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[Kw19, Montag] Hoppladihopp. Der olle Fotograf. En mer, tack.

  • [Kw19, Montag] Hoppladihopp. Der olle Fotograf. En mer, tack.

    Nach dem Telefonat mit Michael am vergangenen Montag hatte ich mir in der Tat noch ein Feierabendbier gegönnt. Der Dienstag war dann auch in Schweden ein Feiertag. Mittwoch und Donnerstag war ich wieder mit dem R400 von Felicia im Containerverkehr unterwegs. Dabei merkte ich dann, dass mir irgendwie langweilig wurde. Immer nur um den Kirchtum – vom Hafen zum Empfänger. Vom Versender zum Hafen. Aber das war eben genau der Tagesablauf, den Felicia inzwischen hatte um mehr Zeit für ihre Tochter zu haben. Den Fernverkehr den sie zuvor überwiegend gefahren hatte erledigen inzwischen Kira und Meike. Für Freitag stand dann ein Spezialtransport mit Kranteilen für den Hafen Hamburg auf dem Plan.



    Montag, 07.05.2018, Hamburg.
    Mein Wecker klingelt um kurz vor 04:00 Uhr. Ich habe die Füße noch nicht aus dem Bett da klingelt auch mein Telefon und im Display steht Sandras Büronummer. „Guten Morgen, Süße. Bist du aus dem Bett gefallen?“ „Hej
    Schatz. Ja, so ungefähr. Magnus hat mir eben gerade hoppladihopp ab Södertälje ne Tour gegeben; kennst ja unseren Ansprechpartner bei Scania. Kurzfristig? Am besten gestern? Sandra und ihre Truppe machen das schon irgendwie möglich. Wir sind mal wieder Feuerwehr. Jedenfalls bringt mir das meinen Vormittag im Büro durcheinander. Aber egal. Weswegen ich anrufe... du bist jetzt noch in Hamburg oder?“
    „Ja. Ich fahre nachher gleich zu Zeppelin-CAT in Glinde unseren Tieflader wieder einsammeln. Über Michas Vertrag mit CAT hab ich da den Transport eines Mietbaggers zu einer Baustelle im Rostocker Hafen. Danach wollte ich den MAN wieder nach Malmö bringen.“ „Du wolltest sicher mit der Fähre von Rostock nach Trelleborg rüber, oder?“ „An sich schon.“ „Du müsstest heute Abend, oder morgen früh nämlich hier in Uppsala sein. Ich bringe heute Abend von Scania schon ein paar Paletten für St.Petersburg mit. Dann steht hier noch ein bisschen was für Berlin und St. Pölten. Damit müssen wir morgen früh dann los.“ „Heute hier, morgen dort. Und... wir?“ „Ja, bis St.Petersburg fahren wir mal wieder zusammen. Ab dort ist dann wieder mehr Zeit, sodass du von dort alleine weiter fährst. Ich fliege dann wieder nach Hause.“ "Ok, ich buche um auf Gedser und schwing mich dann in Malmö in den HiLux. Mit welchem Wagen fahren wir die Tour?“ „Mit dem Bussbygg. Da passt ein bisschen mehr drauf als auf deinen Chereau am stora rovfågel. Pat und Janina laden den heute auch so weit vor.“ „Ok. Bis heute Abend dann, Schatz. Fahr vorsichtig.“ „Du auch. Liebe dich. Bis später.“
    Ich lege auf und gucke auf die Uhr. Gut... kurz nach 04:00 Uhr. Noch knapp eine Stunde bis ich in Glinde sein muss. Ich schmeiße die Kaffeemaschine an und verschwinde unter die Dusche.







    Ich zirkele meinen Tieflader durch den Kreisverkehr im Glinder Gewerbegebiet. Kurz darauf folge ich den Schildern in Richtung Barsbüttel. Wie besprochen brauchte ich vorhin dort nur aufsatteln und die Abfahrtskontrolle machen.

    Ich greife zur Kaffeetasse und stelle mal wieder fest, dass der Inhalt inzwischen nurmehr mit Vanilleeis kombiniert etwas taugt. Zum Glück hab ich noch Nachschub in der Thermoskanne.





    Die A1 in Richtung Lübeck ist mir gnädig und ich komme gut voran. Am Kreuz Lübeck wechsele ich auf die A20, der Sonne entgegen. Kurz vor Wismar kommen mir meine beiden Rostocker Scania lichthupend entgegen. „Guten Morgen.“ begrüßt mich Yvonne über Funk. „Moin ihr beiden.“ „Hi Chris. Mit dir hatte ich nicht gerechnet. Ich dachte Felicia oder einer von den anderen Malmöern wäre unterwegs.“ „Felicia hat Urlaub. Kira ist irgendwo in Italien, Meike in Finnland. Und die Pärchen schieben wieder Büchsen durch die Häfen. Wie kommst du überhaupt auf Malmö?“ „Der MAN... Malmö hat als Schwerlastzugmaschine die einzige mit der kleinen Hütte.“ „Stimmt. Das ist auffällig. Bei euch geht’s jetzt nach Hamburg?“ „Genau.“ „Alles klar. Ruhige Schicht. Bis eben war so weit alles ruhig.“ „Danke. Dir auch gutes Durchkommen. Richtung Rostock auch freie Bahn. Aber denk dran... Fuchsberg steht der olle Fotograf rum.“







    Es ist 08:30 Uhr als ich auf die Baustelle rolle. „Moin.“ „Moin. Ich soll hier nen Bagger abwerfen.“ „Gut gut. Die Jungs machen gerade Frühstück; Stunde dann geht’s los.“ Ich drücke meinem Gegenüber die Papiere in die Hand. „Ich lade selbst ab. Ich muss gleich noch aufn Dampfer nach Schweden.“ „Ja, aber...“ „Versuchs nicht. Vom
    rumstehen kann ich kein Geld verdienen.“








    Die Fähre nach Gedser am Morgen hatte ich rechtzeitig erreicht. Mein Glück war, dass zwischen Abladestelle und Fähranleger nur ein paar hundert Meter gelegen hatten.

    Es ist kurz nach 16:00 Uhr. Ich sitze im PickUp und steuere diesen zur E20. Im Radio läuft Accept mit ihrem Titel Fast as a shark. Genau so muss ich agieren. Ich habe noch über sechshundertsechzig Kilometer vor mir.



















    Ich passiere Södertälje. Noch etwa einhundert Kilometer, dann bin ich zu Hause. Ich wähle Sandras Mobilfunknummer. „Hej älskling.“ „Var är du?” Sandra gähnt durchs Telefon. ”Strax förbi Södertälje.” ”Das klingt gut. Ich bin schon voll müde. Aber ich warte bis du da bist.”
    Das Telefonat geht noch ein paar Minuten weiter, dann lege ich auf.
















    Ich stelle den Toyota ab und gehe die Treppe hoch. Im Wohnzimmer brennt das Licht. Als ich zur Couch rüberschaue huscht ein Lächeln über mein Gesicht. Genau damit hatte ich gerechnet. Sandra ist auf der Couch eingeschlafen.
    Ich gebe ihr einen Kuss und sie wacht auf. ”Hej prinsessa.” ”En mer, tack. Och då ska vi gå och läggas. I morgon blir det en tuff dag.” Ich gebe ihr wie immer einen weiteren Kuss. Und selbst wenn sie das nicht mit ihrem frechen Grinsen einfordern würde, würde sie den bekommen.

    Ich verschwinde noch kurz im Bad und kletter anschließend ins Bett. Sandra ist dort bereits wieder eingeschlafen. Und auch bei mir arbeitet das Sandmännchen zuverlässig schnell.

    Gruß Christian
    hansekontor

    Das Wasser ist nicht tief. Es geht den Enten nur bis zum Bauch!


    TSM+RusMap+ZaregonNorthMap

    Windows7 Professional, 64-bit // IntelCore2Duo E8400 @ 3GHz // 8GB RAM // NVIDIA GeForce405

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Kommentare 11

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    alaskabaer01 -

    Klasse Kapitel und tolle Fotos. Leih mir mal dein Sandmännchen, meins muss ich immer erst wecken damit er mal endlich Sand streut.. :D

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      infinity -

      Hmmm. Ist ein Familiensandmännchen. Ob meiner bei dir arbeitet weiß ich nicht. Und auch bei mir ist der nicht immer zuverlässig.

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      alaskabaer01 -

      Also sind alle Sandmännchen Unzuverlässig. Warum kündigt denen keiner? Unzuverlässige Fahrer kündigt man ja auch.. :D

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    loddi51 -

    Klasse Kapitel.

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    TurboStar -

    Schönes Kapitel wieder. Aber eine Bitte. Wenn Du schon so viel schwedisch einbaust, was ich erst mal gut finde, dann wäre es manchmal toll, wenn Du die Übersetzung dazu "denken" könntest. Schwedisch kann man sich nur noch sehr schlecht aus dem Deutschen erschließen.

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      infinity -

      Ich werde versuchen das zu berücksichtigen. Wenn ich schreib, weiß ich ja was ich ausdrücken will und hoffe, dass sich der Kontext erschließt. Scheint nicht immer zu klappen.

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    Sauerlaender -

    Und wieder ein tolles Kapitel von dir. Eine Frage hätte ich mal: Du redest so viel schwedisch mit deiner Frau. Ist sie eigentlich eine Deutsche oder eine Schwedin? Da dein Charakter ja wohl aus Mecklenburg ausgewandert ist, würde mich das doch interessieren.

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      infinity -

      Danke. Die Antwort gab es ja bereits in einem Kapitel - ich weiß aber auf Anhieb nicht mehr in welchem... daher kurz und knapp: Ja, Sandra kommt aus Forsmark, Provinz Uppland.

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      Iceman684 -

      Wieder was gelernt. ;)

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      Sauerlaender -

      Das muss ich irgendwie überlesen haben. ;)