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Kapitel 26 – Why do all good things come to an end

  • Im Mai fuhr ich erst einmal weiter nach dem alten Vertrag. Und zum Monatsende fiel die Entscheidung, wie ich weitermachen wollte. Die Änderung sollte dann ab Juli greifen, wobei ich die Woche um Independence Day „schwänzen“ wollte. Ich hatte im Mai meistens Zweiwochenschichten. An den Wochenenden war mal in Detroit und ging Exploren, mal eher sportlich auf Inlinern unterwegs in Savannah und mal faul am Strand in Tampa.

    Ab 01.06. tauchten natürlich neue Namenskürzel von Disponenten in Isotrak auf, weil ich nicht mehr von Brian und dem Team, das er ab dem Tag leitete, disponiert wurde. Stattdessen kamen meine Einsätze von einer Vielzahl nicht fest den Fahrern zugeordneten Disponenten, die neben den Level 3 Subunternehmern die Frachtbörsen und eben die auslaufenden, nicht direkt in Level 2 umgeschriebenen Subs betreuten. Wenn denn welche kamen, denn diese Leute gaben sich nicht allzu viel Mühe, mich auszulasten. Außerdem kamen die Aufträge nicht mehr aus Erie sondern aus Boston.
    Weitere kleine Änderungen ergaben sich am Rande, nachdem an dem Tag auch die neue Isotrak-Version aktiv geschaltet wurde. Die war aber zu meiner abwärtskompatibel, also konnte ich weiter mit der vorhandenen arbeiten. Auffällig und von Isotrak selbst für alle noch lauffähigen Versionen vorgegeben war, dass Coastline und Costco jetzt nicht mehr COS und CST als Codes hatten, was ständig zu Verwirrung geführt hatte. Die neuen Codes waren COL und CSC, was wesentlich eindeutiger war. Auch nicht mit eigenem Code erfasste Kunden hatten nicht mehr VAR sondern das deutlich auffälliger als „Sonstige“ erkennbare XYZ als Code.
    Seitens Caterpillar war von Zulassungskennzeichen auf Trailernummern umgestellt worden. Das machte sich im Alltag schnell lästig bemerkbar, weil die Nummern klein an den Trailerrahmen angeschrieben wurden und schon nach drei Wochen verdreckt und kaum noch lesbar waren. Gerade wenn man ein Brot- und Buttermodell transportieren sollte, was das lästig. Exotischere Modelle wie ein D7E Bulldozer oder 966M Radlader standen meistens nicht so zahlreich herum und fielen auf. Aber die Suche nach dem richtigen 420F2 Backhoe oder 315F Raupenbagger in großen Stützpunkten konnte an den Nerven zerren, wenn da der verantwortliche Kollege ein Bisschen verpeilt war oder jemand kurzfristig als Vertretung einspringen musste und nicht den Überblick hatte.
    Eine Erleichterung dagegen war, dass sie mal dem sinkenden Leergewicht von Trucks und Trailern bei verbesserter Tragfähigkeit von Reifen Rechnung trugen und daher die Deklarierung des 962M Radladers als Überlast zurücknahmen. Damit durften die jetzt ohne Ärger mit der Versicherung schneller als 55 mph transportiert werden. Dass man mit dem 962M unter 80.000 lbs. bleiben konnte, hatte ich kürzlich ja schon festgestellt.

    An einem freien Wochenende kaufte ich mir für den in der ersten Juliwoche geplanten Urlaub einen Pickup-Camper, den ich auf die Ladefläche meines Silverado aufsetzen konnte. Außer der Tatsache, dass ich ein im Alltag sehr gut nutzbares Fahrzeug hatte, das so zum Camper wurde, hatte ich auch am Ziel Flexibilität.

    camper-at-resurrection-bay-n1.jpg

    Ich konnte den Camper absatteln und einfach auf dem Campingplatz lassen - mit Vorzelt, an die Kette gelegtem Grill, Tisch und Stuhl sowie dem Abwasch auf der Ablauffläche, aber mit dem Pickup herumfahren. Mit einem Motorhome oder Campervan musste man immer alles zusammenräumen und den Schrankinhalt für die Fahrt sichern, wenn man einkaufen oder einen Ausflug machen wollte. Weil unter dem Heck eine Deichselverlängerung war, würde ich später auch noch einen Anhänger ziehen können, was ja auch Teil des Plans war. Und so brach dann die letzte Woche unter dem von Joseph Ferguson und seiner Firma JF Trucking übernommenen Vertrag mit CAT an.


    Montag, 25.06.2018

    PICKUP: PAPHL-XYZ
    DESTIN: NCRAL-COL
    TRAILER: 6932
    LOAD: D6T
    WEIGHT: 49,792
    REMARKS: OVERSIZE OVERWEIGHT
    DISPATCH: MABOS-CAT-CHS

    Das war ein alter Bekannter, nämlich laut Rahmennummer der Bulldozer, den ich vor anderthalb Monaten hier her gebracht hatte. Er stand nun aber nicht mehr in Manayunk sondern in Feltonville, wo alte Industrieanlagen neuen Einkaufszentren weichen mussten.

    Mein üblicher Mittagsstopp auf dem Weg in den Süden war der Flying J Truck Stop in Emporia (VA). Hier gab es gute Südstaatenküche und von der Fahrzeit je nach Ladestelle zwischen 5:30 und 6:30 Stunden Lenkzeit von zu Hause weg.

    Auf dem Weg befürchtete ich mal eine Zeit lang, dass Regen einsetzen könnte. Aber am Ende klarte es doch wieder auf und so konnte ich zusammen mit einem Außendienstmitarbeiter von CAT und dem Vorarbeiter von Coastline die Abnahme im Trockenen durchführen.




    Als nächstes bewiesen die Granaten bei CAT in der „Resteverwertungs-Dispatch“ mal wieder, dass ihnen egal wurde, was ich transportierte, sobald mein Monatspensum erfüllt war. Und das war es für Juni mittlerweile.

    PICKUP: NCRAL
    REMARKS: NO ORDERS
    DISPATCH: MABOS-CAT-ANB


    Einzige Möglichkeit außerhalb von Frachtbörsen war diese Woche Ralph, der bei Costco noch Aufträge unter der Hand abgeben konnte und passend Schicht hatte. Also rief ich ihn an und bekam auch eine Ladung Fernsehgeräte von Raleigh (NC) nach Huntsville (AL).
    Sie waren für die Großstadt Aberdeen in Schottland bestimmt. Großbritannien war eins der wenigen Länder in denen Costco eigene Läden außerhalb der USA und Kanada betrieb. Irgendein Kleinhirn hatte es aber geschafft, sie in die verschlafene Kleinstadt Aberdeen (NC) in die USA zu schicken. Eigentlich sollten sie ab heute bei den Briten im Angebot sein, kurzfristig hatten sie dort welche aus anderen Märkten zusammengezogen. Die fehlgeleiteten mussten nun aber per Luftfracht rüber, damit zum Ende der Woche noch genug vorrätig waren. Ersatz war bei diesem Modell nicht so einfach zu bekommen und in der EU gab es wohl Gesetze, dass man Angebotsware auch in ausreichender Menge auf Lager haben musste, wenn man keine Strafen kassieren wollte. In der Haut der Person, die das verbockt hatte, wollte ich nicht stecken.




    Die Tagesfahrzeit endete am Pilot Truck Stop in Conover (NC). Das bedeutete, ich hatte den vollen Truckerluxus mit Dusche und guter Küche zu fairen Preisen.


    Dienstag, 26.06.2018

    Kaum konnte ich wieder fahren, ohne 11 Stunden Lenkzeit in 24 Stunden zu überschreiten, war ich auch wieder unterwegs. Zwischen Asheville und Knoxville überquerte die I-40 den Appalachen-Hauptkamm, trotz der Eile konnte ich ein paar Ausblicke auf die tolle Landschaft genießen.




    Eher auf den Mond schießen wollte ich dann den Fahrer eines Ford SUV, der ohne in den Spiegel zu schauen die Spur wechselte. Nur weil sich bei mir der Retarder automatisch zuschaltete und ich die Motorbremse mit aktivierte, konnte ich einen Auffahrunfall verhindern. Als er, freundlich per LKW-Hupe darauf hingewiesen, seinen Fehler bemerkte und wieder zurückzog auf die Mittelspur wäre es mit weniger Bremskraft oder einer schwereren Ladung meinerseits schon zu spät gewesen.




    In Lebanon (TN) musste ich dann Pause machen. Nach den großzügigen Mahlzeiten bisher in dieser Woche beschränkte ich es auf ein Sandwich aus meinem Vorrat im Truck. Auch der Truck bekam eine großzügige Mahlzeit an der Zapfsäule.

    Apropos „auf den Mond schießen“, wieder einmal passte es nicht, die Rakete am Elkmont Alabama Welcome Center anzuschauen. Ein nicht ganz so hoch fliegendes Gerät war aber gerade wichtiger, nämlich die McDonnell Douglas MD11F, die meine Fracht ins richtige Aberdeen bringen sollte.




    Ich hatte nicht ernsthaft damit gerechnet, dass die Vögel aus der Level 3 Dispo noch mal was mit mir vorhatten. Und richtig. Wahrscheinlich hatten die eine Anweisung von ganz oben, Verträge wie meinen so unattraktiv wie möglich zu machen, um die Leute zu einer schnellen Entscheidung über die zukünftige Einstufung zu drängen. Brian hatte ja auch schon mal so was angedeutet. Aber ich hatte mich ja sowieso entschieden.

    PICKUP: ALHUN
    REMARKS: NO ORDERS
    DISPATCH: MABOS-CAT-MOK


    Es blieb mir also nur der Blick auf den Markt und hier wurde ich schon in Isotrak fündig.

    PICKUP: ALHUN-DOL
    DESTIN: OHCOL-JDE
    TRAILER: 8099
    LOAD: H110
    WEIGHT: 29.000
    EXPIRES: WE:13:48
    DISPATCH: NYNYC-JDE-MIH

    Die Farm war im Norden der Stadt in einem sehr ländlichen Gebiet. Ich holte den Traktor ab und nutzte noch eine Stunde Fahrzeit, um über die US-72 aus dem Ballungsraum an die I-65 zu fahren.




    An der Auffahrt war ein Truckstop. Hier parkte fast gleichzeitig ein Kenworth T800 ein, der mit CAT-Look scheinbar schon auf dem neuen Level 2 angekommen war. Zu meiner Überraschung sprach er mich an:
    „Bist Du Vollzeit-Subunternehmer für John Deere?“ „Nein, Teilzeit für Caterpillar auf einem alten Vertrag. Mein Monatspensum ist voll und ich fahre im freien Markt.“ „Ach so. Dache ich könnte mal einen John Deere Sub ausfragen. Aber sei froh! Und mach bloß kein Level 2!“ „Warum nicht?“ Das könnte noch interessant werden, auch wenn ich mich sowieso schon entschieden hatte, welchen Level ich nehmen wollte.
    „Weil es keinen Spaß mehr macht. Man steht da jetzt unter ständiger Beobachtung. Wenn Du nach dem Tanken noch mal einen Kaffee trinkst, dann meldet sich Dein Dispatch bald mit so Sprüchen wie „Wenn Du weniger Kaffee trinken würdest, müsstest Du auch weniger pinkeln!“ Na ja. Dass etwas mehr Wert auf Effizienz gelegt wurde, war ja zu erwarten. Es war bisher sehr entspannt gewesen, zumindest in Erie.
    Ich warf einen flüchtigen Blick auf sein Kennzeichen. Delaware lag zwar direkt vor meiner Haustür, aber meines Wissens nicht in meiner Region.
    „Welches Center teilt Dich denn ein?“ „South Atlantic, Columbia. Du bist jetzt Boston, oder?“ “Ja.”
    Sein bisheriger Vertrag war von meinem nicht so verschieden gewesen.
    „Müsste ich noch mal wählen, dann würde ich auf jeden Fall Level 3 machen! Jetzt sind die Aufträge auch viel dichter gepackt, außer sie haben nichts. Dann wartest Du ewig, ob sie was passendes rein kriegen und fährst am Ende doch einen mies bezahlten Auftrag für Walmart, Costco oder Best Buy.“

    Ich aß dann lieber alleine, ging Duschen, sah mir noch ein paar Videos auf Youtube an und legte mich schlafen.


    Mittwoch, 27.06.2018

    Der Wecker klingelte gegen 4 Uhr. Ich zog mich an, machte mich im Truck Stop frisch, ging frühstücken und machte im Regen die PTI. Um 4:58 Ortszeit fuhr ich wieder los. In der Morgendämmerung grüßte mal wieder die Rakete im Vorbeifahren.

    Ich legte mal wieder eine knallharte Schicht ein und fuhr über 6 Stunden am Stück. Bei Indianapolis war ich schon auf die I-70 gewechselt und schließlich fuhr ich gegen 1 PM Ortszeit, was inzwischen auch wieder deckungsgleich zur Logzeit war, auf die Greenfield Rest Area (IN). Ich verzichtete auf das Automatenfutter und machte mir ein Sandwich aus meinem Vorrat.

    Nach 34 Minuten ging es weiter in Richtung Osten und um 4:20 PM war ich in Columbus. Wie schon fast zu erwarten war, durfte ich mir wieder selbst einen Auftrag suchen.

    PICKUP: OHCOL
    REMARKS: NO ORDERS
    DISPATCH: MABOS-CAT-PHA

    Den bekam ich aus einer Frachtbörse. Dole wollte ein „kolumbianisches“ Double mit Tiefkühlgerichten, nämlich von Columbus (OH) nach Columbia (SC) transportiert haben. Nachdem ich die Trailer geholt und aufgesattelt hatte, fuhr ich noch für knapp eine Stunde.
    Das Tagesziel war der Flying J Truck Stop in Kirkersville (OH). Weil ich dem Braten gerade bei STAA-Doubles nicht so recht traute, fuhr ich vorm Tanken lieber mal über die Waage.




    Bei 77.920 lbs hatte ich aber Luft für 280 Gallonen. Da die Tanks nur 220 groß waren, konnte ich also volltanken. Dann stellte ich den Zug ab, ging duschen und essen.


    Donnerstag, 28.06.2018

    Und wieder wurde ich bei der PTI nass. Zuvor hatte ich wieder gefrühstückt. Meine Nerven wurden von einem Dodge Ram 3500 strapaziert, der beharrlich mit 60 Meilen auf der linken Spur schlich, damit aber leider immer noch so viel schneller war, dass er noch gerade so erkennbar maximal 5 mph langsamere Fahrzeuge überholte.

    Bevor die große Zeit der Mittagspausen anfing, steuerte ich gegen 11:30 AM den Loves Travel Stop in Lambsburg (VA) an. Da mein vakuumiertes Grillfleisch weg musste, das ich normalerweise dabei hatte, falls ich mal wieder auf einer Rest Area oder sogar einem Parkplatz komplett ohne Infrastruktur übernachten musste, packte ich also den Grill aus und legte die stattliche Scheibe Jungbulle über die Flamme.
    Dass man Steaks nicht totgrillen musste, hatte ich lustigerweise in Deutschland gelernt, obwohl Deutschland innerhalb Europas auch eher den Ruf von zu lange gegrillten Steaks hatte. Aber Christians Vater hatte mich während dem Schüleraustausch auf den Geschmack von Medium Rare gebracht. Meine verzweifelten Versuche, das hier in einem Diner zu bestellen, legten den Schluss nahe, dass es in den USA verboten war, nicht ausreichend gegartes Fleisch zu verkaufen. Aber auf meinem Grill konnte ich machen was ich wollte. Zum Steak gab es eine Cola und Weißbrot.
    Nebenbei las ich im Truckerforum und musste feststellen, dass ich zumindest eine Sache bei meinem Truck richtig gemacht hatte. Ursprünglich hatte ich ja mal an einen Kenworth W900 gedacht. Ein Trucker aus Deutschland namens Mirko, der in meiner alten Heimatstadt San Diego einen W900 und die Owner-Operator-Lizenz von seinem Onkel geerbt hatte und nun im Südwesten vor allem auf der Straße unterwegs war, half beim Projekt Big Sur mit.
    Dass ein 6x2 dabei nicht optimal war, konnte man noch vernachlässigen, denn der Truck war ja ursprünglich für Highway vorgesehen. Die Marine-Tarnfleck-Lackierung war meinetwegen Geschmackssache. Aber unausweichlicher Fakt war, dass er zu Recht feststellte, dass die Baustellen für diesen Truck viel zu eng waren. Er war bei gleicher Sleeperlänge insgesamt länger als mein Peterbilt 579 und durch die vorne sitzende Achse auch noch vom Radstand.




    Schließlich dauerte die Pause dann auch länger als die vorgeschriebenen 30 Minuten. Anschließend musste ich noch knapp dreieinhalb Stunden fahren, bevor ich bei Costco in Columbia ankam. Fast wollte ich schon direkt in die Frachtbörse, aber dann piepte Isotrak doch noch, als ich die Fertigmeldung drückte. Man hatte mal wieder was mit mir vor und es ging sogar in den Grenzbereich, es noch nach Hause schaffen zu können.

    PICKUP: SCCOL-CAT
    DESTIN: NYNYC-CAT-WS
    TRAILER: 3045
    LOAD: CB66B
    WEIGHT: 32,354
    DISPATCH: MABOS-CAT-ANB

    Ich holte also die Walze ab und fuhr noch die verbleibenden 2 Stunden. Auf dem Flying J in Latta (SC) machte ich Feierabend, es waren auch nur noch 8 Minuten auf der Uhr. Für diese Woche ein neuer Rekord, die anderen Tage hatte ich zwischen 14 und 38 Minuten Reserve beendet.
    Auf dem Truck Stop spulte ich das übliche Programm ab, ging duschen und Abendessen. Aufgrund des reichhaltigen Mittagessens gab es allerdings nur einen gemischten Salat mit Putenbruststreifen.


    Freitag, 29.06.2018

    Da ich am Vortag die Fahrzeit voll ausgereizt hatte, konnte ich nur die besagten 8 Minuten früher los. Effektiv ergab das also elfeinhalb Stunden Nachtruhe. Es war zwar schon recht hell, aber die Sonne war noch nicht aufgegangen, als ich losfuhr. Das tat sie in der Nähe von Fayetteville (NC). Der letzte Sonnenaufgang unter diesem Vertrag.




    Es war eine relativ kurze Einheit, denn ich hatte gestern Abend wegen der knappen Zeit nicht getankt und heute Morgen wegen einigem Andrang nicht an die Tankstelle fahren wollen. Also musste ich in Emporia (VA) am Flying J wieder runter. Ich beschloss, hier gleich eine längere Pause einzulegen. Dann konnte ich bis New York durchfahren.

    Meine Vorräte gingen aufs Ende zu, also wollte ich einen Snack im Rasthaus kaufen. Ein paar Plätze neben mir parkte ein anderer Peterbilt 579 ein. Viel zu tun dürfte der nicht haben mit seiner Ladung.




    „Hallo. So käme man gut die Berge rauf, wenn es hier welche geben würde?“ „Mir wäre Deine Walze lieber. Wenn Du CAT Sub mit Vertrag bist und noch nicht den gleichen Fehler gemacht hast wie ich, dann kauf Dir lieber einen Eimer gelben Lack und mach Level 2!“ Da hatte ich schon was anderes gehört diese Woche. „Warum? Was ist denn so schlecht an Level 3?“ „Dass Du sehen musst, wo Du bleibst. Die guten Aufträge gehen alle an die eigenen Fahrer oder die Level 2 Subs. Auf Level 3 bekommst Du nur noch das, was beim Büro ausfegen auftaucht. Und viel mehr als Dein Sollpensum schaffst Du auch nicht mehr. Ich habe mittlerweile einen zweiten, zu CAT Level 3 vergleichbaren Vertrag mit John Deere und bin Walmart C-Sub, damit ich genug Frachtmeilen zusammen kriege.“ Mir schien, wenn ich in anderthalb Wochen wieder startete, müsste ich meine eigenen Schlüsse ziehen. Oder ich hatte wirklich eine Wahl getroffen bei einer Entscheidung, die auf jeden Fall falsch sein musste.

    Nach der Pause wollte ich aber erst mal den letzten Auftrag mit diesem Vertrag zu Ende bringen. Also fuhr ich weiter nach Norden und verließ in Wilmington erst mal den Heimweg und die I-95, um auf dem I-295 meine Heimatstadt zu umfahren.

    Um 3:34 PM war das dann auch erledigt und die Walze stand in New York in der Hauptwerkstatt. Nun blieb mir noch 1:26 Stunden zu fahren, aber ich hatte keine Lust, noch mal draußen zu schlafen, wenn ich quasi das Comcast Technology Center sehen konnte. Also fuhr ich auf dem Heimweg die Molly Pitcher Service Area an und wechselte auf Off Duty. So war es noch mal 1:20 Stunden nach Hause – und ich musste den Truck dann morgen oder Montag zur Werkstatt bringen, denn auf Off Duty durfte ich nur private Fahrten wie Einkauf am Außenwochenende oder jetzt den Heimweg bestreiten. Die Statistik gab es aber schon heute, mit sehr erfreulichen Verbrauchswerten, die ich wohl zwei Box-Gespannen verdankte. Und dabei war ich sogar außergewöhnlich schnell unterwegs gewesen. Allerdings die Fahrten mit den Baumaschinen auch sehr gleichmäßig gewesen.

    WEEK DRIVE: 53:08
    WEEK WORK: 56:41
    WEEK START: MO:06:55 AM
    WEEK END: FR:05:02 PM
    WEEK FRAME: 4D:10H:07M
    WEEK MILES: 3,288
    WEEK FUEL ECO: 6.2
    WEEK AVG SPEED: 61.9 MPH
    WEEK PAYLOAD: 181,646 LB

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