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[KW 22/2018 Montag bis Mittwoch] Neues für Malmö. Kaffee & Umladen. Kugelschreiber.

  • [KW 22/2018 Montag bis Mittwoch] Neues für Malmö. Kaffee & Umladen. Kugelschreiber.



    KW22/2018
    Am vergangenen Mittwoch sind Sandra und ich die knapp vierzig Kilometer von Järna aus zum k-rauta Kungens Kurva – etwa fünfzehn Kilometer südwestlich von Stockholm. Den Rest der Woche haben wir dann damit verbracht zwei neu bestellte Scania R410 und einen S500 beim Händler abzuholen, zuzulassen und zu verfeinern. Diese Fahrzeuge werden die alten Serie4 der Pärchen und von Felicia in Malmö ersetzen.





    Und auch wenn zusätzlich noch viel Arbeit im Büro zu erledigen gab, war es schön abends zu Hause zu sein. Für das Wochenende hatte sich dann mein kleiner Bruder Joseph angekündigt. Die drei neuen Scania hatte er mit viel Neugier begutachtet und auch noch bei den kleinen Restarbeiten daran mit angepackt.





    Montag, 28.05.2018, Uppsala.

    Es ist 04:00 Uhr. Sandras Wecker läutet die neue Woche ein. Ich gebe meinem Schatz einen Kuss, dann folgt der Gang durch Bad und Küche.

    Kurz nach 05:00 Uhr sind wir am Lagergebäude, das eine Straße vom Büro entfernt liegt. Wir machen die Abfahrtskontrollen an Hauber und 'den stora rovfågeln'.

    Ich umarme meinen Schatz und gebe ihr einen Kuss. Bevor sie etwas sagen kann gibt es direkt einen zweiten hinterher. Sandra quittiert das mit einem zufriedenen Lächeln. „Bra resa. Och hälsa Danny från mig.” ”Klar grüße ich Danny. Wir telefonieren heute Abend?” ”Självklar.” Dann geht es für Sandra nach Stockholm und Södertälje. Für mich geht es mit gemischtem Stückgut auf in Richtung Oslo.

    Ich lasse Uppsala hinter mir und fahre über den Enköpingsvägen. Kurz vor Enköping trifft die Route 55 auf die E18.
    Es geht vorbei an Västerås und Örebro bis zur Abfahrt Hultsbergsmotet. Blinker rechts. Ich fahre über die Abfahrt zum Kreisverkehr, wo ich an der dritten Ausfahrt in den Bergviksvägen einbiege. Es folgen ein paar weitere Kreisverkehre, dann geht es nach rechts in den Frykmansväg. Am IKEA angekommen melde ich mich an der Warenannahme an.







    Bei Grums muss ich meinen Zug verlangsamen, da der Verkehr vor einem Kreisverkehr abbremst. Dort trifft die E45 auf die E18. Es geht gen Südwesten vorbei an Slottsbron, dann trennen sich die beiden Europastraßen und ich folge der Beschilderung mit der E18.





    Ich erreiche die schwedisch-norwegische Grenzstation bei Töcksfors. Die Zollabwicklung verläuft unkompliziert und zügig – wir haben alles Notwendige ja bereits vom Büro aus vorangemeldet.





    Es ist 15:30 Uhr. E6, Abfahrt 30. Ich fahre auf den Lambertseterveien.



    Kurz darauf erreiche ich den Vilbergveien und fahre auf das Gelände von NorOs, wie die kleine Transportfirma von unserem Freund Danny heißt. Der weiße Volvo steht vor der Halle. Ich stelle meinen rovfagel daneben ab und gehe dann in die Halle, deren Tor weit offen steht. „Danny?“ Keine Reaktion. Ich gehe in Richtung Büro und komme am WC vorbei. Die Türanzeige steht auf rot. „Danny?“ „Et øyeblikk. Jeg er klar snart.“ Zwei Minuten später öffnet sich die Tür und Danny kommt heraus. Die Tür macht er mit einem Grinsen schnell wieder zu. „Hi
    Chris. Schön dich zu sehen. Erst umladen und dann nen Kaffee?“
    „Neee, erst den Kaffee und dann umladen. Fahrtechnisch ist bei mir heute eh Feierabend..“
    Mein Telefon klingelt, im Display die Rufnummer meiner Londoner Niederlassung. „Christian hier.“ „Hier ist James.“ „Was gibt’s?“ „Volle Hütte in den Aufträgen. Bei einer Tour hab ich jedoch gerade das Problem...“ „Probleme? Du meinst die Suche nach einem Lösungsansatz.“ „Ja. Darf ich weiter reden?“ „Sicher doch. Sorry, aber der dumme Spruch musste gerade raus.“ „Kein Ding. Aaalso. Ein Kunde hat ein Containerchassis mit
    Kühlcontainer in Carlisle der am Donnerstag von dort in der Früh hoch nach Ullapool muss. Kim, Ida und Steffy sind allerdings... mir fehlt jedenfalls gerade die zündende Idee.“
    „Ruf mal bei Günther oder Franz von Rheintrans an. Nummer findest du im Firmensystem bei den Transportpartnern. Vielleicht haben die Jungs da oben was frei.
    Massig Leerkilometer sollen die aber auch nicht reißen, wenn's nicht passt.“
    „Und was würde ich dem Kunden in dem Falle sagen?“ „James... ehrlich. Wir haben für jede Lösung ein Problem... Erst mal positiv denken und dann gucken wir weiter.“ „Hmmm hast recht.“ „Also... Der Fahrer, bzw. die Fahrerin soll mich anrufen, wenn er die Dose anhakt.“ „Ok. Ich werd mal weiter telefonieren.“ Danny kommt mit zwei Tassen Kaffee aus der Küche und ich lege gerade das Telefon zur Seite. „Ich denke du hast Feierabend?“ „Nur hinterm Lenkrad. Ansonsten selbst und ständig. Kennst du ja.“ „Nur zu gut.“



    ...



    Alles von meinem Trailer, was Danny in und um Oslo verteilen soll ist umgeladen. Dafür habe ich von ihm ein paar Paletten für Dombås und Trondheim übernommen. Es ist inzwischen nach 22:00 Uhr und Danny hat sich verabschiedet und auch das Telefonat mit Sandra habe ich schon durch. Ich beschließe noch kurz die Keramikabteilung aufzusuchen und dann ist Sandmann.



    Dienstag, 29.05.2018, Oslo.
    Punkt 04:00 Uhr klingelt mein Wecker wieder. Besser gesagt es ertönen die Hells Bells: Dong Dong Dong. Im ersten Moment wundere ich mich ein wenig, dann fällt mir ein, dass Sandra sich am Sonntag mein Handy geschnappt hatte. Jetzt weiß ich wofür...
    Nach der übliche Morgenroutine aus Badbesuch und Frühstück mache ich mir noch eine Kanne Kaffee für unterwegs fertig.

    Es ist kurz vor 05:00 Uhr. Ich habe die Abfahrtskontrolle erledigt und schließe die Dannys Halle ab. Ein Blick zum Volvo, dann klettere ich in meinen Scania und fahre auf den Vilbergveien. Einen Moment später biege ich nach rechts auf den Kampheimveie; fahre vorbei an einer Ladestation für Elektrofahrzeuge. Es fängt an zu nieseln und ich schalte den Scheibenwischer ein. Hellerudveien. Trassopveien. Ytre Ringvei. Haugerundhagan. Es folgen noch ein paar Straßen bis ich an einen Kreisverkehr komme. Ich folge den Schildern in Richtung Trondheim auf die E6. Aus Nieseln ist inzwischen Regen geworden.




    Ein Stück außerhalb von Minnesund liegt meine erste Abladestelle. Die Abwicklung dort geht recht zügig.





    Kurz nach 07:00 Uhr; ich bin wieder auf der E6 in Richtung Norden unterwegs vorbei an Norwegens größten See – den Mjøsa. Ich passiere den Skiort Lillehammer. Die E6 schlängelt sich immer weiter nordwärts meiner zweiten
    Entladestelle entgegen. Diese liegt im 'Dombås Senter' einem Einkaufzentrum.











    Es ist 14:50 Uhr. Die Ladestelle habe ich abgefertigt. Meine Mittagspause habe ich direkt im Anschluss gemacht. Da ich beim letzten Besuch in Dombås mit dem Moskusgrillen zufrieden war gab es wieder dort etwas Essbares. Ich gieße mir einen Kaffee in den Thermobecher und starte meinen rovfågel.

    Ich biege nach rechts auf die E6. Ein paar Meter weiter nehme ich im Kreisverkehr die zweite Ausfahrt und folge ab nun den Schildern der E136, Richtung Nordwest durch das Romsdal. Der Fluss Rauma, mit abwechselnd ruhigen seenartigen und mit stark verblockten Gefällstrecken, begleitet mich.

    Ich erreiche Åndalsnes und die Tankleuchte erinnert mich daran, dass ich mit einem Dreiachser unterwegs bin. Da ist der Tank natürlich im Volumen begrenzt, weil einfach nicht so viel Platz vorhanden ist. Ich fahre an die CirkleK und tanke auf.

    Über die Fv64 geht es östlich um den Romsdalsfjorden. In Ǻfarnes muss ich einen Moment auf die Fähre warten mit der es via Sølsnes Ferjekai nach Skåla geht.



    Ich passiere Bolsøya und erreiche schließlich durch den Fannefjordtunnelen den Flughafen von Molde.



    Nach dem Abladen fahre ich noch vom Flughafengelände zum Molde Storscenter wo ich morgen noch etwas laden soll. Dann ist fahrtechnisch Feierabend.



    Ich mache über den Laptop noch ein bisschen Büroarbeit und telefoniere mit Sandra. Später mache ich noch einen Spaziergang. Dabei sind besonders die Schiffe der Hurtigruten und die zahlreichen Rosengärten interessant. Das wäre auch etwas für meine Mutter, die selbst in ihrem Garten die Rosen hegt und pflegt. Auf dem Weg zurück zum Scania fällt mein Blick auf ein Plakat für das 'Moldejazz', Norwegens größtes Jazzfestival. Sandra und ich sind zu der Zeit dann jedoch schon in Kalifornien. Es geht halt nicht alles.




    Mittwoch, 30.05.2018, Stjørdal.


    Ich stehe bei DHL Express an der Rampe. Paletten runter. Paletten rauf und anschließend ab ins Büro um meine Papiere zu holen. Ein kurzer Plausch mit der Büroangestellten; dann mache ich mich auf die Socken zurück zum Fahrzeug. Ich bin gerade zur Tür raus als mir auffällt, dass ich meinen Kugelschreiber nicht zurückbekommen habe. Als flux kehrtmarsch und zurück ins Büro. „Ich hätte gerne noch meinen Kugelschreiber zurück." Ich werde aus leuchtend grünen Augen angeschaut. Dann huscht der jungen Frau ein Grinsen übers Gesicht. „Sorry. Kugelschreiber einsacken ist so eine Bürokrankheit.“ „Ich weiß. Das macht meine Frau auch oft genug.“ Sie lacht und reicht mir meinen Kugelschreiber. „Also dann... gute Fahrt.“

    Ich ziehe von der Rampe ab und schließe die Türen meines Aufliegers. Ein Blick auf die Uhr. Kein Wunder, dass ich Hunger habe. Es ist kurz vor 16:00 Uhr und seit dem Frühstück gab es nichts mehr.
    Es geht runter vom Gelände des gelben Riesen, nur um ein paar Meter weiter an der Tankstelle wieder zu halten. Dort hole ich mir zwei belegte Brötchen.

    Mein Navi führt mich auf die E6 in Richtung Norden. Einen Kilometer später haben wir die norwegische Spezialität: ein Kreisverkehr. Über den fahre ich auf die E14, direkt in den nächsten Kreisverkehr. Und wie Spezialitäten es so an sich haben... wo eine ist folgen noch weitere :D
    Die E14 wird vom Fluss Stjørdalselva begleitet. Kurz vor Duved biege ich zu einem Landwirtschaftsbetrieb ab um noch 3 Paletten zu laden.






    Gruß Christian
    hansekontor

    Das Wasser ist nicht tief. Es geht den Enten nur bis zum Bauch!


    TSM+RusMap+ZaregonNorthMap

    Windows7 Professional, 64-bit // IntelCore2Duo E8400 @ 3GHz // 8GB RAM // NVIDIA GeForce405

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