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Euer TSM Team

27. Thanksgiving und die Rückfahrt nach Hause

  • Donnerstag, den 23. November 2017, 11:00 am Central Standard Time:

    Da wir erst in der Nacht um drei Uhr zu Hause waren, hatten Keela und ich beschlossen, heute etwas länger zu schlafen. Die Feierlichkeiten zu Thanksgiving im Hause Ryan begannen auch in der Regel erst mit dem Mittagessen, was dann gegen ein Uhr stattfinden sollte. Wir hatten im Doppelbett im Gästezimmer geschlafen, wo sich Keela dann auch an mich angekuschelt hatte.
    Um elf Uhr standen wir dann aber auf. Ich ließ dann Keela den Vortritt im Bad. Die Dusche zusammen sparten wir uns dann wieder, weil Keela sich nicht sicher war, wie ihre streng katholische Mutter darauf reagierte. Wobei ich Eireen eigentlich als eine nette, freundliche und sehr offene Person kennengelernt hatte.
    Während ich wartete, schaute ich mir Keelas Zimmer noch mal in Ruhe an. Es war wirklich kein typisches Mädchenzimmer, wie es bei uns zum Beispiel Jessy gehabt hatte. Man konnte deutlich die Vorlieben der Besitzerin sehen, die eben auf Surfen und Motorradfahren stand. Ansonsten war es sehr gemütlich eingerichtet. Es hätte aber auch genauso gut das Zimmer eines Jungen sein können, nur dass das Zimmer sauber und ordentlich war, deutete eher auf ein weibliches Wesen hin.
    Dieses weibliche Wesen stand dann auch auf einmal hinter mir. „Was machst du hier?“ „Ich versuche herauszufinden, ob ich hier noch Seiten von dir entdecken kann, die ich noch nicht an dir kenne?“ „Und? Hast du welche entdeckt?“ Ich drehte mich um und Keela stand mit nassen Haaren und nur mit einem Handtuch bekleidet vor mir. „Meinst du, dass ist gut, wenn deine Mutter uns so hier erwischt?“ „Sie sollte sich eigentlich denken können, dass wir nicht nur Händchen halten.“
    Wir gingen dann zurück ins Gästezimmer und schlossen die Tür hinter uns. Dann küsste ich meine Süße lange und zärtlich. Dabei fiel dann auch noch ihr Handtuch herunter. Aber hinter geschlossenen Türen war uns das egal.
    Ein paar Minuten später verschwand ich dann im Bad und Keela zog sich an. Nachdem ich dann frisch geduscht und rasiert aus dem Bad wieder ins Gästezimmer kam, war Keela schon nach unten gegangen. Ich zog mir dann meine guten Sachen an, welche aus einem weißen Hemd und einer schwarzen Jeans bestanden. Eine Bundfaltenhose hatte mir Keela strickt verboten. Dazu trug ich gute, Italienische Schuhe und meine gute Armbanduhr, die ich sonst nicht bei der Arbeit trug.

    Ich ging dann runter und fand die Familie in der Küche vor, wo sich ja der große Esstisch befand. Keela hatte zwar immer noch leicht feuchte Haare, war aber ansonsten so gekleidet, wie ich es vermutet hatte. Auch an einem solchen Feiertag trug sie die engen Bluejeans, die sie fast immer trug. Dazu die Turnschuhe, die bei ihr auch fast üblich waren. Ich hatte sie aber wenigstens davon überzeugt, das T-Shirt, was sie eigentlich tragen wollte, gegen eine blaue Bluse zu tauschen.
    Angus, Kenneth und Patrick waren sich von der Bekleidung her einig gewesen. Sie trugen Blue Jeans und karierte Hemden. Die hatten sie wohl für die Arbeit und für gut.
    Eireen trug ein schickes Kleid und stach damit aus der Familie heraus. Die langen, blonden Haare trug sie zur Feier des Tages auch mal offen und nicht, wie sonst meistens, als Zopf. Liam und Alice waren noch nicht da.
    „Hallo Marc, wie war die Party gestern?“ wollte Pat wissen. „Kee rückt nicht so ganz mit der Sprache raus.“ „Die Party war gut und die Leute waren soweit auch sehr nett. Hat mal wieder Spaß gemacht.“ „Die waren nur soweit ganz nett?“ wunderte sich Pat. „Die waren alle sehr nett, bis auf zwei Leute, die irgendein Problem mit mir hatten.“ „Verstehe ich nicht.“ Wunderte sich Pat. „Kein Wunder.“ Sagte Keela. „Das waren ja auch Jim Forsythe und Andy Preston.“ „Warum hat Stella denn deinen Ex und deinen Dauerverehrer eingeladen?“ „Frag mich was Leichteres.“ „Marc hat zumindest kein blaues Auge.“ Grinste Ken. „Das konnte ich ja auch noch verhindern.“ Lachte Keela. „Nachdem Jim gesehen hat, dass ich ihm nicht hinterhertrauere, hat er sich schnell wieder verkrümelt. Er hatte wohl gedacht, ich wäre noch solo und er könnte die Nacht mit mir verbringen.“ „Und Andy kapiert immer noch nicht, dass du nichts von ihm wissen willst.“ Meinte Ken mit einem Grinsen. „Der wollte Keela ja auch schon im Kindergarten heiraten.“ Lachte Eireen. „Er schon, ich aber nicht.“ Lachte Keela. „Andy kann sich zum Glück gar nicht prügeln. Mit den dünnen Ärmchen.“ Lachte Pat. Das war mir auch aufgefallen, dass Andy offensichtlich ein völlig anderer Typ war. Er war zwar lang und dünn, hatte aber ebenso lange und dünne Arme und war offensichtlich nicht gerade kräftig. Er war mehr so der Typ Computer Nerd. Da sie aber aus einer Gegend waren und dann auch noch gleich alt, war er mit Keela zusammen im Kindergarten und dann auch in der Schule gewesen. Er wollte immer was von Keela, sie aber noch nie von ihm, was er aber nicht akzeptierte. Er meinte, sie seien füreinander bestimmt. Zu der Zeit, wo Keela noch mit Jim zusammen war, hatte Andy von diesem mehrfach blaue Augen oder blutige Nasen bekommen. Er gab aber nicht auf. Das war auch das Einzige, was ihn auszeichnete. „Ich glaube aber, jetzt hast du den Richtigen erwischt.“ Meinte Eireen und nahm mich in den Arm um zu zeigen, dass sie mich wirklich als Schwiegersohn haben wollte.

    Kurz nach Zwölf klingelte es dann und Liam und Alice kamen an. Liam trug dann, wie ich, eine schwarze Jeans und ein weißes Hemd, zusätzlich trug er aber auch eine Krawatte und ein Sakko. Alice hatte sich einen schwarzen Minirock mit dunklen Nylons dabei angezogen, dazu trug sie eine weiße Bluse, die leicht durchsichtig war. Dieses Outfit verursachte zumindest bei Pat und Ken entsprechend große Augen und leicht gierige Blicke. Ihren Bruder zogen sie aber wegen seines Outfits tatsächlich auf. Das führte dazu, dass mir Keela mit einem versteckten Zwinkern zu verstehen gab, dass es bei ihr auch nicht anders gewesen wäre. Im Gegenzug versuchte ich dann, Alice nicht allzu sehr anzusehen, um Keela nicht eifersüchtig zu machen. Sie wusste schließlich, dass die Freundin ihres Bruders genau meinem früheren Beuteschema entsprach.
    Liam und Keela umarmten sich hingegen aber sehr herzlich und man merkte schon irgendwie, dass er Keelas Lieblingsbruder war. Auch wenn sie auch viel mit den Anderen gemacht hatte. Zum Beispiel hatte sie den Umbau ihres Savana mit Pat zusammen gemacht.

    Nun ging es dann aber langsam zum Essen. Der Truthahn war nämlich fertig.Als Vorspeise gab es aber zuerst mal eine Corn Chowder, eine Maissuppe. Schon dabei stellte ich fest, dass Eireen eine exzellente Köchin war. Nicht umsonst waren Angus und die beiden älteren Söhne recht breit gebaut. Während dem Essen wurde auch nicht allzu viel gesprochen. Das, worüber dann geredet wurde, waren dann eher allgemeine Sachen.
    Nachdem wir die leckere Suppe verspeist hatten, kam der Einsatz von Angus, der als Oberhaupt der Familie natürlich die Aufgabe hatte, den Truthahn zu tranchieren. Er machte das aber richtig gut und man sah, dass er diese Tradition genoss. Zu dem Truthahn mit dem entsprechenden Chestnut Stuffing (der Füllung) gab es dann Cranberry Sauce und als Beilage glasierte Möhren und einen Süßkartoffelauflauf.
    Nach diesem leckeren Mahl hätte man eigentlich gar keinen Nachtisch mehr gebraucht. Aber natürlich hatte Eireen noch einen Pumpkin Pie gebacken, der ebenfalls sehr lecker war.
    Danach waren wir alle sehr gut gesättigt und fühlten uns, als könnten wir nur noch durch die Gegend rollen. Angus, Pat und Ken wollten nach dem Essen nur gemütlich ins Wohnzimmer und ein Verdauungsschnäpschen trinken. Keela und Liam kamen dann aber auf die gute Idee, einen schönen Verdauungsspaziergang zu machen. Diese Idee fand ich eigentlich auch besser und wir vier machten uns dann auf den Weg und gingen gemütlich durch das Viertel, wo die Ryans wohnten. Ich war ja Im Oktober bereits mal mit Liam und Alice spazieren gegangen. Jetzt war aber Keela noch dabei. So war die Sache noch viel schöner und so gingen hier dann zwei verliebte Pärchen durch Saint Paul. Dabei zeigte mir Keela noch einige Orte, die für sie eine besondere Bedeutung hatten, was für mich die Sache noch viel schöner machte. Keela sprach natürlich auch viel mit ihrem Bruder. Ich hielt mein Gespräch mit Alice aber sehr allgemein und knapp, da ich merkte, dass Keela Alice nicht so richtig leiden konnte. Da war aber auch irgendwie mehr drin, als nur die Eifersucht, dass Alice mir gefallen können würde. Vielleicht hatte Keela auch noch den Eindruck, dass Alice ihr den Bruder weggenommen hatte.

    Schließlich kamen wir dann langsam wieder zum Haus der Ryans zurück. Während Alice und Liam wieder reingingen, blieben Keela und ich noch kurz draußen und riefen kurz in Sacramento an. Zuerst telefonierten wir mit Jessy und Dave, wo sich dann auch Mom aufhielt. Sie hatte es also wahrgemacht und war mit zu der Familie von Dave gefahren.
    Nachdem wir das Telefonat beendet hatten, rief ich dann auch kurz bei Dad an. Ihm hörte ich aber schon an, dass er es sich alleine im Haus dann mit seinem Freund Jim Beam gemütlich gemacht hatte. Das machte mir dann doch ein wenig Sorgen. Weil Bourbon natürlich kein Ersatz für einen Truthahn darstellte. Von Minnesota aus konnte ich da aber auch nicht wirklich was dran ändern. Keela sprach dann aber auch noch kurz mit Dad, stellte aber auch fest, dass er nicht mehr wirklich viel von dem Telefonat mitbekam. Auch sie machte sich dann sichtlich Sorgen. Zumindest hatten sich in den letzten Tagen ihre Befürchtungen, sie könnte den Job verlieren, in Wohlgefallen aufgelöst.

    Nachdem wir dann aufgelegt hatten, gingen wir wieder rein und kamen dann in eine Situation, die vermutlich alle jungen Paare irgendwann mal erlebt haben werden. Angus und Eireen nahmen uns dann irgendwann ins Kreuzverhör, wie wir uns denn unser weiteres Leben so vorstellen würden. Ob und wann wir vorhätten zu heiraten und ob wir Kinder haben wollten. Das waren alles Fragen, die wir uns selber im Moment noch gar nicht gestellt hatten. Wir waren schließlich gerade mal ein paar Monate zusammen und in dieser Zeit war ich auch noch viel unterwegs gewesen. Wir hatten noch keine gemeinsame Wohnung und wir wussten noch gar nicht, wie wir unser Leben planten. Wir waren ja auch beide erst 22 und hatten unserer Meinung nach noch reichlich Zeit um uns über solche Sachen klar zu werden.
    Keelas Eltern waren in unserem Alter zwar schon verheiratet und Kenneth war bereits unterwegs, das waren aber auch andere Zeiten, als heute. Außerdem war Keela bei weitem nicht so erzkatholisch, wie ihre Mutter.
    Wir suchten daher die üblichen Ausreden und mogelten und dann mehr schlecht, als recht aus der Situation raus. Das war halt der Unterschied zu meinen Eltern. Auch wenn da im Moment alles aus dem Leim zu gehen schien, wären uns da auch im intakten Zustand solche Fragen erspart geblieben, da meine Eltern in dieser Hinsicht doch etwas lockerer waren.
    Liam und Alice hatten diese Fragen wohl schon im vorigen Jahr beantworten müssen und waren da wohl etwas besser rausgekommen. Sie hatten beschlossen, zu heiraten, wenn Liam sein Studium beendet hätte und als fertiger Bauingenieur in das Familienunternehmen einstieg. Alice arbeitete ja sowieso schon in der Verwaltung von Ryan Constructions.
    Was mich den ganzen Tag über gewundert hatte, war die Tatsache, dass keiner von der Familie, obwohl der Großteil in der Firma arbeitete, während dem Feiertag von der Arbeit geredet hatte. Das hätte im Hause Murdock wohl kaum geklappt.

    Nach dem Kaffeetrinken am Nachmittag verabschiedeten sich dann Liam und Alice, weil sie auch noch bei der Familie von Alice vorbeimussten. Im Hause Ryan ging der Nachmittag dann mit Gesellschaftsspielen und einigen netten Geschichten weiter, die ich sehr amüsant fand und die Keela zum Teil sehr rot werden ließen. Keela hätte ihre Familie am liebsten manchmal zum Schweigen gebracht, konterte dann aber auch mit Geschichten, die dann auch für ihre Eltern oder ihre Brüder recht peinlich waren. Zum Glück kannte hier niemand peinliche Geschichten aus meiner Vergangenheit.
    Zum Abend hin aßen wir dann noch mal zusammen im kleineren Familienkreis das Abendessen, danach mussten sich Keela und ich schon langsam hinlegen, weil wir ja leider in der Nacht schon wieder losmussten.
    Damit uns keiner wegbringen brauchte, bekamen wir von Kenneth die Firmenschlüssel und von Eireen die Autoschlüssel. Außerdem verriet mir Angus noch den Code der betriebseigenen Tankstelle, an der ich dann den Kenworth wieder volltanken durfte. Dort sollte ich nicht nur Diesel, sondern auch DEF für den Truck bekommen. Die Schlüssel sollte Keela dann in den Briefkasten der Firma werfen. Damit war dann unser Kurzbesuch in Saint Paul schon fast wieder Geschichte. Walmart hatte im Moment sehr viel zu tun. Es stand der Black Friday vor der Tür und bis Weihnachten war es auch nicht mehr lange. Da konnte man nicht länger, als nötig auf Keela und mich verzichten. Wir verabschiedeten uns dann am Abend schon von den Ryans und gingen dann ins Gästezimmer, wo wir uns dann noch mal ein paar Stunden hinlegten.

    Freitag, den 24. November 2017, 1:00 am Central Standard Time:

    Um ein Uhr klingelte unser Wecker wieder und holte Keela und mich aus unseren Träumen. Wir stellten ihn noch einmal auf Nachwecken und kuschelten noch ein paar Minuten. Dann standen wir gemeinsam auf.
    Während Keela im Bad Verschwand, packte ich schon mal unsere Sachen zusammen, abgesehen von den Sachen, die wir gleich anziehen wollten. Anschließend wechselten wir die Positionen und ich ging ins Bad. Als ich dann wieder im Gästezimmer erschien, war Keela bereits angezogen und fertiggemacht. Sie ging dann schon mal runter, um uns noch etwas Kaffee zu machen. Ich zog mich dann auch schnell an und nahm dann unsere Sachen und ging dann runter in die Küche der Ryans, wo ich nicht nur auf Keela traf, sondern auch auf Eireen, die dort im Bademantel stand.
    „Mit dir hatte ich jetzt nicht gerechnet.“ Sagte ich erstaunt zu Eireen. „Ich wollte mich noch von euch verabschieden und euch noch was von dem Essen einpacken. Es ist ja doch reichlich übriggeblieben.“ Eireen gab uns dann das eingepackte Essen. Danach umarmte sie uns noch zum Abschied. Dann verließen Keela und ich das Haus der Ryans. Wir packten unsere Sachen in den Buick von Keelas Mom und machten uns dann auf den Weg zu dem Lagerplatz, wo der Kenworth stand.

    Dort angekommen, öffnete ich das Tor und Keela fuhr den Buick zum Kenworth. Dann räumten wir unsere Sachen ein und Keela setzte den Wagen vor das Büro. Ich begann in der Zeit schon mal mit der PTI und meldete uns in den Computersystemen des Kenworth an. Ich war noch bei der PTI, als Keela am Truck ankam und einstieg. Dann rief sie: „Unser Auftrag ist im System.“ „Was bekommen wir denn?“ „Wenn ich die Kürzel richtig deute, eine Ladung Trockenfrüchte nach Redding.“ Ich stieg ins Fahrerhaus und schaute auf das Display.

    PICKUP: CW-MNMN
    TRAILER: CT53566
    FREIGHT: DRIED FRUIT
    WEIGHT: 35,500 LB
    TO: CO-CARE
    GATE: 11
    REMARKS: -----

    CASA-CSA

    „Habt ihr das nicht in diesen Kürzeln auf dem ORBCOMM stehen?“ „Nein. Wahrscheinlich, weil wir das direkt aus unserem Warenwirtschaftssystem rausschicken.“ „Auf jeden Fall heißt das, dass wir am Zentrallager in Minneapolis eine Ladung Trockenfrüchte für Costco in Redding bekommen werden.“ „Das passt ja.“
    Nach der PTI fuhr ich dann mit dem Kenworth an die Betriebstankstelle von Ryan Constructions, wo sonst die Baumaschinen und die LKW der Firma getankt wurden. Angus hatte Keela einen Code gegeben, mit dem wir die Maschine hier auftanken konnten. Wir tankten die Maschine dann hier noch voll. Danach fuhr ich die Maschine aus dem Gelände, dann schloss Keela die Tore und warf die Schlüssel in den Briefkasten der Firma. Nun konnten wir uns auf den Weg zum Zentrallager in Minneapolis machen.

    Gegen halb Vier kamen wir dann da an. Natürlich wollte Keela wieder den Papierkram machen. Mir war das recht. Ich fuhr dann in der Zeit schon mal zum Tor 11 und sattelte den Planen Trailer auf. Dann erledigte ich in aller Ruhe die PTI.

    Als ich damit fertig war, hatte sich Keela immer noch nicht blicken lassen. Ich schloss den Kenworth ab und ging noch mal ins Büro. Dort stand Keela dann umringt von ihren ehemaligen Kollegen und war lebhaft am Erzählen. Eine ihrer ehemaligen Kolleginnen schaute dann in meine Richtung und fragte dann: „Ist er das?“ „Ja, das ist er.“ bestätigte sie. Darf ich vorstellen, Marc Murdock, mein Freund.“ Nach dem großen Hallo konnte ich Keela aber dann doch davon überzeugen, dass wir uns langsam auf den Weg machen mussten. Ich hatte vor heute noch einige Meilen zurückzulegen.
    Wir gingen dann wieder zurück zum Kenworth und stiegen ein. Dann fuhren wir durch das frühmorgendliche Minneapolis zur I-35 West. Hier fuhren wir dann wieder in südlicher Richtung auf.

    Nachdem wir dann die Twin Cities verlassen hatten, stellte mir Keela eine Frage: „Hast du was dagegen, wenn ich mich noch mal etwas in dein gemütliches Bett lege? Im Dunkeln sieht man ja eh nicht viel und die Strecke nach Des Moines haben wir ja vorgestern schon am Tage gefahren.“ „Wenn du mich alleine lassen willst, bitte.“ „Nicht böse sein. Ich bin nur noch ganz schön müde.“ „Das bin ich auch. Ich muss ja auch fahren.“ „Beim Fahren ist das aber auch nicht so schlimm, als wenn man da nur neben sitzt.“ „Ist ja schon in Ordnung. Geh schon.“ Keela kletterte dann in den Sleeper und legte sich dann kurz darauf ins Bett. Ich hingegen, fuhr dann die I-35 in Richtung Süden und sollte diese bis Des Moines auch nicht mehr verlassen.
    Für diese Strecke brauchte ich dann auch knapp vier Stunden, in denen ich Keela dann auch nicht mehr wieder sah. Als ich dann langsam in den Berufsverkehr bei Des Moines kam, wo ich dann natürlich mit wechselnden Geschwindigkeiten fuhr, wurde Keela dann wieder wach. Kurz darauf kam sie dann wieder nach vorne. „Hallo, da bist du ja wieder.“ Sagte ich knapp. „Das tat gut.“ Stellte Keela fest. „Wo sind wir denn jetzt?“ „Des Moines. Wir wechseln gleich auf die I-80.“ „Doch schon so weit?“ „Klar. Es wird ja auch langsam hell draußen.“
    Meine Süße machte es sich dann wieder auf dem Beifahrersitz gemütlich und holte ihr Handy raus. Zwischendurch schaute sie aber auch immer mal wieder aus dem Fenster. „Schau dich besser jetzt noch etwas um, gleich hast du wieder nur die endlosen Felder von Iowa.“ „Auch wieder wahr.“ Wir wechselten dann auf die I-80 in Richtung Westen und sahen dann zu, dass wir aus Des Moines wieder herauskamen. Dann ging es wieder in die weiten, noch grünen Landschaften des Staates Iowa. Die Entfernungen auf dem nächsten Schild ließen erahnen, dass wir noch eine große Entfernung bis zu unserem Ziel vor uns hatten.

    Noch war an diesem Morgen wenigstens das Wetter schön, wenn auch schon recht frisch. Der Winter kam mit großen Schritten näher.
    Nun ging es wirklich wieder durch die endlosen Weiten von Iowa, wobei nicht wirklich viel passierte. Daher beschäftigte sich Keela in erster Linie mit ihrem Handy. Zwischendurch versorgte sie mich aber dann auch immer wieder fürsorglich und schenkte mir Kaffee nach oder gab mit was zu Essen.
    Je weiter wir uns dann aber Nebraska näherten, umso schlechter wurde wieder das Wetter. Die Wolken zogen sich immer mehr zu und es wurde immer dunkler. Kurz bevor wir dann den Missouri erreichten, begann es dann auch kräftig zu regnen. Mit der Überquerung des Flusses hatten wir dann Nebraska und auch Omaha erreicht.

    Bis jetzt war ich ja durchgezogen. Langsam musste ich dann aber noch die vorschriftsmäßige Pause machen. Außerdem wurde ich langsam Müde. Ein bisschen fuhr ich dann aber noch weiter. Letztlich nahm ich dann wieder Shoemakers Truckstop in Lincoln. Da mich Keela aber während der Fahrt schon gut mit Essen versorgt hatte, gingen wir nur kurz in den Truckstop, um die Sanitäranlagen zu benutzen. Danach wollte ich mich dann auch noch mal ins Bett legen und etwas schlafen.
    Keela kam dann auch mit ins Bett. Sie wollte zwar nicht unbedingt schlafen, aber gerne mit mir kuscheln. Es war dann halb zwölf durch, als ich mich hinlegte. Bis halb Zwei wollte ich dann aber auch erstmal schlafen.

    Als wir dann gegen halb Zwei wieder losfuhren, hatten wir zu Keelas Leidwesen wieder keine Zeit, zum Harley-Davidson Händler zu fahren, sondern fuhren wieder direkt auf die I-80 in Richtung Westen. Ich konnte noch etwas mehr, als drei Stunden fahren. Das würde auf jeden Fall nicht reichen, um bis zu dem Flying J in Big Springs zu kommen. Ich musste mir also zwischen Lincoln und Big Springs eine Alternative suchen. Da ich aber noch nicht genau wusste, wie weit ich mit meiner Zeit noch kommen würde, wollte ich dann erst später mit der Suche beginnen.
    Keela saß dann wieder recht gelangweilt auf dem Beifahrersitz und spielte an ihrem Handy. Ich merkte immer mehr, dass es offensichtlich wirklich nichts für sie war. Während ich zum Teil auch einfach stundenlang in die Weite schauen konnte und es genoss, dass es hier nicht so eng war, wie zum Beispiel an der Ostküste, oder auch zum Teil bei uns in Kalifornien, wurde das für Keela dann recht schnell langweilig. Ich musste mir also für die nächste Tour, die sie vielleicht mal mit mir zusammen machen würde, was aussuchen, wo sie mehr Abwechselung hatte, was die Landschaft und vielleicht auch die Tour betraf. Für den aktuellen Fall war die Tour natürlich insofern optimal gewesen, weil wir so Thanksgiving im Familienkreis verbringen konnten.

    Gegen viertel nach Vier am Nachmittag, Central Standard Time, machte ich dann am Pilot Travel Center in Elm Creek, Nebraska Feierabend. Da wir dann doch noch mal was anderes essen wollten, als nur die Reste vom Feiertag, gingen wir dann in den Truckstop. Nach der Dusche, die wir jetzt auch wieder zusammen erledigen konnten, gingen wir dann in das Restaurant des Truckstops, wo wir dann zu Abend aßen. Den restlichen Abend verbrachten wir dann gemütlich im Sleeper des Kenworth. Genauer gesagt in meinem gemütlichen Bett vor dem Fernseher. Schließlich schliefen wir dann aneinander gekuschelt ein. Auch der folgende Samstag sollte ja recht früh für mich beginnen.

    Samstag, den 25. November 2017, 1:30 am Central Standard Time:

    Zu Hause in Kalifornien neigte sich gerade der Black Friday dem Ende zu, während er hier schon Geschichte war. Ich machte den Wecker schnell wieder aus und stand leise auf, damit Keela nicht wach wurde. Trotzdem setzte ich leise den Kaffee auf und hoffte, dass die Geräusche der Kaffeemaschine Keela nicht wecken würden. Während der Kaffee dann durchlief, ging ich dann in den Truckstop, wo ich dann die Sanitärabteilung für einen Toilettengang und eine kurze Wäsche nutzte. Duschen wollte ich später gemeinsam mit Keela. Anschließend machte ich mich gemütlich wieder auf den Weg zurück zum Truck.
    Dort war Keela weiterhin am Schlafen. Die Kaffeemaschine hatte sie also nicht geweckt. Gegen viertel nach Zwei machte ich dann leise meine PTI, um weder Keela, noch die Kollegen, die auch noch hier auf dem Truckstop in Elm Creek, Nebraska standen, zu wecken. Gegen halb Drei machte ich mich dann wieder auf den Weg in Richtung Westen.

    Der Tag heute sollte nicht viel für uns bieten. Ich sollte wohl den ganzen Tag auf der I-80 bleiben und dort Nebraska und Wyoming durchqueren. Das sollte nicht allzu viel Abwechslung bieten. Erst würde uns bis Cheyenne flaches Land begleiten, dann sollte es langsam in die Berge gehen. Das wäre dann aber auch die einzige Abwechslung. Daher war es gut, dass Keela schlief, sonst würde es ihr wieder recht schnell langweilig.
    Ich fuhr dann wieder in Richtung Westen auf die I-80 und beschleunigte den Truck auf 66 mph. Dann legte ich den Tempomat ein und ließ den Zug gemütlich rollen. In der Nacht war hier noch weniger Verkehr, als sowieso schon meistens, so verlief die Fahrt ohne Probleme. Da war noch die größte Gefahr am Steuer einzuschlafen. Daher gönnte ich mir während der Fahrt den vorhin zubereiteten Kaffee. Es war Trocken und die Temperaturen lagen kurz über dem Gefrierpunkt. In Celsius lägen sie nun im einstelligen Bereich.
    So ging es durch die Nacht. Ich passierte Big Springs, wo wir auf dem Hinweg übernachtet hatten und hatte kurz darauf die Wahl, ob ich auf die I-76 in Richtung Denver wollte, oder auf der I-80 bleiben wollte und mich in Richtung Cheyenne halten wollte. Colorado ließ ich dann links liegen und blieb auf der I-80. Kurz darauf meldete das Navi „Changing timezone.“ Ich hatte jetzt also Mountain Standard Time. Daher war es jetzt wieder eine Stunde früher, als noch vor ein paar Minuten. Nun ging es mit großen Schritten auf Wyoming zu.

    Ich hatte dann gute dreieinhalb Stunden Fahrzeit hinter mir, als sich mein Navi meldete: „Crossing border – entering Wyoming.“ Kurz darauf vernahm ich dann auch erste Geräusche aus dem Sleeper. Keela wurde langsam wach. Kurz darauf stand sie auf und kam kurz nach vorne, um mir einen Kuss auf die rechte Wange zu hauchen. „Guten Morgen, meine Süße.“ Gab ich ihr als Antwort. „Wo sind wir denn schon?“ war dann ihre nächste Frage. „Kurz vor Cheyenne.“ „Hast du Nachtschicht gemacht, dass wir schon so weit sind?“ „Ich bin nach Ende meiner Pause wieder losgefahren. So ist das nun mal in diesem Job.“ „Bin ich froh, dass ich das nicht jeden Tag mache. Komm bloß nicht noch mal auf die Idee zu fragen, ob ich irgendwann bei dir Beifahrer werde. Im Leben nicht.“ „Jawohl, Miss Ryan. Ich habe verstanden.“ Keela zog sich an und kletterte dann auf den Beifahrersitz.
    Wir fuhren dann nur noch bis zum TA Truckstop kurz vor Cheyenne, in dem kleinen Ort namens Burns. Dort hielten wir dann zur Frühstückspause an. Es war jetzt viertel nach Fünf und somit noch dunkel. Trotzdem war es um diese Zeit kein Problem, auf dem Truckstop einen Platz zu erwischen. Die meisten Kollegen waren schon wieder unterwegs.
    Nachdem ich geparkt hatte, gingen wir in den Truckstop, wo wir dann erstmal den Sanitärbereich aufsuchten. Dort gingen wir dann gemeinsam duschen. Nachdem wir dann wieder frisch und sauber waren, gingen wir dann ganz in Ruhe in dem Restaurant des Truckstops frühstücken. Anschließend sahen wir uns noch ausgiebig in dem Shop des Truckstops um, wo Keela ein weiteres Mal staunte, was es dort alles gab. „Ich habe nie gedacht, dass Trucker auf so viel Kitsch stehen. Ich habe immer gedacht, das sei ausschließlich ein Frauending.„Es gibt ja nicht nur Kitsch hier. Sondern auch eine ganze Menge sinnvoller Sachen.“ „Schon. Aber es ist doch erstaunlich, wie viel Dekokram es hier gibt. Zu Hause wollen die Männer da nie was mit am Hut haben, im Truck offensichtlich schon.“ „Da kümmert sich ja sonst keiner darum.“ Lachte ich.

    Um sieben Uhr machten wir uns dann wieder auf den Weg gen Westen. Wir fuhren zurück auf die I-80 und hielten uns auch dort wieder westwärts. Kurze Zeit später erreichten wir, mit dem Sonnenaufgang im Rücken Cheyenne, was wir aber, trotz Berufsverkehrszeit schnell passiert hatten. Bei langsamem Hellwerden ging es jetzt immer weiter auf die Berge zu.
    An diesem Tag fiel mir aber ganz besonders eine Sache auf. Offensichtlich hatte der Staat Wyoming vor, noch vor dem bevorstehenden Winter einige Schäden an der I-80 zu beseitigen, bevor der Frost die Schäden noch vergrößern konnte. Es gab an diesem Tag nämlich häufiger mal Tagesbaustellen, an denen fleißig gearbeitet wurde.

    Kurz hinter Cheyenne fing das damit schon an. Zum Glück war der Verkehr hier nicht so dicht, dass es damit zu Staus kommen sollte. Es ging einfach ruhig und geordnet einspurig an den Arbeiten vorbei. Am Morgen war es dabei auch noch trocken. Auch wenn die Wolken dann langsam immer dichter wurden, die sich an den Bergen auf die wir zufuhren aufstauten.
    So kam dann auch, was kommen musste. Schließlich hatten wir ende November. Es begann dann am Vormittag noch kräftig zu regnen. Entsprechend eingeschränkt war dann auch die Sicht, so dass Keela wieder wenig zu sehen hatte und entsprechend gelangweilt war. Ich überließ ihr dann wieder die Wahl des Entertainments. So konnte sie uns wenigstens die Musik zum Schmuddelwetter aussuchen. „Das ist ja richtig ekelig draußen.“ War dann auch ihr Kommentar. „Sei froh, dass das nur als Regen runterkommt. Es könnte hier in den Bergen auch schon Schnee sein.“ Die Temperaturen waren da auch nicht mehr allzu weit von entfernt. Wenn ich in nächster Zeit keine Lust auf das weiße Zeug haben sollte, dann müsste ich meine Touren offensichtlich wieder mehr nach Süden verlegen. So lief dann der Vormittag vor sich hin. Außer Regen, Bergen und den häufigen Tagesbaustellen, an denen auch bei diesem Wetter fleißig gearbeitet wurde, gab es dann auch nicht viel. Die Arbeiter wollten natürlich ebenfalls vor dem Frost fertigwerden.



    Es war dann schon Mittag, als sich dann das Navi mal wieder zu Wort meldete: „Crossing border – entering Utah.“ Zusätzlich meldete sich auch mein E-Log und teilte mir mit, dass ich langsam nach einem Ort für meinen Feierabend suchen sollte. Außerdem meinte auch meine Tankuhr, dass ich die Tanks mal wieder füllen sollte.
    Da es hier in diesem Bereich nicht allzu viel gab, wo man tanken und pausieren konnte, fiel meine Wahl wieder auf Bell’s Silver Creek in Park City, wo wir auf dem Hinweg schon zum Tanken gehalten hatten. Dort war dann für den heutigen Tag schon wieder Feierabend. Vor Salt Lake City sollte hier nichts mehr kommen und die Stadt noch zu passieren war in meiner Fahrzeit nicht mehr drin. Also war damit der Ort für unsere nächste Pause gewählt. Das bedeutete aber auch, dass es dann bereits am Abend wieder weitergehen sollte.
    Beim Tanken stellte ich dann fest, dass auch hier der Diesel schon wieder fast drei Dollar, pro Gallone kostete. In Wyoming war der Preis aber noch teurer gewesen. Vielleicht hätte ich in Nebraska noch mal tanken sollen.
    Nach dem Tanken parkte ich den Truck und stellte das E-Log auf Pause. Da es jetzt erst viertel nach Eins war, würde meine nächste Schicht bereits um viertel nach Elf am Abend wieder beginnen.
    Da das Wetter immer noch nicht für einen Spaziergang geeignet war, machten wir es uns dann im Truck gemütlich. Zuerst kuschelten Keela und ich und genossen es, dass wir in diesen Tagen noch zusammen waren, dann schliefen wir irgendwann aneinander gekuschelt ein. Das Fahren bei dem strömenden Regen hatte doch was sehr Anstrengendes.

    Samstag, den 25. November 2017, 10:30 pm, Mountain Standard Time:

    Wir lagen dann noch immer aneinander gekuschelt, als der Wecker dann am späten Abend um halb Elf klingelte. Leider musste ich schon wieder aufstehen. Da Keela ja möglichst am Montagmorgen ihre Frühschicht antreten soll, hatten wir nicht allzu viel Luft im Zeitplan. Ich stand dann also auf und schaltete den Wecker aus, damit Keela nicht wach wurde. Das weitere Vorgehen war dann, wie am frühen Morgen. Ich setzte erst den Kaffee auf und machte mich dann auf den Weg zum Truckstop, wo ich eben zum Toilettengang und zur schnellen Wäsche in den Sanitärbereich ging. Um viertel nach Elf war dann die Pause um und ich konnte mit der PTI beginnen. Um halb Zwölf konnte ich mich dann wieder auf den Weg machen.

    Es ging dann wieder westwärts auf die I-80. Dann dauerte es nicht mehr allzu lange, bis wir Salt Lake City erreichten. Inzwischen war aber auch hier Sonntag. Im Bereich der Stadt war dann noch etwas Verkehr, nachdem wir Salt Lake City aber hinter uns gelassen hatten, ließ der Verkehr aber auch merklich nach. So ging es dann ohne irgendwelche Zwischenfälle durch Utah.

    Irgendwann meldete sich dann das Navi: „Crossing border – entering Nevada – changing timezone.“ Nun waren wir wieder in Nevada und somit auch in der Pacific Standard Time, die auch bei uns zu Hause galt. Es ging nun also durch den Staat, der in erster Linie durch Wüstenlandschaft und legalisiertem Glücksspiel bekannt war.
    Etwas später kamen wir dann an die obligatorische Wiegestation, die meistens kurz nach den Staatsgrenzen kam. Es war dann viertel vor Drei in der Nacht, als dann mein Transponder begann zu piepen. Ich musste also auf die Waage und mein Gewicht übermitteln. Mit 72.083 Pfund waren wir aber weit von der erlaubten Obergrenze entfernt. So konnte ich dann unbehelligt weiterfahren.
    Das nervtötende Piepen des Transponders hatte dann allerdings Keela aus dem Schlaf geholt. Wo sie jetzt einmal wach war, zog sie sich aber was an und kam nach vorne auf den Beifahrersitz. „Hallo meine Süße. Was machst du denn schon hier?“ „Deine blöde blaue Kiste in der Scheibe hat mich geweckt.“ „Und jetzt möchtest du nicht mehr weiterschlafen?“ „Nö. Jetzt bin ich einmal wach, da bleibe ich auch auf.“ „Dann kannst du leider nur ins Dunkle schauen.“ „Da muss ich jetzt durch.“ „Na gut.“
    Wir fuhren zurück auf die I-80 und dann weiter durch das dunkle Nevada. Kurz darauf passierten wir dann wieder Elko. Ich dachte kurz an einen Stopp bei dem Diner, wo ich seinerzeit gut gegessen hatte. Ich konnte mir aber nicht wirklich vorstellen, dass die um diese Zeit schon aufhatten. Ob mir das Essen von denen zum Frühstück schmecken würde, war auch äußerst fraglich. Also fuhren wir in Elko nicht raus, sondern blieben auf der I-80 und fuhren weiter gen Westen.
    Auch als wir dann bei Battle Mountain waren, hielt ich diese Vorgehensweise bei. Hier aber in erster Linie, weil ich um diese frühe Uhrzeit nicht an eine Öffnung des Lokals glaubte.
    Wir fuhren weiter in Richtung Winnemucca und Keela spielte inzwischen schon wieder gelangweilt am Handy. Irgendwann fragte sie: „Hast du nicht noch Rechnungen zu schreiben, oder sonst was an Bürokram zu machen? Ich langweile mich gerade zu Tode.“ „Außer den Sachen von dieser Tour habe ich schon alles abgerechnet. Die Eingangsrechnungen liegen in Sacramento. Da komme ich hier nicht dran. Da diese Tour noch nicht beendet ist, kannst du nur die Rechnungen für die Tour von Sacramento nach Saint Paul und für die beiden Touren von und nach Des Moines abrechnen.“ „Und was mache ich dann in zehn Minuten? Dann habe ich die drei Rechnungen doch schon locker geschrieben und die Belege abfotografiert.“ „Keine Ahnung.“ „Das ist hier wirklich nichts für mich. Ich habe lange nicht mehr so viel sinnlos rumgesessen, wie auf dieser Tour.“ „Das tut mir ja leid, aber was kann ich daran ändern?“ „Keine Ahnung. Ich bin das halt nicht gewohnt.“ „Ich weiß ja selber, was du für ein Energiebündel bist. Aber was soll ich machen? Die Tour dauert nun mal über drei Tage. Der einzige Unterschied wäre der, dass wenn ich die ganze Strecke 70 oder 75 gefahren wäre, dass wir heute schon in Redding ankommen würden. Da wir das aber nicht brauchen, macht es keinen Sinn, das Tempo zu erhöhen und so den Verbrauch zu erhöhen. Schau dir im Westen mal die Dieselpreise an. Im Moment zahlt man hier über drei Dollar für die Gallone. Du weißt ja auch selber, was ihr mir zahlt.“ „Du hast Recht. Aber bei der Bezahlung von uns kannst du auch gar nicht mir zwei Fahrern fahren. Das rechnet sich nicht.“ „Das stimmt.“ „Daher wird das eben höchstens mal im Urlaub stattfinden, dass ich mal mit dir mitfahre. Aber unsere nächsten Urlaube würde ich dann lieber so verbringen, dass wir gemeinsam in Urlaub fahren und nicht, dass ich Urlaub habe und du arbeitest.“ „Und wer soll dann meinen Truck fahren?“ „Joe zum Beispiel.“ „Joe ist inzwischen fast 71. Findest du wirklich, der sollte noch mit einem Klasse 8 Truck fahren?“ „Auch wieder wahr.“ „Ich werde mir sicherlich mal eine oder zwei Wochen Urlaub pro Jahr gönnen. Ob ich das aber schon im ersten Jahr schaffe, weiß ich nicht. Ich muss ja auch noch die Raten für den Truck bezahlen.“ „Verstehe.“ „Wir müssen eben wieder an den Punkt kommen, dass wir wenigstens ein gemeinsames Wochenende hinbekommen.“ „Was dann aus einem Tag und zwei Nächten besteht?“ „Ich kann mit Sicherheit auch mal zwei Tage am Stück freinehmen.“ „Wow. Ist ja Wahnsinn.“ „Selbstständig sein kommt nun mal von selbst ständig arbeiten. Als Owner Operator sowieso.“ „Ich schaffe das nur, weil ich dich eben so sehr liebe. Sonst könnte das mit uns gar nicht funktionieren. Genauso, wie ich das hier nur aus Liebe zu dir mache und weil ich eben bei dir sein will.“ „Möchtest du, dass ich den Job für dich aufgebe?“ „Nein. Das ist dein Traum und den musst du leben. Das kann und will ich dir nicht antun. Ich möchte nicht daran schuld sein, wenn du im Job unglücklich wirst. Das wäre das Gleiche, wenn mein Dad nur noch im Büro sitzen würde und nicht mehr auf seine Baustellen könnte. Dann würde der eingehen.“ „Soll ich dann wieder in den Regionalverkehr wechseln?“ „Wärst du damit zufrieden?“ „Vor ein paar Monaten fand ich das gut. Obwohl ich da auch nicht mehr zu Hause war. Inzwischen würde ich wahrscheinlich verrückt, wenn ich nur noch durch Kalifornien fahren würde.“ „Dann lass alles so, wie es ist. Wir müssen halt damit leben, dass wir eine Fernbeziehung führen und uns nicht täglich sehen. Es ist aber auch erwiesen, dass man sich dann mehr aufeinander freut und den Tag herbeisehnt, wann man sich dann wiedersieht. Außerdem streitet man weniger, weil man die wenige Zeit nicht damit verschwenden will.“ „Das ist eine gesunde Einstellung.“

    Es war inzwischen schon eine geraume Zeit her, dass wir Winnemucca passiert hatten. Bisher waren wir durchgefahren und nun wurde es doch langsam mal Zeit, eine Pause zu machen. Spätestens nach acht Stunden musste ich ja sowieso anhalten. Außerdem bekamen wir beiden auch langsam Hunger. Bei Fernley, Nevada fuhren wir dann von der Interstate herunter und nahmen den dortigen Flying J Truckstop für unsere Pause. Das hatte schon mal den Vorteil, dass ich die Dusche für uns bereits aus dem Truck mit meiner App reservieren konnte.
    Es war dann etwa halb Sechs, als wir den Truck geparkt hatten. Wieder war es eine gute Zeit, um einen Parkplatz zu suchen. Um diese Zeit waren schon viele Kollegen wieder auf Achse.
    Dann nutzten wir mal wieder gemeinsam die Dusche. Einer der Vorteile, wenn man seine Freundin auf der Tour dabeihatte. Anschließend gingen wir in das Restaurant des Truckstops und frühstückten in aller Ruhe. Als es dann gegen halb Acht langsam hell wurde, machten wir uns dann auch wieder auf den Weg. Leider hatte ich jetzt auch nicht mehr so viel Fahrzeit, wie ich gerne gehabt hätte. Vier Stunden konnte ich heute gerade noch fahren, dann sollte meine Fahrzeit für den heutigen Tag Geschichte sein. Das hieß, dass wir am späten Sonntagvormittag bereits Feierabend machen müssten.
    Mit der Aufgehenden Sonne ging es dann erstmal auf Reno zu. Es dauerte dann auch nicht mehr allzu lange, bis ich die Stadt dann erreicht hatte. Dieser Sonntagmorgen stellte sich dann auch als grauer Novembermorgen dar. So ging es dann über eine I-80 durch Reno, die sehr überschaubar war.

    Auch wenn es viele Leute gab, die auch am Sonntag arbeiten mussten, waren doch trotzdem viele Leute an diesem Tag zu Hause und brauchten nicht die Straßen verstopfen.
    Nun kam dann auch langsam die Zeit, wo ich dann von der üblichen Strecke abweichen konnte, um direkt nach Redding zu fahren, ohne den Umweg über Sacramento zu nehmen. Danny, der an diesem Wochenende Dienst hatte, wusste genau, dass er mich von Redding aus nach Süden schicken musste, damit Keela wieder nach Sacramento kam, um ihren Dienst wieder aufzunehmen. Sollte er das nicht hinbekommen, wäre er schuld, wenn er und Charlie weiterhin zwölf Stunden Schichten machen mussten. Keela sah das genauso und daher war es für uns klar, dass wir nicht weiter auf der I-80 blieben.
    Direkt in Reno wechselte ich dann auf die US Route 395 in Richtung Norden. Über diese sollte es dann weiter nach Redding gehen. Diese Strecke war dann auch für mich eine neue Erfahrung. Bisher hatte ich sie noch nicht benutzt. Sie sollte aber landschaftlich sehr schön sein, da sie durch den nördlichen Bereich der Sierra Nevada ging.
    Reno war dann auch schnell verlassen. Kurz darauf wurde die Straße dann auch zweispurig. Keela atmete hörbar auf. „Was ist los?“ fragte ich sie. „Endlich mal was Anderes, als nur Interstates, von denen man sowieso nicht so viel zu sehen bekommt. Solche Touren, wie diese, würde ich viel lieber mit dir machen, als die anderen.“ „Ich dachte, du warst froh, als Charlie und die Tour in die Twin Cities gegeben hat.“ „Weil ich gerne Thanksgiving mit meiner Familie verbringen wollte. Dass das auch noch mit dir zusammen war, war das Beste, was wir in letzter Zeit zusammen hatten. Daher war das die richtige Tour zur richtigen Zeit. Wenn das nicht gewesen wäre, hätte ich lieber so eine Tour gehabt. Irgendwohin, wo man was zu sehen bekommt. Eine Küstenstraße, oder durch die Berge, oder in tolle Städte. Vielleicht auch nach Kanada. Nach Alberta oder sonst wo in die Rockies. Wer will schon die ganze Zeit nur Autobahnen sehen?“ „Okay. Das machen wir dann auf der nächsten Tour. Ich sagte ja, dass ich im ersten Jahr nicht daran glaube, dass ich viel Urlaub machen kann.“ „Einverstanden. Besser als wieder durch langweilige Landschaften wie in Iowa oder Nebraska.“
    Mit meiner Fahrzeit kamen wir dann noch bis zur Honey Lake Rest Area, wobei wir uns dort auch schon wieder auf kalifornischem Boden befanden. Die Rest Area befand sich südöstlich des kleinen Örtchens Janesville, am Westufer des namensgebenden Salzsees. Wir machten hier Feierabend, weil wir hier immerhin noch recht saubere Sanitäranlagen hatten. Den Rest hatten wir sowieso dabei.
    Gegen halb Zwölf machten wir dort Feierabend, was für mich bedeutete, dass ich am Abend um halb Zehn schon wieder losfahren konnte und sollte. Zunächst genossen wir dann aber den Feierabend und den Sonntagmittag, an dem dann tatsächlich noch mal etwas die Sonne rausgekommen war.
    Also verließen wir den Truck und machten uns auf den Weg, noch ein wenig spazieren zu gehen. Dabei genossen wir dann den wahrscheinlich letzten Tag, den wir dann erstmal zusammen hatten. In der kommenden Nacht würde ich wohl Keela zu Hause in Sacramento absetzen müssen und wieder alleine weiterfahren. Also genossen wir nochmal die Zweisamkeit und gingen Hand in Hand spazieren. Dabei hielten wir auch oft an und küssten uns lange und zärtlich. „Das geht ja bei der Fahrt immer so schlecht.“ Lachte Keela dazu. „Oder wir landen in irgendeinem Graben.“ Gegen zwei Uhr waren wir dann zurück am Truck und machten uns dann noch eine Kleinigkeit zu Essen. Dann aßen wir das noch in Ruhe. Anschließend ging es dann wieder in mein Bett, wo wir dann noch so lange kuschelten, bis ich glücklich und entspannt einschlief.

    Sonntag, den 26. November 2017, 8:45 pm Pacific Standard Time:

    Viel Schlaf hatte ich nicht bekommen. Als der Wecker dann gegen viertel vor Neun am Abend klingelte, war ich dann wie gerädert. Aber es half nichts. Keela wollte am Montagmorgen wieder pünktlich im Büro sein und ich wollte sie bis dahin in Sacramento abgeliefert haben. Also konnte ich meine Pause nicht verlängern, sondern musste direkt nach zehn Stunden wieder mit der PTI beginnen. Ich stand also widerwillig auf und nutzte dann die Sanitäreinrichtungen der Rest Area. Um halb Zehn begann ich dann pünktlich mit der PTI. Dann trank ich erstmal in Ruhe einen Kaffee. Um viertel vor Zehn setzte ich dann den Lastzug wieder in Bewegung und wir machten uns auf den inzwischen nur noch recht kurzen Weg nach Redding.

    Ich wechselte dann recht schnell von der US Route 395 auf die CA299, die mich dann direkt nach Redding bringen sollte. Am späten Sonntagabend war dann auch nicht mehr viel los. Die Leute, die an diesem Sonntag erst den Rückweg von den Verwandten angetreten hatten, die sie zu Thanksgiving besucht hatten, waren inzwischen zu Hause angekommen. So konnte ich ruhig und ohne Probleme nach Redding fahren.

    Um halb Zwölf am Sonntagabend stand ich dann vor dem Tor von Costco Wholesale in Redding. Ich meldete mich beim Pförtner, der mir dann auch das Tor zuwies, wo ich absatteln konnte. Die Papiere wurden mir hier gleich unterschrieben, so konnte ich nach dem Absatteln direkt wieder losfahren. Ich rangierte dann den Lastzug auf den Hof und setzte den Trailer an das Zugewiesene Tor. Nachdem ich dann abgesattelt hatte, war dann auch meine nächste Anweisung von Danny, der Wochenenddienst hatte, im ORBCOMM:

    PICKUP: CW-CARE
    TRAILER: RE53899
    FREIGHT: FROZEN FRUIT
    WEIGHT: 33,157 LB
    TO: KH-CAHK
    GATE: 12
    REMARKS: RECLAIMED GOODS

    CASA-DSN

    Ich wurde also mal wieder als Nahverkehrsfahrer verwendet. Die Kraft-Heinz Niederlassung in Hooker kannte ich schon von meiner Zeit als Regional Driver. Sie war ein ganzes Stück südlich von Redding, gehörte aber ins selbe County. Zuerst musste ich aber zum Zentrallager in Redding, wo die reklamierte Ware wohl stand.
    Gegen viertel vor Zwölf fuhr ich bei Costco wieder los, etwa zehn Minuten später erreichte ich dann das Walmart Zentrallager. Dort lag dann alles vorbereitet beim Lagermeister. Da war ich aber auch von ausgegangen. Danny war sicher nicht so dumm und schickte mir die Ladungen jetzt selbst raus. Er hatte alles im ORBCOMM so programmiert, dass die Anweisung dann rausgeschickt wurde, wenn ich meine Ablieferung gemeldet hatte. Vermutlich war auch der Anschluss schon im System. Ich würde bestimmt wieder eine Ladung bei Kraft Heinz bekommen.
    Ich unterschrieb dem Lagermeister seine Papiere und fuhr anschließend zum Tor 12, wo ich den Trailer aufsatteln konnte. Anschließend folgte dann wieder die obligatorische PTI.

    Eine Viertelstunde nach Mitternacht konnte ich mich dann wieder auf den Weg machen.
    Von dem ganzen Aufenthalt in Redding hatte Keela nichts mitbekommen. Sie hatte sich inzwischen daran gewöhnt, dass sie in einem Bett schlief, was sich bewegte und sie schlief den Schlaf des Gerechten. Sie merkte dann auch nicht, dass ich mich in südlicher Richtung auf die I-5 begab. Dort blieb ich dann aber auch nicht allzu lange.
    Schließlich verließ ich die Interstate wieder und es ging noch ein Stück über die Landstraßen von Nordkalifornien. Dann kam ich mal wieder mitten im Nirgendwo bei der Kraft-Heinz Niederlassung an.

    Zu meiner Erleichterung war dann wirklich jemand im Büro, der mir mitten in der Nacht die Papiere quittieren konnte. Ich hatte mich dann auch rechtzeitig im ORBCOMM gemeldet, um meinen Anschluss zu bekommen:

    PICKUP: KH-CAHK
    TRAILER: RE53???
    FREIGHT: FRUIT
    WEIGHT: 37,500 LB
    TO: SC-CAOX
    GATE: -----
    REMARKS: TRAILER IS PROVIDED BY KRAFT-HEINZ

    CASA-DSN

    Ich bekam also den Anschluss bei Kraft-Heinz, den ich erwartet hatte. Mit einer Ladung nach Oxnard hatte ich allerdings nicht gerechnet. Das war aber egal, da ich auf dem Weg an Sacramento vorbeikommen würde, um Keela abzusetzen. Das war auch das Einzige, was Danny daran interessierte.
    Ich meldete mich dann im Büro und erledigte dort den ganzen Papierkrieg. Dann konnte ich den Walmart Trailer in die eine Ecke der großen Farm stellen und den Reefer von Kraft-Heinz in einer anderen Ecke der Farm aufnehmen. Als ich dann wiederlosfahren konnte, war es inzwischen zwei Uhr.

    Dieses Mal hatte ich dann aber nicht vor, wieder den langen, umständlichen Weg über diverse, kleine Landstraßen zu nehmen. Daher fuhr ich wieder bis zu der letzten Ausfahrt der I-5 zurück, wo ich auch vorhin heruntergefahren war. Dort fuhr ich dann in südlicher Richtung wieder auf und machte mich dann auf den Weg nach Sacramento. Keela hatte immer noch keinen Laut von sich gegeben und schlief immer noch weiter. Das sollte mir aber Recht sein. Sie sollte ja ausgeschlafen am Morgen im Büro ankommen. Im Moment konnte sie dann auch ganz ruhig schlafen, da die I-5 hier relativ gerade nach Sacramento führte. Als ich mich dann kurz vor meiner Heimatstadt der Waage näherte, gab mein Transponder in der Scheibe das Signal, dass ich durchfahren konnte. Das Piepen reichte aber komischerweise aus, um Keela zu wecken. Wahrscheinlich wurde sie sowieso gerade wach.
    „Was ist los?“ murmelte sie verschlafen von hinten. „Guten Morgen mein Schatz. Das war nur das Signal, dass du langsam wach werden solltest. Wir nähern uns Sacramento.“ Keela murmelte etwas, was ich nicht verstehen konnte, dann kam sie nach vorne und schaute raus. „Wo sind wir denn?“ „Auf der I-5 nördlich von Sacramento. Wir haben gerade vor ein paar Minuten die Waage passiert. Das war das Piepen, was dich geweckt hat.“ „Musstest du wiegen?“ „Nein. Das war das Signal, dass ich durchfahren konnte. Die Waage hatte auch noch gar nicht auf.“ „Dann ziehe ich mich mal an.“ Sagte sie und verschwand wieder im Sleeper. Ein paar Minuten später kam sie dann wieder nach vorne und hauchte mir einen Kuss auf die Wange. „Wir kreuzen jetzt die I-80, dann sind wir in Sacramento.“ Keela setzte sich auf den Beifahrersitz und fragte: „Wie spät ist es denn?“ „Kurz vor Fünf.“ „So lange habe ich geschlafen?“ „Offensichtlich.“ „Das tut mir leid. Du schlägst dir die Nacht um die Ohren und ich schlafe da hinten vor mich hin.“ „Du musst ja auch gleich fit sein.“ „Das schon. Ist aber trotzdem blöd.“ „Keine Sorge. Mir war nicht langweilig. Danny hat mich gut mit Arbeit versorgt. Erst musste ich reklamierte Ware vom Zentrallager, Redding zu Kraft-Heinz, Hooker bringen, dann habe ich dort wieder einen Trailer für Oxnard bekommen.“ „Schaffst du das denn noch?“ „Das wohl nicht.“ „Na super.“
    Wir fuhren dann von der I-5 herunter und fuhren dann durch das noch schlafende Sacramento. Dann setzte ich den Lastzug auf meinen Platz. Keela setzte dann den Taurus aus der Halle, damit ich mit dem Lastzug durchfahren konnte, um zu wenden. Während ich dann alles auf Pause stellte, packte sie dann schnell ihre Sachen zusammen. Ich packte dann auch noch schnell eine Tasche mit Schmutzwäsche. Dann schlossen wir den Truck ab und ich fuhr uns mit dem Taurus zu Keelas Wohnung.

    Dort wusch sie sich schnell und zog sich um, dann konnte sich schon wieder los, um zur Arbeit zu fahren. Wir verabschiedeten uns dann mit einem langen Kuss voneinander, dann war unsere gemeinsame Zeit leider vorerst zu Ende. Keela musste wieder an die Arbeit und ich musste auch gleich wieder weiter.
    Während sie dann mit ihrem Savana zu Walmart fuhr, nahm ich dann aber den Weg zu unserem Haus. Da ich nicht wusste, wann und wo ich meinen Reset machen würde, wollte ich mir lieber noch mal ein paar saubere Sachen mitnehmen.

    Als ich dann zu Hause ankam, kam mir im Flur schon Mom entgegen. Sie stand ja immer sehr früh auf. „Hallo Mom. Wie geht es dir?“ „Wieder etwas besser. Dein Vater und ich haben uns wieder vertragen.“ „Hat er etwa in Punkto Steve eingelenkt?“ „Das zwar nicht, aber er hat sich immerhin für sein Benehmen auf meinem Geburtstag entschuldigt. Es war wohl heilsam, dass er Thanksgiving alleine hier gesessen hat.“ „Warst du wirklich mit Jessy und Dave bei seinen Eltern?“ „Natürlich.“ „Hut ab. Das habe ich nicht erwartet.“ „Dein Vater wohl auch nicht.“
    Mom ging dann in die Küche und machte einen Kaffee für uns. Ich ging in der Zeit eben in mein Zimmer und tauschte die Sachen aus. Mit einer Tasche voller sauberer Sachen kam ich dann wieder runter. „Leider muss ich gleich schon wieder weiter. Ich habe in Sacramento haltgemacht, um Keela wieder hier abzusetzen. Ich muss aber gleich weiter nach Oxnard.“ „So ist das in deinem Job.“ Dad kam dann auch noch in die Küche. Daher führten Mom und ich das Gespräch nicht weiter, was wir vorher begonnen hatten.
    Gegen zwanzig vor Sieben machte ich mich dann aber wieder auf den Weg. Ich fuhr dann zurück zum Platz und stellte den Taurus dann wieder in die Halle. Dann stieg ich wieder in den Kenworth und machte mich wieder auf den Weg nach Oxnard.

    Zuerst ging es dann durch den Berufsverkehr, der inzwischen auch in Sacramento begonnen hatte. Dann kam ich wieder auf die I-5, auf die ich wieder in südlicher Richtung auffuhr. Nun konnte ich dann wieder auf 55 mph beschleunigen und dann mit Tempomat weiterfahren. Nach acht Uhr wurde es dann langsam hell und ich merkte, dass auch im Norden von Kalifornien langsam der Herbst und der Winter kamen. Es war zwar noch wärmer, als wir es in Saint Paul gehabt hatten, aber auch hier wurden die Frühtemperaturen langsam sehr kühl. Dazu war es dann auch hier grau in grau.

    Ich fuhr dann noch durch den Morgen und den Vormittag und nutzte meine Fahrzeit dann bis auf die letzte Minute aus. So kam ich dann gegen halb Zwölf am Mittag in Buttonwillow auf dem Truckstop an, wo ich dann Feierabend machte.
    Dort ging ich dann erst duschen und dann zum Essen. Dabei war es dann nach einer Woche, die ich gemeinsam mit Keela verbracht hatte, recht einsam. Da musste ich mich jetzt aber wieder dran gewöhnen. Ich hatte eingesehen, dass Keela für das Leben on the Road nicht geschaffen war. Da wir uns aber beide sehr liebten, würden wir auch so glücklich werden.
    Nach dem Essen machte ich dann noch einen Verdauungsspaziergang. Dazu hatte sich dann die Sonne noch durch den Hochnebel des Morgens gekämpft und es wurde sogar noch ein schöner Tag.
    Gegen zwei Uhr war ich dann aber wieder am Truck und wartete auf den Anruf von Keela. Nachdem wir dann eine ganze Weile telefoniert hatten, legte ich mich dann in die Koje und schlief dann fast augenblicklich ein.

    Montag, den 27. November 2017, 9:20 pm, Pacific Standard Time:

    Als mein Wecker klingelte, wunderte ich mich erst kurz, dass ich alleine in meinem Bett lag. Dann fiel mir wieder ein, dass ich Keela ja am Morgen in Sacramento abgesetzt hatte. Ich drückte die Snooze Taste des Weckers und blieb noch mal ein paar Minuten liegen.
    In diesen dachte ich noch über die vergangenen Tage nach. Das Thanksgiving bei den Ryans war wirklich schön gewesen. Auch wenn es im Vergleich zu den Feiern bei den Murdocks etwas rustikaler zuging. Es gab dort aber immerhin keinen Streit in der Familie. Der sollte sich aber zwischen Mom und Dad auch wieder gelegt haben. Auch wenn er in Richtung Steve nicht eingelenkt hatte und es beim nächsten Auftauchen von Steve wahrscheinlich wieder Probleme geben würde. Keela und ich waren uns in den vergangenen Tagen aber noch nähergekommen und das nicht nur körperlich und räumlich. Wir hatten gemerkt, dass wir einfach zusammengehörten. Auch wenn unsere Beruflichen Wege nur am Rande zusammen liefen. Wir sollten dann auch langsam darüber nachdenken, dass wir wirklich endgültig zusammenzogen. Ich wusste nur nicht, ob das in Keelas kleiner Wohnung passen würde.

    Der Wecker riss mich nun wieder aus meinen Gedanken und ich stand dann auf. Dann ging ich in den Truckstop und besuchte den Sanitärbereich für eine Dusche. Dann noch einen Kaffee und ich war wieder auf dem Weg zurück zum Truck. Viertel nach Zehn war dann gerade vorbei, als ich dann wieder mit meiner PTI begann. Um halb Elf machte ich mich dann auf den Weg nach Oxnard.

    Dazu fuhr ich wieder auf die I-5 in Richtung Süden und musste dann etwas später über den Tejon Pass. Ich kam da aber ohne Probleme drüber und konnte dann bald auf die CA126 in Richtung Westen wechseln. Nun kam ich mit großen Schritten Oxnard näher. Es war dann halb Zwei in der Nacht, als ich das Supercenter in Oxnard erreichte. Ich hatte dann mal wieder vorher an der Ampel, wo ich vom Highway abgefahren war, meine Ankunft gemeldet, um meine Anschlussdaten rechtzeitig zu bekommen. Die waren dann auch da, als ich am Supercenter stand:

    PICKUP: SC-CAOX
    TRAILER: CT40371
    FREIGHT: USED PACKAGING
    WEIGHT: 24,500 LB
    TO: ES-CASA
    GATE: 04
    REMARKS: -----

    CASA-DSN

    Ich bekam zu meiner Überraschung eine Ladung nach Hause. Altverpackungen für das Außenlager in Sacramento. Das sollte auch gerade eben mit meiner Fahrzeit hinkommen. Ich ging dann also ins Centerbüro, was, wie das ganze Center 24 Stunden geöffnet hatte. Dort erledigte ich dann den Papierkram. Allerdings musste die junge Dame, die Dienst hatte, noch die Papiere für die Altverpackungen schreiben.
    Während der Wartezeit schrieb ich Keela dann schon mal, dass ich wieder nach Hause kommen würde und dort wohl Feierabend hätte.
    Schließlich hatte ich meinen Papierkram erledigt und konnte auf den Hof fahren und umsatteln. Um zwei Uhr machte ich mich dann mit dem kurzen Curtainsider wieder auf den Weg nach Sacramento.

    Für den Rückweg nahm ich dann die gleiche Strecke, wie auf dem Hinweg. Erst über die CA126 und dann zurück auf die I-5 in Richtung Norden. Der nun folgende Tejon Pass war mit gerade mal knapp 25.000 Pfund auf dem Trailer überhaupt kein Problem.
    Als ich dann wieder in Buttonwillow ankam, entschloss ich mich, direkt hier wieder meine Pause zu machen. Um viertel vor Fünf parkte ich dann den Lastzug und ging dann erstmal frühstücken. Anschließend machte ich noch mal ein Stündchen Augenpflege.

    Es war dann sieben Uhr, als ich mich dann wieder auf den Weg machen. Es ging dann wieder zurück auf die I-5. Dort konnte ich dann aber nicht allzu lange im Tempomat fahren, da sich dann etwas später der Transponder meldete und ich auf die Waage sollte. Nach der Übermittlung des Gewichts, was noch nicht einmal 60.000 Pfund betrug, durfte ich dann aber sofort wieder weiter.

    Wieder zurück auf der Interstate war dann leider wieder nicht allzu viel mit Tempo 55. Ich musste nämlich kurz darauf wieder vom Gas gehen, weil ich an einem etwas kuriosen Zwischenfall vorbeimusste. Bei einem Subunternehmer von Costco Wholesale war aus sich mir nicht erschließenden Gründen der Trailer in der Mitte zusammengebrochen. Nun stand er auf der Rechten Spur und wurde von den Chips abgesichert. Wie man diesen Trailer vom Highway bekommen wollte, ohne dass er in der Mitte endgültig auseinanderbrach, war mir ein Rätsel.

    Während der nächsten Stunde war dieser kuriose Unfall dann auch das Hauptgesprächsthema auf dem Kanal 19. Die Kollegen spekulierten, ob man wohl in dem Trailer ein Stahl Coil oder eine Maschine verladen hatte und die Punktbelastung deshalb zu hoch war. Es konnte aber auch keiner beantworten, wie man so eine Ladung in einen Boxtrailer hätte bekommen sollen. Auf jeden Fall ging die Zeit dann schneller um, wenn man über die Spekulationen nachdachte.

    Irgendwann piepte mein Handy und ich hatte eine WhatsApp Nachricht von Keela bekommen: „Willst du nur eine normale Pause machen oder einen Reset? Ich wäre für letzteres. Hab dich ganz doll lieb. Keela.“ Ich wollte während der Fahrt dann die Antwort nicht tippen, aber dafür gab es ja das kleine Mikrofon, so dass ich die Antwort diktieren konnte: „Mir wäre ein Reset auch lieber. Hab dich auch ganz doll lieb. Marc.“ So verging dann der Vormittag im Flug und kurz vor Zwölf erreichte ich dann meine Heimatstadt wieder.

    Ich verließ dann die I-5 und fuhr dann durch die Stadt zum Außenlager, wo ich dann gegen viertel nach Zwölf ankam. Ich musste dann noch nicht einmal den Trailer in die hintere Ecke setzen. Als ich abgesattelt hatte, war dann auch die Nachricht von Keela im ORBCOMM:

    35 H RESET

    CASA-KRY.

    Ich machte mich dann mit der Zugmaschine auf den Weg zu meiner Halle und tauschte dann wieder den Platz mit dem Taurus. Kurz vor Eins hatte ich dann alles abgeschlossen und schrieb Keela eine weitere WhatsApp: „Fahre schon mal zu dir. Hast du einen Wunsch, was du essen möchtest? Marc.“ Während der Fahrt zu ihr kam dann die Antwort von Keela: „Musst du mal schauen, was noch im Kühlschrank ist. Was, ist mir eigentlich egal. Keela.“ Einige Minuten später kam ich dann bei ihr zu Hause an und ging dann in die Wohnung.

    Dann durchforstete ich den Kühlschrank. Ich fand dann noch ein paar Steaks. Dazu gab es dann Potatoe Wedges und Sour Cream.
    Ich war dann so gut, wie fertig, als dann das Telefon klingelte. Keelas Nummer wurde angezeigt. „Hallo Schatz, das Essen ist sofort fertig. Was gibt es denn?“ „Kannst du kurz in die Tiefgarage kommen?“ „Muss das sein? Dann bekomme ich die Steaks nicht auf den Punkt hin.“ „Dann müssen wir da aber gleich noch gucken.“ „Was hast du denn?“ „Da stimmt was mit dem Savana nicht.“ „So viel Ahnung habe ich auch nicht, aber wir können ja nach dem Essen mal schauen.“ „Gut. Dann komme ich erstmal hoch.“
    Ein paar Minuten später war Keela dann in der Wohnung und begrüßte mich mit einem langen Kuss. Dann aßen wir zusammen unser Mittagessen.

    Nach dem Essen hätte ich es mir am liebsten auf der Couch gemütlich gemacht, schließlich war ich schon seit dem Vorabend auf den Beinen, aber Keela drängelte, dass wir nach unten zum Savana sollten.
    Wir gingen also in die Tiefgarage zu Keelas Stellplatz, wo die Harley und der Savana standen. „Was ist denn mit dem Van?“ „Gar nichts.“ „Was sollen wir dann hier unten?“ „Du bekommst noch dein Geburtstagsgeschenk, auch wenn der schon über eine Woche vorbei ist.“ „Und das ist hier unten?“ „Richtig.“ „Was ist es denn?“ „Am liebsten hätte ich dir ja ein cooles Auto gekauft, aber nur weil mein Dad Bauunternehmer ist, schwimme ich nicht im Geld, daher fiel das leider aus. Dann hatte ich an ein Motorrad gedacht. Aber solange du keine Zeit hast, den Führerschein zu machen, macht das auch keinen Sinn. Da blieb nicht mehr viel über.“
    Keela ging zum Heck des Savana und öffnete die Türen. Drinnen lag dann eine komplette Surfausrüstung. Board und Anzug. „Du hast dich ja eigentlich ganz gut gemacht, als wir zusammen in Linda Mar angefangen haben. Da kann man definitiv drauf aufbauen. Allzu lange brauchen wir in Kalifornien auch nicht darauf zu warten, dass wir wieder surfen können. Das Wasser ist in Pacifica fast das ganze Jahr gleich kühl und der Winter dauert hier auch nicht allzu lange.“ Ich nahm sie in den Arm und küsste sie lange. „Ich habe mir ja schon sowas gedacht. Als du gesagt hast, dass dein Geschenk zu groß ist, um es mitzunehmen. Danke. Trotzdem müssen wir erst noch eine Zeit lang üben. Das geht dann nicht in Rockaway Beach.“ „Wenn wir zusammen sind, kann ich auch da surfen, wo sie alle hinfahren. Hauptsache du bist dann bei mir.“ „Die anderen Sachen, mit Auto und Bike bekommen wir dann auch noch hin.“ Wir gingen dann wieder in die Wohnung, wo wir es uns dann auf der Couch gemütlich machten.

    Dort sprach ich dann das nächste Thema an, was mir auf dem Herzen lag. „Ich möchte gerne mit dir zusammenziehen.“ „Echt jetzt?“ „Ja klar. Mir ist in der vergangenen Woche klargeworden, dass ich ganz mit dir zusammen sein möchte. Dazu gehört dann auch eine gemeinsame Wohnung.“ Vor lauter Freude umarmte mich Keela dann wieder und küsste mich lange und zärtlich. „Das ist schön, dass du das auch so siehst. Zu dem Schluss bin ich auch gekommen. Wann ziehst du ein?“ „Ist das hier nicht etwas zu klein für uns beide?“ „Langfristig vielleicht schon, vorübergehend geht das aber. Du bist ja sowieso viel unterwegs. Dann können wir immer noch in Ruhe was Größeres suchen.“ „Dann werde ich es morgen meinen Eltern sagen. Vielleicht sollten wir auf dem Firmengelände was Neues bauen, wo wir dann auch eine Wohnung drin haben. Die alte Halle ist doch sowieso marode.“ „Das sind ja tolle Aussichten.“ Lachte Keela. „Wenn ich aus dem Fenster schaue, gucke ich gleich auf das Zentrallager.“ „Dafür könntest du zu Fuß zur Arbeit.“ „Stimmt auch wieder. Außerdem könnten wir dein Auto loswerden, ohne dass wir sofort ein neues brauchten.“ „Womit fahre ich dann privat?“ „Mit dem Savana.“ „Und wenn du damit in Pacifica bist?“ „Dann musst du doch noch den Führerschein machen und ein Motorrad kaufen.“ „Führerschein ja. Aber dann kann ich ja mit deiner Harley fahren.“ „Die hat außer mir und dem Schrauber meines Vertrauens noch nie jemand gefahren. Noch nicht einmal einer meiner Brüder. Der Schrauber auch nur zur Probefahrt.“ „Noch nicht mal ich würde die bekommen?“ „Du vielleicht. Aber sonst niemand. Aber du auch erst, nachdem du einige Fahrpraxis hast.“ „Dann brauche ich doch ein Auto. Dann müssen wir mal suchen.“ Sie kuschelte sich dann aber an mich und meinte nur: „Shut up and kiss me.“
    Schöne Grüße aus dem Sauerland

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