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36. Von Kanada nach Kalifornien und ein Erdbeben mit Folgen

  • Sonntag, den 11. Februar 2018, 1:15 pm, Eastern Standard Time, Dryden, ON:

    Am Sonntagmittag war mein Reset und somit mein Wochenende schon wieder beendet. Ich hatte aber auch keine Lust mehr, in der kleinen Stadt, in der man im Winter auch nicht wirklich viel machen konnte, zu verbringen. Daher war ich ganz froh, dass es schon wieder losging.
    Um viertel nach Eins war ich an meinem Truck und schaute, ob er noch ansprang. Der Anlasser orgelte etwas länger und man merkte, dass er sich sehr schwer tat. Gerade in dem Moment, wo ich glaubte, dass ich Starthilfe bräuchte, erwachte der Paccar MX 13 zum Leben. Dabei war die Leerlaufdrehzahl anfangs aber auch sehr ungleichmäßig.
    Jetzt, wo der Motor lief, stellte ich dann auch das E-Log auf PTI. Außerdem stellte ich das ORBCOMM wieder an. Ein paar Minuten später poppte dann auch die Meldung auf dem Tablet auch, die mir zeigte, was ich als nächstes machen sollte:

    PICKUP: CW-ONDR
    TRAILER: RE28594 / RE28882
    FREIGHT: YOGURT
    WEIGHT: 39,500 LB
    TO: TB-CAVJ
    GATE: 01
    REMARKS: URGENT ORDER / STAA-DOUBLE DOLLY (ON)8HH6883

    CASA-CSA.

    Ein Double mit Joghurt wartete auf mich. Das Double sollte nach Kalifornien. Soviel war klar. Ich musste aber erst die Daten ins Navi übernehmen, damit mir mein Ziel etwas plausibler wurde. Es ging zu einem Markt einer kleinen, recht unbekannten Lebensmittelkette namens TidBit. Der Markt lag in Vidal Junction, CA, einem kleinen Ort an der Grenze nach Arizona. Immerhin nach Kalifornien, dachte ich. Ich erledigte schnell meine PTI und hoffte, dass der Kenworth schnell warm wurde. Als ich um halb Zwei losfuhr, lief der Paccar MX 13 aber wenigstens schon rund.
    Ein paar Minuten später erreichte ich das Zentrallager und forderte beim Lagermeister, der Dienst hatte, das Double ab. Etwas später hatte ich dann meine Zollpapiere in den Händen und konnte zum Tor 1 fahren, wo mein Gespann auf mich wartete. Nun konnte ich aufsatteln und meine PTI erledigen. Es war dann zwei Uhr, als ich mich auf den Weg machen konnte.
    Langsam fuhr ich durch den Ort und sah zu, dass ich zum Trans Canada Highway zurückkam. Dabei testete ich vorsichtig, wie sich das Double auf den winterlichen Straßen benahm. Zum Glück waren die Trailer noch recht neu und die Technik funktionierte. Nicht auszudenken, wenn bei diesem Wetter bei einem der kleinen Reefer das ABS nicht richtig arbeitete. Auf dem Trans Canada Highway Nr. 17 ging es nun in westlicher Richtung weiter.

    An diesem Nachmittag schien bei eiskalten Temperaturen aber immerhin die Sonne und so ließ es sich wenigstens gut fahren. Ich folgte immer weiter der Beschilderung des Highway 17, bis ich die Grenze nach Manitoba erreicht hatte. Nun war die Route nur noch als Trans-Canada-Highway ausgeschildert. Die Beschilderung in Richtung Winnipeg zeigte mir aber auch, dass ich auf dem richtigen Weg war.
    Nachdem ich in Manitoba war, hatte ich dann auch wieder Central Standard Time. Außerdem wurde der Highway mehrspurig.
    Natürlich musste ich auch wieder über die nächste Waage. Hier musste ich auch mal wieder mit meinen Papieren ins Büro. In erster Linie aber, weil man kontrollieren wollte, ob ich keine Illegale Kabotage betrieb. Mit meinen Papieren nach Kalifornien gab es aber keine Probleme. Mit meinem Gewicht auch nicht. Mit knapp über 79,000 Pfund war ich sogar für die USA legal. In Kanada erst recht. So konnte ich ohne Probleme weiterfahren.
    Schließlich erreichte ich Winnipeg und wechselte dort auf die MB-75 die zur Grenze und somit in die USA führte. Diese hatte dann wieder nur eine Spur pro Fahrtrichtung. Die Grenze war jetzt aber nicht mehr weit.

    Gegen 6:00 pm erreichte ich die Grenze. Trotz des reduzierten Verkehrs am Sonntag musste ich hier noch etwa eine Stunde warten. Gegen 7:00 pm begann dann meine Border Inspection. Die Papiere waren aber soweit in Ordnung und die kleinen Trailer waren verplombt. So durfte ich eine halbe Stunde später wieder weiterfahren. Es ging jetzt über die I-29 weiter, die in Etwa auf Höhe der Grenze zwischen Minnesota und North Dakota war. Sie verlief aber auf dem Staatsgebiet von North Dakota.
    Bis nach Fargo fuhr ich nun südwärts über die I-29. Dort wechselte ich dann auf die I-94 in westlicher Richtung. Der Beschilderung nach ging es nun in Richtung Bismarck, ND. Genau bis dahin reichte dann auch in dieser Schicht meine Fahrzeit. Dabei fing es dann am späten Abend noch an zu schneien. Die Straßen waren aber gut präpariert. Das Welpen Rudel benahm sich auch brav. So konnte ich trotzdem weiter gut fahren. Am Stamart Travel Center in Bismarck, ND machte ich dann um viertel nach Eins in der Nacht Feierabend. Als der Truck schließlich stand, hatte ich 10 Stunden und 55 Minuten Fahrzeit auf dem E-Log. Viel besser hätte ich meine Zeit nicht nutzen können. Ich war jetzt sehr müde. So verzichtete ich auf einen Besuch im Truckstop und legte mich sofort schlafen.

    Montag, den 12. Februar 2018, 10:30 am, Central Standard Time, Bismarck, ND:

    Wie viele der anderen Kollegen hier auf dem Truckstop auch, hatte ich den Truck in der Nacht laufen lassen. Ein Kollege hatte mir noch den Tipp gegeben, die Leerlaufdrehzahl leicht zu erhöhen. Dadurch lief der Motor etwas runder und erzeugte weniger Vibrationen. Das Geräusch störte mich, als Reefer Fahrer sowieso nicht so wirklich. Ich hatte recht gut geschlafen und ging, als ich aufgestanden war, zum Duschen in den Truckstop. Auch den ersten Kaffee der Schicht gab es mal wieder dort. Nach Abschluss der PTI ging es um halb Zwölf wieder weiter.

    Es ging zurück auf die I-94 in Richtung Westen. Der Schneefall vom vergangenen Abend hatte sich verzogen und die Sonne war wieder zum Vorschein gekommen. Das änderte aber nichts an der Tatsache, dass es sehr kalt war. Trotzdem waren die Highways gut geräumt und man konnte sehr entspannt fahren.

    Schließlich erreichte ich Montana und ich hatte somit Mountain Standard Time. Nun dauerte es nicht mehr lange, bis ich ins Tal des Yellowstone River kam. Dort machte ich an einer Rest Area Pause.
    Ich versorgte mich aus meinen Vorräten. Außerdem telefonierte ich noch kurz mit Keela, bis sie sich schließlich auf den Weg zur Arbeit machen musste. Sie hatte ja diese Woche Spätschicht. Nach dem Telefonat legte ich mich noch mal eine halbe Stunde lang. Gegen viertel nach Drei ging es dann weiter.

    Während meiner Fahrt durch das Tal des Yellowstone River ging dann meine Tankleuchte an. Meine Tanks mussten also mal wieder gefüllt werden. Ich fuhr dann aber noch bis nach Billings, MT. Dort kannte ich mich ein wenig aus, weil ich dort schon mal über einen Reset gestanden hatte. Ich fuhr dann über den Business Loop 90 und nahm dann in Billings eine Tankstelle, an der ich vor Monaten ebenfalls schon mal getankt hatte. Mit vollen Tanks ging es dann weiter.

    Etwa viereinhalb Stunden konnte ich nun noch fahren. Durch das abendliche Billings ging es nun wieder zurück zur I-90. Über diese ging es dann durch die Berge von Montana in Richtung Butte weiter. An diesem Abend blieb es dann auch trocken, auch wenn es immer noch kalt blieb. Mit meiner Fahrzeit kam ich noch bis nach Butte, wo ich dann am örtlichen Pilot Truckstop Feierabend machte. Dort angekommen, war ich auch wieder recht müde. Ich ging also auch an diesem Abend nicht mehr in den Truckstop, sondern legte mich recht schnell in mein Bett.

    Dienstag, den 13. Februar 2018, 7:30 am, Mountain Standard Time, Butte, MT:

    In der Vergangenen Nacht hatte es mir wieder gereicht, die Standheizung zu benutzen und ich traute mich, den Truck abzustellen. Es sollten in der Nacht nur einstellige Minusgrade werden. So war es dann zum Glück auch. Trotzdem waren es -9°C, als ich am Morgen zum Duschen in den Truckstop ging. Auch heute gab es nach der Körperpflege mal wieder den ersten Kaffee im Truckstop. Um halb Neun am Morgen hatte ich schließlich die PTI beendet und konnte mich erstmal wieder aus meinen Wintersachen schälen. Zum Glück ging es heute den Ganzen Tag in Richtung Süden. So konnte ich davon ausgehen, dass es dabei auch langsam wärmer werden würde.

    Ich verließ Butte und hielt mich nun auf die I-15. Diese Interstate war mir ja durchaus bekannt. Allerdings weniger aus dieser Gegend. Hier hatte ich mich in meiner beruflichen Karriere erst einmal herumgetrieben. Am meisten nutzte ich die I-15 im Raum Barstow oder vielleicht noch bis nach Vegas. Bis dahin würde ich heute aber mit Sicherheit nicht mehr kommen. War Vegas doch noch zu weit von hier entfernt.

    Hier ging es jetzt erstmal weiter durch die Rocky Mountains. Hier in Montana waren die Berge doch schon recht eindrucksvoll. Ähnlich, wie in Colorado. Die I-15 ging aber zum Glück weitgehend durch die Täler, so dass ich nicht ständig auf und ab fahren musste.
    Auch Idaho, was ich als nächstes passierte war von den Bergen der Rockys geprägt. Entsprechend änderte sich erstmal auch nicht viel von den Temperaturen. In die tiefen Täler kam die Sonne kaum rein. Außerdem gab es hier auch häufig eine Inversionswetterlage, bei der die Temperaturen in den Tälern kälter war, als auf den Bergen.
    Es ging an Idaho Falls vorbei, dann näherte ich mich immer mehr Utah. Das Telefonat mit Keela erledigte ich heute während der Fahrt, da ich es versäumt hatte, mir rechtzeitig einen Parkplatz zu suchen. Leider gab es hier in der Gegend auch nicht so viele Truckstops, wie in anderen Teilen der USA. Als Ich schließlich einen Platz für meine Pause gefunden hatte, musste Keela schon fast ins Büro.
    Ich war inzwischen aber auch schon in Utah angekommen. Nun stand ich an einem kleinen Truckstop in Garland, UT. Nachdem wir unser Telefonat dann beendet hatten, machte ich mich auf den Weg in den Truckstop, wo ich zu Mittag aß. Hier war es dann drei Uhr, als ich mich wieder auf den Weg machte.

    Nun ging es noch in Nord – Süd Richtung durch Utah. Salt Lake City passierte ich zwar genau zur Rush Hour, trotzdem kam ich recht gut durch und hatte keine Probleme mit Staus. Meine Fahrzeit reichte dann noch bis zum Flying J Truckstop in Beaver, UT. Mit Zehn Stunden, 45 Minuten kam ich dort gegen acht Uhr am Abend an.
    Inzwischen war ich dann auch den Schnee wieder los und selbst um diese Zeit am Abend herrschten noch leichte Plusgrade. So brauchte ich mich auch nicht mehr ganz so dick anziehen, als ich noch zum Duschen und Abendessen in den Truckstop ging. Zurück im Truck ging ich dann aber auch recht schnell ins Bett.

    Mittwoch, den 14. Februar 2018, 5:30 am, Mountain Standard Time, Beaver, UT:

    Das Nächste, was ich nach dem Wecker an diesem Morgen hörte, war mal wieder das Pladdern des Regens auf meinem Kabinendach. Besser so, als wenn ich nichts hörte, weil Schnee herunterkam. Da ich aber lieber warm duschen wollte, durchquerte ich den Regen schnell und nahm dann doch lieber eine Dusche im Truckstop.
    Als ich im Anschluss den Kaffee im Truckstop trank, fiel mein Blick auf einen der Fernseher, auf denen ohne Ton ein Nachrichtensender lief. Dort waren gerade Bilder, von einem mittleren Erdbeben in Nordkalifornien. Ich wunderte mich, weil das doch so alltäglich war, dass man davon allenfalls in unseren Lokalsendern was brachte. Dieses Beben hatte aber wohl eine Stärke, bei der eine 5 vor dem Komma auf der Richter-Skala war. Das war dann schon etwas seltener. Es wurden auch ein paar Bilder von eingestürzten Altbauten gezeigt. Die Modernen Gebäude bei uns waren ja samt und sonders Erdbebensicher. Die älteren Gebäude, meistens Holzhäuser, nicht immer unbedingt. Allerdings hatten diese auch schon manches Beben überstanden, sonst wären sie gar nicht mehr da. Ich beachtete das dann nicht mehr weiter und machte mich nach dem Kaffee wieder auf den Weg zum Truck.

    Um halb Sieben hatte ich die PTI erledigt und machte mich wieder auf den Weg. Nun ging es über die I-15 weiter in Richtung Las Vegas. Als dann gegen sieben Uhr die Nachrichten kamen, hörte ich etwas genauer hin, als der Sprecher auf das Beben zu sprechen kam: „Ein mittelschweres Erdbeben hat sich in der vergangenen Nacht in Nordkalifornien ereignet. Das Beben mit der Stärke 5,2 auf der Richter-Skala war etwas stärker, als die Beben, die dort regelmäßig vorkommen. Das Epizentrum befand sich etwa 25 Meilen südwestlich der kalifornischen Hauptstadt Sacramento. Ein paar ältere Gebäude haben das Beben leider nicht überstanden und sind eingestürzt. Die weiteren Schäden sind wohl überwiegend bei zerbrechlichen Gegenständen entstanden. Bisher sind aufgrund des Bebens keine Todesfälle gemeldet worden. Die Anzahl der Verletzten steht noch nicht fest. Der Großteil sind aber leichte Verletzungen.“
    Ich schluckte dann doch erstmal. Erdbeben waren bei uns relativ normal. Unter 4,0 waren sie schon fast an der Tagesordnung. Da regte sich bei uns auch keiner drüber auf. Es sei denn, er ist es nicht gewohnt. Selbst Keela hatte sich an die leichten Beben bereits gewöhnt.
    Beben in dieser Stärke waren aber selbst bei uns nicht allzu häufig. Da ich aber bisher keine Anrufe bekommen hatte, ging ich davon aus, dass bei uns alles in Ordnung war.

    Der Anruf kam dann eine halbe Stunde später von meinem Dad. „Hallo Dad, warum rufst du an?“ „Hast du schon was von dem Beben gehört, was letzte Nacht bei uns war?“ „Es wurde tatsächlich in den Nachrichten darüber berichtet. Es sind doch alle in Ordnung... Oder?“ „Ich denke schon. Bei uns zu Hause ist gar nichts passiert. Deine Mom sorgt schon dafür, dass bei uns alles sicher untergebracht ist, was empfindlich ist. Von Jessica oder Keela habe ich noch nichts gehört. Ich gehe davon aus, dass alles okay ist.“ „Warum rufst du denn dann an?“ „Wir haben doch kürzlich schon mal über deine marode Halle gesprochen.“ Ich ahnte schlimmes. „Ich erinnere mich.“ „Deine Halle hat das Beben leider nicht überstanden. Das habe ich gerade gesehen, als ich ins Büro gekommen bin.“ „Das klingt nicht gut.“ „Ich werde gleich mal rübergehen und mir das genauer anschauen. War in der Halle was eingelagert?“ „Das nicht. Da war nur etwas Werkzeug drin, was ich von Joe mit übernommen hatte. Allerdings stand mein Auto in der Halle.“ „Das hat sich dann wohl erledigt.“ „Der Wagen sollte zwar weg, aber eigentlich nicht so.“ „Ich mache dann gleich mal ein paar Bilder, wenn ich drüben bin. Außerdem werde ich zusehen, dass der Strom abgestellt wird. War die Halle beheizt?“ „Nicht wirklich.“ „Gut. Dann brauche ich nicht nach einem Gasanschluss suchen.“ „Okay. Danke.“ „Wo bist du denn gerade?“ In Utah. Auf dem Weg nach Südkalifornien. Ich bin am Vormittag noch in Las Vegas.“ „Gut. Dann müssen wir mal schauen, dass du nach Sacramento kommst.“ Wir legten auf und ich musste erstmal durchatmen.
    Wir hatten in der letzten Zeit öfter das Thema mit der maroden Halle angesprochen. Ich habe das aber nicht so ernst genommen. Nun hatte ich den Salat.
    Ich schrieb dann Jessy kurz über WhatsApp an: „Hallo Schwesterchen. Alles klar bei euch? Muss ja wohl gut gewackelt haben.“ Die Antwort kam prompt: „Hi Bruderherz. Bei uns ist alles fit. Ist auch nichts zu Bruch gegangen. Dave befürchtet aber Überstunden, weil bei den eingekrachten Gebäuden mit Sicherheit ein paar Baumaschinen gebraucht werden.“ „Die kann ich auch gebrauchen. Meine Halle ist wohl eingekracht.“ Schrieb ich zurück. „Oh, je. War dein Truck drin?“ „Der war gerade mit mir in Utah. Dad hat mich informiert. Stand nur mein Ford in der Halle.“ „Um den ist es nicht schade.“ „Ich habe dich auch lieb.“ „Sorry, aber da bin ich der gleichen Meinung, wie Keela. Wie geht es Keela? Alles klar bei ihr?“ „Da muss ich jetzt mal anrufen.“ „Mach das. Denk an den Valentinstag.“ „Den hätte ich vergessen. Danke für die Info.“
    Als nächstes rief ich bei Keela an. „Hallo.“ Meldete sie sich verschlafen. „Guten Morgen. Ich wollte hören, ob du in Ordnung bist?“ „Hallo Schatz. Ich bin von dem Gewackel wach geworden. Scheint aber alles okay zu sein. Ich habe mich dann wieder ins Bett gelegt.“ „Ist denn alles ganz geblieben?“ „Habe ich noch gar nicht geschaut. Bleib mal dran. Ich habe erstmal nur gelauscht, ob ich komische Geräusche gehört habe. Als nichts war, habe ich weitergeschlafen.“ Sie ging jetzt wohl durch die Wohnung. Von dem Geschirr, was wir von meiner Tante bekommen haben, ist was zu Bruch gegangen. Sonst scheint alles in Ordnung zu sein.“ „Glück gehabt.“ „Woher weißt du eigentlich davon? Du warst doch gar nicht in der Gegend.“ „Kam sogar in den Nachrichten. War ja auch etwas stärker. Sind ja teilweise auch Häuser eingekracht.“ „Echt?“ „Jap. Dad hat mich auch schon angerufen. Meine Halle hat es auch nicht überlebt.“ „Na toll.“ „Außerdem stand der Taurus in der Halle.“ „Sind wir die Karre jetzt los?“ „Ich denke schon.“ „Dann hatte das Beben wenigstens was Gutes.“ „Na schönen dank auch.“ „Dann werde ich mir die Bescherung auch gleich mal ansehen.“ „Wenn du willst. Dad wollte die ersten Sachen unternehmen.“ „Ich fahre gleich trotzdem mal rüber.“ „Mach das.“ „War sonst noch was?“ „Verschieben wir den Valentinstag?“ „Ist wohl besser. Vielleicht auf das Wochenende.“ „Okay.“ Wir legten auf.

    Inzwischen hatte ich Utah verlassen und dann auch eine kleine Ecke von Arizona durchquert. Nun war ich in Nevada und hatte wieder die gleiche Zeit, wie zu Hause. Es dauerte dann auch nicht mehr lange, bis ich Las Vegas erreicht hatte. Dort fuhr ich von der I-15 ab und durchquerte die Stadt.

    Am Vormittag war das aber kein Problem. In Vegas lagen die Zeiten des dichten Verkehrs etwas anders. Hier hatte man das eher am Nachmittag oder Abend. Am Tage merkte ich dann wieder, dass mir, um den Zauber von Las Vegas wirken zu lassen, die zahlreichen Lichter fehlten.

    Mit meinen Gedanken war ich aber auch eher in Sacramento. Man hatte mich ja mehrfach gewarnt oder auf den Zustand der Halle hingewiesen. Aber ich hatte es ignoriert bzw. hatte so genug zu tun und hatte das Thema verdrängt. Jetzt stand ich da. Ich brauchte die Halle zwar nicht zwingend, da ich nichts einlagern musste und der Truck stand die Woche über ja auch so auf irgendwo draußen. Ein Büro brauchte ich bisher auch nicht. Das bisschen Bürokram erledigte ich ja meistens auf dem Laptop oder wenn ich mal zu Hause war auf meinem PC. Trotzdem brauchte ich was, wo ich offiziell meinen Firmensitz hatte und das sollte nicht unsere Wohnung sein.
    Ich hatte ja das Grundstück, wo die Halle drauf gestanden hatte. Dieses sah aber vorher schon aus, wie ein Schrottplatz. Ich musste mal abwarten, was die Versicherung bezahlen würde und dann mal schauen, was mir die Banken gaben.
    Vielleicht konnte man ja doch irgendwie auf die Hilfe von Keelas Familie hoffen. In Saint Paul würde bei dem aktuellen Wetter dort wahrscheinlich nicht viel in der Baubranche laufen. Wir mussten halt abwarten. Vielleicht bekamen wir ja sogar genug Geld, um die Halle so auszubauen, dass man Keelas Fahrzeuge dort auch parken konnte. Außerdem konnte man ja auch ein Bürogebäude bauen, in dem man auch eine Wohnung für uns hatte. Schon konnten wir uns die Miete für Keelas Wohnung sparen.
    Ich hatte Las Vegas inzwischen verlassen und war nun auf die US-Route 93 in Richtung Süden. Nun kam ich mal wieder an den Hoover Damm.

    Nach der Überquerung der Brücke neben dem Damm hatte ich dann mal wieder Arizona erreicht. Somit hatte ich wieder eine Stunde Zeitunterschied nach Hause.
    Schließlich erreichte ich Kingman, wo mich mein Navi wieder auf die I-40 in Richtung Kalifornien schicken wollte. Da ich jetzt aber schon mal hier war, fuhr ich erstmal nach Kingman rein und suchte meine übliche Tankstelle auf, um die Tanks noch mal mit günstigem Sprit aus Arizona vollzutanken.
    Hier war es dann viertel nach Eins, als die Tanks wieder gefüllt waren. Ich fuhr den Truck noch von der Tankstelle runter und machte dann meine Pause im gleichen Gewerbegebiet.
    Dad und Keela hatte mir inzwischen Bilder von meiner Ruine geschickt. Diese leitete ich an meine Versicherung weiter und bat meinen Sachbearbeiter, alles Nötige in die Wege zu leisten. Spätestens am Wochenende sollte ich ja dann auch in Sacramento sein. Dann könnte man alles Weitere besprechen.

    Anschließend telefonierte ich noch mit Keela, die versuchte, mich noch auf andere Gedanken zu bringen.

    Um zwei Uhr fuhr ich dann wieder weiter. Ich fuhr zur I-40 und hielt mich dort in Richtung Kalifornien. Es dauerte dann auch nicht lange, bis ich die Grenze erreichte. Kurz darauf verließ ich bei Needles die I-40 und fuhr in südliche Richtung auf die US-Route 95. Diese sollte mich dann nach Vidal Junction führen.
    Dort angekommen stellte ich fest, dass das Kaff aus einer Kreuzung der US-95 mir der CA-62, einer Handvoll Häuser, einer Prüfstelle für Landwirtschaftliche Fahrzeuge, einem Diner und eben jenem TidBit Markt bestand. Mehr gab es hier nicht. Da erstaunte es mich immer mehr, dass ich ausgerechnet hierhin eine Ladung Joghurt aus Kanada bringen musste. Dryden, ON war ja schon klein gewesen. Gegen Vidal Junction war das aber noch eine Großstadt. So brauchte ich aber wenigstens nicht lange suchen.

    Ich fuhr auf das Gelände des Marktes und meldete mich beim Filialleiter. Dieser schickte mich auf die Rückseite des Marktes, wo sich die Warenannahme befand. Da ich das Double ja nicht zerlegen konnte, mussten die Leute hier auf den City Trucker warten, der das dann machen würde. Die Ware für diesen Markt war wohl eh auf dem hinteren Pup. Diesen konnte man ja abladen. Als ich abgesattelt hatte, war auch schon der nächste Auftrag von Keela im System:

    PICKUP: TB-CAVJ
    TRAILER: DH53779
    FREIGHT: USED PACKGING
    WEIGHT: 36,000 LB
    TO: ES-NVLV
    GATE: -----
    REMARKS: -----

    CASA-KRY.

    Der Auftrag war zwar nicht gerade die Erfüllung, da hier aber weit und breit nichts anderes war, blieb mir nichts anderes übrig, wenn ich mir Leermeilen sparen wollte. Die nächsten Möglichkeiten hier in der Nähe wären in Ehrenberg, wo es einen Neighborhood Market und ein Best Buy Lager gab, oder Parker, AZ, wo es aber auch nur ein Supercenter gab. Sonst müsste ich schon wieder bis Quartzsite oder Kingman fahren. Da konnte ich auch gleich die Ladung für Vegas mitnehmen.
    Ich forderte bei dem Mitarbeiter die Altverpackungen ab und durfte dann mal wieder einen Trailer von dem großen, gelben Logistiker aus Germany aufnehmen. Offensichtlich fuhren die als Spediteur für die TidBit Gruppe.
    Nachdem ich aufgesattelt hatte, fuhr ich nur noch von dem Gelände des Marktes runter. Dann fuhr ich noch bis zu dem kleinen Diner, welches an der US-95 lag und machte dort Feierabend. Ich hatte heute einfach keine Lust mehr. Mit meiner Fahrzeit wäre ich sowieso nicht mehr allzu weit gekommen. Ich hatte ja keine zwei Stunden mehr übrig.
    Nachdem ich geparkt hatte, ging ich in das Diner zum Essen. Anschließend machte ich es mir im Truck gemütlich. Ich wollte in Ruhe Fernsehen, doch meine Gedanken gingen immer wieder zu meiner Ruine, die mal meine Halle war. Irgendwann schaltete ich den Fernseher aus und legte mich in die Koje.

    Donnerstag, den 15. Februar 2018, 2:00 am, Pacific Standard Time, Vidal Junction, CA:

    Trotz der Probleme, die jetzt auf mich zukamen, hatte ich sehr gut geschlafen. Ich machte mir jetzt auch nicht allzu viele Gedanken, dass es ein Problem werden könnte. Dass die Halle marode war und der Ford nicht nur alt, sondern auch spießig war, stand ja vorher schon fest. Daher sollte ja über kurz oder lang was passieren. So sparte ich mir zumindest den Akt, das alte Auto noch verkaufen zu müssen. Versichert war beides.
    Heute stand dann mal wieder die Körperpflege aus dem Wasserkanister an. Natürlich hatte hier nichts 24 Stunden geöffnet. So war es nachts um zwei Uhr natürlich ziemlich tot. Den Kaffee bereitete ich mir natürlich auch im Truck. Gegen halb Drei begann ich dann, die PTI per Taschenlampe auf dem dunklen Parkplatz zu erledigen. Eine Viertelstunde später machte ich mich dann auf den Weg.

    Über die US-95 ging es zuerst wieder zurück zur I-40 bei Needles. Hier fuhr ich wieder in Richtung Arizona. Bei Kingman ging es dann über die US-93 in Richtung Las Vegas weiter. Da ich gestern bereits getankt hatte, sparte ich mir das heute. Auf Höhe des Hoover Damms erreichte ich schließlich wieder Nevada. Nun war es auch nicht mehr weit, bis ich Las Vegas erreichte. Obwohl es inzwischen schon sieben Uhr durch war, leuchteten immer noch die Lichter der Stadt. So war die Stadt dann wieder sehr eindrucksvoll. Erst recht, als ich dann sogar den berühmten Strip passierte.

    Um halb Acht erreichte ich schließlich das Außenlager. Heute musste ich dann aber mal wieder mit dem Trailer in die hinterste Ecke, wo die Altverpackungen in die Müllpresse mussten. Eine Viertelstunde nach der Ankunft hatte ich den Trailer dort aber abgestellt. Nun konnte ich im System schauen, wie mein nächster Auftrag aussah:

    PICKUP: SC-NVLV
    TRAILER: CT40557
    FREIGHT: EMPTY PALLETS
    WEIGHT: 27,000 LB
    TO: CW-CASA
    GATE: 04
    REMARKS: -----

    CASA-DSN.

    Eine Ladung leere Paletten nach Hause. Besser, als nur mit dem Bobtail nach Hause zu fahren. Ich verließ das Außenlager und machte mich auf den Weg zum Supercenter. Dort stand dann mein 40 Fuß Trailer für mich bereit. Ich sattelte auf und erledigte die PTI. Gegen viertel nach Acht konnte ich mich dann auf den Weg nach Hause machen. Da ich jetzt bereits fünf Stunden gefahren war, brauchte ich ja überhaupt nicht mehr darüber nachdenken, ob ich es noch nach Hause schaffen würde oder nicht. Entsprechend entschied ich mich heute mal nicht für die schnellste, sondern für die kürzeste Route, die Sinn machte.
    Ich sah zu, dass ich aus Las Vegas herauskam. Aber nicht, wie sonst, in südlicher Richtung, sondern heute in nördlicher Richtung über die Route 95.
    Ich passierte Indian Springs, einen Ort der durch die Creech Air Force Base geprägt war. Langsam überlegte ich, dass es Zeit für meine Pause wurde. Ich fuhr dann noch bis ins Amargosa Valley, wo dann das Area 51 Alien Center lag. Ein Truckstop, der wohl eher was für die Nerds unter den Truckern war. Zum Duschen und Essen war mir der aber auch recht.
    Schließlich telefonierte ich noch mit Keela. Wir beschlossen dabei aber, dass wir uns erst mit dem Problem der Halle beschäftigten, wenn ich morgen in Sacramento war. Um halb Zwölf machte ich mich dann wieder auf den Weg.

    Bei Beatty hatte ich dann die Wahl, ob ich auf der US-95 bleiben wollte, oder ob ich ins Death Valley abbiegen wollte. Ich entschied mich dabei für die US-Route. Etwas später passierte ich die ehemalige Goldgräberstadt Goldfield, die entgegen der landläufigen Meinung nach keine Geisterstadt war. Es lebten doch immer noch knapp 500 Menschen hier. Der nächste Richtungswechsel erfolgte dann in Tonopah. Hier traf die US-95 auf die US-6. In westlicher Richtung führten dann beide über eine Trasse weiter. Bei Coaldale, was dann noch mehr, wie Goldfield einer Geisterstadt glich, musste ich mich dann wieder mal entscheiden. Weiter in nördlicher Richtung der Route 95 folgen, oder in westlicher Richtung auf der Route 6 weiter. Hier entschied ich mich für letzteres.
    Nun ging meine Fahrzeit langsam dem Ende zu. Leider kam dann erstmal auch nichts mehr, wo ich wirklich stehen bleiben wollte. Auch wenn meine Paletten mit Sicherheit nicht geklaut werden würden, wollte ich auch nicht mutterseelenallein in der Wüste stehen. So kam die Staatsgrenze nach Kalifornien dann vor meinem Pausenplatz. Mit ziemlich genau elf Stunden Fahrzeit kam ich dann schließlich in Bishop, CA an. Dort, wo die Route 6 und die Route 395 zusammentrafen, befand sich der kleine Ort. Hier konnte ich dann schließlich für heute Feierabend machen. Neben einer Tankstelle gab es hier auch eine Möglichkeit zum Parken und ein kleines Lokal, wo man was essen konnte. So viel hätte ich schon gar nicht mehr für meinen Feierabend gebraucht.
    Ich parkte den Truck und ging noch eine Kleinigkeit essen. Anschließend machte ich es mir im Sleeper gemütlich. In der Nacht würde dann der Endspurt nach Hause anstehen.

    Freitag, den 16. Februar 2018, 2:00 am, Pacific Standard Time, Bishop, CA:

    In der Nacht um zwei klingelte der Wecker wieder. Ich stand auf und setzte zuerst einen Kaffee auf. Als nächstes stand mal wieder eine Wäsche aus dem Wasserkanister an. Es war ja kein Truckstop, wo ich Pause gemacht hatte. Um halb drei stellte ich auf PTI und eine Viertelstunde später machte ich mich auf den Weg nach Hause.
    Über die US-395 ging es zuerst weiter in Richtung Norden. Kurz vor Lee Vinnig kam dann der Abzweig zum Tioga Pass und zum Yosemite Nationalpark. Ich musste an den Dezember zurückdenken, wo ich hier Dank Keela herfahren musste, weil sie vorher an meinem Truck-Navi rumgespielt hatte. Ein lächeln kam dabei auf meine Lippen. Die Strecke war zwar anstrengend, Keelas schlechtes Gewissen deswegen, war aber die Anstrengungen allemal Wert gewesen.
    Ich nahm dann auch für den weiteren Weg die gleiche Strecke, wie an jenem Weihnachtsmorgen. Wieder blieb ich bis Gardnerville, NV auf der US-395 und fuhr dann über die NV-207 nach Stateline, NV am Lake Tahoe.
    Hier fand ich dann heute früh auch eine offene Tankstelle, an der ich die Tanks noch mal füllte. Hier war es immer noch billiger, als wenige Meilen weiter in Kalifornien. Mit gefüllten Tanks ging es nun auf die US-50 in Richtung South Lake Tahoe. Hier hielt ich aber diesmal nicht an. Im Gegensatz zu Weihnachten hatte ich aber auch keine Ladung für den Ort. Heute folgte ich dann einfach der US-50 weiter nach Sacramento.

    Nun hatte ich aber doch noch mal Serpentinen zu fahren. Ich musste ja durch die Sierra Nevada, um nach Sacramento zu kommen. Außerdem lag hier im Gegensatz zu Weihnachten inzwischen auch Schnee. Der Pass und die US Route waren aber geöffnet und frei. Es war dann auch schon acht Uhr durch, als ich die ersten Vororte von Sacramento erreicht hatte. Nun ging es durch meine Heimatstadt, bis ich das Walmart Zentrallager erreicht hatte.
    Als ich dorthin abbiegen wollte, konnte ich den ersten Blick auf den Schutthaufen, der mal meine Halle war, werfen. Ich wusste dabei immer noch nicht, ob ich mich darüber ärgern sollte, oder nicht. Die Halle und der Taurus, der irgendwo unter dem Schutt lag, sollten zwar langfristig weg, so war das aber nicht geplant.

    Ich ging jetzt aber erstmal ins Büro bei Walmart, wo ich Danny antraf. „Hallo Marc, schöner Mist mit deiner Halle.“ „Hallo Danny. Das kann man wohl sagen. Bei dir auch was zu Bruch gegangen?“ „Nichts Wichtiges. Ein paar Teller und Gläser.“ „Geht ja noch.“ „Setz den Trailer mal an Tor 8, damit wir die Paletten abladen können. Wir brauchen welche zum Packen.“ „Mache ich.“ „Nehme ich dich dann erstmal raus?“ „Ich habe sowieso kaum noch Zeit vor dem nächsten Reset. Da käme nur noch eine Stadtfahrt in Frage.“ „Gut. Dann auf jeden Fall Reset. Dann kläre mal mit deinem Dad, wann du wieder fährst. Ich habe keine Ahnung, was du jetzt wegen der Halle alles erledigen musst.“ „Okay.“
    Ich verließ das Büro wieder und ging zurück zum Truck. Dann setzte ich den Trailer noch an die Rampe. Anschließend parkte ich die Zugmaschine vorerst auf dem Parkplatz, auf dem die Walmart eigenen Maschinen auch standen, wenn sie vor Ort waren.
    Zurück am Büro, fragte ich bei Sheila Miller, ob mein Dad wohl Zeit für mich hätte. Sie telefonierte kurz und schickte mich dann rauf in sein Büro.

    In dem verglasten Eck Büro im oberen Stock der Verwaltung empfing mich mein Dad. Das Büro machte einiges her. Als Gebietsleiter für Kalifornien hatte er aber auch einen wichtigen Posten in der Walmart Transportation. Weiter aufsteigen könnte er nur noch, wenn er nach Arkansas ziehen würde und darauf konnte Frank Murdock auch gut verzichten.
    Dad umarmte mich und bot mir dann einen Platz an. Dann bestellte er bei seiner Sekretärin Kaffee für uns beide. „Du bist mit Sicherheit wegen der Ruine da drüben hier.“ Sagte er und zeigte auf den Schutthaufen auf der anderen Straßenseite. „Klar.“ „Ich habe da erstmal Strom und Wasser abstellen lassen. Damit da nicht noch mehr passiert. Der Rest muss noch erledigt werden.“ „Waren die Behörden schon da?“ „Wofür? Die Ursache ist mit dem Beben doch klar.“ „Stimmt. Da gibt es nichts zu ermitteln.“ „Der Schaden muss noch bei der Versicherung gemeldet werden. Danach muss gewartet werden, bis die Versicherung alles freigibt. Im Anschluss kannst du dann den Schutt abtransportieren lassen und dich um einen Neubau kümmern. Da die Lage ideal ist, würde ich auf dem Gelände auch wieder bauen.“ „Werde ich auch machen.“ „Du solltest dabei auch etwas größer bauen. Vielleicht bekomme ich dich ja doch noch zu einem zweiten Truck.“ „Ich weiß ja nicht.“Außerdem hatte Joe ja kein Bürogebäude. Das solltest du auch anbauen. Vielleicht weniger als Büro, wie als Wohnhaus für dich und Keela. Ein Firmenbüro würde allerdings auch nicht schaden.“ „Die Idee ist nicht schlecht.“ „Die Versicherungssumme nimmst du als Eigenkapital und den Rest als Baudarlehen.“ „Gut.“ „Kann dir dabei dein zukünftiger Schwiegervater nicht helfen? Ich habe in Bentonville bei der großen Besprechung letztens auch den Leiter aus Minneapolis gesprochen. Wir kamen da auch auf Keela zu sprechen, die ja dort gelernt hat. Er sagte mir, dass Ryan Constructions ein durchaus beachtliches Bauunternehmen ist.“ „Das schon. In Kalifornien bauen die trotzdem nicht.“ „Können die denn in Minnesota im Winter überhaupt viel machen?“ „Keine Ahnung.“ „Vielleicht können die ja gerade jetzt ein paar Leute dort entbehren.“ „Da muss ich mit Keela drüber sprechen.“ „Mach das.“
    „Wie ist das denn in Bentonville sonst so gelaufen?“ „Ganz gut. Was dich betrifft, bist du jetzt auf jeden Fall A Unternehmer. Da fällt mir gerade was ein.“ Er suchte ein paar Sachen heraus. Schließlich legte er zwei Plastikkarten auf den Tisch. „Die erste Karte hier ist deine Tankkarte. Sie ist, wie die von unseren Trucks auf Walmart Transportation ausgestellt. Mit der Karte kannst du nicht nur tanken, sondern auch Reparaturrechnungen zahlen oder den Reifendienst. Außerdem kannst du damit auch in den Waschanlagen zahlen, wenn tatsächlich mal ein Trailer ausgewaschen werden muss oder du mit dem Truck in die Waschanlage willst. Gültig für USA und Kanada.“ „Aber das zahlt ihr doch nicht alles für mich.“ „Das nicht. Du bekommst aber unsere Konditionen. Die Buchhaltung zieht dann die Beträge von deinen Rechnungen ab. Die Kartenabrechnung bekommst du natürlich.“ „Okay.“ „Die zweite Karte ist quasi eine Mitarbeiterkarte. Du kennst die Karte sicherlich schon von Keela oder auch von Mom. Mit deiner kommst du in Kalifornien auch überall da hin, wo unsere Fahrer auch hinkommen. In Kalifornien also auch in die Sozialräume oder die Kantinen der Zentralläger. Außerhalb von Kalifornien funktioniert das in der Regel nicht. Für unsere Fahrer aber eigentlich auch nicht. Es kann sein, dass du in Nevada oder Arizona, also wo unsere Fahrer auch noch gelegentlich hinfahren, noch reinkommst, aber nur wenn die das für unsere Leute freigeschaltet haben. Außerdem kannst du damit Weltweit bei Walmart Mitarbeiterrabatt in den Märkten und Supercentern bekommen. Einfach beim Bezahlen an der Kasse vorlegen.“ „Danke.“ „Wie du schon sagtest, wenn du die Pflichten eines A Unternehmers hast, sollst du auch die Rechte haben.“ „Sonst noch was?“ „Ab 1. März beginnen wir hier in Sacramento mit dem Feldversuch der ORBCOMM 6.0. Zu dem Stichtag musst du in eine Werkstatt, in der ein ORBCOMM Service angeboten wird und dir die neue Software aufspielen lassen. Aufgrund der anderen Struktur für Kunde und Ort ist die Software mit älteren Systemen nicht mehr kompatibel. Wir können daher nicht beides gleichzeitig laufen lassen. Die Telematik Daten werden zwar auch von dir übermittelt, bei Subunternehmen werden wir diese aber nicht auswerten. Es sei denn du möchtest eine Auswertung.“ „Das kann ich mir ja mal überlegen.“ „Das war es, soweit das dich betrifft fürs Erste. Der Bestandsschutz für deinen Klassiker ist durch. Gern gesehen werden diese aber trotzdem nicht. Falls ich dich noch von einem zweiten Truck überzeugen kann, muss der auf jeden Fall ein moderner Truck werden.“ „Mittlerweile sehe ich das sogar ein. Ich hätte vorher halt nicht gedacht, wie viel das im Verbrauch ausmacht. Es gibt aber auch nicht mehr viel, was ich an meinem da noch ändern kann. Es gibt da noch die Aero Cab, wo auf dem Dach des Sleepers ein Aufbau drauf ist, der aerodynamischer ist, als mein Spoiler. Außerdem kann ich noch eine andere Stoßstange anbringen lassen, die etwas aerodynamischer ist. Mehr gibt es für den W900 nicht.“ „Da kann ich dir auch nichts zu sagen. Es kann dir aber wegen dem Bestandsschutz keiner vorschreiben, dass du da was ändern musst.“ „Okay. Ich dachte vorher halt, dass ich aufgrund der modernen Technik auch aus dem Klassiker ein moderner Truck wird. Das stimmt halt nur zum Teil.“ „Du bist ja noch jung und hast noch viel Zeit zum Lernen.“

    Wir verließen Dads Büro und machten uns auf den Weg zu meinem Platz. „Wo hast du eigentlich deine Maschine geparkt?“ „Die steht auf eurem Zugmaschinenplatz.“ „Gut. Dann lass sie erstmal da stehen. Es bringt ja nichts, wenn die Maschine auf deinem Platz im Weg rumsteht.“
    Auf dem Platz angekommen schauten wir uns um. Die alte Halle hatte sich wirklich komplett in ihre Bestandteile zerlegt und war über meinem PKW zusammengefallen. Da war absolut nichts mehr zu retten. „Ich wollte das bei unserem letzten Gespräch über die Halle auch nicht heraufbeschwören.“ „Du warst ja nicht der einzige.“ „Wie groß ist denn eigentlich dein Grundstück?“ Ich zeigte es ihm. „Da könnte man wirklich einiges draufstellen.“ „Wir wollen es aber auch nicht übertreiben. Was soll ich mit einer Halle für 10 Trucks? Die bekomme ich ja im Leben nicht zusammen.“ „Das weiß man nicht.“ „Ich weiß ja noch nicht einmal, ob ich zwei Trucks haben will.“ „Das musst du natürlich selbst wissen.“ „Eben.“ „Es bringt aber auch nichts, wenn du jetzt wieder nur eine Halle für einen Truck baust und in einem Jahr fängst du wieder an zu bauen.“ „Okay.“ „Dann baue lieber schon etwas größer und stell da vorher eure Autos mit rein.“ „Das geht auch.“ „Denk einfach mal drüber nach. Ich bringe dich jetzt erstmal nach Hause.“ Wir gingen zurück zum Parkplatz und Dad fuhr mich mit seinem Cadillac nach Hause.
    Vorher holten wir aber noch meine Sachen aus meinem Truck. Während ich zusammenräumte schaute sich Dad noch mal den W900 näher an. „So sahen unsere Trucks aus, als ich angefangen habe.“ Stellte er fest. „Irgendwie war das damals auch eine schöne Zeit. Auch nicht so hektisch, wie heute.“ „Das kann sein.“ „Schön ist er ja.“ Meinte Dad. „Eigentlich schade, dass die Dinger immer runder werden.“ „Du verstehst also schon, was mir an dem Truck gefällt.“ „Sicher. Außerdem ist das gar nicht so unmodern. Schau dir doch diese Retrowelle an, die in diesem Jahrhundert immer mehr um sich greift. Die Europäer haben ihren VW-Beetle und ihren Fiat 500, wir haben Muscle Cars a la Mustang, Camaro oder Challenger, die auch auf die Formen der 60er Jahre zurückgehen. Ich finde, diese Wagen haben was.“ „Und dann fährst du diesen modernen Cadillac?“ „Du weißt schon, dass das ein Dienstwagen ist.“ „Ja, klar.“ „Warum soll ich mir noch ein zweites Auto zulegen, wenn ich den hier gestellt bekomme?“ „Stimmt.“ „Deiner Mom schreibe ich ja auch nicht vor, was sie sich kaufen soll. Sie fährt halt das, was sie haben will.“
    Schließlich kamen wir vor dem Haus an, in dem Keela und ich wohnten. „Wir nehmen dich jetzt erstmal aus der Planung, bis du alles geregelt hast. Denke aber daran, dass wir dich dringend brauchen. Je früher du wieder fährst, um so besser.“ „Okay.“ Dann verabschiedeten wir uns und Dad fuhr zurück zum Zentrallager. Ich, hingegen machte ich auf den Weg nach oben.

    Dort angekommen, stellte ich fest, dass Keela noch tief am schlafen war. Ich stellte mein Gepäck mit der gebrauchten Wäsche erstmal in die Ecke, zog mich leise aus und verschwand im Bad. Dort ging ich unter die Dusche. Das war auch nötig, da ich ja eine Weile in keinem Truckstop war.
    Ich war schon fast fertig mit duschen, als eine schlaftrunkene Keela in Slip und T-Shirt ins Bad kam. Als erstes erschreckte sie sich. Dann murmelte sie verschlafen: „Du bist ja schon hier.“ „Ganz richtig, meine Süße.“ Sagte ich und gab dann dem Impuls nach und zog sie zu mir in die Duschkabine. „Hätte ich mich nicht wenigstens ausziehen dürfen?“ sagte Keela leicht verärgert. „Wieso?“ sagte ich mit einem Grinsen. „Wet-T-Shirt hat doch auch was.“ Dann musste sie auch lachen. „Wenn du darauf stehst.“ Dann umarmte sie mich und küsste mich zur Begrüßung. Also verlängerte ich meine Duschzeit noch etwas.

    Nachdem wir dann aus dem Bad waren und auch beide in trockenen Sachen steckten, gingen wir in die Küche und machten uns ein Frühstück. Dabei erzählte ich ihr von der Unterhaltung mit meinem Dad. „Dann kann ich dich ja jetzt auch mit gutem Gewissen zum Einkaufen in einen Walmart schicken, wenn du jetzt auch den Rabatt bekommst.“ War ihre erste Reaktion. „Was meinst du zu dem Rest?“ „Wozu genau?“ „Irgendwie zu allem.“ „Das Berufliche weiß ich ja schon. Da gab es nicht viel Neues.“ „Und der Rest?“ „Wenn du meinst, können wir auch eine Wohnung mit in deine Firma bauen. Kann ich auch mal zu Fuß zur Arbeit. Brauche ich ja nur über die Straße.“ „Das würde dich auch nicht stören?“ „Warum sollte es das?“ „Weil du ständig auf deine Arbeitsstelle schaust.“ „Dann kommt der Büro- und Wohntrakt auf die andere Seite. Dann schaue ich auch nicht ständig auf das Zentrallager.“ „Gute Idee.“ „Wenn dein Dad meint, dann bauen wir die Halle eben so, dass auch genug Platz für die Harley und den Savana ist. Natürlich auch für dein Auto und dein Motorrad, falls du endlich mal den Führerschein machst.“ „Okay. Was meinst du denn dazu, dass ich deinen Dad fragen soll.“ „Ich weiß nicht, wie viel die da im Moment zu tun haben. Du sagst, in Saint Paul war alles weiß?“ „Als ich das letzte Mal da war, schon. Außerdem saukalt.“ „Vielleicht haben die dann wirklich Kapazitäten frei.“ „Dann lass uns anrufen. Bei euch ist es gleich Mittag. Dann sind sie vielleicht zum essen zu Hause.“ „Okay. Dann lass mich das aber machen.“ „Meinst du, ich möchte deinen Dad fragen?“
    Keela nahm sich das Telefon und rief zu Hause an. „Hallo Mom, hier ist Keela… …klar geht es mir gut… …sonst rufe ich in der Woche nicht an, weil ich viel zu tun habe… …es ist wirklich alles in Ordnung. Ist Dad zufällig zu Hause?... …kann er mich gleich mal zurückrufen?... …Ja, es ist wichtig… …wir hatten hier die Tage ein Erdbeben und… …mir ist nichts passiert… …wirklich nicht… …es geht um Marcs Halle… …Marc ist auch nichts passiert, der ist hier bei mir… …nein, die Halle ist nur… …genau, die war etwas älter und ist eingestürzt… …wir brauchen kein Geld… …ich dachte nur… …genau. Vielleicht habt ihr ja im Winter ein paar Kapazitäten… …natürlich hier in Sacramento. Was sollen wir denn mit einer Halle in Saint Paul?... …Dad soll sich einfach gleich mal melden… …wir brauchen wirklich kein Geld. Das ist doch alles versichert… …es ist wirklich keinem was passiert und wir brauchen keine finanzielle Unterstützung. Wir dachten halt nur… …sag ihm einfach er soll mich anrufen. Den Rest erkläre ich ihm schon… …richte ich aus, grüße du auch alle von uns. Bye.“
    Als sie aufgelegt hatte fragte ich: „Was war das denn?“ „Mom, wie sie leibt und lebt. Sie hat 15 Mal gefragt, ob uns nichts passiert ist. Erst weil ich sonst unter der Woche nicht anrufe und dann, weil ich von dem Beben gesprochen habe. Sie weiß halt immer noch nicht, dass hier leichte Beben an der Tagesordnung sind.“ „Hat sie dir Geld angeboten?“ „Mindestens fünfmal. Erst so, dann über ihre Stiftung. Sie kam sogar auf die glorreiche Idee, uns eine Halle in Saint Paul anzubieten.“ „Was sollen wir denn damit?“ „Wahrscheinlich hat sie gedacht, dass wir dann dorthin ziehen.“ „Was sollen wir dann da?“ „Wahrscheinlich sollst du dann für Walmart Minneapolis fahren. Hauptsache ich bin wieder zu Hause.“ „Willst du das denn?“ „Quatsch. Ich bin doch nicht nach Kalifornien gezogen, damit ich dann ein Jahr später wieder zurückgehe. Soll ich dann auf dem Oberen See Windsurfen?“ „Auch wieder wahr.“ „Das Wetter hier gefällt mir auch besser. Ich habe ein Motorrad und kein Schneemobil.“ „Komm erst mal frühstücken.“ Wir setzten uns in die Küche und aßen was. Dabei kam Keela auch wieder runter.

    Eine halbe Stunde später klingelte das Telefon. Keela nahm ab und meldete sich: „Ryan… …hallo Dad… …was hat Mom den erzählt?... …uns geht es gut… …Das Beben? 5,2… …ist schon unheimlich… …von dem Geschirr von Tante Dorothy ist was kaputt gegangen… …war sowieso nicht so schön… …Marcs Halle hat es leider zerlegt… …totaler Schutthaufen. Seine alte Karre stand auch noch drin… …ist nicht schlimm. Die Karre sollte eh weg… …die Versicherung wird das schon zahlen… …, wenn nicht nehmen wir ein Baudarlehen auf… …wir sind kein Fall für Moms Stiftung… …wir dachten nur, wenn du oder Pat Zeit haben… …klar kann Lee den Entwurf machen… …Baumaschinen können wir bestimmt von Jessys Freund bekommen. Der ist ja bei CAT… …dann melde dich gleich noch mal… …kannst auch im Büro anrufen… …es gibt Direktflüge von Delta Airlines von Minneapolis nach Sacramento… …wäre echt cool, wenn das klappt… …hab dich auch lieb. Bye.“
    „was wäre cool?“ fragte ich. „Wenn alles klappt, kommen Dad und Liam morgen rüber. Wir müssen die dann nur am Flughafen abholen.“ „Hat der Savana nicht nur zwei Sitze?“ „Entweder machen es sich du und Liam dann hinten auf den Matratzen gemütlich, oder wir müssen einen Leihwagen nehmen.“ „Oder ich leihe mir bei meinen Eltern ein Auto.“ „Den kleinen von deiner Mom? Dann lieber einen Leihwagen. Den Dienstwagen von deinem Dad dürfen wir eh nicht fahren.“ „Ich kann ja Steve fragen, ob er mir seinen Hummer leiht.“ „Das muss ja auch nicht sein.“ „Wie du meinst.“

    Etwas später machte sich Keela fertig, weil sie ja gleich zur Arbeit musste. Kurz bevor sie losmusste, klingelte noch mal das Telefon. „Ryan… …Hallo Dad… …warte, schreibe ich mir auf… …okay. Wir holen dich dann ab… …Lee kommt auch mit? Cool… …wie lange könnte ihr bleiben?... …das kriegen wir schon hin. Soll ich ein Hotel buchen?... …hast du schon… …dann bis morgen. Bye.“
    „Was ist los?“ „Dad und Liam kommen morgen rüber. Wir holen die beiden dann am Flughafen ab.“ „Wie lange bleiben die beiden?“ „Liam muss am Montag wieder in der Firma sein. Der kann nur über das Wochenende. Dad bleibt eine Woche hier. Dann sehen wir weiter.“ „Dann bin ich jetzt schon darauf gespannt, wenn sich unsere Väter treffen.“ „Da sagst du was.“ Stöhnte Keela. „Das wird für beide ein Kulturschock.“ Wir mussten lachen.
    „Hier sind die Schlüssel vom Savana. Ich nehme die Harley, damit du mobil bist.“ Wir gaben uns einen Abschiedskuss, dann ging Keela zur Arbeit.

    Am Nachmittag hatte ich dann einen Termin bei meiner Versicherung. Die Schäden an Halle und Taurus mussten ja noch gemeldet werden. Der Termin zog sich ganz schön in die Länge, weil der Vertreter viele Informationen haben wollte. Dabei hatte ich vorher gedacht, es sei alles klar. Informationen über die Halle und über das Auto hatte er ja bei Vertragsabschluss schon bekommen. Dir Ursache war ja eigentlich auch klar. Trotzdem war es offensichtlich nicht so einfach. Letztlich war dann aber fast alles klar. Ein Gutachter musste sich die Sache natürlich noch anschauen. Wenn der seinen Bericht abgegeben hatte, sollte die Versicherung dann zahlen.

    Da ich an diesem Tag nicht mehr viel machen konnte, hatte ich dann Zeit, meine Mom mal wieder zu besuchen. So verging der Nachmittag dann schnell. Nach dem Abendessen bei Mom fuhr ich dann wieder nach Hause und wartete auf Keela, die dann gegen viertel nach Zehn endlich von der Arbeit wieder da war. Nun hatte sie Wochenende. Den Abend ließen wir dann gemütlich auf der Couch ausklingen, bevor wir dann zu Bett gingen.

    Samstag, den 17. Februar 2018, Sacramento, CA:

    An diesem Morgen schliefen Keela und ich erstmal etwas länger. Anschließend standen wir auf und machten uns fertig. Nach dem Frühstück mussten wir uns dann langsam auf den Weg zum Flughafen machen. Allerdings hatten wir noch ein kleines Problem. Keelas Savana war nur mit zwei Sitzen ausgerüstet. Das Innenleben des Laderaums hatte sie zwar früher mal mit ihren Brüdern Pat und Ken zusammen umgebaut, aber eben nur so, dass sie dort drin schlafen konnte und ein paar Schränke für Klamotten vorhanden waren. Außerdem war noch eine Aufnahme für zwei Surfboards und das Zubehör vorhanden. Mehr aber nicht. Mehr brauchte Keela in ihrem Surfmobil ja auch nicht. Um darin noch jemanden mitzunehmen, war es aber eben nicht ausgerüstet. Da mein Ford nicht mehr zur Verfügung stand, brauchten wir ein Auto, um Angus und Liam abzuholen.
    Wir fuhren also zuerst zu einer Autovermietung, bei der ich für das Wochenende ein Auto mieten wollte. Da sich Angus in mehreren Jahrzehnten auf dem Bau den Rücken und die Knie kaputt gemacht hatte, stellte es für ihn immer ein leichtes Problem dar, in einen normalen PKW rein oder rauszukommen. Daher verzichteten wir auf einen „normalen“ PKW und mieteten uns einen Ford Eco Sport. Damit hatten wir einen Kompakt SUV. Wir brachten den Savana dann erst wieder nach Hause und fuhren mit dem Ford zum Flughafen.

    Die Maschine der Delta Air aus Minneapolis war pünktlich gelandet und wir konnten nun auf Liam und Angus warten. Bei einem Inlandsflug kamen die Leute ja auch recht schnell aus dem Sicherheitsbereich. Schließlich entdeckten wir die beiden. Angus wirkte irgendwie noch größer und breiter als sonst. Er hatte aber wohl auch nicht an das wärmere Wetter in Kalifornien gedacht und trug daher eine dicke Winterjacke. Liam hingegen hatte sich wohl doch darauf vorbereitet. Er trug nur eine normale Lederjacke. Keela fiel sowohl ihrem Vater, als auch ihrem Bruder vor Freude um den Hals. Liam und ich begrüßten uns per Handschlag. Der Umarmung von Angus entging ich aber trotzdem nicht. „Ist das bei euch im Februar immer so warm?“ war dann auch nach der Begrüßung das erste, was wir von Angus zu hören bekamen. „Klar. Hat dir Keela das nicht gesagt?“ erwiderte ich. „Dad hat natürlich mal wieder nicht zugehört.“ Lachte Keela. „Man sieht ja an Liam, dass es bekannt war.“ Wir wollten zum Ausgang und ich wollte dabei den Koffer von Angus nehmen. „Las sein, Junge. Das kann ich immer noch selber.“ Polterte er. Damit ich dann wenigstens etwas Gastfreundschaft zeigen konnte, nahm ich die Reisetasche von Liam, die erheblich kleiner war. Liam musste aber auch Montag schon wieder zurück.
    Als wir an dem Leihwagen ankamen, polterte Angus gleich wieder los: „Ein Spielzeug SUV. Wie der Encore von Eireen. Ist das etwa deiner, Marc?“ „Marcs Karre steht doch in dem Schuttberg, der mal seine Halle war. Das ist einfach ein Leihwagen.“ „Wofür denn das?“ „Wie hätten wir euch denn sonst abholen sollen? Mit der Harley und dem Savana?“ „Einen Leihwagen hätte ich auch mieten können. Dann hätten wir auch ein vernünftiges Auto.“ „Klar. Du hättest dann gleich wieder einen Suburban oder einen Escalade gemietet.“ „Warum denn auch nicht?“ „Weil das Schwachsinn ist, wenn man nur in Sacramento rumfährt.“ „Wenn du meinst. Was holst du dir denn als nächstes?“ fragte mich Angus. „Das weiß ich noch nicht genau. Kommt darauf an, ob ich mir den als Firmenwagen oder als Privat PKW hole.“ „Für mich ist das das gleiche.“ Brummte Angus nachdem er sich auf dem Beifahrersitz niedergelassen hatte. Keela gab mir zu verstehen, dass ich fahren sollte und stieg dann mit Liam zusammen hinten ein. „Es will halt nicht jeder einen SUV fahren.“ Meinte Liam dazu. „Ich genieße ja auch meinen Cascada.“ „Ihr jungen Leute habt ja auch die Knochen noch nicht kaputt.“ „Ein Cabrio brauche ich ja nicht unbedingt. Keela hängt mir ja eh in den Ohren, dass ich den Motorradschein machen soll.“ „Ich habe beides.“ Lachte Liam. „Wobei meine Maschine bald nur noch in der Garage steht. Erstens habe ich keine Lust, mich im Büro noch mal umzuziehen und zweitens mag Alice das Cabrio fahren mehr, als das Motorradfahren. Den Führerschein hat sie nur mir zu Liebe gemacht. Wenn du willst, kannst du meine Maschine übernehmen, wenn du den Schein hast. Alice Maschine verkaufen wir dann bei uns.“ „Verkauf die Maschine nicht so voreilig. Was ist denn, wenn du da doch wieder Lust zu hast?“ „Dann leihe ich mir eine von Pat oder Ken.“ „Ich finde die Idee gut. Liams Maschine ist gut. Außerdem wissen wir dann woher sie stammt.“ „Macht doch was ihr wollt.“ „Machen wir sowieso, Dad.“
    Zuerst fuhren wir dann zu uns nach Hause. Wo sich Angus und Liam etwas frisch machen konnten. Dann aßen wir zusammen zu Mittag. Dabei fiel mir auf, dass Keela, wenn sie mit ihrer Familie sprach, deutlich mehr Midwest Akzent hatte, als sonst. Außerdem musste ich mich wieder daran gewöhnen, dass sie von Angus und Liam mit Kee angesprochen wurde, was sie ja eigentlich nicht wirklich mochte. Sie versuchte es zumindest in Richtung ihres Bruders damit zu verdeutlichen, dass sie ihn bewusst mit Liam ansprach und nicht mit Lee. Bei ihm war das aber schon so verwurzelt, dass er das gar nicht merkte.

    Nach dem Mittagessen fuhren wir dann zu meiner Ruine. Dort angekommen, pfiff Angus erstmal durch die Zähne. „Das Beben hat ja ganze Arbeit geleistet.“ „Stimmt.“ Pflichtete Liam bei. „Wenn ich mich aber sonst so in Sacramento umschaue, ist doch viel ganz geblieben. Deine Halle muss vorher schon angeschlagen gewesen sein.“ „War sie auch. Ich habe ja im letzten Sommer die Firma übernommen und bin bisher noch nicht dazu gekommen, hier was zu machen. Die Halle war vorher schon in einem schlechten Zustand. Als ich die Firma gekauft habe, ging es ja auch in erster Linie um bestehende Verträge und nicht um Fahrzeug oder Gebäude.“ „Ist das da drüben das Walmart Lager, wo du arbeitest?“ fragte Liam Keela, die nickte. „Dann ist die Lage hier natürlich 1a. Lage top, Halle Flop.“ „So ist es.“ „Gut. Da brauchen wir uns wenigstens keine Gedanken machen, ob noch was zu retten ist.“ Sagte Angus. „Man kann hier nur noch den Schutt abtransportieren und neu bauen.“ „Wie groß ist dein Grundstück?“ fragte mich Liam. Ich zeigte es ihnen und Liam begann im Kopf schon zu rechnen. „Da kann man richtig was draus machen.“ Resultierte er. „Das hat mein Dad auch schon gesagt. Was soll ich denn bitteschön mit einer riesen Halle, wenn ich nur eine Maschine habe?“ „Jeder fängt mal klein an.“ Sagte Angus. „Wenn ich so gedacht hätte, als ich angefangen habe, dann wäre Ryan Constuctions nicht da, wo die Firma heute steht. Auch ich habe irgendwann mit einem Bautrupp angefangen und konnte immer nur eine Baustelle nach der anderen machen. Inzwischen sind wir das größte Bauunternehmen in den Twin Cities.“ Ich nickte anerkennend. „Kee hat schon ein paar Mal behauptet, dass du genauso viel Ehrgeiz hast, wie ich früher. Wenn das stimmt, dann bleibt deine Firma keine kleine Klitsche mit einem Truck.“ „Das mag ja alles sein. Hast du dir denn sofort deinen Hof so aufgebaut, wie er jetzt ist?“ „Welchen Hof meinst du? Ich habe mehrere.“ „Wahrscheinlich den, wo Marc die letzten male geparkt hat. In der Vandalia Street.“ „So groß ist der Hof doch gar nicht.“ Wunderte sich Angus. „Zugegeben. Mein erster Hof war noch etwas kleiner, als der Hof dort. Auf dem ersten Hof haben wir inzwischen auch nur noch Baumaschinen und Geräte stehen, die wir nur recht selten brauchen, weil dort alles so beengt ist. Auf unserem größten Platz warst du noch nicht, weil der unbefestigt ist und wir dich da mit dem Straßentruck nicht unbedingt hinschicken wollten.“ „Unsere Verwaltung kennt Marc ja auch noch nicht.“ Stellte Liam fest. „Ich weiß gar nicht, was ihr an dem Mamorbunker da so toll findet. Das ist doch nur was für Sesselfurzer.“ Keela und Liam räusperten sich hörbar. „Ist ja gut, Kinder, ich weiß, dass ihr auch im Büro sitzt.“
    Wir wurden unterbrochen, weil ein Cadillac XTS Sedan auf den Hof rollte. Es war mein Dad, der wohl im Büro war und uns dann hier gesehen hatte. Angus brummte: „Wer ist das denn jetzt?“ In diesem Moment stieg mein Dad aber schon aus. „Darf ich vorstellen.“ Sagte ich schnell. „Frank Murdock. Mein Vater und Keelas Boss. Angus Ryan, Keelas Vater und Liam Ryan, einer von Keelas Brüdern.“ „Angenehm.“ Sagte mein Vater mit seinem Zahnpasta Lächeln. „Hallo Frank.“ Polterte Angus und schüttelte kräftig Dads Hand, der nicht wusste, wie ihm geschah. Keela und ich schauten uns an und jeder wusste, was der andere dachte: „Kulturschock“.
    Nach dem Händedruck musste mein Dad erstmal die Knochen in seiner Hand wieder sortieren. Dann gab er Liam die Hand, der sich natürlich etwas weniger burschikos verhielt. „Danke, dass Sie meinem Sohn nach dem Desaster hier helfen wollen.“ Sagte Dad. „Dafür ist Familie doch da.“ Sagte Angus mit einem Grinsen. „Habt ihr euch schon überlegt, was ihr hier bauen wollt?“ fragte Dad. „Was wir hier bauen wollen ist ja klar.“ Sagte Angus. „Wir waren gerade dabei, die Größe zu diskutieren.“ „Das meinte ich.“ Sagte Dad kühl. „Dein Sohn hat wohl Angst sich zu übernehmen und möchte wohl eher kleiner bauen.“ „Das Thema hatten wir auch schon.“ „Du bist doch auch nicht von jetzt auf gleich in deinem Posten gewesen. Was meinst du, wie groß Marc bauen sollte?“ „Bei unserem letzten Gespräch waren wir an dem Punkt, dass die Halle mindestens für drei Trucks Platz haben sollte. Was jetzt nicht gebraucht wird, kann ja als Garage für die privaten Fahrzeuge dienen. Außerdem ein Verwaltungstrakt, in dem auch eine Wohnung für Marc und Keela drin sein sollte.“ „Das sollte ein Minimum sein.“ Stimmte Liam zu. Kleiner würde ich auch nicht erst anfangen.“ „Und dann muss in ein paar Jahren schon wieder angebaut werden. Sollte man nicht gleich das auf das Grundstück bauen, was draufpasst?“ „Und wer soll das finanzieren?“ fragte ich. „Frank, du hast doch bestimmt Geld und ich habe Geld.“ Fing Angus an. „Sollen wir unseren Kindern nicht das hier hinstellen, was möglich ist?“ „Ich möchte meine Firma aber alleine aufbauen.“ Mischte ich mich ein. „Ich möchte es aus eigener Kraft schaffen und nicht, weil mir jemand die Unterstützung gibt.“ Zu meiner Überraschung stimmte mir Dad zu. „Mein Sohn hat den Ehrgeiz, das aus eigener Kraft zu schaffen. Vor einem Jahr hätte ich das auch nicht geglaubt. Marc hat mich inzwischen aber davon überzeugt, dass er das kann. Letztes Jahr hätte er noch keinen Cent von mir dafür bekommen, inzwischen würde ich hier investieren. Aber eben auch nur, wenn Marc das auch will.“ „Das ist die richtige Einstellung.“ Lobte mich auch Angus. „Ich habe inzwischen aber auch gelernt, dass man genau überlegen sollte, ob man nicht auch einfach mal was annehmen sollte, was einen nichts kostet. Du kannst das ja als Vorschuss auf die Mitgift sehen, die ihr bekommen würdet, wenn ihr heiratet.“
    Keela und ich sahen uns an und wussten im ersten Moment beide nicht, was wir sagen sollten. Keela fand dann zuerst die Sprache wieder: „Wer sagt dir denn, dass wir heiraten? Wir sind gerade mal etwas über ein halbes Jahr zusammen. Weißt du, ob das hält? Ich weiß das jetzt noch nicht.“ „Was willst du damit sagen?“ fragte Angus erstaunt. „Nichts weiter. Ich kann nur nicht in die Zukunft schauen. Vielleicht geht es uns, wie dir und Mom und wir sind irgendwann auch über 30 Jahre verheiratet und haben vier Kinder. Vielleicht sind wir aber auch in einem halben Jahr schon auseinander.“ Angus war zwar nicht ganz so erzkatholisch, wie Keelas Mutter, hatte aber schon viel von ihren Einstellungen übernommen. „Aber Kee, ich dachte ihr seid schon verlobt, so wie Lee und Alice.“ „Nur weil wir zusammenwohnen? Wir leben im 21. Jahrhundert, Dad.“ „Ist ja schon gut.“ Wiegelte Angus ab. „Darf ich auch noch was sagen?“ mischte ich mich ein. Die anderen nickten. „Ja, Keela und ich leben zusammen und wir lieben uns. Deshalb sind wir noch lange nicht verlobt. Selbst wenn, das hat überhaupt nichts damit zu tun. Das hier wird ein Firmengebäude der M.M. Trucking Inc. Mit der Firma hat Keela, egal ob verlobt, verheiratet oder nicht, überhaupt nichts zu tun. Sie ist an der Firma nicht beteiligt. Daher ist es Irrelevant, ob wir jetzt verlobt sind, oder sonst was. Geld von den Ryans hat in meiner Firma nichts verloren. Ihr könnt mir gerne ein Darlehen anbieten. Das wird dann aber mit einem ordentlichen Vertrag vor einem Notar besiegelt. Wenn hier jemand sein Geld reinsteckt, wäre das eine Beteiligung an meiner Firma und das möchte ich nicht.“ Dad und Angus nickten anerkennend. „Wir haben verstanden.“ Sagte Dad. „Das hier wird eine Halle mit drei Spuren. Für einen, eventuell zwei Trucks und unsere privaten Fahrzeuge. Wenn das nicht reicht, werden wir auch noch einen Hof drumherum haben, auf dem man parken kann. Dann kommt da ein kombiniertes Wohn und Bürogebäude dran und fertig. Nicht mehr und nicht weniger. Liam, ich bin gespannt, was du uns dafür entwerfen kannst. Den Wohnbereich kannst du gerne mit Keela zusammen planen. Für sowas hat sie sowieso mehr den Kopf, als ich.“ Alle nickten zustimmend. „Sollte diese Halle dann nicht mehr reichen, können wir uns immer noch mal zusammensetzen und dann schauen, ob man dann anbaut oder umbaut oder irgendwo was neu baut. Dazu müssen dann aber erstmal die Schulden, die ich damit jetzt mache, bezahlt sein.“ Alle nickten zustimmend und Keela gab mir einen Kuss. „Ich hoffe, du hast das eben nicht falsch verstanden. Ich liebe dich und ich will mit dir zusammenbleiben. Trotzdem muss ich deswegen noch nicht ans Heiraten denken.“ „Mir geht es doch genauso.“ Wir verabschiedeten uns von meinem Dad und fuhren dann langsam wieder nach Hause.

    Zum Abendessen hatten wir noch Jessy und Dave mit eingeladen, damit Angus und Dave schon mal die ersten Verbindungen knüpfen konnten. Angus wollte bestimmt keine Baumaschinen von Minnesota nach Kalifornien überführen. Dave konnte uns aber mit Sicherheit was von CAT vermieten.
    Der Abend verlief dann auch sehr entspannt. Angus, Liam und Dave waren intensiv am Fachsimpeln und Jessy und Keela verstanden sich ja sowieso super. Jessy war hier für Keela sowas wie ein Stella Ersatz geworden. Auch, wenn sie mit ihrer Freundin aus Minneapolis trotzdem immer noch sehr intensiven Kontakt pflegte. Es gab ja Skype und WhatsApp. Trotzdem hatte Keela in meiner Schwester eine Freundin gefunden, mit der sie hier auch öfter mal privat was unternahm. Im Moment trafen sie sich auch öfter, weil Keela Jessy auf ihre bevorstehende Abschlussprüfung vorbereitete.

    Irgendwann war dann auch der Abend zu Ende. Da wir nicht so viel Platz hatten, um Liam und Angus bei uns wohnen zu lassen, war für die beiden ein Hotel in der Nähe gebucht. Einer hätte im Zweifel ja noch hier schlafen können, aber nicht beide. Ich gab Liam den Schlüssel des Ford Eco Sport und sie fuhren damit ins Hotel. Dave und Jessy machten sich dann auch auf den Weg nach Hause und Keela und ich atmeten erstmal auf. Der Tag war anstrengend, aber erfolgreich gewesen.
    Schöne Grüße aus dem Sauerland

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Kommentare 15

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    alaskabaer01 -

    Klasse Kapitel und schöne Fotos. Heul nicht wegen dem Ford, den gibt es sicher noch mal.. :D

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    infinity -

    Wieder schick zu lesen. Ich hab mir gerade vorgestellt wie Angus mit Schuhlöffel in den Ford eingestiegen ist :D

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    ramocharly -

    Ja und ich nun wieder mit einem kleinen Tip. Ist gibt Stiftungen in Kalifornien, die in solchen Fällen Hilfe leisten können. Einfach mal unter "California Earthquake Relief Fund" suchen. Hatte leider nicht die Zeit, da ins Detail zu gehen.

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      Sauerlaender -

      Wir werden schon klarkommen. Meine Schwiegermutter wollte uns das Geld von der Ryan Foundation doch förmlich aufdrängen. ;)

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      TurboStar -

      Vielleicht hättest Du doch eine Foundation nötig. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass diese Halle nicht versicherungsfähig war oder die Summe gemindert wird. Amerikanische Versicherungen gelten sowieso als noch weniger zahlungswillig als unsere - besonders bei so offensichtlichen Risiken.

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    Werner 1960 -

    Toll geschriebenes Kapitel.

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    loddi51 -

    Wieder ein schön zu lesendes Kapitel.

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    TurboStar -

    Tolles Kapitel. In der Tat sind da irgendwelche Kulturen aufeinander geprallt, aber sehr unterhaltsam. Da habe ich meinen Sonic ja mit anderthalb Fuß kürzer machen sehr unspektakulär entsorgt. Mal gespannt, was da jetzt bei Dir kommt, wenn Du schon nur einen Ecosport mietest. Und was für eine Halle Du Dir da hin stellen lässt. Mein Wellblechbunker muss an sich auch mal weg.

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      Sauerlaender -

      Wir werden sehen, was jetzt kommt. Bei der Halle steht es ja schon weitgehend fest. Bei dem Fahrzeug lassen wir uns mal überraschen.

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      Iceman684 -

      Ich glaub ich muss mal nach der Halle von Lion Trucking gucken, die hat bestimmt ein paar Risse bekommen.

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      Sauerlaender -

      Kann durchaus sein. ;)