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Änderungen und Überfuhrung nach Köln

  • Ich kaufte keinen Wagen, denn ich suchte keinen Schrott sondern Verwertbare Oldtimer. Gut den zerlegten BMW aus England hätte ich gerne gehabt, aber leider sah ich zu Spät die Anzeige. Pech! Also ab in den Frachtmarkt , aber da war nichts für mich zu finden. Bald war ich in Amerika bei Jack, da bekam ich sicher den einen oder anderen Wagen zu sehen der mich reizte. Noch wenige Kilometer dann war ich in Odense. Endlich wieder Dänischen Boden unter den Rädern. Ich fuhr in die Firma und sah dort nach meinen Mails. Markus hatte den Vertrag zwischen Kathi, Herbert und mir fertig. Der war auf dem Postweg zu uns Unterwegs.


    Jack schrieb mir dass ich große Augen bekomme wenn ich sehe was sich bei ihm in den letzten Jahren so getan hat. Ich schrieb ihm zurück dass ich mich freue ihn und seine Familie bald zu sehen. Dann sah ich wieder nach Fracht für mich, aber nichts, also fuhr ich nach Hause. Da ging ich in den Keller da alles schon schlief, und das um 21:30. Aber ich wollte im Keller noch einiges suchen, da nun die Regale fertig waren im Keller sollten sie nun auch ihre Belagerung bekommen. 6 Kisten standen außer meiner Holztruhe noch hier unten, und etwa 4 große Plastikkisten mit Deckel. In den Kisten und Plastikkästen befanden sich noch viele Schätze die weder Petra noch die Kinder kannten. Also stellte ich alles in die Regale und ging nach einer Kippe ins Bett. Um 4 war wieder die Nacht zu Ende, der übliche Morgentrott und dann einen Kaffee mit Kippe auf der Bank. Danach fuhr ich zur Firma. Francesco und Bernd waren da und machten ihre Trucks gerade Abfahr bereit. Als sie mich sahen meinte Bernd:“ Na toll wir bekommen sogar noch einen heißen Kaffee.“ Ich nickte lächelnd und ging ins Büro einen Kaffee ansetzen. Bernd kam als erster zu mir und sagte:“ Toll dass ihr heiraten wollt. Freut uns alle dass es bald eine Bärin hier gibt.“ Ich sah ihn an und sagte:“ Die Bärin gibt es hier schon lange, eigentlich seit Eröffnung der Firma Eisitrans.“ Bernd fragte:“ Wer kam eigentlich auf den Firmennamen?“ Ich lachte und sagte:“ Unsere kleine Maus hat den Namen rausgehauen als wir überlegten wie wir uns nennen. So blieb es bei Eisitrans und wir fahren nicht nur Eis, sondern alles was man bewegen kann.“ Bernd nickte und sagte:“ Was hier schon gefahren wurde ist der Wahnsinn. Wenn ich an die Fotos von dem Großbagger in Frechen denke. Du fährst wohl alles, oder?“ Ich nickte nur und sagte:“ Für alles habe ich auch die passenden Führerscheine, sogar für Yachten und alles was fliegt, fährt oder schwimmt. Musste ich damals machen, weil vieles nicht Transportiert, sondern gleich ausgeliefert wurde. Es gab Zeiten da fuhr ich hin und flog zurück. War schon eine tolle Zeit damals, und ich mag keinen Tag vermissen.“ Francesco kam ins Büro und nahm sich einen Kaffee. Etwas sprachen wir noch über den Ablauf des Tages dann fuhren die beiden los. Ich sah mir noch mal einige Fahrzeuge im Netz an und schickte noch schnell eine Rundmail an unsere Filialen, auch an Köln.


    Dann sah ich in den Frachtmarkt. Ich fand etwas für mich und sicherte mir die Fracht. Ein Doppelauflieger von Odense nach Karlskrona. Das war perfekt für meinen GTM Scania. Laut Papiere stand GTM für Grand Touring Masters. Und die Fahrgestell Nummer endete auf 01. Hm mal sehen ob ich mal zu Scania in Stockholm kam, mein Zuständiger für die Trucks konnte mir sicher was zu dem Scania sagen. Huch der saß ja seit Januar in Södertälje. Colli Care war der Auftraggeber von Odense aus und musste zu Polarisline in Karlskrona im Hafen.


    Mal sehen, vielleicht konnte ich ja von da weiter nach Södertälje oder nach Stockholm. Von Stockholm aus war es nicht sehr weit nach Södertälje. Mein Handy riss mich aus meinen Gedanken. Colli Care war dran und eine Frauenstimme sagte:“ Guten Tag Herr Eisitrans, mein Name ist Merdonk und ich bin die Dispatcherin von Colli Care in Odense. Sie haben sich soeben im Frachtmarkt die Fahrt nach Karlskrona gesichert, da es aber kleine Verzögerungen beim laden gibt, muss ich ihnen mitteilen dass die Fracht nicht vor 0:00 Uhr abhol bereit ist.“ Ich sagte:“ Danke Frau Merdonk, ich werde pünktlich vor Ort sein.“ Dann legten wir nach einem Gruß auf. Shit, eigentlich hatte ich gedacht dass ich in einer Stunde los konnte, aber so hatte ich noch viele Stunden mehr Wartezeit, also an den Rechner und einfach mal stöbern. Da Verkaufte einer in Bremen einen Peterbilt 379, na sowas. Das wäre schon was, aber die hatten schon ihren Oldtimerstatus erreicht. Hm und nach meiner Erfahrung mit dem Mack stand ich den Amis sehr Skeptisch gegenüber, aber irgendwie wäre das schon der Hammer mit so einem Geschoß zu fahren. Ich sah mir die Daten an und stellte fest dass der Peterbilt schon 40 Jahre auf dem Buckel, und den dritten Motor in sich hatte, der aber auch schon fast 250.000 runter hatte. Als Werkstatt gab der Verkäufer seine Vertragswerkstatt in Bremen an. Die käme für mich eher nicht in Frage, da der Weg bei einer Panne zu weit weg ist.


    Wieder meldete sich mein Handy und Petra fuhr auf den Firmenhof. Ich ging an mein Handy und wurde gleich in gebrochenem Dänisch angesprochen. Ich sagte dass er Englisch mit mir reden muss da ich kein Dänisch kann, also wechselte er auf noch mehr gebrochenes Englisch. Es hörte sich so an als wäre seine Heimatsprache eher aus Ost Europa. Er wollte mir einen neuen Stromtarif schmackhaft machen, genau so einen Handyvertrag mit besseren Bedingungen und auch einen Festnetzvertrag. Ich sagte:“ Alles Zwecklos, wir sind bestens Versorgt und auch Zufrieden, sonst wäre ich nicht schon 20 Jahre bei meinen Anbietern. Ich wünsche ihnen einen schönen Tag und viel Erfolg.“ Dann legte ich auf. Wie ich diese Geier hasste, denen sollte man sowas Verbieten. Petra kam rein und gab mir einen Kuss, dann sagte sie:“ Wir müssen mal so langsam die Einladungen zur Hochzeit verschicken. Aber wir sollten eine Liste machen wen wir einladen. Ich denke mal dass du auch welche einladen möchtest mit denen wir geschäftlich zu tun haben. Sagen wir mal unsere Zuständigen bei Volvo und Scania. Kommt Jack eigentlich auch rüber?“ Ich sah sie an und sagte:“ Er weiß es noch nicht. Ich will ihn einladen wenn ich drüben bin. Dass wir heiraten weiß er wohl, ich glaube dass hatte ich ihm gemailt, weiß ich aber nicht mehr.“ Petra sah mich an und fragte:“ Was ist mit dir los, du vergisst in letzter Zeit sehr viel? Wird dir alles zu viel mit Firma, fahren, Büro und Düsseldorf?“ Ich sagte:“ Manchmal schon, aber es geht. Am meisten ärgert es mich das Kathi und Herbert verkaufen mussten. Immerhin war ich fast von Anfang an dabei.“ Petra sagte:“ Ich weiß Schatz, auch mir tut es irgendwo Leid für die beiden. Ich weiß noch wie Glücklich die beiden waren als sie die Firma gegründet haben. Zudem haben sie die Firma seit 25 Jahren und nun ist sie bei ihrem ehemaligen Fahrer gelandet. Ich kann mir gut vorstellen dass es ihnen an die Substanz geht die Firma abgeben zu müssen. Wie wäre es wenn wir sie Finanzieren und sie unter ihrem Namen weiter machen?“ Ich atmete tief durch und sagte:“ Nicht anders als eine Übernahme, da Kathi wieder fahren will und wir eine Dispatch einstellen müssen für Köln, der wir den Lohn zahlen, wie auch den Fahrern. Tankkosten, Steuern und alle weiteren Unkosten in Köln zahlen wir dann, also können wir auch gleich die Übernahme abwickeln. Unsere Freunde bleiben dort wohnen und ihre Trucks behalten sie auch.“ Eine andere und bessere Lösung fiel mir im Moment auch nicht ein.



    Endlich kam der Abend und ich legte mich aufs Sofa, mein Renntruck stand vor dem Haus und sollte mit mir gleich starten. Um 0:00 Verließ ich den Ladehof von Colli Care und fuhr Richtung Ablade. Die Fahrt verlief sehr gut, ohne Stau und ohne Regen.


    Einige Stunden später war ich das Gespann hinter mir los. Nach dem Abstellen der Trailer fuhr ich auf einen Parkplatz und sah in den Frachtmarkt. Nichts nach Södertälje oder Stockholm, also fuhr ich leer zu Scania. Mein Zuständiger sah den Truck und kam aus seinem Büro, er sagte:“ Wow wo haste denn den her? Da haste dir echt ne Geile Schleuder geangelt.“ Ich begrüßte ihn und sagte dann:“ Ich hätte gerne eine Geschichte zu dem Teil.“ Und reichte ihm die Papiere. Er blätterte drin herum und sagte:“ Du hast den Prototyp von unserem Aktuellen Renn Truck, darum hat alles von ihm die Endung auf 1. Mit dem Truck war auch eigentlich die Idee Next Generation geboren. Solltest du den jemals Verkaufen müssen, dann nur an uns, denn wir machen bei Prototypen immer den Kauf klar und du bekommst im Gegenzug einen von uns neu und Unbenutzt. Diesen Truck gibt es so nicht noch einmal, ein Prototyp eben. In der Rennversion hat der aber nur zwei Achsen. Hast du auch den Rennmotor mit Getriebe und Hinterachse?“ Ich nickte und sagte:“ Klar habe ich das auch, nur denke ich mal dass er nie wieder Rennluft schnuppern wird.“ Wir gingen in sein Büro und tranken einen Kaffee, dabei erzählte er mir wie die Idee zum GTM kam, eigentlich war er im Auftrag eines Russischen Rennfahrers entstanden, und als er fertig war kam einer und sagte dass man den ja auch als Straßenwagen bauen kann mit der Bezeichnung Next Generation. Der Rennfahrer gewann zwar das ein oder andere Rennen, aber nach 1 Jahr wollte er nicht mehr Rennen fahren. War schade aber der Geldaufwand war doch sehr hoch und so war Schluss damit. Wir saßen an unsere zweiten Tasse Kaffee, als uns auffiel dass es schon dunkel draußen war. Also fuhr er Heim und ich legte mich in meine Koje.



    Punkt 4 war dann die Nacht zuende und mein Handy schrie mich an. Herbert war dran und sagte:“ Guten Morgen Chef, wir haben in Köln ein kleines Problem. Uns ist hier ein Truck gestorben, also Motorplatzer und den müssten wir für Schwerlasten einsetzen.“ Ich sagte:“ Guten Morgen Fahrer, ich wollte schon immer mit Hiobsbotschaften geweckt werden. Welcher Truck ist ausgefallen?“ Herbert sagte:“ Martins Volvo und er heult wegen seiner Lackierung herum. Aber der neue Motor kostet ein kleines Vermögen und der Volvo wäre dann etwa 2 Wochen Ausser Betrieb.“ Ich überlegte und sagte:“ Ok großer ich lasse mir etwas einfallen. Goldi ist auch in der Werkstatt, der bekommt einen Check gemacht und den albernen Kran abgebaut. Ich werde mal mit der Werkstatt sprechen und fragen ob die einen da stehen haben den man kaufen oder Leihen kann. Gehört der Volvo zur Firma oder ist er Martins Eigentum?“ Herbert sagte:“ Der gehört der Firma, die Lackierung vom FC wollte Martin haben.“ Wir sprachen noch so über dies und jenes, dann legten wir auf. Ich rief die Werkstatt an und ließ noch was an Goldie ändern, das was noch geändert werden sollte dauerte zu lange also behielt er seine 999 PS Maschine.


    Also fuhr ich leer nach Odense und von da zur Werkstatt. Aber wie es immer so ist kam ich in einen Stau und kam sehr Spät in Odense an. Dann fuhr ich eben Heim zum Schlafen und verschob den Werkstattbesuch auf Morgen. Um 4:00 hätte ich mich gerne nochmal umgedreht aber ich hatte etwas vor das nötig war. Also aufstehen und ab ins Bad, danach Kaffee und ein Kippchen. Dabei machte ich meine Tagesplanung und fuhr in die Firma. Erst legte ich meine Papiere der Fracht in die Colli Care Ablage. Dann schrieb ich Petra wie mein Tag aussah und fuhr in die Werkstatt. Der Volvo war fertig, nach einer Nachtschicht kein Wunder. Hammer sah Goldi aus, auch wenn er nicht mehr Gold war. So wie er jetzt aussah gefiel er Martin sicher besser. Ich gab meine Granadaschlüssel und die Papiere ab, damit die Werkstatt ihn zur Firma bringen konnte. Ich setzte mich ans Steuer vom ehemaligen Goldi und suchte nach einer Fracht. Mein Handy unterbrach meine Suche und ich ging ran, einer unserer besten Kunden rief an, der am anderen Ende sagte:“ Guten Tag, Ikea am anderen hier. Wie viel Ladung kann ihr Truck ziehen ohne ins Schwitzen zu kommen?“ Ich sagte:“ Also ich schätze mal dass er mehr als 40 Tonnen schaffen könnte, in die Papiere habe ich aber noch nie geschaut. Warum fragen sie?“ Wir hätten eine Fracht nach Kiel für sie, diese hat fast 40 Tonnen, also genau sind es 38.“ Ich sagte:“ Ok ich nehme die Fracht:“ Er sagte mir wo ich die holen muss, und es war nicht Ikea.

    Bei Colli Care Odense bekam ich einen Lachanfall als ich meinen Trailer sah. Es waren keine 38 Tonnen sondern nur 28 und es war Hundefutter. Na egal anhängen und auf nach Kiel. Etwa 10 Kilometer später bekam ich eine Nachricht dass alles nach Frankfurt am Main musste und nicht nach Kiel, also andere Fahrtstrecke. Mir gingen viele Gedanken durch den Kopf, in erster Linie die bevorstehende Hochzeit und natürlich die bevorstehende Reise nach Amerika, die ohne Petras Handlung sicher nie zu Stande gekommen wäre. Nun sollte ich 4 Wochen bei Jack und seiner Familie verbringen, dass hatte Petra so entschieden. In 2 Wochen sollte es los gehen, Zwischenstopp in Frankfurt, dann weiter nach San Francisco und dann weiter nach Oklahoma oder so, dort holte mich dann Jack, seine Frau oder eins ihrer Kinder ab. Kam darauf an wer Zeit hatte. Auf Jacks Überraschung war ich schon sehr gespannt. Ich rechnete mal damit dass er viele Oldtimer da hatte die er mir zeigen wird, denn er kennt meine Leidenschaft was Trucks und Autos betrifft. Ein Stau brauchte meine ganze Aufmerksamkeit und ich zog etwas mehr nach rechts damit Rettungsdienst und Polizei ihre freie Bahn hatten, Die Trucker hinter mir taten das auch, nur die mit ihren Nobelkarossen hatten es nicht nötig. Schon hörte man Sirenen und ein Hubschrauber kreiste über dem Stau. Mist das fehlte mir noch. Polen und Russen warnten ihre Kollegen über Funk vor dem Stau, auch ich gab die Meldung durch und bekam von einem als Antwort:“ Danke Bär, aber ich stehe schon mittendrin. Wo stehst du denn in etwa?“ Ich teilte ihm die letzte passierte Ausfahrt mit und er sagte:“ Dann stehst du etwas vor mir, schätze mal so einen Kilometer.“ Ich sagte:“ Das ist aber kein Grund zu Jubeln, da alles steht. Für wen fährst du denn?“ Er sagte:“ Ich fahre für Christian und muss nach Frankreich für den Luftikus Verein.“ Ich sagte:“ Also für die Lufthansa, na dann hoffen wir mal dass es schnell weiter geht. Grüß die Chefs mal von mir, ich denke mal du meinst Christian von Hansekontor.“ Er sagte:“ Mach ich.“ In dem Moment fuhren Rettungsdienste und auch Polizei an mir vorbei. Der Hubschrauber drehte ab und flog davon, also war es kein Rettungshubschrauber. Der Funk schwieg und ich ging wieder meinen Gedanken nach. Im Radio berichteten sie von dem Stau und gaben eine Länge von 28 Kilometern an, das war mir zu hoch, denn etwa 4 Kilometer hinter mir war eine Ausfahrt. Warum nutzte die keiner um den Stau zu entgehen? Logik der Menschheit. Man hört was von einem Stau und muss da reinfahren. Machte Sinn.


    Nach 2 Stunden warten ging es endlich weiter. Trümmerhaufen standen auf der Standspur, 3 PKWs die wohl testen wollten wer der Kräftigere ist. So wie die aussahen hatten alle verloren. Die Autos waren Schrott und die Fahrer wohl Verletzt, nun wussten alle drei dass es nicht gut ist zu rasen. Ich konnte endlich weiter und hinter der Unfallstelle fingen die Unbelehrbaren wieder an zu rasen. In Frankfurt angekommen stellte ich den Miniatur Trailer an die angegebene Stelle und ging ins Büro die Papiere abzeichnen lassen. Danach fuhr ich auf die A3 Richtung Köln. Mir war klar dass es ein Fehler sein könnte, aber ich riskierte es. Es war kein so großer Fehler und so kam ich in Köln an und fuhr schon bald auf den Hof von Kati und Herbert. Kati stand draußen und staunte nicht schlecht als sie mich sah, ich stieg aus und begrüßte sie. Dann fragte ich:“ Wo ist Martin?“ Kati sagte:“ Er kommt gleich, er war mit seinem PKW in der Werkstatt, da der neuen TÜV nötig hat.“ Wir gingen ins Büro und tranken Kaffee, Kathi fragte:“ Soll das Monster da draußen für Martin sein?“ Ich nickte und sah sie nur an. Martin kam zurück und blieb bei dem Volvo stehen, dann kam er rein und sagte:“ Wow ist das ein Hammerteil, den zu fahren macht sicher Spaß.“ Ich gab ihm die Schlüssel und sagte:“ Du wirst es bald wissen, denn den fährst du ab heute. Fahrzeugschein ist am gleichen Platz wie immer. Der Brief bleibt in der Firma. Ob ihr ihn Ummeldet oder auf Dänemark angemeldet lasst überlasse ich euch. An eurer Stelle würde ich ihn auf Dänemark angemeldet lassen, da dort die Steuern billiger sind als hier.“ Martin sagte:“ Das überlasse ich den Chefs hier. Danke Bär, der Truck ist echt der Hammer. Sogar eine FC Lackierung hat er.“ Ich sagte:“ Keine Lackierung, nur Folie, die ist noch Frisch, denn die wurde erst letzte Nacht geklebt. Pass gut auf Goldi auf.“ Ich rief mir ein Taxi und ließ mich zu Markus in seine Kanzlei fahren. Die Sekretärin war im Büro und sagte:“ Tach großer, Markus ist im Gericht, müsste aber Innerhalb der nächsten halben Stunde hier sein. Ich mach dir einen Kaffee.“ Tja seit sie mit Markus zusammen war sagten auch wir du zueinander. Schön dass nun Markus seine große Liebe gefunden hatte. Markus kam dann endlich auch und war Überrascht mich hier zu sehen. Wir sahen den neuen Vertrag mit Herbert an und ich setzte meine Unterschrift drunter, Herbert hatte das schon getan. Klar er lebte ja hier und für ihn war der Weg zu Markus einige Hundert Kilometer näher als meiner. Markus und ich saßen noch bei einem Kaffee und einer Kippe zusammen, danach fuhr mich Markus nach Düsseldorf zum Flughafen, mit einem Umweg über meine Baustelle.


    Hier hatte sich nicht viel getan, Die Betonplatte lag zwar, aber die Grube füllte sich mit Regenwasser und davon gab es hier die letzte Zeit mehr als genug. Ich denke mal da hatte jemand das Abwässern vergessen. Bisher sah es hier eher aus wie eine riesige Rechteckige Salatschüssel, Ein und Ausfahrt sahen aus wie Abgiesser oder zuführer des Dressings. Rühren konnte man dank der Größe aber nur mit Großraumbaggern. Ich musste mal mit der Baufirma reden, denn wenn alles fertig war und Platzregen sich hier festsetzten, dann füllte sich die Kellerebene im Eiltempo mit Wasser, das war nicht gut. Ich ging näher an den Rand und sah dass vor mir schon die erste Wand gegossen war, allerdings waren noch die Schalwände als Stützen da. Wir fuhren nach einer Kippe Richtung Flughafen, ich stieg am Flughafen aus und Markus fuhr ins Büro. Mein Flug ging erst in 2 Stunden, also ging ich etwas essen und sah mir danach die Shops an. Natürlich kaufte ich etwas für Petra und die Kinder. Endlich saß ich im Flieder nach Stockholm, und ich musste dann nur noch nach Dänemark kommen. Ich würde wohl oder übel einen Leihwagen nehmen müssen, und den dann morgen zu unserer Werkstatt bringen damit er wieder zurück nach Stockholm kam. Aber Hertz gab es in jeder größeren Stadt.


    Mein Nachbar quasselte die ganze Zeit davon was er doch als Vertreter zu leiden hatte. Landmaschinen brachte er an die Landwirte in ganz Europa, bevorzugt John Deere und Massey Ferguson. Tja wenn man davon leben konnte, warum nicht. Er zeigte mir Kataloge und ich war doch sehr Erstaunt was es für Monster darunter gab. Vor vielen Jahren hatte ich mal ab und zu für Deutz Fahr einige Traktoren für die Arabischen Emirate nach Rotterdam gebracht, heute gammelten die Teile irgendwo in den Wüsten vor sich hin. Denn keiner war da um den Bauern zu zeigen wie sie Funktionieren und was die können. Nun war Deutz Fahr pleite und mit ihnen starb auch Magirus Deutz, und auch einer der größten Arbeitgeber in Köln, denn beide kamen vom gleichen Hersteller in Köln als KHD bekannt. Richtig hieß es Klöckner Humboldt Deutz. Ich sagte immer Keiner Hilft Dir, denn da wusste nie einer wo man seinen Trailer finden konnte, also alleine suchen.
    Endlich wieder festen Boden unter den Füßen, allerdings Dänischen, da es in Schweden ein Unwetter gab und der gesamte Flugverkehr umgeleitet wurde. Also nahm ich mir einen Leihwagen am Flughafen und fuhr Richtung Heimat. Den Vertreter nahm ich mit, da er nach Esbjerg musste. Ich fuhr ihn bis vor seine Türe und dann fuhr ich zur Autobahn nach Odense. Danke ans Unwetter, so sparte ich mir die Fahrt Schweden Odense. Meine restliche Zeit vor der Amerika Reise verbrachte ich im Büro, oder auf Touren im Nahbereich. Dann war es so weit Francesco brachte mich mit meinem Granada zum Flughafen, ihm vertraute ich und ich wusste dass er anständig fährt. Zwischendurch war auch Abdul da gewesen und lud die PKW´s auf seinen Truck, nur der Sierra blieb hier, denn da wusste ich noch nicht was aus ihm werden sollte. Endlich wurde auch unser Flug ausgerufen und ich begab mich zum Gate.




    Nachtrag: Goldi musste mich verlassen, da er auch mit Kran nicht als Schwerlastzug taugt, ab 40 Tonnen verliert er vorne den Bodenkontakt. Also habe ich ihm Köln als Standort gewählt. Schade dass dieser echt gut gemachte Truck nur leichte Fracht ziehen kann. Dem Modder ist da sicher ein Fehler unterlaufen. Also gibt es Goldi nur noch in Köln und ich fahre erstmal den Renn Scania, der kann sogar Schwerlasten fahren und bleibt dabei mit allen Rädern auf der Straße.

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Kommentare 8

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    infinity -

    Ach, Düsseldorf wird jetzt das neue Tropical Island, statt des Logistikstützpunkts... Und du hast es getan....... Goldi mit dem lütten DTEC :D

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      alaskabaer01 -

      Sieht zwar zum Piepen aus der Gigant mit dem Mini im Heck. Aber das Mod ist leider Fehlerhaft, auch mit Kran geht der Volvo bei 46 Tonnen vorne hoch und verliert mit den 2 Lenkachsen den Bodenkontakt. Also ab nach Köln damit und Mod gelöscht.

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    loddi51 -

    Schön geschriebenes Kapitel.

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    TurboStar -

    Zerlegter BMW? War zwar ein paar Meilen in Wales, aber ich glaube, denn kenne ich :D Schönes Kapitel.

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    Werner 1960 -

    Toll geschrieben und viel Spass in den USA.

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      alaskabaer01 -

      Danke schön. Amerika ist dann beim nächsten Kapitel mein Thema. Hoffe ein Kapitel reicht aus. :D