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32. Viel Arbeit und ein Cascadia

  • Montag, der 1. Januar 2018, Sacramento, CA:

    Keela und ich blieben noch bis etwa drei Uhr auf der Party, dann waren wir zu müde, um noch weiter zu feiern. Wir machten uns auf den Weg nach Hause und verschwanden dort schnell im Bett.
    Am Montag hatte auch Keela noch frei und wir nutzten den Tag erstmal zum Ausschlafen. Anschließend machten wir uns einen gemütlichen Tag. Zuerst gingen wir zusammen duschen. Dann wurde in Ruhe gefrühstückt. Auch wenn es dabei schon Mittag war. Anschließend unternahmen wir noch einen schönen Spaziergang am American River.

    Zurück zu Hause, setzte ich mich noch mal an den Computer. Dort beantragte ich online die Verlängerung für meine Weight Distance Lizenzen für New Mexico und Oregon. Diese Lizenzen waren ja immer ein Jahr gültig.
    Anschließend aßen wir zusammen und machten es und hinterher auf der Couch gemütlich. Keela musste erst am kommenden Nachmittag wieder zur Spätschicht antreten. Mein Reset war aber schon in der Nacht wieder um. Entsprechend zeitig legte ich mich dann wieder schlafen.

    Dienstag, den 2. Januar 2018, 1:30 am, Pacific Standard Time, Sacramento, CA:

    Um halb Zwei in der Nacht klingelte mich mein Wecker wieder aus dem Bett. Ich machte ihn schnell aus und ging ins Bad, wo ich mich fertig machte. Es folgten Anziehen, Sachen packen und Kaffee kochen. Eine Stunde nach dem Wecker klingeln verließ ich schließlich unsere Wohnung. Mit dem alten Taurus machte ich mich auf den Weg zu meiner Halle. Dort begann ich mit meiner PTI.
    Pünktlich um drei Uhr war ich schließlich startklar. Meine Ladung hatte Charlie wohl noch am Abend ins System gestellt:

    PICKUP: CW-CASA
    TRAILER: CT40674
    FREIGHT: PACKAGED FOOD
    WEIGHT: 30,500 LB
    TO: PF-AZPH
    GATE: 01
    REMARKS: URGENT DELIVERY

    CASA-CSA.

    Verpackte Lebensmittel sollten also dringend zum Flughafen nach Phoenix, Arizona. Es sollte wohl dringend sein, wenn man die Ware schon per Luftfracht weiterverschickte. Wobei ich am Los Angeles Airport schneller wäre.
    Ich fuhr rüber zum Zentrallager, wo ich die Papiere beim Lagermeister bekam. Anschließend nahm ich den Trailer auf und erledigte die PTI. Danach ging es dann zur I-5, auf die ich in südlicher Richtung auffuhr.
    Jetzt ging es in den Morgen. Dabei hielt sich der Verkehr noch in Grenzen. Bis zu meiner Pause am TA Travel Center in Buttonwillow zog ich dann durch. Dort frühstückte ich und telefonierte anschließend mit Keela. Gegen zehn Uhr machte ich mich wieder auf den Weg.

    Über die I-5 ging es in Richtung Süden weiter. Nun ging es über den Tejon Pass nach Los Angeles. Dort kam ich zum Glück gegen Mittag an. So war der Verkehr noch einigermaßen erträglich.

    In LA wechselte ich auf die I-10 in Richtung Osten. Ich rechnete mir meine Restfahrzeit noch aus und kam zu dem Ergebnis, dass ich ziemlich genau bis nach Ehrenberg kommen sollte. Der Plan schien auch aufzugehen.

    Kurz vor meinem Ziel geriet ich dann aber in einen Stau. Dieser kostete dann natürlich Zeit, die ich vorher nicht mit eingeplant hatte. Die Ursache des Staus stellte sich dann als Truck heraus, dessen Trailer mit seinen Baumstämmen nun auf der Seite lag. Komischerweise stand die Zugmaschine noch auf den Rädern.

    So hatte ich letztlich meine Fahrzeit wieder überzogen. Ich hätte den Kollegen auf dem Funk besser zuhören sollen.
    Um sechs Uhr, Mountain Standard Time machte ich schließlich Feierabend in Ehrenberg. Da Keela jetzt am Arbeiten war, verzichteten wir auf ein Telefonat. Nach einer Dusche und dem Abendessen im Truckstop legte ich mich schlafen.

    Mittwoch, den 3. Januar 2018, 3:15 am, Mountain Standard Time, Ehrenberg, AZ:

    Um viertel nach Drei am frühen Mittwochmorgen klingelte mein Wecker dann wieder. Meine Luftfracht musste ja zeitig am Flughafen in Phoenix sein. Ich nutzte noch mal die Sanitäranlagen in dem Truckstop für Toilettengang und Dusche. Anschließend ging ich mit dem ersten Kaffee des Tages zurück zum Truck. Da meine Tanks noch nicht ganz leer waren, verschob ich das Tanken auf später und machte mich nach der PTI direkt wieder auf den Weg.
    Über die I-10 ging es nun weiter nach Phoenix, wo ich passenderweise direkt zum Beginn des Berufsverkehrs eintraf. Das Frachtzentrum des Flughafens erreichte ich dann gegen viertel nach Sieben.

    Da es naheliegend war, dass ich, wenn ich schon den ganzen Sicherheitscheck, der notwendig war, um auf das Flughafengelände zu betreten, hinter mich gebracht hatte, hier auch wieder zu laden, meldete ich meine Ankunft wieder rechtzeitig im ORBCOMM. So hatte ich meinen Anschlussauftrag bereits im System:

    PICKUP: PF-AZPH
    TRAILER: DV28???/DV28???
    FREIGHT: PACKAGED FOOD / NON FOOD
    WEIGHT: 39,500 LB
    TO: NM-COBU
    GATE: -----
    REMARKS: IMPORTANT AIR FREIGHT / STAA-DOUBLE

    CASA-DSN.

    In diesem Fall, wo es Order Nummern, Chargen Nummern, Fracht Nummern und wahrscheinlich noch weitere Nummern in Hülle und Fülle gab, machte es Sinn, mal die Funktion des ORBCOMM zu nutzen, einen Abholschein ausdrucken zu lassen. Einen kompakten Drucker hatte ich mir ja schon vor geraumer Zeit besorgt, wo ich mal bei Best Buy geladen hatte. Auf dem Abholschein konnte ich dann auch im Klartext lesen, dass meine Lieferanschrift in Burlington, Colorado lag.
    Nun konnte ich mich anmelden gehen. Dafür, dass hier immer so ein Aufwand gemacht wurde, um überhaupt auf das Gelände zu kommen, ging es im Anschluss aber um so schneller. Ich konnte den Trailer ans Dock stellen und eine Halle weiter sofort mein Double aufnehmen. Die Anmeldung dauerte letztlich genau so lange, wie das anschließende Umsatteln inklusive der PTI des Doubles.

    Nachdem auf dem Flughafengelände alles erledigt war, fuhr ich außerhalb des Sicherheitsbereichs zu einem LKW Parkplatz, wo auch ein kleiner Diner für die Trucker war, die hier zu tun hatten. Hier machte ich meine Frühstückspause und telefonierte anschließend mit Keela.

    Gegen zehn Uhr machte ich mich nun wieder auf den Weg. Es ging zuerst durch das immer noch recht volle Phoenix. Als ich die Stadt dann über die I-17 verlassen hatte, konnte ich wieder durchatmen.
    Über diese Interstate ging es nun durch diverse Nationalparks. Bei Flagstaff wechselte ich schließlich auf die I-40 in Richtung Osten. Gut, dass ich am Neujahrstag daran gedacht hatte, die WD Lizenzen zu verlängern. Ich hatte zwar noch gar nicht damit gerechnet, wieder nach New Mexico zu kommen, Nun kam es aber mal wieder anders, als man dachte.
    Mit dem Double musste ich natürlich auch direkt wieder bei Gallup über die Waage. Spätestens jetzt hätte ich ohne die WD-Nummer ein Problem bekommen. Da aber sonst alles passte und die WD Nummer auch vorhanden war, verzichtete man zu meinem Glück auf eine umfangreiche Kontrolle. Meine Fahrzeiten waren ja wegen der Aktion an Sylvester nicht wirklich in Ordnung.

    Ich fuhr dann noch weiter, bis ich Sky City erreichte, wo ich mal wieder den Truckstop nutzte. Ich musste tanken und meine Zeit war voll. Daher war hier heute auch Feierabend angesagt. Das Tanken schob ich ebenfalls auf den morgigen Tag, da ich meine Zeiten schon ziemlich voll hatte. Ich ging dann noch duschen und nahm anschließend auch gleich mein Abendessen im Truckstop ein. Um acht Uhr war ich dann zurück am Truck und legte mich auch kurz darauf in mein Bett.

    Donnerstag, der 4. Januar 2018, 3:30 am, Mountain Standard Time, Sky City, NM:

    Der Wecker holte mich wieder aus meinem Bett. Das ganze für meinen Geschmack noch etwas zu früh. Aber das war eben auch Teil des Jobs, daher lebte ich damit.
    Nach Dusche und Kaffeetrinken begann ich um viertel nach Vier mit meiner PTI. Um halb Fünf fuhr ich dann los.
    Ich fuhr aber nur bis zur Zapfsäule, da hielt ich schon wieder an. Nun wurde erstmal vollgetankt. Mit vollen Tanks und dem nächsten Kaffee aus der Tanke ging es dann endlich wieder auf die Interstate.

    Über die I-40 ging es nun als erstes nach Albuquerque. Dort wechselte ich auf die I-25 in Richtung Norden. Von jetzt an ging es stetig bergauf. Der bisher sehr gute Verbrauch des Trucks begann nun natürlich wieder zu steigen. Stetige Steigung, viel Gewicht und mit einem Double hinter dem Classic Truck auch nicht gerade die beste Aerodynamik sorgten zusammen für ein ständiges Ansteigen des Verbrauchs.
    Bis Santa Fe war die Steigung nur relativ leicht. Nach der Stadt wurde sie dann aber immer stärker. Irgendwann kam dann auch noch, was hier im Januar kommen musste. An den Straßenrändern lag langsam immer mehr Schnee. Ich fuhr ja auch immer weiter auf die Berge von Colorado zu. Es kamen auch ab und zu Gefälle, am meisten ging es aber bergauf. Schließlich erreichte ich Colorado.
    Bis zur Ausfahrt 128 bei Fountain, südlich von Colorado Springs blieb ich auf der I-25. Dort fuhr ich aber ab und machte zuerst meinen Zwischenstopp beim Tomahawk Auto & Truck Plaza, wie der örtliche Truckstop hier hieß. Dort ging es dann zum Mittagessen und zum täglichen Telefonat mit Keela, was in dieser Woche immer, während meiner kurzen Pause, stattfand.

    Bei Keela war es dann 12 und bei mir ein Uhr, als ich mich wieder auf den Weg machte.

    Über die US-87 und CO-21 ging es nun zur US-24 welche dann von Colorado Springs nach Limon führte, wo ich dann schließlich auf die I-70 in Richtung Osten fahren konnte. So sparte ich mir den Umweg über Denver. Nun konnte ich bis zu meinem Ziel in Burlington auf der I-70 bleiben.
    Gegen halb Fünf erreichte ich schließlich mein Ziel. Ich verließ die I-70 an der Ausfahrt 437 und hatte von dort aus nur noch wenige Minuten bis zu meinem Ziel. An einer roten Ampel gab ich dann auch schon mal meine Ankunft ein. So hatte ich bereits bei der Ankunft meinen nächsten Auftrag im System:

    PICKUP: NM-COBU
    TRAILER: CT40794
    FREIGHT: USED PACKAGING
    WEIGHT: 32,500 LB
    TO: PO-CASF
    GATE: 02
    REMARKS: -----

    CASA-KRY.

    Keela holte mich also wieder in die Heimat. Mit Altverpackungen sollte ich in den Hafen von San Francisco. Ob die dort nur entsorgt, oder tatsächlich noch verschifft wurden, wollte ich ehrlich gesagt gar nicht wissen.
    Am Neighborhood Market in Burlington brauchte ich jetzt aber nur den Trailer tauschen. Das war mir wichtiger, als zu wissen, was mit meiner Ladung letztlich passieren sollte. Da hier in dem Bereich aber auch nicht wirklich viel war, hatte ich mit der Rückladung schon gerechnet. Nur nicht mit dem Ziel.
    Beim Abstellen und Umsatteln ließ ich mir dann Zeit. Gegen fünf Uhr war ich dann aber fertig. Ich fuhr dann aber auch nur noch zum Love’s Travel Stop an der I-70 zurück. Dort machte ich für heute Feierabend. Nach einer Dusche und meinem Abendessen im Truckstop zog ich mich in meinen Sleeper zurück und legte mich bald darauf ins Bett.

    Freitag, der 5. Januar 2018, 2:30 am, Mountain Standard Time, Burlington, CO:

    Um halb Drei klingelte mein Wecker und holte mich wieder aus meinen Träumen. Nachdem ich mich aus dem Bett gequält und meinen Kaffee aufgesetzt hatte, ging es in den Truckstop zum Duschen. Um halb Vier hatte ich meine PTI beendet und es ging wieder in Richtung Heimat. Dazu ging es zuerst auf die I-70 in Richtung Westen, oder Denver. Wie auch immer man das sehen wollte.
    Es war kalt in der Nacht in den Bergen Colorados. Zum Glück war es aber trocken. So konnte man gut durch die Nacht fahren. Bei Denver wechselte ich auf die I-25 in Richtung Norden. So passierte ich die Mile High City nur über die Interstates.

    Kurz nachdem ich dann Wyoming erreicht hatte, wechselte ich bei Cheyenne auf eine meiner Hausrennstrecken. Die I-80. Nun ging es wieder in Richtung Westen weiter. Dabei wurde es langsam hell. Der neue Tag war angebrochen.

    Ich fuhr dann erstmal bis Rawlins, WY, wo ich auf dem örtlichen Flying J Travel Center meine kurze Pause absolvierte. Nach einem Mittagessen und dem obligatorischen Telefonat mit Keela ging es dann bei mir um 12 Uhr mittags weiter. Im Raum Cheyenne und auch bei Rawlins war ich den Schnee erstmal wieder los gewesen. Je weiter ich aber nun in die Berge kam, um so weißer wurde es wieder. Es lag zwar nicht viel, es war aber alles leicht angezuckert. So sah es dann auch noch in Utah aus.

    In Park City auf dem Truckstop machte ich meinen üblichen Tankstopp auf dieser Route. Da ich aber noch knapp zweieinhalb Stunden Fahrzeit übrighatte, machte ich mich im Anschluss wieder auf den Weg. So kam ich heute noch an Salt Lake City vorbei. Meine Fahrzeit reichte dann mal wieder, um bis auf die Grassy Mountain Rest Area zu kommen. Dort war dann heute für mich Feierabend. Nach einem Abendessen, was ich mir aus meinen Vorräten bereitete, ging es wieder in mein Bett. Ich schaute noch etwas fern, bevor ich schließlich einschlief.

    Samstag, den 6. Januar 2018, 3:00 am, Mountain Standard Time, Grassy Mountain Westbound Rest Area, I-80, UT:

    Um drei Uhr am Morgen klingelte mein Wecker wieder. Ich dachte jetzt am besten nicht darüber nach, dass ich nur ein paar Meilen von der Grenze zu Nevada weg war, wo es sogar noch eine Stunde früher war. Widerwillig quälte ich mich aus dem Bett. Dann setzte ich als erstes einen Kaffee auf. Während dieser durchlief, ging ich in das Sanitärgebäude der Rest Area, wo ich neben dem Toilettengang auch noch eine schnelle Wäsche erledigte. Hier war es dann vier Uhr, als ich die Rest Area mit dem Truck wieder verließ. Nun ging es weiter in Richtung Nevada. Bis ich dort ankam, dauerte es wirklich nicht mehr lange. Nun hatte ich wieder Pacific Standard Time, wie zu Hause.
    Kurz darauf passierte ich Wells. Anschließend kam ich an der Waage vorbei. Dort musste ich mal wieder mein Gewicht übermitteln. Mit dem 40 Fuß Trailer und der nicht allzu schweren Ladung Altverpackungen war ich sogar noch ein ganzes Stück von 70,000 Pfund entfernt. Ich brauchte mir also gar keine Gedanken zu machen. Die Beamten hatten mitten in der Nacht auch keine Lust auf weitere Kontrollen, daher konnte ich sofort weiterfahren.

    Nun zog ich erstmal durch, bis ich Reno passiert hatte. Kurz dahinter hielt ich aber mal wieder an der letzten Tankstelle vor der Grenze zu Kalifornien. Dort füllte ich die Tanks noch mal voll. Nachdem das erledigt war, fuhr ich auf den Parkplatz und erledigte meine Pause. Immerhin war es jetzt schon zehn Uhr am Vormittag. Ich versuchte Keela zu erreichen, erwischte aber nur die Mailbox. Da konnte ich immer noch drauf sprechen.
    Zuerst ging ich aber in das Restaurant der Rastanlage. Dort wollte ich was zu Mittag essen. Während ich dann auf mein Essen wartete, rief Keela dann zurück. Für sie hatte ich eine gute Nachricht. Meine Fahrzeit reichte auf jeden Fall noch bis nach Sacramento, aber nicht mehr bis nach San Francisco. Das bedeutete für uns, dass ich meine Pause zu Hause machte. Ich sagte Keela, dass ich am frühen Nachmittag in Sacramento sein würde. Im Moment war sie mit der Harley unterwegs, wollte dann aber ebenfalls am frühen Nachmittag wieder zu Hause sein. Um zwölf Uhr machte ich mich auf die letzte Etappe für heute.

    Erst konnte ich noch mal ein wenig Gas geben, dann kam aber die Grenze zu meinem Heimatstaat, die mich dann wieder auf 55 mph einbremste. Wenigstens verzichtete man an der Waage darauf, mich herauszuziehen.

    An Truckee vorbei ging es nun mit großen Schritten nach Sacramento hinunter. Dort wechselte ich noch mal kurz auf die I-5, weil es so für mich günstiger war. Heute merkte ich dann mal wieder, wie klein die alte Halle war, die ich von Joe übernommen hatte. Selbst mit dem 40 Fuß Trailer war der Kenworth noch zu lang. Also kam der neben die Halle. Ich packte schon mal meine schmutzige Wäsche zusammen und machte mich anschließend mit dem Taurus auf den Weg nach Hause.

    Ich hatte gerade geparkt, als eine schwarze Electra Glide neben mir stehen blieb. „Perfektes Timing.“ Rief mir Keela gegen das Geknatter des Motorrads entgegen.
    In der Wohnung angekommen, gingen wir erstmal unter die Dusche. Ich hatte heute sowieso noch nicht geduscht und Keela war doch etwas durchgefroren. „Das kommt davon, wenn man im Januar mit dem Motorrad rumfährt.“ Zog ich sie auf. „Hier geht das wenigstens. In Minnesota stand die Maschine meist von November bis Ende März in der Ecke.“ Unter der Dusche wurde sie aber schnell wieder warm, was man daran sah, dass Keelas helle Haut sich schnell rötete.
    Anschließend machten wir es uns auf der Couch gemütlich. Ich musste dann aber recht schnell im Schlafzimmer verschwinden. War doch meine Pause in der Nacht schon wieder vorbei.

    Sonntag, den 7. Januar 2018, 12:00 am, Pacific Standard Time, Sacramento, CA:

    Um Mitternacht war meine Nachtruhe dann schon wieder zu Ende. Schnell machte ich den Wecker aus und huschte ins Bad. Dort ging ich zwar duschen, beeilte mich aber trotzdem. Danny war nicht unbedingt ein Freund davon, dass seine Fahrer die Pause verlängerten. Ich zog mich anschließend schnell an und ging um viertel vor Eins schon aus dem Haus. Um ein Uhr kam ich an meinem Platz an, wo ich den Ford in der leeren Halle parkte. Dann stellte ich die Systeme im Kenworth auf PTI. Bevor ich aber wirklich mit der Abfahrtskontrolle begann, stellte ich die Kaffeemaschine an. So hatte ich wenigstens beim Losfahren den ersten Kaffee des Tages.
    Über West Sacramento und weiter über die I-80 ging es nun mal wieder nach San Francisco. Obwohl nichts los war, brauchte ich komischerweise drei Stunden, bis ich im Hafen ankam.
    Den Trailer musste ich dann dort sogar noch in der Halle in die Ecke rangieren. Man begründete es damit, dass man am Sonntag nicht soviel Lärm draußen machen dürfte und man deshalb den Trailer in der Halle entladen müsste.
    Meine Rückladung stand dann aber auch an diesem Hafenterminal. Walmart hatte eben auch seine bevorzugten Seefracht Carrier. Der Trailer, den ich nun wieder mitbekam, war mit Non Food Artikeln aus China befüllt. Wie lange das noch so bleiben sollte, mit den billigen Importen, würde sich zeigen. Immerhin drohte Trump ja mit Strafzöllen, um seine America first Politik weiter zu unterstützen.

    Um viertel vor Fünf ging es also mit der Ladung wieder zurück nach Sacramento. Die Importware sollte direkt zum Zentrallager. Ich nahm also wieder die I-80 und fuhr auch wieder durch West Sacramento. Auf dem Rückweg war ich dann aber eine Viertelstunde schneller.
    Gegen halb Acht kam ich wieder am Zentrallager an. Ich meldete meine Ankunft im ORBCOMM und sprach kurz mit dem Lagermeister, wo ich den Trailer abstellen sollte.
    Als mir dieser dann sagte, dass ich meinen nächsten Trailer an Tor 11 finden würde, glaubte ich an einen Scherz. Schließlich hatte ich jetzt kaum noch Fahrzeit übrig. Zurück im Truck gab es dann aber die Ernüchterung:

    PICKUP: CW-CASA
    TRAILER: CT53699
    FREIGHT: BEVERAGES
    WEIGHT: 36,500 LB
    TO: 711-CARE
    GATE: 11
    REMARKS: URGENT DELIVERY

    CASA-DSN.

    Anstatt die Meldung zu bekommen, meinen Reset zu machen, schickte mich Danny noch mit Getränken nach Redding. Da ich das so nicht hinnehmen wollte, rief ich ihn erstmal an. „Willst du jetzt noch rummeckern?“ meldete er sich. „Dir auch einen guten Morgen, lieber Danny.“ „Von mir aus auch das.“ Offensichtlich hätte er an diesem Sonntag lieber etwas anderes gemacht, als Bereitschaft zu haben. Keine Ahnung, ob Gina bei ihm war, oder ob sie in San Francisco geblieben war. „Du hast schon auf meine Zeiten geachtet. Ich hatte vor, jetzt den Reset zu machen.“ „Bis Redding wirst du ja wohl noch kommen. Die Ladung ist dringend.“ „Das habe ich gelesen. Und dann?“ „Dann kannst du von mir aus resetten.“ „In Redding. Drei Stunden von zu Hause weg.“ „Ich kann dir auch noch eine Rückladung nach Sacramento geben. Dann bist du aber über Fahrzeit, Schichtzeit und über die 70 Stunden.“ „Dann resette ich jetzt und wir haben keine Probleme.“ „Ich muss die Ladung aber nach Redding haben.“ „Ist das mein Problem?“ „Ich habe keinen Anderen.“ „Na super.“ „50 Dollar.“ „Wie jetzt?“ „50 Dollar Prämie, wenn du fährst.“ „Die Strafe fällt aber höher aus.“ „Okay. 50 Dollar Prämie und wenn du kontrolliert wirst, übernehmen wir die Strafe.“ Dann musste es wirklich dringend sein. „Okay. Ich bleibe aber nicht in Redding stehen.“ „Okay. Eine Rückladung nach Hause blocke ich dir auch noch.“ „Und du erklärst Keela, warum sie mich erst am Sonntagnachmittag wiederhat.“ Danny stöhnte hörbar auf, kannte auch er doch inzwischen Keelas Launen, die die temperamentvolle Frau hatte, wenn sie sauer war. „Auch das mache ich.“ „Deal.“

    Ich ging zurück ins Lager und holte die Papiere für die Ladung nach Redding. Anschließend sattelte ich auf und erledigte die PTI. Es war dann acht Uhr, als ich mich auf den Weg nach Redding machte.
    Ich fuhr zur I-5 und hielt mich dort in Richtung Norden. An der Wiegestation auf der I-5 musste ich nun auch noch raus. Im Augenblick waren meine Zeiten aber noch in Ordnung. Da auch meine Gewichte passten, durfte ich dann ohne Probleme weiterfahren.
    Um halb Zehn machte ich dann schließlich noch meine Pause. Danny hatte Keela bereits informiert und so wurde ich von ihr bei unserem Telefonat bedauert. Um halb Elf fuhr ich dann über die I-5 weiter.
    So kam ich schließlich um halb Eins am Mittag beim 7Eleven an. Ich sattelte den Trailer ab und bekam in der Zeit meine Rückladung von Danny:

    PICKUP: CO-CARE
    TRAILER: CO53798
    FREIGHT: MILK POWDER
    WEIGHT: 42,498 LB
    TO: NM-CASA
    GATE: -----
    REMARKS: -----

    CASA-DSN.

    Es ging also mit Milchpulver von Costco Wholesale zurück. Eine Viertelstunde später kam ich an dem Lager an und konnte dort sofort den Dry Van übernehmen. Um viertel nach Eins konnte ich mich dann auf den Weg nach Hause machen.

    Über Anderson ging es dann wieder zurück zur I-5. Nun ging es wieder in Richtung Süden oder auch in Richtung Heimat. Nervös wurde ich dann, als ich mich der Waage näherte. Nicht weil ich zu viel Gewicht gehabt hätte, der Truck war zwar voll, ich war aber noch unter 80.000 Pfund. Ich war inzwischen aber sowohl über die elf Stunden Tagesfahrzeit und auch über die 70 Stunden, die ich in einem Zyklus zwischen den Resets fahren durfte. Mein Transponder schaltete aber auf grün und ich konnte die Waage umfahren.

    Um viertel nach Vier am Nachmittag kam ich dann am Neighborhood Market an. Dort sattelte ich ab und fuhr dann als „Privatfahrt“ zu meiner Halle. Nun sah ich zu, dass ich wieder zu meiner Süßen kam.

    Zu Hause wurde ich dann auch sehr herzlich von Keela empfangen. Sie war froh, dass ich trotz der Umstände nach Hause gekommen war. Der Sonntag lief dann gemütlich aus. Wir verbrachten den Abend zu Hause, wo ich mich von Keela verwöhnen lassen durfte.

    Montag, den 8. Januar 2018, Sacramento, CA:

    An diesem Morgen durfte ich liegenbleiben, während Keela zeitig aufstehen musste, um zur Frühschicht im Büro zu sein. Als sie sich dann auf den Weg machte, drehte ich mich noch mal um und schlief weiter.
    Als ich dann aufgestanden war, machte ich mich in Ruhe fertig. Nach dem Frühstück setzte ich mich an meinen Computer und machte meinen Bürokram. Dabei blickte ich auch noch mal auf das Geschäftsjahr 2017 zurück, was ich erfolgreich abgeschlossen hatte. Mit einer Zugmaschine konnte ich zwar nicht reich werden, ich verdiente aber genug, um meine Raten zu bezahlen und von dem Rest auch noch ganz gut leben zu können.
    Zufrieden schaltete ich hinterher den Computer aus und räumte zu Hause noch etwas auf. Außerdem machte ich noch meine Wäsche. Schließlich ging ich in die Küche und schaute, was ich denn für uns zu Essen machen konnte. Ich wollte das Mittagessen auf dem Tisch stehen haben, wenn Keela nach Hause kam.

    Kurz vor Zwei klingelte dann das Telefon. Zu meiner Überraschung war mein Dad am Telefon. „Ich bin hier gerade in der Dispatch, wo Keela und Charlie die Übergabe machen. Wir überlegen gerade, ob wir dir für die nächste Tour einen Vorführer geben sollen.“ „Leisten kann ich mir im Moment sowieso keinen neuen Truck. Geschweige denn einen Zweiten.“ „Sieh es doch einfach als Erweiterung des Horizonts. Du fährst auch mal was Anderes um Erfahrungen zu bekommen und Vergleiche anstellen zu können. Außerdem als Entschädigung für das Theater am Sonntag mit der Redding Tour.“ „Wenn du meinst.“ „Du sparst Meilen und wir übernehmen ja auch die Kraftstoffkosten.“ „Und ihr zahlt das Gleiche wie sonst?“ „Nicht ganz. Es bleibt aber auch so genug für dich übrig.“ „Na gut. Dann machen wir das.“ „Du kannst auch gerne nachher deine Sachen noch in die Maschine räumen. Der Truck steht schon hier.“ „Okay.“ „Keela bringt dir dann die Schlüssel und Papiere mit.“ „Wisst ihr schon, wo ich hinfahre?“ „Wissen wir. Damit du genug Zeit zum Testen hast, schicken wir dich mit dem Truck nach Atlanta.“ „Atlanta, Georgia?“ „Richtig.“ „Das nenne ich mal eine Probefahrt.“ Wir legten auf und ich ging zurück in die Küche und machte das Essen.

    Gegen zwanzig nach Zwei kam Keela dann nach Hause. Sie freute sich wie ein kleines Kind über das fertige Mittagessen. Entsprechend gab sie mir mehrere lange Küsse. „Hey. Nicht den Nachtisch vor dem Hauptgericht.“ Sagte ich, als ich mal den Mund zum Sprechen freihatte.
    Wir setzten uns und aßen unser Mittagessen. Anschließend machten wir es uns eine halbe Stunde gemütlich und kuschelten auf der Couch.

    Am späten Nachmittag machten wir uns noch mal auf den Weg und fuhren zu meiner Halle. Dort holten wir mir die Sachen aus dem Kenworth, die ich auf der Tour noch mitnehmen musste. Zum Beispiel musste ich mein Tablet mit der ORBCOMM Software mitnehmen. Die Vorführwagen hatten das nicht drin, da Freightliner nur die Walmart Maschinen damit ab Werk ausrüstete. Vorräte und Kleidung wollte ich von zu Hause mitnehmen, Mein Bettzeug nahm ich aber aus dem Truck mit. Genau wie die Kaffeemaschine und den Wasserkocher. Auch mein Laptop sollte mit in das andere Fahrzeug.
    Nachdem wir alles in Keelas Savana verstaut hatten, fuhren wir zum Zentrallager rüber, wo die Maschine auf dem Platz stand, auf dem auch die Walmart eigenen Trucks parkten. Meine Sachen kamen dann in einen blauen Cascadia mit mittelhohem Sleeper und 540 PS Maschine.
    Zuerst war ich enttäuscht. Hatte ich doch mit der großen Kabine gerechnet. Beim Einräumen war ich aber erstaunt, wie viel Platz schon die mittlere Kabine bot. Im Fahrerhaus war erheblich mehr Platz, als im W900. Die Kabine war breiter und höher, als die von meinem Kenworth. Der Sleeper erstaunte mich noch mehr. War der mittelhohe Sleeper doch schon genau so hoch, wie meiner. Da er aber länger war, bot er so schon den Platz den die 86 Fuß Kabine vom W900 hatte. Wie viel Platz bot dann wohl die große Hütte? Der Freightliner war auch so schon mit Mikrowelle, großem Kühlschrank und Fernseher ausgerüstet. Standklima und alle weiteren Extras waren selbstverständlich.
    Am Fahrerarbeitsplatz musste ich mich da deutlich an mehr gewöhnen. Im Vergleich zu meinem Armaturenbrett mit den zahlreichen Rundinstrumenten wirkte das Cascadia Cockpit wie die Brücke eines Raumschiffs. Außerdem gab es viele Schalter, die irgendwie europäisch wirkten. Schließlich war die Daimler AG der Mutterkonzern von Freightliner.
    Während Keela das Cockpit schick fand, war mein erster Eindruck „gewöhnungsbedürftig.“ Von außen gefiel mir der Cascadia ja sehr gut, mit seinem etwas aggressiver gestaltetem Äußeren. An das Innenleben musste ich mich erst mal gewöhnen.
    Nachdem wir eingeräumt hatten, fuhren wir erstmal wieder zurück nach Hause. Dort verbrachten wir noch einen schönen Abend, bis ich mich dann hinlegen musste.

    Dienstag, den 9. Januar 2018, 2:30 am, Pacific Standard Time, Sacramento, CA:

    Ich machte den Wecker schnell wieder aus, damit Keela noch weiterschlafen konnte. Sie musste schließlich erst zwei Stunden später, als ich, am Zentrallager sein. Ich ging duschen und machte mich anschließend fertig. Den Kaffee kochte ich heute auch noch zu Hause. Um kurz nach Drei machte ich mich auf den Weg zum Zentrallager. Papiere brauchte ich mir nicht mehr holen. Die hatte mir Keela noch mitgebracht. Zuerst fuhr ich zur Zugmaschine und räumte die Sachen ein, die ich von zu Hause mitgebracht hatte. Dann stellte ich den Ford auf den Parkplatz. Da ich hier keine Ladeschale für das Tablet hatte, hängte ich es an das Ladekabel, was ich mir mitgenommen hatte. Auf das E-Log verzichtete ich bei der Probetour auch. Das wurde bei Freightliner auch erst beim Verkauf eingebaut. Ich hatte die Software zwar auf dem Tablet, die war aber auf die Daten des W900 eingestellt. Ich würde auf der Tour mal wieder das klassische Papierlog führen.
    Ich erledigte die PTI und startete den Motor. Der Sound des Detroit Diesel war irgendwie anders, als der vom Paccar. Schon im Stand wirkte der Detroit Diesel irgendwie lauter. Ich hatte das Gegenteil erwartet, da man den Klassikern immer eine schlechte Motordämmung zuschrieb.
    Auf dem Tablet poppte nun auch die Ladeanweisung auf:

    PICKUP: ES-CASA
    TRAILER: SWDV53876
    FREIGHT: PACKAGED FOOD
    WEIGHT: 37,600 LB
    TO: NM-GAAT
    GATE: 04
    REMARKS: URGENT DELIVERY

    CASA-DSN.

    Es kam also auch noch das, was ich immer schon befürchtet hatte, was mir bisher aber zum Glück erspart geblieben war. Ich bekam einen Dry Van von einem Unternehmen, was sehr viel für Walmart fuhr, aber bei den Fahrern nicht gerade den besten Ruf hatte. Schließlich gab es genug Storys und auch Videos von Swift Fahrern, die irgendwo Bruch gemacht hatten. Wer nicht viel zahlen wollte, bekam halt nur Fahranfänger, oder Fahrer, die sonst nirgends eingestellt wurden. Außerdem versaute Swift den anderen Unternehmern, wie mir mit deren Dumpingpreisen die Konditionen. Jetzt musste ich auch noch bis nach Georgia mit einem Trailer von denen fahren.
    Ich machte mich auf den Weg zum Außenlager und sattelte auf. Zum Glück war der Trailer noch nicht so alt, so dass er noch gut aussah und keine großen Macken oder Beschädigungen hatte. Sonst hätte ich bei der PTI auch so viel aufnehmen müssen.

    Um viertel vor Vier machte ich mich dann auf den Weg.
    Während der Fahrt durch Sacramento griff ich dann mehrmals ins Leere, weil ich den nicht vorhandenen Schalthebel suchte. Es gab nur einen kleinen Wählhebel an der Lenksäule. Die Automatik schaltete in der Stadt aber besser, als ich erwartet hätte. Ich hatte aber auch noch nie ein Fahrzeug mit automatisiertem Schaltgetriebe gefahren. Das war noch was anderes, als die Wandler Automatik in meinem PKW.
    Bis Stockton nahm ich dann noch die I-5. Dabei merkte ich, dass das 12 Gang Getriebe recht kurz übersetzt war. Bei Tacho 56 ging das noch. Ich war aber jetzt schon gespannt, wie sich der Truck bei höheren Geschwindigkeiten fuhr.
    Das Geräusch des Detroit Diesel fand ich persönlich nicht so gut. Mir gefiel der Sound des Paccar MX 13 deutlich besser. Außerdem blieb ich bei der Meinung, dass der Motor im Cascadia lauter war, als im W900. Die Kombination der kurzen Übersetzung mit der 540 PS Maschine war aber sonst nicht schlecht. Der Truck zog sehr gut los und hielt sich auch am Berg gut auf Tempo.
    Das Navi und das Radio waren aber super. Auch die Klimaautomatik war angenehmer, als die manuelle Klimaanlage des Kenworth. Die Übersicht des Trucks war gut, obwohl Freightliner bei dem Vorführer auf die Spiegel auf den Kotflügeln verzichtet hatte. Vor allem auch das Licht war klasse. Dagegen waren die Scheinwerfer des W900 die reinsten Funzeln.
    Was mich auch angenehm überraschte, waren die modernen Sicherheits-Assistenzsysteme. Abstandstempomat, Spurassistent und Notbremssystem waren im W900 Fremdworte. Aber auch diese arbeiteten gut.
    Ein Vergleich zwischen den beiden Trucks war aber schwer zu ziehen, da es sich um völlig unterschiedliche Konzepte handelte. Mit dem Cascadia versuchte Freightliner Kunden auf dem amerikanischen Markt zu gewinnen, die sich im Großflottensegment befanden. Mein W900 war eben eher ein Truck für Owner Operator und für Traditionalisten. Daher müsste ein Vergleich dann eher mit einem Peterbilt 579 oder einem Kenworth T680 erfolgen.

    Bei Stockton wechselte ich dann auf die CA-99 in Richtung Fresno. Dabei merkte ich, dass ich mich langsam an den Truck gewöhnte. Ich suchte zumindest nicht mehr ganz so oft den Schalthebel. Die Fahrt in den anbrechenden Morgen verlief aber recht ruhig. So erreichte ich gegen viertel vor Acht den Truckstop in Fresno, bei dem ich schon lange nicht mehr gewesen war. Dort ging ich dann in aller Ruhe frühstücken.

    Auf dem Rückweg zum Truck suchte ich dann vergeblich einen weißen W900 mit Walmart Werbung. Dabei lief ich tatsächlich an dem blauen Cascadia mit Swift Trailer erstmal vorbei. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.
    Nun probierte ich das erste Mal das Bett des Cascadia aus. Dabei stellte ich fest, dass mich der Sleeper mit seinem Platz und das bequeme Bett doch wieder überzeugten. Wie würde dann erst die große Hütte sein?
    Gegen Zehn machte ich mich dann wieder auf den Weg in diesen Minuten ging dann gerade ein Regenschauer runter. Dabei merkte ich, dass der Cascadia ein erstklassiges Fahrwerk hatte. Regennasse Straßen machten ihm auf jeden Fall nichts aus.
    Als ich Bakersfield erreichte, war der Schauer aber schon längst wieder vorbei. Hier wechselte ich auf die CA-58 in Richtung Barstow. Bei der Fahrt durch Bakersfield merkte ich dann, wie entspannend die Fahrt durch die Stadt sein konnte, wenn man nicht ständig schalten brauchte. Dieses Mal suchte ich nämlich nicht nervös nach dem Schalthebel, sondern fuhr ganz entspannt durch die Stadt.

    Während der weiteren Fahrt über die CA-58 merkte ich dann wieder die Power der 540 Pferde in der Verbindung mit dem kurzen Getriebe.
    Bei Barstow wechselte ich auf die I-15 und etwas später auf die I-40. Bei herrlichem Wetter ging es nun weiter.
    Als ich dann die Waage erreichte, musste ich natürlich erstmal raus. Mein Gewicht war in Ordnung. War doch trotz des großen Trucks das Gewicht noch sehr gut, da viel Leichtbau verbaut worden war. Trotzdem knisterte der Lautsprecher an der Waage. „Bitte kommen Sie mit allen Papieren in das Büro.“ Ich schluckte einmal kräftig, da ich an meine überzogenen Fahrzeiten dachte, die ich noch auf der Aufzeichnung hatte. Dann fuhr ich den Cascadia auf den Parkplatz. Ich nahm die ganzen Papiere, zum Glück hatte mich Keela beim Einräumen daran erinnert, dass ich meine Genehmigungen mit aus dem Kenworth nehmen musste.
    Im Office lief es dann aber recht harmlos ab. Das Problem war lediglich gewesen, dass auf einem Vorführwagen natürlich keine US-DOT Nummer war. Dann noch die Kombination mit einem Swift Trailer, die auch immer wieder gerne kontrolliert wurden. Nachdem alle Genehmigungen vorlagen und sich die Maschine als Vorführer herausstellte, wurden die Beamten auch deutlich entspannter. Man warf dann noch ein Blick auf mein Papierlog, wollte dann aber auch gar nicht mehr sehen. So konnte ich nach einer guten Viertelstunde weiterfahren.

    Ich nutzte meine Restfahrzeit noch aus und fuhr noch weiter bis nach Ludlow. Dort gab es eine Chevron Tankstelle mit einem kleinen Truckstop. Hier machte ich für heute Feierabend. Beim nun folgenden Telefonat mit Keela wollte sie natürlich wissen, wie mir der Cascadia gefiel. Nach dem einen Tag konnte ich aber nur sagen, dass er seine Vor- und auch seine Nachteile hatte. Ein endgültiges Urteil würde ich mir erst später über den Truck bilden.
    Wir sprachen anschließend noch über viele schönere Dinge, als die Arbeit und das Telefonat zog sich eine gute Stunde hin. Nachdem ich aufgelegt hatte, ging ich noch auf die andere Straßenseite. Gegenüber der Tankstelle lag das Ludlow Café, wo man nicht nur Kaffee und Frühstück bekam, sondern auch mit gutbürgerlicher Küche versorgt wurde. Gestärkt und gesättigt ging ich hinterher in den Truck. Nun testete ich noch eine Zeit den Fernseher, dann legte ich mich schlafen.

    Mittwoch, den 10. Januar 2018, 3:00 am Pacific Standard Time, Ludlow, CA:

    Der Wecker riss mich wieder auf meinen Träumen. Ich hatte sehr gut geschlafen. Das Bett des Cascadia war wirklich bequem. Im Sanitärbereich der Tankstelle machte ich mich dann schnell fertig. Den Kaffee hatte ich dann im Truck aufgesetzt. Um halb Vier begann ich dann wieder mit der PTI und eine Viertelstunde später ging es wieder weiter.
    Lange hielt ich mich nicht mehr in Kalifornien auf. Ich war dabei, auf schnellstem Weg nach Arizona zu kommen. Das wurde auch Zeit, da ich dringend tanken musste. Ich passierte die Grenze nach Arizona und kam dann in Kingman an. Dort fuhr ich zu meiner üblichen Tankstelle. Diesmal brauchte ich den Kraftstoff aber nicht selber bezahlen. Walmart hatte für die Vorführer Tankkarten zur Verfügung gestellt. Um fünf Uhr waren die Tanks wieder voll und es ging weiter in Richtung Osten.

    Zurück auf der I-40 merkte ich dann, dass der Vorführer auf 65 mph begrenzt war. Bei der kurzen Übersetzung machte das aber auch Sinn. Nun ging es weiter. An Flagstaff vorbei ging es immer weiter in Richtung New Mexico.
    Kurz vor Holbrook, in Joseph City hielt ich dann für meine Pause an. Es war viertel vor Zehn, als ich dort eintraf. Nun ging ich zuerst zum Frühstücken. Nachdem ich mich gestärkt hatte, legte ich mich noch mal eine Stunde ins Bett und schlief. Um zwölf Uhr machte ich mich wieder auf den Weg.

    Es ging nun mit großen Schritten auf New Mexico zu. Kaum hatte ich die Staatsgrenze überschritten, musste ich schon wieder auf die Waage. Im Moment machte ich mir vor jeder Waage Sorgen, da meine Zeiten im E-Log nicht sauber waren. Auch dieses Mal musste ich wieder mit allen Papieren ins Büro kommen. Wieder war der Grund die Zugmaschine ohne DOT Nummer und der Swift Trailer. Aber genau wie gestern waren die Beamten zufrieden, als ich ihnen die Papiere vorlegen konnte die den Cascadia als Vorführwagen zu erkennen gaben. Man wollte auch dieses mal wieder nur die Unterlagen sehen. Allerdings prüften die Beamten die vorhandenen Unterlagen äußerst genau. So dauerte die Kontrolle dieses Mal eine halbe Stunde. Die Aufzeichnungen des E-Log wollte zu meinem Glück aber wieder keiner kontrollieren. Man war mit den Unterlagen und den Seiten des Papierlogs schon zufrieden.

    Um viertel vor drei ging es dann weiter nach Osten. Mit meiner Fahrzeit kam ich dann noch an Albuquerque vorbei, dann musste ich aber langsam anfangen, mich nach einem Parkplatz umzusehen. Kurz vor Santa Rosa machte ich schließlich auf einer Rest Area Feierabend.
    Dort telefonierte ich wieder eine ganze Zeit mit Keela. Anschließend machte ich es mir in dem Sleeper gemütlich.

    Donnerstag, der 11. Januar 2018, 3:00 am, Mountain Standard Time, Santa Rosa, NM:

    Auch dieser Tag würde wieder von Meilenfressen auf der Interstate 40 geprägt sein. Trotzdem war das eine gute Möglichkeit den Cascadia weiter zu testen. Der Sleeper bekam schon mal sehr gute Noten von mir. Und das, obwohl es sich nur um den mittleren Sleeper handelte.
    Ich stand auf und setzte den Kaffee auf. Dann ging ich in den Sanitärbereich der Rest Area. Für einen Toilettengang und eine Katzenwäsche reichte es dort allemal. Um viertel vor Vier begann ich mit der Abfahrtskontrolle und gegen vier Uhr ging es weiter gen Osten.

    Die ersten knapp 130 Meilen fuhr ich noch durch New Mexico. Dann war die Grenze nach Texas erreicht. Hier wechselte ich auch mal wieder die Zeitzone. Nun war für mich Central Standard Time angesagt.
    Ich passierte noch Amarillo, danach überlegt ich langsam, wo ich zum Frühstücken halten konnte. Meine Entscheidung fiel dann auf den Love’s Travel Stop in Claude, TX. Dort ging ich in aller Ruhe frühstücken. Anschließend machte ich noch ein kleines Verdauungsschläfchen. Gegen halb Zwölf, CST machte ich mich nun wieder auf den Weg.

    Ich blieb dann den ganzen Tag auf der I-40. Dabei durchquerte ich Oklahoma. Hinter Oklahoma City begann nun für mich Neuland. Hier war ich bisher noch nicht.

    Das Wetter war aber schön und ich genoss den kräftigen Motor des Cascadia. Dass dieser bei 65 mph abgeregelt war, störte mich nicht weiter. Schneller fuhr ich mit dem Kenny ja auch nur höchst selten. Schließlich erreichte ich Arkansas.

    Damit hatte ich nun die Wiege und den Heimatstaat meines Auftraggebers erreicht. Hier hatte mit einem Laden von einem Mr. Sam Walton alles angefangen. Nun war Walmart der größte Handelskonzern der Welt. An Bentonville kam ich aber nicht direkt vorbei.
    Ich blieb auf der I-40 und musste mir langsam überlegen, wo ich denn meine Pause machen wollte. Ich versuchte aber noch so weit, wie eben möglich zu kommen. Schließlich machte ich dann an einer Tankstelle mit ein paar LKW Parkplätzen in North Little Rock, AR Feierabend. Hier war es jetzt schon sechs Uhr, zu Hause erst vier Uhr am Nachmittag. Ich ging also erstmal in die Tankstelle und fragte nach einer Duschmöglichkeit. Tatsächlich hatte man zwei kleine Duschräume für die Fahrer und einer war auch noch frei. Ich ging also duschen. Anschließend aß ich noch eine Kleinigkeit im Shop. Zurück im Truck telefonierte ich noch eine Weile mit Keela. Anschließend legte ich mich hin.

    Freitag, der 12. Januar 2018, 5:00 am, Central Standard Time, North Little Rock, AR:

    Mein Wecker holte mich wieder aus meinen Träumen. Ich hatte sehr gut geschlafen. Diese Woche kam aber auch noch dazu, dass ich keinen Reefer dahinter hatte. Dann noch das gute Bett des Cascadia. Ich schlief einfach perfekt. Nun musste ich aber wieder aufstehen.
    Ich setzte mir meinen Kaffee auf und ging dann in den kleinen Truckstop zum Duschen. Um sechs Uhr begann ich mit der PTI und eine Viertelstunde später war ich wieder auf dem Weg nach Atlanta. Das hieß für mich zuerst, dass ich weiter in Richtung Little Rock fahren musste. Dort hielt ich mich aber immer noch weiter auf der I-40, die nun in Richtung Memphis, TN weiterführte.
    Nun sah ich aber was, was ich heute früh trotz PTI übersehen hatte. Der Zeiger der Tankuhr ging schon wieder stark auf den roten Bereich zu. Da an der nächsten Ausfahrt ein Pilot Travel Center war, fuhr ich hier noch mal raus und machte die Tanks wieder voll. Um viertel nach Sieben ging es dann weiter in Richtung Osten.
    Nun merkte ich auch wieder, dass ich mich der Ostküste näherte. Die Staaten wurden nämlich immer kleiner.
    Während die Staaten an der Westküste recht groß waren und man meist mehr als einen Tag brauchte, um einen Staat zu durchqueren, ging das im Osten viel schneller. Dadurch, dass ich Tennessee aber nur streifte, ging das dort noch schneller.
    Kurz vor Memphis wechselte ich noch in Arkansas auf die I-55. Dann ging es über den Mississippi und ich war in Memphis. Nun ging es auf die I-240 und kurz darauf auf die US-78. Dann verließ ich die Stadt und den Staat. Nun war ich in dem Staat, der nach dem Fluss benannt war, den ich gerade überquert hatte. Mississippi. Die Durchfahrt durch Tennessee betrug dann gerade mal 18 Meilen.
    Bei Byhalia wurde die US-78 dann zur I-22 über die es nun in südöstlicher Richtung auf Alabama zuging. Der Verkehr lief und ich hatte offensichtlich freie Fahrt bis zur Alabama Staatsgrenze.
    Als diese überquert war, meldete sich mein Magen und machte mich darauf aufmerksam, dass es Zeit für eine Pause wurde. Ich fuhr bei Hamilton, AL von der Interstate und machte meine Pause. Pünktlich um zwölf Uhr mittags stellte ich den Cascadia auf den Parkplatz. Nach einem guten Mittagessen legte ich mich dann auch noch mal aufs Ohr. Um zwei Uhr machte ich mich wieder auf den Weg.

    Nun ging es auf Birmingham zu. Die Industriestadt und größte Stadt Alabamas, die nach der gleichnamigen englischen Stadt benannt wurde, wollte ich möglichst früh erreichen, damit ich nicht allzu viel vom Berufsverkehr mitbekam. Schließlich war es Freitagnachmittag. Ich hatte aber Glück und der Verkehr auf den Interstates 22, 65 und 20 hielt sich noch in erträglichen Grenzen.

    Nun stand auch endlich Atlanta auf den Schildern über der Interstate. Ein untrügliches Zeichen, dass ich mich meinem Ziel mit großen Schritten näherte. Auf dem weiteren Weg in Richtung Atlanta merkte ich dann, dass dieser Bereich tatsächlich von englischen Auswanderern besiedelt worden war. Kamen nach Birmingham auch noch Orte wie Leeds oder Oxford. Schließlich meldete sich mein Navi aber wieder: „Crossing border – entering Georgia – changing timezone.“ Ich hatte also Georgia erreicht und hatte somit Eastern Standard Time.

    Nun war es wirklich nicht mehr weit bis zu meinem Ziel. Auf einmal klingelte mein Handy. Zum Glück hatte ich es mit der Bluetooth Freisprecheinrichtung des Cascadia gekoppelt. Mein Dad war dran. „Hallo Marc. Wie gefällt dir der Cascadia?“ „Wenn man auf moderne Trucks steht, ist er mit Sicherheit eine gute Alternative, auch wenn ich mit dem Detroit Diesel vom Sound her nicht richtig warm werde.“ „Das ist ja das geringste Problem. Du kannst dir ja eine andere Maschine nehmen.“ „Du weißt schon, dass ich eine fast neue Maschine in meiner Halle stehen habe.“ „Du solltest ja auch nur mal einen Blick über den Tellerrand werfen. Wie ist er denn im Vergleich zu deinem?“ „Die Trucks kann man nicht vergleichen. Meiner ist ein Klassiker mit manuellem Getriebe. Das hier ist ein moderner Truck, der fast wie ein Europäer wirkt. Vergleichen kannst du den vielleicht mit einem Volvo. Vielleicht noch mit den modernen Flottentrucks von Kenworth. Meine Welt ist das nicht wirklich.“ „Na gut. Dann wird es dir ja nicht so schwerfallen, wenn du in Atlanta umräumen musst.“ „Und was bekomme ich dafür?“ „Das Topmodell.“ „Wie jetzt?“ „Du hast ja jetzt einen besseren Standardtruck. Zwar mit 540 PS, aber sonst in der Standardversion. Wir haben bei Walmart auch eine Handvoll von den Topmodellen von Freightliner. Da in Kalifornien im Moment ein Topmodell fehlt, bringst du das von Georgia mit und lässt den anderen dort.“ „Wenn du das sagst.“ „Das ist mit Tom Johnson, der das gleiche wie ich in Atlanta macht, abgesprochen.“ „Auch gut.“ „Wenn du abgesattelt hast, fährst du zum Zentrallager und räumst um. Dann machst du deinen Reset, auch wenn du noch keine 50 Stunden voll hast. Es macht ja keinen Sinn, ohne Reset nach Kalifornien zurück zu fahren.“ „Okay.“ „Keela gibt dir dann morgen Abend die Ladung, mit der du dann am Sonntag wieder in unsere Richtung kommst. Hier wartet auch schon ein Fahrer sehnsüchtig auf das Topmodell.“ „Dann muss er sich trotzdem noch eine Woche gedulden.“ „Vielleicht tauscht ihr auch unterwegs schon. Das sehen wir in der kommenden Woche.“ Wir legten auf und ich fuhr weiter meinem Ziel entgegen.

    Gegen Sieben erreichte ich die ersten Vororte von Atlanta. Eine halbe Stunde später hatte ich dann auch den Neighborhood Market erreicht. Ob es an dem Swift Trailer lag, weiß ich nicht. Man verlangte auf jeden Fall gar nicht erst von mir, den Trailer an das erste, enge Tor zu stellen, sondern ließ mich den Trailer gleich vor dem Freilager abstellen. Beim Rangieren merkte ich dann, dass sich der Cascadia, trotz des langen Sleepers gut rangieren ließ. Offensichtlich hatte mein Truck das, was ihm an Länge des Sleepers fehlte woanders zu viel. Vielleicht war meine Haube länger, als die des Cascadia.
    Um viertel vor Acht war der Trailer abgesattelt und der Papierkram erledigt. Mit dem Bobtail machte ich mich dann auf den Weg zum Zentrallager, wo ich eine Viertelstunde später ankam. Dort begann ich dann meinen Reset. Trotzdem räumte ich meine Sachen noch schnell von einem Cascadia in den nächsten. Nun hatte ich wirklich ein Topmodell zur Verfügung. Ich durfte also in der kommenden Woche mit mehr als ausreichendem Platz und mit massig Leistung wieder gen Kalifornien fahren. Offensichtlich wollte mich mein Dad mit Gewalt von den Vorzügen des Freightliner überzeugen.
    Nachdem ich dann alles umgeräumt hatte, brachte ich die Schlüssel und Papiere von dem blauen Truck in die Dispatch, damit der nächste Fahrer den Truck testen konnte. Mich brachte dann ein Taxi in ein kleines, günstiges Hotel, in dem ich dann bis Sonntag früh wohnen würde.
    Nachdem ich eingecheckt hatte, telefonierte ich dann noch eine ganze Zeit mit Keela. Sie hatte aber nicht ganz so gute Laune, weil sie das Wochenende wieder in ihrer Wohnung festsaß und Bereitschaft machen musste. „Jetzt hast du mal am Wochenende deinen Reset, nun verbringst du ihn am anderen Ende des Landes.“ „Ihr habt mich doch nach Atlanta geschickt.“ „Ich weiß.“ „Dann machen wir am kommenden Wochenende was Schönes zusammen.“ „Das ist noch so lange hin.“ „So hast du noch eine Woche für die Vorfreude.“
    Wir telefonierten dann noch eine gute Stunde zusammen. Schließlich legte ich mich dann hin.

    Samstag, der 13. Januar 2018, Atlanta, GA:

    Am Samstag verwandelte ich mich mal wieder in einen Touristen. Wenn ich schon mal in einer Stadt wie Atlanta meinen Reset machen durfte, musste man das ausnutzen. Ich schaffte aber gerade so die World of Coca-Cola, das Georgia Aquarium und den Centennial Olympic Park. Danach war der Tag schon wieder um.
    Am Abend telefonierte ich dann noch mit Keela, die mir dann sagte, dass meine Ladung zwar nach Kalifornien ging, aber leider nur nach El Centro. Viel weiter von zu Hause weg, ging es in Kalifornien fast nicht. Am morgigen Sonntag sollte es dann zeitig losgehen.
    Schöne Grüße aus dem Sauerland

    584 mal gelesen

Kommentare 17

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    loddi51 -

    Wieder ein sehr schön geschriebenes Kapitel und klasse Fotos.

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    infinity -

    Wieder eine schöne Frühstückslektüre. Und es gibt also außer den gelben Trailern noch eine weitere Gesellschaft des Grauens :D

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    alaskabaer01 -

    Klasse geschrieben. Cascadia hatte ich auch mal als Mod, lief perfekt und nach dem Rechner wechsel gab es den Mod nicht mehr. Also auf Volvo umgestellt, aber davon geht nur der VNL 670 von Aradeth ganz gut und warum auch immer wird nur der mit dem von Ohaha im Dealer angezeigt, alle anderen Volvos nicht.

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      Iceman684 -

      Also ich kann mich über meinen Volvo nicht beschweren. Ist nicht der von Aradeth, läuft aber problemlos.

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      alaskabaer01 -

      Ich fand den VNL 2018 ganz gut, aber den bekomme ich nicht mehr zu sehen seit dem Wechsel auf 1.30

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      Iceman684 -

      Ich hatte den mal kurz drin, aber der vertrug sich nicht mit meinem und hatte mir zu wenig Anpassungsmöglichkeiten.

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    Werner 1960 -

    Dann Teste Du mal schön weiter. Klasse geschrieben.

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    TurboStar -

    Oh, da kommt einer langsam in Brandons Revier ;) Schönes Kapitel, aber Deine Bücher gefallen mir gar nicht. Brandon wäre bei seinem regelmäßigen Übergewicht durch die schweren Maschinen längst fällig. Der Cascadia ist nicht so ganz mein Fall, dann bleibe ich doch lieber beim Peterbilt 579. Bei einem International Prostar oder Mack Pinnacle würde ich ja auch über einen Markenwechsel nachdenken. Leider haben beide nicht so wirklich die Power, um vielleicht noch die Führerscheinklasse 9 (Spezialtransporte mit Übergröße) aufzusatteln :(

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      Sauerlaender -

      Meine Logbücher gefallen mir zur Zeit auch nicht so wirklich. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es schlechte Bewertungen von der DOT gibt. Das soll sich auch langsam wieder ändern.

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      Sauerlaender -

      Nachdem ich die Tour bis nach Georgia hinter mir habe, bin ich mir auch recht sicher, dass der Cascadia keine große Zukunft bei mir haben wird. Das liegt aber weniger am Truck selbst, als eher an dem Mod. Der Sound gefällt mir auf die Dauer nicht wirklich, das Multifunktionsdisplay funktioniert nicht und der Truck ist vom Modder zu teuer gemacht. Außerdem verschwinden, wenn ich den Mod aktiviert habe, bei meinem Kenworth die Positionsleuchten und Lufthörner auf dem Kabinendach. Da bleibe ich lieber bei den SCS Trucks, die ich nur mit Sisl's Megapack, dem Interior Exterior Reworked Megapack und dem Skin modifiziert habe. Man sieht ja in der Diskussion in anderen Teilen des Forums, dass auch gute Truckmods nicht unbedingt eine lange Zukunft haben müssen.

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      infinity -

      Ich hab den Cascadia im Rahmen des WOT-Schweden-Event ja auch probe gefahren. Hat schon gefallen, aber auf Dauer wäre der auch nicht meins. Das "Zubehörverschwinden" durch den Mod hab ich leider auch gehabt, sodass der Cascadia wieder ausgewandert ist.

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    Iceman684 -

    Danny ist schon ein Freund von verlängerten Pausen, aber das beschränkt sich nur auf eine Person. ;) Ach ja, Gina war in Frisco mit Freundinnen unterwegs, deshalb die schlechte Laune von Danny

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      Sauerlaender -

      Das wird's gewesen sein. Ich denke mal Danny mag verlängerte Pausen bei zwei Personen. Bei Gina und bei sich selbst. :D

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      TurboStar -

      Im Idealfall gleichzeitig. Wenn da mal nicht die Kollegen auf Bevorzugung plädieren :D

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      Iceman684 -

      Ähnlich wird es auch bei Keela und Marc sein. Die haben bestimmt auch nix gegen gemeinsame verlängerte Pausen einzuwenden. ;)