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Kapitel 23 – Eine kleine Rebellion und ein Generationenkonflikt

  • In Parry Sound ließ es sich besser aushalten als in Maniwaki. Erst mal wurde hier englisch gesprochen. Außerdem kam mir das Wetter entgegen. Exploration fiel auch hier flach, ein Schrottplatz außerhalb war mir auf Google Maps aufgefallen. Mit einem Eintrag „Attack dogs running freely“ in der Objektdatenbank war das Thema aber auch schnell durch.
    Immerhin konnte ich sehr gut mit Inlinern laufen, denn endlich war der Frühling angekommen und hatte die verbliebene, dünne Schneeschicht bis zum Samstagmittag weggeschmolzen.


    Montag, 16.04.2018

    Weil ich letzte Woche unzufrieden damit war, was Brian mir an Arbeit gegeben hatte und ich gut im Monatspensum lag, erdreistete ich mich, mir selbst was suchen und fand auch schnell eine Ladung Bruchsteine. Das Ziel war in Grand Rapids (MI).
    Meistens fuhr ich sowieso deutlich mehr für CAT als mein Vertrag mich verpflichtete. Brian hatte noch keinen Auftrag für mich eingespeist, denn er arbeitete ja um 6 Uhr noch nicht. Also nahm ich nur schnell den Auftrag an und drückte die Sperrtaste für neue Aufträge. Danach ging ich wieder in den Bungalow zum Frühstücken, fegte noch mal durch, machte meine PTI und fuhr zu Coastline. Es regnete dermaßen stark, dass ich beim Aufsatteln und auf dem Weg vom Waagenhäuschen zum Truck durchnässt wurde.




    In Richtung Toronto besserte sich das Wetter aber und so passierte ich die Waage im Sonnenschein. Zwar stand ein Polizeiwagen drin, aber sie war komplett deaktiviert. Weil auch ein Van dort stand und Arbeiter mit Warnweste herumliefen, wurde sie wohl gerade neu eingestellt.




    Warum die zweite Waage zwischen Toronto und Detroit dann auch besetzt aber geschlossen war, erschloss sich mir nicht. Hier stand ein Porsche SUV daneben. Dank des Wetters konnte ich die knappe Stunde Wartezeit an der Bluewater Bridge Border Control dann auch draußen verbringen. Diese Zeit verbrachte ich damit, Brian mal ein weiteres Zeichen zu senden und telefonierte meine beiden disponierenden Freunde ab. Lenny konnte diesmal nichts für mich machen, aber Ralph hatte einen schönen Auftrag.
    Die Sonne stand schon ziemlich tief über Grand Rapids, als ich in die Stadt rollte. Dass ich nicht für CAT fahren wollte, hatte ich schon über die Sperrtaste vom Isotrak an Brian gesendet. Ich lieferte die nur grob gebrochenen Steine im Kieswerk von Coastline ab, die sie dann kleiner brachen und weiter verarbeiteten.
    Dann ging es zu meinem alten Arbeitgeber Costco. Auch hier warteten Baustoffe auf mich, nämlich als Aktionsware für die Heimwerkersaison ein Trailer mit Mörtel nach Arizona. Der Winter war auch hier noch nicht lange weg, wie das Gerippe von einem Baum vor der Firma verriet.




    Mir blieb noch knapp eine Stunde und die reichte bis zu einer Tankstelle in South Haven (MI). Ich absolvierte die Fahrt wieder im Regen.


    Dienstag, 17.04.2018

    An Tankstellen war das Angebot unter Umständen nicht so toll. Auch hier gab es keine Dusche und eine drittklassige Imbiss-Theke. Also machte ich mir im Truck eine Schüssel Mini-Wheats, die in der Geschmacksrichtung Frosted Brown Sugar mit Vanillemilch mein Notfallfrühstück für alle Lebenslagen waren. Da hatte ich mir ein Bisschen Kindheit bewahrt.

    Nachdem ich bei der PTI noch mal schön nass geworden war, mich schließlich umgezogen hatte und abfuhr, hörte der Regen auch relativ bald auf. Dafür fing mein Navi an, in den Zeitzonen herumzuspringen. Das lag daran, dass Indiana East Coast Time hatte, aber einige auf Chicago zentrierte Counties am Südufer des Lake Michigan hatten sich den Pendlerströmen angepasst und auf Central Time umgestellt.
    Apropos Indiana, das war ein neuer Staat für mich, aber es stand hier kein Schild an der Grenze. Dafür begann hier so langsam die Natur, sich in frischeren Farben zu präsentieren. Zumindest in Richtung Süden war der Winter wohl endlich rum.




    Heute legte ich mal wieder eine meiner bei Dispatchern beliebten und bei Kollegen gefürchteten „Brandon muss nicht aufs Klo“ Etappen ein. Nach 7:51 Stunden standen die Räder dann aus vier Gründen am Franklin Pilot Center in Kentucky still. Erstens war mir der Diesel so gut wie ausgegangen. Zweitens wollte der Gesetzgeber, dass ich nach 8 Stunden mindestens 30 Minuten Pause machte. Drittens wäre jetzt wenigstens ein Sandwich mal ganz nett, um das Hungergefühl zu beseitigen. Und viertens musste Brandon nach dieser Zeit doch mal aufs Klo – dringend!
    Nach der Pause konnte ich ja noch ein Stück fahren und so ging es weiter nach Süden, wo sich dann die Landschaft mal so langsam abwechslungsreicher gab, als die Ausläufer der Appalachen auftauchten.




    An der Grenze zu Alabama tauchte dann auch erstmals ein Schild auf der Gegenspur auf, das einen in Tennessee begrüßte. So musste ich dieses mir trotz diverse Besuche in diesem Staat bisher unbekannte Schild im Rückspiegel betrachten.




    Und kurz danach tauchte auf dem Elkmont Alabama Welcome Center eine Rakete vom Typ Saturn 1b auf. Ich hatte davon gehört, dass die dort stand, aber nicht mehr dran gedacht. Außerdem passte mir der Platz von der Fahrzeit nicht in die Planung. Hier musste ich mal wann anders Pause machen. Hoffentlich war die Message angekommen und Brian schaffte es irgendwie, mich mal wieder außerhalb Neuenglands und Südostkanadas einzusetzen.




    Der Huntsville Truck Stop passte mir dann wesentlich besser in meine Planung. Ich stellte meinen Truck ab, ging Duschen und Essen.


    Mittwoch, 18.04.2018

    Am Truck Stop konnte ich mir dann ein ordentliches Frühstück holen. Ich bevorzugte ja ein reichhaltiges Frühstück, eher wenig oder auch gar nichts zum Mittag und abends wieder eine größere Mahlzeit. Nach der Abfahrt war eine der ersten Sachen die Querung des Tennessee River.




    Die erste größere Richtungsänderung seit ich bei Gary (IN) auf die I-65 eingebogen war, erwartete mich dann in Birmingham (AL), wo ich von meinem Südkurs auf die I-20 nach Westen einbiegen musste.




    Gegen 10 Uhr erreichte ich schließlich Tuscaloosa und den dortigen Costco, wo ich leider trotz aller Eile nach meinem Anlieferfenster eintraf. Wo ich diese 1:45 hätte finden sollen, war mir nicht klar. Aber ich war lange genug für den Laden gefahren, um zu wissen, dass man so was hier schon mal erlebte.
    Die Folge war, dass ich mich erst mal an den Rand stellen musste. Mit 35 Minuten bekam ich dann wenigstens eine gültige Pause hin. Danach bekam ich ein Tor, setzte den Trailer zurück und sattelte ab. Brian hatte seine Chance bekommen und vermutlich nicht genutzt. Auch wenn das gefährlich danach aussah, das Wochenende wieder nicht zu Hause zu sein, gab es wenigstens was Neues zu sehen.

    PICKUP: ALTUS-CAT
    DESTIN: TXFWO-BZH
    TRAILER: AL-3JD7764
    LOAD: 311F
    WEIGHT: 28,660
    DISPATCH: PAERI-CAT-BRW


    CAT war direkt um die Ecke und ich bekam meinen Raupenbagger gewohnt schnell. Er stand auf dem Trailer und mit Anmeldung, kurzer Abnahme zur Erfassung der Vorschäden und Aufsatteln war ich nach 11 Minuten mit dem Gerät unterwegs nach Texas. Es war eine der zahlreichen Kurzzeit-Leasingmaschinen, die zwischen einer Woche und bis zu einigen Monaten bei Kunden eingesetzt und dann an CAT Rental zurückgegeben wurden.
    Dank meiner Pause konnte ich durch die nun wieder eher eintönige Landschaft nach Westen fahren und erreichte gegen Ende meiner Schichtzeit den Lone Star State.




    Das Ende war dann genauer gesagt am Dukes Travel Plaza in Canton (TX) erreicht. Leider 3 Minuten nach dem Ende meiner Lenkzeit.


    Donnerstag, 19.04.2018

    Es regnete am nächsten Morgen, als ich gegen halb 7 losfuhr. Nach weniger als einer Stunde erreichte ich die Beazer-Baustelle in Fort Worth, stellte meinen Truck ab und ging in den Bürocontainer. Der Typ hinter dem Schreibtisch sah mich despektierlich an:
    „Was willst Du denn hier?“ „Ich bringe den Raupenbagger aus Tuscaloosa.“ Er fing an zu lachen. „Du bringst den? Wohl eher Dein Vater! Sind denn schon wieder Schulferien?“ „Nein! Ich! Ich fahre seit 4 Jahren Truck.“ „Matchbox? Raus mit Dir und schick Deinen Vater rein!“ „Wie denn?“ „Raus! Er soll mir die Papiere rein bringen, die Abnahme muss sowieso er mit mir machen.“
    Ich ging raus, holte die Papiere, die ich in der Tat nicht mitgenommen hatte, da es üblich war, bei Regen erst die Abnahme zu machen und dann die Papiere.
    „Schon wieder Du? Verschwinde und schick Deinen Vater! Aber nicht jetzt, da hätte er seinen Arsch mal früher aus dem Truck bewegen müssen!“ Er ging an mir vorbei, setzte sich auf ein Quad und fuhr in die Baugrube. Ich stieg wieder in meinen Truck.
    Nach fast einer Stunde kam er wieder rauf. Nun reichte es mir, ich klinkte das Tablet aus der Halterung und ging wieder in den Container.
    „Langsam komme ich mir verarscht vor!“ „Ach, langsam erst? Ich seit einer Stunde!“ Ich klickte auf dem Tablet rum. „Wenn wir keine Abnahme und keine Papiere machen, dann bitte eine Unterschrift auf der Annahmeverweigerung!“ „Jetzt habe ich von Deinen Spielchen die Nase aber voll, Du Rotzlöffel! Ist das so schwer zu begreifen? Ich will die Abnahme endlich mit Deinem Vater machen! Was soll ich da denn eine verweigerte Abnahme unterschreiben? Ich verweigere nichts, außer Kinder auf meiner Baustelle!“ „Dann machen Sie die Abnahme endlich! Mein Vater ist in seinem Büro nehme ich an. Ich bin 23 und damit alt genug, mit meinem Truck Interstate zu fahren.“

    „Du verarschst mich also weiter?“ „Wer hier wen verarscht, ist noch nicht raus. Also Abnahme oder Unterschrift auf die Annahmeverweigerung?“ „Abnahme! Mit Deinem Vater, der den Truck gefahren ist! Ich habe hier genug zu tun. Dein Vater verdient kein Geld, wenn er immer Dich vorschickt, um auszuschlafen!“
    Ich zog das Handy, denn ich wusste, was zu tun ist aber nicht wie. Ich wählte Brians Nummer, aber er ging nicht selbst dran.
    „CAT Intercompany Logistic Center Mid-Atlantic, Alex Custer.“ Alex arbeitete mit Brian in einer Schicht, ich hatte von ihm schon mal Orders bekommen, wenn Brian Urlaub hatte oder krank war. Bei einem meiner Besuche in Erie hatte ich ihn auch mal getroffen, er hatte asiatische Wurzeln und war wie viele Asiaten vom Alter schwer zu schätzen, aber entweder kürzlich erst ins Berufsleben eingetreten oder er hatte das gleiche Problem wie ich, deutlich jünger auszusehen als er war.
    „Hallo Alex. Brandon Ridley hier. Wie gebe ich in Isotrak ein, dass der Kunde sowohl die Annahme verweigert als auch eine Bestätigung der Annahme?“ „Oh, letzte Eskalationsstufe? Aus dem Stammverzeichnis in Current job.“ „Current job.“ „Dann eine Seite auf dem Scrollbalken runter, Exceptions.“ „Ach, jetzt hab ich es. Das Dropdown-Menü neben Customer not present und da dann Unacknowledged rejection?” “Genau. Dann dauert es 2 oder 3 Minuten, in denen das System automatisch einen freien Stellplatz in Deiner Nähe sucht und Dich mit der nächsten Order zu einer unserer Niederlassungen schickt.“ „Gut. Dann bin ich gleich aus diesem Irrenhaus endlich weg. Danke. Was ist eigentlich mit Brian? Krank?“ "Nein, der ist im Haus, aber gerade bei George.“
    Kurz bevor ich auf den Button tippen konnte, dass der Kunde die Annahme und Bestätigung gleichermaßen verweigerte, wurde mein Gegenüber doch unsicher.
    „Machst Du das jetzt ernsthaft?“ „Was?“ „Da drauf eingeben, dass ich die Annahme verweigere und das nicht quittiere?“ „Klar. Was soll ich denn sonst machen? Ich muss ja mal hier weg kommen. Sie wollen ja die Ware nicht von mir annehmen und es ist niemand anders da, der sie übergeben kann.“ „Und der Bagger?“ „Geht an die nächste Niederlassung und Beazer bekommt eine Rechnung von uns über den Transport und die Einlagerung des Baggers in einem unserer Depots.“ Also ging er endlich mit mir raus, nahm den Bagger ab, quittierte den Empfang der Baumaschine auf dem Tablet und trollte sich wieder in seinen Baucontainer, während ich absattelte. Kein Wort der Entschuldigung. Das war also meine erste und hoffentlich nicht allgemeingültige Begegnung mit dem Texaner als solchem.




    Ich regte mich über diesen Kerl immer noch auf. Dumme Sprüche für mein Teenagergesicht war ich gewohnt. Die machten mir auch nichts aus, da ich nichts dran ändern konnte und es nun mal etwas seltsam aussah, wenn ich mit einem Sattelzug vorfuhr.
    Die einzige Lösung, die mir eingefallen war, um älter auszusehen, war ein Bart. Nun war mein Bartwuchs leider auch nicht reifer als der Rest von meinem Gesicht und so sah ich mit den drei Fusseln um den Mund dann eben nicht mehr aus wie ein Teenager sondern wie ein unrasierter Teenager, der vergeblich versuchte, mit Bart älter auszusehen. Weil ich Bärte an sich sowieso nicht mochte, hatte ich das Experiment also schnell wieder beendet.

    Meine nächste Order hatte dann auch Alex eingegeben. Also konnte ich nicht mal sagen, ob Brian über seine Touren nachdachte. Ans Telefon zu bekommen war er auch schon lange vor dem Versuch eben nicht mehr.

    PICKUP: TXDAL-CAT
    DESTIN: SCCOL-CAT
    TRAILER: TX-3PJ8582
    LOAD: PMS150
    WEIGHT: 33,070
    REMARKS: OVERSIZE
    DISPATCH: PAERI-CAT-ALC

    Was zur Hölle war denn ein PMS150? Diese Bezeichnung passte auf keine CAT-Baumaschine. Ich machte mich also auf den Weg in die Nachbarstadt und tankte unterwegs erst einmal. Diesel in Texas war ein Sonderangebot.

    Die Antwort bekam ich dann nach knapp über einer Stunde Fahrt in der CAT-Niederlassung. PMS stand für „Palisade Mobile Systems“, eine eher unbekannte Konzerntochter, die Baustellenabsperrungen herstellte. Die 150 stand für das Gewicht von 15 metrischen Tonnen. Es war schon ein Bisschen anspruchsvoll, dieses Gerät auf dem Hof aus der Lücke und dann durch die enge Ausfahrt zu zirkeln.




    15 metrische Tonnen waren relativ schwer, wenn sie aufgebremst waren und man rein krachte, aber relativ leicht, wenn sie mit gelösten Bremsen hinter einer Zugmaschine hingen. Also durfte ich meine selbst auferlegten 70 ausfahren. Weil die Stunde, die ich heute Morgen bei Beazer auf der Baustelle herumgestanden hatte, viel zu früh war, musste ich also noch mal bei Morton (MS) auf eine Tankstelle ausweichen, und eine Pause einlegen. Anschließend hatte ich noch knapp 3 Stunden Fahrzeit, in denen ich bis nach Tuscaloosa zurückkam, wo ich einen Pilot Truck Stop ansteuerte.


    Freitag, 20.04.2018

    Um 6:32 Ortszeit ging es wieder los Richtung Osten. Ich sollte nach meiner Einschätzung am frühen Nachmittag am Ziel sein. Kurz nach 10 liefen mit der Grenze nach Georgia jedenfalls erst mal wieder Ortszeit und Logzeit synchron.
    Mit meiner Kalkulation behielt ich Recht. Und es war schon mittlerweile mehr in die Kategorie „Running Gag“ einzuordnen, dass ich in Columbia mal wieder an der geschlossenen Schranke warten musste.




    Nachdem ich das Monstrum auf den Hof gezirkelt hatte, nutzte ich erst einmal die Kantine der CAT-Fabrik. Danach bekam ich wieder von gewohnter Stelle meine Anweisungen.

    PICKUP: SCCOL-CAT
    DESTIN: FLORL-CAT
    TRAILER: SC-5XU2883
    LOAD: CD54B
    WEIGHT: 22,311
    DISPATCH: PAERI-CAT-BRW


    Das war dann also mal wieder Wochenende draußen. Ich hatte ja noch die Hoffnung gehabt, von Columbia endlich mal einen Heimatschuss zu bekommen. Wenigstens war Orlando jetzt nicht so schlecht für ein Wochenende wie diverse kanadische Kleinstädte.

    Heute kam ich noch bis kurz vor die Grenze zum Joker Joe Truck Stop in Hardeeville (SC), wo ich erst den Tank und dann meinen Magen füllte, bevor ich mich in mein Fahrerhaus zurückzog. Weil der Truck Stop kostenloses Wlan hatte, schaute ich mir noch ein paar Videos von Explorern und Streetclimbern aus aller Welt an, traf eine Verabredung fürs Wochenende und ging dann ins Bett.


    Samstag, 21.04.2018

    In einem unspektakulären Trip, dessen größte Besonderheit die Dauer von 4:44 Stunden war, lieferte ich die Walze bei CAT in Orlando ab. Danach fuhr ich meinen Truck auf einen Parkplatz und ging durch die Statistik.




    WEEK DRIVE: 59:18 HRS
    WEEK WORK: 67:40 HRS
    WEEK START: MO:07:50 AM
    WEEK END: SA:12:10 PM
    WEEK FRAME: 5D:04H:20M
    WEEK MILES: 3,206
    WEEK FUEL ECO: 6.1 MPG
    WEEK AVG SPEED: 54.1 MPH
    WEEK PAYLOAD: 156,541 LB

    Ich fragte mich, warum die Durchschnittsgeschwindigkeit so niedrig war, denn lediglich der Großraum Dallas-Fort Worth hatte mich Zeit gekostet. Dafür war der Verbrauch gut. Mit einer 6 vorm Komma war ich schon zufrieden. Schließlich nahm ich mir ein Taxi zum Hotel, wo ich mich für das Wochenende eingebucht hatte.

    Nachdem ich eingecheckt hatte, holte mich Shane ab. Er war Explorer und wollte heute Abend mit mir ins Disney River Country, einen vor 17 Jahren geschlossenen Wasserpark im Südwesten vor Orlando. Es war nicht einfach dort rein zu kommen, aber wenn man einmal drin war hatte man seine Ruhe. Wir fanden die Überreste von Wasserrrutschen und Pools, nicht mehr vertrauenswürdige Hängebrücken und künstliche Höhlen. Wir blieben bis in die Dunkelheit, weil Disney dafür bekannt war, seine verlassenen Anlagen weiter zu beleuchten, was der Sache eine einzigartige Stimmung verlieh. Außerdem kam man im Dunkeln einfacher wieder unbemerkt vom Gelände runter.
    Disney's River Country | Abandoned Florida


    Sonntag, 22.04.2018

    Auch heute traf ich mich mit Shane. Das Ziel war weiter weg, weil wir heute den ganzen Tag Zeit hatten. Wir fuhren nach Daytona Beach, wo seit 2004 das in den Sommerstürmen schwer beschädigte Treasure Island Inn stand, ein 11 Geschosse hohes Hotel.
    Das von Metalldieben und Graffitisprayern gezeichnete Gebäude bot aber interessante Perspektiven entlang der langen Korridore und Fensterfronten und in der flachen Landschaft als eins der höheren Gebäude in der Gegend einen tollen Fernblick vom Dach.
    Treasure Island Inn | Abandoned Florida

    Nachdem mich Shane am späten Nachmittag wieder in Orlando abgesetzt hatte, ging ich auf mein Zimmer, setzte mich an den Laptop, schnitt die Videos der beiden Tage und lud sie auf den „Streetclimber Malik“ Channel hoch.

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