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[KW 17/2018 - KW 18/2018 Montag] Autokauf. Containerschubsen. Telefonate

  • [KW 17/2018 - KW 18/2018 Montag] Autokauf. Containerschubsen. Telefonate



    Die vergangenen zwei Wochen waren für mich durchaus stressig. Es gab diverse Vorstellungsgespräche. Als Ergebnis daraus sind vier neue Mitarbeiter für den Bereich Lager ab Anfang Mai in Uppsala. Zudem hatte Mats in der vergangenen Woche Urlaub, sodass ich seine Nahverkehrstouren übernommen habe. Die Grippewelle im Februar hatte uns verschont – dafür hatte es Sandra jetzt so erwischt, dass sie absolut nicht bürotauglich war.
    Entsprechend hatte ich damit zusätzlich gut zu tun, wenn ich nicht unterwegs war, bzw. am Abend nach der Tour. Meinen Fünfer BMW hatte ich Anfang des Monats von München aus ins Internet zum Verkauf gestellt. Der Verkauf von diesem ging dann ebenfalls vergangene Woche über die Bühne.
    Zum Wochenende hin war Sandra wieder auf dem Dampfer. Im Büro hatte ich, auch dank diverser Überstunden von Tania, so weit alles glatt. Gut so. Denn dadurch konnten Sandra und ich das Wochenende arbeitsfrei verbringen. Spaziergänge, ein bisschen Sport, Sauna und so weiter...




    Montag, 23.04.2018, irgendwo in Schweden.

    Ich werde von einer Stimme geweckt. „Ihre Fahrkarte bitte.“ Ich schlage die Augen auf und fühle mich ziemlich zerknautscht. Da bin ich wohl eingeschlafen. Es ist schon ungewohnt nach Ewigkeiten mal wieder mit der Bahn zu fahren, aber das Flugzeug nehmen geht halt auch nicht immer. Ich reiche die Fahrkarte rüber und bekomme diese abgestempelt wieder zurück. Danach bin ich in meinem Waggonabteil wieder alleine. Mein Telefon klingelt. „Christian Dansör.“ Ich unterdrücke ein gähnen. „....“ „Hör auf zu lachen Vivien. Ich bin gerade erst wach geworden.“ „...“ „Ja, mit der Bahn. Runter nach Malmö.“ „...“ „Mhm, gibt wie immer genug zu tun. Aber genug gesabbelt. Was hast du auf dem Zettel?“ „...“ „Ja, ne is klar. Ich dachte eigentlich ich hatte denen unseren Standpunkt klar gemacht. Wurde da auch so schriftlich so festgehalten. Lass dich da nicht einlullen. Es bleibt dabei, dass wir ab Mai und ab Oktober je ein weiteres Fahrzeug auf die Linie setzen. Und Ende November bekommen Eva und Jenny ihre Neuen. Die S410 sind entsprechend bestellt“ „...“ „Ganz recht. In unseren Firmenfarben. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Und wenn du mich fragst... Kunde ist König. Aber wir sind nicht die Hofnarren.“ „...“ „Haste richtig gemacht. Bis jetzt hat sich keiner bei mir gemeldet. Ich denke mal damit ist das geklärt“ „....“ „Jo, Tschüssi.“ Ich lege das Telefon zur Seite und schüttele den Kopf. An sich gabs beim gelben Riesen noch nie Probleme. Und jetzt sitzt da so ein Schulbubi, frisch von der Uni, der meint mit meiner Projektleiterin könnte er über Absprachen, die er mit mir getroffen hat, noch diskutieren. Vivien lässt sich da zum
    Glück nicht die Butter vom Brot nehmen.



    Dienstag, 24.04.2018, Malmö.

    Ich bin dabei mein Büro im neuen Niederlassungsgebäude einzurichten. Felicia kommt zur Tür herein.“Hej Hej.“ „Hi. Wo ist dein rovfågel?“ "Der steht zu Hause. In deinem Urlaub werd ich deinen Wagen nehmen.“ Ich nehme einen Schluck Kaffee. „Aber keine Schrammen reinfahren.“ Automatisch bekomme ich einen Lachreiz und schaffe es gerade noch eben den Kaffee runter zu schlucken. „Ja, ne. Ist klar.” Felicia grinst mich an. “Ich wünsch dir einen schönen Urlaub.”




    ...



    KW18/2018

    Montag, 30.04.2018, Malmö.
    Am vergangenen Dienstagnachmittag war ich unterwegs um für die Einkäufe für die Woche zu erledigen und war bei einem Autohändler vorbei gekommen. Dort stand ein weißer Toyota HiLux, den ich mir kurzerhand kaufte. Ab Mittwoch war ich dann mit Felicias Scania R400 in Südschweden mit Containern unterwegs.


















    Meine Tour für den Tag habe ich beendet. Auch im Büro bin ich mit den Arbeiten so weit durch, sitze aber noch am Schreibtisch und schaue mir auf Youtube eine Folge Der Möbelkutscher an als mein Mobiltelefon klingelt. Im Display die Rufnummer von Michael Vaillant.
    „hansekontor. Christian Dansör.“ „Chris, mein Lieber. Sei mir gegrüßt.“ „Micha. Moin. Hast du die Mail bekommen?“ „Jawoll hab ich bekommen... Ähm.... Muss aber kurz was zu sagen. Ähm... Wir müssen da noch einen kleinen Augenblick abwarten bevor wir dat mit den Trailern machen. Du weißt was ich meine.“ „Jo, schon klar. Ich musste letztens übrigens lachen; du weißt schon, dass Stavanger in Norwegen liegt? “ „Danke für den Hinweis, dass Stavanger in Norwegen ist, Mister Neunmalklug.“ Ich grinse vor mich hin. So hat mich auch noch keiner genannt. Aber ich weiß ja, von wem es kommt. Michael lacht durchs Telefon. „Aber dat meine ich ja nicht bös. Also alles gut. Da hab ich mich wohl verplappert. Was hab ich denn gesagt? In Holland?“ „Nö. Du warst da gedanklich in Schweden. Hauptsache du nimmst mir das nicht krumm, wenn ich dir Geografieunterricht geb.“ „Ja, ne ne Chris. Alles gut. Du bist ja... guck mal der Tom kann ja auch über seinen Oldschool Shif... Shit lachen.“ „Das Ding war ja auch zu gut. Und Quatsch macht den Arbeitsalltag gleich viel lockerer.“ „Aber natürlich. Und ich auch hier mit meinen Christopher-Street-Day-Aufliegern. Jaja nu. Bisschen Blödsinn müssen wir ja machen. Sich n bisschen piesacken... dat gehört doch dazu, oder?“ „Jo, besser als bis oben hin zuknöpfen ...“ „Genau, seh ich auch so.“ „1a. Auf Augenhöhe; passt.“ „Ja, wie gesagt... ich bin jetzt hoch aufm Weg nach Bergen. Mal schauen,
    vielleicht schau ich dann mal an einem eurer Büros mal vorbei auf ein Tässchen Kaffee. Und auf ein Hallo.“
    „Jederzeit gerne. Und wenn du nicht weiter musst gibt’s alternativ auch Bier, Dusche und Schlafplatz.“ „Genau. Das wollte ich euch sowieso auch allen anbieten, wenn ihr in einer meiner Stationen seit. Liste kannst du ja online sehen auf unserer Internetseite. Wir haben da in jeder unserer Garagen Sozialräume mit zwei separaten Schlafzimmern. Sogar ne Badewanne habt ihr da. Duschen könnt ihr. Es gibt wat zu essen. Die Kühlschränke sind gefüllt. Und äh... Da ich ja ein Fuchs bin... Dieser vierstellige Code den ihr alle von mir bekommen habt, womit
    ihr euch ins System einloggt bei WOT... das ist auch der vierstellige Code womit du in die Sozialräume reinkommst.“
    „Also wie bei mir auch.“ „Ja.“ „Für den Lagerbereich und die Büros hast du sicher auch einen anderen.“ „Genau. Nicht in den Hauptbetrieb. Ich bin ja nicht geisteskrank. Aber zumindest ist da auch der Zugang für in die Sozial... ähäh.. einrichtungen oder die Sozialräume. Wie gsagt... Kühlschrank ist voll. Badewanne ist voll. Duschen sind sauber. Ordentliche Betten stehen da. Und bevor... ooooh ja war klar. Aber net mitm Commander.“ „Wat is los? Theater auf der Straße?“ „Dats... ich sach ja... Dat waren jetzt schon wieder
    achthundert Euro an Doofheit. Äähm... Momente mal grad. Ich muss da mal im Auge haben, wie ich hier fahre. … So.“
    „Wie viel Strecke hast du noch vor dir?“ „Vierzehnhundert Kilometer habe ich noch. Ich weiß nicht wie das bei dir da oben ist. Ich guck mal bei euch im Büro vorbei auf ein Tässchen Kaffee. Wird ja wohl für einen befreundeten Unternehmer drin sein.“ „Sagte ich ja vorhin grade schon. Jederzeit." „Genau. Ähm... Chris, ich kann mich dann auch mit euren Disponenten darüber unterhalten, ne... Du hast mir da zwei Namen gegeben.“ „Mhm. Von meinen Berlinern und Münchenern.“ „Ja.“ „Von den anderen Niederlassungen schicke ich dir auch noch Ansprechpartner und Telefonnummern.“ „OK.“ „Bei Auftragsvermittlung nimmst du sicher genau wie ich
    auch eine Vermittlungsprovision?“
    „Ja. Wie viel nimmst du für Vermittlung?“ „Üblicherweise zwischen zehn und zwanzig Prozent vom Auftragswert, je nachdem wer den Auftrag nimmt. Für unsere Truppe hab ich da noch nix festgeschrieben. Ausm Bauch raus würd ich jetzt sagen ...“ „Gut. Werd ich glaube ich erst mal nix mit zu tun
    haben, denn ich hab den Arsch voller Arbeit.“
    „Kein Muss, nur Option. Klingt als wenn du kaum zu Hause bist.“ „Ich bin jetzt erst mal ein paar Tage mit Aufflieger verteilen beschäftigt. Dann muss ich abwarten was sich in Algier tut. Dann haben wir jetzt noch den Caterpillar-Deal. Da kannste auch mal schauen, ne. Im System, wenn ihr Fahrzeuge frei habt und… die müssen ausgelastet werden. Darfste dich gerne bedienen in meinem System. Mit dem vierstelligen Code.... Und wie gesagt für euch, wichtig mein Lieber, ganz wichtig... für euch: sieben Prozent, ja. Also solltest du da jemanden den vierstelligen Code geben, und ich sehe dass du mich bescheißt, ist eh unsere komplette Zusammenarbeit...“ „Ich sach nur: Augenhöhe.“ „Dat sowieso, immer generell. Auf Augenhöhe. Ja. Wenn du meinst du musst mich dann für drei Prozent bescheißen, dat sag ich auch nicht nur dir, dat sag ich allen... Und ich sage damit auch nicht, dass du das tun würdest. Aber das wäre direkt richtungsweisend.. bei sowas würden wir die Zusammenarbeit direkt beenden. Der vierstellige Code ist nur für euch. Und ihr entscheidet
    darüber. Sieben Prozent bekomme ich. Und dat wars.“
    „Darf ich fragen wie das bei anderen Unternehmern aussieht wenn die von dir vermittelt bekommen?“ „ Ich nehm bei... bei Frank nehme ich 17,5 Prozent.“ „Das ist auf jeden Fall ein ganz anderer Wert.“ „Ja, das ist mein Entgegenkommen zu unserem... Interessenverband nennen wir ihn einfach mal. La familia. … OK? Haste auch alles verstanden wie ich dat meinte, ne ? War gar nicht gegen dich persönlich. Das wissen die anderen auch.... Denn wer mich für drei, vier oder fünf Prozent bescheißt der schnappt sich auch meine Alte, wenn ich net da bin.“ „So frei nach dem Motto: hat er ja nich gesehn.... Fällt
    aus. Die Welt ist so klein. Und du würdest keine Ruhe geben bist du mich dann am Schlawittchen hast.“
    „Ja, so in etwa. Ich sehe, du hast et verstanden. … Chris....“ „Warum sollte es bei dir anders laufen als bei mir.“ „Genau. Dann wünsche ich dem hansekontor weiterhin jute Geschäfte. Und wir bleiben am Ball.“ „So mock wi dat. In dem Sinne: lasset die Spiele beginnen.“ „Alles klar mein Lieber.“ „Wir hören und sehen uns.“ „Ich meld mich mal. Ich guck mal, wenn ich oben bin in Bergen ob ich ne kleine Skandinavien-Tour drehe. Weil oben nach Finnland bekomme ich jetzt vier oder fünf DAF geliefert. Da will ich bei Übergabe dabei sein, außerdem will ich mich den fünf Mädels oben mal persönlich vorstellen. Ich hab die eingestellt per Telefon. Und äh... ich hab da eine im Auge, die Stationsleiterin werden soll. Da werd ich mit den Mädels mal wat essen gehen und ein schönes Wochenende verbringen.“ „Arbeiten, leben, genießen...“ „Genau. Ja nu, man macht sich das Leben so wie es einem gefällt, ne.“ „Warum auch nicht. Machen Sandra und ich auch. Chef sein ist mehr als nur Arbeit. Und wenn du Frauen anstellst macht man das halt elegant.“ „Genau. Dat ist ja das schöne. Wenn ich da oben jetzt fünf
    Mitarbeiter hätte., ne.. dann würden wir saufen gehen, dat is schon mal klare Ansage. Saufen gehen, dat würde mit Sicherheit dann irgendwo, irgendwann um irgend ne Uhrzeit in irgendeinem Puff enden. Aber mit meinen Mädels geh ich essen. Da haben wir einen kultivierten Abend. Verstehste was ich meine? Natürlich können die
    auch saufen. Also da hab ich auch schon fürchterliche Dinge erlebt mit Frauen. Aber ääh...“
    „Auf ner anderen Basis...“ „ Die Basis ist ne andere. Genau. Die Basis, du sagst es.“ „Hmmm... Jetzt hab ich Durst auf ein Bier.“ „Alles klar. Sooo, Schluss jetz hier, Chris mein Lieber. … Ich muss … telefonieren.“ „Jo.“ „Ja, machs gut.“ „...und mach nix, was ich nicht auch machen würd.“ „Ja. Tschau.“



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    Das Rheintrans-Video von Micha zu diesem Kapitel findet ihr auf YouTube.

    Gruß Christian
    hansekontor

    Das Wasser ist nicht tief. Es geht den Enten nur bis zum Bauch!


    TSM+RusMap+ZaregonNorthMap

    Windows7 Professional, 64-bit // IntelCore2Duo E8400 @ 3GHz // 8GB RAM // NVIDIA GeForce405

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Kommentare 9

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    Sauerlaender -

    Schönes Kapitel von dir.

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    loddi51 -

    Schönes Kapitel.

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    Werner 1960 -

    Klasse geschrieben.

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    alaskabaer01 -

    Klasse Kapitel und Fotos. Bei dem Containertrailer musste ich allerdings öfter hinschauen , der sah einfach nur lustig aus. Stellte mir den hinter Goldi vor. :D

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    TurboStar -

    Schönes Kapitel. Und eine Zugmaschine mit langem Chassis vor einem 20' Halbskelett ist die dämlichste Kombination, die ich je gesehen habe :D Dagegen ist Dirks Vierachs-Iveco mit der Mulde ja optisch geradezu stimmig. Michel Vaillant kenn ich nur einen und der lief als Zeichentrick auf Tele5 :P