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Kapitel 25 – Neue eiserne Besen kehren gut und rau

  • Samstag, 28.04.2018

    Auch wenn es ein strammer Zeitplan war, fuhr ich von meinem Büro nach Hause, machte nur schnell eine Maschine Wäsche fertig und ging zur SEPTA-Station in Melrose Park. Heute war mal wieder Billard mit dem großen Freundeskreis angesetzt. Und nicht nur ich war zu Hause und konnte dabei sein. Auch die Schichtarbeiter hatten Glück. Weder Ralph noch Lenny hatte Bereitschaft und Caleb hatte heute Frühschicht gehabt und ging auf morgen in die Spätschicht. Entsprechend gut war die Laune und je später der Abend umso mehr nahmen Corona, Budweiser und Konsorten Einfluss auf die Spielgenauigkeit, was aber die Laune nur noch mehr verbesserte.


    Sonntag, 29.04.2018

    Diesen freien Tag verbrachte ich dann mit meinem am wenigsten benutzten Fahrzeug, der Yamaha MT-03. Auch dieses Hobby landete inzwischen via GoPro und Helmhalterung in der digitalen Welt und am Ende auf dem „Streetclimber Malik“ Channel. Die Tour führte erst einmal aus Philadelphia raus und über die mautfreie PA-309 und ein Stück I-78 bis hinter Allentown, dann nahm ich die PA-145, die später zur PA-248 wurde, durchs Lehigh Valley.
    In Lehighton machte ich eine Pause in einem Diner und wechselte danach ich auf nummernlose Straßen mit in dieser Gegend für Fahrer von wendigen Motorrädern wie meinem so wohlklingenden Namen wie Blue Mountain Road, Ashfield Road, Old Packhouse Road, Baldy Hill Road und Forgedale Road. Die beiden ersten, die ineinander übergingen, erwiesen sich zwar als Schotterpisten, aber der bei eher niedrigen Umdrehungen schon durchzugsstarke Einzylinder verlieh der Maschine zumindest das auf losem Untergrund gutmütige Ansprechverhalten einer Enduro und half trotz Straßenbereifung zu einem beherrschbaren Fahrverhalten. Ich traute mich sogar, in manchen Kurven mal das Hinterrad absichtlich für einen Drift loszubrechen.
    Als die Forgedale Road in Bally endete, merkte ich, wie viel Zeit ich bei dieser Tour verbracht hatte, auch weil ich an ein paar Stellen einfach angehalten hatte und ein paar Minuten die Landschaft hatte auf mich wirken lassen. Also stellte ich mein Motorradnavi auf die Heimanschrift und fuhr über die zwar vom elektronischen Heimfinder als beste Strecke ausgesuchten, aber dennoch sehr ländlichen und verkehrsarmen Hill Road und PA-63 zurück zur PA-309.


    Montag, 30.04.2018

    Knapp 38 Stunden nachdem ich meine Wohnungstür aufgeschlossen hatte, stieg ich wieder in meinen Silverado und fuhr zur Halle. Bevor ich die PTI machte, rief ich die Tagebefehle ab. Es gab mal wieder einen neuen Code zu lernen und es ging mal wieder nach Kanada.

    PICKUP: NYNYC-CAT-WS
    DESTIN: ONIRQ-CAT
    TRAILER: NY-BR84623
    LOAD: 420F2
    WEIGHT: 24,251
    DISPATCH: PAERI-CAT-BRW

    Erst einmal musste ich nachsehen, wo in Ontario ich da genau hin sollte. Iroquois Falls war auf jeden Fall ein neuer Rekord in Richtung Norden, auch wenn 49° Nord für Kanada eher südlich war, verlief auf diesem Breitengrad doch westlich der Großen Seen die Grenze zwischen USA und Kanada.
    Erst mal ging es aber Bobtail nur ein Stück nach Norden, nämlich zum Caterpillar Workshop nach New York City. Unterwegs setzte Regen ein und so wurde ich bei Abnahme des Backhoe Loaders und dem Weg zum Büro nass.




    Natürlich war ich gerade erst wieder von Staten Island runter, als dann der Regen wieder aufhörte. So konnte ich wenigstens bei der Pause auf dem Liberty Travel Plaza Hickory Run (PA) die Sonne genießen. Anstatt mich ins Diner zu setzen, ging ich lieber mit einem Sandwich aus meinem Vorrat auf dem Randstreifen um die Parkplätze spazieren.
    Dennoch ging es nach genau 30 Minuten weiter bis zur Thousand Islands Border Control. Nach 22 Minuten war die Grenzabfertigung erledigt und ich fuhr wieder mal nach Kanada rein. Leider war Kanada für eine Sache zumindest hier im Osten nicht berühmt – Truck Stops und Rest Areas. Rund um Ottawa gab es keine einzige Möglichkeit, um eine reguläre Übernachtung mit dem Truck zu machen. Also fuhr ich auf einen Pendlerparkplatz für Fahrgemeinschaften und machte dort Pause.


    Dienstag, 01.05.2018

    Der Abliefertermin war sehr großzügig, also schlief ich so lange aus, bis es dann durch die Pendler langsam laut wurde. Erst mal gab es Mini-Wheats und kurz nach 7 AM machte ich meine PTI und war eine Viertelstunde später wieder unterwegs.

    Leider hatte ich gestern in den USA vergessen, mal auf die Tankanzeige zu schauen. Deshalb durfte sich dann PetroCanada in der Mittagspause über einige Dollar für das kanadatypisch teure Diesel freuen. Trotz einer Baustelle kam ich dann am Nachmittag in Iroquois Falls an und musste noch einen Kollegen mit einem gewöhnungsbedürftig lackierten Kenworth T600 an der Ampel vorlassen, der auch zu Caterpillar wollte.




    Zu meinem Glück gab es genug Leute mit Abnahmeberechtigung, um beide Gerätschaften gleichzeitig abzunehmen. Zu meinem Pech nützte es nichts.

    PICKUP: ONIRQ
    REMARKS: NO ORDERS
    DISPATCH: PAERI-CAT-BRW


    Ich telefonierte also mal wieder mit Lenny, bei Ralph versuchen musste ich es nicht, denn der hatte gerade keine Schicht. Allerdings konnte Lenny mir inzwischen nicht mehr helfen, denn seit heute galten auch bei Walmart einige Änderungen. Und eine davon war, dass er mir nicht mehr einfach so Aufträge zuschieben konnte. Dazu müsste ich erst einmal einen Status als sogenannter C-Subunternehmer erwerben, die nur gelegentlich mal ohne festen Vertrag für Walmart fuhren. Dann könnte ich über den offiziellen Weg gehen, der zwar für mich über das Büro in Philadelphia, aber nicht über seinen Schreibtisch führen würde.
    Er war Mitglied eines Dreierteams, das in Pennsylvania ansässige eigene Fahrer, komplett an Walmart gebundene A-Subunternehmer und den Teil der nicht exklusiv gebundenen B-Subunternehmer einteilte, der sich dafür entschieden hatte, von Walmart disponiert zu werden, was so ungefähr meinem derzeitigen Status bei CAT entsprach.
    Für Fälle wie mich gab es inzwischen nur noch diejenigen Mitarbeiter, die für die Vergabe von Aufträgen an die übrigen B- und die C-Subunternehmer sowie die Einstellung von nicht zu vergebenden Aufträgen in Frachtbörsen zuständig waren.
    Also blieb mir nur der Weg in eine dieser Frachtbörsen, wo sich dann trotzdem für Walmart gedacht eine Ladung Joghurt in einem Double-Pup fand, die im Auftrag von Kraft Foods nach Milwaukee (WI) wollte. Auch der Kollege mit dem pastellroten T600 schien entweder erst gar kein stark an CAT gebundener Unternehmer zu sein oder er hatte sich auch auf dem freien Markt einen landwirtschaftlichen Transport suchen müssen. Jedenfalls kam er mit Heuballen aus der Gegenrichtung zur Hauptstraße.




    Auch heute machte sich wieder die schlechte Versorgung Kanadas mit Truckstops bemerkbar. Am Ende steuerte ich in meiner Not den Parkplatz eines Ladens am White Birch Outpost in Timmins, ON an. Pikanterweise gab es hier auch einen LCBO, also eine lizensierte Verkaufsstelle für Spirituosen. Wenn das ein Mounty sah, hatte ich morgen eine Verkehrskontrolle gewonnen.
    Ich ging in den regulären Laden, wo es neben Anglerbedarf auch beinahe alles andere gab und kaufte einige Dinge für meinen Vorrat. Beim Bezahlen fragte ich, ob ich die Nacht hier stehen bleiben könnte. Das war kein Problem und ich bekam einen Schlüssel für die Toilette. So hatte ich zwar keine Dusche zur Verfügung, aber wenigstens ein Waschbecken in einer sehr sauberen Toilette, so dass ich mich gründlich waschen konnte, nachdem die letzte Nacht mal wieder ein Fall für die Sprühdose gewesen war.


    Mittwoch, 02.05.2018

    Im Laden gab es auch einen kleinen Imbiss, wo ich mir zum Frühstück ein Brötchen mit einer dicken Scheibe gebackenem Speck, Rührei und ein Glas Orangensaft gönnte. Cathy, die Inhaberin bereitete das Frühstück frisch zu. Ich wunderte mich zwar ein Bisschen, dass es hier so einen Service gab, aber die Nebenstraße führte zu einem See, wo es viele Ferienhäuser gab und während ich frühstückte, kamen zweimal ältere Ehepaare, die ihre Schlüssel hier abgaben und dann auch ein Frühstück bestellten.

    Um die Mittagszeit kam ich an der US-Grenze in Sault Sante Marie an. Natürlich musste ich erst einmal nach der Anmeldung länger warten. Milchprodukte, Eier und Frischfleisch waren immer so eine Sache für sich an der Grenze. Alleine die Papiere dauerten da eine Weile. Wenigstens hatte ich, als ich nach 1:13 Stunden vorrücken durfte zum Kontrollplatz, eine vollständige Pause im Log.
    Leider nahmen sie es heute mal ganz genau. Ein Zollbeamter in dicker Jacke bedeutete im Sommer nichts Gutes. Nach weiteren 1:02 Stunden war die Ladung auf beiden Trailern einer sehr ausführlichen Stichprobenkontrolle unterzogen und der Zollbeamte überzeugt, dass nur Joghurt geladen war, die Menge stimmte und das Haltbarkeitsdatum den Mindestanforderungen für den Import entsprach. Ich vermutete den sich zuspitzenden Handelskrieg der USA mit Kanada und anderen Staaten dahinter.

    Nun blieben mir noch knapp 5 Stunden Fahrzeit. Das Wetter hatte sich in der langen Zeit leider verschlechtert. Es regnete in Strömen, als ich endlich wieder in mein Heimatland rein durfte und nach relativ kurzer Strecke durch Michigan mit Wisconsin auch noch einen neuen Staat in die Liste aufnehmen konnte, aber mal wieder ohne Schild.




    Erst nach viereinhalb Stunden hörte der Regen wieder auf. Und dann musste ich feststellen, dass Wisconsin sehr kanadisch geprägt war. Bis hinter Green Bay würde es keinen Truck Stop mehr geben, auch keine Tankstelle mit LKW-Parkplätzen. Also blieb mir nur, bei einem Taco Bell und einer Shell Station in Marinette (WI) anzuhalten. Hier gab es gegenüber eine betonierte Fläche, die ungenutzt war und auf der angeblich geparkte Trucks geduldet wurden. Leider führte auch die Bahnstrecke von Chicago nach Sault Ste. Marie zwischen Highway und Parkplatz durch. Das bescherte mir die eine oder andere Unterbrechung der Nacht.


    Donnerstag, 03.05.2018

    Als der Zugverkehr nachließ, schaffte ich es dann, den Wecker zu überschlafen. Um 3 Uhr 27 hätte ich wieder losfahren dürfen und müssen, nun war es 6 Uhr. Ich beschloss also, die wichtigste Mahlzeit des Tages ausfallen zu lassen. Auch die Körperpflege beschränkte sich auf die Sprühdose mit dem Deo. Wenigstens brauchte ich mich nur alle zwei Tage zu rasieren, das stand heute sowieso nicht auf der Agenda. Mit knapp 3 Stunden Verspätung fuhr ich los und die würde ich auch behalten.

    Gegen 8 AM erreichte ich den Großraum Milwaukee. Es ging nun aber noch weit in die Stadt rein. Am ersten Walmart-Lager war ich schon vorbeigefahren, ein zweites folgte kurz danach.




    Meine Abladestelle war jedoch ein Neighbourhood Market, wo man schon sehnsüchtig auf den Joghurt wartete. Der zweite Trailer war für einen anderen Markt vorgesehen und sollte von einem City Trucker dorthin gebracht werden. Der war schon wieder weg und musste extra noch mal hier her kommen. Ich war nun einmal zu spät.




    Als kleine Entschädigung koppelte ich Dolly und zweiten Trailer ab und drückte den ersten, wo die Produkte für diesen Markt drin waren, noch an die freie Rampe. Dann hatte Brian auch wieder was für mich.

    PICKUP: WIMIL-BZH
    DESTIN: NYALB-CAT
    TRAILER: WI-5135Z
    LOAD: 323F
    WEIGHT: 50,900
    REMARKS: OVERWEIGHT, SHOW UP AT PAERI-CAT FRI 10:30AM
    DISPATCH: PAERI-CAT-BRW


    Nun wurde es also spannend. Weniger der dicke Brocken da hinten, das war inzwischen Routine. Aber da war meine Einladung, auf der Durchreise bei Caterpillar im noch für mich verantwortlichen Mid-Atlantic Center. Vielleicht mein letztes Zusammentreffen mit Brian, denn in einem Monat wurde ich ja von Boston eingeteilt.

    Erst einmal fuhr ich aber ins Neubaugebiet am Stadtrand, wo man mit dem Bagger eine Baugrube für das Fundament des nächsten Bürohochhauses ausgehoben hatte. Ich ging mit dem Vorarbeiter das Abnahmeprotokoll durch, die beim Einsatz von Baumaschinen quasi unvermeidlichen Beschädigungen wurden verzeichnet und dann sattelte ich den Brocken auf und fuhr von der Baustelle.




    Der Tempomat musste also bei 55 stehen bleiben, während ich in Richtung Illinois nach Süden fuhr. An dieser Grenze stand auch ein Schild von Wisconsin.




    Im Großraum Chicago vermeldete meine Tankuhr, dass ich wohl besser nicht mehr riskieren sollte, einen Truckstop hinter dem Ballungsraum zu erreichen. Also fuhr ich ab und stillte hier den Dieseldurst meines Arbeitsgeräts. Die Tankstelle war leider nicht so toll geeignet für eine Pause mit Sattelzug, eine typische Stadttankstelle eben. Also ging es noch weiter bis zur Elkhart Rest Area (IN). Bei einem Brot aus meinem Vorrat machte ich Mittagspause und machte mich dann auf den weiteren Weg.
    4 Stunden blieben mir heute noch ungefähr. Das reichte bis zur Vermilion Valley Service Plaza (OH). Hier gab es ein Rasthaus mit Duschen und leider nur Kettenfutter. Da meine Vorräte sich schon dem Ende zu neigten, musste es also wahlweise Popeye Louisiana Kitchen sein, ein erbitterter Konkurrent der bekannteren Hühnerfrittier-Kette Kentucky Fried Chicken oder Meatball Obsession, was quasi selbsterklärend war.


    Freitag, 04.05.2018

    Auch das Frühstück fand bei einer Kette statt, hier wählte ich Starbuck’s. Die PTI war mal wieder nass und dann ging es bei Regen weiter und auf die I-90 in Richtung Erie. Ich war früh dran, aber erfahrungsgemäß dauerte es vom Parkplatz bis in den Besprechungsraum noch ein Bisschen. Wenige Minuten nach 10 AM stand ich an der Anmeldung.
    „Guten Morgen, Sir.“ „Guten Morgen. Brandon Ridley, Ridley Road Haulage. Ich habe einen Termin mit Brian Woods und George Mayne.“ „Mit Mr. Maine wohl kaum“, murmelte die Rezeptionistin und wählte eine Nummer auf dem Telefon. „Guten Morgen Mr. Woods. Mr. Ridley ist eingetroffen.”“In Ordnung.” Sie legte auf. “Setzen Sie sich noch einen Moment. Mr. Woods wird Sie abholen kommen.”
    Also ging ich rüber zur Sitzecke und blätterte in einem Werbeblättchen für den Hausherren Progress Rail, einem Joint Venture von Caterpillar und dem Lokomotivhersteller EMD für Gleisbau und die Überholung von Schienenfahrzeugen. Nach 5 Minuten kam Brian den Gang entlang zur Rezeption.
    „Hallo Brandon, komm mit.“

    Wir gingen in einen der Besprechungsräume und ich setzte mich.
    „Was möchtest Du trinken?“ Ich war nie ein großer Kaffeefreund, außer den Macchiatos bei den Kaffeeketten und der Tee, den es in Besprechungsräumen dieses Kontinents so gab, konnte man auch kaum runter kriegen. „Cola Light, bitte.“ „Mit Eis?“ „Gerne.“

    Dann kam doch George Mayne rein, allerdings wirklich nicht, um an der Besprechung teilzunehmen.
    „Guten Morgen Mr. Ridley.“ „Guten Morgen, Mr. Maine.” “Ich wollte mich nur verabschieden. Seit Dienstag leite ich die Disposition der Progress Rail Gleisbausparte. Bei den ganzen Umstrukturierungen wollte ich hier vor Ort bleiben, also habe ich die Konzerngesellschaft gewechselt.“
    Noch während er mir die Hand schüttelte und alles Gute wünschte, tauchte ein neues Gesicht im Besprechungsraum auf.
    „Cornelius Sanders, guten Morgen.“ „Brandon Ridley, guten Morgen.“ Zuerst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass das Team unseres neuen Vorstands in dem Anschreiben mit der Tür ins Haus gefallen ist. Zumal es ja nicht nur sein sondern am Ende auch mein Einstand bei unseren Partnern aus Mid Atlantic ist. Ich bin Leiter des New England Logistics Center und demnächst dann des Northeast USA.“ Wenigstens hatte er keine Dienstleister wie der neue Vorstand oder Subunternehmer wie George Mayne sondern Partner. Das machte ihn sympathisch. Generell war er eine deutlich weniger strenge Erscheinung.
    „Vorname ist okay?“ „Ja.“ „Also dann werde ich mal die Änderungen, die so überfallartig per Post bekannt gegeben wurden, erläutern. Wir haben einen neuen Vice President of Logistics, der für den Transportbereich der Baumaschinensparte verantwortlich ist, die einen immer größeren und wichtigeren Teil des Tagesgeschäfts bei CAT einnimmt. Er kommt von Walmart Transportation und ist sehr erfahrener Logistiker. Seine erste Erkenntnis war, dass wir zu fein zergliedert sind und deshalb fasst er Zentren zusammen. Weil Erie sowieso nur bei Progress eingemietet ist, wird das in die Fabrik nach Boston verlegt, wo bisher schon das New England Center ist. Dadurch können wir effektiver arbeiten. Daneben wird nicht mehr ein einzelner Dispatcher für einen Fahrer zuständig sein. Wir bilden Teams mit 4 Leuten und sind 24/7 im Einsatz. Brian hat sich entschlossen zu wechseln, wird das Team Pennsylvania 2 leiten und sofern Du den entsprechenden Vertrag annimmst, würdest Du auf seinen Wunsch diesem Team zugeordnet.“
    „Lohnt sich das denn mit 24/7?“ „Ja. Im Prinzip für alle. Montag bis Samstag sind es 3 Schichten mit 8 Stunden am Tag, einer hat frei. Am Sonntag nur 2 Schichten mit 12 Stunden und zwei haben frei. Bei vier Leuten in einem Team kommt man im Schnitt auf 42 Stunden. Die meisten Transporte stehen ja schon eine Zeit vorher fest und so können wir auch am Wochenende Touren in die Woche rein disponieren. Derzeit bin ich meistens mit zahlreichen Überstunden und auch bis zu 12 Stunden an Freitagen oder zusätzlicher Samstagsarbeit 45 bis 48 Stunden in der Woche da. Und wenn noch jemand ohne Fahrschein ist, am Montag um 6 schon wieder. Sonst würdet Ihr montags bis um die Mittagszeit warten müssen, bevor der letzte wieder einen Auftrag hat.“
    „Außerdem ist das auch besser für Euch Fahrer. Derzeit kommt es vor, dass Ihr an der Westküste am frühen Nachmittag keinen Auftrag mehr bekommt, weil hier schon Feierabend ist. Andersrum stehen Fahrer aus Kalifornien oder Oregon teils morgens hier an der Ostküste und warten drauf, dass ihr Dispatcher ins Büro kommt, wenn es am Vortag keinen Auftrag mehr gab. Entweder müssten wir in Zukunft also die Fahrer von der jeweils für ihren aktuellen Standort verantwortlichen Zentrale einteilen lassen oder die Teams müssten ständig verfügbar sein. Weil wir denken, dass eine gute Bindung zwischen Fahrern und Dispatchern wichtig ist, haben wir uns für Dispatcher-Teams im Schichtdienst entschieden.“
    „Kenne ich die anderen Dispatcher auch schon?“ „Nur einen. Alex Custer kommt mit und in mein Team. Der dritte ist zwar aus Erie, aber hatte noch nie mit Dir zu tun. Den kann ich Dir aber auf dem Weg raus noch vorstellen, wenn Du willst. Der letzte ist aus Boston.“

    „Mit dem Wollen wären wir dann beim zweiten großen Thema, dem neuen Vertragssystem. Bisher waren ja alle Verträge mit Partnerunternehmen frei verhandelt. Das wird spätestens beim Auslaufen auf standardisierte Verträge gestellt. Und so eine Kombination von Freiheitsgraden, Rechten und Pflichten wie Du jetzt hast, wird es nicht mehr geben. Es gibt um genau zu sein demnächst drei Sorten Subunternehmer.
    Aber erst einmal fange ich mit denen an, die keine sind. Level 1 sind nämlich unsere eigenen Fahrer. Angestellt bei Caterpillar, meistens mit eher kleinen Trucks was den Sleeper angeht oder Daycabs im Nah- und Mittelstreckenverkehr unterwegs.
    Dann gibt es, dichter an uns gebunden als Dein aktueller Vertrag, das Level 2. Das ist ein Subunternehmer, der sich passend zum Truck sein Einsatzprofil aus Nah-, Mittelstrecken- oder Fernverkehr aussucht und dann komplett von uns disponiert wird, keine parallelen Verträge mit anderen Kunden mehr haben darf. Als Belohnung gibt es von uns Tankkarten, Sonderkonditionen auf Ersatzteile, Reifendienst und Werkstattbesuche sowie wieder Zugang zu den Sozialräumen wie Kantinen und Duschen an bestimmten Standorten. Außerdem wird CAT-Arbeitskleidung von uns gestellt und wenn man darüber hinaus welche haben will oder Merchandise-Artikel will, dann gelten die echten Mitarbeiterpreise. Im Gegenzug muss zwingend Isotrak in der aktuellen oder einer dazu abwärtskompatiblen Version an Bord sein und der Truck muss mit einem eindeutig als CAT erkennbaren Design versehen werden.
    Level 3 ist dafür schon weiter weg. Diese Fahrer sind nicht exklusiv an uns gebunden, aber werden auch nicht mehr von uns disponiert. Sie sind die klassischen Freelancer, sollten auch Isotrak haben, wobei die es nicht mehr müssen und sie haben Zugriff auf die Aufträge in unserer Datenbank, die für sie freigegeben sind.“
    „So was habe ich derzeit auch bei zwei Kunden.“ „Das ist genau der Punkt, der Deinen aktuellen Vertrag für uns so schwer macht. Wir haben gerade mal nichts, aber wissen, dass am nächsten Morgen ein Auftrag ansteht. Nur hast Du noch 3 Stunden Fahrzeit und das Recht die aufzubrauchen, also suchst Du Dir einen Auftrag bei einem von denen und bist weg.“ „Das macht uns mittlerweile immer öfter hier hohen Blutdruck. Wir müssen dann sehen, wo wir einen anderen Fahrer her kriegen, der in der Nähe noch keinen Auftrag bekommen hat.“
    „Level 4 hat dann quasi nichts mit uns zu tun, definitiv keinen weitergehenden Vertrag. Die haben eine Lieferantennummer und gut. Das sind welche, die mal einen Auftrag von uns über eine Frachtbörse ziehen und irgendwie in unserem System verewigt werden müssen, damit wir ihre Rechnung buchen können.“
    „Mein Vertrag läuft aber noch bis 2019.“ „Das stimmt und das kann auch so bleiben. Dann läuft mit der Ausnahme der Änderungen aus dem Anschreiben alles weiter wie bisher. Allerdings hast Du ja schon gemerkt, dass Du nicht mehr die tollsten Strecken bekommst. Das liegt eben daran, dass wir die fehlende Planungssicherheit in Deinem Vertrag dadurch erkaufen müssen, Dich nur in Gebiete zu schicken, in denen wir problemlos andere Fahrer bekommen, wenn Du uns mit einem anderen Kunden durchbrennst.“
    „Und wenn ich, wie in den letzten Wochen öfter mal passiert, irgendwo bin und es gibt einfach keinen oder in Kanada keinen legalen Auftrag für mich bei CAT?“ „Dann greifen demnächst meine Kollegen und ich auf eine Frachtbörse zu, um Euch da weg zu kriegen. So lernst Du wenigstens auch mal die Ladestellencodes für Einzelhändler und Lebensmittelkonzerne in Isotrak kennen.“ „Ein entscheidender Punkt des Level 2 ist nämlich, dass wir eine Auslastung garantieren. Da ist Luft drin, Euch mal ein paar Stunden stehen zu lassen und auf Fracht zu warten. Aber wir garantieren, dass Ihr wieder mit irgendeinem Auftrag weg kommt, egal mit welcher Fracht und egal von wo.“
    „Und zum Thema Laufzeit. Wir können theoretisch auch eine Änderungskündigung zu einem früheren Zeitpunkt machen und Deinen aktuellen Vertrag auf das Level Deiner Wahl umstellen.“
    „Was heißt denn eigentlich als CAT erkennbares Design?“ „Gelb, gelb-schwarz oder gelb-schwarz-weiß und mit CAT-Logos. Der Rest ist so weit frei wählbar. Manche haben ein Airbrush einer Baumaschine drauf, ein Logo für die eigene Spedition ist natürlich auch erlaubt.“

    „Und was hat es mit den Aerodynamikpaketen auf sich? Die bringen doch eh nichts, wenn dahinter der Räumschild einer Planierraupe hochkant im Wind steht.“ „Das ist die Sicht des Subunternehmers. Wir haben da eine andere Sicht der Dinge und unsere Kunden manchmal gar keine Sicht mehr. Hier geht es definitiv nicht um Umweltschutz und Aerodynamik im fahrdynamischen Sinne. Dass unsere Frachten in der Kategorie keinen Blumentopf gewinnen, wissen wir selber.
    In der Teillast sind die modernen Direkteinspritzer-Turbodiesel sehr sauber und ihre Filter fangen alles ab. Dennoch sind die Filter beim Beschleunigen und bei Volllast an Anstiegen quasi alle überfordert und es geht Ruß raus. Auch beim Regenerieren des Filters entstehen wieder einige Partikel, die sich absetzen können. Das ist halt ein Partikelreduktionssystem, kein Partikelbeseitigungssystem.
    Bei langen Strecken setzt der trotz aller Maßnahmen entstehende Ruß sich aber schon merklich auf der Baumaschine ab. Mit einem im Rahmen liegenden Abgassystem zieht er unterm Trailer durch und wenn man eine große Verspoilerung wie für Container und Boxvans hat, wird der Fahrtwind so weit nach oben abgelenkt, dass der Ruß erst hinter der Ladung wieder runter kommt. Auf jeden Fall hat unser Kunde hinterher eine saubere Scheibe an seinem Gerät, wenn Du anlieferst.“


    Nun wusste ich also, warum die Änderungen alle kamen, hatte aber auch eine Menge zum Nachdenken bekommen.
    „Das waren jetzt aber viele Informationen.“ „Wir brauchen ja auch nicht sofort die Antwort. Du kannst jederzeit bis zum Ende Deines Vertrages die Änderungskündigung auch kurzfristig machen. Standardtermin für Umstellungen ist der erste Montag eines Monats.“ „Von heute auf morgen geht das sowieso nicht. Dein Truck ist ja rot. Bevor wir Dich umstellen könnten, müsstest Du erst mal zum Lackierer.“

    Nachdem wir uns verabschiedet hatten, lud Brian mich noch in die Kantine ein. Als Besucher eines Mitarbeiters durfte ich noch rein. Dort saß ein Kollege von ihm schon alleine an einem Tisch.
    "Shen, das ist Brandon Ridley. Wenn er sich entscheidet, seinen Vertrag auf Level 2 Partnerschaft umzustellen, werden wir ihn disponieren. Brandon, das ist Shenandoah Bowman, der andere Dispatcher bei uns, der mit nach Boston in mein Team geht." "Sag einfach nur Shen." Shenandoah stammte sehr deutlich erkennbar von amerikanischen Ureinwohnern ab. Seine Haut war hier im Norden nur etwas dunkler als bei einem Europäer, aber er hatte diese Gesichtszüge und diesen Blick, den schon die Schriftsteller vor 200 Jahren in ihren Wildwestromanen ständig beschrieben hatten. Dazu schwarze Haare, die fast bis auf die Sitzbank reichten. Wir redeten beim Essen über eher belanglose Sachen.

    Nach dem Essen brachte Brian mich zum Empfang zurück.
    „Du siehst nachdenklich aus.“ „Na ja. Bisher habe ich eine gute Mischung aus Freiheit und Sicherheit gehabt. Jetzt muss ich mich für eins entscheiden und verliere automatisch das andere.“ „Dein Vorteil war unser Nachteil. Du kannst ja auch bis zum Ende des Vertrags so weiter machen wie bisher.“ „Und Du machst auch weiter wie bisher…“ „Das ist wohl richtig, aber ab 1. Juni nicht mehr ich.“

    Ich ging wieder zu meinem Truck und fuhr los. Während der mit 55 mph Höchstgeschwindigkeit auch nicht gerade kurzweiligen Fahrt überlegte ich, was ich tun sollte. Würde ich Level 2 Driver, dann gab ich meine Freiheit auf und band mich komplett an CAT. Andererseits, was war denn die Freiheit derzeit? Meistens fuhr ich sowieso für CAT. Lediglich, wenn ich eine Rückfracht aus Kanada brauchte oder nach Philadelphia wollte und Brian nichts Passendes hatte, zog ich die Option auf eine Fracht aus dem freien Markt. Und das würde er dann bei dem Vertrag selbst übernehmen. Und ich bekam gute Konditionen für Diesel, Reifen und Werkstattaufenthalte.
    Level 3 erschien mir im ersten Moment verlockend. Aber andererseits waren viele Aufträge, die man als freischaffender Künstler bekam, deutlich schlechter bezahlt. Und nur die Rosinen mit den guten Frachtraten zu erwischen war quasi unmöglich. Gleichzeitig müsste ich mich selbst um die normalen Rabattkarten bei den diversen Tankstellenketten kümmern und bei Reifen und Werkstatt war an bessere Preise für einen Einzelunternehmer quasi nie zu denken.
    Weitermachen wie bisher war auch nicht so wirklich eine Option. Ich verstand ja, dass man damit für den Dispatch untragbar war. Außerdem würde es das Problem nur um maximal ein Jahr verschieben. Dann musste die Entscheidung sowieso fallen, da der aktuelle Vertrag dann auslief.
    Die Zeit zum Nachdenken verlängerte sich dann in den Ausläufern der Appalachen, denn es ging unter die 40er Marke und damit mal wieder mit Warnblinker in 7 Low bergauf.




    Am Abend erreichte ich CAT in Albany und konnte nach 7 PM nicht mehr abladen. An diesem Maschinenhof war nur ein fremder Sicherheitsdienst in der Nachtwache, der keine Ahnung von den Maschinen hatte. Also musste ich mit Ladung meine Pause machen und am nächsten Morgen hin.


    Samstag, 05.05.2018

    So war ich dann wenigstens als erster dran. Ich stellte den Bagger ab und hatte schon meine neue Anweisung im Display.

    PICKUP: NYALB-CAT
    DESTIN: PAPHL-VAR
    TRAILER: NY-BS16932
    LOAD: D6T
    WEIGHT: 49,792
    REMARKS: OVERSIZE OVERWEIGHT
    DISPATCH: PAERI-CAT-BRW


    Es gab also mal wieder eine Ladung nach Philadelphia. Der Kunde VAR stand für „Various“, also alle, die nicht einen eigenen Code hatten. Ich holte die dicke Planierraupe ab, flaggte für den Schwertransport auf und machte mich auf den Weg.




    Die Ablieferstelle lag keine Meile von meiner Firma entfernt auf der Insel zwischen Schuylkill River und Manayunk Canal, wo die stillgelegten Industriebetriebe nach und nach zu Gunsten von Loft Appartments und Bürogebäuden plattgemacht wurden. So war ich also am Wochenende schon wieder zu Hause - Statistikzeit.

    WEEK DRIVE: 58:28
    WEEK WORK: 62:55
    WEEK START: MO:07:29 AM
    WEEK END: SA:12:03 PM
    WEEK FRAME: 5D:04H:34M
    WEEK MILES: 3,035
    WEEK FUEL ECO: 6.2 MPG
    WEEK AVG SPEED: 51.9 MPH
    WEEK PAYLOAD: 164,443 LB

    359 mal gelesen

Kommentare 20

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    alaskabaer01 -

    Schönes Kapitel und wieder sehenswerte Fotos. Ich mag die Bilder mit Amitrucks. Bin auch Bilderbuch Fan. :D

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      TurboStar -

      Danke. Leider ein Bisschen schwerer auf meiner Seite der USA wirklich gute Fotos zu machen. Da beneide ich Marc im originalen Map-Gebiet. Aber ich habe es versucht und es geht nicht. Das entsprechende Profil fasse ich nur noch für WoT-Aktionen an.

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      alaskabaer01 -

      WoT bin ich nicht mehr gemeldet, fahre auch nicht MP, gab da zu viele Idioten die nur zum Hobby als Rudel andere Fahrer jagten die Ladung fuhren. Bei einer Begegnung kamen sie zu fünft und Schrotteten meine Fracht zu 100%. Da nahm ich den Begrenzer raus und fuhr ihnen Solo nach. Alle landeten im Graben und Beschwert habe ich mich auch über die. Als ich meinen Rechner wechseln musste habe ich kein Profil mehr angemeldet Online. Also fahre ich für mich und wenn ich mal Schrott im Heck habe dann weil ich es Schuld bin und nicht so Hirnlose Knallfrösche. Sowas kann man sich auch bei YouTube reinziehen "Idiots on the Road" nennen sich diese Videos, gibt es für ATS und ETS2.. Muss bei ATS die Standardkarte fahren, da keine bei mir geht obwohl ich bis gestern 1.29 gefahren bin und dafür passende Karten hatte. Habe nun mal auf 1.30 gewechselt und werde mal nach Karten suchen.

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      TurboStar -

      Multiplayer bin ich nie rein. Das habe ich von Anfang an kommen sehen. Wenn ich Schrott im MP machen will, soll demnächst einer für BeamNG kommen. Da hat das Prinzip dann System :D Maps habe ich aber unter jeder Version zum Laufen bekommen, zumindest Coast2Coast und Canadream. Ich will einfach in Philadelphia ansässig sein. Deshalb habe ich damals die Lust an dem anderen Profil verloren. Und von Florida ausgehend wird zumindest der Südosten qualitativ immer besser. WoT habe ich verbunden, um bei den Aktionen mitmachen zu können. Das mache ich aber nur, wenn ich eine Belohnung unbedingt haben will, weil sie entweder gut aussieht oder sonstwie in den Kram passt. Bin kein Aktionen-Sammler.

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    Werner 1960 -

    Schön geschriebenes Kapitel.

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    elwime -

    Schöne Geschichte, Option 2 wäre aus meiner sicht die mit den wenigsten übel und den meisten vorteilen bin neugierig auf Deine entscheidung.

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    loddi51 -

    Wieder ein schönes Kapitel.

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    Sauerlaender -

    Schönes Kapitel. Dann warten wir mal ab, wie sich Brandon entscheiden wird.

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      TurboStar -

      Danke. Ich hoffe er entscheidet sich richtig.

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      Sauerlaender -

      Wir werden es sehen. Demnächst in diesem Kino... ...äh Tagebuch. :D

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      TurboStar -

      Manchmal ist am Cliff noch ein Baum auf halber Höhe, wo man nach dem Cliffhanger noch mal dran hängen bleiben kann :P