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Kapitel 1 - Der Schritt in ein neues Leben

  • „Niklas! Du hast deinen Willen gehabt! Du hast Berufskraftfahrer gelernt und bist in dieser Ausbildung 2 Jahre gefahren! Also, halt jetzt endlich dein Versprechen ein, lasse das fahren sein und melde dich zum Jurastudium! Merkst du es nicht? Du hast im Winter deine Prüfung bestanden und wurdest nicht übernommen! Seitdem hockst du daheim! Man Niklas du bist 20, du hast dein ganzes Leben noch vor dir! Mach was aus dir!“ „Mama halt die Luft an! Ich suche noch! Ich will und werde weiter LKW fahren! Ich will International fahren, Europa sehen!“ „Niklas schweig! Das ist doch kein Leben!“
    Ich merkte wie meine Mutter verzweifelte. Klar wollte sie irgendwo das beste für mich, aber sie akzeptierte nicht das Kinder ihren eigenen Willen haben und Eltern loslassen müssen. Das mussten Mama und Papa bei Lena schon. Denn auch sie weigerte sich, Jura zu studieren und bei Mama und Papa in der Kanzlei anzufangen…. Aber gleich mehr dazu…
    „Sven nun sag doch auch mal was!“ Jetzt wurde es ernst…. Mein Papa schrie mich auf Niederländisch an…
    „Niklas! Ich habe die Schnauze voll von dir! Komm mal klar in deiner kleinen Rübe! Ich dulde nicht das mein Sohn einen so schlechten Beruf weiter ausübt! Dafür hast du kein Abitur gemacht. Entweder du schreibst dich für Jura ein oder du warst die längste Zeit mein Sohn!“
    Nachdem es noch eine Schelle von meinem Vater setze und ich ihm als Dank ins Gesicht spuckte ging ich in mein Zimmer. Ich schloss ab und begann zu packen. Ich musste weg. Währenddessen klopfte es an der Tür. Es war Papa.
    „Niklas, es tut mir leid! Lass uns nochmal reden!“
    „Nein! Du hast gesagt ich bin nicht mehr dein Sohn! Sieh zu das du Land gewinnst!“ Damit ich ihn nicht mehr hörte drehte ich „Fick dich und Verpiss dich“ von Frei.Wild voll auf.

    Ich packte bis in den Abend, schwang mich Wortlos und ohne mich bei meinen Eltern zu verabschieden in meinen Octavia RS und startete Richtung Westen. Ich konnte bei meiner Schwester unterkommen. Daher ich Nachtfahrten gewohnt bin, sollten die 730km von Pasewalk bis Arnheim kein Problem sein…
    Um jetzt aber mal aufzuklären…. Mein Name ist Niklas van Steensen, ich bin 20 Jahre alt und gebürtiger Niederländer. Nach meiner Geburt zogen meine Eltern nach Pasewalk, warum das wurde mir bis heute noch nicht erklärt.
    Naja, wie ihr sicher gerade mitbekommen habt wollen meine Eltern „nur das beste für mich“… Sie wollen mich zwingen Jura zu studieren um irgendwann mal deren Kanzlei zu übernehmen. Ja, Mama und Papa sind Anwälte. Deswegen kutschiere ich auch als 20-Jähriger einen Skoda Octavia RS der neuesten Generation durch die Weltgeschichte. Wie ihr sicher gerade mitbekommen habt, meine Schwester Lena hatte auch schon die Schnauze voll. Sie lebt mit ihrem Mann Rouwen wieder in den Niederlanden, genauer gesagt in Arnheim. Dorthin bin ich unterwegs, ich will einfach weg von meinen Eltern… Ein neues Leben beginnen, weiter LKW Fahren, vielleicht ja bei Rouwen. International, das wäre ein Traum. Nächste Woche Adria, übernächste Dublin. So stelle ich mir mein Leben vor. Kurz gesagt, ich bin dabei auszuwandern.
    Nur was war das schwere an meiner Situation abgesehen von den Drachen die sich Eltern schimpfen? Ich habe meine Freundin in Pasewalk zurück gelassen. Sie war bereits schlafen als ich startete, sie wusste noch nichts. Mir kamen echt tränen. Aus dem Radio lief dazu „Airplanes“ von B.o.B. und Haley Williams. Achja, und bei dieser Depri Musik und dem Geheule von mir versuchte ich meine Karre bei Tempo 230 über die Nächtliche A2 zu steuern.
    Kurz vor Braunschweig hielt ich an. Ich rief meine Freundin an, ich konnte nicht mehr.
    „Schatz hast du mal auf die Uhr geguckt?“ „Ich weiß Baby. Nur ich muss dir was sagen. Es tut mir leid das es am Telefon ist… aber ich hatte Streit mit meinen Eltern. Um es kurz zu machen. Ich habe meine Sachen gepackt und bin weg.“
    „Warte was?! Komm erstmal zu mir!“[/b] „Das geht nicht! Ich bin kurz vor Braunschweig. Ich will nicht mehr in der Nähe meiner Eltern sein. Ich fahre zu Lena und Rouwen nach Arnheim. Ich will dort leben und arbeiten, ich will weiter LKW fahren!“ „Dann fahre vorsichtig. Ich muss darüber nachdenken. Bis dann.“ Damit legte sie auf. Naja, manchmal muss man einfach Opfer bringen. Ich setzte meine Reise nach Arnheim fort. Um wieder etwas zu entspannen ließ ich Musik von Armin van Buuren laufen. In meinen Augen einer der besten DJs, wenn nicht sogar der Beste.

    Früh morgens kam ich dann bei Rouwen und Lena an. Ich hatte Brötchen geholt und Kaffee gekocht, denn die beiden hatten mir vor dem Haus einen Schlüssel hinterlegt. Die Freude war groß als beide aufstanden und ein großes Frühstück sahen. Lena suchte direkt ein ernstes Gespräch mit mir.
    „Niklas… warum hast du nicht früher auf mich gehört? Ich meine, deine Lehre hättest du auch hier bei Rouwen zum Beispiel machen können. Ich habe es dir immer gesagt, Mama und Papa tun uns nicht gut. Mein Beruf im Büro bei Rouwen ist doch auch unterwürdig.“ „Lena, du hast recht… Ich hätte es merken müssen, aber ich habe auf die Einsicht der beiden gehofft.“ „Niklas auf Einsicht kannst du bei diesem Sturen Pack lange warten, eher friert Mordor zu.“ „Ja das stimmt wohl.“
    Während unserem Gespräch klingelte mein Handy… Die Festnetznummer von Mama und Papa. Lena nickte mir zu, wir wollten beide mit den beiden sprechen.
    „Niklas! Wo bist du?“ „Bei Lena und Rouwen.“ „Ich wusste es!“ sagte Mama wütend und Papa schrie irgendwas im Hintergrund „Ich möchte nichts mehr mit euch zu tun haben für die nächste Zeit! Akzeptiert das ich mein Leben genießen möchte, so wie ich es mir erträume!!“ Lena meldete sich auch zu Wort „Ich möchte auch erstmal keinen Kontakt mehr! Wir haben uns jetzt 5 Wochen nicht gesprochen, und seitdem ging es nur Bergauf. Seht endlich ein das Niklas und ich Erwachsen sind, und frei sind bei unserer Berufswahl!“
    Jetzt ergriff Papa das Telefon…
    „Niklas und Lena, wenn ihr meint! Macht was ihr wollt! Erwartet aber keine finanzielle Unterstützung mehr von uns! Wenn ihr meint keinen Kontakt mehr haben zu müssen, bitteschön. Das beruht dann auf Gegenseitigkeit. Ihr könnt euch wieder melden wenn ihr Jura studiert! Wir werden Niklas noch seine Sachen bringen lassen und überweisen jedem von euch noch 500€, aber danach wollen wir nichts mehr hören!“
    Mir reichte es…
    „Die Sachen von mir will ich haben, aber behaltet euer dreckiges Geld. Mia, Sven… Lena und ich sind auf Almosen nicht angewiesen, wir tun was für unseren Lebensunterhalt!“ Es tat weh die Eltern beim Vornamen zu nennen, aber es musste sein. Hier war der Schlussstrich. Ich beendete das Telefonat.

    Gegen Mittag saß ich mit Rouwen zusammen. Wir arbeiteten an meinem Vertrag. Ich konnte bei ihm als Fahrer anfangen. Der LKW stand noch nicht fest den ich bekommen soll, aber eins stand fest. Ich sollte zwischen Plane und Kühler wechseln je nach Tour, kann aber auch mal 2-3 Wochen am Stück weg sein. Ich fahre in Zukunft alles… Spanien, Italien, Frankreich, Kroatien, Polen, Irland, Skandinavien… Der perfekte Job für mich. Lena und Rouwen würden mir sogar bei allem helfen. Wohnung, Ummelden und und und…
    Ich bin echt gespannt, was die neue Zeit so bringt.

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    Nachwort:
    Sicherlich wundern sich jetzt viele von euch... Ein Kapitel vom Dachser_Kutscher aber warum Kapitel 1 und was ist das für eine Story? Tja, ich habe lange an einem neuen Schütz Kapitel gebastelt, aber es ist einfach nicht mehr das was ich mir erhofft hatte. Ich habe keine Ideen mehr, die Luft ist raus gewesen. Über das Wochenende kam mir der Gedanke mit der Story von Niklas als Fahrer aus den Niederlanden. Und diesmal wirklich International. Ich bin gespannt auf eure Meinung zu der neuen Story. Ich habe bereits viele neue Pläne und werde bald voll und neu durchstarten, mal richtige Fernverkehrsluft in die Kapitel einbringen.
    Keine Sorge, Patrick Schütz und die Firma Haider lebt weiter, es wird einige wenn nicht sogar des öfteren Gastauftritte geben. Was bleibt jetzt noch zu sagen? Ich bedanke mich schonmal bei allen Lesern für ihre offene und ehrliche Meinung und wünsche viel Spaß, demnächst geht es los mit "rollenden Kapiteln" und Touren quer durch Europa.

    Euer Dachser_Kutscher
    Mit freundlichen Grüßen
    Dachser_Kutscher (Patrick)

    There are only two!



    346 mal gelesen

Kommentare 11

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    Sauerlaender -

    Dann hoffen wir mal, dass es deinen Auswanderer in die Niederlande länger gibt, als meinen. :D Schönes Kapitel. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.

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    alaskabaer01 -

    Klasse Kapitel. Gute Idee von dir nach dem die Luft raus ist neu zu Starten.

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    TurboStar -

    Wie ich als Lektor schon auf Skype zur Vorabversion geschrieben habe, finde ich es gut, dass es wieder was von Dir gibt. Dann bin ich mal gespannt, wie es weiter geht. Und an der Sache mit alles gesehen ist was dran. Ich habe da einen anderen Geistesblitz gehabt die Tage. Vielleicht sollte ich mal als kleines Experiment in die Rolle meiner Fahrer schlüpfen und eine Arbeitswoche aus der Sicht von einem von denen schreiben.

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    infinity -

    Ich finde es gut, dass du dich für ein neues Thema entschieden hast statt das Schreiben an den Nagel zu hängen. Im Nachsatz schreibst du ja auch, dass Patrick und Firma Haider mit Gastauftritten auch nicht ganz aus der Welt sind. Damit ist keine Tür zu, aber eine neue geht auf. Bin gespannt was du draus machst. Was am Ende zählt: du hast geschrieben, weil du Spaß dran hast.

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    thespone -

    Bisher war ich nur ein Hund auf nem dänischen Firmenhof, jetzt bin ich der Hauptcharakter eines Tagebuchs :D Auch wenn es hart anfängt, freue ich mich, wieder von dir zu lesen und bin gespannt auf weitere Kapitel :)

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    Werner 1960 -

    Schön wieder was von Dir zu lesen. Ich feue mich schon darauf wie es weitergeht.

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    Project m -

    Na da freue ich mich schon drauf.

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    loddi51 -

    Freu mich schon auf die Fortsetzung von Niklas als Fahrer aus den Niederlanden.

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    Viking1971 -

    Dann warte ich mal gespannt wie es weiter geht. Im Moment geht mir auch irgendwie die Luft aus. Liegt aber nicht an Ideen sondern eher an der Arbeit.