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51. Grundlose Eifersucht, Überraschungen und Rockaway Beach

  • Donnerstag, den 20. September 2018, 9:00 p.m., Pacific Daylight Time, Sacramento, CA:

    Wir saßen im Savana und waren auf dem Weg nach Hause. Keela lächelte glücklich und schaute etwas verträumt. „Na, Süße. War die Feier jetzt so schlimm?“ fragte ich sie. „Ganz im Gegenteil.“ Sagte sie. „Ich hätte aber auch nicht gedacht, dass deine Mutter meine Family einlädt.“ „Das wusste ich aber auch nicht. Mit der Torte habe ich mir gedacht. Das hat sie sich in Europa abgeschaut. Dass sie, um dir einen Gefallen zu tun, einen Minnesota Hotdish macht, konnte ich mir auch noch vorstellen. Der Rest war auch für mich eine Überraschung.“ „Der Hotdish war echt gut. Den hätte meine Mom auch nicht besser hinbekommen.“ „Mit deinen Geschenken auch zufrieden?“ „Und wie. Wusstest du was davon?“ „Nicht wirklich. Zeig mir mal die Tickets für das Eishockeyspiel.“ Keela gab sie mir. Ich warf einen Blick darauf. „SAP Center, Sektion 102, Reihe 1. Die waren nicht billig. Du sitzt direkt am Eis und in unmittelbarer Nähe zu der Spielerbank der Gäste.“ „Ist ja Hammer. Da muss ich erstmal mein Trikot und meine Cap aus dem Schrank kramen.“ „Da wird sich Dad freuen.“ „Ich möchte lieber mit dir dahin.“ „Mal sehen. Kurz vor Thanksgiving haben wir wieder viel zu fahren.“ „Auch wahr.“
    Ich musste lachen. „Ich stelle mir gerade Dads Gesicht vor, wenn er dich abholt und du im Minnesota Trikot vor ihm stehst.“ „Wird das ein Kulturschock?“ fragte Keela lachend. „Bestimmt. Welchen Spielernamen hast du denn drauf?“ „Eric Staal, Nummer 12.“ „Cool.“ „Dein Dad hat kein Trikot?“ „Würde er niemals überziehen.“ „Schade, ich habe mir deinen Dad gerade im Pavelski Trikot vorgestellt.“ Lachte Keela. „Hast du aber gut getippt. Ist sein Lieblingsspieler.“ „War klar, dass er den Captain nimmt. Liegt aber vielleicht auch an unseren Vätern. Mein Dad ist auch Fan von Mikko Koivu. Er hat aber auch ein Trikot. Sogar ein Game worn Trikot mit Autogramm.“ „Wie ist er denn da drangekommen?“ „Ryan Constructions ist Sponsor der Minnesota Wild. Zwar nur ein kleiner Sponsor, aber immerhin.“ „Nicht schlecht.“

    Wir kamen zu Hause an. Gerade, wo der Savana in der Halle stand, begann es kräftig zu regnen. „Na toll.“ Schimpfte Keela. „Wie sehe ich denn gleich aus, wenn ich da durch muss? Makeup verlaufen, wenn die Haare feucht werden, kräuseln sie sich. Dann sehe ich drüben aus, wie Frankensteins Monster.“ Ich musste lachen. „Was lachst du denn jetzt?“ fragte Keela irritiert. „Diese Worte aus deinem Mund. Das bin ich gar nicht gewohnt.“ „Sonst trage ich auch kein Makeup und habe mühevoll die Haare geglättet.“ „Bleib locker, Süße. Ich nehme dich gleich mit rüber. Ich muss doch sowieso beim Zentrallager die Papiere und die Trailer holen.“ „Stimmt ja.“ Wir schlossen das Tor beim Savana und gingen nach oben. „Ich muss mich aber erstmal umziehen. Wenn ich in diesem Kleid bei Danny ankomme, bekommt der einen Lachkrampf.“ „Deine Family hat auch nichts gesagt.“ „Aber nur, weil Pat und Ken nicht hier waren.“ „Das könnte allerdings stimmen.“ „Dad hat inzwischen akzeptiert, dass sein viertes Kind ein Mädchen ist und Mom hat sich sicher gefreut, dass ich etwas weiblicher rumgelaufen bin.“

    Wir gingen ins Schlafzimmer und zogen uns um. Als Keela in Unterwäsche vor mir stand, hätte ich zwar lieber was anderes gemacht, aber wir hatten leider beide keine Zeit dafür. Schließlich hatte ich wieder meine Fahrerkleidung an und Keela, wie üblich Jeans und T-Shirt. Jetzt waren nur noch ihre Frisur und das Makeup ungewöhnlich. „Zum Duschen haben wir keine Zeit.“ Sagte Keela, als sie meinen Blick sah. „Ich sage ja gar nichts.“ „Dein Blick reicht schon.“
    Wir gingen runter in die Halle. Jetzt, um halb Zehn konnte ich mit der PTI beginnen. „Soll ich dir schonmal einen Kaffee machen?“ fragte Keela. „Das wäre nett. Kann ich aber auch gleich. Die Kontrolle der Maschine dauert ja nicht so lange.“ „Mach du mal. Ich mache dir den Kaffee.“ Also erledigte ich die Abfahrtskontrolle.

    Als ich fertig war und einstieg sagte Keela: „Die Maschine ist innen wirklich schöner, als der Andere.“ „Finde ich auch. Mich stört auch das Holz nicht.“ „Mich komischerweise auch nicht. Wirkt irgendwie wohnlicher. Vor allem der Platz. Man muss nicht den Kopf einziehen, wenn man aus dem Sleeper nach vorne kommt.“ „Das ist echt super. Im W900 würde ich mir inzwischen sicher den Kopf stoßen.“ „Von außen finde ich den alten schöner, von innen aber diesen hier.“ „Inzwischen finde ich den von außen auch nicht so schlecht.“
    Ich startete die Maschine. „Der andere klang aber irgendwie besser.“ Meinte Keela. „Wahrscheinlich machen die Highpipes einen besseren Sound.“ „Das könnte sein.“
    Wir fuhren zum Zentrallager rüber. Dort rannten wir schnell ins Büro. Als wir durch den Eingang waren, sagte ich zu Keela: „Dein Makeup hat es schonmal überlebt.“ „Bei den Haaren muss ich abwarten. Die kräuseln sich ja nicht sofort.“
    Wir gingen in das Dispatch Büro. Dort blickte Danny erstaunt hoch. „Kommst du jetzt schon mit Verstärkung?“ fragte er Keela. „Ich muss doch auch noch die Papiere für Redding abholen.“ „Ach ja.“ Er gab sie mir. „Hätte ich jetzt beinahe vergessen. Herzlichen Glückwunsch, Keela.“ „Danke.“ „Deswegen auch die neue Frisur.“ „War nur für die Feier heute. Morgen sehe ich wieder, wie sonst aus.“
    „Deine Trailer stehen hier neben der Halle.“ Sagte Danny dann wieder zu mir. „Unsere Shunter Fahrer sind einfallsreich.“ Meinte er mit einem Grinsen. „Wir hatten noch zwei Pup’s hier, die Kingston Technology Werbung hatten. Passt doch bei Elektronik.“ „Ich habe aber keine Speicherkarten geladen.“ „Egal. Ich fand das passend.“ „Ist ja okay.“ „Dann lass uns jetzt die Übergabe machen, damit ich Feierabend bekomme.“ „Du mich auch.“ Ich ging noch zu Keela und gab ihr, um Danny zu ärgern einen extralangen Kuss. Keela machte das Spiel mit und sagte: „Noch einen, bitte.“ Also bekam sie einen weiteren extralangen Kuss. Bevor Keela einen dritten verlangen konnte, sagte Danny. „Jetzt ist es aber gut. Raus jetzt hier.“ Ich salutierte. „Yessir.“ Dann zwinkerte ich Keela noch mal zu und ging anschließend raus.

    Auf dem Hof fuhr ich dann zu dem Double, was der Shunter Fahrer für mich zusammengestellt hatte. Er hatte wirklich zwei kurze Trailer gefunden, die Werbung für den Hersteller von Speicherkarten und Festplatten, Kingston Technology machten. So fuhr ich wenigstens Werbung für ein kalifornisches Unternehmen. Ich sattelte auf und erledigte die Kontrolle. Um zehn Uhr fuhr ich dann mit meinem Zug vom Platz.

    Ich machte mich auf den Weg zur I-5, auf die ich nun in Richtung Norden auffuhr. Ich stellte mich nun auf eine ruhige und ereignislose Fahrt nach Redding ein. Leider kam es mal wieder anders. Kurz hinter Williams war ja die nächste Weigh Station.

    Mein Transponder piepte und die rote LED war an. Ich durfte also mal wieder wiegen. Ich zog den Zug auf die Waage, die sich dann bei 77,978 Pfund einpendelte. Trotzdem kam wieder die Stimme aus dem Lautsprecher: „Bitte mit allen Papieren im Office melden.“ Irgendwie bekam ich gerade ein leichtes Déjà-vu. Ich nahm meine Papiere und mein Tablet mit den Log Daten und dachte dieses Mal auch an die Trailer Papiere. Dann machte ich mich auf den Weg zum Office.
    Auch heute traf ich wieder auf zwei Beamte der Chip’s, die vom Alter her locker meine Eltern hätten sein können. Laut den Rangabzeichen an den Uniformen handelte es sich auch wieder um einen Captain und einen Liutanant, wobei letztere eine Frau war. „Guten Abend zusammen. Machen Sie immer noch Sonderkontrollen von LCV’s?“ „Guten Abend, Sir.“ Begann der Mann. „Ich bin Captain Arthur Grossman und meine Kollegin ist Liutanant Bonnie Clark. Wir sind von der Highway Patrol des Colusa Countys. Wie Sie richtig annehmen, handelt es sich um eine Sonderkontrolle von LCV’s. Laut Gesetz sind in Kalifornien nur LCV’s nach STAA, also Surface Transport Assistance Act geduldet, alle anderen Typen sind laut California Vehicle Code, kurz CVC nicht gestattet.“ „Mein Double ist ja STAA konform.“ „Das werden wir in dieser Kontrolle feststellen.“ Sagte Lt. Clark. „Legen Sie bitte Ihre CDL vor.“ Ich zeigte meine Fahrerlaubnis. „Okay, Grossie. Alle erforderlichen Endorsements sind vorhanden.“
    Bei der Anrede „Grossie“ für ihren Vorgesetzten musste ich mir ein Grinsen verkneifen. „Bitte jetzt die Fahrzeugpapiere.“ Fuhr Lt. Clark fort. Ich legte die Papiere vor. „Zugmaschine von M.M. Trucking, Trailer von Walmart Transportation. Die Maschine ist nagelneu, noch keinen Monat in Betrieb.“ Grossman nickte zustimmend. „Die Genehmigungen, bitte.“ Ich reichte sie rüber. „Das ist Ihre Maschine?“ „Korrekt. Ich bin Owner Operator.“ „Okay, hier passt auch alles.“ „Das ist auch alles gestern schon von Ihren Kollegen aus Barstow geprüft worden.“ „Ich muss trotzdem meinen Job machen. Die Frachtpapiere, bitte.“ Auch die reichte ich rüber.
    Im Gegensatz zu gestern, gab es heute nichts zu beanstanden, da die Papiere ja jetzt von Sacramento ausgestellt waren und Redding als Bestimmungsort drinstand. „Okay, Mr. Murdock. In Bezug auf die Sonderkontrolle ist alles in Ordnung. Da Sie jetzt einmal bei uns im Office sind, legen Sie uns doch bitte noch Ihr E-Log vor.“ „Ich dachte immer, Sie könnten auf diese Daten so zugreifen.“ „Das geht zwar auch, wir sind aber, wahrscheinlich aufgrund unseres Alters, etwas Oldschool. Daher machen wir das lieber mit Einwilligung des Truckers.“ Ich legte das Tablet vor. Grossman prüfte die Daten und stieß dabei auch auf den Kontrollvermerk von gestern. „Das glaube ich jetzt nicht. Bonnie, er ist gestern von Jon und Ponch kontrolliert worden.“ Lt. Clark ging zu ihm rüber. „Wie klein doch die Welt ist. Vor allem in Kalifornien.“
    Ich schaute etwas verwirrt, weil ich die Situation nicht einordnen konnte. Bonnie Clark merkte das und erklärte: „Wir sind vor über 30 Jahren alle bei dem gleichen Revier angefangen. Ende der 70er und Anfang der 80er waren wir vier alle in LA bei der CHP.“ „Zufälle gibt’s.“ „Man sieht sich ja nicht mehr so oft. John und Ponch sind in der Mojave gelandet und wir hier im Norden.“ „Wollten Sie alle nicht mehr in LA bleiben?“ „Die Stadt ist toll, aber der Job ist dort die Hölle. Hier können wir auf unsere alten Tage etwas ruhiger leben.“ „Verstehe.“ „Okay, Mr. Murdock.“ Sagte nun Grossman. „Ihr E-Log ist auch in Ordnung. Ab und zu sind die Zeiten etwas knapp. Achten Sie da bitte drauf. Ansonsten wünsche ich Ihnen gute Fahrt nach Redding.“ „Danke.“ Ich verabschiedete mich und machte mich mit meinen Sachen wieder auf den Weg zum Truck. Dort verstaute ich erstmal wieder alle Papiere und steckte das Tablet wieder in die Halterung. Im ORBCOMM trug ich noch die Kontrolle ein.

    Ich wollte gerade wieder starten, da klingelte das Telefon. „Murdock.“ „Hallo Schatz, ich bin’s.“ „Hey, Süße.“ „Hatten sie dich schon wieder am Wickel?“ „Leider. Die machen im Moment wohl Sonderkontrollen für LCV’s. Da geht es wohl darum, ob alles STAA konform ist. Sonst sind die nach CVC ja nicht gestattet.“ „Immer der Zirkus in Kalifornien.“ Schimpfte Keela. „Für jeden Mist haben die hier Sonderregelungen. So Truck feindlich ist kein anderer Staat.“ „Da ist was dran.“ „Kannst du denn jetzt weiterfahren?“ „Nachdem sie sich wie Kinder gefreut haben, dass ich gestern von Freuden von denen kontrolliert worden war, haben sie mich gehen lassen. Ich bin wieder startklar.“ „Okay. Dann bis später.“ Wir legten auf und ich machte mich wieder auf den Weg.

    Der Rest der Tour verlief dann wirklich ruhig und ohne Probleme, wie ich es vorher schon für die ganze Tour erwartet habe. In Anderson fuhr ich dann von der I-5 und nahm die CA- 273 nach Redding. So erreichte ich dann gegen zwei Uhr endlich Costco Wholesale. Auch mein Anschluss stand schon im System. Da es durchaus sein konnte, dass ich hier wieder was bekam, schaute ich erst im ORBCOMM nach:

    PICKUP: CST-CARED
    GATE: 08
    TRAILER: CT53575
    FREIGHT: CEREALS
    WEIGHT: 36,500 LB
    DROP: NMA CATRU
    PRIORITY: STANDARD
    REMARKS: -----

    WAT-CASAC-KRY.

    Es ging also mal wieder nach Truckee zum Neighborhood Market. Zuerst musste ich aber mein Double hier loswerden. Ich meldete mich an und durfte die Trailer anschließend an der Seite abstellen, da mir ja, wie gehabt, die Kupplung für das Dolly fehlte.
    Als das Double abgestellt war, fuhr ich dann weiter nach Redding hinein, um zum Zentrallager zu kommen. Gegen halb Drei kam ich dann dort an. Meine Papiere lagen dann im Büro auch bereits fertig. Ich brauchte nur noch unterschreiben, dann konnte ich den Trailer an Tor 8 aufnehmen. Um viertel vor Drei war dann der Trailer am Haken und die PTI erledigt. Nun ging es nach Truckee weiter.

    Dazu fuhr ich dieses Mal wieder direkt in Redding auf die I-5 in Richtung Süden. Zuerst sollte es dann wieder in Richtung Sacramento gehen, bevor ich dann von dort aus die I-80 in die Berge nahm. Der Weg zurück lief dann auch ruhig und ohne Zwischenfälle. Ich brauchte auch nicht auf die Waage. Ich hatte ja kein Double dran. Da sich dann doch langsam die Müdigkeit bemerkbar machte, fuhr ich an der Ausfahrt 554 von der Interstate und dann auf das Pilot Travel Center, Dunnigan. Dort ging ich aber gar nicht hinein, stattdessen ging es sofort hinten in den Sleeper. Ich musste ein wenig Schlaf nachholen.

    Es war sieben Uhr, als ich weiterfuhr. Ich hatte eineinhalb Stunden geschlafen. Das war nicht viel, aber musste erstmal reichen. Mehr konnte ich nicht machen, wenn ich meine Zeiten halbwegs sauber halten wollte.
    Es ging wieder zurück auf die I-5, über die ich dann noch bis nach Sacramento weiterfuhr. In meiner Heimatstadt wechselte ich auf die I-80, über die es nun in die Sierra Nevada ging. Der Kenny schlug sich aber wieder achtbar und so kam ich gut weiter. Die Fahrt in der Septembersonne machte an diesem Morgen wieder viel Spaß.

    Plötzlich klingelte das Telefon. Die Nummer von der Dispatch stand im Display. „Hallo Jessy, was kann ich für dich tun?“ „Hey Marc. Ich wollte dir eben sagen, dass du einen etwas ungewöhnlichen Anschluss in Truckee bekommst.“ „Inwiefern?“ „Denen ist Anfang der Woche im Lager die Kühlanlage für den Kühlbereich ausgefallen. Inzwischen ist die repariert. Leider haben nicht alle Lebensmittel die Zeit ohne Kühlung überlebt. UPS hat denen gestern schon eine Ersatzlieferung hochgebracht. Allerdings konnten die die verdorbenen Lebensmittel noch nicht mitnehmen, da vorher kein entsprechender Trailer in Truckee stand.“ „Verstehe. Den soll ich jetzt mitnehmen.“ „Genau.“ „Wird bestimmt eine stinkende Ladung.“ „Dann halt dir die Nase zu, wenn du die Türen zumachst.“ „Du genießt das richtig, deinem älteren Bruder Anweisungen geben zu dürfen.“ „Klar. So kann ich mich für Jahrelange Kommandierung im Kindesalter revanchieren.“ „So schlimm war ich auch nicht.“ „Nur, wenn du und Steve zusammen gegen mich los seid.“ „Na gut.“ „Dann weißt du Bescheid.“ „Gut. Dann bis später.“ Wir legten auf.

    Es dauerte nicht mehr lange, bis ich Truckee erreichte. Ich verließ die Interstate und war dann auch kurz darauf am Neighborhood Market. Dank des Telefonats mit Jessy brauchte ich jetzt erst gar nicht ins ORBCOMM schauen, sondern wusste ja auch so, was ich abfordern konnte. Ich meldete mich beim Marktleiter und Gab ihm die Papiere. Wir erledigten den Papierkram.
    Anschließend konnte ich den Trailer mit den Cerealien vor dem Freilager abstellen man würde die Ladung draußen abladen und dann reinfahren. Im Gegenzug bekam ich den 40 Fuß Reefer, der von UPS an Tor 1 stand. Nachdem ich diesen aufgesattelt und kontrolliert hatte, machte ich mich mit der Ladung auf den Weg zum Zentrallager in Sacramento. Dort war dann der Reset angesagt.

    Über die I-80 ging es nun wieder nach Sacramento zurück. Gegen elf Uhr erreichte ich meine Heimatstadt und kurz darauf das Zentrallager. Dort ging ich ins Dispatch Büro.
    Als mich Charlie sah, kam er erstmal zu mir. „Hallo Marc, hat mit der Lieferung aus Dallas alles geklappt?“ „Natürlich. Die ist gestern in Dannys Schicht umgeladen worden und heute früh um Zwei einwandfrei in Redding angekommen.“ „Super. Weiter so.“ „Heute nicht mehr. Jetzt ist erstmal Reset angesagt.“ „Dann schönes Wochenende.“ „Danke gleichfalls.“
    Ich ging zu Jessy. „Falls du Hunger hast, hier sind deine verdorbenen Lebensmittel.“ „Nein, Danke. Ich stehe mehr auf gesunde Lebensmittel.“ „Wo soll das Zeug hin?“ „Weil du es bist an Tor 23.“ „Danke, Schwesterchen. Du bist mal wieder so gut zu mir.“ „Anschließend ist Reset, oder?“ „Du hast es erfasst.“ „Dann will ich mal zeigen, dass ich ein Herz habe. Wenn nichts ganz Unerwartetes passiert, reicht es, wenn du dich am Montag um sechs Uhr früh bei Danny meldest.“ „Wie komme ich zu der Ehre?“ „Das mache ich doch nicht für dich. Das soll noch ein weiteres Geburtstagsgeschenk für Keela sein.“ „Hätte mich auch sonst gewundert.“ „Verschwinde jetzt, bevor ich es mir anders überlege.“ „Okay, Boss.“ Ich ging wieder raus und sah zu, dass ich den Trailer an Tor 23 bekam. Da es nur ein 40 Fuß Trailer war, ging das sogar ganz gut. Anschließend fuhr ich in meine Halle und machte dort Feierabend.
    Ich ging hoch in unsere Wohnung und dort direkt weiter ins Schlafzimmer. Ich wollte noch etwas schlafen. Keela lag auch noch im Bett und schlief. Also zog ich mich leise aus und legte mich neben sie.

    Es gab leider wieder nur zwei Stunden Schlaf. Gegen halb Zwei weckte mich Keela. „Hallo mein Schatz. Leider muss ich dich schon wieder wecken. Meine Family kommt gleich.“ „Na gut.“ Sagte ich. „Ich kann ja heute Nacht schlafen, wenn du arbeiten musst.“ „Hauptsache, wir fahren morgen nach Pacifica.“ „Hast du schon mit Jessy gesprochen?“ „Heute früh bei der Übergabe. Warum?“ „Weil sie mich am Wochenende rausnehmen will.“ „Das hat sie mir heute früh schon gesagt. Als zusätzliches Geburtstagsgeschenk.“ „Dann wusstest du das ja schon vor mir.“ „Tja. So ist das halt.“ Lachte sie. „Jetzt mal ab unter die Dusche, damit du fertig bist, wenn meine Family antanzt.“ „Okay. Kommst du mit?“ „Sorry, ich bin schon fertig.“ „Dann eben alleine.“ Ich stand auf und ging ins Bad.

    Nachdem ich die Zähne geputzt und geduscht hatte, zog ich mir Freizeitkleidung an und ging zu Keela nach unten, die einen kleinen Imbiss für unsere Gäste vorbereitete. „Wann kommt deine Family denn?“ „Mom meinte am frühen Nachmittag. Ursprünglich wollten sie vormittags kommen und den Flug um zehn nach Zwei am Mittag nehmen. Da habe ich aber gesagt, dass ich auch mal irgendwann schlafen muss. Jetzt kommen sie gleich. Dafür haben wir sie wohl am Hals, bis ich zur Arbeit muss. Der nächste Flug geht erst gegen halb Eins in der Nacht.“ „Wir müssen doch auch noch für Pacifica packen.“ „Die Surfsachen sind sowieso noch im Savana. Du müsstest mir nur ein paar Klamotten für abends und für Sonntag einpacken.“ „Klar, mache ich.“ „Wenn du Sonntagabend zurückfährst, können wir auch ruhig mit einem Auto fahren.“ „Und wenn auf einmal der Baum brennt und mich Jessy doch braucht?“ „Dann habe ich Pech gehabt und muss dich nach Hause bringen.“ „Okay, dann fahren wir endlich mal zusammen.“ Keela gab mir einen Kuss. „Finde ich auch schön. Manchmal nervt mich die Fahrerei bis nach Pacifica. Dafür werde ich dann erst am Strand entschädigt.“ „Würdest du eigentlich täglich surfen, wenn wir an der Küste wohnen würden?“ „Am Anfang vielleicht. Irgendwann würde sich das aber abnutzen. Ich finde das so besser. So kann man sich die ganze Woche auf das Wochenende freuen.“ „Außerdem brauchst du noch Zeit für das Motorrad.“ „Genau. Das ist eigentlich das Tolle an Sacramento. Richtung Westen bist du in zwei Stunden am Meer und in Richtung Osten bist du ruck zuck in den Bergen.“ „Stimmt.“ „So sehr ich die Twin Cities mag. Was hatte ich da denn? Zum oberen See ist man auch zwei, drei Stunden gefahren und Berge hatten wir gar keine in der Nähe.“ „Nur deine Familie und deine Freunde.“ „Das schon. Manchmal fehlt mir sogar Stella, auch wenn sie ganz schön nervig sein kann. Abends mit meiner Familie am Tisch sitzen, fehlt mir gar nicht. Wenn Dad mit Pat und Ken nur über die Arbeit geredet hat, war das tödlich. Obwohl ich nichts mit der Baubranche am Hut habe, weiß ich wohl mehr über Beton, Schnellbinder und Fundamente, als mancher Lehrling im letzten Ausbildungsjahr.“ Wir mussten lachen. „Mom und Liam fehlen mir manchmal. Da freue ich mich auch, dass die beiden hier sind. Alice hätten sie aber gerne zu Hause lassen können.“ „Das hat man gemerkt.“ „Ehrlich?“ „Als die gestern bei meinen Eltern ins Zimmer kamen, sagtest du Mom, Dad, Liam und hast dich gefreut, wie ein Schneekönig. Alice hast du mit keiner Silbe erwähnt.“ „Sorry, ich mag dieses aufgebrezelte Modepüppchen einfach nicht. Ich verstehe auch gar nicht, was Liam an ihr findet.“ „Vielleicht ist das wie bei mir. Du hast mir ja auch auf Anhieb deshalb gefallen, weil du völlig anders bist, als die anderen Frauen hier.“ „Du meinst, Liam steht auf Alice, weil sie nicht so ist, wie der Rest meiner Familie?“ „So ähnlich.“ „Da ist vielleicht was dran. So habe ich das noch gar nicht betrachtet.“ „Na siehst du.“ „Dann verstehe ich nur nicht, warum du auf Alice stehst.“ „Tu ich doch gar nicht.“ Verteidigte ich mich. „Ich habe Augen im Kopf. Ich sehe doch, wie du Alice ansiehst.“ „Na gut.“ Sagte ich und wurde rot. „Sie passt eben voll in mein früheres Beuteschema.“ „Ja, ja. Die dunkelbraunen Augen und die langen schwarzen Haare haben es dir angetan.“ „Genau darum bin ich ja auch mit dir zusammen.“ „Gib es zu. Wenn sie dir die Chance geben würde, mit ihr fremd zu gehen, würdest du das sofort machen.“ „Bestimmt nicht.“ Sagte ich. Langsam wurde ich etwas sauer wegen Keelas grundloser Eifersucht. „Jessy meinte gestern auch noch zu mir, dass sie Alice an deine früheren Freundinnen erinnern würde.“ „Die Betonung liegt auf früher. Ich liebe dich und bin dir treu.“ „Na hoffentlich.“

    Zum Glück klingelte es an der Tür. So konnten wir die grundlose Diskussion beenden. Wir gingen runter und begrüßten die Ryans. „Hallo ihr Beiden. Schönes Haus habt ihr.“ Begann Angus. „Wer hat das denn gebaut?“ „Sehr witzig, Dad.“ Sagte Keela. Sie umarmte ihn aber trotzdem. „Heute siehst du auch wieder aus, wie meine Tochter. Gestern hätte ich dich ja beinahe nicht erkannt.“ „War ja auch nur für die Feier.“ Wiegelte Keela ab.
    Wir begrüßten auch den Rest der Familie. Bei Alice achtete ich wieder extra darauf, Keela keinen neuen Grund für die Diskussion von gerade zu geben. Da sämtliche Gäste bei der Schlüsselübergabe da waren, brauchten wir von außen nichts zeigen. Es waren aber natürlich alle neugierig, wie es denn nun drinnen aussah.
    Da wir gerade unten waren, begannen wir hier. Keela präsentierte das Büro der M.M. Trucking, was ja auch überwiegend ihr Reich war. Ich übernahm dann die Halle. Dabei wurde natürlich auch der neue T680 bewundert. Von innen wollte ihn aber keiner sehen. Mit Trucks hatten die Ryans nur zu tun, wenn es sich um Baustellenkipper handelte. Sie hatten zwar auch mehrere Sattelzugmaschinen in Saint Paul, um Kippsattel oder Baumaschinen zu fahren, das waren aber meist recht ungepflegte Maschinen mit Day Cab.
    Als wir zum hinteren Teil der Halle kamen, wo unser privater Fuhrpark stand, entdeckte Liam seine ehemalige Harley. „Bist du mit dem Bike zufrieden?“ fragte er daher. „Sehr. Ich habe leider zu wenig Zeit zum Fahren.“ „Ist doch jetzt Wochenende.“ Meinte er. „Wenn Keela morgen früh Feierabend hat, geht es aber schon wieder nach Pacifica.“ „Zum Surfen?“ „Was sonst.“ „Gut. Du wirst hier in Kalifornien aber auch fast das ganze Jahr fahren können. Bei uns endet die Biker Saison langsam.“ „Gut. Schnee haben wir hier selten. Kann aber auch schon mal vorkommen.“ „Fast keinen Schnee?“ fragte Eireen nach. „Ich glaube, ich ziehe zu euch, wenn Angus in den Ruhestand geht. Ich hasse das Autofahren im Winter.“ Wir verließen die Halle und gingen hoch in die Wohnung.

    Hier überließ ich es wieder Keela, ihre Familie rumzuführen und ihnen alles zu zeigen. Alle fanden es schön und bestätigten, dass man ganz klar Keelas Handschrift erkannte.
    Nachdem unsere Gäste alles gesehen hatten, setzten wir uns im Esszimmer zusammen und Keela servierte den Imbiss. Auch heute teilte sich die Unterhaltung wieder in Gruppen auf. Keela unterhielt sich mit Liam über gemeinsame Freunde. Sie bemühte sich dann auch, nett zu Alice zu sein.
    Um einer neuen Eifersuchtsattacke zu entgehen, nahm ich das andere „Übel“. Ich unterhielt mich mit meinen Schwiegereltern in spe. Da diese wissen wollten, ob ihre Tochter finanziell auch gut abgesichert war, ging es in den Fragen von Angus und Eireen in erster Linie um meine Firma. Durch die zweite Maschine hatten wir natürlich unsere Kapazitäten seit dem 1. September um 100 % gesteigert, was Angus gefiel. Dass beide Maschinen über Paccar finanziert waren, gefiel ihm zwar nicht ganz so gut, Dass es nicht anders ging, war aber auch ihm klar. Er war halt einer der Unternehmer, der lieber kaufte, als leaste.
    Eireen machte sich dabei eher Sorgen um Keela. Schließlich hatte Keela einen Full-Time-Job und machte anschließend noch die Abrechnung und Rechnungserstellung für den Truck von George. Ich konnte ihr aber glaubhaft erklären, dass Keela dafür nur ein paar Minuten brauchte. Außerdem bestätigte Keela das. Eireen wies ihre Tochter aber eindringlich darauf hin, dass sie sich nicht übermäßig belasten sollte.
    Als nächstes kamen Angus und Eireen mit dem Thema Thanksgiving und Weihnachten an. Wir konnten dazu aber nichts sagen. Gerade vor den beiden Feiertagen war immer besonders viel bei uns zu tun.
    Bei den Ryans sah das anders aus. In Minnesota war meist schon zu Thanksgiving alles weiß und die Baustellen ruhten zum Teil wegen Bodenfrost. Im Gegensatz zu anderen Firmen wurden die Arbeiter aber nicht entlassen. Die Ryan Foundation sorgte dann dafür, dass genug Geld da war, um die Arbeiter weiter zu bezahlen. Trotzdem wurde dann meist Kurzarbeit gemacht. So war bei den Leuten dort genug Zeit für die Familien.

    Der Nachmittag verging wieder wie im Flug. Irgendwann kam Liam zu mir und fragte mich, ob er mal mit mir sprechen könnte. Ich befürchtete schon insgeheim, dass er seine Ultra Classic wiederhaben wollte. Er hatte aber ein anderes Thema. „Eine Frage mal. Hast du was gegen meine Freundin? Dass Keela Alice nicht leiden kann, weiß ich ja. Da lebe ich ja auch schon mit, seit Alice und ich zusammen sind. Das werde ich wohl auch nicht mehr ändern können. Jetzt hat mich Alice aber eben angesprochen, dass sie gar nicht weiß, was los ist. Letztes Jahr war doch alles gut zwischen uns und auch das eine Mal, wo Alice und du in Saint Paul den Tag miteinander verbracht habt, hattet ihr doch viel Spaß. Sie versteht nicht, warum du auf einmal so kühl und distanziert bist.“ „Sorry, Liam. Ich wollte deine Freundin nicht verletzen. Das ist eigentlich nur wegen Keela.“ „Hat sie dich angestachelt, dass du jetzt auch so abweisend, wie sie sein sollst?“ „Das nicht. Sie hat mir aber schon mal eine Szene gemacht, weil sie eifersüchtig ist.“ „Eifersüchtig? Auf dich und Alice? Wieso das denn?“ „Grundlos. Keela weiß aber, dass ich vor ihrer Zeit total auf Latinas gestanden habe. Jetzt ist Alice nun mal genau der Typ. Dunkelhaarig, dunkelbraune Augen.“ „Sie ist aber keine Latina. Sie ist so ein Typ vom Aussehen her, hat aber keine Lateinamerikanischen Wurzeln.“ „Es geht ja auch nur um die Optik. Was glaubst du, was hier los war, als ich den Tag mit Alice in Saint Paul verbracht habe.“ „Da ist doch nichts passiert. Gut, du hast Alice im Bikini gesehen. Das haben aber auch schon tausend andere Leute, wenn wir im Schwimmbad oder im Urlaub waren.“ „Trotzdem war Keela eifersüchtig. Ich habe überhaupt nichts gegen deine Freundin, ich möchte Keela eben nur keinen Grund zur Eifersucht geben.“ „Ich glaube, ich muss mal mit meiner Schwester reden.“ „Meinst du, das macht es besser?“ „Keine Ahnung. Aber Alice fühlt sich hier total unwohl. Gestern waren ja immer noch deine Schwester und ihr Freund da. Jessy hat Alice auch coole Shoppingtipps gegeben. Heute fühlt sich Alice aber total unwillkommen. Sie würde am liebsten gehen.“ „Tut mir ehrlich leid. An mir liegt es nicht.“ „Ich rede mal mit Keela.“ „Meinst du nicht, es reicht, wenn du das Alice erklärst?“ „Vielleicht. Ich möchte das Keela aber auch nicht durchgehen lassen.“ „Und ich möchte weder Streit mit euch noch mit Keela.“ „Ich rede mit Alice und frage sie dann auch nach ihrer Meinung. Wenn sie dann auch meint, dass ich mit Keela reden sollte mache ich das. Keine Sorge ich mache das nicht vor allen Leuten. Wenn, dann gehe ich mit Keela in die Küche oder so.“ „Das musst du wissen. Richte Alice eine Entschuldigung von mir aus. Ich mache das wirklich nur, um Keela keinen Grund zur Eifersucht zu geben.“ „Okay. Das wars schon. Mehr wollte ich gar nicht.“ „Und ich hatte schon Angst, du wolltest dein Motorrad zurück.“ „Keine Sorge. Alice und ich ziehen das Cabrio vor. Wenn ich wirklich mal eine Runde fahren will, haben wir das Frauenmotorrad noch in der Garage.“ „Ich dachte, ihr hättet Alice Maschine schon längst verkauft.“ „Wollten wir auch. Sie ist ja vielleicht gerade mal zehn Touren mit der Maschine gefahren. Irgendwie hatten wir den ganzen Sommer aber zu viel zu tun. Dann noch das Studium, da ist das auf der Strecke geblieben.“
    Liam ging dann wieder zu seiner Freundin und redete mit ihr. Ich gesellte mich zu Keela, die mit ihren Eltern redete. „Was wollte Liam denn von dir?“ fragte Keela zwischendurch. „Wenn du es erfahren sollst, sagt er dir das.“ „Du hast mit meinem Bruder Geheimnisse vor mir?“ „Normal nicht. Nur bei diesem Thema.“ Sie gab sich da erstmal mit zufrieden. Falls Liam nichts sagen würde, konnte ich ihr das sagen, wenn die Gäste weg waren.
    So lange brauchte Keela aber nicht warten. Nach einer halben Stunde kam Liam zu seiner Schwester. „Keela, kann ich dich mal sprechen?“ „Na klar.“ Sagte Keela arglos. „Unter vier Augen.“ „Kein Problem.“ Die beiden verschwanden in der Küche.
    Ich entschuldigte mich kurz bei Angus und Eireen und ging dann schnell zu Alice, die ja wieder alleine saß. „Hi, ich wollte mich noch mal persönlich bei dir entschuldigen.“ „Okay. Entschuldigung angenommen. Ich verstehe das trotzdem nicht ganz. Wieso ist Keela auf uns eifersüchtig? Wir haben ihr keinen Grund gegeben.“ „Das ist nur… …, weil du eigentlich genau mein Typ bist.“ „Das habe ich schon gemerkt, als du das erste Mal in Saint Paul warst. So wie du mich angesehen hast. Ich bin aber fest mit Liam zusammen und bin ihm treu. Außerdem bist du nicht ganz mein Typ. Du hättest bei mir sowieso keine Chance gehabt.“ Ich wusste nicht, ob mich das beruhigen sollte, oder nicht. „Ich finde dich nett. Mehr aber auch nicht.“ Fuhr Alice fort. „Ich freue mich auch für Keela, dass sie hier in Sacramento so schnell jemanden gefunden hat. Das wäre nur ein weiterer Grund mit dir nichts anzufangen. Keela ist schließlich die Schwester von meinem Freund.“ „Ich liebe Keela und ich bin ihr ebenfalls treu.“ Sagte ich. „Dann ist doch alles gut. Wir wollen nichts voneinander und sind eben nur entfernt verwandt.“ „Verschwägert.“ Korrigierte ich. „Von mir aus auch das.“ „Okay. Ich freue mich trotz allem, dass du unser Gast bist und du bist bei mir immer willkommen.“ „Danke. Dann geh jetzt am Besten wieder zu Angus und Eireen rüber, auch wenn ich dann wieder alleine hier sitze. Sonst kriegt Kee gleich einen Anfall, wenn sie wieder reinkommt.“ „Nenn sie bloß nicht so. Sie hasst das wie die Pest. Da sie dich aus irgendwelchen Gründen sowieso nicht leiden kann…“ „Das ist, glaube ich, weil ich ihr ihren Lieblingsbruder weggenommen habe.“ „Da habe ich noch gar nicht dran gedacht.“ „Geh‘ jetzt.“ Sagte Alice noch mal eindringlich. „Okay.“ Ich ging wieder zu Eireen und Angus.
    „Was ist hier eigentlich los?“ fragte Angus irritiert. „Das müssen wir nicht wissen.“ Sagte Eireen. „Lass das die jungen Leute unter sich machen.“ Angus gab sich damit zufrieden.
    Keela und Liam brauchten wohl etwas länger. Ich unterhielt mich in der Zeit wieder mit Eireen und Angus. Dabei warf ich den einen oder anderen Seitenblick auf Alice, die sich aber mit ihrem Smartphone beschäftigte. Schließlich kamen auch Keela und Liam wieder in den Raum.
    Keela ging auf Alice zu und redete dann leise mit ihrer Schwägerin in spe. Liam stand dabei. Einmal knuffte er Keela noch in die Seite, weil ihm wohl nicht passte, was sie gesagt hatte. Schließlich gaben sich die beiden jungen Frauen die Hand und die Sache war wohl halbwegs ausgestanden. Keela kam dann wieder zu uns. „Alles okay?“ fragte ich sie. Sie nickte nur wortlos. Dann nahm sie wieder an unserer Unterhaltung teil.

    Gegen neun Uhr am Abend machten sich die Ryans zum Aufbruch fertig. „Was macht ihr denn noch so lange?“ fragte ich. „Wir gehen noch was essen. Dann müssen wir den Mietwagen noch abgeben. Eine Stunde vor dem Abflug muss man ja sowieso am Flughafen sein.“ Wir verabschiedeten uns voneinander. Dabei umarmte ich auch Alice. „Ich vermute, das dürfen wir wieder.“ Sagte sie dabei leise zu mir. Selbst Keela wurde von ihr umarmt. Auch, wenn das bei Keela irgendwie seltsam steif aussah.
    Als die Ryans gegangen waren, schaute mich Keela traurig an. „Musstest du Liam das sagen?“ „Was hätte ich denn machen sollen? Er hat mich direkt gefragt, was los ist, weil sich Alice total unwohl gefühlt hat.“ „Ich fand das trotzdem nicht gut von dir.“ „Ich finde deine grundlose Eifersucht auch nicht gut.“ „Dann soll er die Schnepfe das nächste Mal einfach zu Hause lassen.“ „Keela. Dein Bruder wird Alice irgendwann heiraten. Du wirst damit leben müssen, dass sie ein Teil der Familie wird. Die beiden müssen ja auch mit mir leben.“Na gut. Trotzdem mag ich sie nicht.“ „Ich finde deine beiden älteren Brüder auch etwas gewöhnungsbedürftig.“ „Sind sie ja auch.“ Sagte Keela. Dann schaute sie mich an und musste zu lachen anfangen. „Lachst du mich jetzt aus?“ „Quatsch. Ich lache nur über meine Familie.“ „Übrigens. Ich hätte bei Alice auch keine Chance gehabt, wenn sie nicht mit deinem Bruder zusammen wäre.“ „Woher willst du das wissen?“ „Weil sie es mir gesagt hat.“ „Also hast du sie doch angemacht.“ „So ein Quatsch. Ich habe mich nur bei ihr entschuldigt.“ „Und dann sagt sie einfach so, dass du ja eh keine Chance hattest.“ „Das nicht. Sie wundert sich nur über deine Eifersucht.“ „Ich habe nur Angst, dass dich mir so eine rassige Latina wegnehmen könnte.“ Es liefen ihr ein paar Tränen die Wangen runter. „Laut deinem Bruder ist sie gar keine Latina.“ „Du weißt was ich meine.“ Ich nahm sie in den Arm. „Du brauchst keine Angst haben. Ich liebe nur dich.“ Ich hielt sie ein paar Minuten fest, bis sie sich wieder beruhigt hatte. Anschließend machte sich Keela fürs Büro fertig und ich begann aufzuräumen.

    Ich hatte dann alles in der Spülmaschine, als Keela zurückkam. „Ich muss jetzt arbeiten gehen.“ „Ist denn wieder alles in Ordnung?“ „Glaube schon.“ „Okay. Ich packe dann noch unsere Sachen. Dann muss ich noch ein wenig Schlaf nachholen.“ „Holst du mich morgen früh drüben ab?“ „Mach ich.“ Sie bekam ihren Abschiedskuss, dann ging sie zum Zentrallager rüber. Ich sah ihr vom Küchenfenster aus hinterher.
    Als sie im Zentrallager verschwunden war, ging ich als erstes in die Halle runter. Ich hatte noch eine Idee für das Wochenende. Da ich außerdem lieber mit dem Ford fahren wollte, als mit dem Savana, räumte ich die Boards und die anderen Surfsachen hinten in den Ford. Dann holte ich noch meinen Laptop aus dem Truck und ging wieder nach oben. Hier ging ich direkt ins Schlafzimmer.
    Dort packte ich erst die Reisetasche mit den Sachen für Keela und mich. Anschließend machte ich es mir mit dem Laptop im Bett gemütlich. Ich wollte noch was im Internet erledigen. Nachdem das erledigt war, schaltete ich den Laptop aus und legte mich schlafen.

    Samstag, den 22. September 2018, 5:00 a.m., Pacific Daylight Time, Sacramento, CA:

    Um fünf Uhr klingelte mein Wecker wieder. Ich stand auf und ging ins Bad. Nach der Morgentoilette putzte ich mir die Zähne und ging unter die Dusche. Anschließend zog ich mich an und schnappte mir die Reisetasche mit der Kleidung. In der Küche machte ich mir noch einen Kaffee, den ich mir mitnehmen wollte. Den Kaffee füllte ich in einen Thermobecher und nahm ihn mit. Unten am Ford packte ich die Tasche auf die Rücksitze. Der Thermobecher wanderte in den Becherhalter. Ich fuhr den Ford aus der Halle und machte alles zu. Anschließend fuhr ich zum Zentrallager rüber, wo ich auf Keela wartete.

    Als sie aus der Tür kam, guckte sie erstmal verdutzt. Dann begann sie zu lachen. „Schatz, du bist noch nicht wach. Du musst doch den Savana nehmen und nicht den Ford.“ Ich grinste sie an. „Wer sagt das?“ „Äh… Moment… Die Surfsachen sind im Van.“ „Bist du dir da sicher? Guck mal hinten rein.“ Keela öffnete hinten die Scheibe und entdeckte die Boards und die Surfanzüge. „Was soll das jetzt?“ fragte sie irritiert. „Heute nehmen wir mal den Ford.“ „Ja klar. Und wo schlafen wir dann?“ „Nicht im Auto.“ „Und wo sonst?“ „Lass dich überraschen.“ „Das kann ja heiter werden.“ Meinte sie und stieg in den Ford. Ich startete den V8 und fuhr vom Gelände des Zentrallagers.
    Auf dem Weg nach West Sacramento, wo wir auf die I-80 wollten, fragte mich Keela dann: „Hast du jetzt was gegen meinen Van? Oder was ist los?“ „Warum bist du eigentlich im Moment so häufig auf Konfrontationskurs?“ antwortete ich ausnahmsweise mit einer Gegenfrage. „Sorry, Schatz. Ich bin im Moment etwas gestresst. Bei Walmart geht langsam das Geschäft vor den Ganzen Feiertagen los. Also Halloween, Thanksgiving und Weihnachten. Außerdem sitze ich jetzt auch noch täglich bei uns im Büro und schreibe die Rechnungen für die Aufträge, die George gefahren hat.“ „Ich dachte das geht schnell.“ „Ja, schon. Trotzdem muss ich auch erst den Rechner hochfahren, dann noch die Mails checken, die normale Post durchsehen und so weiter. Da kommt schnell eine halbe Stunde zusammen.“ „Dann mache ich das halt wieder.“ „Wie willst du das denn machen? Mails checken geht ja noch. An die normale Post kommst du von unterwegs gar nicht ran und Ich weiß nicht, ob George das gebacken bekommt, dir seine Papiere zu mailen. Da mache ich das lieber vom Büro aus.“ „Dann kann ich dir auch nicht helfen.“ „Ist ja lieb gemeint, bringt aber nichts.“ „Was kann ich sonst machen, damit du nicht dauernd explodierst?“ „Mich, wenn du zu Hause bist, einfach ein bisschen verwöhnen.“ „Daran soll es nicht scheitern.“ „Trotzdem will ich jetzt wissen, was du gegen den Savana hast.“ „Überhaupt nichts. Ist ein toller Van, auch wenn er inzwischen fast 20 Jahre alt ist.“ „Darf ich dich dran erinnern, dass du, bis Anfang des Jahres einen viel älteren Taurus gefahren hast.“ „Wenn ich den noch hätte, säßen wir jetzt mit Sicherheit im Savana.“ Gab ich zu. „Okay. Also magst du meinen Van.“ „Sag ich doch. Trotzdem können wir beim Savana auch ein paar Meilen sparen, wenn wir mit dem hier fahren.“ „In dem hier kannst du bloß nicht schlafen.“ „Kann man schon. Hinten ist genug Platz. Machen wir aber trotzdem nicht.“ „Ich geb’s auf.“ Sagte Keela. „Dazu bin ich zu müde.“ „Dann schlaf ein bisschen. Ich fahre uns schon nach Rockaway Beach.“Schaaatz. Wir fahren nach Linda Mar.“ „Meinte ich doch.“ Sagte ich mit einem Grinsen. „Versuchen kann man es mal. Oder was?“ „Genau.“ „Mach keinen Mist.“ Sagte sie noch. Dann stellte sie ihre Sitzlehne auf Schlafstellung.

    Inzwischen waren wir auf der I-80. Über die ging es nun nach San Francisco. Von dort aus weiter zur CA-1. Ich hielt in Frisco noch an um dort zu tanken. Davon bekam Keela nichts mit. Sie wurde auch nicht wach, als wir die zahlreichen Kurven der Küstenstraße nahmen.
    Schließlich kamen wir in Pacifica an und ich fuhr auf den Parkplatz vom Pacifica State Beach. Da wir früh dran waren, fand ich ohne Probleme einen Parkplatz in der vorderen Reihe. Als ich den Ford geparkt hatte, beugte ich mich zu Keela rüber und küsste sie auf die Wange. „Was ist los?“ murmelte sie verschlafen. „Nichts. Außer, dass wir da sind.“ Keela rieb sich die Augen und schaute raus. „Super. Das hat gutgetan, dass ich etwas schlafen konnte.“
    Dann hatte sie das nächste Problem. „Wo ziehe ich mich denn jetzt um? Ich habe noch keinen Bikini drunter.“ „Im Toilettenhäuschen oder hinten im Laderaum.“ „Ich gehe jetzt zum Umziehen weder in die öffentlichen Toiletten, noch in die Toiletten vom Taco Bell. Dann also hier. Das wäre im Savana auch wieder bequemer.“ „Ja, ja.“ „Wie machst du das?“ „Das überlege ich mir heute Nachmittag. Ich habe die Badeshorts schon drunter.“
    Wir räumten die Boards aus dem Laderaum und Keela kletterte rein. Die Neoprenanzüge hielt ich auch erstmal fest. Dann machte ich hinten zu. Dank der abgedunkelten Scheiben war Keela jetzt ungestört und konnte sich umziehen. Dabei stieß sie ein, zweimal mit dem Kopf unter das Dach. Dann klappte sie das Heckfenster hoch. „Du kannst mich wieder rauslassen.“ Sie kletterte aus dem Laderaum. „Ich weiß, im Savana wäre das bequemer gewesen.“ Sagte ich. „Ich weiß schon, wen ich gleich erstmal vom Board schmeiße.“ Sagte Keela angriffslustig. „Ich würde jetzt lieber was anderes mit dir machen.“ Sagte ich zu ihr, da sie ja jetzt im Bikini vor mir stand. „Das verschieben wir noch mal.“ Sagte Keela mit einem koketten Augenaufschlag. Ich zog mich dann auch erstmal aus, bis ich nur noch meine Badeshorts trug. Dann zogen wir die Neoprenanzüge an.
    „Ab ins Wasser.“ Kommandierte Keela. „Damit wir auch richtig wach werden.“ „Das werden wir sicher. Das Thermometer im Auto hat gerade 55 Grad Fahrenheit angezeigt.“ „Stell dich nicht so an. Wenn du dich bewegst, wird dir auch warm. Erst recht im Surfanzug.“ „Wenn die Luft schon so kalt ist…“ „Der Pazifik ist immer gleich kalt.“ Sagte Keela. Ich surfe inzwischen ein Jahr hier und selbst im Winter weicht die Temperatur kaum ab.“ „Wenn es draußen 85 Grad sind, ist das aber nicht so schlimm.“ „Wer ist hier eigentlich das Mädchen?“ fragte sie mich mit einem frechen Grinsen. Dann lief sie zum Wasser. „Komm schon, du Weichei.“ Ich fügte mich meinem Schicksal.

    Keela behielt aber recht. Nachdem ich die ersten drei Mal rausgepaddelt und mit einer Welle zurückgesurft war, wurde es mir wirklich warm. Keela war jetzt auch wieder richtig wach. Sie wurde übermütig und schmiss mich wirklich ein, zweimal vom Board. Das ließ ich aber nicht auf mir sitzen und auch Keela landete im Wasser. „So einen Spaß kannst du mit Alice sicher nicht haben.“ Rief Keela. „Jetzt fang nicht wieder damit an.“ Da Keela gerade im Wasser war, schwamm sie zu mir und wackelte an meinem Board, bis ich auch wieder drin war. Dann gab sie mir einen salzigen Kuss. „Mit wem bist du am liebsten hier?“ fragte sie. „Natürlich nur mit dir.“ „Wen liebst du am meisten?“ „Nur dich.“ „Mit wem willst du dein Leben verbringen und Kinder kriegen?“ „Nur mit dir, meine Süße.“ „Bin ich wirklich so süß?“ „Im Moment eher salzig.“ Lachte ich. Dafür wurde ich von Keela unter Wasser gedrückt.
    Als ich wieder hochkam, fragte ich: „Wollen wir hier surfen oder nur Blödsinn machen?“ „Beides.“ Sagte Keela und grinste frech. Dann kletterte sie wieder aufs Board. „Wenn du die nächste Welle kriegen willst musst du dich beeilen.“ Leider erwischte ich die Welle nicht rechtzeitig, sondern die Welle erwischte mich. Keela hingegen legte wieder eine astreine Vorstellung auf dem Board hin. Ich nahm dann die nächste Welle.

    Irgendwann bekamen wir Hunger. Zum Glück hatte der Taco Bell einen Verkauf zum Strand hin, so dass man sich nicht erst umziehen brauchte. Da es erst viertel vor Elf war, konnten wir sogar noch die Frühstücksangebote nehmen. Wir nahmen beide einen Grilled Breakfest Burrito und jeweils einen Premium Hof Coffee. Dann setzten wir uns auf die Metallbänke, die hinten auf der Terrasse standen.
    Während wir die Burritos aßen schauten wir aufs Meer. „Weißt du eigentlich, dass Gina Lion auch surft?“ fragte Keela plötzlich. „Wie kommst du jetzt auf Gina Lion?“ „Weiß nicht. Fiel mir gerade so ein. Vielleicht, weil sie auch so ein wenig dein Typ ist.“ „Hallo? Langsam reicht es. Willst du mir jetzt mit jeder Frau was andichten? Gina ist Dannys Freundin.“ „Sorry. Wir haben uns da nur die Tage mal drüber unterhalten. Weil Gina auch schon mal in Pacifica surft.“ „Vielleicht treffen wir sie ja hier.“ „Heute unternimmt sie doch sicher was mit Danny.“ „Auch wahr. Trotzdem musst du mir jetzt nicht bei jeder Frau mit deiner Eifersucht kommen. Ich bin dir treu, ich war dir immer treu und ich werde dir immer treu sein.“ „Versprich mir nichts, was du nicht halten kannst.“ „Als nächstes kommst du mir noch mit Denise.“ „Wer ist das denn?“ „Die Freundin von Ginas Bruder. Auch eine bildhübsche Frau mit braunen Augen und langen, dunklen Haaren.“ „Na toll. Laufen hier eigentlich nur hübsche Latinas rum?“ „Du bist in Kalifornien. Da laufen fast so viele rum, wie in Mexico.“ „Ich glaube, ich ziehe nach Irland. Da sehen wenigstens mehr Frauen aus wie ich.“ „Kann man da auch surfen?“ „Keine Ahnung. Kann aber sein. Ist ja ´ne Insel.“ „Da ist das Wasser aber bestimmt auch nicht wärmer.“ „Hast Recht. Außerdem fahren die auf der falschen Straßenseite.“ „Dann können wir auch nach Australien gehen. Da kann man auf jeden Fall surfen und das Wasser ist sicher wärmer.“ „Gibt’s in Australien auch keine Latinas?“ „Keine Ahnung. Woher soll ich das wissen.“ „Dann bleiben wir doch besser hier. Hier wissen wir was wir haben.“ Wir tranken unseren Kaffee aus und gingen wieder zurück zum Strand. Keela schnappte sich das Board und rief: „Wenn du mich kriegen willst, musst du dich mal beeilen.“ Dann war sie schon im Wasser und schwang sich auf ihr Board zum rauspaddeln.

    Die nächsten Stunden wurde weiter fleißig gesurft. Ein Barbecue würde es bei uns heute nicht geben, da der Grill im Savana war. Keela hatte viel Spaß und die Müdigkeit, die sie morgens noch hatte, war vom kalten Pazifik weggespült worden. Sie wurde auch immer wieder mal übermütig und versuchte mich ins Wasser zu schmeißen. Sie nahm es aber zum Glück auch nicht übel, wenn ich mich revanchierte.
    Am frühen Nachmittag stärkten wir uns noch mal mit Burritos vom Taco Bell, zu denen wir wieder Kaffee zum Aufwärmen nahmen. Keela kam dann auch nicht mehr auf andere Frauen zu sprechen, was die Situation sichtlich entspannte.
    Wenn die Sonne durch die Wolken kam, ging das Thermometer auch mal auf etwa 70 Grad Fahrenheit hoch. Da ließ es sich dann auch draußen gut ertragen. So hatten wir richtig viel Spaß und der Tag und unsere Laune wurde immer besser. Wir genossen, dass wir zusammen waren und das Wochenende zusammen verbringen konnten.
    Ab und zu ging ich dann auch zum Auto und schaute, ob sich Jessy irgendwie gemeldet hatte. Das Telefon blieb aber zum Glück ruhig. Als wir dann endgültig für diesen Tag unsere Surfsachen zum Auto brachten, war die Sonne schon auf dem Weg zu ihrem Rendezvous mit dem Pazifik.
    Zuerst verschwand Keela dann noch mal im Auto um sich umzuziehen, dann machte ich es genauso. In diesem Fall hatte Keela recht. Im Savana wäre das bequemer gewesen. Wir waren aber jung und sportlich, so machte uns das nur wenig aus.

    Als wir dann im Auto saßen erwachte Keelas Neugier wieder. „Wo übernachten wir denn heute?“ „In San Francisco.“ „Auch nicht schlecht. Und wo da?“ „Lass dich überraschen.“
    Geduld war bei solchen Sachen bekanntlich nicht gerade Keelas stärke. Gerade deshalb fuhr ich, als wir die Stadt erreicht hatten, nicht direkt zu unserem Ziel, sondern erst noch ein wenig herum. Ich fuhr durch Nob Hill, Russian Hill und Telegraph Hill. Keela platzte neben mir bald vor Neugier. „Wo fährst du eigentlich hin?“ fragte sie. „Ich dachte, wir schauen uns mal ein bisschen San Francisco an.“ Sagte ich grinsend. „Das habe ich letztes Jahr schon gemacht.“ Sagte Keela. „Wann denn?“ „Ich war ja auch schon drei, vier Wochen in Kalifornien, bevor sich Mr. Marc Murdock bei mir vorgestellt hat.“ „Und da hast du dir San Francisco angesehen?“ „Das lag auf der Hand. Ich habe mich ja vorher schon schlau gemacht, wo ich in Nordkalifornien surfen kann. Da kam ja außer Pacifica auch noch Ocean Beach zur Auswahl. Da war ich aber nur ein Wochenende, weil mir der Strand nicht gefallen hat. Da warst du aber direkt am Sunset District. Da habe ich mir abends auch San Francisco angesehen.“ „Dann brauchst du ja keine Stadtrundfahrt.“ „Brauche ich auch nicht.“ „Okay.“

    Ich fuhr dann langsam in Richtung Embacadero. „Wo willst du denn jetzt hin?“ „Zu unserem Hotel.“ „In der Gegend? Haust du jetzt das ganze Geld von Daddy auf den Kopf?“ „Für dich ist mir halt nichts zu teuer.“ „Mir aber vielleicht.“ „Deshalb hast du heute nichts zu sagen. Das ist noch Geburtstagsgeschenk. Ist auch nicht von dem Geld von deinem Dad, das habe ich mir zusammengespart.“ „Aha.“
    Schließlich hielt ich vor einem großen Hotel an. „Du bist verrückt. Das ist ja das Grand Lion Hotel.“ „Das hast du richtig erkannt. Heute übernachten wir mal hier.“ „Wenn du jetzt eine Suite gebucht hast, dann lasse ich dich einweisen.“ „So dicke hab ich es auch nicht. Ich habe ein normales Doppelzimmer gebucht.“ „Das ist auch schon viel zu teuer.“ „Einmal im Jahr kann man das mal machen.“ „Na gut. Zur Strafe, weil du so viel ausgegeben hast, kannst du die nächsten Auswärts Resets in deinem Truck schlafen. Motel ist nicht.“ „Das ist es mir Wert.“
    Wir stiegen aus und ich nahm die Reisetasche vom Rücksitz. „Haben Sie mit Parkplatz reserviert?“ wurde ich von einem Hotelmitarbeiter gefragt. „Habe ich. Es kann aber sein, dass wir heute Abend noch mal weg wollen.“ „Kein Problem Mr. …“ „Murdock ist mein Name.“ „Wenn Sie noch mal wegfahren wollen, melden Sie sich da vorne. Dann holt ein Mitarbeiter den Wagen.“ „Okay, Vielen Dank.“
    Keela wurde etwas nervös. „Das hättest du mir sagen müssen. Jetzt laufen wir hier in Jeans und T-Shirt durch die Lobby.“ „Ich habe noch andere Sachen in der Reisetasche.“ Diese wurde inzwischen von einem Pagen getragen. An der Rezeption wurden wir von einer freundlichen Dame, Anfang Vierzig begrüßt. „Herzlich Willkommen im Grand Lion Hotel. Haben Sie reserviert?“ „Selbstverständlich. Ryan und Murdock, ein Doppelzimmer.“ „Ja, hier habe ich Ihre Buchung. Zahlen Sie mit Kreditkarte?“ „Natürlich.“ Ich reichte meine Karte rüber. „In Ordnung Mr. Murdock. Bleibt es bei einer Übernachtung?“ „Ganz recht.“ „Dann wünsche ich Ihnen einen angenehmen Aufenthalt.“ Vielen Dank. Wir gingen zu den Aufzügen und der Page brachte uns zu unserem Zimmer.

    Nachdem er sein Trinkgeld erhalten hatte und gegangen war, sagte Keela: „Du musst völlig verrückt sein. Ein Zimmer im Grand Lion.“ „Ich wollte halt mal das Hotel von Ginas und Davids Familie sehen.“ „Hätte das nicht von außen gereicht?“ „Dann hätte ich mich immer noch gefragt, wie es innen aussieht.“ „Erstmal duschen wir das Salz ab und anschließend gehen wir zum Abendessen.“ „Aber nicht hier im Hotel. Die Küche soll hier zwar ausgezeichnet sein, ich hatte aber was anderes vor.“ „Da bin ich ja beruhigt. Verrätst du mir was? Oder werde ich wieder auf die Folter gespannt?“ „Ich sage nur zwei Worte: Fisherman’s Wharf.“ „Heute spielen wir auch total die Touristen.“ Lachte Keela. „Na und? Mein Auto hat Kennzeichen aus Arkansas. Das fällt nicht auf.“ „Meiner aus Minnesota. Außerdem steht da nichts von Sacramento auf der Tür.“ „Wolltest du wirklich mit dem alten Wohnmobil beim Grand Lion vorfahren?“ „Gegen die Lions kannst du da sowieso nicht punkten. Danny hat mal erzählt, dass die ganze Familie AMG Mercedes oder Maserati fährt.“ „Da sieht Familie Ryan arm gegen aus mit GMC und Buick.“ „Wir geben das Geld lieber für andere Sachen aus. Dad hat sich vor ein paar Jahren in einem Anfall von Midlife-Crisis mal einen Porsche Cayenne als Vorführer geben lassen. Gekauft hat er ihn dann doch nicht.“ „Du verstehst aber trotzdem, dass ich heute lieber mit dem Ford fahren wollte.“ „Inzwischen ja. Vermutlich hoffst du auch noch, dass Gina und Danny dein Auto in der Tiefgarage sehen und du noch einen Freundschaftsrabatt bekommst.“ „Wäre das verkehrt?“ lachte ich. „Jetzt aber ab unter die Dusche. Ich bekomme wieder Hunger. Die Burritos haben nicht so lange vorgehalten.“

    Wir gingen zusammen duschen. Dabei genossen wir die angenehm große und pieksaubere Dusche. Anschließend zogen wir die guten Sachen an, die ich in weiser Voraussicht mitgenommen hatte. Ich zog eine schwarze Jeans, ein weißes Hemd und Italienische Schuhe an. Dazu hatte ich noch ein leichtes Sommersakko mit. Für Keela hatte ich mich bei der Auswahl für was nicht ganz so Edles entschieden. Ich kannte sie gut genug, um zu wissen, was für sie der richtige Kompromiss war. Sie trug jetzt enge, moderne Bluejeans, eine weiße, taillierte Bluse und Ballerinas. Außerdem einen Lederblouson. Das neue Schmuckset hatte ich ihr auch mitgebracht. „So können wir auch mit gutem gewissen durch die Lobby gehen.“ Lachte Keela.
    Wir verließen das Zimmer und fuhren mit dem Lift zur Lobby. Am Eingang ließen wir uns unseren Wagen kommen. Wir stiegen ein und fuhren über den Palmengesäumten Embacadero nach Fisherman’s Wharf. Wir kamen am Pier 39 vorbei und fuhren dann in die Pier 39 Garage.

    In dem Parkhaus fanden wir noch genug Platz für unseren Ford. Dann gingen wir zur Pier 39. Hier sollten wir fündig werden.
    Ähnlich wie an der Santa Monica Pier in LA gab es hier auch für jeden Geschmack etwas. Uns war heute beiden nach maritimer Küche. Nachdem wir die Karten der Restaurants verglichen hatten und wir uns auch einig waren, dass es weder ein Fish Burger, noch Fish & Chips werden sollte, entschieden wir und für das Swiss Louis Italian & Seafood Restaurant. Wenn man schon im Grand Lion residierte, konnte auch das Abendessen mal etwas teurer sein.
    Wir nahmen dann beide die Fisherman’s Seafood Platte, wobei Keela Mühe hatte, alles aufzubekommen. Alleine schon deswegen musste hinterher noch ein romantischer Spaziergang am Wasser entlang gemacht werden. Keela ärgerte nur, dass man am späten Abend nicht mehr viel von der berühmten Gefängnisinsel Alcatraz sah, die quasi vis-á-vis lag.
    Da wir aber inzwischen beide todmüde waren, sahen wir zu, dass wir bald wieder am Auto waren und zum Hotel zurückfuhren. Dort angekommen, ging es für uns recht schnell auf unser Zimmer.

    Sonntag, den 23. September 2018, 7:00 a.m., Pacific Daylight Time, San Francisco, CA:

    Wir hatten wunderbar geschlafen. Die Betten im Grand Lion Hotel waren ein Traum. Trotzdem hatten wir den Wecker auf sieben Uhr gestellt. Wir wollten ja nicht den ganzen Tag verschlafen. „Lass uns noch fünf Minuten kuscheln.“ Sagte eine Stimme neben mir. Ich drehte mich zu ihr und sah in dunkelgrüne Augen. Ein Zeichen, dass Keela noch müde war. Wenn sie munter war, ging die Augenfarbe schon fast ins Graue über. „Möchtest du noch etwas schlafen?“ fragte ich sie daher. „Nur noch fünf Minuten kuscheln. Dann möchte ich auch aufstehen. Hier gibt es bestimmt ein erstklassiges Frühstück. Außerdem warten die Wellen auf uns.“ Ich nahm sie in den Arm und sie schmiegte sich an mich, wie eine kleine Katze.
    Fast genau nach fünf Minuten drehte sich Keela dann um und gab mir einen Kuss auf die Nasenspitze. „Genug gekuschelt, ab unter die Dusche.“ Dann schwang sie sich aus dem Bett und ging zuerst schnell alleine ins Bad um die Toilette zu benutzen. Kurz darauf durfte ich dann auch erst den Toilettengang erledigen. Anschließend putzten wir erst die Zähne, dann ging es unter die Dusche. Diese hatten wir ja gestern Abend schon ausprobiert und für gut befunden.
    Nachdem wir frisch geduscht waren, gingen wir zurück ins Zimmer und zogen uns an. Dabei zogen wir beide heute direkt die Badesachen drunter. Keela störte es dann zwar ein wenig, dass das bunte Bikinioberteil durch die weiße Bluse schimmerte, trotzdem wollte sie lieber die Bluse zum Frühstück tragen, als ein T-Shirt. Auch ich zog wieder die Sachen des gestrigen Abends an.

    Wir gingen dann in das Hotelrestaurant, wo das Frühstück angeboten wurde. Dort fanden wir ein riesiges internationales Frühstüksbuffet vor, dass wirklich für jeden Geschmack was bot. Da im Grand Lion auch viele Gäste aus Europa abstiegen, gab es sogar knusprige Brötchen und Graubrot, was man in Amerika sonst nur selten bekam. Ebenso gab es sogar Europäischen Kaffee, gegen den der amerikanische eine dünne Plörre war.
    Natürlich gab es auch alle möglichen anderen Heißgetränke. Vom Cappuccino über Café au lait oder eine Melange bis zum Espresso war alles vertreten. Natürlich gab es auch zahlreiche Teesorten oder Kakao für die jüngeren Gäste. Auch der frischgepresste Orangensaft durfte nicht fehlen.
    Auch sonst gab es nichts was es nicht gab. Keela war begeistert. „So ein Frühstück kannst du mir zu Hause auch mal servieren.“ „Sonst noch was?“ lachte ich. „Wenn du servierst, dann bitte auch ein paar Küsse.“ „Die kannst du hier auch bekommen.“Aber nicht jetzt. Gleich am Tisch.“
    Wir bedienten uns reichlich und gingen zum Tisch. Dort bekam Keela auch ihren Kuss. „Ist echt ein tolles Hotel, das Grand Lion.“ Stellte Keela fest. „Werde ich kommende Woche bei Gina mal lobend erwähnen.“ „Mach das.“ Wir genossen das Frühstück und nahmen auch noch das eine oder andere nach.

    Irgendwann bekamen wir mit, dass eine Frau, im Alter unserer Eltern durch das Hotelrestaurant ging. Sie hatte eine eindrucksvolle Ausstrahlung und trug zudem ein elegantes Businesskostüm. Schließlich kam sie auch an unseren Tisch. „Schönen guten Morgen. Ist bei Ihnen alles in Ordnung?“ „Guten Morgen. Vielen Dank, es ist alles perfekt.“ Ich blickte auf das Namensschild, was sie am Blazer hatte. Veronica Lion, Hotelmanager stand darauf. Auch Keela hatte das Schild entdeckt und ihre direkte Art kam mal wieder durch. „Sind Sie mit Gina Lion verwandt?“ Die Frage stellte sich mir gar nicht. Das war naheliegend. Ich vermutete aber, dass Keela einen „Kundenrabatt“ haben wollte. „Sie kennen meine Tochter?“ fragte Veronica Lion überrascht. Wenn Gina Ihre Tochter ist, dann kenne ich auch Ihren Sohn.“ Fuhr Keela fort. Mir war das etwas unangenehm, aber Keela war in solchen Momenten auch nicht zu bremsen. „Wenn Sie Gina und David kennen, haben Sie sicherlich was mit der Transportfirma der beiden zu tun.“ „So kann man das sagen. Ich bin Dispatcher bei Walmart Transportation. Ihre Tochter fährt für uns." „Das ist ja interessant. Verraten Sie mir Ihren Namen?“ „Ich bin Keela Ryan und das ist mein Verlobter, Marc Murdock.“ „Die Namen kommen mir bekannt vor. Die hat Gina mit Sicherheit mal erwähnt. Mr. Murdock hätte ich mir allerdings etwas älter vorgestellt. Sind sie nicht der Gebietsleiter?“ Beinahe hätte ich den gerade getrunkenen Kaffee über den Tisch gespuckt. „Entschuldigung. Das ist Frank Murdock, mein Vater.“ „Dann habe ich das verwechselt. Sie müssten dann aber auch Ginas Freund kennen.“ „Selbstverständlich. Danny Schneider ist mein direkter Kollege.“ Sagte Keela. „Er und Marcs Schwester sind die beiden anderen Schichten unserer Gruppe.“ „Das ist ja fast so ein Familienunternehmen, wie wir hier.“ „Fast.“ Stellte ich richtig. „Ich bin nicht bei Walmart beschäftigt. Im Prinzip mache ich das gleiche, wie Ihr Sohn und Ihre Tochter. Ich arbeite als Fuhrunternehmer für Walmart.“ „Verstehe. Wie macht sich Gina denn so als Truckdriverin?“ „Sehr gut. Ich bin äußerst zufrieden mit Ihrer Tochter.“ „Das hört man gerne. Sie entschuldigen mich bitte, ich muss mich um meine anderen Gäste kümmern.“
    Veronica Lion lächelte uns noch einmal zu und ging dann zum nächsten Tisch. „War wohl nichts mit Rabatt.“ Flüsterte ich Keela zu. „Sie hat die Situation äußerst professionell gemeistert. Die Abbuchung ist mit Sicherheit auch schon gestern erfolgt, als die an der Rezeption meine Kreditkarte hatten.“ „Glaube ich nicht. Die haben gestern nur die Bonität geprüft und zahlen musst du, wenn wir gleich auschecken.“

    Wir frühstückten erstmal zu ende und fuhren anschließend wieder zu unserem Zimmer hoch. Hier packten wir dann alles zusammen. Als wir alles zusammen hatten, fuhren wir mit dem Lift wieder runter und checkten an der Rezeption aus.
    Keela hatte dann wieder recht. Man bat mich auch heute wieder um meine Kreditkarte. Heute bekam ich dann mit der Karte auch die Rechnung und den Abbuchungsbeleg dabei. „Verbuchst du das als Dienstreise?“ fragte mich Keela leise. „Natürlich. Was denkst du denn. Man muss den Gewinn schmälern, wo es nur geht. Sonst zahlt man zu viele Steuern. Kalifornien ist ja sowieso ein teures Pflaster.“
    Wir ließen den Wagen aus der Tiefgarage holen und Packten unsere Tasche wieder auf den Rücksitz. Dann stiegen wir ein und machten uns wieder auf den Weg nach Pacifica.

    Bei der Fahrt durch San Francisco entdeckte Keela doch noch eine Sehenswürdigkeit. „Guck mal ein Cable Car. Die sind aber sonst immer voller.“ „Es ist Sonntagmorgen, meine Süße.“ „Stimmt, da liegen noch viele im Bett.“
    Wir machten uns auf den Weg zum Highway 1. Über den ging es dann, wie immer, nach Pacifica. „Ich überlege gerade was.“ Sagte Keela ernst. „Du warst gestern wirklich gut auf dem Board. Du hast das Longboard wirklich gut im Griff. Unfreiwillig im Wasser bist du gestern eigentlich nur gelandet, wenn ich dich reingeschmissen habe.“ „Danke für die Blumen.“ „Ich meine das ernst. Du machst, seitdem du regelmäßig surfst, echt tolle Fortschritte. Traust du dir Rockaway zu?“
    Vor Schreck wäre ich fast in den Graben gefahren. „Ist das dein Ernst?“ „Habe ich doch gesagt.“ „Das kann ich nicht beurteilen. Was ist denn das Schwierige am Rockaway Beach? Die Felsen?“ „Die sind in erster Linie dran schuld. Die Verletzungsgefahr ist höher und die Wellen brechen dort anders. Dann hast du starke Rips. Außerdem sind die Wellen da höher. Das aber auch wegen der Felsen.“ „Hast du mir nicht vor gestern noch gesagt, dass ich noch nicht so weit bin?“ „Stimmt, das habe ich. Ich habe meine Meinung aber gestern noch geändert.“ „Bist du sicher oder möchtest du einfach lieber nach Rockaway?“ „Das auch. Ich würde dich aber auch nicht absichtlich gefährden.“ „Das können wir uns auch nicht erlauben.“ „Klar. Wenn du verletzt im Krankenhaus liegst, können wir den Laden dicht machen. Hast du eigentlich eine Versicherung für sowas?“ „Klar. Die wird aber sicher nicht zahlen, wenn man privat bei einer Risikosportart verunglückt.“ „Auch wahr.“
    Keela dachte kurz nach. „Okay. Wir fahren jetzt nach Rockaway und dann surfen wir eine Welle mit Jeff zusammen. Wenn er meint, dass es noch keinen Sinn macht, fahren wir nach Linda Mar weiter.“ „Dann können wir auch gleich nach Linda Mar fahren. Jeff kann mich eh nicht leiden.“ „Das ist wahrscheinlich ein ähnliches Ding, wie bei mir und Alice.“ „Meinst du wirklich?“ „Keine Ahnung. Irgendwie will mich Jeff immer beschützen. Obwohl er mit Beverly zusammen ist. Zwischen uns war nie was und wird auch nie was sein. Ist ein wenig so, wie mit meinen Brüdern früher.“ „Also will er nichts von dir?“ „Angebaggert hat er mich noch nie. Er ist wirklich nur wie ein großer Bruder.“ „Dann will er dich nur vor mir beschützen.“ „Ich habe ihm schon mal gesagt, dass ich auch gut auf mich selbst aufpassen kann. Anfangs wollte er ja nicht mal, dass ich alleine auf den Campingplatz fahre.“ „Das machst du doch meistens.“ „Eben.“ „Na gut. Versuchen wir es.“ Fahr bis dahin aber sachte. Die Chip’s fliegen schon wieder tief. Guck, da haben sie schon wieder einen am Haken.“

    Ich hätte hier 55 fahren können. Es war aber so voll auf dem Highway 1, dass das eh nicht möglich war. Trotzdem kamen wir bald am Rockaway Beach an.
    Ich fand noch einen guten Parkplatz und wir stiegen aus. Erst wurden wir argwöhnisch gemustert, dann erkannten die meisten Keela. „Hey Keela ist dein Van kaputt?“ kam auch bald die erste Frage. „Wir haben den Wagen von meinem Freund genommen, das ist alles.“ „Wo warst du denn gestern?“ „Am Linda Mar.“ „Hast du da den Kindern Unterricht gegeben? Oder was?“ „Quatsch. Wir haben gestern halt da gesurft.“ „Da war doch sicher wieder der Teufel los.“ „Deshalb sind wir ja heute hier.“ „Hast du nicht immer gesagt, er kann das nicht?“ „Klar kann er das. Ist Jeff da? Der soll sich das mal mit anschauen.“ „Jeff ist mit Beverly draußen. Mit der nächsten Hammerwelle kommen die sicher wieder rein.“
    Wir holten die Boards aus dem Auto. Dann zeigte Keela raus. „Da kommen sie ja.“

    Die Wellen hier waren wirklich noch ein anderes Kaliber, als in Linda Mar. Durch die Felsen brachen sie wirklich früher und anders. Bei den Beiden sah das Surfen aber kinderleicht aus. Sie meisterten die Welle perfekt.
    Von Jeff konnte sich sogar Keela noch eine Scheibe abschneiden. Beverly war aber etwas schlechter, als Keela. Ich dürfte hier dann aber mit Abstand der schlechteste Surfer sein.
    Wir zogen uns erstmal um. Die normale Kleidung aus und die Neoprenanzüge an. Dann waren auch Jeff und Beverly aus dem Wasser gekommen.

    Keela wurde von Jeff erstmal umarmt und an sich gedrückt. Dann bekam sie Küsse auf beide Wangen. Jetzt hätte ich Grund zur Eifersucht gehabt. Auch Beverly und Keela umarmten sich und gaben Küsse auf die Wangen.
    Dann kam Jeff zu mir und musterte mich mal wieder argwöhnisch. Dieses Mal galt das aber weniger mir, mich kannte er ja inzwischen, als meinem Surfanzug. Er reichte mir trotzdem die Hand. „Hallo.“ Sagte er zur Begrüßung. Ich wusste auch gar nicht, ob er meinen Namen kannte. „Das sieht ja so aus, als ob du hier surfen wolltest.“ „Hallo Jeff. Keela meinte, ich könnte das vielleicht mal probieren.“ Inzwischen waren Keela und Beverly zu uns gekommen. „Ich stelle euch erstmal vor. Das ist Marc Murdock, inzwischen mein Verlobter. Jeff und Beverly.“ „Wenn dir Beverly zu lang ist, kannst du auch Bev sagen.“ Sagte die hübsche Blondine. „Wir finden es aber immer merkwürdig, wenn einer sagt, da kommen Jeff und Bev.“ „Kein Problem. Keela mag die Kurzform, die ihr ihre Brüder gegeben haben auch nicht.“ „Jeff, ich wollte dich bitten, mal eine Welle mit Marc zusammen zu surfen. Wir waren gestern in Linda Mar und ich meine, Marc wäre jetzt soweit, dass er hier surfen kann.“ Jeff blickte Keela ernst an. „Bist du sicher, dass er so weit ist?“ „Sonst würde ich das nicht sagen. Oder glaubst du, ich Möchte Marc im Krankenhaus besuchen?“ „Okay, ich vertraue deinem Urteil. Du bist von den Frauen hier die beste Surferin. Ich denke, du kannst das beurteilen.“ „Kein Problem.“ Sagte Beverly. „Dann surfen wir ein paar Wellen zusammen, oder Keela?“ „Warum nicht.“
    Die Mädels schnappten sich ihre Longboards und liefen zum Wasser. Dann wandte sich Jeff noch mal an mich. „Hör mal… Marc, ich bin dich, glaube ich, letztes Jahr etwas hart angegangen. Als ich dir da gedroht habe.“ „Kann schon sein.“ „Ihr seid jetzt ein Jahr zusammen und wollt, glaub ich heiraten.“ „Stimmt.“ „Ich habe dich wohl vergangenes Jahr falsch eingeschätzt. Keela ist zwar oft am Wochenende alleine hier, das liegt aber wohl an deinem Job.“ „Genau.“ „Dann entschuldige ich mich bei dir. Ihr scheint ja wirklich zusammen zu passen. Du hast ja sogar für sie Surfen gelernt.“ „Keela ist auch eine ausgezeichnete Lehrerin.“ „Ja, das kann sie. Entschuldigung angenommen?“ „Klar. Alles gut, Jeff.“ „Okay. Du bist selbstständig, oder?“ „Richtig. Ich habe meine eigene Transportfirma.“ Ich deutete auf den beschrifteten Ford. „Verstehe das jetzt nicht falsch. Aber wenn dir was passiert ist das doppelt schlimm. Hinterher geht die Firma an so einem Unfall kaputt.“ „Soll ich jetzt doch nicht hier surfen?“ „Das habe ich nicht gesagt. Keela traut dir das zu. Traust du dir das auch zu?“ „Ich denke schon.“ „Dann surfen wir. Du solltest aber aus den genannten Gründen vielleicht mit einem Helm surfen.“ „Was für ein Helm?“ „Was für einer ist egal. Es muss kein Motorradhelm sein. Ich würde einen für Mountainbiker oder Kletterer nehmen. Ein Eishockeyhelm geht auch. Hauptsache, du kannst ihn festmachen, dass du ihn nicht verlierst. Falls es dich dann doch mal an die Felsen haut, hast du nicht gleich eine schwere Kopfverletzung.“ „Na toll, wo bekomme ich jetzt so einen Helm her?“ „Ich habe, glaube ich noch einen im Van. Der sollte dir passen.“

    Wir gingen zu Jeffs Van. Es war ein GMC Vandura, der mich ein wenig an den Van des A-Teams erinnerte. Er war ebenfalls schwarz und aufgepimpt, aber in einem tadellosen Zustand. „Nicht schlecht, der Van.“ „Macht schon spaß. Wir haben da noch einen Big Block V8 reingebastelt. Von innen ist er ähnlich umgebaut, wie der Savana von Keela.“ „Nur etwas älter. Der ist ja so alt, wie ich.“ „Ich glaube, so alt bist du noch nicht.“ Grinste Jeff.
    Er suchte einen Moment im Van, dann holte er einen Helm raus. „Voila. Da ist er. Probiere ihn mal an.“ Ich versuchte es. Er passte. Jeff wackelte jetzt noch mal am Helm, um den Sitz zu testen. „In Ordnung. Dann zeig mal, was du kannst.“
    „Du kannst dich gut ausdrücken. Was machst du denn beruflich?“ „Ich bin an der UC Berkeley School of Law.“ „Du studierst Jura?“ „Richtig. Beverly übrigens auch.“ „Das hatte ich nicht vermutet.“ „Klar. Die Surfer Boys sind alle blöd und können nur Surfen und Bodybuilding.“ Lachte Jeff. „So nun auch wieder nicht.“ Sagte ich und lief rot an. „Das sind die üblichen Klischees.“
    Wir nahmen auch unsere Boards und gingen zum Wasser. Keela und Beverly hatten die erste Welle schon hinter sich. „Wo bleibt ihr so lange?“ fragte Keela ungeduldig. „Ich habe deinem Liebsten erstmal einen Helm verpasst. Sicher ist sicher.“ Sagte Jeff. „Okay. Jetzt aber los.“ Sagte Keela.
    Wir paddelten zu viert wieder raus. Dort sagte Jeff: „Wir lassen die Girls erstmal vor. Da kannst du dir nochmal anschauen, wie Keela und Beverly das machen.“ Wir ließen die Mädels machen. Dabei sagte mir Jeff noch, worauf ich da besonders achten sollte. „Den Rest musst du aus Instinkt machen. Denken dauert da zu lange. Die nächste Welle ist unsere.“
    Dann kam die Welle und brach sich. Ich hatte noch nie auf so einer großen Welle gesurft. Ich nahm sie aber und merkte immer wieder, wie schwierig sie war. Aber ich meisterte sie. Am Strand fiel mir dann Keela vor Freude um den Hals. „Echt super gemacht, Schatz. Die Belohnungsküsse waren wieder mal sehr salzig. „Ich will auch so eine Belohnung.“ Sagte Jeff grinsend. „Kannst du haben.“ Sagte Beverly und küsste ihren Freund.
    „Das war schon nicht schlecht.“ Sagte Jeff dann ernst. Er gab mir noch ein paar Tipps, was ich noch verbessern musste. Zum Schluss meinte er: „Achte vor allem immer darauf, dass du die Welle beherrschst und nicht umgekehrt. Wenn die Welle mit dir macht, was sie will, hast du verloren.“ „Dann mal weiter.“ Rief Keela. Übung macht den Meister. Wir paddelten wieder raus und es ging weiter. Anfangs gab mir Jeff noch einige Tipps und Anweisungen, dann ließ er mich mehr und mehr selbst machen.

    Die Kritik kam dann hinterher. Das war aber gar nicht schlecht. Was bei den ersten Wellen noch anstrengend war und Überwindung kostete, fiel mir später schon leichter. Keela war begeistert und belohnte mich mit nassen Umarmungen und salzigen Küssen.

    Am Mittag machten wir dann eine Pause. Die ganze Clique ging dann zusammen ins Nicks, was ja direkt am Wasser lag. Hier waren Keelas Freunde Stammgäste. Wir wurden, wie alte Freunde begrüßt und hatten dann auch eine Ecke für uns. Keela bestellte uns dann eine Combination Seafood Platte. Dort war für jeden Geschmack was drauf und ich konnte mich gut durchprobieren. Es schmeckte ausgezeichnet.
    Nach und nach fühlte ich mich dann auch von Keelas Surfer Freunden akzeptiert. Sie hatten gesehen, dass ich meine Anfänge hier in Rockaway Beach gut meisterte, auch wenn ich mehrfach vom Board gefallen war. Es war eben eine Nummer anspruchsvoller, als in Linda Mar. Ich verstand aber langsam auch Keela, die lieber hier surfte. Der Kick, den man hier bekam, war einfach besser.

    Nach der Mittagspause ging es dann auch wieder aufs Wasser. Jetzt surfte Jeff wieder mit Beverly und Keela und ich surften zusammen. Mit meiner Süßen zusammen machte das Ganze natürlich noch mehr Spaß. Keela war heute aber nicht so übermütig, wie gestern. Das war hier einfach zu gefährlich.

    Am Spätnachmittag löste sich die Clique so langsam auf. Alle mussten wieder nach Hause. Die wenigsten wohnten in unmittelbarer Nähe. „Übernachtet Ihr noch hier?“ fragte Beverly irgendwann. „Heute nicht.“ Sagte Keela. Ich habe nächste Woche zwar Spätschicht, aber Marc muss so anfangen, wie ich, wenn ich Frühschicht habe.“ „Dann kommt gleich gut nach Hause.“ Die Beiden räumten ihre Sachen in den Vandura und machten sich auf den Weg. Sie wollten am Abend noch ein wenig lernen.
    „Morgen hast du sicher mächtigen Muskelkater.“ Meinte Keela grinsend. „Das war es mir Wert.“ Lachte ich. Da ich Jeff seinen Helm wiedergegeben hatte, hörten wir jetzt auch auf und packten langsam zusammen. Wir zogen uns um und machten uns dann auf den Heimweg.

    Wir verließen Rockaway Beach und fuhren auf die CA-1 in Richtung San Francisco. Bei den letzten Blicken auf den Pazifik stand die Sonne auch schon etwas tiefer. Es war aber auch schon nach Fünf.
    Dann ging es durch San Francisco. Ich staunte, wie wenig Verkehr heute war. „Am Sonntag Spätnachmittag ist das normal.“ Sagte Keela. Ich merke das immer, wenn ich den nächsten Tag Frühschicht habe.“ „Trotzdem fährst du sonst lieber am Montagmorgen zurück?“ „Das nicht. Ich bin aber am Sonntag meist recht geschafft.“ „Ich weiß, was du meinst.“ Lachte ich. Ich war heute auch ziemlich fertig.
    Entsprechend froh war ich dann auch, als ich auf die I-80 kam. Als wir die Bay Bridge überquert hatten, atmete ich schon mal auf. Jetzt konnte ich beruhigt den Tempomat einlegen und den Ford rollen lassen. Keela war auf ihrem Sitz sogar eingeschlafen.
    Als ich in West Sacramento von der I-80 abfuhr, war es schon dunkel geworden. Nun ging es durch meine Heimatstadt, in der ich mich ja bestens auskannte. Ich hatte ja nie woanders gelebt. Gegen halb Neun kamen wir zu Hause an.

    Ich setzte den Ford in die Halle. Dann weckte ich Keela. „Ich bin wohl eingeschlafen.“ Murmelte sie verschlafen. „Wir sind zu Hause. Komm mit nach Oben. Couch oder Bett sind bequemer, als der Beifahrersitz.“ Wir stiegen aus. „Nimm nur die Reisetasche mit. Die Surfsachen kann ich auch die Tage wieder in den Savana räumen.“ Wir gingen dann hoch in unsere Wohnung. Da wir beide nach dem Wochenende sehr fertig waren, blieben wir auch nicht mehr lange auf. Wir verschwanden schnell im Bett.
    Schöne Grüße aus dem Sauerland

    502 mal gelesen

Kommentare 27

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    elwime -

    Super geschrieben und die CHP Staffel erwähnt sowie die Eifersuchts Szene von Keela und den Besuch beim Lion Clan in SF wirklich toll.

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      Sauerlaender -

      Dankeschön. Im Moment läuft es bei mir. Die Tagebücher schreiben sich aktuell fast von selbst. (Leider muss man sie trotzdem noch tippen)

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      Iceman684 -

      Apropos Besuch beim Lion Clan. Wohin soll das Management des Hotels das Honorar für die Hotelwerbung hin überweisen? ;)

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      Sauerlaender -

      Oh. Bekommt Keela doch noch ihren "Rabatt" ? :D

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    alaskabaer01 -

    Klasse geschrieben und tolle Fotos. Wieder ein Spannendes Kapitel

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    Iceman684 -

    Sehr schönes Kapitel. Bei einigen Erwähnungen der Lions musste ich ziemlich schmunzeln und denk nicht, dass ihr nur von einem Mitglied des Lion Clans bemerkt wurden seid.

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    Werner 1960 -

    Schön geschriebenes Kapitel.

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    loddi51 -

    Sehr schönes Kapitel.

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    Alfageejo -

    John und Ponch... das kommt mir irgendwie bekannt vor... ;)

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    TurboStar -

    Schönes Kapitel. Auch wenn mir Deine Freundin heute mal mit ihren Eifersüchteleien minimal auf die Nerven gegangen ist ;)

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      Sauerlaender -

      Nicht nur dir. Marc Murdock auch. ;) und nicht nur minimal. Manchmal haben Frauen solche Momente. (ich sage extra nicht Tage. :D )

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      Iceman684 -

      Bei Denise könntest du eh nicht landen, du fährst die falsche Truckmarke.

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      Sauerlaender -

      Ich werde dem Kenworth treu bleiben, bis SCS eine weitere Truckmarke is Game bringt. Ein Truck Mod kommt für mich nicht in Frage. Die Peterbilt Modelle im Game sind nun mal nicht meins. Sollte seitens SCS allerdings ein Volvo VNL, Freightliner Cascadia oder Mack Anthem kommen, wäre ich bereit, eine zweite Marke in den Fuhrpark zu nehmen. Das bedeutet aber nicht, dass ich dann einem Bekannten die Freundin ausspannen würde. ;)

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    infinity -

    Schönes Kapitel und den Titel dazu passend gewählt. Und das Grand Lion ist wirklich gut - wir hatten da im Urlaub ja auch die Ehre. Die Surfstory macht auch schon wieder Lust&Laune auf's Wasser :D

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      Sauerlaender -

      Wir waren ja auch sehr zufrieden mit dem Grand Lion. Da haben Sandra und Keela ja schon wieder Gesprächsstoff. ;)

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      TurboStar -

      Hm, Grand Lion, könnte man auch mal zu gegebenem Anlass einrichten. Danach könnte das Personal zu tuscheln haben.

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      Iceman684 -

      Nachdem ihr jetzt eine Nacht im Grand Lion in San Francisco verbracht habt, freut sich Vicky Lion euch auf Hawaii im dortigen Grand Lion zu eurem Honeymoon als Gäste begrüßen zu dürfen. Ach ja, auch Vicky ist dunkelhaarig und hat dunkle Augen. ;)