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[Kalenderwoche 09/2018 - Mittwoch bis Sonntag] Ein bisschen Investition. Kroatien? Kilkenny.

  • Da ich mich je gedanklich sowieso schon eine Weile in der IST-Zeit bewege stelle ich ab diesem Kapitel die Zeitrechnung auch auf dieses Format. Es lässt sich damit wahrscheinlich einfacher verfolgen und erleichtert mir im Schreiben die Zeitfolge besser im Blick zu haben.

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    [Kalenderwoche 09/2018 - Mittwoch bis Sonntag] Ein bisschen Investition. Kroatien? Kilkenny.



    Mittwochabend, 28.02.2018, Uppsala.
    Es
    ist kurz vor 21:00 Uhr. Sandra schaltet das Licht in ihrem Büro an und wir setzen uns an ihren Schreibtisch. „Na denn verrate mal, was du noch auf dem Zettel hast.“ Sie reicht mir einen Brief rüber. „Les selbst.“







    Ich lege den Brief weg und mache ein ernstes Gesicht. „Du schaust nicht gerade begeistert aus.“ „Das täuscht. Aber das muss ich erst einmal sacken lassen. Damit hätte ich absolut nicht mehr gerechnet." „Ich ehrlich gesagt auch nicht.“ Sandra reicht mir noch ein zweites Schreiben vom selben Absender. „Was steht da drin, Schatz?“ „Im Endeffekt das selbe, nur für Malmö.“ Ich runzele die Stirn. „Lass das. Wenn du das machst siehst du immer so alt aus.“ Bei diesen Worten verdreht mein Schatz übertrieben die Augen und ich muss laut lachen. „Das gefällt mir schon besser. Also, was sagst du?“ „Das sind jetzt zwei große Projekte auf einmal, die auch nicht ganz billig werden. Aber andererseits kann es nur gut sein; hatten wir doch für beide Standorte genau das schon länger im Kopf.“ Sandra setzt sich rittlings auf meinen Schoß und gibt mir einen Kuss. „Ich war heute Nachmittag schon die Halle in Uppsala anschauen. Tjelvar hat sich die in Malmö angesehen. Beide bedürfen ein bisschen Investition, sind aber an sich trotz des recht langen Leerstands in gutem Zustand. Morgen Mittag um 11:00 Uhr müssen wir
    in Stockholm sein und die endgültigen Kaufverträge unterschreiben.“


    Wir hatten schon seit vier Jahren mit der großen, ewig leer stehenden, Lagerhalle neben dem Hotel geliebäugelt. Und auch in Malmö war die Vergrößerung der Niederlassung durch den Umzug auf ein anderes Grundstück schon länger im Gespräch. Wie der Zufall es jetzt wollte hatte sich herausgestellt, dass die Eigentümerfamilie der Halle eben auch in Malmö noch eine, ebenfalls leerstehend, hat. Als wir damals wegen der Halle in Uppsala angefragt
    hatten wurden wir unverrichteter Dinge wieder weggeschickt, da sich die Mitglieder der Eigentümerfamilie untereinander weder grün noch einig waren. Sandra hatte damals mit den Worten +Wenn Sie fertig sind
    melden Sie sich doch bei uns.+
    eine Visitenkarte überreicht.

    „Wir hatten ja heute früh noch über die Arbeiten für die Maler und Metallbaufirmen gesprochen...“ „Du meinst die Auffrischungen für die Niederlassungen?“ „Ja genau.“ „Die hatte ich gerade in Auftrag gegeben bevor das mit den Hallen reinkam. Und beim Gelände in Malmö hatten wir ja seit dem Kauf von Oppa Ole noch nicht erneuert oder erweitert und auch nichts geplant, eben weil wir uns da vergrößern wollen.“ „Okay. Passt das in unseren
    Finanzhaushalt?“
    „Für die beiden Hallen werden wir inklusive Kauf etwa eine Million investieren müssen. Klingt erst einmal viel, ist aber vergleichsweise günstig. Die Arbeiten an den Niederlassungen werden wohl nochmal so gut zweihunderttausend fressen. Die Bank hat schon zugestimmt und meint Geld muss arbeiten, damit es Werte schafft.“ „So ein Dagobert-Duck-Geldspeicher hätte doch auch was...“ „Nicht wirklich. Oder hast du Bock auf die
    Panzerknackerbande?“
    „Nej, die lass ma wech. Aber ich wüsste da was, worauf ich Bock hätte..“ „Dachte ich mir.“ Sandra nimmt die Briefe zurück und legt sie wieder auf den Schreibtisch. Dann rutscht sie von meinem Schoß und wir machen uns wieder zurück zum Wohnbereich.



    Donnerstag, 01.03.2018, Uppsala.
    HATSCHI. HATSCHI. Ich sitze im Büro und lese gerade online Nachrichten und eMails.
    Von Tania und Sandra schallt es unisono „Gesundheit“. Einen Augenblick später steht Sandra in meiner Bürotür. „Hätten wir gestern Abend doch das Fenster im Schlafzimmer zu machen sollen?“ „Alles in Ordnung, Schatz. Mir hat nur was in der Nase gekitzelt.“ „Na dann. Für krank werden hast du nämlich auch keine Zeit. Ich hab übrigens gerade mit James telefoniert. Zum einen sagt er das William ab Montag wieder zu einhundert Prozent im Einsatz ist. Und dann hat James da noch einen Auftrag an Land gezogen.“ „Sehr schön. Was für einen Auftrag?“ „Frag mich nicht, wo er den ausgegraben hat. Aber wir müssen mal eben mit dem DCS124 und noch einem Koffer bzw. Plane nach Zadar.“ „Nach Kroatien, oha. Von wo aus?“ „Frachtübernahme im Hafen Helsingborg.“ „Puh... Das sind dann ja schon mal sechshundertdreißig Leerkilometer und dann noch mal zweieinhalb tausend oder so leer von Zadar zurück.“ „Mhm. Geht aber nicht anders. Von dem Auflieger für diese langen Teile haben wir nur den einen. Und 8x4 werden wir in den Bergen brauchen. Ich hab es mir so gedacht, dass einer von uns mit dem rovfågel ne Ladung nach Helsingborg zieht und einer mit dem Actros leer dort hin. Dann Fracht aufnehmen. Du fährst das lange Vieh dann nach Kroatien und ich die Leertour zurück, während du dann mit deinem rovfågel von dort unten
    aus wieder auf Jagd gehst.“
    „Hat James die Leerfahrten in die Kalkulation mit eingerechnet?“ „Na klar. Und er hätte den Auftrag sicher nicht angenommen, wenn da am Ende nichts bei hängen bleibt.“ „Stimmt auch wieder. Wann ist Termin?“ „Dienstag in Helsingborg. Anlieferung dann Zug um Zug. Aber mit ausreichend Zeit dass wir nicht mit vier Mann on Tour gehen müssen. Routenplanung und Genehmigungen mache ich heute Nachmittag. Jetzt müssen wir erst mal nach Stockholm. Nehmen wir den BMW?“ „Ich glaube bei dem Schnee da draußen ist es besser wir nehmen deinen Alfa.“ „Auch gut. Aber du fährst.“







    ...



    Freitag, 02.03.2018, Uppsala.
    In Stockholm haben wir gestern alle nötigen Unterschriften für die beiden Hallen in Uppsala und Malmö unter Dach und Fach gebracht. Als wir zurück waren hat Sandra sich um die Vorbereitungen für die Kroatien-Tour gekümmert und auch ich hatte im Büro genug zu tun.

    Mein Handy klingelt. Im Display die Rufnummer von Yanaa. „Hej Hej. Christian här.“ „Здравствуйте. Yanaa здесь. Es geht um die Segeltour. Der Veranstalter hat mich angerufen und meinte das Wetter in Deutschland ist derzeit ganz schön winterlich. Von mir wollte er wissen, ob wir trotzdem am Termin festhalten wollen oder um zwei Wochen verschieben.“ „Von mir aus halten wir dran fest. Ich kann zwar so aus dem stehgreif nicht sagen
    ob es später auch passt, aber den Termin haben wir jetzt so fix eingeplant.“
    „OK. Alex und ich sehen das auch so.“ In meiner Nase kribbelt es. „HATSCHI“ „здоровье. Meinst du das ernst?“ „Hab ich keine Zeit für.“ erwidere ich lachend. „Jaja, das sagen sie alle. Dann bis die Tage.“







    Sandra steht in meiner Bürotür. „Schatz, kommst du eben rüber, dass wir die Tour und alles weitere mit Tania fix besprechen können? Danach wäre ich für heute fertig. Und ich bekomme langsam Hunger.“ „Ja, bin gleich da. Zum Essen hätte ich Lust auf griechisch.“ „Das klingt gut. Rufst du im 'Restaurang Tzatziki' noch fix an und reservierst einen Tisch?“










    Sonntagabend, 04.03.2018, Uppsala.
    Nach der Besprechung war es am Freitag dann schon kurz nach 17:00 Uhr als wir das Wochenende eingeläutet hatten. Die Fahrzeuge blieben zu Hause, da es zum 'Tzatziki' nur etwa zehn Minuten Fußweg sind. Nach einem leckeren griechischen Abendessen kam Sandra dann noch auf die Idee gedanklich einmal quer durch Europa zu ziehen. Gemeint war damit das Aufsuchen von O'Neill's traditional irish pub
    in der Dragarbrunnsgatan.
    Wie viele Kilkenny wir am Ende genossen haben? Keine Ahnung. Aber jedes einzelne hat geschmeckt. Und den Fußweg heim haben wir auch geschafft ohne das wir uns stützen mussten.

    Den
    Samstag hatten wir dann zum Ausschlafen genutzt. Am Nachmittag ging es noch kurzfristig mit dem Alfa nach Forsmark um Sandras Eltern zu besuchen.






    Jetzt steht unsere große Uhr im Wohnzimmer auf 17:00 Uhr und wir haben es uns auf der Couch bequem gemacht. Sandra kuschelt sich an mich. „Die letzte gemeinsame Tour ist ja noch nicht so lange her...“ „Ja, die Runde nach Italien war schon schön. Aber dieses mal mit zwei Fahrzeugen wird es noch wieder anders...“
    Gruß Christian
    hansekontor

    Das Wasser ist nicht tief. Es geht den Enten nur bis zum Bauch!


    TSM+RusMap+ZaregonNorthMap

    Windows7 Professional, 64-bit // IntelCore2Duo E8400 @ 3GHz // 8GB RAM // NVIDIA GeForce405

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