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Achtung - Attention

 

Liebe TSM Fans,

 

die TSM Map funktioniert mit dem aktuellen Patch 1.26 nicht und führt daher zu Abstürzen.

 

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere Map an den patch anzupassen.

 

Bitte habt noch etwas Geduld.

 

Danke, Euer TSM TEAM


Dear TSM Fans,

 

the TSM Map does not work with the Patch 1.26 and crash. We work with high pressure on adapting our Map to the patch.

 

Please have some patience.

 

Thanks, your TEAM TSM

Kapitel 39 - Truckerlady

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    nordicgirl84

    Am späten Abend kamen wir in Dresden an und nachdem Dirk den LKW in der Halle geparkt hatte, fuhren wir nach Hause.

    Unser wohlverdientes Wochenende bestand allerdings nur aus einem freien Montag, den für Dienstag hatte Stefan uns eine Tour nach Wroclaw zugeschanzt. Wir versuchten also die verbleibenden Stunden so schön wie möglich zu gestalten und da immer noch traumhaftes Sommerwetter war, was lag da näher als wieder einen Tag am Badesee zu verbringen.

    Als wir dort noch ein befreundetes Pärchen trafen, beschlossen wir ein wenig Beachvolleyball zu spielen. Immer nur in der Sonne liegen ist ja auf Dauer auch langweilig. Also spielten wir Mädels gegen Jungs. Und nachdem wir dem starken Geschlecht eine herbe Niederlage zugefügt hatten, machten sich die beiden gegenseitig für ihr scheitern verantwortlich. Um Ihre Gemüter abzukühlen gingen sie ins Wasser, wo es dann passierte. Mein Schatz achtete nicht darauf wohin er ging und trat in die Scherben einer Flasche, die irgendein ein Idiot ins Wasser geworfen hatte.

    Wieder am Ufer entfernte ich die Scherben aus dem Fuß, aber es war auch klar, dass er mit dieser Verletzung zum Arzt musste. Also endete der Badetag vorzeitig und ich fuhr mit Ihm zum Krankenhaus. Dort wurde die Wunde gereinigt und die restlichen Splitter entfernt. Schließlich konnten wir die Notfallambulanz nach drei Stunden wieder verlassen und gingen auf drei Beinen zurück zum Auto und fuhren heim. Dabei jammerte er pausenlos. Mal tat der Fuß weh, dann juckte er wieder. Es war wieder einmal typisch Mann. Wehleidig ohne Ende.

    Zuhause angekommen fiel Ihm auf einmal ein, dass wir für den nächsten Tag ja schon einen Auftrag hatten.
    >>Na da werde ich wohl alleine fahren müssen. Du kannst ja kaum laufen, geschweige denn fahren.<< >>Du allein in meinem Truck.<< Für diesen Spruch hätte ich ihm eigentlich eine knallen sollen oder ihm auf den Fuß treten. Aber anscheinend genügte schon mein Blick um Ihn zum zurückrudern zu bewegen. >>Du machst das schon. Ich vertrau dir.<< Dabei setzte er seinen unschuldigen Dackelblick auf. Nachdem das nun also auch geklärt war, war es Zeit ins Bett zu gehen.

    Irgendwann war auch diese Nacht vorbei und nach dem Frühstück machte ich mich auf den Weg nach Dresden.

    Dort angekommen schaute ich mir die genauen Auftragsdaten an bevor ich den LKW aus der Halle holte.
    >>Na du, wir schaffen das auch ohne den Boss.<< ja ich redete mit dem Truck als ich einstieg und langsam aus der Halle rollte.



    Kurz darauf hatte ich bei der Dresdner TNT Niederlassung meinen Auflieger angekoppelt und wollte gerade losfahren.



    Aber da klingelte mein Handy. Und es war?? Richtig. Der kranke Chef rief von zuhause aus an. Erst dachte ich ja er will mich kontrollieren, aber das wollte er gar nicht. Er teilte mir lediglich mit, dass er für mich schon eine Rückfracht besorgt hatte. Jetzt tat es mir leid, Ihn beim ans Handy gehen erst einmal angeblafft zu haben.

    Wenig später war ich dann auf dem Weg aus der Stadt heraus in Richtung Autobahn.



    Über die A17 und dann die A4 ging es immer weiter nach Osten in Richtung Polen. Vorbei an Wiesen und Wäldern und durch einen langen Tunnel. Obwohl wir in Schweden haben wesentlich mehr Tunnel.



    Kurz hinter der polnischen Grenze startete ich zu einem kleinen Elefantenrennen.



    Nachdem ich anfangs zügig an dem Kollegen im MAN vorbei kam, änderte sich das schlagartig als wir in etwa auf gleicher Höhe waren. Plötzlich gab der Idiot auch Gas und da es leicht bergab ging nützten mir die knapp 600 PS des Actros auch nichts mehr. Also zog sich das Ganze in die Länge.
    >>Passt dir wohl nicht von einer Frau überholt zu werden.<< fauchte ich vor mich hin. Aber schließlich endete die Bergabpassage und es folgte ein kleiner kaum wahrzunehmender Anstieg. Dort ging dem MAN dann die Puste aus und ich konnte locker vorbei ziehen.



    Nur wenig später war es für mich an der Zeit die Autobahn zu verlassen und die letzten Kilometer nach Wroclaw unter die Räder zu nehmen.



    Fast genau um zwölf stellte ich den Trailer an dem mir zugewiesenen Platz ab. Jetzt machte es sich wieder bemerkbar, dass ich allein unterwegs war. Denn nach dem absatteln musste ich ja auch noch ins Büro. Ich dachte so für mich
    >>Ich kann hier schuften, während sich der Herr einen schönen Tag macht.<<

    Gleich darauf war ich unterwegs zum nächsten Kunden. Dieser hatte einen Auflieger mit einem 20 ft. Container voller Autoteile, welcher nach Dresden sollte. Vielleicht waren es ja Teile die in der VW Manufaktur benötigt wurden. Wer weiß.

    Durch das enge Tor der Firma ging es wieder auf die Straße. Ich war froh nur einen kleinen Trailer hinten dran zu haben. Mein Schatz hatte mir mal Bilder gezeigt, wo er, damals noch mit dem Iveco Vierachser, mit einer Planierraupe auf dem Trailer dort raus wollte. Dagegen war der Container nur ein Klacks.



    Am frühen Nachmittag war auf den polnischen Straßen nicht viel los und so kam ich sehr gut voran.



    Schließlich erreichte ich die Deutsche Grenze und wurde in Sachsen begrüßt. Allerdings war das Schild nicht ganz korrekt, denn es fehlte das Wort Freistaat.



    Normal wäre mir das vielleicht gar nicht aufgefallen, aber ich konnte mir schon oft genug das Gemeckere von Dirk anhören, wenn er eines dieser fehlerhaften Schilder sah.

    Kurz vor Dresden verdichtete sich der Himmel und es kam so eine gewisse Weltuntergangsstimmung auf.



    Natürlich fing es kurz darauf an zu schütten wie aus Eimern und ich freute mich schon darauf bei diesem Mistwetter am Trailer rumzuturnen.



    Während ich die Stützen ausfuhr und die Schläuche abmachte, tröstete ich mich damit, dass ja gleich Feierabend wäre. Im Geiste freute ich mich schon auf ein schönes entspannendes Schaumbad. Wahrscheinlich deshalb konnte es mir auch im Büro mit dem Papierkram nicht schnell genug gehen. Schließlich parkte ich den LKW wieder in der Firmenhalle, schwang mich hinters Lenkrad des Octavia und düste heim.

    Mal schauen wie es meinem lädierten Helden so geht.
    ;)

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