euch für zu dick oder zu alt hält. Da kann man auch nie die richtige Antwort geben.“ „Bin ich jetzt zu alt, weil ich die Drei hinten habe und du erst die Zwei?“
    :rolleyes: „Ich geb’s auf.“
    Wir tranken noch schnell einen Kaffee zusammen, dann musste ich los. Die Verabschiedung dauerte dann auch noch mehrere Minuten. Dann konnte ich aber in die Halle gehen.
    Georges Truck war wirklich schon weg. Ich stellte die Systeme auf PTI und räumte dann erstmal meine Sachen ein. Anschließend machte ich dann die Kontrolle der Zugmaschine.

    Punkt Sechs fuhr ich aus der Halle und fuhr zum Zentrallager rüber. Dort meldete ich mich bei Danny im Büro. „Guten Morgen, Danny.“ „Jetzt hätte ich bald Hallo Urlauber gesagt.“ Meinte Danny mit einem Grinsen. „Nur weil ich mal ein Wochenende wie normale Leute hatte?“ „So ungefähr.“ „Du kannst deiner Freundin mal ausrichten, dass ihre Eltern ein tolles Hotel haben.“ „Was macht ihr denn im Grand Lion?“ „Wir haben da am Wochenende mal eine Nacht verbracht.“ „Müsst ihr eine Kohle haben.“ „Ich fahre halt für Walmart.“ Sagte ich mit einem Lachen. „Ich wusste doch, dass unsere Subunternehmer zu gut bezahlt werden.“ „Deine Schwiegermutter ist auch eine nette Frau.“ „Die habt ihr auch kennengelernt?“ „Wir haben am Sonntag beim Frühstück ein paar Worte gewechselt.“ „Okay. Jetzt mal wieder zum Dienstlichen. Du hast dich ja scheinbar gut erholt, dann können wir dich ja mal wieder Long Haul schicken.“ „Wenn du möchtest. Wo soll es denn hingehen?“ „In die Heimat von Miller Beer und Harley Davidson.“ „Nach Milwaukee? Oder was?“ „Genau das.“ „Okay.“ „Der Reefer steht Tor 8 und hier sind deine Papiere.“ „Also hätte ich die Tour auch bekommen, wenn ich mich nicht gut erholt hätte.“ „Was glaubst du denn. Dann hätte ich dir die Tour zur Erholung gegeben. Ist doch besser als am Montagmorgen nach LA oder Frisco.“ „Auch wahr.“ „Dann mal gute Fahrt.“ „Ciao.“

    Ich ging wieder zu meinem Kenworth. Inzwischen war es viertel nach Sechs uns wir hatten mal wieder richtiges Herbstwetter. Es regnete. Wir hatten Westwetterlage und die Wolken regneten sich über Sacramento ab, um über die Sierra Nevada zu kommen.
    Ich fuhr zu Tor 8 und sattelte den Reefer auf. Dann konnte ich bei diesem Sauwetter die PTI des Trailers machen. Vor allem die Kontrolle der Trailer Achsen, ob sie in der richtigen Position standen, machte wieder besonders viel Spaß. Zu allem Übel musste ich auch noch die Achsen verschieben. Schließlich war alles in Ordnung. Gegen halb Sieben konnte ich vom Hof fahren. Bei unserer Wohnung waren wieder alle Fenster dunkel. Also war Keela vermutlich wieder ins Bett gegangen.

    Ich fuhr zur I-5. Der Verkehr in Sacramento ging aber um diese Zeit noch. Erst nach sieben Uhr wurde es voll. Ich fuhr in Richtung Norden auf die I-5 und wechselte kurz darauf auf die I-80 in Richtung Osten. Es dauerte nicht mehr lange, bis ich dann in die tiefhängenden Wolken kam. Jetzt hatte ich also nicht nur Regen, sondern auch Nebel.
    Kurz bevor ich Truckee erreichte, kam ich aber wohl über die Wolken. Der Nebel ging weg und es regnete auch nicht mehr. Als ich Nevada erreichte, fuhr ich im Sonnenschein. Reno erreichte ich dann, als der Berufsverkehr schon wieder abgeklungen war. Inzwischen fuhr ich entspannt mit Tempomat 66 dahin.

    An der Waage hinter Reno konnte ich dann vorbeifahren. Die Tankleuchte ging aber an und das Display schaltete automatisch auf die Reichweite um. Ich überschlug das kurz. Den Tankstopp wollte ich eigentlich mal wieder bei Bell’s Silver Creek machen. Bis dahin würde der Diesel aber nicht reichen. DEF schon. Beim Diesel müsste ich aber 30, 40 Gallonen bei tanken. Ich entschied mich dafür, dass dort zu machen, wo ich sowieso meine Pause machen wollte. In Battle Mountain.

    Dort angekommen, fuhr ich erstmal tanken. Ich füllte 40 Gallonen Diesel nach und parkte anschließend den Truck an meiner üblichen Stelle, gegenüber des Restaurants. Da ich hier ja schon häufiger war, kannte man mich.
    Die Sonne schien kräftig und es war sehr angenehm draußen. Also setzte ich mich mal wieder nach draußen.

    Es war jetzt kurz nach eins, also versuchte ich Keela noch mal zu erreichen. Ihr teilte ich dann mit, wo ich hinmusste. Auch, dass es mit Milwaukee auch schlecht aussah, dass ich den kommenden Reset zu Hause machen würde. Sie würde wohl am kommenden Wochenende wieder ohne mich nach Rockaway Beach fahren müssen. Nach einer halben Stunde legten wir auf, da Keela gleich ins Büro musste. Sie wollte sich vorher auch noch mal umziehen.
    Ich aß noch in Ruhe meinen Lunch zu ende. Um zwei Uhr machte ich mich dann wieder auf den Weg.

    Mein Tagesziel hieß, wie immer, wenn es über die I-80 ostwärts ging, Grassy Mountain Rest Area. Ich fuhr zurück auf die Interstate. Elko hatte ich dann auch schnell passiert. Zwischen Elko und Wells musste ich dann auf die Waage. Die Anzeige pendelte sich bei 76,603 Pfund ein. Ich konnte morgen also problemlos volltanken. Nun folgte der Endspurt des Tages. Grassy Mountain erreichte ich dann gegen viertel nach Sieben, Mountain Daylight Time. Somit hatte ich die Fahrzeit mit 10 Stunden, 45 Minuten wieder gut aufgebraucht.
    Zum Abendessen machte ich mir noch eine kleine Dose Suppe auf, die ich in der Mikrowelle aufwärmte. Dann schaltete ich mir den Fernseher ein und aß meine Suppe gemütlich am Tisch im Sleeper.
    Zur Verdauung machte ich noch einen kleinen Spaziergang über die Rest Area. Anschließend ging ich schlafen.

    Dienstag, den 25. September 2018, 6:45 a.m., Mountain Daylight Time, Grassy Mountain Rest Area, UT:

    Das Telefon klingelte. Ich schreckte hoch und holte es mir vom Armaturenbrett. „Murdock, hallo.“ „Guten Morgen, Bruderherz.“ Sagte die Stimme von Jessy. „Bevor du dich wieder beschwerst, dass ich zu spät anrufe, melde ich mich dieses Mal früher.“ „Ich verstehe nur Bahnhof.“ „Freitag, vor dreieinhalb Wochen, vor eurem LA Wochenende.“ Langsam dämmerte mir was. „Wie spät ist es denn?“ „Bei mir viertel vor Sechs.“ „Dann danke fürs Wecken.“ „Ich lege jetzt auf. Danny ist hier und möchte die Übergabe mit mir machen.“ „Dann viel Spaß beim Auskotzen.“ „Jetzt verstehe ich nur Bahnhof.“ „Du möchtest dich doch übergeben.“ „Sehr witzig.“ Jessy legte dann auf.

    Ich hatte die blöde Angewohnheit, immer noch den alten batteriebetriebenen Wecker zu benutzen, den ich letztes Jahr schon im Mack mit hatte. Wahrscheinlich wäre es besser, das Handy oder den eingebauten Wecker zu verwenden. An dem Freitag vor dreieinhalb Wochen hatte ich ja erst gedacht, ich hätte den Wecker nicht gestellt. Das stimmte aber nicht. Das Display war leer und die Batterie offensichtlich leer gewesen. Ich hatte dann eine nagelneue Batterie eingelegt. Die konnte aber nach dreieinhalb Wochen nicht wieder leer sein. So viel Strom braucht ein einfacher Wecker ja auch nicht. Das Display war aber jetzt trotzdem wieder leer. Ich machte kurzen Prozess und warf den Wecker auf dem Weg zur Toilette in die nächste Mülltonne.
    Nach dem Toilettengang folgte mal wieder die Körperpflege aus dem Kanister. Ich hatte mich beeilt und begann eine halbe Stunde nach Jessys Anruf mit der PTI. Hier war es dann halb Acht, als ich wieder losfuhr.

    Auch dieser Morgen begann dann wieder herbstlich. Dieses Mal regneten sich die Wolken vor den Rockies ab, die ja auch durch Utah gingen. Als ich Salt Lake City passierte, herrschte gerade Berufsverkehr. Ich mied dann aber die rechte Spur, auf der ständig irgendwelche Autos auf- und abfuhren. Auf der mittleren Spur lief es an sich ganz gut.

    Gegen zwanzig vor Zehn näherte ich mich Park City. Ich verließ die I-80 und fuhr dann zu Bell’s Silver Creek. Das war auch gut so. In meinen Tanks war nicht mehr allzu viel Diesel. Ich tankte 285 Gallonen Diesel. Das war bei einem Truck mit 300 Gallonen Tankvolumen sehr viel. Anschließend füllte ich auch noch den DEF Tank nach. Im Shop des Truckstops bekam ich dann auch noch einen frischen Kaffee.
    Nach gerade mal etwas über zwei Stunden Fahrzeit war es mir aber zu früh für eine komplette Pause. Ich nahm den Kaffee mit und sah zu, dass ich wieder auf die I-80 kam.
    Es dauerte dann keine halbe Stunde mehr, da hatte ich Wyoming erreicht. Dabei regnete es immer noch. Wenn das so weitergeht, brauche ich bei Akal heute auf keinem Fall anhalten. Der Parkplatz würde dann sicher nur mit Gummistiefeln zu betreten sein. Der Regen ließ dann zwar im Laufe des Vormittags nach, trotzdem beschloss ich, bei Akal nicht anzuhalten. Auch wenn ich dann wieder statt des, laut einem Kollegen, besten indischen Essens der USA, einen matschigen Burger einer Fast-Food-Kette bekommen würde.
    ;)
    Am späten Mittag sah es dann danach aus. Am Straßenrand konnte ich noch immer zahlreiche Pfützen sehen. Ich hatte weder Gummistiefel an Bord, noch wollte ich mit dem Truck, bei dem man trotz des schlechten Wetters der vergangenen zwei tage noch die Grundfarbe weiß erkennen konnte, auf den sicher schlammigen Parkplatz fahren.
    Ich fuhr also noch eine halbe Stunde weiter und dann in Laramie auf das Pilot Travel Center. Hier war der Parkplatz wenigstens asphaltiert oder betoniert.

    Mein Mittagessen kam dann wirklich wieder von einer Hamburgerbraterei. Diesmal erwischte ich einen Wendy’s. Dort stärkte ich mich mit einem sogenannten Baconator, einem Burger mit reichlich Hackfleisch und Schinkenspeck. Dazu gab es im Menü French Fries und einen Dr. Pepper. Keela sollte das besser nicht mitbekommen.
    :whistling: Hatte der Burger doch schon annähernd 1.000 Kcal. Ich versuchte das dann hinterher zumindest damit zu kompensieren, dass ich noch eine Runde über den Parkplatz drehte und mir die Trucks der Kollegen anschaute.

    Im Vergleich war ich letztlich mit meinem T680 mit 76 Inch High Roof Sleeper sehr zufrieden. Von den Standardzugmaschinen konnten meiner Meinung nach nur die Kollegen mit dem Großen Volvo VNL oder dem großen Freightliner Cascadia mithalten. Alles andere bot weniger Platz oder war wieder erheblich länger vom Radstand der Zugmaschine. Mit 53 Fuß Trailern waren wir in Kalifornien so schon ein Dorn im Auge der CHP oder der Caltrans, dem California Department of Transportation. Eine verlängerte Zugmaschine wäre dann wahrscheinlich zu viel des Guten. Mit meinem Antriebsstrang, bestehend aus 510 PS Paccar MX13, 18 Gang Fuller Schaltbox und 6x4 war ich auch eher überdurchschnittlich ausgestattet. Auch wenn bei uns, im Gegensatz zu Europa nicht an jedem Truck gleich dranstand, welche Leistung dieser hatte. Um viertel vor Vier machte ich mich wieder auf den Weg.

    Es ging zurück auf die I-80 in Richtung Osten. Eine halbe Stunde später erreichte ich Cheyenne, WY. Dort entscheid ich mich für gleiches Vorgehen, wie am Morgen in Salt Lake City. So kam ich gut durch und es dauerte nicht mehr lange, bis ich Nebraska erreichte. Zuerst ging es durch den westlichen Teil des Staates, der noch in der Mountain Time Zone lag. In den Teil, der in der Central Time Zone lag, würde ich heute auch nicht mehr kommen. Ich kam noch an dem Abzweig zur I-76 in Richtung Denver vorbei. Dann musste ich aber langsam einen Platz für meinen Feierabend finden.

    Diesen fand ich dann am Flying J Travel Center in Big Springs, NE. Hier kam ich gegen viertel nach Sieben an.
    Ich ging erstmal in den Truckstop und sah zu, dass ich eine Dusche bekam. Nachdem ich dann wieder frisch und sauber war, schaute ich nach dem Abendessen. Hier gab es ein Grillrestaurant namens Max’s Highway Diner.
    Da ich immer noch ein schlechtes Gewissen aufgrund des Kalorienreichen Mittagessens hatte, Begnügte ich mich am Abend mit einem Chicken Caesar Salad und einer Diet Pepsi. Trotzdem machte ich auch heute Abend noch einen Verdauungsspaziergang über den Parkplatz.
    Gegen neun Uhr war ich dann zurück im Truck. Da Keela noch arbeitete, verzichtete ich auf ein Telefonat. Stattdessen ging ich bald schlafen.

    Mittwoch, den 26. September 2018, 4:30 a.m., Mountain Daylight Time, Big Springs, NE:

    Es war zwar noch sehr früh am Tag, trotzdem klingelte mich mein Wecker aus den Federn. Der Unterschied war, dass ich mich mit dem im Sleeper fest verbauten Wecker hatte wecken lassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser seinen Dienst verweigerte, war äußerst gering. Dann müssten schon sämtliche Batterien am Truck leer sein. Sollte das vorkommen, würde er auch nicht mehr anspringen. Außerdem war werksseitig ein Batteriewächter verbaut, der vor einem Erreichen der Minderspannung erstmal „unwichtige“ Verbraucher abschaltete und so ein Starten des Motors ermöglichte. Bei hohen Minustemperaturen war es sowieso ratsam, den Truck laufen zu lassen um betriebsbereit zu bleiben. Davon war ich zumindest zu Hause in Kalifornien weit entfernt.

    Ich stand auf und setzte die Kaffeemaschine in Gang. Anschließend ging es in den Truckstop, wo ich Toilette und Dusche benutzte. Um viertel nach Fünf begann ich mit der PTI und eine Viertelstunde später fuhr ich zurück auf die Interstate, auf der ich auch heute wieder den ganzen Tag verbringen würde.
    Die I-80. Diese verlief am frühen Morgen parallel zum South Platte River, von dem ich aber aufgrund der morgendlichen Dunkelheit noch nicht viel sah. Ich passierte die Stadt mit dem lustigen Namen Ogallala und fuhr weiterhin parallel zum Fluss. Einige Minuten Später kam die Bemerkung des Navis: „Changing time zone.“ Ich hatte also die Central Time Zone erreicht. Kurz darauf ging es an North Platte vorbei.
    Ein wenig später hätten sich wohl Keelas schwedische Freunde Sandra und Christian Dansör etwas heimatlicher gefühlt. Ich kamen an Gothenburg vorbei. Die Interstate ging weiter am South Platte River entlang. Dabei war die nächste größere Stadt dann Kearney, NE. Die weitere Fahrt ging durch das weite, ländliche Nebraska.

    Inzwischen war es auch hell geworden. Irgendwann machte sich bei mir der Hunger bemerkbar, was kein Wunder war. Wir hatten inzwischen halb Elf. Da ich langsam auf Lincoln, NE zukam, war es für mich keine Frage, wo ich hinfuhr.
    Ich verließ die Interstate an der Ausfahrt 395 und kam so zu Shoemaker’s Truckstop. Hier war ich auch bereits öfter. Er gehörte zwar nicht einer der großen Ketten an, war aber sehr liebevoll geführt und hatte ein toll eingerichtetes Restaurant. Der Stil erinnerte an 50er Jahre Diners. Außerdem waren die Wände mit alten Fotografien, Zeitungsausschnitten und historischen Blechschildern versehen. Als weitere Deko gab es alte Öl Dosen, historische Zapfsäulen, Lastwagen aus den 20er Jahren und weitere historische Fahrzeuge.

    Ich hatte bisher bei jeder Tour, bei der ich hier vorbeikam, einen Stopp gemacht und entdeckte trotzdem immer wieder was Neues. Zum Lunch hatte ich mir heute ein klassisches Grilled Ham & Cheese Sandwich und eine Coke bestellt. Es schmeckte wirklich ausgezeichnet. Neben der tollen Einrichtung immer wieder ein Grund hierhin zu kommen.
    Anschließend telefonierte ich noch eine Weile mit Keela. Mit ihr war ich ja auch schon hier gewesen und sie fand es hier damals auch klasse.

    Eine Stunde nach meiner Ankunft machte ich mich wieder auf den Weg. Als ich wieder auf die I-80 auffuhr, sah ich rechts wieder das große Schild von Frontier Harley-Davidson. Jedes Mal, wenn ich hier war dachte ich, dass ich da auch noch mal vorbeischauen wollte. Ich hatte zwar mein Bike, aber wie Keela schon in Hollywood bemerkt hatte, fehlte mir noch Kleidung. Ich hatte zwar die übliche, einfache Schutzkleidung, aber eben nichts, was stilvoll zu meiner Ultra Classic passte.

    Eine Stunde später hatte ich Omaha erreicht. Um die Mittagszeit kam ich aber gut durch die Stadt durch. Ich hielt mich wieder auf der mittleren Spur, so dass ich mit den Leuten, die auf die I-80 auffahren, beziehungsweise von ihr abfahren wollten, nichts zu tun hatte. Dann erreichte ich den Missouri River und damit die Grenze zu Iowa.
    Dieser Staat war, genau wie Nebraska, für seine Weite und seine landwirtschaftlich geprägte Atmosphäre bekannt. Nicht umsonst wurde der mittlere Westen auch als Kornkammer Amerikas bezeichnet.
    So fuhr ich den ganzen Mittag durch weite Felder, bis ich schließlich den Raum Des Moines erreichte. Hier hatte ich dann eine Premiere. Ich war schon häufig hier in Des Moines gewesen. Bisher ging es hier aber immer vor der I-80 auf die I-35 oder umgekehrt. Ich musste mich wirklich konzentrieren, um nicht versehentlich in Richtung Minnesota zu fahren. So passierte ich die Stadt und fuhr weiter über die I-80 nach Osten.

    Mein heutiges Tagesziel hatte ich mir eigentlich am Morgen schon festgelegt. Ich wollte unbedingt den größten Truckstop der Welt sehen. Den Iowa 80. Somit hatte ich heute noch etwa 150 Meilen vor mir. Das sollte in meiner Fahrzeit locker zu schaffen sein. Die Strecke ging dann auch wieder durch das weite, ländliche Iowa. Die gut zweieinhalb Stunden von Des Moines zum Iowa 80 konnte ich also gemütlich und entspannt hinter mich bringen.

    Schließlich erreichte ich Walcott, IA. Man konnte den riesigen Truckstop bereits aus der Ferne von der Interstate aus erkennen. Dann erreichte ich die Ausfahrt mit der Nummer 284, die wahrscheinlich jeder Trucker in Nordamerika auswendig kannte.

    Alleine die nackten Zahlen dieses Truckstops sind schon mehr als beeindruckend. 5.000 Gäste pro Tag. 15 Tankstellen mit insgesamt 150 Zapfsäulen für Trucks. An jeder davon kann sowohl Diesel, als auch DEF getankt werden. Ca. 900 Parkplätze für Trucks und 450 Mitarbeiter. 350 Restaurantplätze und ein Bankettsaal, der diese Kapazität nochmal um 60 Plätze erhöht. Bei der Iowa 80 Kitchen werden pro Jahr eine Million Tassen Kaffee ausgeschenkt und 90 Tonnen Fleisch verbraucht. Alleine das war beeindruckend. Ihn zu sehen, war noch mal eine ganz andere Hausnummer. Ich hatte den Eindruck noch nie so viele Trucks auf einmal gesehen zu haben. Trotzdem fühlte ich mich hier gleich willkommen und zu Hause.

    Bei der großen Anzahl von Parkplätzen wusste ich erstmal gar nicht, wo ich parken sollte. Schließlich hatte ich mich für eine Parklücke entschieden und machte Feierabend. Mit zehneinhalb Stunden war ich heute hier hingekommen.
    Nun war ich neugierig auf den Mega Truckstop. Trotzdem ging ich zu allererst duschen.
    Anschließend ging ich durch den 2800 qm großen Trucker’s Store. Die ausgestellten Showtrucks und die Masse an Zubehör hatte es in sich. Ich hatte aber in letzter Zeit genug Geld ausgegeben, so dass ich nur schaute und mir nichts kaufte. Ich war momentan auch so mit meinem Truck äußerst zufrieden.

    Anschließend ging ich zum Essen in das, trotz der Größe sehr gemütliche Iowa 80 Kitchen Restaurant. Da ich mich im Anschluss noch bewegen wollte, gönnte ich mir heute Abend ein Steak.

    Nach dem Essen wollte ich dann noch ins Iowa 80 Trucking Museum. Leider hatte dieses bereits um fünf Uhr am Nachmittag geschlossen. So musste ich den Besuch auf ein anderes Mal verschieben. So konnte ich nur einen Blick durch ein großes Fenster werfen und mir die Neugier für das nächste Mal aufheben.
    Ich drehte dann noch eine große Runde über den Parkplatz und schaute mal wieder, womit die Kollegen denn so unterwegs waren. Als ich dann endlich im Truck ankam, legte ich mich recht bald ins Bett.

    Donnerstag, den 27. September 2018, 3:45 a.m., Central Daylight Time, Iowa 80, Walcott, IA:

    Der Wecker holte mich dann um viertel vor Vier wieder aus meinen Träumen. Es war viel Betrieb auf dem Truckstop, daher nicht ganz so ruhig. Wenn man aber Reefer gewohnt war, störte es einen nicht so wirklich.
    Ich stand auf und setzte mir erstmal meinen Kaffee auf. Anschließend ging ich duschen. Um halb Fünf begann ich mit meiner PTI und eine Viertelstunde später ging es wieder los.

    Ich fuhr zurück auf die I-80 in Richtung Osten. Es dauerte dann nicht mehr lange, bis ich Iowa verließ und Illinois erreichte. Das einzige Problem heute früh war jetzt, dass ich jetzt im Berufsverkehr in den Raum Chicago fahre. Aber da musste ich heute durch.
    Bei Joliet, IL wechselte ich dann auf die I-55 in Richtung Norden. Nun wurde es auch merklich voller auf den Straßen. Außerdem forderte die Streckenführung meine volle Aufmerksamkeit. Ich musste zwar nicht direkt durch Chicago, aber der Großraum reichte schon.
    Es ging dann über I-55, I-294 und I94 immer in Richtung Wisconsin. So stand es auch auf den Schildern über den Interstates. Es wunderte mich zunächst, dass dort der Staat und nicht eine Stadt ausgeschildert war. Mir war es aber Recht. Nun ging es stetig nordwärts mit einer gewissen Entfernung am Westufer des Lake Michigan entlang.
    Kurz vor Milwaukee wechselte ich dann noch auf die I-43. Über diese Interstate ging es dann in die Stadt, die weltweit für ihre Biere und Motorräder bekannt war.
    Bier trank ich zwar recht selten, aber von den Motorrädern aus dieser Stadt standen zwei in unserer Halle.

    Um halb Zehn erreichte ich dann den Neighborhood Market, für den meine Ladung bestimmt war. Ich hatte Glück, dass es hier am Wareneingang schon voll war. So blieb mir das Rangieren des langen 53 Fuß Trailers vor das erste Tor erspart. Ich durfte vor dem Freilager absatteln und der City Trucker müsste dann gleich den Rest erledigen. Nun war ich auf meinen Anschluss gespannt. Im ORBCOMM fand ich dann folgende Anweisung:

    PICKUP: CST-WIMIL
    GATE: 10
    TRAILER: DV45979
    FREIGHT: FLOUR
    WEIGHT: 40,815 LB
    DROP: NMA-IADMO
    PRIORITY: URGENT
    REMARKS: -----

    WAT-CASAC-DSN.

    Ich brauchte mit Danny gar nicht diskutieren, da es bei dringenden Ladungen sowieso keine Alternative gab. Es ging aber immerhin in die richtige Richtung. Ich machte mich also auf den kurzen Weg zum hiesigen Zentrallager, wo ich dann eine Viertelstunde später ankam.
    Ich meldete mich im Büro an: „Hallo, M.M. Trucking, Unternehmer 3761. Ich soll hier einen Trailer für Des Moines übernehmen.“ Hallo. Die Ladung ist noch nicht ganz abholbereit. Die Kollegen vom Lager sind noch am Aufladen. Haben Sie schon Ihren Break gemacht?“ „Noch nicht.“ „Sie können gerne schon aufsatteln. Wir sagen dann Bescheid, wenn die Beladung abgeschlossen ist.“ „Okay. Tor 10 ist richtig?“ „Korrekt.“ „In Ordnung. Dann sattele ich schon mal auf.“
    Ich ging wieder zu meinem Truck. Dann fuhr ich um die Halle und nahm an Tor 10 den Trailer auf. Als ich aufgesattelt hatte, machte ich soweit die PTI des Trailers, soweit sie an der Rampe schon ging. Anschließend machte ich es mir im Sleeper gemütlich, wo ich mir ein Fertiggericht in die Mikrowelle schob. Dann aß ich es gemütlich.

    Kurz nach Elf kam der Mitarbeiter aus der Dispatch raus. „Okay. Die Beladung ist jetzt abgeschlossen. Ich habe auch gleich die Papiere mitgebracht. Ich bekomme dann noch eine Unterschrift.“ Ich unterschrieb die Papiere und verabschiedete mich. Dann machte ich mich wieder startklar. Ich zog den Lastzug von der Rampe und erledigte die restliche PTI. Um viertel Nach Elf machte ich mich dann auf den Weg zurück nach Iowa.

    Ich fuhr dann im Großen und Ganzen den gleichen Weg wieder zurück, den ich auf dem Hinweg genommen hatte. Zuerst ging es zur I-43 zurück, über die ich Milwaukee dann in Richtung Süden verließ. Außerhalb der Stadt ging es dann wieder auf die I-94 über die es dann wieder auf Chicago zuging. Illinois begrüßte mich dann auch als erstes mit einem Stau. Grund war eine Tagesbaustelle, kurz hinter der Staatengrenze bei Russell.

    Nach der Baustelle konnte ich dann nochmal für eine halbe Stunde gemütlich fahren. Dann erreichte ich Deerfield, IL, wo der Wechsel auf die I-294 erfolgte Nun ging es wieder durch den Speckgürtel von Chicago. Zum Glück war jetzt Mittagszeit, wo der Verkehr vergleichsweise gut lief.
    Es ging an Des Plaines vorbei und dann am Chicago O’Hare International Airport. Nun ging es südwärts weiter bis Burr Ridge, IL, wo ich auf die I-55 wechselte. Als ich dann bei Joliet, IL wieder auf die I-80 in Richtung Westen abbog, konnte ich durchatmen. Ich hatte heute zweimal den Großraum Chicago durchquert und sowohl ich, als auch mein Truck hatten es ohne Schäden überstanden.

    Es Kristallisierte sich inzwischen immer mehr heraus, dass ich wohl eine weitere Nacht auf dem Iowa 80 stehen würde. Vielleicht kam ich ja heute rechtzeitig an, um das Museum zu besichtigen. Von Joliet hatte ich jetzt noch 155 Meilen bis zum Ziel. Also gute zweieinhalb Stunden. Mit Tempomat 66 rollte ich nun total entspannt über die I-80. Das war es, was diesen Job so schön machte. Einfach mal gemütlich dahingleiten. Dabei schöne Musik im Radio und ab und zu noch etwas über CB-Funk mit den Kollegen quatschen. Das war einfach das tolle Long Haul Feeling.
    Am Nachmittag überquerte ich den Mississippi und kam so wieder nach Iowa. Jetzt hatte ich noch 28 Meilen bis zum Feierabend. Dabei ging es noch an Davenport vorbei. Kurz darauf sah ich auf der rechten Seite wieder den Mega Truckstop.


    Da inzwischen mal wieder meine Tankleuchte an war, fuhr ich erst noch zum Tanken. Mit dem Preis von 3,11 $ pro Gallone konnte ich gut leben. Ich tankte den Kenny voll und stellte ihn dann auf einen der zahlreichen Parkplätze.

    Nachdem E-Log und ORBCOMM auf Pause standen, lief ich schnell zum Museum rüber. Ich wollte wenigstens noch einen Blick auf die Oldtimer werfen. Die Dame am Eingang sah mich missbilligend an, als ich zur Tür reinkam. „Junger Mann, wir schließen in wenigen Minuten.“ Ich schaute auf die Uhr. Es war schon wieder viertel vor Fünf. Ich schaute die Dame mit einem Hundeblick an. „Ich habe das gestern schon verpasst. Jetzt bin ich heute extra wieder hier hin gekommen um euer Museum zu sehen. Wann ich das nächste Mal aus Kalifornien hier bin, steht in den Sternen.“ Ich hatte offensichtlich ihren Mutterinstinkt geweckt. „Na gut. Eine Viertelstunde haben wir ja noch. Beeile dich und schau dich noch kurz um. Ich werde aber gleich nicht lange hinter dir herlaufen. Du kommst gleich von selbst zum Ausgang.“ „Mache ich. Vielen Dank.“ Ich ging noch hinein und sah mich kurz um. Ich machte auch das eine oder andere Foto.

    Als ich um punkt fünf Uhr wieder aus dem Museum ging, stand für mich fest, dass ich hier noch mal hinmusste, um mir alles in Ruhe anzusehen.
    Ich ging dann zuerst zurück zu meinem Kenny und holte meine Tasche mit den Duschutensilien. Anschließend ging ich in den Truckstop zum Duschen und Abendessen. Auch heute aß ich wieder gut im Iowa 80 Kitchen Restaurant.

    Zurück im Truck schlief ich dann zufrieden ein.

    Freitag, den 28. September 2018, 2:15 a.m., Central Daylight Time, Iowa 80, Walcott, IA:

    Eine ungeschriebene Regel für die meisten Truckdriver auf der Welt lautet, wenn man früh Feierabend macht, muss man auch früh wieder los. Dieses Schicksal blühte heute auch mir. Um viertel nach Zwei klingelte mein Wecker wieder. Inzwischen hatte ich mich auch an den eingebauten Wecker im Sleeper des Kenworth gewöhnt.
    Ich stand auf und setzte, wie immer den Kaffee auf. Anschließend ging ich zum Duschen und auf den ersten Kaffee in den Truckstop. Zurück im Truck begann ich mit meiner PTI. Um drei Uhr machte ich mich dann wieder auf den Weg. Meine Ladung war schließlich dringend.
    Ich fuhr wieder auf die I-80 in Richtung Westen. Nun konnte ich erstmal für die nächsten 150 Meilen gemütlich durch die Nacht rollen. Um viertel vor Sechs, Ortszeit fuhr ich dann in Des Moines von der Interstate.

    Plötzlich klingelte mein Telefon. „Murdock.“ Meldete ich mich knapp. „Guten Morgen, Marc.“ Meldete sich Jessy. Ich kannte meine Schwester. Wenn ihre Stimme so klang, wie jetzt, dann stimmte was nicht. „Hey, Schwesterchen. Irgendwas ist los. Wo drückt der Schuh?“ „Eigentlich wollte ich dich weiter in Richtung Heimat bekommen.“ „Aber?“ „Die Kollegen aus Iowa haben dich geblockt.“ „Das liebe ich so am ORBCOMM. Da weiß gleich die ganze Walmart Gruppe, wo ich bin.“ „Da ist was dran.“ „Weißt du schon wofür die mich so dringend brauchen?“ „Für eine Ladung Tafelgeschirr nach Nashville.“ „Hoffentlich haben die einen Trailer, wo die Luftfederung ordentlich funzt. Sonst kommt da eine Ladung Scherben an.“ „Nicht, wenn die Ware ordentlich verpackt ist.“ „Da ich sowieso nicht zum Reset nach Hause gekommen wäre, ist das nicht so dramatisch. Dann gibt es eben einen Reset in der Music-City.“ „Seit wann stehst du auf Country Music?“ „Tu ich ja gar nicht. Höchstens auf Country Rock.“ „Du bist also nicht sauer auf mich?“ „Warum sollte ich?“ „Okay. Dann mach mal weiter.“ „Du auch. Bis dann.“ Wir legten auf.

    Inzwischen hatte ich mich auch durch das frühmorgendliche Des Moines bewegt. Zum Glück war um sechs Uhr noch nicht ganz so viel Berufsverkehr. Ich erreichte punkt sechs Uhr den Neighborhood Market. Die Security Leute, die wohl, wie unsere Dispatcher um sechs Uhr Schichtwechsel hatten, standen passenderweise gerade vor dem Supermarkt. Ich hielt in der Einfahrt an und schaltete den Warnblinker ein. „Schönen guten Morgen zusammen.“ Grüßte ich. „Morgen. Hast du die Ladung aus Milwaukee drauf?“ „So ist es.“ „Bekommst du dein Geschoss an das erste Tor?“ „Mit ´nem 45 Fuß Trailer kein Problem.“ „Das wäre super. Der City Trucker kommt nämlich heute nicht vor Zehn.“ „Ich sag ja, kein Problem.“ „Sollst du auch das Brennholz mitnehmen?“ „Was für Brennholz?“ „Na die Leerpaletten.“ „Steht da noch ein Trailer mit Paletten?“ „Blitzmerker. Du hast es erfasst.“ „Der steht dann wohl noch bis um Zehn hier.“ „So ein Mist.“ „Ich soll hier vom Außenlager eine dringende Ladung für Nashville bekommen. Wo sollen die Paletten den hin?“ „Ich glaube nach Texas.“ „Ich fahre doch nicht mit eurem Brennholz nach Texas. Zwei Tage mit gammeligen Paletten für ein Taschengeld. Bei aller Liebe nicht.“ „Dann eben nicht. Warte, ich gebe dir gleich die Unterschriften.“ Er unterschrieb meine Papiere. „Dann noch gute Fahrt.“ „Danke. Dann legt euch wieder hin.“

    Ich stieg wieder ein und setzte den Lastzug an Tor 1. Heute war ich dann wieder über zwei Dinge froh. Den kurzen 45 Fuß Trailer und dass ich nicht mehr den langen Radstand des W900 hatte. Trotzdem brauchte ich in der Dunkelheit, die noch herrschte, gute zehn Minuten, bis ich den Trailer vernünftig vor dem Tor stehen hatte. Dann sah ich im ORBCOMM auch den Auftrag, von dem Jessy gesprochen hatte:

    PICKUP: EST-IADMO
    GATE: 06
    TRAILER: DV45211
    FREIGHT: TABLEWARE
    WEIGHT: 32,394 LB
    DROP: COW-TNNAV
    PRIORITY: URGENT
    REMARKS: ATTENTION! FRAGILE CHARGE!!!

    WAT-CASAC-JMU.

    Ich fragte mich, ob Jessy mir die Bemerkung in den Auftrag geschrieben hatte, oder ob sie das so aus Des Moines übernommen hatte. Da ich aber eben schon den Spruch mit der Luftfederung losgelassen hatte, tippte ich auf letzteres.
    Mit dem Bobtail ging es nun durch den Morgenverkehr zum Außenlager, Des Moines. Hier traf ich dann nach einer Viertelstunde ein. Ich meldete mich im Bürocontainer und bekam meine Papiere. Dann fuhr ich zu Tor 6 und nahm den Trailer auf. Als ich ihn von der Rampe gezogen hatte, machte ich, Im Zuge der PTI auch eine Sache, die ich sonst nicht machte.
    Ich hatte noch nie Theater mit der Ladung oder der Ladungssicherung gehabt. Da aber die Kollegen auch schon ausdrücklich auf die Bruchgefahr hinwiesen, besorgte ich mir eine Leiter und begutachtete die Ladung. Es war aber alles Super, so wie ich es bei Walmart gewohnt war. Die Paletten und die Kartons darauf waren, soweit ich das sehen konnte alle einwandfrei. Beruhigt brachte ich die Leiter wieder weg und setzte die Kontrolle des Trailers fort. Bei der vergleichsweise leichten Ladung hatte man die Achsen auch weiter nach vorne geschoben. So war ich mit dem kurzen Auflieger noch wendiger. Durch die genaue Kontrolle hatte meine Trailer PTI heute länger gedauert. Ich hatte tatsächlich eine halbe Stunde gestanden. So war es jetzt sieben Uhr, als ich mich wieder auf den Weg machte.

    Nun war der Berufsverkehr in Des Moines im vollen Gange. Ich hatte also viel Stop and Go, bis ich endlich auf der Interstate war. Damit ich dann hier am Kreuz endlich alle Richtungen kannte, ging es heute mal über die I-35 in Richtung Süden. Nun kam ich aus dem Ballungsraum hinaus und konnte anschließend wieder ganz entspannt fahren. In der aufgehenden Sonne erreichte ich dann schließlich Missouri.

    Da es heute sehr gut lief, hatte ich irgendwie gar keine Lust, Pause zu machen. Das änderte sich auch erst, als ich wieder in einen Ballungsraum kam und ich außerdem noch Hunger bekam.

    Es war kurz vor halb Elf und ich erreichte langsam Kansas City. Ich suchte auf meiner Truckstop App nach einem Autohof in der Nähe und fand auf meiner Route einen Flying J. Dieser war an der I-435 in Kansas City. Kurz entschlossen übernahm ich die Adresse in mein Navi und fuhr dort hin. Um viertel vor Elf stellte ich auf dem Parkplatz des Truckstops den Motor ab.
    Dann telefonierte ich erstmal mit Keela, die gerade zu Hause am Frühstückstisch saß. Ich hatte mir inzwischen meine Route angesehen und mir war aufgefallen, dass ich ein Stück durch Kentucky musste. Da ich ja keine ständige KYU Nummer hatte, bat ich Keela dann, dass sie mir noch eine Tagesgenehmigung für Kentucky besorgte. Nachdem wir aufgelegt hatten, musste ich nun auch erstmal meinen Hunger stillen. Dazu gab es heute Pizza und Coke. Um viertel vor Zwölf machte ich mich dann wieder auf den Weg.

    Es ging noch mal kurz zurück auf die I-435. Im Süden von Kansas City wechselte ich dann aber auf die I-70 in Richtung St. Louis. Leider war während meiner Pause der Herbst zurückgekehrt und hatte den Spätsommer verscheucht. Nun regnete es in Strömen. Dazu war es auch noch windig. Bei diesem Schietwetter ging es nun durch Missouri weiter.
    Das Wetter führte dann auch dazu, dass manche Leute Angst hatten, Gas zu geben. So wurde ich immer wieder an diesem Mittag dazu genötigt, die Überholspur zu nutzen, um mein gewähltes Tagesziel, St. Louis noch zu erreichen.
    Bei manchen Leuten hatte ich aber auch Verständnis, dass sie sich bei diesem Wetter nicht mehr trauten, zügig zu fahren. Zum Beispiel eine Junge Frau, die mit ihrem klapprigen Pacer nur noch 40 fuhr. Ich hätte an ihrer Stelle wahrscheinlich sogar bei Kaiserwetter kein höheres Tempo gewählt. Alleine aus der Angst, dass die Karre dann endgültig auseinanderfallen würde. Gegen den war mein ehemaliger alter Taurus noch ein hypermoderner Traumwagen.

    Der Mittag verging und der Nachmittag brach an. Dabei regnete es noch immer. Mal mehr und mal weniger kräftig. Trotzdem kam ich gut durch.
    Ich hatte mir daher aus meiner App einen Love’s Travel Stop ausgesucht, der an der I-70 in St. Louis lag. Das würde zwar eng mit meiner Fahrzeit, aber nachmittags um halb Vier, Vier sollte es kein Problem sein, dort einen Stellplatz zu bekommen.
    Die Kombination aus Regen und Feierabendverkehr machte mir aber einen Strich durch die Rechnung. Das merkte ich aber erst, als es ein wenig zu spät war. Nun kam kein Truckstop mehr vor dem Love’s. Als ich den Truck dann schließlich auf dem Truckstop abstellte, war es dann halb Fünf. Das Ergebnis waren leider 11,5 Stunden Fahrzeit. So war ich im Gegensatz zum Vormittag etwas sauer und frustriert.

    Zur Frustbewältigung gab es dann erst eine Dusche im Truckstop und dann ein großes Big Mac Menü im dortigen Macces. Danach ging es mir wieder etwas besser. Zum Ausklang des Tages machte ich es mir dann im Sleeper vor dem Fernseher gemütlich.

    Samstag, den 29. September 2018, 2:00 a.m., Central Daylight Time, St. Louis, MO:

    Auch heute ging es wieder verdammt früh weiter. Daher stand ich bereits um zwei Uhr in der Nacht wieder auf. Nachdem die Kaffeemaschine wieder lief, ging ich in den Truckstop zum Duschen und für den ersten Kaffee des Tages. Um drei Uhr war die PTI beendet und ich war wieder auf dem Weg nach Nashville.

    Ich fuhr auf die I-70 zurück, auf der ich nicht so lange bleiben sollte. Kurz darauf wechselte ich auf die I-55. Dann ging es über den Mississippi und ich war mal wieder in Illinois. Als Nächstes ging es kurz darauf auf die I-64 in Richtung Louisville, KY. Nun konnte ich erstmal die nächsten 75 Meilen in Ruhe durch die Nacht rollen. Ich war jetzt aus dem Raum Saint Louis raus und daher war an diesem sehr frühen Samstag nichts mehr los.
    Bei Mount Vernon wechselte ich dann auf die I-57 S in Richtung Memphis. Als ich bei Pulleys Mill auf die I-24 wechselte, Stand auch das erste Mal Nashville auf dem Schild.
    Bis nach Metropolis ging es nun noch durch Illinois weiter. Dort überquerte ich dann den Ohio River und nun war ich das zweite Mal in meiner jungen Karriere in Kentucky, wo ich aber wieder nur als Transit durchfuhr. Im anbrechenden Morgen durchquerte ich nun den Staat der Rennpferde und des Whiskeys.

    Kurz bevor ich den Staat dann wieder verließ, wurde dann aber noch mal angehalten. Am Flying J Travel Center in Oak Grove, KY machte ich dann noch eine Frühstückspause.
    Um halb Acht stellte ich den Motor auf dem Parkplatz ab. Zu Hause war es zwar erst halb Sechs, ich wusste aber, dass Keela heute früh aufstehen wollte, um zeitig in Rockaway Beach zu sein. Ich nahm mein Handy und rief also zu Hause an.
    Nach dem vierten Klingeln nahm Keela ab. „Keela Ryan, Hallo.“ Meldete sich eine total müde Stimme. „Guten Morgen meine Süße.“ „Weißt du eigentlich wie spät es ist?“ „Ja, weiß ich. Halb Acht.“ „Was???“ sagte Keela erschreckt. Kurz darauf kam: „Du Blödmann. Es ist halb Sechs.“ „Das möchte ich überhört haben. Bei mir ist es halb Acht.“ „Klugscheißer.“ Sagte sie. „Ich dachte, du wolltest früh in Pacifica sein.“ „Da hast du natürlich wieder recht.“ „Na also.“ „Wie läuft es bei dir?“ „Bis jetzt war die Nachtfahrt super. Ich bin fast in Tennessee und bis Nashville ist es dann auch nicht mehr weit. Wenn Danny aber keine kurze Tour hat, habe ich dann dort meinen Reset.“ „Dann hoffe ich, dass du auf Country Music stehst.“ „Das meinte Jessy gestern schon zu mir. Ich sage dir das Gleiche, wie ihr. Eigentlich nur auf Country Rock.“ „Dann hast du wahrscheinlich den Falschen Ort für deinen Reset.“ „Falls ich keinen Sender ohne Country finde, höre ich halt MP3.“ „Auch eine Idee. Du denkst aber daran. Es gibt kein Motel für dich.“ „So warm ist es ja nicht mehr, dass ich unbedingt die Standklima brauche. So ist das kein Problem.“ „Na gut. Dann will ich mal unter die Dusche gehen.“ „Okay. Viel Spaß in Pacifica. Grüß Jeff und Beverly von mir.“ „Mache ich.“ Wir legten auf und ich ging in den Truckstop.

    In dem Flying J gab es dann mal wieder außer den üblichen Automaten Sandwiches nur einen Mac Donalds. Dann gab es eben einen Big Mac mit French Fries und Coke.
    Um viertel vor Neun machte ich mich wieder auf den Weg. Wenige Minuten später verließ ich dann Kentucky und erreichte Tennessee. Genauer gesagt war ich jetzt im Ortsbereich von Clarksville. Bis Nashville war es nun nicht mehr weit. In spätestens einer Stunde sollte ich mein Ziel erreicht haben. Mein Navi zeigte nur noch 50 Meilen bis zum Ziel an.

    Ich folgte weiter der I-24, bis ich Nashville erreichte. Dort ging es dann noch mal kurz über die I-65 weiter. Schließlich verließ ich die Interstates und hatte das letzte Stück Stadtverkehr.
    Um halb Zehn fuhr ich dann bei Costco auf den Hof. Der Trailer sollte von mir an die Rampe gesetzt werden, dann würde ein Blick auf die Ladung geworfen werden. Wenn man dann keine sichtbaren Schäden entdecken würde, sollte ich meine Quittung bekommen. Da reichlich Platz auf dem Hof war, hatte ich kein Problem, den 45 Fuß Trailer an die Rampe zu bekommen. Ich sattelte ab und wartete anschließend ab. Fünf Minuten später hatte ich dann meine Quittung in den Händen. Die Anweisung von Danny war dann auch eindeutig:

    35 H BREAK

    WAT-CASAC-DSN.

    Es gab also keine kurze Tour mehr für mich. Das war mir recht. Ich hatte mir über meine App einen Truckstop ausgesucht, der sehr zentral lag. Der TA Truckstop Nashville lag nur wenige Yards vom Cumberland River und dem Nissan Stadium entfernt. Der nächste Truckstop meiner Lieblingskette Pilot/Flying J lag ein ganzes Stück außerhalb beim John C. Tune Airport. Da würde meine Ersparnis auf dem Truckstop schon wieder durch den verfahrenen Diesel aufgefressen. Außerdem war ich so sogar zu Fuß in wenigen Minuten in der Downtown.
    Ich fuhr also zum TA und nahm mir für meinen Reset eine Lücke für den Bobtail. Anschließend ging ich erstmal in den Truckstop zum Duschen. Essen wollte ich jetzt noch nichts. Mein Big Mac war ja noch nicht allzu lange her.

    Zurück im Truck erledigte ich dann meinen Bürokram. Ich war inzwischen richtig erstaunt. Wir hatten inzwischen 71 Ladungen in diesem Monat für Walmart befördert. Davon hatte George natürlich den Löwenanteil gefahren. Der Probemonat war nun aber um und George sollte nun weitere Touren bekommen. Laut Keela war George aber glücklich und zufrieden und umgekehrt war Keela auch äußerst zufrieden mit George. Wir hatten also alles richtig gemacht.
    Da mir Keela aber nichts zugeschickt hatte, konnte ich nur meine Rechnungen schreiben und hoffen, dass Keela mit Georges Sachen nicht überfordert war.

    Nachdem der Bürokram erledigt war, legte ich mich etwas lang und schaute mal, was im Fernsehen kam. Dort wurde ich nicht so wirklich fündig. Daher versuchte ich was. Ich koppelte meinen Laptop mit dem Fernseher und ging über den WiFi Hotspot des Truckstops ins Netz. Ein paar Kollegen hatten mir gesagt, dass es einige interessante YouTube Kanäle gab, wo andere Trucker ihren Alltag mit Videos festhielten. Dabei konnte ich sogar wieder meine Fremdsprachenkenntnisse auffrischen. In der Schule hatte ich neben Spanisch noch Deutsch gehabt. Ich hatte zwar nie verstanden, warum ich diese Sprache brauchen sollte, aber irgendwann wurde man immer schlauer. In diesem Fall konnte ich meine Deutschkenntnisse nutzen, um die Kanäle von deutschen Fahrern, die in Nordamerika fuhren, zu verfolgen. Ich fand dann zusätzlich auch noch den Kanal einer jungen Frau aus Polen, die auch in Nordamerika war. Sie hatte dann zum Glück englische Untertitel unter ihren Videos. So verging der Nachmittag wie im Flug.

    Den Abend verbrachte ich dann aber nicht in meinem Truck. Zuerst ging ich in den Truckstop zum Essen. Der TN Truckstop hatte ein Country Pride Restaurant, was mal nicht so ganz das übliche Fastfood Einerlei bot. Hier schmeckte es wirklich gut und das zu akzeptablen Preisen.
    Nach dem Essen machte ich mich dann auf den Weg nach Downtown Nashville und schaute mal, was in dieser Stadt für Leute geboten wurde, die nicht auf Country Music standen.

    Sonntag, den 30. September 2018, Nashville, TN:

    Den Sonntag verbrachte ich dann wieder anders. Ich ging zuerst zum Duschen und Frühstücken in den Truckstop. Für den weiteren Tag hatte ich mir dann was Besonderes vorgenommen.
    Ich machte mich zu Fuß auf den Weg. Zuerst ging ich dann zum Busbahnhof Music City Central, in Downtown Nashville. Das war vielleicht eine Viertelstunde Fußweg. Den Weg kannte ich ja auch vom vergangenen Abend.
    Dort nahm ich dann die Buslinie 15 an dem Hickory Hollow Local stand. Mit dem fuhr ich dann bis Murfreesboro Pike & Arlington Ave E. Dort stieg ich aus und ging zum Lane Motor Museum.

    Home - Lane Motor Museum

    Für 12 Bucks bekam ich da einen Einblick in eine sehr interessante Vergangenheit der Automobilgeschichte. Die meisten Ausstellungsstücke kamen aus Europa und waren zu großen Teilen in Nordamerika kaum bekannt. Wer, außer Autofans kennt hier schon Fahrzeuge wie Citroen 2CV, BMW Isetta oder Messerschmitt Kabinenroller. Diese waren für mich genau so skurril, wie die britischen Dreiräder der Marke Reliant. Auch die Experimente mit Amphibienfahrzeugen aus den 60er Jahren fand ich sehr interessant. Es waren aber auch typische europäische Alltagsfahrzeuge der Vergangenheit wie Trabant 601, Renault Dauphine oder VW Käfer vorhanden. Auch Fiat 500 oder Topolino fehlten nicht.

    Es gab auch Fahrzeuge der Marke DAF. Der Name war mir bei meinen Truckkäufen mal aufgefallen, weil es sich um die europäische Marke der Paccar Gruppe handelte. Zu meiner Überraschung waren es dann aber keine Trucks, sondern Kleinwagen.
    Viele der hier ausgestellten Fahrzeuge waren übrigens noch fahrbereit und wurden auch ab und zu mal bewegt.
    Ich war von der Ausstellung begeistert und machte viele Fotos von den zum teil ulkig aussehenden Fahrzeugen. Ich wäre, als das Museum um fünf Uhr zumachte, gerne noch länger geblieben. Mein Reset neigte sich aber auch dem Ende zu. Daher sah ich zu, dass ich wieder zurück zu meinem Truck kam.
    Schöne Grüße aus dem Sauerland

    346 mal gelesen

Kommentare 23

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    alaskabaer01 -

    Klasse Story und Geile Fotos. :) Doe Fotos von den Oldtimern hatten mich voll in ihrem Bann.

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    Werner 1960 -

    Klasse geschrieben.

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    loddi51 -

    Schönes Kapitel.

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    Viking1971 -

    Soweit ich es noch weiß, ist bei den Amis lediglich die Ladungslänge begrenzt nicht jedoch die Gesamtzuglänge. Deshalb gibts da auch mal den ein oder anderen übergroßen Sleeper hinterm Fahrerhaus.

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      Sauerlaender -

      Das ist richtig. Deshalb haben sich die Frontlenker in den USA auch nicht durchsetzen können. Trotzdem werden da manche Sachen in Kalifornien enger gesehen, als im Rest der Staaten. Wie Keela vor ein paar Kapiteln schon sagte: Kein Staat ist dort so LKW feindlich, wie Kalifornien.

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      Viking1971 -

      Aber ihren Scheiß wollen sie doch immer bei Walmart liegen sehen, das verstehe wer will. ;)

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    Iceman684 -

    Schönes Kapitel. Bei Überdurchschnittlich geb ich dir recht, hast mehr Gänge zum rühren und eine angetriebene Achse mehr als die Lion Volvos und bei besagten YouTube Kanal glaube ich zu wissen welchen du meinst. youtube.com/user/TruckinGirlIwona/videos

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      Sauerlaender -

      Richtig. Den habe ich genau so abonniert, wie den von Mirco auf Achse.

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      Iceman684 -

      Is auch in meiner Aboliste.

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      Viking1971 -

      Ein taffes Mädel. Die hat mehr drauf als manch so genannter Edeltrucker. ;) Ich weiß warum in meinem Tagebuch die Mädels die Oberhand haben. :)

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    elwime -

    Wau so schnell eine neue Geschichte gib nur acht das Du kein Schreibout bekommst überigens DAF Variomatic so schnell ruckwerts wie vorwerts :)

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      Sauerlaender -

      Ist mir bekannt. (Ich muss ja auch immer ein wenig aus der Sicht des jungen Amerikaners schreiben) Am Speedway in Baarlo haben die verrückten Holländer ja seinerzeit wegen der Variomatic sogar DAF Rückwärts Rennen veranstaltet :D Das war echt zum Schießen. :D

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      TurboStar -

      Die Königsdiziplin war das Caravan-Rückwärts-Rennen. Mit einer an die Frontstoßstange gegrillter Anhängerkupplung und einem Wohnwagen dran. Te land, ter zee en in de lucht. Damals [TM] live auf ARD.

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    TurboStar -

    Schönes Kapitel. Aber immer diese Anspielungen :D