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[KW 22/2018 Donnerstag/Freitag] Fotofreak. Das Tor. Ein Kaffee bei Lukås.

  • [KW 22/2018 Donnerstag/Freitag] Fotofreak. Das Tor. Ein Kaffee bei Lukås.


    Donnerstag, 31.05.2018, Duved.
    Mein Wecker schmeißt mich früh aus der Koje. Aber da ich nach einer neunstündigen Ruhezeit wieder Meter machen will ist das halt so. Ich stehe noch auf dem Hof des Landwirtschaftsbetriebes. Geladen habe ich gestern Abend. Jetzt heisst es für mich einmal fix die Morgentoilette abhaken und einen Kaffee kochen. Gefrühstückt wird
    unterwegs aus dem was mir mein Vorrat so bietet.

    Ich mache gerade die Abfahrtskontrolle als mein Telefon klingelt. Ich melde mich nur kurz und knapp mit „Hallå“?
    „Ja Christian. Ich bins. Hallo. Grüß dich.“ „Micha. Was gibt’s zu so früher Stunde?“ „Ja ich hab geladen. Beziehungsweise hab den Container jetzt drauf und äh warte jetzt noch auf den …“ Den genannten Namen verstehe ich nicht, ist aber für mich eh unrelevant. „... der redet gerade noch mit seinem Dispatcher oben. Ähm... Papiere habe ich eigentlich alles. Alles ok soweit. Wir hatten nur kurz Probleme mit der Kühlung. Bei Kaviar nich so gut.“ „Suboptimal.“ „Ja genau.“ „Hat dich deine Dispo also für meinen Auftrag eingespannt.“ „Ja Christian. Freut mich, dass ich dir helfen kannte. Konnte. Oder kann! Ähm... Ich stehe gerade in Carlisle. Und das hat sich echt angeboten.“ „Prima." „Mach ich sehr gerne. Bin eh gerade auf dem Weg hoch nach Island. Ich möchte mir Island mal angucken. Und äh...“ „Bisschen Geysire gucken?“ „Ja. Warte mal gerad.“ Ich höre kurz ein Rauschen im Telefon. „Ja, ok. Alles klar. Dann können wir mal zum Auto spurten.“ Ich höre Schrittgeräusche durch die Leitung. Dann ist Michael wieder da. „Gerad noch den checken hier, ob alles in Ordnung ist. Abfahrtkontrolle haben wir schon gemacht.“ „Kühlung läuft jetzt?“ „Ne ist alles ok. Kühlung läuft. Mach dir keine Sorgen.“ „Was fürn Aggregat haben die an der Dose? Daikin?“ „Ja.“ "Verplombt? Sonst technisch ok? Im Trailertrucking sind ja
    öfter mal Grotten dabei.“
    „Jajaja.“ „Und ich hoffe das enge Zeitfenster ist schaffbar.“ „Nee du, dat kriegen wir hin. Ich denke mal ich bin jetzt in zehn Minuten vom Hof.“ „Lass mich raten, du machst vorher noch ein Bildchen. Kannste ja mal rüberschicken dann.“ „Ja, kennst mich ja. Ich bin Fotofreak. Muss auf jeden Fall noch ein Foto haben.“ „Woher kenne ich das nur?“ Michael lacht. „Christian, sobald ich in Ullapool bin melde ich mich bei dir. Alles klar?“ „Passt. Ich bin dann sicher selbst noch unterwegs. Aber das macht ja nix.“ „Gut. Christian, in dem
    Sinne... wir machen dat dann wie immer. Alles klar mein Lieber.“
    „Logo. Bis später denne. Gute Fahrt“ „Chris, danke dir. Tschüüüß.“ Ich lege auf und klettere in mein Fahrerhaus.



    Ich setze den Blinker und fahre wieder auf die E14. Immer recht nahe am Wasser entlang passiere ich Mattmar, Krokom, Östersund und Matfors. Irgendwo auf der Strecke mache ich meine fünfundvierzig Minuten
    Pause.









    Ich erreiche einen Kreisverkehr und fahre an der zweiten Ausfahrt in den Timmervägen. Somit geht es von der E14 auf die Route 86. Etwa acht Kilometer später stehe ich vor dem Tor zum gelben Gehöft und melde mich an. Die Uhr zeigt kurz nach 10:00 Uhr.







    Mein Telefon hatte geklingelt und von Sandra kam kurzfristig noch der Auftrag etwas von IKEA Sundsvall für Uppsala und Stockholm abzuholen. Inzwischen bin ich unterwegs auf der E4. Es geht gen Süden; nach Hause. Bis
    Uppsala reicht meine heutige Fahrzeit aber ganz sicher nicht mehr.



    Ich fahre am Flugplatz Hudiksvall vorbei. Kurz darauf wechsele ich kurz auf die Route 84 um zur Shell-Tankstelle zu kommen.
    Kurz nach 16:00 Uhr. Knapp zehn Stunden Tageslenkzeit. Der rovfågel verstummt. Ich gehe rüber zum MAX und setze mich mit meinem Laptop, einem Chokladmilkshake und einem Hallonpaj – einem kleinen Himbeerkuchen, auf die Terasse.







    Ich lege das Telefon zur Seite und weiß nicht ob ich gerade irgendwo gegen treten soll. Ich meine wirklich weiter helfen würde das auch nicht.
    Sandra hat mir gerade berichtet, dass ein PKW auf eins unserer Grundstücke in Uppsala fahren wollte. Blöd nur, dass das Tor geschlossen war. Nach Polizeiangaben hatte der Fahrer noch etwas Blut im Alkohol. Entsprechend ist unser Tor nun demoliert und die funkgesteuerte Toröffnungsanlage funktioniert nicht mehr. Kjell und Jan sind aber
    schon dabei das Tor erst einmal abzubauen, damit unsere LKW nachher an die Rampe fahren können.



    Freitag, 01.06.2018, Hudiksvall.

    Ich starte den stora rovfågeln und mache die Abfahrtkontrolle. Alles in Ordnung. Über die Route 84 rolle ich wieder zur E4. Ab auf die Rennstrecke – wobei ich zugeben muss, dass die E4 ja eigentlich eher südlich Uppsala meine Rennstrecke ist.

    Ich fahre vorbei am Lill-Yan und am Stor-Yan – zwei von den vielen schwedischen Seen. Weitere Seen entlang meiner Tour sind der Angersjön, der Över-Gråssjön, der Järvsjön und der Viksjön. Es liegen viele weitere Seen entlang der Strecke gen Süden; aber sie aufzuzählen würde dann wohl den Rahmen sprengen.

    Ich passiere Hagsta, Hagaström und Månkarbo. An der Ausfahrt 187 wechsele ich auf die Route 282 und erreiche kurz darauf den IKEA in der Uppsalaer Rapsgatan. Ich bin gut durchgekommen. Etwa vier Stunden Fahrzeit. Die Uhr zeigt kurz nach 08:30 Uhr.



    ...



    09:30 Uhr. Meine Paletten für diesen Markt sind abgeladen. Ich sitze noch bei Lukås, einem Logistiker vom hiesigen IKEA, und habe eine Tasse Kaffee vor mir. „Mit euch klappt das wenigstens. Egal wann ich bei eurer Dispo angerufen hab um kurzfristig was los zu werden... ihr habt immer irgendwie einen Weg gefunden.“ Sein Telefon klingelt. „IKEA Uppsala. Lindgren.“ „...“ „Vänta en minut.” Er schaut zu mir. ”Christian, Donnerstag nach
    Linköping und zurück... Machbar?”
    ”Im Prinzip schon.” Wieder dem Telefon zugewandt sagt er: ”Linnea?” ”...” ”Ja, geht.” ”...” ”hansekontor. Christian Dansör.” ”...” Lukås macht sich Notizen. ”Ja, alles klar. Vi hörs.” ”...” Er legt auf. ”Na, erzähl. Braucht ihr nen Auflieger von uns?” ”Nein. Nur dich und eine Sattelzugmaschine. Wir laden dir einen von den B-Double, die wir bei euch geleast haben. Den fährst du nach Linköping. Linnea lässt ihrerseits auch einen laden, den du mir dann hier auf den Hof stellst.” ”Ok. Brauche ich nur noch eine Uhrzeit wann ich
    los soll.”
    ”Sei um 05:30 Uhr hier.” Ich verabschiede mich.

    Einen Moment später bin ich unterwegs zu meinem Lager. Dort stelle ich meinen Trailer an die Rampe und sattele ab. Danach gehe ich ins Gebäude. ”Hej Pat. Guten Morgen.” ”Morgen, Christian.” ”Ich steh vorne an Tor 2. Ziehst du eben den Trailer leer?” ”Stückgut zur Verteilung?” ”Ja. Geht heute noch alles weiter.” ”Alles klar.” Ich drücke ihr die Papiere in die Hand und verschwinde dann wieder.







    Es ist 16:00 Uhr. Tania, Wencke und Airin, unsere Büromädels, verabschieden sich ins Wochenende. Auch ich bin mit meinem Bürokram fertig und wechsele in den Wohnbereich unserer Zentrale. Sandra ist noch unterwegs auf dem Weg zurück aus Södertälje, müsste aber auch jeden Moment ankommen.





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    Das Video von Micha zum Telefonat findet ihr bei Youtube.
    Gruß Christian
    hansekontor

    Das Wasser ist nicht tief. Es geht den Enten nur bis zum Bauch!


    TSM+RusMap+ZaregonNorthMap

    Windows7 Professional, 64-bit // IntelCore2Duo E8400 @ 3GHz // 8GB RAM // NVIDIA GeForce405

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