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50. Dallas, Chip's und Family Ties

  • Sonntag, den 16. September 2018, 2:15 a.m., Mountain Daylight Time, Boise, ID:

    Ich hatte Keela versprochen, meinen Reset nach 35 Stunden zu beenden, damit noch eine gewisse Chance bestand, zu ihrem Geburtstag zu Hause zu sein. Leider hieß das für mich, dass ich um viertel nach Drei im Truck sitzen musste. Ich stand dann eine Stunde davor auf, um hier im Motel noch mal in Ruhe die Dusche zu benutzen. Hier hatte ich noch ein komplettes Badezimmer, was mir unterwegs ja nicht immer gegeben war.
    Nachdem ich geduscht und rasiert war, zog ich mich an und packte meine Sachen zusammen. Dann brachte ich meine Tasche in den Truck und setzte dort schon mal einen Kaffee auf. Anschließend checkte ich aus dem Motel aus. Um viertel nach Drei stellte ich die Systeme dann auf PTI. Die Kontrolle machte ich dann leise im Dunkeln. Um kurz vor halb Vier zeigte mir das ORBCOMM dann auch den Auftrag an, den Keela am Vorabend für mich eingestellt hatte:

    PICKUP: BBY-IDBOI
    GATE: -----
    TRAILER: DV53GTI
    FREIGHT: COMPUTER COMPONENTS
    WEIGHT: 37,566 LB
    DROP: EST-TXDAL
    PRIORITY: URGENT
    REMARKS: TRAILER IS PROVIDED BY GORDON TRUCKING, INC.

    WAT-CASAC-KRY.

    Es gab seit längerem mal wieder einen dringenden Auftrag. Dann noch mit Computer Komponenten. Dass der Trailer von GTI kann, war mir recht. Die passten farblich wenigstens zu meiner Maschine. Um halb Vier machte ich mich dann auf den kurzen Weg zu Best Buy. Hier hatte man auch am Samstagabend alles fertig gemacht. Jetzt konnte mir der Sicherheitsdienst den Trailer und meine Papiere rausgeben. Ich sattelte auf und erledigte die Kontrolle des Trailers. Um viertel vor Vier ging es dann auf nach Texas.

    Zuerst fuhr ich dazu wieder auf die I-84 zurück, über die es dann in Richtung Osten ging. Noch war es stockdunkel. Lange würde es aber nicht mehr dauern, bis sich die Sonne zeigen würde. Ich suchte mir einen Radiosender mit schöner Musik und stellte den Tempomat auf 66 mph. Dann rollte ich gemütlich in den Morgen.
    Bei Twin Falls musste ich dann dem Impuls widerstehen, in Richtung Nevada abzubiegen. Noch ging es ja nicht nach Hause. Bei Declo ging es dann im Gegensatz zur vergangenen Woche über die I-84 in Richtung Salt-Lake-City weiter. Nun dauerte es auch nicht mehr lange, bis ich Idaho verließ und Utah erreichte.

    Etwas später erreichte ich Tremonton, UT, wo ich dann auf die I-15 wechselte. Nun wurde es im CB-Funk etwas lebhafter. Die Kollegen sprachen von einer Vollsperrung auf der I-84 bei Mountain Green. Dort hatte ein Truckdriver wohl die Mittelleitplanke durchbrochen und war in den Gegenverkehr geraten. Die I-84 war in beiden Richtungen voll gesperrt und die Alternative durch Mountain Green war völlig überlastet.
    Die Kollegen rieten uns, den Umweg über Salt Lake City zu fahren und dort auf die I-80 zu wechseln. Das kostete zwar Zeit, würde aber mit Sicherheit noch schneller gehen, als sich in Mountain Green hinten anzustellen. So blieb mir auch nichts anderes übrig, als bei Riverdale auf der I-15 zu bleiben und weiter in Richtung Salt Lake zu fahren.
    Die Hauptstadt Utahs erreichte ich dann gegen halb Neun. Zum Glück war es Sonntag. So hatten wir wenigstens keinen Berufsverkehr. Hier wechselte ich dann wieder auf eine gut bekannte Strecke. Die I-80 kannte ich von meinen Touren nach Minnesota zur Genüge. Entsprechend wusste ich nun auch, wo ich zum Tanken und für meine Pause hinfahren konnte. Regulär wäre ich ja heute gar nicht an Park City vorbeigekommen, da ich über die I-84 erst kurz vor der Grenze zu Wyoming auf die I-80 gekommen wäre. Durch den Unfall und die damit verbundene Sperrung kam ich hier jetzt doch hin.

    Ich fuhr also, wie immer, wenn ich hierher fuhr, an der Ausfahrt 146 von der Interstate und machte bei Bell’s Silver Creek meine Pause. Zuerst ging es heute mit dem Kenny an die Zapfsäule. Er bekam hier Diesel zum Preis von 3,46 $. Das war für diese Gegend noch vergleichsweise günstig. DEF wurde auch gleich wieder aufgefüllt. Anschließend parkte ich den Truck. Nun kam die Stärkung für mich. Dazu ging es in den Pizza Hut Express, der hier auf dem Truckstop ansässig war. Pizza am Vormittag um Elf war vielleicht nicht jedermanns Sache, ich hatte aber auch schon über sechseinhalb Fahrstunden hinter mir. Da durfte das schon sein. So gab es eine leckere Barbecue Lovers Pan Pizza für mich.
    Anschließend telefonierte ich mit Keela, die sich auch schon gewundert hatte, warum ich den Umweg über Salt Lake gefahren war. Nachdem ich ihr von dem Unfall erzählte, war alles okay. Wir telefonierten dann auch eine gute halbe Stunde, in der Keela ein, zweimal gestört wurde, um Kollegen einen Auftrag zu geben. Bei mir war es dann zwölf Uhr mittags, als ich mich wieder auf den Weg machte.

    Über den Lincoln Highway, wie die I-80 hier hieß, ging es dann weiter nach Wyoming. Hinter dem Abzweig im Echo Canyon, wo die I-84 rauskam, hörte man wieder mehr auf CB-Funk von dem Unfall. Jetzt wurden die Kollegen in der Gegenrichtung darauf hingewiesen, dass es besser war, über Salt Lake zu fahren. Die Bergungsarbeiten waren immer noch im vollen Gange und bei Mountain Green war immer noch alles dicht. So gesehen hatte ich alles richtig gemacht.
    Etwas später erreichte ich dann Wyoming. Am Port of Entry brauchte ich heute aber nicht rausfahren. Offensichtlich funktionierte mein Transponder doch richtig. Denn auch am Sonntag wurde hier sonst kontrolliert.

    In der Mittagszeit ging es nun durch die Berge von Wyoming. Es lief aber ganz gut und ich kam sehr gut durch. Dabei war ich ein paarmal überrascht, von Gordon Fahrern gegrüßt zu werden. Dann fiel mir wieder ein, dass ich ja den entsprechenden Trailer mit mir rumschleppte. Ich grüßte dann also auch zurück.
    Am Nachmittag ging mir dann langsam wieder die Fahrzeit aus. Spätestens um viertel nach Vier musste ich stehen. Mein geplantes Ziel, das Pilot Travel Center am Nordrand von Laramie, WY würde ich wegen des Umwegs wohl nicht mehr erreichen.

    Mit den letzten Minuten meiner Fahrzeit kam ich dann zum Akal Travel Center an der Ausfahrt 290. Offiziell gehörte das hier auch schon zu Laramie, obwohl die Stadt noch mindestens eine halbe Stunde entfernt lag. Der Truckstop gehörte aus mehreren Gründen nicht zu meinen bevorzugten Pausenplätzen. Erstens gehörte er nicht zu den großen Ketten. Ich hatte Rabattkarten für Pilot FlyingJ und Love’s. Daher steuerte ich diese bevorzugt an. TA und Petro gingen wenigstens noch von der Sauberkeit und vom Service. Zweitens hatte ich hier nur einen Parkplatz auf einem dreckigen, sandigen Untergrund. Er war weder asphaltiert noch betoniert. Bei Regen wurde das hier schnell zu einem Schlammplatz. Das dritte war die Sauberkeit. Da wurde hier weniger drauf geachtet, als bei den Ketten. Außerdem hatte man hier besonders viel Kitsch im Shop, den ich gar nicht mochte. So hatte ich aber immerhin eine Dusche und Toiletten. Die Auswahl der Lokale fiel mir hier auch nicht schwer. Die Wahl blieb zwischen einem kleinen Denny’s und dem Taj Mahal genannten Indischen Restaurant. Asiatische Küche war sowieso nicht mein Ding.
    Ich ging also duschen und im Anschluss auf einen Burger ins Denny’s. Zurück im Truck telefonierte ich noch eine Weile mit Keela, dann ging es wieder ab ins Bett.

    Montag, den 17. September 2018, 2:00 a.m., Mountain Daylight Time, Laramie, WY:

    Auch heute hieß es wieder früh aufstehen. Immerhin hatte ich eine dringende Ladung an Bord. Ich setzte den Kaffee im Truck auf, anschließend ging es im Truckstop unter die Dusche. Um viertel vor Drei begann ich mit der PTI, eine Viertelstunde später ging es dann wieder weiter.
    Gegen halb Vier passierte ich dann wirklich Laramie. Ich hatte mich ja sowieso gewundert, dass der Truckstop, an dem ich gestanden hatte, schon diese Adresse hatte.
    Eine weitere halbe Stunde später erreichte ich Cheyenne. Hier wechselte ich dann auf die I-25 in Richtung Süden. Nun dauerte es auch nicht mehr lange, bis ich die Grenze nach Colorado erreicht hatte.
    Es ging jetzt mit großen Schritten auf die „Mile high City“, Denver zu. Die Stadt, die in Europa überwiegend durch die Serie Dynasty aka der Denver Clan bekannt geworden war, passierte ich dann am Morgen um kurz nach Fünf. Draußen war es zwar noch dunkel, die Skyline der Stadt war aber trotzdem schon sehr beeindruckend. Vielleicht so sogar mehr, als wenn man am Tage die hohen Berge der Rockies dahinter sehen würde, die die Wolkenkratzer dann wieder klein aussehen lassen würden.

    Für mich ging es jetzt auch wieder weiter in die Berge. Es ging auf Colorado Springs zu. An der Stadt fuhr ich dann noch vorbei. Kurz darauf, an der Ausfahrt 128, Fountain / Colorado Springs, fuhr ich dann von der I-25 ab.
    Im vergangenen Winter hatte ich schonmal die kurze Pause am Tomahawk Auto & Truck Plaza absolviert. Vor allem das Bisquits Café lud immer gerne zum Frühstücken ein. Das hatte ich heute auch wieder vor.
    Ich fuhr auf den Truckstop und suchte mir eine Parklücke. Dabei entdeckte ich einen Kollegen, der mit einem Day Cab gerade hier angekommen war. Er sah dann auch, dass ich parkte und wartete auf mich.

    Anschließend gingen wir dann zusammen ins Bisquits.
    Während wir frühstückten unterhielten wir uns. Der Kollege kam aus Albuquerque und war am frühen Morgen mit einer Ladung für das Supercenter in Fountain hierhergekommen. Bevor er dort aber den Trailer tauschen wollte, war hier erstmal Frühstücken angesagt. Ich erzählte dann meinerseits, dass bei mir wohl Umsatteln erst morgen anstehen würde. Bis nach Dallas würde meine Zeit nicht mehr reichen.
    Ein wenig beneidete er mich dafür. Andererseits war er ein junger Familienvater und freute sich, seine beiden Kinder jeden Tag sehen zu können. So gab es für beide Seiten eben gute Argumente. Ich war mir aber klar, dass das für mich zurzeit nicht in Frage kam. Auch wenn sich Keela sicher darüber freuen würde.

    Um halb Acht machten wir uns beide wieder auf den Weg. Der Kollege fuhr auf die Santa Fe Avenue, den US Highway 87, über den er direkt zum Supercenter kam. Ich bog dann aber wieder auf die I-25 in Richtung Süden ab.
    Nun sah ich zu, dass ich nach New Mexico kam. Ich passierte die Stadt Pueblo und amüsierte mich darüber, dass eine Stadt mit über 100.000 Einwohnern „Dorf“ genannt wurde. Dafür stand ja Pueblo im Spanischen. Danach ging es immer weiter durch die Berge auf New Mexico zu.
    Gegen halb Zehn passierte ich die Grenze zu New Mexico. Am Raton Port of Entry durfte ich dann netterweise mal wieder vorbeifahren. Nun ging es noch weiter, bis zur Ausfahrt 451, Raton / Clayton. Hier ging es dann auf die US Routes 64 und 87, die eine gemeinsame Trasse hatten. Ab jetzt ging es dann in Richtung Osten weiter.

    Es ging am Raton Truckstop vorbei, der den Namen eigentlich nicht verdient hatte. War es doch nur eine Tankstelle, mit vielleicht einer Handvoll Parkplätzen. Danach war Raton in diese Richtung schon verlassen und es ging wieder in die Prärie. Zumindest hatte ich hier jetzt die Berge hinter mir und es ging nur noch durch sanfte Hügel.
    Ich kam an einem Ort namens Des Moines vorbei. Der hatte aber auch gar nichts mit der Stadt in Iowa zu tun. Laut dem Ortsschild lebten hier gerade mal 177 Einwohner. Ansonsten ging es hier nur über einen gut ausgebauten Highway durch die Prärie. Schließlich passierte ich die kleine Stadt Clayton, durch die der Highway mitten durch ging. Die Ortsdurchfahrt hielt mich dann etwas auf. Andererseits war es schön mal was anderes zu sehen, als nur Felder.
    Nachdem ich den Ort wieder verlassen hatte, erreichte ich kurz darauf Texas. Durch die Umstellung auf Central Daylight Time hatte ich dann jetzt zwölf Uhr mittags. Inzwischen waren auch die Hügel verschwunden und ich fuhr durch weites, flaches Land.
    Schließlich erreichte ich Dalhart, TX. Auch hier ging die Strecke wieder mitten durch den Ort. Hier kam dann zur US-87 noch die US-385 dazu. So ging das weiter, bis ich nach Hartley kam. Hier ging die US-87 in Richtung Dumas weiter. Ich folgte dann aber weiter der US-385. Jetzt wurde das Streckenprofil auch teilweise wieder etwas hügeliger.
    Schließlich erreichte ich Vega. Der Truckstop hier an der I-40 war mir schon alleine daher bekannt, dass es auf der I-40 der letzte Truckstop vor der Grenze nach New Mexico war. Hier hatte ich schon ein paarmal die Tanks wieder gefüllt, um nochmal von den günstigen Dieselpreisen in Texas zu profitieren. Heute hielt ich hier aber nicht an, sondern zog direkt auf die I-40 in Richtung Osten.
    Nun war ich wieder auf bekanntem Terrain. Es dauerte nicht mehr lange, bis ich Amarillo erreichte. Ich überlegte zuerst, ob ich hier schon stehenbleiben sollte. Aber einerseits wollte ich so weit, wie möglich kommen und andererseits hätte ich dann noch mehr Arbeitszeit in der Nacht, als ohnehin schon.
    Ich passierte also Amarillo und fuhr weiter bis zur Ausfahrt 78. Hier wechselte ich auf die US-287 in Richtung Fort Worth.

    Ein paar Meilen später passierte ich eine winzige Siedlung mit dem Namen Goodnight. War das ein Zeichen? Sollte ich hier für meine Pause stehen bleiben? Leider gab es nichts, um dieser Eingebung zu folgen. Ich musste also noch ein Stückchen weiterfahren. Da ich meine Fahrzeit gut ausnutzen wollte, fuhr ich noch etwas über eine Stunde. Dann hatte ich Childress erreicht. Hier gab es direkt am Ortsanfang einen Pilot Travel Stop. Diesen hatte ich mir für meine Pause ausgesucht.
    Als ich geparkt hatte und den Motor abstellte, zeigte mein E-Log 15 Minuten Restzeit an. Ich hatte meine elf Stunden Fahrzeit also wirklich gut ausgenutzt. Hier war es jetzt vier Uhr am Nachmittag. Eine gute Zeit um Feierabend zu machen.
    Zu Hause war es leider zwei Stunden früher. Ich konnte also davon ausgehen, dass Keela, die Nachtschicht hatte, um diese Zeit im Bett liegen würde und schlief. Also sparte ich mir den Anruf. Ich ging stattdessen in den Truckstop und dort unter die Dusche.
    Frisch geduscht hatte ich hinterher die Wahl zwischen einer frisch gemachten Pizza und der Kette, die mich schon immer durch ihre Radiowerbung nervte. Arbys. Die Wahl fiel mir nicht leicht. Da ich aber gestern schon bei Pizza Hut war, wollte ich heute eigentlich nicht schon wieder Pizza. Daher entschied ich mich dann letztlich doch für Arbys. Ich war dann auch neugierig auf das Greek Food aus dem Radiospot. Also gab es heute mal griechische Küche. Das Essen schmeckte mir sogar erstaunlich gut.
    Anschließend ging ich noch eine kleine Runde spazieren, um das Abendessen wieder abzulaufen. Anschließend ging es im Truck in die Koje.

    Dienstag, den 18. September 2018, 1:15 a.m., Central Daylight Time, Childress, TX:

    Da meine Nachtruhe früh begonnen hatte, endete sie auch wieder entsprechend früh. Mit einer dringenden Ladung auf dem Trailer, war da auch nicht viel Luft, um da was dran zu ändern. So stand ich dann recht widerwillig auf und setzte erstmal einen Kaffee auf, damit ich die Müdigkeit vertreiben konnte.
    Ein weiteres Mittel gegen die Müdigkeit sollte jetzt folgen. Ich zog mich an und machte mich auf den Weg zum Truckstop. Dabei merkte ich ein drittes Mittel. Als Nummer 2 hatte ich die Dusche vermutet, die ich im Truckstop benutzen würde. Davor kam aber der Weg durch die Nacht. Ende September wurden dann die Nächte auch in Texas langsam wieder etwas kühler. Mit meinem Kurzärmeligen Hemd und ohne Jacke merkte ich das jetzt auf dem Weg.
    Im Truckstop angekommen, ging es dann unter die Dusche und danach war ich dann endgültig wach. Nach dem obligatorischen ersten Kaffee im Truckstop ging ich wieder zurück zu meinem Truck. Hier begann ich dann um zwei Uhr mit der PTI. Nach einer Viertelstunde sollte es dann weiter in Richtung Dallas gehen.

    Ich war dann schnell wieder auf der US-287, über die es via Wichita Falls nach Fort Worth gehen sollte. Hier ging es dann in der Nacht durch die dunkle Prärie, die mir dann aber einen tollen Sternenhimmel bot.
    Nach etwa einer Stunde hatte ich dann Wichita Falls erreicht. Die Stadt passierte ich aber auch nur auf dem Highway. Trotzdem hatte ich mal wieder eine beeindruckende Skyline.
    Via Bowie und Decatur ging es nun weiter nach Fort Worth. Die fünftgrößte Stadt von Texas passierte ich dann über die I-35 W. Im Süden der Stadt folgte dann der Wechsel auf die I-20 in Richtung Dallas.
    Hier ging es dann von der I-20 runter und dann einen Block nach Süden. Dann traf ich auf die Danieldale Road. Diese Straße war genau an der Stadtgrenze von Dallas. Die nördliche Straßenseite gehörte noch zu Dallas, die südliche Seite erst zu De Soto und dann zu Lancaster. Das Walmart Außenlager war dann auf der nördlichen Straßenseite, also gerade noch in Dallas. Hier kam ich dann gegen fünf Uhr an. Als ich auf den Hof gefahren war, schaute ich zuerst, welchen Anschluss mir Keela durchgeschickt hatte:

    PICKUP: BBY-TXDAL
    GATE: -----
    TRAILER: DV28BBY/DV28BBY
    FREIGHT: ELECTRICAL APPLIANCES
    WEIGHT: 39,000 LB
    DROP: COW-CARED
    PRIORITY: IMPORTANT
    REMARKS: STAA-DOUBLE PROVIDED BY BEST BUY

    WAT-CASAC-KRY.

    Es gab die ersehnte Rückladung nach Nordkalifornien. Zwar nicht direkt nach Hause, Redding war aber auch nicht weit weg. Keela hatte wohl wieder alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit sie ihren Geburtstag möglichst mit mir feiern konnte. Wobei das noch nicht feststand. Ihr Geburtstag war übermorgen. Ob ich da schon zu Hause war, stand noch in den Sternen. Die Möglichkeit bestand aber immerhin. Daher gab es dann wohl auch keine Rückladung von Walmart aus.
    Die Ladung war wieder ein Fall, wo ich mich fragte, wie die Händler da noch was dran verdienten. Wir kauften eine Charge bei Best Buy und verkauften diese an Costco weiter. Trotzdem verdienten da noch alle was bei. Ich wollte nicht wissen, was da für Gewinnspannen drin waren, wenn da nicht drei Handelskonzerne dran beteiligt waren. Außerdem war ich gespannt, ob Costco überhaupt wissen durfte, dass die Ladung von Best Buy kam. Da musste ich mich aber später mit befassen. Zuerst musste ich die Best Buy Ladung loswerden, die ich von Idaho hierhin gefahren hatte.

    Ich meldete mich an und bekam im Bürocontainer ein Tor auf der Rückseite der Halle zugewiesen. Das Tor war dann auch einfach anzufahren. Ich bekam meine Quittung und stellte den Trailer an das gewünschte Tor. Dann machte ich mich auf den Weg zum hiesigen Best Buy Lager.
    Dieses lag in Redbird, einem Stadtteil von Dallas, der beim Dallas Executive Airport-RBD lag. Nicht zu verwechseln mit dem Dallas/Fort Worth International Airport. Der Flughafen in Redbird war nicht sehr groß, das Gewerbegebiet schon eher. Dank der frühen Uhrzeit brauchte ich dann auch nur eine gute Viertelstunde, bis ich die Niederlassung von Best Buy erreicht hatte.
    Hier forderte ich dann meine Ladung Elektrogeräte ab. Zu meiner Überraschung gab es dann aber leider kein neutrales Double, sondern eines mit Best Buy Werbung auf der Seite. Da hätte ich besser auf der Tour hierhin so ein Double gehabt und jetzt einen neutralen Trailer, als so rum. Ich beschwerte mich dann auch darüber. „Was sollen wir machen? Auf einen 53 Fuß Trailer hätte nicht alles gepasst, daher mussten wir ein Double nehmen. Die drei Fuß mehr Laderaum hätten sonst gefehlt. Ein Double hatten wir aber nicht in Neutral hier.“ „Verstehe. Das soll aber direkt zum Kunden gehen. Der soll bestimmt nicht wissen, wo die Ware herkommt.“ „Kann ich auch nichts für. Dann müsst ihr die Ladung irgendwo umladen.“ „Das muss ich dann mit meinen Dispatchern besprechen.“ „Mach das.“
    Ich rief erstmal Keela im Büro an. „Hallo Schatz, gibt es ein Problem?“ begrüßte sie mich. „Hallo meine Süße. Das weiß ich noch nicht. Ist das ein Problem, wenn die Ladung in Best Buy Trailern angeliefert wird?“ „Toll ist das nicht. Das muss ich aber erst mit Charlie besprechen, ob wir das dürfen. Wir wollen ja das Geschäft nicht kaputt machen.“ „Eben. Ich dachte, das sollte neutral angeliefert werden.“ „Sollte es ja auch. Das Problem sind mit Sicherheit die 56 Fuß Ladefläche, die gebraucht werden.“ „So wurde mir das gesagt. Vielleicht hätten die Kollegen aus Dallas mal ein Double hier hinstellen sollen.“ „Hätte, hätte, Mopped Kette.“ Sagte Keela. „Jetzt ist die Ladung vermutlich auf einem Best Buy Double, oder?“ „So schaut’s aus.“ „Dann nimm die jetzt so mit. Vielleicht müssen wir die Ladung irgendwo umladen. Das würde dann aber am Besten passen, wenn wir das irgendwo machen, während du deine Pause machst.“ „Dann verlieren wir am wenigsten Zeit.“ „Wie weit kommst du denn noch?“ „Kann ich noch nicht so genau sagen. Ich habe bisher drei Stunden Fahrzeit gebraucht. Die würde ich dann auch wieder zurück bis nach Childress brauchen. Dann hätte ich noch fünf Stunden. Keine Ahnung. Tucumcari, Santa Rosa, irgendwo in der Gegend.“ „Santa Rosa haben wir nur Geschäfte, aber kein Lager. Das wird nichts. In Tucumcari sind die Kollegen etwas komisch. Da möchte ich auch nur ungern fragen. Nimm die Ladung erstmal mit. Ich schaue mal, ob ich Charlie nachher erwische. Wenn nicht, soll ihn Jessy fragen. Vielleicht machen wir die Umlade Aktion dann auch übermorgen irgendwo in Kalifornien. Das dürfte besser sein.“ „Okay. Wir werden sehen.“ „Kannst du gegen halb Sieben irgendwo Pause machen? Dann können wir noch privat ein wenig telefonieren.“ „Ich denke, du meinst halb Sieben bei dir.“ „Logisch. Wäre ja sonst halb Fünf. Da bin ich ja noch im Büro.“ „Okay. Dann bis gleich.“ Wir legten auf.
    „Wir nehmen die Ladung erstmal so mit. Der Leiter unserer Dispatch muss dann entscheiden, wie wir das machen. Der ist aber erst am Tage da.“ „Okay.“ Ich unterschrieb die Papiere, dann sah ich zu, dass ich das Double aufsattelte.
    Da das vorher so lange gedauert hatte, machte ich jetzt nur eine schnelle Kontrolle des Doubles. Um viertel vor Sechs machte ich mich dann auf den Weg nach Hause. Ich fuhr wieder zurück auf die I-20 und hielt mich da wieder in Richtung Fort Worth.
    Dort angekommen, ging es auf die I-35 W zurück. Im Norden der Stadt fuhr ich dann wieder auf die US-287 zurück, über die ich auch hierhin gekommen war. Nun ging es wieder an Decatur und Bowie vorbei. Wichita Falls erreichte ich dann am Morgen im Berufsverkehr. Im Sonnenaufgang konnte ich dann aber nochmal was von der Skyline sehen.

    Nun ging es wieder zurück in Richtung Childress, wo ich in der vergangenen Nacht gestanden hatte. Wenn ich aber mein Telefondate mit Keela einhalten wollte, musste ich noch vor Childress stehenbleiben. Sonst wäre ich zu spät dran.
    In der kleinen Ortschaft Quanah gab es dann einen Love’s Travel Stop. Da das von der Zeit her passte, gab es dann heute hier die Pause. Diese nutzte ich dann auch zuerst, um mit Keela zu telefonieren.
    Sie fühlte sich immer noch nicht wohl mit dem Gedanken, dass meine Mom ihr die Geburtstagsfeier ausrichten wollte. Andererseits hatte sie mit ihrer Nachtschicht auch keine Zeit, sich da selbst drum zu kümmern. Da Jessy und Dave aber auch schon fest zugesagt hatten, gab sie sich geschlagen und wollte am Donnerstagnachmittag zu meinen Eltern fahren. Ich war insgeheim auch froh, dass ich ein Geschenk für Keela hatte, auch wenn ich nicht wusste, ob sie sich darüber freuen würde.
    Für das berufliche Problem konnte sie mir nur sagen, dass sie Charlie nicht mehr gesehen hatte, da er erst nach sieben Uhr im Büro sein wollte. Sie hatte aber Jessy das Problem geschildert und sie gebeten, sich darüber mit Charlie zu unterhalten. Außerdem freute sich Keela schon wieder auf das kommende Wochenende, wo sie wieder in Pacifica sein würde. Ich fand es aber sehr komisch, dass sie da am Dienstag schon wieder drüber nachdachte.
    George war auf dem Rückweg aus Barstow und sie wusste noch nicht, was er im Anschluss machen sollte. Außerdem hatten ihre Eltern schon nachgefragt, ob wir dieses Jahr wieder zu Thanksgiving in Saint Paul sein würden. Das konnte aber noch keiner wirklich beantworten.

    Nachdem wir dann aufgelegt hatten, ging ich noch zum frühstücken in den Truckstop. Heute hatte ich die Wahl zwischen Godfather’s Pizza und Chester’s Chicken. So wirklich wollte ich dann um neun Uhr am Morgen auch noch keine Pizza, obwohl ich ja schon seit acht Stunden auf den Beinen war. Chester’s hatte wenigstens noch so was ähnliches, wie Frühstück auf der Karte. Also ging ich da hin.
    Ich ließ mir mit dem Frühstück noch Zeit und aß es in Ruhe. Außerdem ging draußen gerade ein Gewitterschauer runter, bei dem ich auch nicht unbedingt durch die Gegend fahren wollte.

    Während ich noch im Truckstop saß und meinen Kaffee trank, klingelte dann das Telefon. „Murdock, Hallo.“ Meldete ich mich. „Saunders, Hallo Marc.“ „Hallo Charlie. Ist dir Jessy sofort, nachdem du im Büro warst auf die Nerven gegangen?“ „Du kennst deine Schwester gut, was?“ lachte Charlie. „Seitdem die kleine Nervensäge auf der Welt ist.“ „Gut. Ihr habt aber recht. Egal ob Jessy, oder du und Keela. Wir können das schlecht mit diesen Trailern anliefern. Die Verpackung ist ja neutral und die Lieferpapiere sollten wir dir ja sowieso mailen. Costco darf aber unter keinen Umständen erfahren, dass wir die Geräte bei Best Buy zugekauft haben.“ „Das dachte ich mir.“ „Jessy sagte mir, dass du heute nur noch maximal bis nach Santa Rosa, New Mexico kommst.“ „Das stimmt. Ich bin jetzt etwa eine halbe Stunde hinter Wichita Falls und habe noch gute sechs Stunden.“ „Okay. Albuquerque wäre also utopisch.“ „Keine Chance.“ „Ich weiß nicht ob dir das bekannt ist. In Tucumcari stellen sich die Leute etwas an, wenn es um solche Sachen geht.“ „Keela sagte sowas.“ „Daher würde ich lieber schauen, bis wo du morgen kommst. Vielleicht schaffst du es ja auch, übermorgen bis hier zu uns. Das wäre mir am liebsten. Dann könntest du mit Keela ihren Geburtstag feiern und wir laden am Zentrallager die Ladung in ein Walmart Double. Mit dem kannst du dann am Freitag noch anliefern.“ „Wäre cool, wenn das klappen würde.“ „Wenn nicht, dann müsste ich die Kollegen in Fresno bitten, die Umlade Aktion vorzunehmen.“ „Dann wäre Donnerstag auf jeden Fall besser.“ „Glaube ich auch. Wir telefonieren morgen aber noch mal.“ „Okay. Bis morgen.“ Wir legten auf.

    Inzwischen hatte auch der Schauer nachgelassen und ich konnte mich wieder zurück zum Truck begeben. Um zehn Uhr fuhr ich dann weiter. Es ging dann wieder durch Childress durch und dann weiter nach Amarillo.
    Hier fuhr ich dann wieder auf die I-40 in Richtung Westen. Auf der Interstate ging es dann erstmal bis nach Vega weiter, wo ich dann nochmal von dem Highway abfuhr, um am dortigen Pilot Travel Center noch mal die Tanks zu füllen. Immerhin kostete der Diesel in Texas nur 2,95 $.
    Da ich aber noch zweieinhalb Stunden fahren konnte, blieb ich nicht hier, sondern machte mich mit gefüllten Tanks wieder auf den Weg gen Westen. Eine halbe Stunde später war ich dann in New Mexico.

    Tucumcari war mir auch definitiv zu früh, um jetzt stehen zu bleiben. Daher war ich heute froh, dass die Leute dort wohl komisch sein sollten. So konnte ich noch ein paar Meilen fahren. Auch die Aussicht auf einen Flying J oder Love’s, die hier beide waren, konnte mich hier nicht halten.
    Der nächste Love’s Travel Stop kam dann in Santa Rosa. Hier überlegte ich dann wirklich, ob ich hier stehenbleiben sollte, oder nicht. Ich konnte aber noch eine halbe Stunde fahren. Da ich hoffte, dass ich dann übermorgen bis nach Hause kommen würde, entschied ich mich, meine Fahrzeit voll auszunutzen. Ich folgte der I-40, die hier die Trasse der alten Route 66 nutzte weiter.
    An dem Abzweig in Richtung Las Vegas, NM, wo ich auf meiner Tour nach Santa Fe hergefahren war, fuhr ich noch vorbei. Dann kam der Vaughn, NM Route 66w Rest Stop. Hier machte ich dann für heute Feierabend.
    Da Keela jetzt vermutlich noch im Bett sein würde, rief ich nicht zu Hause an. Ich machte mir aus meinen Vorräten ein Abendessen fertig. Nach dem Essen ging ich noch eine kleine Runde über den Parkplatz, danach legte ich mich ins Bett.

    Mittwoch, den 19. September 2018, 12:15 a.m., Mountain Daylight Time, Vaughn, NM Route 66w Rest Stop:

    Mein Wecker hatte schon eine Weile angefangen, mich zu nerven. Ich hatte heute aber mal wieder die Snooze Taste strapaziert. Eine Viertelstunde nach Mitternacht rang ich mich dann aber endlich dazu durch, aufzustehen. Ich zog mich an und setzte den Kaffee auf. Anschließend machte ich mich auf den Weg zur Toilette.
    Nachdem ich mein Morgengeschäft erledigt hatte, nutzte ich auch den Button am Eingang, wo man abstimmen konnte, ob man mit der Sauberkeit zufrieden war, oder eben nicht. Ich war recht zufrieden, also stimmte ich so ab.
    Zurück am Truck folgte dann die Wäsche mit Wasser aus dem Kanister. Um ein Uhr begann ich dann mit der PTI und machte mich eine Viertelstunde später auf den Weg. Es ging wieder zurück auf die I-40. Durch die recht kühle Nacht ging es nun mit großen Schritten auf Albuquerque zu.

    Gegen drei Uhr passierte ich dann die größte Stadt dieses Staates. Eigentlich müsste man einen Zeitraum nennen. Denn die Durchfahrt dauerte auch auf der I-40 eine gute halbe Stunde. Es waren immerhin über 30 Meilen von einem Ende zum anderen. Danach wurde es wieder dunkler. Die zahlreichen Lichter der Stadt fehlten.
    Es ging weiter durch den frühen Morgen nach Gallup und von da weiter nach Arizona.
    Nach etwa zwei Stunden hatte ich die Grenze zu Arizona erreicht. Da in diesem Teil des Staates keine Sommerzeit herrschte, war es jetzt aber nicht Fünf, sondern erst vier Uhr. Immerhin hatte ich jetzt die gleiche Zeit wie zu Hause.
    Nun ging es weiter durch Arizona. Langsam überlegte ich, wo ich eine Pause machen könnte. Als Gewohnheitstier, das ich nun mal war, fiel mir dazu wieder Joseph City, kurz hinter Holbrook ein. Das wären noch knapp eineinhalb Stunden von der Staatsgrenze aus. Damit hätte ich dann eine gute Zeit zum Frühstücken. Also machte ich es so.
    Gegen halb Sechs erreichte ich den Love’s Travel Stop in Joseph City. Dort brachte ich dann zuerst den Kaffee der Nacht weg. Anschließend nahm ich dann für mein Frühstück den Subways. Nachdem ich mich hier gestärkt hatte ging ich wieder zurück zum Truck. Dort telefonierte ich eine ganze Weile mit Keela, die ja inzwischen auch Feierabend hatte.
    Beruflich gab es nicht viel zu bereden, also hielten wir das Telefonat mehr privat. Um halb Sieben machte ich mich dann aber wieder auf den Weg Richtung Heimat.

    Es ging zurück auf die I-40, auf der ich zusah, dass ich einmal in Ost – West – Richtung durch Arizona kam. Der Verkehr war erträglich, so lief das ganz gut. Flagstaff war schnell erreicht und auch passiert. Auch Ash Fork, wo ich schon das eine oder andere Mal gestanden hatte, ließ ich heute einfach rechts liegen.
    Als ich Kingman erreichte, ging es dann aber doch von der I-40 runter. An meiner Stammtanke wollte ich wenigsten noch mal volltanken, bevor ich wieder in den Bereich der teuren Dieselpreise meines Heimatstaats kam. Um halb Elf erreichte ich dann die Tankstelle, bei der der Diesel dann 3,09 $ die Gallone kostete. Das waren gute 80 Cent pro Gallone weniger, als in Kalifornien. Hier gab es dann also noch mal Diesel und DEF für den Kenny und Kaffee für mich. Trotzdem war ich nach einer Viertelstunde wieder auf dem Weg.
    Leider machte ich inzwischen eine Feststellung. Meine Fahrzeit würde mir ausgehen, bevor ich das erhoffte Fahrziel in Ludlow erreichte. Ich würde zwar noch Kalifornien erreichen, aber ich müsste wohl auf der Essex Rest Area meinen Feierabend einläuten. An der Ausfahrt 48 fuhr ich wieder auf die I-40 in Richtung Westen und legte für heute den Endspurt ein. Es dauerte knappe 40 Minuten, bis ich die Grenze zu Kalifornien erreicht hatte. Nun musste ich den Endspurt auch noch um 10 mph verlangsamen, um kein Problem mit den Behörden meines Heimatstaates zu bekommen. Ich hatte jetzt noch eine gute Stunde Fahrzeit übrig.
    Diese benötigte ich dann auch fast, um zur Essex Rest Area zu kommen. Auch hier hatte ich schon gestanden. Ich wusste aber auch, dass alles passen musste, um in meiner Fahrzeit nach Hause zu kommen. Ich stellte den Truck dort ab und machte Feierabend.
    Als letzte Amtshandlung telefonierte ich noch kurz mit Charlie und berichtete ihm, wie weit ich gekommen war. „Okay. Melde dich morgen mal bei der Dispatch, wenn du in Bakersfield auf die CA-99 auffährst. Dann müssen wir absehen, ob du es noch bis zu unserem Lager schaffst, oder ob wir dich in Fresno umladen lassen. Eins von beiden wird es dann werden. Für Keela hoffe ich mal, dass du es nach Sacramento schaffst.“ „Das hoffe ich auch.“ „Okay. Dann hoffentlich bis morgen.“ Wir legten auf. Nun machte ich mir aus meinen Vorräten noch ein „Abendessen“ zurecht, was ich dann am Mittag einnehmen konnte. Anschließend ging es in die Koje.

    Mittwoch, den 19. September 2018, 9:30 p.m., Essex Rest Area, Essex, CA:

    Der Nachteil, wenn man mittags Feierabend hat, war der, dass man am Abend schon wieder weiter musste. So ging es auch mir in diesem Fall. Außerdem befürchtete ich, dass ich in den kommenden 24 Stunden nicht wirklich viel Schlaf bekommen würde. Mal sehen wie das wird.
    Nachdem ich aufgestanden war, kam die Morgenroutine zum Einsatz, die an Parkplätzen galt, wo man nicht duschen konnte. Erst machte ich meinen Kaffee fertig, dann ging es zur Toilette. Zurück am Truck folgte dann die Wäsche aus dem Kanister. Dabei merkte ich, dass es in der Wüste langsam wieder verdammt kalt am Abend wurde. Schließlich hatten wir inzwischen Herbst. So freute ich mich nach der Wäsche auf mein Koffeinhaltiges Heißgetränk.
    Um viertel nach Zehn begann ich dann mit der PTI. Leider musste ich für die Kontrolle schon wieder in die kalte Nacht raus. Jetzt war ich aber vorgewarnt. Ich hatte mir tatsächlich meine Jacke aus dem Schrank geholt. Um halb Elf hatte ich alles erledigt und die Jacke wieder ausgezogen. Dann machte ich mich wieder auf den Weg.

    Der erste Teil meiner Fahrt ging aber schneller um, als ich vermutet hatte. An der Wiegestation begann der Transponder mal wieder zu Piepen. Die rote LED leuchtete, also wollten die Beamten mein STAA-Double über die Waage ziehen. 39,000 Pfund und Trailer ohne Kühlaggregat versetzten mich aber dabei nicht in Panik.
    Auf der Waage blieb ich stehen und die Anzeige pendelte sich bei 78,389 lb ein. Trotzdem kam jetzt nicht, wie sonst die grüne Ampel, sondern der gelbe Pfeil, der auf den Parkplatz wies. Außerdem tönte die Stimme aus dem Lautsprecher: „Bitte mit allen Papieren im Büro melden.“ Ich zog also nach rechts auf den Parkplatz. Dann hörte ich noch eine Stimme über Funk: „Habt ihr gesehen, Kollegen, den Walmart Kutscher mit dem Best Buy Double haben sie rausgezogen.“ Dann folgte noch ein gehässiges Lachen. Als ich mit meinen Sachen ausgestiegen war, sah ich noch, wie ein Safeway Truck von der Waage fuhr. Bestimmt war das sein dreckiges Lachen gewesen.

    Ich machte mich auf den Weg zu dem kleinen Bürogebäude an der Waage. Drinnen erwarteten mich keine DOT Beamten, sondern zwei ältere Beamte der California Highway Patrol. „Guten Abend, die Herren. Lust auf eine ausführlichere Kontrolle?“ grüßte ich freundlich. „Guten Abend Sir.“ Grüßte einer der Beiden. „Ich bin Captain Jon Baker, das hier ist mein Kollege Liutanant Frank Poncherello. Wir führen heute zusätzlich zu den Gewichtskontrollen eine Stichprobenkontrolle der LCV’s durch. Da besonders, ob die Vorschriften der CVC oder STAA eingehalten werden.“ „Verstehe. Und das ist inzwischen Chefsache?“ „Wieso Chefsache?“ „Na ja. Ein Captain und ein Liutanant.“ „Ach so. Wir müssen den jungen Leuten auch mal zeigen, dass wir uns dafür nicht zu schade sind.“ „Aha. Daher auch mitten in der Nacht.“ „Was glauben Sie, wie viele unerlaubte Kombinationen gerade in der Nacht hier durchwollen, weil man denkt, dass dann nicht kontrolliert wird.“ Bemerkte Poncherello. „So ist es.“ Meinte Baker. „Daher übernehmen wir auch mal den Dienst in der Nacht.“ „Bei mir ist aber alles in Ordnung.“ Sagte ich. „Das werden wir noch feststellen.“ Meinte Poncherello. „Legen Sie mal Ihre CDL vor.“ Ich holte meinen Führerschein raus und legte ihn vor. „Ich habe sämtliche erforderliche Endorsements. Ich dürfte sogar längere LCV’s fahren, wenn das in Kalifornien erlaubt wäre.“ „Ist es aber nicht.“ Bemerkte Baker. „Das ist mir bekannt.“ „Die CDL ist in Ordnung, Jon.“ Sagte Poncherello zu seinem Kollegen. „Die Papiere und Genehmigungen für die Fahrzeugeinheiten, bitte.“ Sagte jetzt Baker zu mir.
    Ich legte die Papiere für meine Maschine vor. „Die Papiere für die Trailer habe ich jetzt vergessen. Die sind in einem Kasten an den jeweiligen Trailern. Weil die Trailer häufig getauscht werden. Soll ich sie holen?“ „Bleiben Sie mal hier, damit Sie Fragen beantworten können. Ponch, würdest du die Papiere holen?“ „Okay.“ Poncherello ging raus und Baker begutachtete die Papiere. „Sind Sie Owner Operator?“ „Bin ich, Sir.“ „Verstehe. Dann ist das Ihr Truck.“ „Ja, Sir. Einer von zweien.“ „Okay. Scheint ja recht neu zu sein.“ „Ist er. Habe ich jetzt einen knappen Monat.“ „Okay. Zeigen Sie mir mal die Frachtpapiere.“ Ich legte die Papiere vor. „Was ist das denn?“ fragte Baker nach einer Minute. „Absender in Texas und Empfänger ist Walmart in Bentonville, Arkansas. Was machen Sie dann mit der Ladung in Kalifornien?“ „Ganz einfach. Die Ladung geht neutral nach Redding in Nordkalifornien.“ Poncherello kam wieder rein. „Die Trailer Papiere sind in Ordnung. Die Trailer gehören Best Buy, genau, wie das Dolly.“ „Komm mal her, Ponch.“ Sagte Baker. „Absender ist Best Buy in Dallas und Empfänger ist Walmart in Bentonville, Arkansas. Jetzt sagt er mir hier, die Ladung soll neutral nach Redding.“ „Neutral. In Best Buy Trailern? Das geht ja gar nicht.“ „Bei Best Buy hatte man keine neutralen 28 Fuß Trailer da und auf einen 53 Fuß Trailer hätte vom Volumen nicht alles gepasst.“ „Und jetzt wird die Ladung in den Best Buy Trailern angeliefert? Erzählen Sie mir doch keine Märchen.“ „Natürlich nicht in diesen Trailern.“ Sagte ich. „Die Ladung wird in Fresno oder Sacramento umgeladen. Je nachdem, wie weit ich heute komme.“ „Aha.“ „Sie können gerne meine Dispatch anrufen. Dort wird Ihnen das bestätigt.“ „Mach das mal, Ponch.“ Dieser ging zum Telefon. „Wo ist Ihre Dispatch?“ „Walmart Transportation, Sacramento. Diensthabender Dispatcher ist Miss Keela Ryan.“ Poncherello suchte die Nummer aus seinem Computer. Dann rief er bei Walmart an und ließ sich mit Keela verbinden.
    Baker ließ sich in der Zeit mein Tablet geben, auf dem mein E-Log war. Er schloss das an seinen Rechner an und ließ die Daten des E-Log überprüfen. Poncherello legte auf. „Diese Miss Ryan hat das alles bestätigt.“ Sagte er. „Okay, die Daten des E-Log sind auch in Ordnung. Zum Teil sehr knapp, aber in Ordnung. Ein paar Mal hat er aber auch früher Aufgehört. Verstöße, die zu Ahnden wären finde ich keine.“ Baker gab noch einen Prüfvermerk ein und erstellte ein kurzes Prüfprotokoll. Davon bekam ich eine Kopie. „Okay, Mr. Murdock. Wir wünschen Ihnen noch eine gute Fahrt.“ „Vielen Dank.“ Ich bekam meine Sachen zurück und konnte wieder zum Truck gehen.

    Als ich wieder fahren wollte, sah ich auf die Uhr. Es war inzwischen zehn Minuten nach Mitternacht. Also hatte Keela inzwischen Geburtstag. Ich rief also eben bei Keela an. „Was war denn gerade bei dir los?“ wurde ich begrüßt. Anstelle einer Antwort sang ich Keela ein Happy Birthday ins Telefon. „Danke, danke.“ Sagte sie, als ich fertig war. „Jetzt bin ich rot geworden.“ „Alles Gute zum Geburtstag, mein Schatz.“ „Noch mal Danke. Was war da gerade bei dir los? Ich bin gerade von der California Highway Patrol angerufen worden.“ „Weiß ich.“ Sagte ich. „War eine Sonderkontrolle für LCV’s. Ohne Double hätte ich da keine Probleme gehabt.“ „Haben die Chip’s denn was gefunden?“ „Zum Glück nicht.“ „Dann ist doch alles in Butter.“ „Fast. Halbe Stunde Standzeit auf Arbeitszeit weg.“ „Das ist natürlich blöd.“ „Hoffentlich komme ich noch nach Hause.“ „Das wünsche ich mir auch. Als Geburtstagsgeschenk.“ „Ich gebe mein Bestes.“ „Dann fahr mal weiter. Sonst glaube ich das nicht.“ „Okay, meine Süße.“ „Du brauchst auch heute um Sechs nicht anrufen. Ich gehe sofort ins Bett, wenn ich zu Hause bin. Muss ja am Mittag schon wieder aufstehen.“ „Okay. Hoffentlich bis gleich.“ Wir legten auf und ich fuhr wieder weiter.

    Es ging zurück auf die I-40, über die ich dann nach Barstow weiterfuhr. Über die I-15 ging es dann, wie fast immer auf die CA-58. Über die ging es dann in Richtung Bakersfield weiter.
    Ich machte mir keinen Kopf darum, die halbe Stunde wieder aufholen zu können. Hauptsache während der Fahrt klappte alles. Dann sollte es funktionieren.
    Mit Tempomat 56 rollte ich durch die Nacht. Ich achtete darauf, dass ich in den Bergen immer zeitig zurückschaltete. Mir war der Verbrauch heute relativ egal. Hauptsache ich kam so schnell, wie möglich voran.

    Gegen kurz nach Vier erreichte ich die ersten Häuser von Bakersfield. Ich hatte mich entschlossen, hier meine Pause zu machen. In Oakridge, einem Vorort von Bakersfield lag die 24 Seven Travel Plaza, Ein Truckstop an der Ausfahrt 117 des Barstow – Bakersfield – Highways.
    Hier fuhr ich hin und parkte mein Double. Dann buchte ich mir eine Dusche. Ich hatte seit zwei Tagen nicht mehr geduscht und wollte Keela nicht gerade an ihrem Geburtstag mit meinem Geruch schocken.
    Nach dem Duschen schaute ich, was ich hier noch zum Frühstück bekommen konnte. Am Truckstop selbst gab es um diese Zeit noch nichts. Die Tankstelle hatte zwar, wie der Name sagte, rund um die Uhr geöffnet, Das Restaurant war ein Indian Oven, dass erst um sechs Uhr öffnete. In der Tanke selber gab es nur fertige, abgepackte Sandwiches. Ich musste also noch ein paar Schritte laufen.
    Ein paar Yards weiter gab es einen Starbucks, ein Denny’s und ein Jack in the Box, die bereits offen hatten oder rund um die Uhr geöffnet hatten. Hier sollte ich fündig werden. Ich ging dann in den Starbucks, weil ich nicht unbedingt schon wieder einen Burger wollte. Die Sandwiches im Starbucks ähnelten zwar auch Burgern, schmeckten aber anders. Nachdem ich mich dort gestärkt hatte, ging ich zum Truck zurück und machte mich wieder auf den Weg nach Hause.

    Inzwischen hatte ich auch ein wenig gerechnet. Viel dürfte mir nicht mehr passieren, dann sollte es aber irgendwie passen. Ich fuhr erstmal die sieben Meilen, die es noch bis zur CA-99 waren. Als ich dann auf dem Golden – State - Highway war, rief ich dann doch noch mal kurz in der Dispatch an und berichtete Keela, dass ich auf jeden Fall versuchen werde, nach Hause zu kommen. Selbst, wenn ich ein paar Minuten überziehen müsste. Charlie wollte ja, dass ich ab hier Bescheid gebe. Keela freute sich natürlich über meinen Entschluss. Da sie jetzt aber bald die Übergabe hatte, legten wir schnell wieder auf.
    Nun musste ich zusehen, dass ich zügig nach Norden kam. Während es langsam hell wurde, ging es nun auf Sacramento zu. Es lief eigentlich ganz gut. Allerdings hatte ich dann auch noch die eine oder andere Baustelle vor der Nase.

    Ansonsten kam ich ganz gut durch. Ich passierte Fresno und Modesto. Dann ging es an Manteca vorbei.
    Gegen zehn Uhr erreichte ich schließlich Stockton. Hier musste ich dann noch mal etwas langsamer werden, weil ich über die CA-99 durch die Stadt kam. Ich überlegte noch kurz, ob ich über die I-5 weiter nach Sacramento fahren sollte, entschied mich aber dagegen. Hätte ich geahnt, dass mit dann George noch entgegengekommen wäre, hätte ich das vielleicht doch gemacht, um noch kurz über CB-Funk mit ihm zu quatschen. Die letzte Info, die ich Hatte war aber die, dass er von Fresno aus auf dem Weg nach Sacramento gewesen war. Dort hatte er aber nur umgesattelt und war dann wieder losgefahren. Das wusste ich im Moment aber noch nicht.

    Ich blieb also auf der CA-99 und passierte mit Lodi eine Stadt, die durch ihre Weine bekannt war.

    Zwischen Lodi und Elk Grove kam mir dann Eddie, der Edeltrucker von Walmart Transportation, Sacramento entgegen. Hinter seinem aufgepimpten Cascadia hatte er heute aber einen älteren 48 Fuß Trailer. „Hallo Marc, schicken Truck fährst du jetzt.“ Kam es dann über CB-Funk. „Hallo Eddie. Lange nicht gesehen.“ Antwortete ich. „Hat sich ja einiges bei dir getan. Zweiter Truck, George als angestellter Fahrer. Nicht schlecht. Wenn ich gewusst hätte, dass dein angestellter Fahrer den W900 bekommt, hätte ich auch zu dir gewechselt.“ „Das wusste George auch vorher nicht.“ „Der hat bei dir angefangen und wusste nicht, was er für einen Truck bekommt?“ „So ist es. Er wollte einfach nicht mehr als City Trucker fahren.“ „Und jetzt fährt er regional?“ „Erstmal. Wenn er sich da ein wenig dran gewöhnt hat, schicken wir ihn nach und nach auch weiter weg.“ „Verstehe.“ „Die Touren werden nach und nach immer weiter. Im Moment fährt er so bis Barstow oder auch mal nach Nevada.“ „Im Moment fährt er nach Santa Cruz. Ich habe ihn ja gerade am Zentrallager getroffen.“ „Da weißt du mehr, als ich.“ „Wir haben vor einer halben Stunde zusammen am Zentrallager gestanden. George hat einen Reefer für den Neighborhood Market in Santa Cruz bekommen und ich den alten Dry Van hier für das Supercenter in Bakersfield.“ „Aha.“ „Und wo kommst du jetzt her?“ „Aus Dallas.“ „Das nenne ich mal Long Haul Touren.“ „Ich habe keine Lust nur in der Region rumzufahren.“ „Aber jetzt musst du nach Hause, weil deine Freundin heute Geburtstag hat.“ „Was du nicht alles weißt.“ „Ich bin halt gerne auf dem Laufenden.“ „Okay, dann halt die Stoßstange sauber.“ „Du auch. Bis Sacramento ist alles frei.“ „Bis Bakersfield waren nur ein, zwei Tagesbaustellen. Sonst ging es.“ „Okay. Mach es gut.“

    Es dauerte jetzt nicht mehr lange, bis ich Sacramento erreicht hatte. Ich war so gerade eben noch in der Zeit. Wahrscheinlich würde alles klappen, ohne dass die Fahrzeit überschritten wurde. Gegen viertel vor Elf kam ich am Zentrallager an.
    Ich ging ins Büro und traf dort auf Jessy. „Hallo kleine Schwester.“ „Hey, Marc. Hast du Keela wirklich am Telefon ein Geburtstagsständchen gehalten?“ „Hat sie dir das erzählt?“ „Hat sie. Und wir wissen doch alle, dass du nicht singen kannst.“ Ich lief mal wieder im Gesicht rot an. „War halt eine spontane Eingebung.“ „Sie fand es ja auch süß. Lass es trotzdem besser.“ „Wie geht es denn jetzt weiter?“ wechselte ich das Thema. „Du stellst die Trailer da vorne ab und wir erledigen den Rest. Deine Papiere sind ja auch auf Walmart ausgestellt, die quittiere ich dir jetzt. Heute Abend bekommst du hier Papiere, mit denen du zustellen kannst.“ „Dann habe ich Feierabend?“ „Genau. Stell die Trailer ab und mach Feierabend. Wir sehen uns dann gegen Drei bei Mom zu Hause.“ „Okay. Dann bis gleich.“ Ich drückte Jessy die Papiere in die Hand und ging wieder raus.
    Draußen stellte ich dann die Trailer an die Seite und fuhr dann zu meiner Halle rüber. Dort stellte ich die Maschine hinein und machte Feierabend.
    In unserer Wohnung ging ich gleich ins Schlafzimmer. Keela lag noch im Bett und schlief. Ich zog mich dann auch aus und legte mich daneben. Kurz bevor ich einschlief, merkte ich noch, wie Keela sich an mich ankuschelte.

    Gegen halb Zwei wurde ich wieder wach. Ich lag inzwischen alleine im Bett. Keela war wohl schon aufgestanden. Das tat ich dann auch. Knapp zweieinhalb Stunden Schlaf mussten heute mal reichen.
    Im Badezimmer traf ich dann auf Keela. Sie stand in BH und Slip vor dem Spiegel und kämmte kräftig durch ihre nassen Haare. „Hallo du Geburtstagskind.“ Begrüßte ich sie. „Hallo Schatz. Reicht dir das denn vom Schlaf her?“ „Ich muss mich dann heute Nacht während meiner kurzen Pause noch mal hinlegen. Dann muss das reichen.“ „Was tut man nicht alles, weil man deinen Eltern einen Gefallen tun will.“ „Ich mache das nur für dich und nicht für meine Eltern.“ „Na gut.“
    Keela kämmte immer noch weiter. „Was machst du da eigentlich? Sieht ja aus, als wolltest du sämtliche Locken wegkämmen.“ „So ähnlich.“ Lachte Keela. „Ich will heute mal was Neues ausprobieren. War eine Idee, die Jessy und ich hatten.“ „Da bin ich aber neugierig.“ Ich ging dann unter die Dusche.
    Dort hörte ich dann, wie Keela einen Föhn einschaltete. Das wunderte mich wieder. Normal föhnte sich Keela nie. Sie rubbelte Ihre Haare sonst nur mit einem Handtuch trocken und ließ den Rest an der Luft trocknen. Heute tat sie es. Dabei war sie auch wieder mit einer Haarbürste zugange.
    Als ich fertig geduscht war und rauskam, packte sie den Föhn gerade weg und holte ein Glätteisen raus. „Seit wann hast du das denn?“ wunderte ich mich. „Gehört Jessy. Ich will das heute mal ausprobieren.“ „Ist das nicht alles ein bisschen zu viel Aufhebens?“ „Jeden Tag mache ich das sicher nicht.“ Lachte Keela. „Du weißt schon, dass ich deine Lockenmähne sehr liebe.“ „Ich finde das ja meistens auch sehr praktisch. Ich brauche mich nicht, so wie heute lange um mein Styling kümmern. Manchmal nervt es aber auch. Da würde ich mir einfach glatte Haare wünschen.“ „Da will, glaube ich jeder häufig das haben, was er nicht hat.“ „Kann sein.“ Lachte sie. „Weil wir bei deinen Eltern feiern, darfst du heute auch deine teuren Klamotten anziehen.“ „Wie nett von dir.“ Lachte ich. „Du weißt, dass ich mehr auf Jeans und T-Shirt stehe.“ „So bist du halt.“ Lachte ich. Dann ging ich ins Schlafzimmer und zog mich an.

    Als ich gerade in die Küche runtergehen wollte, kam Keela ins Schlafzimmer. Sie hatte ihr Hairstyling beendet. Die Haare waren nun wirklich ziemlich glatt und hatten nur noch ganz leichte Wellen. Dabei staunte ich wie lange die Haare waren, wenn sie glatt waren. Sie sah ungewohnt, aber auch toll aus. „Ist mal was Anderes.“ Sagte ich. „Anders gut oder anders schlecht?“ „Sieht auch gut aus. Für mich musst du das aber nicht machen.“ „Okay.“ „Da du dich ja heute aufbrezeln willst, passt auch mein Geschenk gut.“ Ich holte mein Geschenk raus und gab es ihr.
    Als sie es ausgepackt hatte, erblickte sie ein Schmuckset, bestehend aus Ohrsteckern, einer Kette und einem Armband. „Du sollst doch nicht so viel ausgeben.“ Sagte sie. „Doch. Das muss auch mal sein.“ Sie umarmte und küsste mich. „Danke mein Schatz.“ „Gerne.“
    „Ich gehe in die Küche und hol mir einen Kaffee. Möchtest du auch einen?“
    „Ja, bitte.“ Ich ging also runter und machte uns Kaffee. Als ich mit den zwei Tassen wieder im Schlafzimmer ankam, trug Keela ein schwarzes, sexy Kleid und eine schwarze Nylonstrumpfhose. Dazu High Heels. „Du musst mich heute festhalten, wenn ich in diesen Schuhen laufe. Sonst breche ich mir die Knochen.“ Lachte sie. „Ich kann dich auch tragen.“ Lachte ich. „Die ganze Zeit? Dann hast du später Rückenschmerzen.“ „So schwer bist du auch nicht.“ „Festhalten reicht.“
    Nun folgte das nächste, was ungewöhnlich war. Keela legte Makeup auf. „Nachher suche ich dich überall, weil ich dich nicht mehr erkenne.“ Lachte ich. Ich lege gleich noch dein Geburtstagsgeschenk an. Dann musst du danach suchen.“ Lachte sie. „Okay.“

    Um halb Drei waren wir soweit und gingen runter. „In welchen Wagen kommst du so besser rein? In den Ford oder den Savana?“ „Wir nehmen wohl besser den Van.“ „Okay.“
    Mit dem Savana fuhren wir dann zu meinen Eltern. Wir klingelten und mein Dad öffnete die Tür. „Wer ist die schöne Frau an deiner Seite und wo hast du Keela gelassen?“ versuchte er witzig zu sein. „Hallo Dad.“ Sagte ich nur. „Heute nicht im Büro?“ „Zur Feier des Tages mal nicht.“ Grinste er. „Alles Gute zum Geburtstag, Keela.“ „Danke.“ Sagte sie.
    Wir gingen ins Esszimmer, wo Mom gerade den Tisch fertig gedeckt hatte. „Keela, du siehst ja bezaubernd aus.“ Sagte sie. „Alles Gute zum Geburtstag.“ „Danke, Mary. Der Tisch sieht aber auch gut aus.“ „Das ist doch selbstverständlich.“ „Wieso hast du für so viele Leute eingedeckt?“ wunderte ich mich. „Das passt schon.“ Sagte Dad.

    Es klingelte an der Tür und Dad ging wieder zum Öffnen. Kurz darauf kam er mit Jessy und Dave zurück. Die beiden gratulierten dann auch erstmal Keela, dann begrüßten sie Mom und mich. Nach der Anzahl der Teller fehlten noch vier Leute. Wer auch immer da noch kommen sollte.
    „Hat ja geklappt mit dem Styling.“ Meinte Jessy nun. „Schon. Aber für jeden Tag ist das zu viel Aufwand.“ Sagte Keela. „Na gut. Wenn du aber mal weggehen willst, kannst du das schon machen.“

    Es klingelte wieder an der Tür. „Das werden wohl die Gäste mit der etwas weiteren Anreise sein.“ Meinte Dad und ging zur Tür. Als er wieder reinkam, hatte er wirklich noch vier Leute dabei. Angus, Eireen, Liam und Alice kamen zur Tür rein.
    Keela bekam große Augen. „Mom, Dad, Liam. Das ist ja eine Überraschung. Ihr habt ja am Telefon gar nichts gesagt.“ „Das war mit Mary so abgesprochen.“ Sagte Eireen mit einem Lächeln. Dann wurde Keela erstmal von Ihren Eltern, ihrem Bruder und seiner Freundin begrüßt. „Pat und Ken können nicht kommen, irgendwer muss ja bei uns auch noch arbeiten.“ Sagte Angus. „Ihr hättet aber auch nicht extra kommen brauchen. Ist ja kein besonderer Geburtstag.“ Sagte Keela. „Frank und Mary haben uns eingeladen und so Teuer ist der Flug von Minneapolis nach Sacramento nun auch nicht.“ Sagte Eireen.
    Inzwischen hatte ich dann auch meine Schwiegereltern in spe und Liam und Alice begrüßt. Alice begrüßte ich auch nur mit einer flüchtigen Umarmung, damit Keela nicht wieder eifersüchtig wurde. Nun ging es erstmal an die Kaffeetafel.
    Mary hatte keine Kosten und Mühen gescheut und eine Geburtstagstorte bei Sacramentos bester Konditorei bestellt. Der restliche Kuchen war auch von denen. Nun musste Keela aber erstmal 23 Kerzen auspusten, was sie problemlos schaffte. Dann wurde erstmal Kaffee getrunken und Kuchen gegessen.
    Bei den Gesprächen bildeten sich kleine Grüppchen. Dad und Angus sprachen über Ryan Constructions, wobei Dad wohl rausfinden wollte, wie reich die Ryans wohl sind. Angus lenkte aber geschickt ab, so dass Dad hinterher genauso schlau war, wie vorher.
    Mom und Eireen redeten schon über die bevorstehende Hochzeit von Keela und mir. Beide Mütter wollten die Hochzeit gerne im kommenden Frühjahr sehen. Eireen zeigte dann noch, dass sie doch sehr katholisch war. Sie wünschte sich, dass ich noch die Kirche wechselte und ebenfalls katholisch werden sollte. Ich hatte mit der Kirche nicht viel am Hut, daher war mir das egal. Mom sah das auch so wie ich.
    Keela, Jessy und Alice sprachen erst über Keelas Styling, dann wollte Alice wissen, wo man in Sacramento gut shoppen konnte. Das war natürlich ein Thema, wo Jessy voll im Bilde war. Keela klinkte sich dann aus und wandte sich Liam und mir zu.
    Mein zukünftiger Schwager hatte mit mir bis dahin über meine kleine Firma gesprochen, jetzt, wo Keela sich beteiligte, fragten wir ihn über den Fortschritt seines Studiums.

    Nachdem das Kaffeetrinken beendet war, gingen wir dazu über, Keela ihre Geschenke zu überreichen. Da sie mein Geschenk schon trug, zeigte Keela Kette, Armband und Ohrstecker erst mal den anderen Gästen.
    Liam und Alice hatten einen schönen Bildband mitgebracht. „Land der 10.000 Seen“. Der Bildband zeigte wunderschöne Aufnahmen aus Minnesota. Sowohl von den zahlreichen Seen und Naturparks im Staat, aber auch tolle Bilder aus den Twin Cities, Minneapolis und Saint Paul. „Ihr wollt ja nur, dass ich Heimweh bekomme.“ Beschwerte sich Keela lachend.
    Von Jessy und Dave bekam Keela ein Glätteisen geschenkt. „So brauchst du dir meins nicht immer ausleihen.“ Außerdem bekam sie noch Gutscheine vom Fitnesscenter, wo Jessy und Keela angemeldet waren.
    Von Mom und Dad bekam Keela, neben der Feier, zwei Eintrittskarten für das Eishockeyspiel am 6. November in San José, zum Spiel der Sharks gegen die Minnesota Wild geschenkt. „Das ist an einem Dienstag.“ Sagte Dad. „Selbstverständlich bekommst du entsprechend frei, dass du dorthin kannst. Das Spiel beginnt abends um Zehn. Falls Marc da unterwegs ist, gehe ich gerne mit dir da hin.“ „Hoffentlich bekommt ihr euch da nicht in die Haare.“ Meinte Mom mit Augenzwinkern.
    Angus übernahm jetzt die Aufgabe, das Geschenk von Keelas Eltern zu übergeben. „Eigentlich habt ihr ja dieses Jahr schon genug von uns bekommen. Schließlich habt ihr ja jetzt eine neue Halle und ein schönes Wohnhaus daneben. Wir wollten aber auch nicht ohne was hier stehen. Daher schenken wir euch noch das, was junge Leute am meisten gebrauchen können. Geld.“ Er holte einen Umschlag aus der Tasche und gab ihn Keela. Sie schaute in den Umschlag und zeigte mir dann einen Scheck über 5.000 Dollar. „Ihr seid doch verrückt.“ Sagte sie. „Wir können doch nichts besseres mit dem Geld machen, als es unseren Kindern geben.“ Sagte Angus. „In die Stiftung fließt auch schon genug Geld, mit dem Rest sollen sich unsere Kinder ein schönes Leben machen.“ Damit hatten die Ryans wieder alles übertroffen, ohne dass sie dabei überheblich wirkten.

    Nun wurde das ganze immer mehr von einer Familienfeier zu einer Party. Dave hatte mehrere CDs mitgebracht und machte den DJ. Dazu tanzten dann Jessy, Alice, Liam, Keela und ich. Ab und zu kam Dave dann auch dazu und tanzte mit Jessy.
    Unsere Eltern saßen zusammen und unterhielten sich. Wahrscheinlich wurde dort bereits unsere Hochzeit geplant. Dad und Angus tranken dabei Bourbon, Mom und Eireen begnügten sich mit kalifornischem Wein.
    Interessanterweise tanken nur die Älteren Alkohol. Keela und ich mussten ja noch arbeiten, Liam hatte sich für die Gruppe aus Saint Paul als Fahrer bereiterklärt und Jessy und Alice wollten dann auch nicht ohne uns andere was trinken. So verging der Spätnachmittag dann wie im Flug.

    Irgendwann bat uns Mom dann zum Abendessen. Um den Gästen aus dem Mittleren Westen was zu bieten, was man von dort kennt, hatte Mom sich heute an ein Minnesota Hotdish ran getraut. Keela fand es klasse, eine heimische Spezialität zu essen. Den Ryans wäre wohl kalifornische Küche lieber gewesen, sie lobten aber auch Mom, die es sehr gut und lecker hinbekommen hatte.
    Nach dem Essen saßen wir noch ein wenig zusammen und unterhielten uns. Gegen Neun mussten wir uns dann aber doch verabschieden. Wir wollten uns ja auch zu Hause noch eben umziehen, bevor wir dann wieder an die Arbeit mussten. Keela und ich verabschiedeten sich dann von allen und bedankten uns für den schönen Nachmittag und Abend. Die Ryans verabschiedeten sich auch. Allerdings versprachen sie, morgen Nachmittag noch mal bei uns vorbeizuschauen, bevor sie wieder zurück nach Minnesota flogen.
    Wir stiegen in den Savana und machten uns auf den Weg nach Hause. Schließlich mussten wir gleich wieder arbeiten.
    Schöne Grüße aus dem Sauerland

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Kommentare 19

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    alaskabaer01 -

    Klasse geschrieben, und schöne Fotos.

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    Werner 1960 -

    Wieder mal klasse geschrieben.

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    infinity -

    Ich muss auch gleich wieder arbeiten :D War heute sozusagen die Gute-Nacht-Story. Und jetzt weiß ich wenigstens wieso wir euch zu Hause am Telefon nicht erreicht haben. Mehr dazu im übernächsten Kapitel.

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      Sauerlaender -

      Sorry, die Familienfeier war wichtiger. ;) Am Wochenende wird es auch wieder schwierig, Keela zu erreichen. Wir sind natürlich in Pacifica. :)

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    elwime -

    California Highway Patrol Jon Baker und Frank Poncherello ohne Ihre Motorräder und soweit weg von LA, schöne Geschichte wie immer.

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      Sauerlaender -

      Wo ich die Eingebung zu dem Titel des Kapitels hatte, bei dem ich mich ja ganz offen an 80er Jahre US-Serien bedient habe, (Okay, Dynasty hatte ich nur im vorbeifahren erwähnt :D ) fand ich es witzig, auch noch ein paar der Protagonisten von damals einzufügen. ;)

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      TurboStar -

      Warum nicht? Kann man doch machen. Ich sage nur "Sigismund von Hofmeisters Sohn" ;) Wer einen auf der Leitung stehen hat, siehe Auf Achse Folgen 43 bis 48, Franz Meersdonks Sidekick. Und wer weiter liest, wird auch noch eine Anspielung auf die "Willers in Chile" Folgen 49 bis 54 finden.

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      Sauerlaender -

      Kein Problem für mich. Habe die komplette Collection zu Hause. ;)

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    TurboStar -

    Und andere Frage - wie kann man das beste indische Essen der USA verschmähen? Am Akal Travel Center war Brandon schon mehrmals (Kapitel 28/29) und würde immer nur zum Inder gehen. Erst recht, wenn die Alternative ein Frikadellenbrötchen a la Großkette ist.

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      Sauerlaender -

      Zum Glück sind die Geschmäcker ja verschieden. Marc Murdock könnte eigentlich auch komplett von Pizza leben. Zum Glück achtet Keela darauf, dass er auch gesunde Sachen im Kühlschrank hat. Tex-Mex ist schon nur ab und zu sein Ding und Asiatisch eher gar nicht. Allenfalls noch, was in USA auch mal als Vorderasiatisch bezeichnet wird, wie Falafel, Kebap oder witzigerweise Gyros. ;)

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      TurboStar -

      Wobei "Indisch" so weit weg von dem normalen "asiatisch" ist, also Chinesisch, Japanisch, Vietnamesisch, Thai, dass man von einer eigenen Küche sprechen muss. Aber in der Tat sind die Leute verschieden. Brandon probiert eben vieles aus, was er kriegen kann. Nur hat es besser vorher auf dem Land gelebt. Fisch und Meeresfrüchte sind nicht sein Ding. Ähnlichkeiten zum Autor bei der Geschmacksfindung nicht ganz zufällig. Auch Eric Kaiser ist aus dem Grund nicht unbedingt der größte Fisch-Esser, sobald es über Heringssalat, Fischstäbchen oder Fish&Chips hinaus geht ;)

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    TurboStar -

    Ach, an einer Wiegestation sind die zwei nach der Motorradstreife gelandet. Müssten aber kurz vor der Pensionierung sein. Erik Estrada ist übrigens 69 und Larry Wilcox 71 ;)

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      Sauerlaender -

      Eigentlich schieben die Beiden eine ruhige Kugel an der Autobahnwache Barstow. Die Wiegestation gehört aber zu dem District. Wer will schon die ganze Karriere bei dem chaotischen Verkehr in LA bleiben? :D

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    loddi51 -

    Wieder ein sehr schön geschriebenes Kapitel.

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    Iceman684 -

    Sehr schönes Kapitel, geht ja in letzter Zeit wie am Fließband bei dir. Da bekomme ich ein richtig schlechtes Gewissen, da die Lions immer noch im Januar hängen. Aber zwei Fragen habe ich. Hast du auf 1.32 gepatcht? Was für Trailer nutzt du? Bei dem Real Company Mod, den ich nutzte habe ich nur noch die blauen Walmart Trailer und die sehen hinter Ginas Volvo beschi... aus.

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      Sauerlaender -

      Ich gebe dir die Antworten dazu mal in unserem PN Bereich. Ich denke, das würde hier den Rahmen sprengen. ;)