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[Woche 125 - Freitag/Samstag] Fyrisån. Ein weiterer Kaffee in Odense. Bitte warten...

  • [Woche 125 - Freitag/Samstag] Fyrisån. Ein weiterer Kaffee in Odense. Bitte warten...


    Freitag, Uppsala.
    Nachdem ich Sandra gestern Mittag zur Begrüßung ein bisschen mit dem Augen zuhalten geärgert hatte sind wir am Abend noch spazieren gegangen. Dabei ging es zuerst runter zum Fyrisån. Den Rückweg gestaltete ich dann unauffällig so, dass wir am 'Thai Village Restaurant' vorbei kommen mussten – gelungene Überraschung.


    06:15 Uhr. Dong... Dong... Dong...
    AC/DCs Höllenglocken ertönen von Sandras Telefon. Ich beuge mich zu ihr rüber und gebe ihr einen Kuss. „Guten Morgen mein Schatz.“ „Na du. Ich bekomme noch einen...“ Keine Frage, erst recht wenn sie das, so wie jetzt, mit einem strahlenden Lächeln einfordert.

    Nach dem Frühstück sitzen wir noch kurz im Büro zusammen. „... Du fährst mit Donalds 410er den Chereau zu Bär. Bei Larsen&Partners im Tolderlundsvej steht dann ein DHL-Auflieger. Via Gedser nach Rostock. Im Hafen nimmt ein Fahrer von Krüger+Voigt dir den dann ab. Fähre Gedser buchst du dir im Hafen selbst; wenn ich dir da jetzt was vorgebe und das Zeitfenster nachher knapp wird wäre das nicht gut. Sobald du weißt wann du in Rostock anlandest bitte telefonisch bei Hergen's Leuten Bescheid geben, die sind da flexibel und bei dem DHL-Trailer ist's egal ob der Samstag oder Montag ankommt. Josephine schrieb mir noch das du dann in Hamburg einen Flachbettauflieger und zwei Tieflader für Malmö bekommst. Tjelvar hat da wohl nen Mietkunden für die Sommermonate für.“ „Ja, das sagte er mir. Ab März wohl. Aber je früher die da sind um so besser. Der Kunde ist ein Bauunternehmer. Und je nachdem wie das Wetter mitspielt ist sie Branche ja ziemlich spontan...“ „Wo wir
    gerade bei spontan sind... Du wolltest dann ja den V8 für Meike in Malmö stationieren und mit dem Bussbygg-Motorwagen weiter?“
    „Ja, so war der Plan.“ „OK. Dann muss ich dich von Malmö aus auf die Insel schicken. Wie und was genau kann ich aber gerade noch nicht sagen. Die Planung ist noch nicht ganz durch.“ „Öhm. Ja. Ok.“
    Das Telefon klingelt. „hansekontor in Uppsala. Sandra Dansör.“ „...“ „Hej Yanaa. Schön dich zu hören. Alles gut bei euch?“ „...“ „Mhm. Warte mal kurz. Noch sitzt er hier bei mir im Büro." Sandra lächelt mich an bevor sie weiterspricht. "Yanaa und Alex wollen vom 23. bis 25. März zum Segeln. Von Rügen nach Warnemünde. Wollen wir mit?“ „Aber na klar. Ist schon wieder viel zu lange her, dass wir uns gesehen haben.“ „Yanaa?“ „...“ „Plant uns beide mit ein. Wir freuen uns drauf.“ „...“ „Vi hörs.“
    Sandra legt auf und kommt dann zu mir. Sie umarmt mich. „So mein Schatz,ich muss dich jetzt auf die Strecke schicken. Hab dich lieb - trotzdem: runner vom Hof.“ Da war er wieder; der Lieblingssatz meines Opas.









    Samstag, Odense.
    Die Fahrt über meine Hausrennstrecke, E4/E20, ist bis auf den das winterlich trübe Wetter recht unspektakulär verlaufen. Jedoch bin ich nicht ganz so zügig voran gekommen wie ich es mir gewünscht hatte. Als ich Höhe Ljungby war stand die Tagesfahrzeit bei kurz unter neun Stunden so das ich mich dafür entschied wieder mal an dem Feldweg ein Stück abseits stehen zu bleiben.

    Am Morgen ging es dann um 06:00 Uhr wieder auf Strecke.

    Der R410 lässt sich mit dem gewählten 6x2/4-midlift-Chassis entspannt und präzise steuern – der Lange Radstand sorgt auch bei eingezogener Mittelachse für Laufruhe. Nur das flache Dach lässt Stehhöhe vermissen. Da Donald aber inzwischen überwiegend im regionalen Containerverkehr fährt hatten wir uns gemeinsam dafür entschieden; im Gegenzug waren natürlich einige Zubehörspielereien drin.



    ...



    Es ist 12:15 Uhr und ich parke bei EISITRANS auf dem Hof. Petra erwartet mich bereits, da ich zuvor kurz mit ihr telefoniert hatte. Zügig sattele ich den Chereau ab. Als ich die Papiere des Trailers ins Büro bringe steht ein frischer Kaffee für mich bereit. „Danke.“ „Gerne doch. Du bist ja schon wieder mit einer neuen Zugmaschine da. Hast du für jeden Tag eine andere?“ Ich grinse. „Nicht wirklich. Aber ich verbinde gerne die ein oder andere Fahrt sinnvoll. Der R410 heute muss nach Rostock. Donald hält mir als mein erster angestellter Fahrer seit Jahren die Treue. Er hat sich somit auch als Erster ein neues Fahrzeug verdient.“

    Der Kaffee ist alle. Ich verabschiede mich und fahre zum Tolderlundsvej zu Larsen & Partners. Der gelbe Auflieger für den DHL-Netzwerkpartner Krüger+Voigt wartet dort bereits abfahrbereit. Aufsatteln und Übernahme der Papiere ist schnell erledigt.




    Über die Route 9 geht es zuerst Richtung Süden nach Svendborg.






    Ich passiere den Langelandsbælt. Unter mir herrscht reger Schiffsverkehr – neben dem Øresund befindet sich hier der einzige Zugang der Großschifffahrt zwischen Ostsee und Nordsee (eine als Deep-Water-Way gekennzeichnete Rinne ermöglicht auch tiefgehenden Schiffen die Passage). Die Route 9 führt über die Insel Lolland. Kurz vor Maribo setze ich den Blinker und fahre auf den Sydmotorvejen, der hier Route 9 und E47 vereint. An der Ausfahrt Sakskøbing trennen sich die Wege wieder und ich halte mich auf der Route 9 in Richtung Nykøbing.









    Es ist 17:25 Uhr. Meine Tagesfahrzeit ist knapp unter neun Stunden. Ich stelle den Scania im Fährhafen ab. Im Fährbüro erfahre ich, dass bei der nächsten Abfahrt um 19:00 Uhr für mich leider kein Platz mehr frei ist. Und auch die folgenden Abfahrten sind schon alle ausgebucht. Erst für morgen um 21:00 Uhr kann man mir einen Platz anbieten. Ich buche entsprechend; inclusive dem Service, dass mein Zug in Gedser an Bord und in Rostock wieder von Bord gefahren wird. Damit kann ich die Wartezeit und die Überfahrt schon mit in meine Wochenruhezeit einfließen lassen.

    Zurück am Scania informiere ich die Spedition Krüger+Voigt über den Zeitpunkt meiner Ankunft in Rostock. Im Anschluss wähle ich Donald's Rufnummer. ”Moin Christian.” meldet er sich. ”Moin Donald.” ”Na, wann soll ich dich am Fährhafen einsammeln?” ”Heute nicht mehr. Gehe erst morgen Abend um 21:00 Uhr auf den Pott Richtung
    Rostock.”
    ”Gut, dann bist du so ungefähr 23:00 Uhr da. Ich hab von Mona für Montag 12:00 Uhr die Übernahme eines Containers im Plan stehen. Der soll nach Hamburg. Chassis steht schon im Hafen. Ich würde sagen ich sammel dich mit meinem neuen Subaru ein und den Scania lassen wir dann die paar Stunden im Hafengebiet. Macht ja keinen Sinn dass wir Fahrzeit verplempern, die uns am Ende der Woche sonst möglicherweise fehlt.” ”Da hast du Recht.” Schön, wenn die Mitarbeiter mitdenken. ”Neuer Subaru?” ”Klar, ein bisschen Spaß muss sein. Und den können die Japaner ab Werk.” ”Bin ich gespannt drauf. Bis morgen Abend.” ”Bis denne.”

    Aller guten Dinge sind drei... Also mache ich noch ein drittes Telefonat – das abendliche mit Sandra.

    Nachdem ich aufgelegt habe mache ich noch einen Spaziergang zum Yachthafen. Dort beschließe ich kurzerhand im Restaurant Najaden mein Abendbrot einzufangen.


    Gruß Christian
    hansekontor

    Das Wasser ist nicht tief. Es geht den Enten nur bis zum Bauch!


    TSM+RusMap+ZaregonNorthMap

    Windows7 Professional, 64-bit // IntelCore2Duo E8400 @ 3GHz // 8GB RAM // NVIDIA GeForce405

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Kommentare 4

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    Tomlaker -

    Schick geschrieben und in vielerlei Richtung inspirierend. ;)

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    Sauerlaender -

    Wieder ein schönes Kapitel von dir.

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    loddi51 -

    Schön geschrieben,infinity.

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      infinity -

      Danke. :) Steckt wie immer ein bisschen Zeit drin. Der Vorteil beim Schreiben: wenn man ne Idee hat kann man sie mit reinhauen und wenn die Luft für den Tag raus ist kann man den Text auch schonmal mitten im Satz offen lassen :D Beim Schreiben dieses Kapitels kamen mir promt ein paar Einfälle für die nächsten Kapitel - so dass ich "gezwungen" war noch fix ne Runde PKW zu fahren usw...