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47. Ein Wochenende in Los Angeles oder der neue Truck

  • Freitag, den 31. August 2018, 5:00 p.m., Pacific Daylight Time, Sacramento, CA:

    Nachdem ich frisch geduscht und angezogen war, ging ich wieder runter. Keela war auch gerade mit dem W900 soweit fertig. „Alles was wir brauchen ist schon im Ford.“ Sagte sie dann zu mir. „Dann können wir ja los.“ Ich gab meiner Süßen einen Kuss.
    Wir machten alles zu und gingen zum Auto. „Welchen Flug nehmen wir denn?“ Keela schaute mich mit großen Augen an. „Was für einen Flug?“ „Ich dachte, wir fliegen nach LA.“ „Wenn ich mich darauf verlassen hätte, hätten wir heute wahrscheinlich den Flieger verpasst.“ „Haben wir aber nicht.“ „Weil wir mit dem Auto fahren.“ „Dann musst du ja auch am Sonntag die ganze Strecke zurückfahren.“ „Das weiß ich. Dafür sind wir morgen aber auch mobil.“ „Ach so denkst du dir das.“ „Ich will ja auch was von LA sehen. Das macht dann mit Auto mehr Sinn. Außerdem macht das morgen auch mehr her, wenn wir bei Kenworth ankommen.“ „Na gut. Ich wollte sowieso schon mal eine längere Tour mit dem Ford machen.“ „Dann fahren wir mal los.“ Wir stiegen ein.
    „Hast du wirklich alles dabei?“ „Papiere und Kennzeichen für die Zugmaschine, den Abholschein und dann noch Klamotten zum Wechseln.“ „Okay, dann fahren wir.“ Ich startete den Motor und der V8 erwachte zum Leben. Dann fuhr ich von meinem Hof und wir ordneten uns in den Freitagnachmittag Verkehr ein.

    In der Stadt war dann noch viel los. Als wir auf der I-5 waren, ging es dann. Beinahe hätte ich den Tempomat vom Ford dann auch auf 55 mph eingestellt. Keela sagte dann aber: „Denk daran. Mit dem hier darfst du auch schneller fahren. Schlimm genug, dass wir auf dem Rückweg am Sonntag nicht schneller fahren können.“ „Okay, Süße.“ Ich beschleunigte auf 70 mph und legte dann den Tempomat ein. Nun rollten wir mit dem Ford gemütlich dahin.
    Keela suchte uns einen schönen Radiosender und ich konzentrierte mich auf den Verkehr. Bei den ersten Meilen hätte mir aber auch der satte Klang des V8 gereicht, den ich jetzt genoss. Mit der langsam tiefer gehenden Sonne rollten wir dann gemütlich in Richtung Süden.

    Während der Fahrt erzählte mir Keela dann noch mal ausführlich, wie sie und George es hinbekommen hatten, meinen Vater zu überzeugen. Außerdem berichtete sie mir noch alles, was sie diese Woche noch für die neue Zugmaschine in die Wege geleitet hatte. Dabei streichelte sie meistens auch noch mein rechtes Bein oder meinen rechten Arm. Manchmal nahm sie auch einfach meine Hand. So rollten wir langsam in den Abend hinein.

    Als die Sonne untergegangen war, bekam ich auch langsam Hunger. Die Sandwiches, die uns Keela eingepackt hatte, waren ziemlich schnell weg gewesen, da ich vorher am Tag schon nicht allzu viel gegessen hatte. Da Keela auch mal wohin musste, entschlossen wir dann, in Buttonwillow auf den TA Truckstop zu fahren.
    Dort angekommen, parkte ich am Restaurant neben einem Chevy Blazer aus den 70ern.

    „Irgendwie wirkt der Chevy recht zierlich gegen den Ford.“ Meinte Keela mit einem Grinsen. „So einen hatte Daddy, als ich klein war. Nur als GMC.“ „War klar.“ „Inzwischen fahren nur noch Pat und Ken Pickups. Dad hat ja den GMC Yukon.“ „Ich weiß. Habe ich schon dringesessen.“ „Stimmt ja.“ Fiel es Keela dann auch wieder ein.
    Wir gingen in das Restaurant, wo Keela zuerst in den Toiletten verschwand. Anschließend hatten wir die Wahl zwischen Popeyes und Taco Bell. Nach Mexikanisch war uns gerade weniger. Da zogen wir die Geflügel aus Louisiana vor.
    Wir nahmen dann jeweils die Tenders, wobei Keela die mild gewürzten nahm und ich die etwas würzigeren. Eine halbe Stunde später fuhren wir dann wieder weiter.

    Es dauerte nicht mehr lange, bis wir den Anstieg zum Tejon Pass erreichten. Hier hatte ich eine Premiere. Ich war hier, glaube ich, noch nie mit knapp 70 mph den Berg hochgefahren. Heute, mit dem Ford war das kein Problem.
    Nachdem wir den Pass überquert hatten, ging es mit Riesenschritten auf Los Angeles zu. Die Lichter der Stadt konnten wir dann schon bis hierhin sehen. Keela war begeistert. „Sieht das nicht toll aus?“ meinte sie zu mir. „Ich kenne das, Süße. Ich komme hier öfter abends oder in der Nacht her.“ „Deshalb sieht das doch nicht weniger gut aus.“ „Hat schon was. Ich finde es aber immer beeindruckender, wenn man am Abend auf Las Vegas zufährt.“ „Das habe ich ja noch nicht gesehen.“ „Das ist dann wirklich beeindruckend. LA ist einfach nur die größte Stadt im Westen der USA.“ „Eben.“
    Als wir im Tal angekommen waren, musste ich mich wieder mehr auf das Navi konzentrieren. Ich wusste ja nicht, wo das Motel lag, was uns Keela gebucht hatte. Ich merkte dann aber schnell, dass es sich wohl an der Küste befand. Während Keela recht kribbelig wurde, weil sie auf die Stadt neugierig war, fuhr ich dann relativ entspannt durch die abendliche Metropole.

    Schließlich erreichten wir das Sea Shore Motel in Santa Monica. Wir checkten ein und parkten dann vor unserem Zimmer. Das Motel war nichts Besonderes, aber immerhin sauber und klimatisiert. Viel mehr interessierte uns heute Abend auch nicht mehr. Keela umarmte mich dann erstmal. „Ich kann es noch gar nicht glauben. Wir sind in Los Angeles. Wahrscheinlich kann ich die ganze Nacht nicht schlafen. Ich will hier so viel sehen.“ „Das wirst du, meine Süße. Wir haben ja morgen fast den ganzen Tag Zeit und Sonntag müssen wir dann nur irgendwann wieder nach Hause fahren. Ich hoffe, Jessy bekommt eine Ladung für mich.“ „Da mache ich mir wiederum keine Sorgen drum. Das bekommt sie schon hin.“ „Wann haben wir denn morgen den Übergabetermin?“ „Ich habe den spätesten genommen, den ich bekommen konnte. Das Problem war eher, dass ich die Leute bei Inland Kenworth in Montebello nicht kenne. Ich hatte nur die Angaben von Johnson. Es hat aber alles geklappt.“ „Die Uhrzeit ist doch egal. Wir können ja auch hinterher wieder was unternehmen.“ „Das sowieso. Ich wollte nur erstmal was sehen.“ „Na klar.“ „Lass uns aber erstmal schlafen gehen. Ich bin todmüde.“ „Okay, meine Süße.“ Wir zogen uns aus und gingen dann ins Bett. Fünf Minuten später schlief Keela schon, während sie sich an mich kuschelte.

    Samstag, den 1. September 2018, 8:00 a.m., Pacific Daylight Time, Santa Monica, CA:

    Ein neuer Monat hatte begonnen. Ein Monat, der für die Historie der M.M. Trucking, Inc. einen entscheidenden Schritt darstellen würde. Ab heute hatten wir unseren ersten Angestellten. Auch wenn er dann erst am Montag anfangen würde. Außerdem würde ich heute meine zweite Zugmaschine in Besitz nehmen.

    Ich hatte sehr gut geschlafen. Keela hatte sich in der Nacht an mich gekuschelt und gerade das hatte mir sehr gutgetan. Trotzdem wollten wir an diesem Samstagmorgen nicht länger, als nötig im Bett bleiben. Vor allem Keela war wieder sehr kribbelig heute. Das zwar weniger wegen der neuen Zugmaschine, als eher wegen unserem Aufenthalt im Raum Los Angeles.
    Die gemeinsame Dusche am Morgen ließen wir uns aber trotzdem nicht nehmen. Das Frühstück wurde gegen einen Mehrpreis angeboten. Wir wollten aber nicht mit leerem Magen los, also nutzten wir es noch aus. „Ich weiß irgendwie gar nicht, wo wir anfangen sollen, ich will hier so vieles sehen.“ „Was denn zum Beispiel?“ „Beverly Hills, Hollywood, Malibu, Venice…“ begann sie. „Fangen Sie doch mit Santa Monica an.“ Sagte die Chefin, die das Gespräch durch Zufall mit angehört hatte. „Hier sind Sie gerade. Die Pier ist Weltberühmt und auch Downtown ist es sehr schön.“ „Da haben Sie recht.“ Stimmte Keela zu. „Malibu ist eher was, wenn sie Wassersport machen wollen. Sonst gibt es da nicht so viel zu sehen.“ „Ans Meer wollte ich schon. Auch wenn ich meine Surfausrüstung nicht mithabe.“ „Na gut. In Venice würde ich Ihnen raten, die Kanäle zu besichtigen. Außerdem ist die Marina del Rey sehr schön. Da liegen auch die schönsten Yachten hier im Umkreis. Beverly Hills und Hollywood sind natürlich ein Pflichtprogramm.“ Sagte die Chefin weiter. „Wie lange sind sie denn in Los Angeles?“ „Leider nur dieses Wochenende.“ „Da werden Sie kaum alles schaffen. Es sei denn, Sie machen das wie die Japaner.“ „Aussteigen Fotos machen und weiterfahren?“ „Genau.“ „Dann kommen wir lieber noch mal wieder.“ Sagte ich. „Sacramento ist ja auch nicht so weit weg.“ „Sie kommen aus Sacramento?“ fragte die Chefin erstaunt. „Bei Ihrer Frau hätte ich eher auf den mittleren Westen getippt.“ „Stimmt. Ich komme ursprünglich aus Minnesota.“ Sagte Keela. „Das hört man.“ „Dabei wohne ich schon ein Jahr in Kalifornien.“ Sagte Keela. „So schnell wird man seine Herkunft nicht los. Ich habe hier das ganze Jahr so viele Touristen, da merkt man das irgendwann.“ „Dann bin ich immer noch kein California Girl.“ Lachte Keela. „Und das ist auch gut so.“ „Wenn Sie nicht ganz so viel Zeit haben, sollten Sie auf jeden Fall über den Santa Monica Boulevard, den Wilshire Boulevard in Beverly Hills, dort auch den Rodeo Drive und in Hollywood den Sunset Boulevard und den Hollywood Boulevard entlangfahren. Dann haben Sie schon viel gesehen. Wenn Sie den Hollywood Schriftzug sehen wollen, fahren Sie am besten zum Stausee hoch. Von dort sieht man ihn gut.“ „Ich denke mal damit ist das Wochenende schon voll genug.“ „Normal braucht man dafür schon mehr Zeit. Falls Sie noch einkaufen wollen ist das so schon zu knapp.“ „Einkaufen?“ fragte Keela. „Wohlmöglich noch auf dem Rodeo Drive?“ „Das meinte ich.“ „Wir haben ein Transportunternehmen und holen heute einen neuen Truck ab. Damit sind wir schon fast 200.000 Dollar los. Da bleibt kein Geld mehr für den Rodeo Drive.“ „Da findest du doch sowieso nichts.“ Lachte ich. „Es gibt auch Designerjeans.“ Konterte Keela. „Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Spaß.“ Wir bedankten uns. Die Chefin kümmerte sich dann um die anderen Gäste.

    Nach dem Frühstück gingen wir in unser Zimmer und packten unsere Sachen zusammen. Wir hatten beschlossen, die kommende Nacht im neuen Truck zu verbringen. Das ist dann mindestens genauso komfortabel und auf alle Fälle billiger. Wir checkten dann aus und gingen zum Auto. „Malibu schieben wir schon mal auf morgen.“ Sagte Keela. „Heute will ich erstmal was sehen.“ „Jawohl Ma’am.“ Sagte ich lachend.

    Wir verließen das Gelände des Motels und nahmen erstmal die Ocean Avenue. „Hier hast du auf jeden Fall schon mal Meerblick.“ „Mein Gott. Hier ist ja der Teufel los.“ Staunte Keela. Ich hätte an einem normalen Samstag nicht mit so vielen Leuten gerechnet.“ „Du bist hier nicht in Pacifica. In Santa Monica ist ein bisschen mehr los.“ Lachte ich. „Für die Pier ist mir das aber jetzt noch zu früh. Lass uns erst nach Venice fahren.“ „Wie Sie wünschen, gnädige Frau.“

    Wir fuhren nach Venice und parkten am Venice Beach. „Du musst jetzt aber nicht zum Muscle Beach und dir die Bodybuilder anschauen.“ „Um Gottes Willen. Ich wollte mir schöne Sachen ansehen.“ Dann ist es ja gut."
    Wir gingen dann erstmal zu den Venice Canals. Dabei beschränkten wir uns darauf, die Dell Avenue einmal hin- und wieder zurück zu gehen. „Jetzt weiß ich wenigstens, warum das hier nach Venedig benannt wurde.“ Lachte Keela. „Wobei. Die Häuser sind süß. Leider etwas zu teuer für uns.“ „Das fürchte ich auch. Dann lass uns zur Marina del Rey gehen. Da können wir uns dann die passenden Boote ansehen. Die sind dann auch zu teuer für uns.“
    An der Marina angekommen, waren wir dann aber positiv überrascht. Es gab zwar reichlich teure Yachten hier, aber auch jede Menge „normaler“ Segelboote. „Hätte ich mir schlimmer vorgestellt.“ Meinte dann auch Keela dazu. Schließlich hatten wir hier genug gesehen. „Jetzt kann ich die Santa Monica Pier vertragen.“ Sagte Keela mit einem Grinsen. „Na dann, auf zur Partymeile.“ Lachte ich.

    An der Santa Monica Pier angekommen, stellten wir fest, dass es inzwischen noch voller war. „Haben die Leute alle nichts besseres zu tun?“ wunderte sich Keela. „Genau wie wir.“ Lachte ich. „Na dann mal los.“ Sagte sie unternehmungslustig. „Ich hoffe, du willst jetzt nicht auf jedes Karussell hier.“ Lachte ich. „Sehe ich so aus?“ lachte Keela. „Das einzige, was mich reizen würde, ist das klassische Santa Monica Pier Carousel. Das ist immerhin schon über 100 Jahre alt.“ „Das stimmt nicht ganz. Das Hippodrom, also das Gebäude ist, wie du sagst über 100 Jahre alt. Das Karussell ist aus den 1920er Jahren.“ „Du bist auch immer ein Klugscheißer.“ Lachte Keela. „Wenn du mich belehren willst, dann auch bitte richtig.“ Wir gingen über die Pier und schauten uns das bunte Treiben hier an.
    Keela verzichtete dann leider doch auf eine Fahrt mit dem historischen Karussell. Sie fürchtete, ich könnte ein Video davon ins Netz stellen. Sie wollte sich auch nicht blamieren. „Essen wir hier denn noch was?“ „Wenn nicht hier, wo dann?“ antwortete ich mit einer Gegenfrage. „Was hättest du denn gerne?“ „Wir sind hier fast in Hollywood. Also der Stadt der Filme. Da liegt es nahe, wenn wir bei der Bubba Gump Shrimps Co. essen.“ „Okay meine Süße. Heute darfst du aussuchen.“ Also gab es heute Mittag mal Garnelen zum Mittagessen.

    Als wir aufgegessen hatten, hatte Keela auch genug von der Pier gesehen. „Dann lass uns mal weitermachen.“ Sagte sie. „Haben wir noch Zeit, oder müssen wir schon zu Kenworth?“ „Wir haben noch Zeit.“ „Wo möchtest du dann jetzt hin?“ „Nach Beverly Hills.“ „Okay.“ Wir stiegen wieder in den Ford und fuhr los.
    Erst ging es auf die Ocean Avenue zurück. Dann bog ich auf den Santa Monica Boulevard. Über den fuhr ich dann nach Beverly Hills. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich dort war. Dann kam aber das bekannte Schild als Hinweis, dass wir Beverly Hills erreicht hatten. „Hoffentlich darf man hier mit einem ordinären Ford auch durchfahren.“ Witzelte ich. „Dann denk mal an die alte Karre, mit der Eddy Murphy in Beverly Hills Cop hier hergefahren ist.“ Konterte Keela.
    Irgendwann kreuzte dann der Wilshire Boulevard. „Fahr hier mal rein.“ Meinte Keela. „Was auch sonst.“ Wir fuhren dann den Wilshire Boulevard entlang. „Mann, ist das alles edel hier.“ War Keelas Kommentar.

    Schließlich kreuzte der Rodeo Drive. „Und jetzt?“ fragte ich. „Kannst du hier irgendwo parken?“ „Klar. Wir haben ja den City Flitzer genommen.“ „Mein Auto ist auch nicht kleiner.“ „Ist ja gut.“ Ich bog dann in den südlichen Rodeo Drive ein. Hier waren meines Wissens nicht mehr so viele Geschäfte. So hatte ich dann das Glück, dass ich ein paar 100 Yards weiter eine legale Parklücke entdeckte.
    Ich parkte den Ford. „So und jetzt?“ „Bewegen wir uns noch ein bisschen.“ „Okay.“ Wir stiegen aus und gingen zurück zum Wilshire Boulevard. Als wir dort auf die Ampel warteten, sah sich Keela schon mal um. „Das große Haus hier, das ist doch nicht…“ „Doch. Das ist das Beverly Wilshire.“ „Wahnsinn.“ „500 bis 600 Bucks die Nacht und du hast ein Zimmer da.“ „Das ist doch ein wenig zu teuer. Ich will nicht wissen, was da eine Suite kostet.“
    Wir gingen dann den Rodeo Drive entlang. Auf der einen Seite hoch bis zum Santa Monica Boulevard, auf der anderen Seite wieder runter. Hier war dann wirklich ein Laden einer Edelmarke neben dem nächsten. Ich war innerlich froh, dass Keela nicht auf solche Sachen stand. Trotzdem war sie neugierig und musste gucken.

    Als wir wieder am Auto waren sagte ich: „So. Jetzt weißt du, wo die Reichen und Schönen shoppen gehen.“ „Weißt du, wer jetzt gerne mit uns getauscht hätte?“ „Ja, weiß ich. Die Frau, die jetzt zu Hause sitzt und Bereitschaft hat.“ „Oh, an Jessy hatte ich noch nicht mal gedacht.“ „Mein Schwesterchen würde hier aber auch problemlos einen fünfstelligen Betrag loswerden können.“ „Das kann schon sein. Ich dachte eher an die Freundin meines Lieblingsbruders.“ „Alice?“ Sie nickte. „Wenn Jessy hier einen fünfstelligen Betrag loswird, dann zahlt Alice hier einen sechsstelligen Betrag.“ Ich schluckte einmal kräftig. Aber Alice lief auch immer sehr stylisch und elegant rum.
    „Was soll ich denn jetzt ins Navi eingeben? Hollywood Boulevard?“ „Würde ich gerne sehen. Aber wir müssen wohl erstmal eine andere Adresse eingeben. 1600, Washington Boulevard, Montebello.“ „Okay.“ Ich gab die Adresse ein. „Wieviel Zeit haben wir noch?“ „In etwa einer Stunde müssen wir bei Kenworth sein.“ „Dann fahre ich noch einen kleinen Umweg.“

    Ich drehte den Ford um und dann fuhren wir mit dem Auto noch mal über den Rodeo Drive. Schließlich kamen wir wieder auf dem Santa Monica Boulevard an, auf dem ich dann noch ein Stück in Richtung Hollywood fuhr. Über den N Arden Drive ging es dann zum Sunset Boulevard. Ich fuhr bis zum Laurel Canyon Boulevard, über den ich dann zum Hollywood Boulevard kam.
    „Hier hast du den Hollywood Boulevard.“ Sagte ich grinsend. „Ich sehe gar keine Sterne.“ Wunderte sich Keela. „Das ist der Haken an der Sache. Der Hollywood Boulevard ist über sieben Meilen lang. Allerdings ist der Walk of Fame nicht so lang.“ „Dann kommen die Sterne gleich erst?“ Ich traute es mich gar nicht zu sagen. „Genau vor dem Walk of Fame müssen wir leider abbiegen.“ „Das ist gemein.“ Sagte Keela. „Ich weiß. Wir holen das noch nachher, oder morgen nach.“ „Okay.“ Gab sie sich damit zufrieden. Sie sah dann, vor dem Abbiegen wenigstens noch die Statue „The Four Ladies of Hollywood“. „Wenigstens etwas.“
    Ich hatte dann ein Einsehen und fuhr dann noch bis zur North Highland Avenue weiter. So hatte Keela wenigstens schon mal ein Stück vom Walk of Fame. Dort bog ich dann aber links ab.

    Auf dem Weg zur Route 101, auf die ich jetzt wollte, kamen wir dann so am Mount Lee vorbei, dass wir den Hollywood Schriftzug sehen konnten. Da wurde Keela noch mal ganz nervös. „Ich habe den Hollywood Schriftzug gesehen.“ Rief sie dann ganz aufgeregt. „Schön. Dann haben wir ja das Minimalziel für heute erreicht.“ Sagte ich mit einem Grinsen. „Hollywood Boulevard und Sunset Boulevard müssen wir aber noch mal machen.“ Sagte Keela entschieden. „Ich habe ja nur ein paar Sterne vom Weiten gesehen.“ „In Ordnung, Süße. Heute Abend oder morgen.“
    Über die Route 101 fuhr ich dann in südlicher Richtung, bis ich auf die I-5 kam. Auch hier ging es in südlicher Richtung weiter. An der Ausfahrt 128 ging es dann auf den Washington Boulevard. Nun waren wir fast da. Wir bogen dann links auf den Hof, dann waren wir da.

    Nun überließ ich erstmal wieder alles Keela. Sie hatte den Termin ausgemacht. Also sollte sie das auch ruhig managen. Wenn ein Problem war, konnte ich ihr immer noch helfen.
    Wir wurden dann von einem Verkäufer begrüßt. Das fand ich erstmal ein wenig merkwürdig. Hatte doch Inland Kenworth gar nichts mit dem Verkauf zu tun. Trotzdem wurden wir auch hier noch mal beglückwünscht, dass wir uns für einen 2019er T680 entschieden hatten. Das war mir bisher neu. Ich hatte gedacht, wir hätten noch das alte Modell gehabt, offensichtlich war es dann aber doch schon die aktuellste Version. Wir bekamen dann hinterher mit, dass uns der Verkäufer nur beschäftigen sollte, bis man die Maschine aus der Werkstatt geholt hatte. Die Übergabe sollte dann der Elektronik-Experte machen.
    Als der Verkäufer dann aber noch fragte, ob noch Fragen seien, stellte ich dann noch eine entscheidende Frage: „Ich habe meinen Reset noch nicht ganz um. Daher würden wir die Maschine gerne noch bis morgen hier stehen lassen. Ist das möglich?“ „Selbstverständlich. Das einzige, was nicht geht, ist, dass die Maschine bis dahin in der Halle steht.“ „Das versteht sich ja von selbst. Die Maschine ist ja zugelassen und somit auch versichert.“ „Haben Sie noch die Kennzeichen für mich?“ Keela gab sie ihm. „MMTRCK2. Ein interessantes Kennzeichen.“ Stellte er fest. „Unser erster Kenworth hat MMTRUCK. Leider ließ sich da nicht einfach eine 2 hinter machen.“ Sagte Keela. „Entsprechend habe ich dann da den Vokal geklaut.“ „Das geht so lange gut, bis die zehnte Maschine kommt.“ Stellte der Verkäufer fest. „Bis wir soweit sind, ist uns dafür auch eine Lösung eingefallen.“ Sagte Keela mit einem Lächeln. „Ich werde Ihnen auch gleich noch einen Code zukommen lassen, mit dem Sie an diesem Wochenende in den Fahrerraum kommen können. Hier haben wir dann neben Getränke und Snack Automaten auch noch Toiletten und eine Duschmöglichkeit für Sie.“ „Vielen Dank. Das wird den Aufenthalt hier noch angenehmer machen.“ Der Elektroniker kam nun rein. „Wenn Sie jetzt auf den Platz kommen wollen. Wir haben die Maschine bereitgestellt.“ Wir gingen raus und ich sah dann die Zugmaschine zum ersten Mal im neuen Outfit.

    „Wow. Du hast mir nicht zu viel versprochen.“ Sagte ich zu Keela und gab ihr als Belohnung einen Kuss. Der Verkäufer schaute uns mit Stirnrunzeln an. „Meine Verlobte hat das Design der Maschine vorgenommen.“ „Verstehe. Das ist doch gut geworden.“ „Das sage ich ja.“ Keela wollte wohl trotzdem eine Erklärung zu ihren Einfällen abgeben. „Am liebsten hätte ich dir ja ein Airbrush oder eine Fotofolie mit einem Surfer Motiv machen lassen. Leider reichte die Zeit ja nicht dazu. Daher sind wir bei zwei Farben geblieben. Mit dem Blau im unteren Bereich habe ich aber so ein wenig das Wasser dargestellt. Der vordere Kotflügel ist dann die Surfwelle oder die Bugwelle des Schiffs. Die Streifen an der Haube sind so ein wenig der Versuch, die Sportstreifen von Muscle Cars nachzuempfinden. Ich wollte da aber auch nicht zu sehr in die Richtung gehen. Deswegen ist das nur angedeutet.“ „Sie haben sich ja richtig was dabei gedacht.“ „Das kann man so sagen.“ „Das Airbrush gibt es dann bei Truck Nummer drei.“ Lachte Keela. „Gefällt mir richtig gut.“ Sagte ich zu Keela. „Da braucht man gar kein Airbrush.“ „Darf ich kurz stören.“ Sagte der Elektroniker. „Lassen Sie uns kurz die Übergabe und die Einweisung in die Elektronik vornehmen. Danach können Sie gerne weiter über das Design philosophieren.“

    Der Elektroniker und ich stiegen ein. Keela stand an der Fahrertür und hörte sich alles von da an. „Ihr letzter Truck ist ja nicht hier fertig gemacht worden. Wie hatten Sie die Systeme denn da?“ „Ich hatte ein Tablet mit der entsprechenden Schnittstelle im Truck. Darüber liefen dann die Satellitenkommunikation und das E-Log.“ „Das dachte ich mir. Diese Maschine haben Sie von der Halde gekauft. Oder?“ „Der stand schon beim Händler. Wenn Sie das meinen.“ „Das meinte ich. Sie sehen hier jetzt zwei On Board Units. Als die Maschine hier ankam, war nämlich die hier oben schon eingebaut.“

    Er deutete auf die obere Einheit. „Die war beim Verkauf aber noch nicht hier drin.“ „Dann war der Einbau in Sacramento noch nicht fertig.“ „Kann sein.“ „Das System ist das, von Kenworth üblicherweise verbaute System. Leider hat dieses System ein Problem damit, mit ORBCOMM zu arbeiten. Da Sie das aber brauchen, haben Sie jetzt eine zweite On Board Unit hier unten. Der Vorteil ist, Sie haben Ihr E-Log und Ihre ORBCOMM Daten beide gleichzeitig sichtbar.“ „Der Nachteil sind jetzt zwei Geräte.“ „Richtig.“ „Bisher hatte meine Dispatch über ORBCOMM auch Zugriff auf meine E-Log und Fahrzeugdaten. Ist das jetzt nicht mehr so?“ „Ich habe das ORBCOMM jetzt so installiert, dass das System auf die E-Log Daten des Fahrzeugs zugreifen kann. Allerdings nicht auf die Telematik Daten des Trucks.“ „Die werden auch nicht gebraucht.“ Sagte Keela von draußen. Es gibt bei Walmart zwar eine Auswertung der Fahrweise und des Verbrauchs bei den eigenen Fahrzeugen, aber nicht bei den Subunternehmen.“ „So war mir das auch bekannt.“ Sagte der Elektroniker. „Die Telematik Daten werden jetzt vom Truck nur nach NorCal Kenworth in Sacramento gesendet. Dort läuft ja Ihr Wartungsvertrag. Das System kann also im Problemfall sofort mit der Werkstatt kommunizieren. Außerdem können Sie über das System gleich den Service buchen.“ „Was ändert sich denn jetzt für mich?“ „Fast nichts. Die Bedienung des E-Logs ist geringfügig anders, als bei dem System, was Sie bisher kennen. Da hatten Sie, wenn ich das richtig verstanden habe, auch alles über ORBCOMM. Das sind aber nur Feinheiten, die jeder Hersteller ein wenig anders macht, um sich vom Wettbewerber zu distanzieren.“ „Okay.“ „Das ist aber alles selbsterklärend. Zugriff von außen hat momentan nur Kenworth und natürlich die DOT auf das System.“ „Ich weiß. Die können an den Wiegestationen über W-Lan oder sowas darauf zugreifen.“ „So ähnlich. Übrigens auch die Polizeiwagen, die an Ihnen vorbeikommen.“ „Das ist bekannt.“ „Sie können sich über Ihren Kenworth Account auch in das System einloggen und die Telematik Daten für Ihre Auswertungen nutzen.“ „Gut.“ „Ist Ihnen ORBCOMM 6.0 bereits bekannt?“ „Das nutzen wir schon seit einem Vierteljahr.“ „Perfekt. Dann brauche ich ja auch nichts mehr zu erklären.“ „Dann ist die Einweisung jetzt beendet?“ „Fast. Ich muss Sie noch in den Systemen anlegen. Außerdem kann ich Ihnen noch Fragen beantworten, falls Sie noch welche haben.“ „Mir fallen gerade keine ein.“ „Mir aber.“ Sagte Keela. „Am Montag müssen wir einen neuen Fahrer in unserem anderen Truck anlegen. Wie machen wir das?“ „Das ist dann das ORBCOMM System?“ „Richtig.“ „Ändert sich bei dem anderen Truck die Fahrzeugnummer im System?“ „Nein, die bleibt. Dieser hier wird als Wagen 2 hinterlegt.“ „Dann müssen Sie nur im Truck und in der Dispatch den Namen des Fahrers ändern. Alles andere bleibt ja.“ „Okay. Das habe ich schon gemacht.“ „Das Anlegen des Fahrers im E-Log funktioniert dann ähnlich, wie jetzt hier.“
    Ein Teil der Daten war von dem Elektroniker vorher schon eingegeben. Die Firmendaten waren von NorCal Kenworth bereits eingegeben worden. Genau wie die Fahrgestellnummer vom Truck. Die DOT-Nummer und die Carrier Nummern hatte sich der Elektroniker ja schon von der Seite abschreiben können. Mit den Daten meiner CDL wurde ich nun im E-Log als Fahrer angelegt. Anschließend war dann auf diesem System alles in Ordnung. Im ORBCOMM wurde ich dann auch mit Meinen Daten angelegt. Wir hatten als Subunternehmer ja auch eine eigene ORBCOMM Kundennummer. Dann wurde die Einheit hier auch in das Walmart Netzwerk eingebunden. Da war der Truck dann jetzt Wagen 3761-2. Der W900 lief weiter als 3761, konnte aber wahlweise auch als 3761-1 eingeloggt werden. Die 3761 war ja unsere Subunternehmernummer.
    Jetzt wurde noch, genau wie letztes Jahr eine Testnachricht verschickt und empfangen. Damit stand fest, dass das System ordentlich arbeitete. „Wenn Sie dann gleich oder morgen hier losfahren, melden Sie sich ganz normal im System an. Der Rest klappt dann schon.“ Damit war dann die Übergabe beendet. „Dann habe ich halt in Zukunft einen Bildschirm mehr hier. Man kommt sich bald vor, wie in einem Raumschiff. Bei den ganzen Computern.“ „Hauptsache, die Übermittlung der E-Log Daten läuft. Sonst haben wir ein Problem.“ Sagte Keela. „Du weißt ja, wie Danny arbeitet, wenn er keine E-Log Daten hat.“ „Wenn irgendwas nicht läuft, dann rufen Sie mich an.“ Sagte der Elektroniker noch und gab uns seine Karte. Anschließend verabschiedeten sich er und der Verkäufer.

    Als wir dann alleine waren, sagte Keela dann: „Herzlichen Glückwunsch zur neuen Maschine.“ „Danke. Wie feiern wir jetzt?“ „Keine Ahnung. Den Sleeper weihen wir ja heute Nacht ein. Aber was machen wir sonst heute noch?“ „Ich kenne da eine Frau, die gerne noch mehr vom Hollywood Boulevard sehen möchte.“ „Coole Idee. Was machen wir denn dann morgen?“ „Nach Hause fahren.“ „Und vorher?“ „Wollte da nicht noch jemand nach Malibu?“ Als Antwort umarmte mich Keela und gab mir einen langen Kuss. Als sie fertig war, grinste ich sie diesmal an. „Noch einen, bitte.“ „Hey, der Spruch gehört Sandra und mir.“ „Ich möchte trotzdem noch einen haben.“ „Okay. Aber nur weil du es bist.“ Sie umarmte mich und gab mir einen weiteren langen Kuss.

    Wir parkten die Zugmaschine dort, wo sie bis morgen stehenbleiben konnte. Anschließend nahmen wir wieder den Ford.
    Über die I-5 und die US-101 fuhren wir zurück nach Hollywood. Diesmal verließen wir den Hollywood Freeway bereits an der Ausfahrt 8C und fuhren auf die N Gower Street. Dort, wo diese den Hollywood Boulevard kreuzte, begann nämlich der Walk of Fame. Keela wollte ja schließlich Sterne gucken. Und dass, obwohl es noch gar nicht dunkel war.
    In diesem Bereich gab es auch mehrere große Parkplätze, so dass es kein Problem war, sogar mit dem Ford einen Parkplatz zu finden. Dann gingen wir den Hollywood Boulevard entlang. Ich hatte das alles früher schon mal gesehen, aber Keela war zum ersten Mal hier. „Wie viele Sterne sind das denn hier?“ „Ich meine um die 2600 Stück. Es sind aber noch welche frei. Du kannst noch ins Showgeschäft wechseln und gucken, ob du noch einen bekommst.“ „Damit dann alle auf meinem Namen rumlatschen? Nee, lass mal.“
    An der Vine Street beschwerte sie sich dann. „Das geht ja hier in der Seitenstraße weiter.“ „So ist das.“ „Dann will ich da aber auch noch gucken.“ „Okay.“ Wir gingen dann die Vine Street erstmal bis zum Sunset Boulevard runter und dann wieder zurück bis zu dem markanten Gebäude von Capitol Records. Anschließend ging es wieder zurück auf den Hollywood Boulevard.
    Ich fand es hier eigentlich auch nicht so toll, aber Keela war begeistert. Sie hatte dann jetzt auch den Ehrgeiz und wollte den ganzen Walk of Fame sehen. Als wir an einem McDonalds vorbeikamen, bat ich dann wenigstens um eine Pause. „Bitte wenigstens einen Big Mac.“ „Okay. Dann geht es aber weiter.“ So konnte ich mich wenigstens ein paar Minuten erholen.
    Wir erreichten dann wieder die North Highland Avenue, wo wir am Nachmittag mit dem Auto abgebogen waren. „Dann können wir ja jetzt wieder umdrehen. Den Rest hast du ja schon gesehen.“ „Aber nur aus dem Auto. Das zählt in dem Fall nicht.“ „Okay, dann machen wir das Stück jetzt auch noch.“

    Nachdem wir weitergegangen waren, mussten wir dann ein paar Minuten später tatsächlich noch shoppen. Wir hatten 6810 Hollywood Boulevard erreicht. Die Adresse von Harley-Davidson of Hollywood. Hier gab es keine Bikes, aber Accessoires und Klamotten. „Ein paar T-Shirts kann ich doch wohl kaufen.“ Sagte Keela und lächelte mich an. „Außerdem brauchst du auch noch welche. Du hast ja noch gar nichts.“ Ich gab mich geschlagen und wir gingen in den Laden. Zum Glück war nicht allzu groß.
    Nachdem wir diesen wieder verlassen hatten, kamen wir in den Bereich, wo auf beiden Seiten die prunkvollen Kinopaläste waren.

    Als wir dann wieder bei den „Four Ladies“ waren, war Keela zufrieden. „Dann nehmen wir jetzt ein Taxi zum Auto.“ Stöhnte ich gespielt. „So ein Quatsch. Wir müssen doch auf der anderen Straßenseite zurück.“ Lachte Keela. „Für dich tu ich ja alles.“ Gab ich mich wieder geschlagen.
    Irgendwann kam dann auf dem Rückweg noch die Frage, die kommen musste: „Wir sind jetzt hier in Hollywood. Wo sind denn bitte die ganzen Filmstudios? Da habe ich nichts von gesehen.“ „Die sind ja auch ganz bestimmt nicht hier, am Hollywood Boulevard.“ „Ach so.“ „Das wäre hier auch zu teuer. Viel ist im San Fernando Valley, nördlich der Hügelkette dahinten. Der Rest ist über den ganzen Großraum Los Angeles verteilt. Das geht gar nicht mehr, dass das alles in Hollywood liegt. Die Filmsets werden ja auch immer größer. Wobei die Studios ja auch nur große Hallen sind.“ „Das ist mir auch klar.“ „Universal hat aber einen ganzen Stadtteil da hinten. Wo die auch ihre Studio Tour anbieten.“ „Wow.“ „Da haben wir an diesem Wochenende aber keine Zeit mehr für.“ „Schon klar.“

    Als wir dann wieder am Auto ankamen, war es inzwischen auch Abend. Nicht nur ich war inzwischen geschafft, sondern auch Keela. „Lass uns wieder zu Kenworth fahren und deinen Sleeper testen.“ „Okay, Süße.“ Wir fuhren wieder zurück.
    Am Truck angekommen, mussten wir erstmal ein paar Sachen in den Truck räumen, die ich schon mit im Ford hatte. Schließlich musste das Bett erstmal bezogen werden. Viele Sachen waren auch noch in durchsichtigen Tüten aus PVC. Die Applikationen aus Kunstholz hatten auch noch Schutzfolien darauf. Das machten wir erstmal alles ab. Die Folien packten wir dann hinten in den Ford.
    Keela fühlte sich auf Anhieb wohl in dem neuen Truck. „Der ist ja richtig gemütlich.“ Sagte sie. „Ich dachte, die beige Innenausstattung mit dem Kunstholz wäre dir viel zu spießig.“ Meinte ich mit einem Grinsen. „Eigentlich schon. Trotzdem wirkt das beige wärmer, als das grau in dem W900.“ „Was ich auch genommen habe, damit es nicht so spießig ist.“ Lachte ich. „Dann frag mich beim nächsten Mal.“ „Okay, mache ich.“
    Für den restlichen Abend und die Nacht brauchten wir aber wieder nur ein Bett. Wenn sich Keela an mich kuschelte, brauchten wir ja nicht mehr viel Platz. Später probierten wir dann noch den Code aus, den wir brauchten um in den Fahrerraum mit den Toiletten zu kommen. Auch er funktionierte einwandfrei. Ansonsten testeten wir den Fernseher, der eingebaut war und machten uns einen gemütlichen Abend.

    Sonntag, den 2. September 2018, 8:00 a.m., Pacific Daylight Time, Los Angeles, CA:

    Wir hatten uns einen Wecker gestellt. Wir wollten ja nicht die ganze Nacht verschlafen. Auch, wenn es mal wieder wunderschön war, so nah bei Keela zu sein. So hatten wir die erste Nacht im neuen Truck regelrecht genossen. Wir standen erstmal auf und zogen uns an. Leider hatte ich bisher noch keine Lebensmittel hier. Auch meine Kaffeemaschine war noch in Sacramento.
    Als erstes wollten wir aber den Code für den Fahrerraum nochmal nutzen. Wir gingen da rüber und nutzten die Toiletten und dann auch gemeinsam die Dusche. Dabei hofften wir inständig, dass während der Zeit keiner kam, der auch den Code hatte und uns überraschen könnte. Wir blieben aber ungestört. Anschließend holten wir uns den ersten Kaffee aus dem Automaten dort.
    Auf dem Weg zurück zum Truck war Keela schon mit dem Handy zugange. „Gerade mal zwei Blocks weiter haben wir alles, was wir zum Frühstücken brauchen.“ „Was hast du denn gefunden?“ „Subway, Jack in the Box, California Burgers und Olympic Donuts. Alle an einer Kreuzung. An jeder Ecke einer. Außerdem ein Stück weiter die Castillo Bakery. Da weiß ich aber nicht, ob die hie Sonntagmorgens geöffnet haben.“ „Also für jeden Geschmack etwas.“ „So ist es. Ich würde die Bäckerei vorziehen. Wenn die zu haben, schwanke ich zwischen Subway und einem der Burger Restaurants. Donuts sind mir am Morgen zu süß.“ „Reicht ja auch, dass du süß bist.“ Wir packten unsere Sachen in den Kenworth und verschlossen die Maschine wieder. Anschließend nahmen wir den Ford und fuhren zu der Ecke.

    Nachdem wir festgestellt hatten, dass die Bäckerei erst am Montag wieder geöffnet hatte, sichteten wir die anderen Angebote zum Frühstück. Wir landeten schließlich bei California Burgers. Dort nahmen wir dann die French Toast Combo für knapp 6 Dollar. Außerdem natürlich wieder Kaffee. „Was machen wir denn gleich noch?“ fragte ich Keela. „Auf meiner Liste steht noch der Strand von Malibu.“ „Ein freies Wochenende ohne das Wasser des Pazifiks geht bei dir im Sommer wohl nicht.“ „Nicht wirklich.“ „Okay. Dann lass uns nach dem Essen gleich losfahren.“ „Klar. Worauf warten wir noch.“

    Nach dem Frühstück gingen wir wieder zum Ford zurück. Dann fuhr ich zur I-5. Ich hatte einen Umweg geplant, um Keela noch ein wenig zeigen zu können. Als wir bei Glendale auf den Ventura Freeway wollten, sagte ich: „Da rechts sind schon mal ein paar Filmstudios. Du hast ja schließlich gestern gefragt, wo die sind.“ „Aha. Viel sieht man da ja nicht.“
    Auf dem Ventura Freeway machte ich weiter. „Da rechts ist Disney Animation. Danach kommt hier ABC.“ „Aha.“ „Da vorne rechts ist NBC. Links ist hier Warner Bros. Ein Stück weiter ist da dann Universal City. Da hat Universal quasi einen ganzen Stadtteil.“ „Interessant. Du hast aber recht. Viel sehen tut man da nicht.“ „Das ist ja auch so gewünscht. Die wollen ja bei den Dreharbeiten nicht ständig Zuschauer haben.“ „Auch wieder wahr.“ „Irgendwann machen wir mal die Universal Studio Tour mit. Da kannst du doch noch ein wenig mehr sehen.“ „Okay.“ „Heute ist da aber keine Zeit für.“ „Macht nichts.“
    Ein paar Minuten später wechselten wir auf den Topanga Canyon Boulevard. Nun ging es von Woodland Hills südlich durch die Hügel zum Pazifik.

    Schließlich erreichten wir Malibu, wo wir dann über die CA-1 an der Küste entlangfuhren. Natürlich fuhren wir dann weiter bis zur Malibu Surfrider Beach. Wo sonst sollte ich mit Keela hinfahren.
    Als Keela die Beschriftung am Malibu Surf Shack las, schaute sie mich ganz verführerisch an. „Guck mal Schatz. Die vermieten auch.“ „Du willst doch jetzt nicht…“ „Ach bitte. Nur ein paar Wellen.“ „Du machst mich fertig.“ „Bitte, bitte, bitte. Ich war schon seit drei Wochen nicht mehr auf dem Board. Letzte Woche Bereitschaft, davor waren wir zu Hause.“ „Dann lass uns mal schauen, was das kostet.“ „Danke Schatz. Du bist der beste.“
    Wir waren dann mit einem einfachen Board (nicht so gute, wie wir sie selbst hatten) und Surfanzügen zwar noch mal knapp 50 Bucks pro Person für die Miete los, ich wollte Keela aber den gefallen tun. Also liehen wir uns die Ausrüstung und surften dann bis zum Mittag noch in den Wellen von Malibu.

    Gegen kurz nach Eins mussten wir dann aber wohl oder übel die Surfutensilien wieder abgeben. Wir hatten noch eine lange Fahrt vor uns. Dieses Mal nahm ich auch den direkten Weg zurück zu Kenworth.
    Kurz vor Zwei waren wir wieder am Truck. Anmelden musste ich mich jetzt bei den Systemen nicht mehr. Das hatten wir ja gestern alles gemacht. Ich musste mich nur, wie sonst auch immer einloggen. Gegen zwei Uhr stellte ich dann die Systeme auf PTI.
    Sicherheitshalber nahm ich aber auch noch das Handy und rief bei Jessy an. „Hallo Bruderherz. Ich habe schon gesehen, dass du wieder am Start bist. Wie war denn das Wochenende?“ „Ich fand es sehr schön, aber Keela war wohl nicht so begeistert von LA.“ „Rede nicht so einen Müll.“ Rief Keela von hinten. „Das Wochenende war echt super.“ „Wart ihr auch auf dem Rodeo Drive?“ „Waren wir. Im Gegensatz zu dir haben wir dort aber kein Geld gelassen.“ „Das kann ich ja gar nicht verstehen.“ „War mir klar.“ „Ihr gebt das Geld woanders aus.“ „Genau. Wir waren dann eben noch in Malibu surfen. Hast du eigentlich eine Ladung für mich?“ „Natürlich. Zwar nichts Tolles, aber immerhin. Die Daten bekommst du jetzt.“ „Okay. Dann bis später. Grüße an Dave.“ „Danke. Grüße an Keela.“ „Richte ich aus.“ Ich legte auf.
    „Grüße von Jessy. Auftrag kommt jetzt.“ „Dann machen wir uns mal startklar.“ Kurz darauf kam die Meldung vom ORBCOMM: „Neuer Auftrag eingegangen.“ Neugierig schauten wir beide, was für ein Auftrag gekommen war:

    PICKUP: BBY-CALAN
    GATE: 05
    TRAILER: CT40BBY
    FREIGHT: ELECTRONIC DEVICES
    WEIGHT: 24,500 LB
    DROP: CST-CASAC
    PRIORITY: STANDARD
    REMARKS: TRAILER IS PROVIDED BY BEST BUY.

    WAT-CASAC-JMU.

    „Ich hatte auf etwas mehr Gewicht gehofft.“ „Warum? Wegen dem Tarif?“ „Das nur in zweiter Linie. In erster Linie, um den Truck gleich richtig einfahren zu können.“ „Macht man das bei Trucks noch?“ „Offiziell nicht. Joe hat mir aber letztes Jahr erzählt, dass die Trucks, die von Anfang an richtig schleppen mussten, hinterher immer besser gezogen haben.“ „Die Route ist berechnet.“ Sagte die elektronische Stimme auf einmal. „Das klappt also auch immer noch. Die Daten werden automatisch ins Navi übertragen.“ „Nicht schlecht.“ Ich schaute nach, da es mehrere Best Buy Ladestellen für uns im Raum Los Angeles gab. „Entweder hat Jessy da was dran gedreht, oder wir haben durch Zufall die beste Ladestelle bekommen, die wir kriegen konnten.“ „Warum?“ „Schau mal da rüber. Das ist das Best Buy Lager da drüben.“ „Perfekt.“ Sagte Keela. „So minimiert man Leermeilen.“ Um viertel nach Zwei konnten wir los.

    Ich fuhr mit der Zugmaschine zum Best Buy rüber und Keela folgte mir im Ford. Bei Best Buy angekommen, meldete ich mich an. „Du möchtest den Trailer für Walmart, Sacramento abholen?“ „Richtig.“ „Okay. Der ist fertig und steht an Tor 5.“ „Danke. Kann unser Servicewagen ausnahmsweise mit rein? Wir fahren zusammen zurück nach Sacramento.“ „Okay. Ausnahmsweise. Deine Maschine sieht doch noch recht neu aus. Wieso fährst du mit einem Servicewagen zusammen?“ „Die Maschine ist brandneu. Wir sind mit dem Servicewagen hierhin zum Abholen gefahren.“ „Ach so. Habt ihr in Sacramento keinen Truck Dealer?“ „Selbstverständlich. Hier musste nur noch was eingebaut werden.“ „Verstehe. Na dann macht mal.“
    Wir fuhren zusammen auf den Hof. Ich setzte mich vor den Trailer und stieg noch mal aus. Wie vermutet, musste ich die Sattelkupplung noch aufziehen. Keela hatte inzwischen an der Seite geparkt und kam zu mir rüber. „Dann wollen wir die Maschine mal entjungfern.“ Sagte ich zu ihr. „Was machst du?“ fragte sie mit großen Augen. „Die Zugmaschine entjungfern. Das erste Mal einen Trailer aufnehmen.“ „Ach so.“ lachte sie. „So habe ich das auch noch nicht gesehen.“ „Es gibt für alles ein erstes Mal. Auch jede Zugmaschine nimmt zum ersten Mal einen Trailer auf.“
    Ich stieg wieder ein. Dann setzte ich langsam zurück und ließ den Königszapfen butterweich einrasten. „Wenigstens hast du sie gefühlvoll entjungfert.“ Lachte Keela, als ich ausstieg. Ich schloss die Luftschläuche an. „Gib mir mal bitte das Stromkabel aus dem Staufach. Ich hatte vergessen, dass ich das ja noch nicht dran hatte.“ Keela gab mir das Kabel. Ich verband nun auch die Ströme mit dem Trailer. Zum Schluss kurbelte ich die Stützen hoch. Dann löste ich die Trailer Bremse und zog den Sattelzug langsam vor. Ich schaltete die Beleuchtung durch und machte die Trailer PTI.

    „Das blau passt nicht wirklich zusammen.“ Stellte Keela fest, als sie ein Foto von dem Zug machte. „Das wird auch bei unseren blauen Trailern eine andere Farbe sein.“ „Stimmt.“ „Man kann nicht alles haben.“ „Wie machen wir das jetzt?“ „Das kannst du dir aussuchen. Du kannst mit 55 hinter mir herschleichen, du kannst aber auch vorfahren.“ „Lass uns zusammen fahren.“ „Okay. Leider hat der Ford kein CB-Funk.“ „Wir haben aber Freisprecheinrichtungen und Handy Flatrate.“ „Auch wieder wahr.“ „Dann nehmen wir die Telefonverbindung.“ „Gut. Machen wir wieder in Buttonwillow Pause?“ „Das sollten wir machen. Wir haben seit dem Frühstück nicht mehr viel gegessen.“ „Okay, dann lass uns fahren.“ Wir stiegen wieder in unsere Fahrzeuge und machten uns auf den Weg.

    Ich fuhr vor und Keela folgte mir mit dem Ford. Wir hatten es nicht allzu weit, bis wir an der I-5 ankamen. Wir fuhren in nördlicher Richtung auf und ich beschleunigte den Zug auf 56 mph. Dann legte ich den Tempomat ein. Jetzt klingelte auch das Telefon und Keela rief an. „Okay. Standleitung steht.“ Sagte ich. „Wie viele Gänge hat der Neue jetzt?“ fragte Keela. „18 Gänge.“ „Dann musst du ja noch mehr schalten, als bei dem alten.“ „Nicht wirklich. Der Unterschied ist, dass ich in der kleinen Gruppe jetzt auch splitten kann. Das ging bei dem W900 nicht. Das braucht man aber eigentlich fast nur mit Last in den Bergen.“ „Verstehe ich nicht.“ „Einfach gesagt überspringe ich jetzt mehr Gänge als früher.“ „Ah, okay. Ich kenne das Schalten ja nur vom Motorrad. Der Savana und der Ford haben ja Automatik.“ „Gut. Beim Bike werden keine Gänge übersprungen. Obwohl manche Biker auch schon mal den zweiten Gang überspringen.“ „Ich nicht.“ „Der neue ist auch etwas länger übersetzt, als der W900. Zwar nicht so lang, wie der Mack damals, aber so dazwischen.“ „Das heißt?“ Ich kann mit 56 mph zwar im 18. Gang fahren, aber nur auf der Rollstrecke. Dann läuft er aber äußerst sparsam.“ „Aha.“ „Ich merke jetzt schon, dass ich viel sparsamer bin, als mit dem W900.“ „Nach den paar Meilen?“ „Eben. Bei dem W900 würde jetzt ein ganz anderer Wert im Bordcomputer stehen.“ „Du hast aber auch eine leichte Ladung.“ „Das schon. Aber einen Curtainsider ohne irgendwelche Spoiler.“ „Der Trailer ist aber auch dichter am Sleeper, als beim W900.“ „Das ist auch gut so. Das ist so viel aerodynamischer. Außerdem ist der neue sogar etwas kürzer, als der W900, obwohl der Sleeper etwas länger ist. Damit bin ich wendiger.“ „Aha.“

    Wir fuhren ruhig durch den Raum Los Angeles. Schließlich ging es den Tejon Pass hinauf. Auch hier machte der neue eine gute Figur. Klar. Er hatte ja auch 50 PS mehr. Trotzdem merkte man das auch bei einer Maschine, die noch nicht eingefahren war. Wir überquerten den Pass und fuhren auf der anderen Seite wieder hinunter. Schließlich erreichten wir Buttonwillow.
    Wir fuhren auf den Truckstop und parkten. Dann trafen wir uns am Eingang des Restaurants. Wir benutzten erst die Toiletten, dann entschieden wir uns wieder mal für Popeyes. Wir waren beide eher selten ein Freund der mexikanischen Küche. Ab und zu ging das, aber meistens zogen wir was Anderes vor. Gegen halb Sieben fuhren wir dann weiter.

    Die weitere Fahrt lief gut. Keela und ich unterhielten uns wieder über die Standleitung unserer Handys. Wir waren dann gerade eine knappe halbe Stunde wieder unterwegs, da begann mein Transponder zu piepen. „Was ist jetzt los?“ fragte Keela. „Ich muss auf die Waage. Fahr du gleich weiter. In der nächsten Viertelstunde kommt eine Rest Area. Da kannst du von mir aus warten. Ich melde mich dann, wenn ich da vorbeikomme.“ „Okay, machen wir so.“ Ich zog dann raus und Keela fuhr an mir vorbei. Dann zog ich über die Waage.
    Mit der leichten Ladung kein Problem. So konnte ich noch nicht mal feststellen, bei welchen Gewichten ich in Zukunft vorsichtig sein musste. Eine umfangreichere Kontrolle blieb mir zum Glück auch erspart. Wie mir der Elektroniker gestern ja erzählt hatte, konnten die Beamten sowieso auf die E-Log Daten zugreifen. Sie holten einen dann nur noch ins Büro, wenn man der Meinung war, mehr kontrollieren zu müssen. Ich fuhr dann weiter und Sagte Keela dann rechtzeitig Bescheid, wann ich bei ihr war. Sie fuhr schon langsam zur Beschleunigungsspur, als ich vorbeifuhr. Da zog ich dann zum ersten Mal am Band für die Lufthörner. Ich musste ja mal wissen, wie die bei dem Neuen klangen. „Mach doch nicht so einen Krach.“ Wurde ich dann auch gleich von Keela gerügt. „Dafür sind die Hörner doch da.“ „Ja, ja.“ Anschließend fuhren wir wieder gemeinsam durch den Abend.

    Nun konnte ich auch langsam feststellen, dass ich nun ein viel besseres Licht hatte, als am W900. Dort waren die Scheinwerfer ja auch schon recht altbacken. Im Gegensatz zum Peterbilt gab es beim klassischen Kenworth auch keine modernen Scheinwerfer zur Auswahl. Bei diesem hier war natürlich die beste optionale Beleuchtung verbaut worden. An die Bedienung des Neuen hatte ich mich aber schnell gewöhnt und fand mich so auch im Dunkeln sofort zurecht. Die Bedienelemente waren hier zwar etwas anders, als im W900 und auch die Instrumente und Displays waren anders angeordnet. Trotzdem war auch viel bei beiden Maschinen ähnlich.
    Was für mich zuerst am meisten für Veränderung sorgte, war die Haube, die ich nicht mehr so im Blick hatte. Dafür war aber auch die Übersicht besser. Die Spiegel waren größer und alleine die Windschutzscheibe war um einiges größer, als beim W900. So genoss ich jetzt eine viel bessere Übersichtlichkeit. Auch der Sound war ganz anders. Das lag aber in erster Linie daran, dass ich bei dem T680 nicht die hochgezogenen Auspuffrohre hatte, wie beim W900, sondern die Auspuffanlage, die samt SCR Katalysator unter dem Truck verbaut war. Ansonsten war der Motorblock ja an sich der gleiche. Auch, wenn ich nun die 510 PS Version hatte.

    Die weitere Fahrt nach Sacramento verlief jetzt ohne nennenswerte Vorkommnisse. Keela folgte mir ohne Probleme und wir kamen beide gut durch. Eine halbe Stunde vor Mitternacht erreichten wir den Raum Sacramento. Schließlich verließen wir die I-5 und fuhren die letzten Meilen durch die nächtliche Stadt. Gegen viertel vor Zwölf kamen wir zu Hause an.
    Ich fuhr noch mal links auf das Gelände des Zentrallagers. Keela bog aber gleich rechts auf unseren Hof ab. Ich ging eben in die Halle und meldete mich beim Lagermeister. Leider musste ich an das ungeliebte Tor 23 ansetzen. Ich fuhr hinten in die Ecke. Natürlich stand an Tor 24 auch wieder ein Trailer. Zum Glück aber auch nur ein 40 Fuß Reefer. Vorsichtig begann ich zu rangieren. Ich wollte ja nicht auf der ersten Tour gleich die ersten Schrammen in den Truck fahren. Dann stellte ich begeistert fest, dass sich der T680 tatsächlich besser rangieren ließ, als der W900. Es war nicht viel Unterschied in der Länge der Maschinen. Das reichte aber anscheinend. Den Rest machte dann die bessere Übersichtlichkeit.
    Gegen Mitternacht hatte ich den Trailer dann am Tor stehen. Ich sattelte schnell ab und schaute gar nicht mehr im System, ob noch was vorlag. Wir hatten mit Jessy vereinbart, dass ich in Sacramento Feierabend machte, da ich ja noch meine restlichen Sachen in den neuen Truck räumen musste. Ich fuhr also nur noch rüber und stellte die Maschine in die Halle. Hier erledigte ich eben die Abschlussarbeiten, danach ging ich in unsere Wohnung, wo Keela auf mich wartete.
    „Hat doch gut geklappt mit der Rückfahrt.“ War ihr Fazit. „Jetzt bin ich aber auch total kaputt. Ich bin lange nicht mehr so eine lange Strecke am Stück gefahren.“ „Ich weiß. Standard ist für dich Sacramento – Pacifica.“ „Das bin ich gewohnt. Aber LA – Sacramento. Selbst mit der Pause dazwischen war das doch ganz schön lang.“ „Wann kommt George morgen?“ „Wir sind für neun Uhr verabredet.“ „Gut. Dann bin ich ja auch noch hier. Dann lass uns jetzt schlafen gehen.“ „Okay.“
    Wir gingen ins Schlafzimmer und machten uns bettfertig. Nachdem wir uns hingelegt hatten, war Keela innerhalb von fünf Minuten an mich angekuschelt eingeschlafen.

    Montag, den 3. September 2018, 7:30 a.m., Pacific Daylight Time, Sacramento, CA:

    Um halb Acht klingelte unser Wecker wieder. Es waren keine sieben Stunden gewesen, die wir schlafen durften. Gerade Keela hätte nach drei Stunden auf dem Surfboard und vor allem achteinhalb Stunden Autofahrt sicher mehr Schlaf gebraucht. Wir quälten uns beide etwas aus dem Bett. Als wir aber etwas später gemeinsam unter der Brause standen, änderte sich das wieder schnell.

    Als wir hinterher im Schlafzimmer waren, zog ich mir gleich meine „Fahreruniform“ an, wie Keela die an die Walmart Fahrer angepasste Kleidung nannte. Keela zog sich natürlich wie immer Jeans und T-Shirt an. „Hast du für George auch Fahrerkleidung besorgt?“ fragte ich sie. „Bestellt habe ich das alles. 10 blaue und 10 weiße Hemden. Außerdem die Jacken für verschiedene Witterung. Zusätzlich auch noch Warnkleidung für die Stellen, wo sie vorgeschrieben ist. Wie in Häfen.“ „Ist aber jetzt noch nicht da?“ „Wie denn? So kurzfristig wie wir George eingestellt haben. Ich habe aber mit Frank gesprochen. George darf vorübergehend auch die alte Kleidung weiter benutzen. Langfristig müssen da aber die Aufnäher, die George als Walmart eigenen Fahrer gekennzeichnet haben, gegen unsere getauscht werden. Dann kann er die Sachen auch weiter nutzen.“ „Okay.“ Keela ging dann schon mal in die Küche. Ich packte dann noch Sachen zusammen, die jetzt in den neuen Truck sollten. Anschließend ging ich dann auch ein Stockwerk tiefer.

    Hier war inzwischen der Kaffee fertig und Keela war dabei, uns Frühstück zu machen. Anschließend frühstückten wir zusammen. Dabei sagte Keela dann zu mir: „Ich wollte dir noch mal sagen, dass ich das Wochenende wunderschön fand. Gestern war es mit der langen Rückfahrt dann zwar etwas anstrengend, aber wirklich schön. Außerdem weiß ich jetzt, dass in Malibu der Pazifik doch noch etwas wärmer ist, als in Pacifica.“ „Das meiste hast du dir aber selber zu verdanken. Du hast es geschafft, dass der Truck nach LA gekommen ist. Du hast das Motel gebucht und mit Jessy gesprochen.“ „Ohne dich wäre das alles aber nur halb so schön gewesen." Mag sein. Ich hätte aber wahrscheinlich einen Flug gebucht. Das wäre für dich nicht so anstrengend gewesen.“ „Wir waren aber so viel unterwegs, da war es schon besser, ein Auto mitzuhaben.“ „Gut. Da hätte man einen Leihwagen gebraucht.“ „Ich hatte aber das Gefühl, dass es die Leute bei Kenworth schon beeindruckt hat.“ „Kann sein. Da wir aber mit NorCal Kenworth zusammenarbeiten, ist es mir egal, was die bei Inland Kenworth in Montebello von uns halten.“ „So war ich bei deiner ersten Tour aber mit dabei.“ „Wenn wir nach LA geflogen wären, hättest du sogar bei mir mitfahren können.“ „Wenn ich einen Flieger gebucht hätte, hätten wir den Freitag bestimmt verpasst. Du warst ja zu spät.“ „Okay. Du hast gewonnen.“
    Wir frühstückten in Ruhe zu ende, dann packte ich meine restlichen Sachen zusammen. Also auch die Vorräte und was ich sonst noch in der Wohnung hatte. Das brachten wir dann zusammen runter. Kurz vor Neun hatten wir alles unten.

    Ich wollte gerade mit dem Einräumen anfangen, als George auf den Hof kam. Ich machte direkt ein Hallentor auf und George kam herein. „Hallo Boss.“ Sagte er zur Begrüßung. „Sag einfach Marc. Das ist mir lieber. Du könntest vom Alter her mein Vater sein und dann nennst du mich Boss. Das geht gar nicht.“ „Okay. Dann Hallo Marc.“ Jetzt sah er Keela. „Wie halten wir beide das?“ „Du hast mich bisher Keela genannt, so bleibt das auch hier. Hier bin ich zwar deine Chefin, ich bin und bleibe aber auch deine Dispatcherin bei Walmart.“ „Okay.“ Dann sah George den neuen T680. Sein freundliches Lächeln wurde etwas weniger. „Schade. Ich hatte gehofft, ich dürfte jetzt auch so einen schicken Klassiker fahren, wie Marc. Na gut. Dann wird es eben ein T680.“ „Finger weg vom Auto des Chefs.“ Sagte Keela jetzt mit einem frechen Grinsen. „Du glaubst doch nicht, dass du bei uns direkt eine nagelneue Maschine bekommst. Wagen 2 ist der von Marc. Du bekommst den W900.“ George schaute ungläubig von Keela zu mir und wieder zurück. „Ist das wahr?“ „Wenn die Chefin das sagt.“ Antwortete ich ebenfalls mit einem frechen Grinsen. „Ich könnte euch beide umarmen.“ Sagte George strahlend. „So ein W900 ist seit langem ein Traum von mir. Leider hatte ich bisher nur Freightliner. Als City Trucker sogar mit Day Cab.“ „Du darfst von mir aus gerne Keela umarmen. Meins ist das nicht. Da reicht ein Danke.“ „Danke, Marc. Darf ich dich wirklich umarmen?“ fragte er dann Keela. „Wenn du willst.“ Sagte sie lachend. „Ich habe lange kein hübsches Mädchen mehr umarmt.“ Er nahm sie in den Arm und bedankte sich. „Wieso hast du jetzt einen T680 genommen?“ fragte er mich. „Der W900 war auch mein Traumtruck. Inzwischen sehe ich das aber etwas pragmatischer. Mehr Platz im Innenraum und weniger Verbrauch waren die Hauptargumente. Außerdem möchte Walmart keine Klassiker mehr im Fuhrpark. Für unseren W900 gilt aber Bestandsschutz. Wenn du lange was von dem Truck haben willst, dann pflege ihn gut. Wenn der ausgetauscht werden muss, gibt es da leider auch keinen Klassiker mehr.“ „Okay. Das Baby wird behandelt, als wäre es mein eigener.“ „Das erwarte ich auch.“ „Dann räumt ihr beiden erstmal eure Sachen in die Trucks.“ „In Ordnung.“ „Marc, du hast die Pause wann um?“ „Gegen viertel nach Zehn.“ „Okay. Wann kannst du los, George?“ „Sobald ich fertig bin. Ich kann jetzt einräumen und dann können wir.“ „Okay. Ich muss noch eben deinen Arbeitsvertrag fertig machen. Den kann Marc ja dann auch gleich unterschreiben. Dann müssen wir dich noch in unserem ORBCOMM System anlegen. Danny hat dich ja am Freitag bei Walmart aus dem System gelöscht, ich lege dich dann gleich hier wieder neu an.“ „Du machst das schon, Mädchen.“ Sagte George.

    Während Keela dann in unserem Büro verschwand, was ja sowieso mehr ihr, als mein Büro war, zeigte ich George erstmal alles in unserer Halle. Die Sozialräume, die wir beim Bau gleich mit eingeplant hatten, wie Toiletten, Duschen, Umkleideraum. Wir hatten sogar einen kleinen Fahrerraum, wo dann auch abschließbare Fächer waren, wo dann die Schlüssel und Papiere reinsollten, wenn der Truck hier stand. Dann zeigte ich ihm unsere kleine Werkstattecke, wo wir etwas Werkzeug für kleinere Instandsetzungen, wie zum Beispiel Glühlampenwechsel hatten. Außerdem hatten wir da ein Fass mit Motoröl und Kanister mit Frostschutz und so weiter. Ein paar Teile, die leicht kaputt gingen, wie Kühlerschläuche oder Keilriemen hatten wir da auch. Für alles, was größer war, hatten wir ja Wartungsverträge.
    George warf dann auch einen Blick in den hinteren Teil der Halle, wo neben dem Ford und dem Savana auch die beiden Harleys standen. „Netten Fuhrpark habt ihr beiden.“ „Für jeden Bedarf etwas.“ Grinste ich. „Früher habe ich auch mal Motorrad gefahren. Bis meine Exfrau mir das verboten hat. Danach habe ich dann auch nicht wieder angefangen.“ „Das ist der Unterschied. Keela hat mich erst zum Fahren gebracht. Ich habe nur leider zu wenig Zeit dazu.“ „So kann es auch gehen.“

    Wir gingen dann zu unseren Trucks und räumten unsere Sachen ein. Ich musste dann auch noch Sachen erledigen, wie den Kühlschrank und die Mikrowelle einmal saubermachen, bevor ich da zum ersten Mal Lebensmittel reintat. Aber auch George putzte noch ein wenig. „Die Maschine ist zwar sauber, ich gehe trotzdem auf Nummer Sicher.“ Erklärte er. Schließlich hatten wir alles in die Trucks geräumt und auch Keela war inzwischen wieder in die Halle gekommen.
    Sie ging direkt zu Georges Truck. „Mit den Systemen kennst du dich ja aus. Wir haben hier die gleichen Systeme, die wir drüben auch haben. Ich habe eben im Büro bei uns auch noch ein paar Sachen neu angelegt. Die neue Maschine haben wir ja auch erst am Wochenende abgeholt. Jetzt muss ich dich hier noch neu anlegen und noch was im ORBCOMM umstellen, damit die Daten für die Abrechnung auch zu mir ins Büro geschickt werden. Marc hat die Rechnungen für sich ja bisher selbst von unterwegs geschrieben. Das wird er auch weiterhin machen. Damit wir die Rechnungsnummern aber nicht doppelt vergeben, habe ich da ein einfaches Netzwerk angelegt.“ Jetzt war mir klar, warum Keela vorgestern so genau zugeschaut hatte. Sie brauchte die Sachen selber auch hier. „Marc, bei dir muss ich gleich auch noch eine Kleinigkeit ändern, damit beide Trucks im Netzwerk sind.“ „Okay.“ Keela legte dann George Walker bei uns als neuer Fahrer an. Die ORBCOMM Verbindung mit Walmart bestand ja bereits. Anschließend kam sie zu mir und stellte im ORBCOMM dann bei mir auch noch die letzten Kleinigkeiten richtig ein.
    Nachdem da alles in Ordnung war, gingen wir drei noch ins Büro. Hier unterschrieben wir den Arbeitsvertrag mit George. Die Konditionen hatte er bereits beim letzten Gespräch mit Keela besprochen. Dabei blieb sie in dem Rahmen, den wir vorher abgesprochen hatten. Außerdem gaben wir George noch einen Schlüssel für unsere Halle. Mit dem kam er in die Bereiche, in die er durfte und die ich ihm vorhin gezeigt hatte. Für unsere Privatbereiche hatten wir andere Schlüssel unserer Schließanlage.
    Nachdem das alles erledigt war, hießen wir George noch mal offiziell bei M.M. Trucking willkommen. Danach begannen wir beiden mit der PTI unserer Maschinen. Die gemeinsame Zukunft konnte nun beginnen.
    Schöne Grüße aus dem Sauerland

    672 mal gelesen

Kommentare 28

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    alaskabaer01 -

    Klasse Story mit schönen Bildern.

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    Tomlaker -

    Ein wirklich schön zu lesender Tagebucheintrag mit vielen interessanten Informationen. Dein T680 gefällt mir sehr gut in seiner Schlichtheit ohne Sonnenblende und anderem Blingbling. Ich nehme mal an, dass eine Paccar-MAschine drin sitzt. Make miles and money. Ich freue mich auf die kommenden Touren.

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      Sauerlaender -

      Wie auch irgendwo im Tagebuch steht, hat der Neue den Paccar MX 13 in der 510 PS Version. In der SCS Version ist nicht mehr der aktuelle Cummins verfügbar, sondern der Vorgänger. Ein Grund mehr den Paccar zu nehmen.

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    infinity -

    Auch hier wieder schön zu lesen. Ich fahre den T680 ja auch in meinem ATS-Profil... wäre durchaus ein Fahrzeug was mir auch in real gefallen könnte. Viel Spaß bei den kommenden Touren und auf eine stets freche, gut gelaunte Keela ;)

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      Sauerlaender -

      Vielen Dank. ;) Persönlich gefallen mir Freightliner Cascadia und der aktuelle Volvo VNL optisch eigentlich besser. Ich möchte aber auch nicht Gefahr laufen, mir ein weiteres Tagebuch durch den Einsatz von (zu) vielen Mods zu zerschießen. So ziemlich alles, was ich aktuell im Modordner habe, kann ich irgendwie entbehren. (Bei den Realen Firmen wäre es ohne Walmart zwar sehr blöd, könnte man aber zur Not auch noch Storytechnisch hinbekommen) Wenn es sein müsste, könnte ich sogar ohne Map Mods weitermachen, indem ich nur noch maximal Mittelstrecke fahre. ;) Daher werden in diesem Tagebuch auch keine Fahrzeuge bei mir im Fuhrpark auftauchen, die aus Mods stammen. (Ausnahme bleibt der Ford Raptor. Sollte der irgendwann nicht mehr funzen, gibt es eben keine Bilder vom Privatwagen mehr)

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      infinity -

      Die selbe Vorgehensweise wie bei mir - den Alfa von Sandra kann ich seit 1.31 nicht mehr nutzen. Die Tour auf der Turkey-Map die aktuell abfahre geht auch nur noch durch zurückpatchen. Meinen Chereau-Trailer für die Zukunft muss ich auch mal gucke was daraus wird. Zur Not kommt da dann was neues aus meiner Hamburger Niederlassung :D Und mit der Langstrecke im ATS... ich glaube da wird SCS auch noch die ein oder andere Erweiterung bringen und die Mapper über kurz oder lang für Update sorgen. Canadream ist ja so weit ich weiß schon in Arbeit.

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      Sauerlaender -

      Die Canadream kam ja schon als Beta. Auf die C2C hoffe ich auch noch. Die Staaten im Südosten, die schon bearbeitet wurden, gefallen mir ja auch schon sehr gut. Besser, als das, was am Anfang da war. Außerdem glaube ich auch nicht, dass SCS jetzt über 45 Jahre hinweg nur einen Staat pro Jahr neu raus bringt. :D

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    loddi51 -

    Wieder klasse geschrieben Sauerlaender.

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    elwime -

    Schöne Geschichte, schöne Zugmaschine und jetzt geht es weiter mit dem Alltag.

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      Sauerlaender -

      Danke. Bei der Maschine war das dann auch mein erster komplett selbst erstellter Skin. Schön, wenn der gefällt.

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      TurboStar -

      Dann sei gewarnt. Wenn der Anfang erst mal gemacht ist, steigen die Ansprüche. Erst habe ich nur die Vision-Lackierung von SCS mit einer Adresse versehen, dann kamen die UK-Paintjobs, deren bisheriger Gipfel der Ohaha-Volvo "Celtic Legend" gewesen sein dürfte, der ja leider nicht mehr supportet wird. Da habe ich aber auch 3 oder 4 Tage meines damaligen Weihnachtsurlaubs dran gesessen. Und wenn ich da an so Meisterwerke wie z.B. die von Gordon Gekko denke, will ich den Arbeitsaufwand ehrlich gesagt gar nicht wissen. Dass der Peterbilt von Brandon einen Download-Skin hat, ist mir ja fast schon peinlich :(

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      Sauerlaender -

      Wie ja auch schon am Rande erwähnt wurde, spiele ich immer noch mit dem Gedanken, einen Surfer Skin zu erstellen. Vorbild dazu wäre der SCS Skin, den es für den Pete 389 im Game gibt. Da ich aber jetzt gerade erst den zweiten Truck gekauft habe, ist ja noch Zeit. ;)

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    Werner 1960 -

    Toll und sehr ausführlich geschrieben.

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    TurboStar -

    Tolles Kapitel. Geht ja wie am Fließband bei Dir.

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      Sauerlaender -

      Ich hatte die 46 schon fertig auf der Platte. Da musste ich aber noch was abwarten, ob dann auch alles wie geplant passte. Daher gab es dann diese Woche mal zwei Kapitel.

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    Morpheus1202 -

    Super Kapitel. Auf in eine gloreiche Zukunft.