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[Woche 114 - Woche 115 Montag] Gesammelte Werke. Es geht rund. Und eine unruhige Nacht.

  • [Woche 114 - Woche 115 Montag] Gesammelte Werke. Es geht rund. Und eine unruhige Nacht.


    Montag,Uppsala.
    Der Regen prasselt ans Fenster und ich wache davon auf. Ein Blick auf den Schreihals, der sich um 06:00 Uhr melden soll, verrät mir, dass ich noch knapp vier Stunden Zeit für die Augenpflege habe. Ich drehe mich also um und versuche wieder einzuschlafen.
    Als der Wecker dann pünktlich los geht schifft es draußen immer noch wie aus Kübeln. Wir stehen auf. Ich bekomme von Sandra einen Kuss. Sie macht sich auf den Weg zum Bad. Ich rufe ihr hinterher: „Bring die Quietscheenten mit. Die bekommen heute Freigang.“ In der Zeit wo das Bad belegt ist gehe ich schon mal in die Küche und bereite den Frühstückstisch vor. Anschließend wechseln wir die Räume. Ich halte mich aber beim Bart stutzen und duschen nicht all zu lange auf.
    Als ich in die Küche zurück komme muss ich lauthals lachen. Auf meinem Stuhl sitzt eine Quietscheente mit mit Halsband und Leine. Sandra schaut mich an. „Wasn? Du hast doch gesagt...“

    Um kurz nach 07:00 Uhr gehen wir rüber in den Bürotrakt, wo gerade auch die Bürobelegschaft eintrifft. Wie inzwischen üblich habe ich mich bei einem Wochenende zu Hause nicht ums Disposystem geschert. Wenn wichtige
    Touren anstehen sagen mir Sandra oder Tania eh rechtzeitig Bescheid. Da Sandra das ganze Wochenende über nichts dergleichen verlautenließ hab ich zumindest vorerst Zeit für Bürokram und andere Arbeiten.







    Sandra kommt in mein Büro. „Schatz, fährst du nachher bitte den weißen Chereau rüber in die Sofielundsgatan zu DHL? Die schieben uns da gesammelte Werke drauf, die du dann ab morgen früh verteilst. Bei der Tour ist laden/liefern und unterwegs beiladen angesagt. Örebro, Skedsmokorset, Kristiansand, Dombås und dann nach Oslo.“ „Klar. Kein Problem. Warum den weißen?“ „Der soll zu Danny in Oslo. Unser Partner Norostrans braucht in nächster Zeit was Neutrales. Dafür nimmst du dann von dort einen anderen Trailer mit zurück.“ „Ok. Ich mach hier noch kurz was fertig.“ In dem Moment klingelt mein Telefon auf dem Schreibtisch. Auf dem Display die Rufnummer meiner Hamburger Niederlassung. Sandra nimmt den Anruf entgegen, stellt aber auf laut: „Sandra hier. Hallo.“ „Hi Sandra. Josy hier. Christian war doch auf der Suche nach einem Actros-Vorführer als Dreiachser mit Taglift?“ „Ja.“ „Hier in Hamburg bei Schlüter Söhne steht einer. Große Hütte. Vollausstattung. Noch nicht im Netz inseriert.
    Aber ich hab vorhin auf dem Weg ins Büro dort nachgefragt. Der wäre verfügbar.“
    „Danke für die Info, Josy.“ Josephine gibt uns noch die Rufnummer vom Ansprechpartner durch und legt dann auf. Ich gucke meine Frau an: „Rufst du dort einmal an und kümmerst dich drum?“ „Hey klar. Du warst ja letzte Woche ziemlich gnatterig,
    weil bei deiner Suche nix passendes zu finden war. Umso besser, wenns jetzt klappt. Dann haben wir noch genug Zeit um daraus was Besonderes zu machen. Außerdem geht’s um Steffy.“
    „Du bist ein Schatz. Ich zottel dann jetzt eben den Trailer einmal rüber.“







    Dienstag, Uppsala.

    Um 05:00 Uhr ist die Nacht vorbei. Auch wenn sie noch nicht müsste steht Sandra mit auf. Wir frühstücken in Ruhe. Um 06:20 Uhr gehe ich dann runter in die Halle die Abfahrtskontrolle machen. Zehn Minuten später bin ich abfahrbereit. Die zwei Kilometer bis zu DHL sind zügig erledigt. Mein Trailer ist fertig beladen. Punkt 07:00 Uhr rolle ich vom Hof des gelben Riesen. Über die Sofielundsgatan, Björkgatan und ein paar weiteren Straßen geht es zur Route 55 auf die ich dann in Richtung Westen auffahre.





    Bei Enköping treffe ich auf die E18 auf der ich an Västeras vorbei nach Örebro fahre.



    Es ist kurz vor 10:00 Uhr als ich dort an meiner ersten Ladestelle, dem Baustoffhandel Byggmax, ankomme. Die fünf Europaletten werden mir fix per Gabelstapler von der Ladefläche gehoben. Papierkram abhaken. Türen zu und weiter geht’s.



    Noch in Örebro muss ich auf einmal voll in die Eisen steigen – ein MAN von 'Malcolm' zieht plötzlich ohne zu blinken auf die linke Spur. Zum Glück komme ich rechtzeitig zum stehen.



    Der
    Kollege entschuldigt sich über Funk. Trotzdem sind das Momente die ich nicht so oft brauche.
    Ich greife zum Kaffeebecher, den ich mir bei Byggmax zuvor gerade aufgefüllt habe. Dank Deckel ist nichts ausgelaufen. Kurz darauf bin ich dann wieder auf der E18.

    Bei Karlstad wechsele ich auf die Route 61 nordwärts. Ich kann den V8 entspannt mit Tempomat laufen lassen.







    Es ist kurz vor 19:00 Uhr als ich an der Abfahrt Berger die E6 verlasse. Zwei Kreisverkehre später fahre ich auf das Gelände der CirkleK-Tankstelle für den Feierabend. Der digitale Wachtmeister zeigt 09:58 als gefahrene Zeit für den heutigen Tag an. Ich telefoniere zuerst noch kurz mit Sandra und gehe dann ins Restaurant mit dem goldenen 'M' zum Abendbrot.



    Mittwoch, Berger.
    Um 04:45 Uhr schmeißt mich der Wecker aus der Koje. Ich gehe zuerst in Ruhe in der Tankstelle duschen und anschließend Frühstück essen.
    Nach der Abfahrtskontrolle geht es um 06:00 Uhr dann wieder in den neuen Arbeitstag. Weit ist der Weg fürs Erste nicht... Die beiden Kreisverkehre von gestern Abend wieder zurück. Noch zwei mal rechts rum und ich stehe im Skedsmokorseter 'Gneisveien' beim gelben Riesen. Der Nahverkehr für den heutigen Tag ist bereits raus. Da meine
    Paletten aber eh erst Termin heute Mittag haben stört mich das nicht. Im Gegenteil... so wird mir direkt eine Rampe zugewiesen. Ich lade selber ab, was recht zügig von statten geht.



    ...



    Um 08:15 Uhr sind dann endlich meine Papiere unterschrieben und ich kann mich wieder vom Acker machen. Ich gebe mein nächstes Ziel im Navi ein: Kristiansand. Es geht wieder auf die E6.



    In Oslo wechsele ich dann auf den Ring 3, der mich schließlich auf den Drammensveien, die E18, führt. Immer
    weiter Richtung Südwesten. Unterwegs passiert nicht viel. Der Verkehr läuft gleichmäßig und ist mal dichter, mal dünner.






    Ich passiere Drammen und bleibe auf der E18 bis ich die Ausfahrt 50 erreiche. Dort muss ich wegen einem gesperrten Tunnel abfahren. Ich darf mich dafür durch zwei Kreisverkehre schlängeln. Ich fahre an einem Caravanhändler vorbei und sammele dann noch weitere Kreisverkehre in meiner Liste ein bis ich in Stathelle wieder auf die E18 komme.







    Abfahrt 88. Es ist kurz nach 14:00 Uhr. Wieder kann ich um zahlreiche Kreisverkehre zirkeln. Dann befinde ich mich auf der Skibåsen. Ich biege rechts in eine kleinere Stichstraße, die zwischen einem Gelände mit Wechselbrücken und der KFZ-Prüfstelle liegt. Mein Ziel ist eine DHL-Express-Niederlassung. Die noch verbliebenen
    Paletten werden hier entladen. Anschließend kommen einige Paletten für diverse Ladestellen, wie Dombås, Oslo und Uppsala neu drauf. Um 16:36 Uhr geht es dann zurück zur E18. Die Reiseroute führt jetzt wieder zurück in Richtung Oslo. Meine Fahrtzeit reicht noch gerade bis nach Larvik, wo ich mich in Ermangelung von Alternativen in einem Gewerbegebiet an die Seite stelle. Ich mache mir auf dem Gaskocher etwas zu essen und telefoniere noch mit Sandra.







    Donnerstag, Larvik.

    Um 06:00 Uhr ist die Nachtruhe vorbei, damit ich bis zum Ende meiner Ruhezeit noch entspannt Frühstücken kann. Zuvor mache ich jedoch fix eine Wäsche aus dem Wasserkanister. Und natürlich ne Tass Kaff. Punkt 06:55 Uhr hab ich dann auch die obligatorische Abfahrtskontrolle erledigt. Los kann ich aber noch nicht. Ich musste feststellen, dass sich am Trailer eine Birne vom Rücklicht verabschiedet hat. Ich habe Ersatz dabei und wechsele diese sofort aus. Um 07:10 Uhr rolle ich dann wieder zur E18. Heute stehen nur etwas über vierhundert Kilometer auf dem Plan. Diese führen mich mich jedoch fast ausschließlich nach Norden. Kurz hinter Drammen geht es dann von der E18 ab. Ich fahre durch die Ortschaft Tranby. Die kleine Straße schlängelt sich östlich am Tyrifjorden entlang bis ich bei Hole die E16 erreiche. Bis Hønefoss kann ich entspannt dahinrollen. Dort geht es dann wieder auf eine kleinere Straße.





    Auf dem Ortsschild steht 'Jevnaker'. Nie gehört. Genauso wenig wie vom Randsfjorden, an dessen Südzipfel dieser Ort liegt. Kurz nach dem ich das Schild passiert habe biege ich rechts auf die E16. Eine Weile später dann mal wieder ein.... Kreisverkehr. Aus diesem heraus geht es auf dem Hadelandsvegen weiter gen Norden.
    Ich passiere Lillehammer. Die Straßenbeschilderung weist jetzt die E6 aus.

    Ich erreiche Dombås und liefere im Gewerbegebiet noch fix die Paletten vom gelben Riesen ab. Mit knapp über sieben Stunden Lenkzeit mache ich dann gegen 15:00 Uhr Feierabend. Ich stelle den V8 an ´der CirkleK auf den Parkplatz. Im benachbarten Einkaufszentrum finde ich dann sowohl eine Möglichkeit zum Duschen als auch genug Neues für meine Vorräte.

    Als ich kurz nach 17:30 Uhr gerade wieder am Scania ankomme höre ich mein Telefon, welches ich dort gelassen hatte, klingeln. Ich schließe auf und klettere ins Fahrerhaus. In dem Moment wo ich abnehmen will verstummt natürlich das Klingeln. Ich schaue nach, wer mich da erreichen wollte. Osloer Rufnummer. Ich drücke auf Rückruf. Am anderen Ende wird abgenommen: „Danny Uleman. Norostrans. God aften.“ „Hejhej. Christian Dansör hier.“ „Christian. Das ging ja schnell mit deinem Rückruf.“ „Du hast 10 Sekunden zu früh abgebrochen. Alter Mann ist doch kein Rennwagen.“ „Du Scherzkeks. Noch nicht mal Mitte Dreißig, aber nennst dich alter Mann. Ich wollte mal fragen, wie das mit dem weißen Kühler ausschaut. Sandra sagte Anfang der Woche, dass du den rum bringst und dafür den anderen mit eurer Werbung drauf mitnimmst.“ „An dem Plan hat sich bis jetzt auch nichts geändert. Ich bin in Dombås. Morgen früh geht’s erst zum Flughafen in Oslo. Danach komm ich zu dir. Wir werden ein bisschen was umladen müssen. Das wollte ich aber am Samstag in Ruhe machen. Und dann Sonntagabend wieder los.“ „Gut. Das passt in meinen Zeitplan auch besser. Ich bin Samstag früh gegen 08:00 Uhr von meiner Tour zurück. Du kommst ja bei mir in die Halle rein.“ Das Gespräch geht dann noch ein paar Minuten weiter. Unter
    anderem bekomme ich eine Empfehlung wo ich heute Abend essen gehen sollte. „Wir sehen uns dann Samstag. Vi ses!“ „Hejdå.“

    Nach dem Telefonat meldet sich mein Magen lautstark. Kein Wunder – bei dem was Danny beschrieben hatte kann man nur Hunger bekommen. Den empfohlenen 'Moskusgrillen' hatte ich am Nachmittag auch schon im Vorbeifahren gesehen. Ich klettere also aus meinem V8 und will mich gerade auf die Socken machen als ein silberner DAF auf dem Platz neben mir hält. Niederländisches Kennzeichen. Die Trailerbeschriftung kommt mir auch bekannt vor: Mulder Logistiek BV Eindhoven. Das Fahrerschild verrät mir, dass dieser wohl Marc heißt. Die
    Fahrzeugkombination habe ich einmal vor einer ganzen Weile gesehen, als ich im Raum Eindhoven durchgefahren bin. Nur in Verbindung mit dem Vornamen des Fahrers komme ich ins Grübeln. Wo habe ich den schon gelesen oder gehört?

    Marc steigt aus dem DAF und schließt ihn ab. Mit einem Nicken grüßt er. In dem Moment fällt macht es bei mir *klick* - Menden im Sauerland. Da habe ich im Herbst 2016 beim gelben Riesen geladen. Dort stand 'Marc Mulder, Disposition' am Schild mit der Raumnummer. „Moin Marc.“ Er schaut auf meinen Scania und sieht das schwedische
    Kennzeichen. Anscheinend verwundert ob der norddeutschen Begrüßung antwortet er ebenfalls in deutsch: „Kennen wir uns?“ „Noch nicht. Ich kenne nur das Fahrzeug – du bist mir schon einmal bei einer meiner Touren entgegen gekommen. Und ich frage mich nur, ob du mal bei DHL in Menden gearbeitet hast.“ „Äääähm ja. Bis vor gut einem Jahr.“ Da Marc nur etwas essen will, bevor es für ihn in Richtung Molde geht, verlegen wir das Gespräch in den 'Moskusgrillen'.
    Gegen 20:00 Uhr sind wir zurück an den Trucks. Marc muss weiter und ich schnappe mir noch etwas zum Lesen.







    Freitag, Dombås.
    Auch wenn ich am Abend ziemlich zeitig schlafen gegangen bin empfinde ich heute Morgen den Wecker doch etwas unfreundlich als er mich um 04:30 Uhr aus der Koje schmeißt. Aber was soll's... andere stehen später auf und lassen den ersten Kaffee sausen. Für mich keine Option. Ich stehe also auf. Kurz mit der Zahnbürste durchfegen und Katzenwäsche aus dem Kanister. Das Frühstück samt Kaffee gibt es dann in der Tankstelle.

    Um 06:00 Uhr starte ich auf die E6 in Richtung Oslo. Das Thermometer zeigt negative Werte und die Landschaft glitzert vom Reif.



    ...


    Als ich die E6 an der Abfahrt Jessheim-Nord verlasse ist es 12:40 Uhr. Kurz darauf melde ich mich am Cargocenter des Flughafen Oslo an. Ich will ein paar Paletten für die Luftfracht los werden. Ich kann zwar direkt an ein Tor ansetzen, aber am heutigen Freitag ist hier jedoch volle Hütte sodass ich ziemlich lange warten muss bis mir die
    Paletten von der Ladefläche gezogen werden. Selbst abladen darf ich nicht. Ich mache es mir also im Fahrerhaus mit einer Tasse Kaffee gemütlich und fahre meinen Laptop hoch um die die Zeit mit Büroarbeit zu überbrücken.







    Um 16:40 Uhr sind die Paletten dann endlich runter und die Papiere unterschrieben. Durch den Feierabendverkehr geht es jetzt noch knapp acht Kilometer bis zum Vilbergvegen, wo unser norwegischer Partner Norostrans seinen Sitz hat.

    Ich schließe den V8 um 17:30 Uhr ab und mache Feierabend. In Dannys Zentrale bin ich um diese Uhrzeit alleine – er ist noch bis morgen unterwegs und seine Angestellten bereits im Wochenende. In der Küche mache ich mir etwas zum Abendessen fertig. Den Rest des Abends verbringe ich dann mit Fernsehen und dem täglichen Telefonat mit Sandra.







    Samstag, Oslo.

    Ich bin gerade aufgestanden als ein weißer Volvo auf den Hof fährt und den Trailer abkoppelt. Kurz darauf steht Danny in der Küche und legt eine Tüte frische Brötchen auf den Tisch. „Hallo Danny.“ „Guten Morgen, Christian. Du siehst aus, als wenn du noch nicht wach bist.“ „Bin auch nur anwesend. Nach ein, zwei Kaffee wird’s besser.“ „Kenn ich. Frühstück?“ „Jo. Die wichtigste Mahlzeit des Tages.“







    Als wir mit dem Frühstück fertig sind holt Danny den Gabelstapler aus der Halle, damit wir die Paletten vom weißen Trailer abladen und auf den grünen Trailer umladen können. Danach stelle ich den Weißen hinter die Halle und hänge mir den anderen hinter den V8.
    „Wann wolltest du noch gleich wieder weiter?“ „Morgen Abend um 22:00 Uhr.“ „Ok. Dann sehen wir uns nicht mehr. Ich hab erst Montag wieder was aufm Zettel. Da meine Schwiegermutti heute Geburtstag hat muss ich da
    nachher mit meiner Frau hin. Lust hab ich keine. Die hat bestimmt wieder ihre gackernde Schar Freundinnen mit da.“
    „Lass mich raten: wenn du nicht mitfährst ist deine bessere Hälfte beleidigt.“ Danny verzieht nur vielsagend das Gesicht und ist dann verschwunden.

    Ich nutze den Nachmittag und fahre mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum von Oslo und mische mich unter die handvoll Touristen, die sich trotz des kühlen und feuchten Wetters an die frische Luft getraut haben.







    Sonntag, Oslo.
    Eigentlich wollte ich ausschlafen. Aber die Nacht war von unruhigen Träumen geprägt. Marc hatte mir bei seiner Pause in Dombås erzählt warum er inzwischen nicht mehr als Disponent in Menden arbeitete. Und auch wenn ich bisher selbst noch keinen Unfall mit meinen Trucks hatte machte sich ein merkwürdiges Gefühl breit. Dazu
    mischten sich die Bilder die ich von meinem Onkel hatte, der inzwischen aus anderen Gründen nicht mehr unter den Lebenden ist.
    Um 06:00 Uhr hab ich die Nase voll vom hin und her drehen. Ich stehe auf und gehe unter die Dusche. Anschließend mache ich mir Frühstück und einen großen Pott Kaffee, der nicht allzu lange hält. Ich schütte den Kaffeegrund weg und brühe mir noch einen weiteren auf; türkisch – zwei gehäufte Teelöffel mit heißem Wasser übergossen.







    Den Sonntag habe ich nach dem Frühstück damit verbracht mit Sandra zu telefonieren, ein wenig zu lesen und den verpassten Schlaf der Nacht nachzuholen.

    Kurz vor 22:00 Uhr starte ich den V8 und beginne mit der Abfahrtskontolle. Die Temperaturen sind ganz schön in den Keller gegangen und die Umgebung glitzert leicht überfroren. Ich schließe Dannys Halle ab und klettere ins Fahrerhaus. Dann geht es aus dem Gewerbegebiet heraus zur E6, auf die ich in Richtung Süden auffahre.



    Vor dem Nøstvettunnelen verlasse ich diese um über die Fv156 zum Langhusveien zu kommen. An Langhus vorbei geht es weiter. In Ski darf ich mal wieder durch einen Kreisverkehr. Ich halte mich in Richtung Kråkstad.









    115
    Montag, unterwegs in Richtung Heimat

    Ich fahre auf den Askimveien, wie in diesem Bereich die E18 genannt wird. An der norwegisch-schwedischen Grenze und Karlstad vorbei geht es jetzt auf dieser bis Enköping durch die Nacht.



    ...



    Am Trafikplats Annelund setze ich den rechten Blinker. Noch ein paar Kilometer nordöstlich über die Route 55...

    Um 07:46 Uhr bin ich dann bei DHL in Uppsala auf den Hof. Ich stelle den Scania an die Seite und begebe mich ins Büro. „Moin.“ „Hej Chris. Bringst du was oder holst du was ab?“ „Ich bringe. Gesammelte Werke aus Norwegen“ Ich reiche die Papiere rüber. „Ah ja... Fahr mal an Tor 1 damit.“









    Um kurz nach 09:00 Uhr ist mein Trailer leer und die Papiere sind unterschrieben. Die zwei Kilometer bis nach Hause sind dann fix erledigt. Zuerst stelle ich den Trailer an die Seite und tanke an der Betriebstankstelle auf. Da ich später noch Wagenpflege machen will fahre ich noch nicht in die Halle.



    ….


    Gruß Christian
    hansekontor

    Das Wasser ist nicht tief. Es geht den Enten nur bis zum Bauch!

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