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22. Back to California?!?

  • Sonntag, den 29. Oktober 2017, 1:00 am Pacific Standard Time:

    Was mich an diesem Sonntag am meisten ärgerte, war die Tatsache, dass es auch in meiner Zeitzone erst zwei Uhr war, als ich aufstehen musste. An einem Sonntag hätte ich mir wirklich was Schöneres vorstellen können. Leider bot sich mir nicht die Möglichkeit, auszuschlafen, da ich bereits am Morgen mit meiner Ladung Reis in Cheyenne erwartet wurde. Ich stand dann recht schnell nach dem Wecker Klingeln auf und machte mich auf den Weg zum Truckstop, wo dann die obligatorische Dusche und der anschließende Kaffee auf mich warteten. Bereits um viertel vor Drei war ich dann wieder im Truck um mit meiner PTI zu beginnen. Um drei Uhr machte ich mich dann schon wieder auf den Weg.

    Als ich dann am Morgen auf mein Handy schaute, fand ich dann auf WhatsApp noch weitere Bilder von Jessy und Keela vor, die mich wirklich damit ärgern wollten, mir zu zeigen, wie viel Spaß die beiden am gestrigen Abend hatten. Zum Glück hatten sie keine Bilder gepostet, wo sie dann auch noch mit fremden Männern zu sehen gewesen wären. Sonst hätte ich mir wahrscheinlich den nächsten Flughafen gesucht, um schnell nach Hause zu kommen. So blieb ich dann aber im Truck und war inzwischen wieder auf der I90 in Richtung Süden, oder Osten unterwegs. Wie man es gerade haben wollte.
    Es dauerte dann auch wieder nicht allzu lange, bis ich dann wieder über die Staatsgrenze nach Wyoming kam. Dort passte ich dann aber auch nur die Einstellung des Tempomaten an, den ich dann von 66 auf 70 mph umstellte. Es wären zwar auch 80 mph möglich gewesen, die wollte ich dann aber immer noch nicht fahren. Der Verbrauch des Trucks war dann einfach zu hoch. So viel Zeit Ersparnis brachte das dann letztlich auch nicht. Daher blieb ich bei dem von mir selbst gesetzten Tempolimit von 70 mph.

    Gegen halb Fünf am Morgen erreichte ich dann Buffalo und wechselte diesmal von der I90 auf die I25 in Richtung Süden. Über diesen Highway sollte es dann auch direkt nach Cheyenne gehen. Ansonsten merkte man, dass es Sonntagmorgen war. In der Nacht herrschte ja ohnehin sehr wenig Verkehr. Am Sonntag war es dann auch noch entsprechend weniger. So ging es dann relativ entspannt in den Morgen. So lange ich genug Kaffee hatte und im Radio die richtige Mischung an Musik lief, konnte also nicht mehr viel schiefgehen.

    Das es dann doch nicht ganz so gut lief, wie ich dachte, merkte ich, als ich dann gegen halb Acht, Mountain Standard Time, den Anruf von Charlie bekam. „Guten Morgen Charlie. So früh am Sonntag schon auf den Beinen?“ „Viel Schlaf bekam ich sowieso nicht.“ Brummte Charlie als Antwort. „Entweder wollten irgendwelche Fahrer was, oder Caroline hat geschrien.“ „Ich dachte, die Neugeborenen schreien noch nicht so viel, sondern schlafen viel mehr.“ „Ich weiß auch nicht. Bei der Großen war das meine ich auch nicht so viel. Vielleicht ist die kleine krank, oder es ist, weil sie sich noch an das neue Umfeld gewöhnen muss. Wir haben die Wiege ja auch direkt neben dem Bett stehen.“ „Das sind dann die Nachteile, wenn man Vater wird.“ „Zum Glück kümmert sich meine Frau meistens darum. Ist ja in den ersten Wochen auch besser.“ „Was kann ich denn für dich tun?“ „Kannst du mir noch mal sagen, wie viele Stunden du diese Woche schon weghast?“ „Knapp unter 60 Stunden habe ich jetzt aktuell in dieser Minute.“ „Das ist doch wie verhext.“ Meinte Charlie und bemühte sich dabei ruhig zu bleiben. „Was ist denn?“ fragte ich überrascht. „Jetzt hätte ich endlich nach Ewigkeiten eine Ladung nach Kalifornien für dich, jetzt können wir die nicht annehmen, weil du nicht mehr genug Stunden hast. Wie sollst du denn von Cheyenne nach LA kommen, wenn du dann keine zehn Stunden Wochenfahrzeit mehr hast?“ „Über den Reset reicht die Zeit nicht?“ „Natürlich nicht. Wir können die Ladung nicht annehmen und dann zwischendrin 34 Stunden in der Ecke stehen.“ „Was haben wir jetzt für Möglichkeiten?“ „Das muss ich gleich mal raussuchen. Vielleicht finde ich noch eine kurze Tour, die du gleich noch fahren kannst, oder wir müssen in Cheyenne den Reset machen.“ „Na prima.“ „Wie lange brauchst du noch bis nach Cheyenne?“ „Eine knappe Stunde. Dann muss ich noch schauen, wie viel Platz die heute haben. Das war da letztes Mal schon schweineeng. Und ich habe wieder einen 53er Trailer dran.“ „Dann sieh mal zu. Ich schaue in der Zeit, was wir noch machen können.“ „Okay. Bis gleich.“ Wir legten auf und ich fuhr erstmal weiter.
    Ich hätte mich jetzt genauso ärgern können, wie Charlie eben. Da ist man wochenlang unterwegs und wartet immer auf eine Tour nach Hause. Wenn es dann eine gibt, reicht die Zeit nicht. Andererseits war LA natürlich auch nicht zu Hause. Das war zwar Kalifornien aber dann mit dem Truck auch noch mal acht, neun Stunden von zu Hause weg. Ich fuhr dann erstmal weiter und kam dann gegen halb Neun bei John Deere an.

    Als ich dann auf den Hof blickte, wurde ich wahrscheinlich erstmal blass. Beim letzten Mal hatte ich schon arge Probleme gehabt, den Trailer in die hintere Ecke zu bekommen, wo die Kantine war, gegen heute Morgen war der Hof beim letzten Mal aber geradezu leer gewesen. Offensichtlich hatten gestern noch viele Kunden ihre Maschinen zur Reparatur abgegeben. Diese standen dann auch noch im Weg rum. Ich versuchte dann mal was Neues. Zuerst setzte ich den Truck wieder rückwärts auf die Straße zurück und versuchte dann rückwärts von der Straße bis zur Kantine zu schieben, wobei ich dann mehrfach um die Ecke musste. Dabei musste ich, egal, wie ich es machte, immer mindestens einmal über die Blind Side um die Ecke fahren. Der Pförtner war dann auch noch einer von der Sorte, die dann steif und fest behaupteten, dass sie ihren Posten nicht verlassen durften. Ich hatte also noch nicht einmal einen Einweiser. Da ich dann immer wieder selber aussteigen musste, um mir selbst ein Bild von der Sache zu machen, dauerte die ganze Geschichte dann schließlich von meiner Ankunft, bis zu dem Moment, wo ich den Trailer am vorgesehenen Platz abgesattelt hatte, eine geschlagene dreiviertel Stunde.
    Klitschnass geschwitzt setzte ich mich dann wieder in meinen Truck und schaute, was Charlie sich jetzt für mich einfallen lassen hatte:

    PICKUP: BB-WYCY
    TRAILER: CT40???
    FREIGHT: ELECTRICAL APPLIANCES
    WEIGHT: 27,000 LB
    TO: FED-MTBI
    GATE: 02
    EMARKS: -----

    CASA-CSA

    Es ging also mit Elektrogeräten zurück nach Billings. Ich ging davon aus, dass Walmart diese bei Best Buy mal wieder beigekauft hatte. Ich machte mich dann also auf den Weg zu Best Buy. Die Adresse übernahm ich mal wieder aus dem ORBCOMM in das Navi.
    Eine Viertelstunde später erreichte ich dann meine Abholadresse. Dort war dann auch vorbereitet und innerhalb einer Viertelstunde hatte ich aufgesattelt und den Papierkram erledigt. Um viertel vor Zehn war ich dann also wieder auf dem Weg zurück nach Billings. Dort musste ich dann meinen Reset machen. Aber dafür gab es auch schlimmere Orte, als Billings.

    Ich fuhr dann zurück auf die I25 in Richtung Norden und fuhr dort, wie es am Sonntag zu erwarten war, ruhig und entspannt meinem Ziel entgegen. Ich fuhr dann erstmal bis zur Ausfahrt 135 in der Nähe von Douglas, Wyoming. Dort machte ich dann am Broken Wheel Truckstop meine kurze Pause. Gegen 11 Uhr kam ich dann dort an.
    Als ich geparkt hatte, schrieb ich dann erstmal Keela an, ob ich mich schon bei ihr melden konnte. Schließlich hatte sie gestern zum Abschied gesagt, ich sollte nicht zu früh anrufen. Anstatt einer Antwort von ihr, klingelte dann mein Handy und Keela rief mich an. „Hallo meine Süße, du bist ja doch schon auf.“ „Aber frag mich nicht, wie es mir geht. Ich habe wohl gestern zu viel getrunken, oder einer der Drinks war schlecht.“ „Mein armer Schatz.“ Bedauerte ich sie dann auch. „Wenn du da gewesen wärst, wäre ich nicht so abgestürzt.“ Beschwerte sie sich dann auch. „Ich dachte, du wärst alt genug.“ Meinte ich zu ihrer Beschwerde. „Vielleicht schon. Aber irgendwie war ich Jessys Überzeugungskräften nicht gewachsen.“ „Ich hoffe mal, meinem Schwesterchen geht es auch so beschissen.“ „Das weiß ich nicht. Ich bin ja zu Hause und nicht bei Jessy.“ „Vermutlich nicht. Meine Schwester kann einiges vertragen.“ „Ich spucke zwar auch nicht ins Glas, wenn es darauf ankommt, aber dieses Durcheinandertrinken war keine gute Idee.“ „Hattest du denn wenigstens Spaß?“ „Hast du denn die Bilder nicht bekommen?“ „Das schon. Die können aber auch gestellt sein.“ „So ein Quatsch. Der Abend war wirklich klasse. Allerdings auch feuchtfröhlich.“ „Dann pfleg dich heute mal und mach dir einen ruhigen Tag auf der Couch.“ „Da wird es drauf hinauslaufen.“ „Wann musst du denn wieder arbeiten?“ „Wir sind wieder im normalen Rhythmus. Das heißt, ich habe morgen Spätschicht.“ „Dann hast du ja noch etwas Zeit.“ „Da hast du zum Glück recht.“ „Soll ich dir mal den Hammer erzählen?“ „Was denn?“ „Charlie hätte endlich eine Ladung für mich nach Kalifornien bekommen können…“ „…und jetzt geht das nicht, weil du nicht mehr genug Stunden hast.“ Vollendete Keela meinen Satz. „Genau.“ „Was machst du stattdessen? Reset?“ „Noch einmal zurück nach Billings und dann Reset.“ „Kommst du da heute noch hin?“ „Nee. Aber mit meiner Restzeit komme ich da morgen früh noch hin.“ „Und wieder der Reset am Montag.“ Stöhnte Keela. „Tja, so ist das, mein Schatz. Außerdem hatten wir das ja letzte Woche schon so.“ „Stimmt auch wieder.“ Wir sprachen dann noch eine ganze Zeit weiter. Irgendwann hatten wir uns dann aber genug ausgetauscht und legten dann auf.
    Anschließend ging ich dann noch in den Truckstop und aß zu Mittag. Gegen viertel nach Zwölf machte ich mich dann aber wieder auf den restlichen Weg für heute.

    Es ging dann wieder zurück auf die I25 in Richtung Norden. Dort ordnete ich mich dann wieder in den Sonntagsmäßig ruhigen Verkehr ein. Mit Tempo 70 ging es dann wieder weiter, bis ich Buffalo erreichte. Dort wechselte ich dann auf die I90 in Richtung Westen. Auch dort konnte ich dann wieder mit 70 weiterfahren. Es dauerte dann auch nicht mehr lange, bis ich dann wieder mal die Staatsgrenze nach Montana erreicht hatte. Dort verringerte ich dann das Tempo auf Tempomat 66. Als ich dann wieder Hardin erreichte, fuhr ich von der Interstate ab und lenkte den Truck auf den inzwischen bekannten Truckstop. Dort war dann für heute Feierabend. Ich hatte aber auch fast elf Stunden Fahrzeit vollgemacht. Um drei Uhr hatte ich dann auch nicht mehr allzu viel Schichtzeit übrig.
    Ich ging dann in den Truckstop zum Duschen und Essen. Zurück im Truck telefonierte ich dann noch eine ganze Zeit mit Keela, der es inzwischen wieder etwas besser ging. Anschließend legte ich mich dann in mein gemütliches Bett.

    Montag, den 30. Oktober 2017, 12:00 am Pacific Standard Time:

    Es war dann ein Uhr in der Nacht, als ich dann wieder aufstand. Wahrscheinlich hätte ich auch noch länger schlafen können, aber ich wollte noch vor Beginn des Berufsverkehrs alles erledigt haben und dann meinen Reset machen. Zuerst ging es aber in den Truckstop um zu duschen und den ersten Kaffee des Tages zu trinken. Gegen zwei Uhr war ich dann pünktlich zurück im Truck und begann mit meiner PTI. Eine Viertelstunde später machte ich mich dann wieder auf den Weg.

    Es ging dann wieder auf die I90 in westlicher Richtung. Dort war um diese Zeit nicht viel los. Es war aber inzwischen in den Nächten empfindlich kalt und man musste aufpassen, dass kein Bodenfrost herrschte und die damit verbundene Glätte. Heute war es aber trocken und daher war dann keine große Gefahr. Reifglätte herrschte ja dann auch eher am Morgen, wenn es hell wurde. Davon war ich jetzt aber noch eine ganze Zeit entfernt.
    Mit Tempomat 66 rollte ich dann meinem Ziel entgegen. Bei Lockwood ließ ich dann wieder die I94 rechts liegen und blieb auf der I90. Kurz darauf erreichte ich dann Billings. Durch die frühmorgendliche Stadt fuhr ich dann zum FedEx Lager, welches ich dann um viertel nach Vier erreichte.

    Heute brauchte ich gar nicht mehr auf die Anweisung aus Sacramento warten. Mein E-Log zeigte mir jetzt schon eine Wochenarbeitszeit von 69,5 Stunden an. Damit fielen selbst irgendwelche Stadtfahrten, wie ich sie erst kürzlich gemacht hatte, aus. Ich ging also sofort ins Büro und meldete mich an. Dort bekam ich dann auch sofort ein Tor zugewiesen, an dem ich andocken konnte. Zurück im Truck hatte ich dann auch die erwartete Anweisung im Display.

    35 H BREAK

    CASA-CSA

    Wahrscheinlich hatte Charlie die Anweisung schon vorher festgelegt, so dass sie dann nur noch abgesendet wurde, wenn ich soweit war. Nun musste ich noch eben den Trailer an die Rampe setzten. Da hier aber genug Platz war, stellte dies keine besondere Herausforderung dar. Anschließend fuhr ich zu dem Motel zurück, welches ich auf dem Weg zu FedEx entdeckt hatte. Dort war dann auch noch ein Zimmer für mich frei. Ich buchte mich dann bis Dienstagmittag ein und parkte anschließend meinen Bobtail vor dem Zimmer auf dem Parkplatz. Danach wusch ich mich schnell und legte mich erst noch mal eine Weile hin.

    Am späten Vormittag wurde ich dann wieder wach und telefonierte dann eine ganze Zeit mit Keela. Anschließend machte ich dann noch die restlichen Rechnungen fertig. Nachdem ich dann alles soweit erledigt hatte, wollte ich mir dann ein wenig Billings anschauen. Ich stellte dann aber auch schnell fest, dass es hier im Gegensatz zu den letzten Orten, wo ich meinen Reset erledigt hatte, vergleichsweise wenig zu sehen gab. Billings bot sich zwar an, um von hier aus Ausflüge in die Umgebung zu unternehmen, um zum Beispiel zum Yellowstone Nationalpark zu fahren, die Stadt selber hatte aber recht wenig zu bieten. So war ich dann am frühen Abend schon wieder in meinem Zimmer und verbrachte die Zeit im Internet und vor dem Fernseher. Schließlich beschloss ich dann mal wieder komplett auszuschlafen.

    Dienstag, den 31. Oktober 2017:

    Ich hatte dann wirklich ausgeschlafen und wachte erst etwas später am Morgen auf. Danach machte ich mich im Bad komplett fertig und ging, nachdem ich mich angezogen hatte, zum Frühstücken. Dort wunderte ich mich zuerst kurz über die Dekoration des Frühstücksbuffets, bis mir klar wurde, dass ja heute Halloween war. Da konnte ich nur hoffen, dass die Kinder nicht auf die Idee kamen, irgendeinen Streich an meinem Truck zu vollziehen. Das kam aber meistens erst am späten Nachmittag, wo ich dann ja schon wieder on the Road sein sollte. Ich genoss dann mein Frühstück und trank in aller Ruhe die eine oder andere Tasse Kaffee.

    Zurück im Zimmer, telefonierte ich dann noch eine ganze Zeit mit Keela. Da mein Schatz schon wieder am Arbeiten war, wenn ich losmusste, beschwor ich sie, noch mal alles zu versuchen, um mir eine Ladung nach Kalifornien zu verschaffen. Falls das dann klappen sollte, würde ich dann eine weitere Long Haul Driver Sitte für mich entdecken. Nämlich dann einen Reset zu machen, wenn man gerade zu Hause war, egal ob die Wochenzeit dann voll war, oder nicht.
    Die Idee fand Keela auf jeden Fall gut. Was hätten wir denn voneinander, wenn ich meine Resets, wie heute, weißgottwo verbringen würde und zu Hause keine Zeit hätte.
    Anschließend telefonierte ich auch noch mit Mom. Sie erinnerte ich dann auch noch mal an Halloween, damit sie genug Süßigkeiten für die Kinder zu Hause hatte. Die Zeiten, dass Jessy und ich selber noch unterwegs waren, um Süßes oder Saures zu verlangen, waren schon ein paar Jahre vorbei. Daher dachte Mom da nicht mehr unbedingt dran.
    Da ich jetzt immer noch ein wenig Zeit hatte, ging ich dann noch auf den Parkplatz von dem Motel und machte noch ein Wenig Innenreinigung in Fahrerhaus und Sleeper. Schließlich verbrachte ich dort mehr Zeit, als zu Hause. Am Nachmittag machte ich mich dann aber wieder Startklar und begann damit, dass ich aus dem Zimmer auscheckte. Gegen viertel vor Vier begann ich dann mit meiner PTI. Diese war bei einem Bobtail natürlich relativ schnell erledigt. Noch bevor ich dann eigentlich losfahren konnte, hatte ich dann folgende Meldung im System:

    PICKUP: ES-MTBI
    TRAILER: RE53766
    FREIGHT: PACKAGED FOOD
    WEIGHT: 37,566 LB
    TO: JD-CASC
    GATE: 06
    REMARKS: URGENT ORDER

    CASA-KRY

    Keela hatte es tatsächlich geschafft, mir eine Ladung nach Kalifornien zu besorgen. Ob diese dann wirklich so dringend war, oder ob sie die Sendung nur als solche deklariert hatte, musste ich sie dann noch fragen. Santa Cruz war zwar nicht Sacramento, aber die Richtung stimmte voll und ganz. In diesem Moment klingelte dann auch noch das Handy und die Dispatch wurde mir als Anrufer angezeigt. „Hallo mein Schatz. Du hast es ja tatsächlich geschafft.“ Sagte ich erfreut zu ihr. „Ich sag ja, wenn man nicht alles selbst macht.“ Lachte sie. „Das war auch gar nicht so einfach, das hinzubekommen. Ich hatte dann schon versucht da was zu drehen, um das hinzubekommen, da kam dein Dad gerade vorbei. Der hat dann seinen Einfluss genutzt um die letzte Hürde, zu der ich nicht berechtigt gewesen wäre, zu meistern.“ „Wie meinst du das?“ „Die Ladung sollte eigentlich von hier geliefert werden. In Billings lag dann aber die gleiche Ware versandbereit. Normal hätte man die dann vom näheren Standort genommen. Dein Dad hat die Ware, die wir hier hatten aber dann vorübergehend gesperrt, bis ich den Auftrag auf Billings umgestellt hatte und ihn für dich blocken konnte. Danach hat er die Sperre wieder rausgenommen. Für solche Tricks reicht mein Zugang hier nicht. Da fehlt mir die Berechtigung zu.“ „Nicht schlecht. Ist die Ware denn jetzt wirklich dringend?“ „Durch die längere Lieferzeit, die wegen der Strecke zustande kommt, ist das so. Von hier aus ist man in einem halben Tag in Santa Cruz. Von Billings dauert das länger.“ „Okay. Ich muss also Gas geben.“ „Du musst nur in deiner Normalen Zeit hier hinfahren. Mehr kann ja keiner verlangen.“ „In Ordnung. Wie hast du Dad eigentlich dazu bekommen?“ „Das war ich wohl nicht alleine. Ich glaube, Mary hängt ihm damit auch in den Ohren.“ „Das könnte sein. Obwohl sie am Telefon nicht den Eindruck macht.“ „Sie will dich ja auch nicht damit beunruhigen.“ „Wer sagt denn überhaupt, dass ich von Santa Cruz auch nach Hause komme?“ „Wir arbeiten daran.“ „Okay. Dann sehe ich jetzt mal zu, dass ich meine Ladung hole.“ „Falls das heute Abend mit deiner Pause passt, können wir ja noch telefonieren. Ansonsten sprechen wir uns morgen.“ Wir legten auf und ich machte mich auf den Weg zum Außenlager, Billings.

    Dort war dann erwartungsgemäß alles fertig und ich konnte sofort aufsatteln. Um halb Fünf hatte ich dann alles erledigt und konnte mich auf den Weg nach Kalifornien machen.
    Zuerst ging es dann aber wieder durch Billings. Dabei liefen mir dann auch die ersten verkleideten Kinder auf ihrer Jagd nach Süßigkeiten über den Weg. Wie üblich bei Halloween waren es natürlich schaurig schöne, gruselige Kostüme, die die Kinder anhatten. Auch in meine Richtung schnitten sie dann ihre lustigen Grimassen. Dabei musste ich kurz an die Zeit denken, wie ich früher mit meinen Geschwistern unterwegs war. Steve hatte dann immer das schlechte Los gezogen, dass er als großer Bruder auf Jessy und mich aufpassen sollte, was ihm eigentlich gar nicht passte. Er wäre lieber mit seinen Kumpels auf die Jagd nach Süßem gegangen. So musste er vor allem auf Jessy achten, die auch damals schon gerne über die Stränge schlug. Aber auch ich konnte es faustdick hinter den Ohren haben. Im Nachhinein betrachtet, war mein Bruder nicht zu beneiden gewesen. Nun waren wir erwachsen und die Kinder klingelten bei uns und wollten Süßes oder Saures. Wobei Keela und ich heute außen vor waren. Keela war am Arbeiten und ich war Meilenweit von zu Hause weg.

    Inzwischen hatte ich Billings verlassen und kam jetzt auf die I90 in Richtung Westen. Dort stellte ich den Tempomaten wieder auf 66 mph und konnte dann ganz gut dahinrollen. Inzwischen war es dunkel und ich rollte mit den anderen Verkehrsteilnehmern zusammen in den Abend hinein. Die Radiosender spielten dann heute auch überwiegend Partymusik für die zahlreichen Halloweenpartys, die dann die größeren „Kinder“, wie wir machten. Anwesende leider ausgenommen. Aber mein Schwesterchen war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf irgendeiner Halloween-Party.
    Es war dann hinterher schon acht Uhr durch, als ich Butte, Montana erreichte. Da inzwischen auch schon eine ganze Zeit meine Tankleuchte an war, beschloss ich dann hier meine Pause zu machen. Die Suche mit meiner Handy-App hatte Erfolg und ich fand mal wieder einen Flying J Truckstop, den ich dann für meine Pause nutzen konnte. Zuerst wurde dann auch der Kenny versorgt.

    Nachdem ich sämtliche Tanks wieder gefüllt hatte fuhr ich den Truck auf den Parkplatz. Nun war ich dann mit der Versorgung an der Reihe. Nachdem ich mich dann auch gestärkt hatte, folgte noch ein kleines Verdauungsschläfchen, anschließend konnte ich mich dann wieder auf den Weg machen.

    Als ich dann wieder losfuhr, war es dann zwar hier halb Elf, in Kalifornien aber noch eine Stunde früher. Daher hatte sich dann das abendliche Telefonat mit Keela erledigt. Sie hatte ja noch keinen Feierabend. Nun folgte ich aber nicht weiter der I90, sondern ich nahm die I15 in Richtung Süden. Diese Interstate sollte ich dann auch in Montana nicht mehr verlassen. Es dauerte dann aber auch nicht mehr allzu lange, bis ich dann den Staat verlassen sollte.
    In dieser Zeitzone war dann Mitternacht zwar schon ein paar Minuten vorbei, in Kalifornien aber noch nicht, als ich dann die Grenze nach Idaho überquerte. Damit erschloss ich dann den nächsten Staat in meiner Karriere, als Long Haul Trucker. Die wichtigste Änderung, die das in dieser Nacht aber mit sich brachte, war das erhöhte Tempolimit. Ich konnte den Tempomaten wieder auf mein persönliches Limit von 70 mph stellen. Mit dieser Geschwindigkeit fuhr ich dann nun Idaho Falls entgegen.

    Dort angekommen, tangierte ich die Stadt aber nur auf der I15 und war dort in der Nacht auch recht schnell wieder vorbei. Bei Pocatello folgte dann der Wechsel auf die I86 in Richtung Westen, die hier begann. Über diese Interstate ging es nun dem nächtlichen Twin Falls entgegen. Kurz bevor ich bei Burley war, kamen dann die I86 und I84 zusammen und die Interstate lief dann als I84 weiter.
    Nun ging dann langsam das Rechnen wieder los. Wenn möglich wollte ich noch bis nach Twin Falls gelangen. Weiter hatte ich für diese Schicht dann auch nicht geplant, da es dort erstmal von der Interstate heruntergehen sollte und dann südlich über eine US Route weiterging. Da dort die Truckstops rarer gesät waren, war mein geplantes Tagesziel Twin Falls. Wie am Abend bei Butte ließ ich dann wieder mein Handy nach einem entsprechenden Truckstop suchen und wurde fündig. Direkt an der Kreuzung von der I84 mit der US93, über die ich dann ja auch weiter nach Süden wollte, befand sich dann ein Flying J Truckstop im Ortsbereich von Jerome, nördlich von Twin Falls. Das war dann letztlich mein erklärtes Tagesziel.
    Dieses erreichte ich dann Kurz nach vier am anbrechenden Morgen. Um viertel nach Vier hatte ich den Truck dann abgestellt. Ziemlich müde von der langen Fahrt ging ich danach dann auch relativ schnell in mein Bett. Dort schlief ich dann fast augenblicklich ein.

    Mittwoch, den 1. November 2017, 12:00 pm Pacific Standard Time:

    Es war dann schon wieder Mittag durch, als ich dann aus meinem Bett kam. Hier in Idaho war es immerhin schon ein Uhr am Mittag. Ich stand dann schnell auf, um nicht noch mehr von dem Tag zu verschlafen und ging in den Truckstop um zu duschen und den ersten Kaffee der Schicht zu trinken. Den weiteren Kaffee bereitete ich mir dann anschließend im Truck.
    Dann nahm ich mein Handy und rief erstmal bei Keela an. „Hallo Schatz, hast du noch Zeit mit mir zu telefonieren?“ „Dafür ist immer Zeit.“ Antwortete ich. „Wann kannst du denn mit der Arbeit weitermachen?“ „Um viertel nach Zwei.“ „Dann hast du ja noch Zeit satt.“ „Eine gute halbe Stunde.“ „Sag doch gleich viertel nach Eins.“ Schimpfte Keela mit mir. „Dämliche Zeitverschiebung.“ Sagte ich nur. „Wo bist du denn überhaupt?“ „Ach, das weißt du ja noch gar nicht. In der Nähe von Twin Falls, Idaho.“ „Dann hast du ja gestern schon ein ganzes Stück geschafft.“ „Das war ja auch Sinn und Zweck der Übung.“ „Was denkst du, wie weit du heute kommst?“ „Wenn wir Glück haben und alles klappt, bis nach Sacramento.“ „Das wäre ja echt cool.“ „Darf ich denn dann mitten in der Nacht zu dir kommen?“ „Na klar. Aber willst du denn dann nicht zu dir nach Hause?“ „Wenn ich da mitten in der Nacht ins Haus komme, erschießt mich Dad hinterher noch versehentlich, weil er mich für einen Einbrecher hält.“ „Das wäre nicht so gut.“ Lachte Keela. „Wenn du mich auch erschießen würdest, schlafe ich dann lieber im Truck.“ Sagte ich lachend. „Keine Sorge. Wenn du in der Nacht in mein Schlafzimmer kommst, habe ich bessere Ideen, was ich mit dir anstellen könnte. Erschießen ist da nicht bei.“ „Dann bin ich aber mal gespannt, was dir denn so einfällt.“ „Dann werde ich dir mal den ganzen Tag die Daumen drücken, dass du es nach Hause schaffst.“ „Stört dich das denn nicht beim Arbeiten?“ „Passt schon. Wenn wir Glück haben bekomme ich die Woche bei Thanksgiving vielleicht doch frei.“ „Wie kommt’s?“ „Normal hatte Charlie da Urlaub geplant. Der hatte jetzt aber schon die Woche. Danny hat kein Interesse da Urlaub zu nehmen, also könnte ich da nehmen.“ „Willst du denn dann nach Saint Paul?“ „Das weiß ich noch nicht so genau. Ich möchte da auch nicht mit meiner Mom drüber reden, bevor das nicht alles klar ist. Sonst plant sie schon alles und ich komme dann doch nicht.“ „Was machst du dann sonst?“ „Keine Ahnung. Ich könnte ja auch ein paar Tage bei dir mitfahren.“ „Klar. Das geht auch.“ „Du hast ja in der Woche auch Geburtstag.“ „Stimmt.“ „Dann müssen wir mal schauen, ob das klappt.“ „Vielleicht können wir ja auch mit dem Truck in die Twin Cities fahren.“ „Nicht, dass das wieder so ein Chaos wird.“ „Wir werden sehen.“ Wir telefonierten noch etwas weiter. Gegen viertel nach Zwei legten wir dann aber langsam auf. Ich konnte jetzt mit meiner PTI beginnen und Keela musste sich jetzt auch schnell für das Büro fertigmachen.

    Um halb Drei machte ich mich dann wieder auf den Weg. Es ging dann heute nicht wieder auf die Interstate zurück, sondern in südlicher Richtung auf die US Route 93. Diese führte dann um Twin Falls drumherum und dann in Richtung Jackpot, Nevada weiter. Es ging dann aus dem weiten Tal des Snake River heraus und wieder in die Berge. Dabei wurde die Landschaft auch immer trockener und die Farben wechselten mehr von Grün nach Braun. Kurz, bevor ich in Jackpot war, kam dann wieder ein regelrechter Redeschwall vom Navi: „Crossing border – entering Nevada – changing time zone.“ Ich kam meiner Heimat also wirklich mit großen Schritten näher.

    Die heimische Zeitzone hatte ich jetzt mit dem Überschreiten der Grenze zu Nevada erreicht. Nun musste ich nur noch nach Kalifornien kommen. Zuerst passierte ich dann das Städtchen Jackpot. Das ein Ort mit diesem Namen ausgerechnet in einem Staat lag, der überwiegend wegen des legalem Glücksspiels bekannt war, fand ich dann auch sehr passend.
    Ich folgte dann der US93 weiter in Richtung Süden, bis ich dann Wells, Nevada erreicht hatte. Dort kreuzte dieser Highway die I-80. Hier fuhr ich dann in Richtung Westen auf. Schließlich führte diese Interstate ja geradewegs nach Hause. Die Schicht heute sollte sowieso was zum Genießen sein. Schließlich brauchte ich heute weder laden, noch umsatteln. Es ging nur um das reine Fahren.
    Allerdings begrüßte mich Nevada dann auf eine andere Weise. Das blaue Kästchen in der Scheibe meldete sich mal wieder zu Wort und schickte mich auf die nächste Waage. Der Trailer, den ich zog war zwar schwer, die Ladung ging aber vom Gewicht noch. So brachte ich dann nur 71.386 Pfund auf die Waage. Weitere Kontrollen wollte man nicht machen, so konnte ich dann meinen Weg nach Hause fortsetzen.

    Ich folgte also dem Dwight D. Eisenhower Highway weiter in Richtung Elko. Dort, wo ich diesen Truck zum ersten Mal übernommen hatte, wollte ich dann meine Pause machen. Beim letzten Mal war mir hier schon ein Diner aufgefallen, den ich gerne mal ausprobieren wollte. Da ich ihn seinerzeit aber direkt nach Schichtbeginn entdeckt hatte, konnte ich ihn seinerzeit nicht ausprobieren. Heute ging das schon. Ich verließ an der entsprechenden Ausfahrt die Interstate und fuhr auf den großen Parkplatz des Diners, der auch als Rest Area für Trucks ausgewiesen war. Es war dann halb Fünf, als ich dann dort ankam und den Truck geparkt hatte.

    Dann ging ich zum Essen in das Diner. Dort fand ich dann auch einen Barbecue Burger auf der Karte, der genau meinen Geschmack traf. Er schmeckte dann auch wirklich so gut, wie er angepriesen war. Nach dem Essen legte ich mich erst noch mal ein Stündchen hin, danach ging es dann weiter in Richtung Heimat.

    Ich fuhr dann zurück auf die I-80 und war nun sozusagen wieder in bekanntem Terrain. Inzwischen war es dunkel geworden und ich fuhr jetzt in den Abend hinein. Es ging dann wieder an Battle Mountain vorbei, wo ich mit Joe zum Essen angehalten hatte und später dann an Winnemucca vorbei, wo ich meine erste Ladung Feuerwerk erhalten hatte. Dann ging es erst wieder eine ganze Weile durch die Wüste, bis ich dann schließlich Reno passierte.
    Die größte Kleinstadt der Welt passierte ich aber nur über die I-80. Heute dachte ich dann aber daran, dass ich noch tanken wollte, bevor ich Kalifornien erreichte. Ich fuhr also noch auf die Tankstelle am Highway bei Verdi. Dort füllte ich dann die Tanks nochmal voll. Eine Viertelstunde vor Mitternacht machte ich mich dann wieder auf den Weg nach Hause.

    Nun hatte ich noch etwas über drei Stunden Fahr- und Schichtzeit. Das sollte zwar eng werden, dürfte in der Nacht aber zu schaffen sein. Es war dann gerade Donnerstag geworden, als ich dann über die Grenze in meinen Heimatstaat kam. Nun ging es wieder durch die Berge der Sierra Nevada. Die Wiegestation am Donner Pass, wo ich ja direkt auf der ersten Tour mit dem Kenny mit Übergewicht erwischt wurde, war dann auch heute wieder, wie erwartet, geöffnet. Heute hatte ich damit aber keine Probleme. Selbst mit vollen Tanks brachte ich dann mit dem Truck heute nur 71.901 Pfund auf die Waage. Ich hätte also sogar noch 8.000 Pfund mehr laden können. Da ich auch keine landwirtschaftlichen Produkte geladen hatte, konnte ich dann nach der Wägung auch sofort weiterfahren.

    Nun ging es an Truckee vorbei. Danach ging es dann überwiegend bergab. Es ging dann schon stark auf drei Uhr zu, als ich dann endlich Sacramento erreichte. Dort wechselte ich dann noch kurz auf die I-5, die ich dann aber an der nächsten Ausfahrt wieder verließ. Nun ging es noch durch meine nächtliche Heimatstadt, bis ich dann schließlich auf meinem Platz ankam. Da der komplette Lastzug für meine kleine Halle zu lang war, stellte ich ihn dann neben der Halle ab.

    Dann erledigte ich noch kurz die Abschlussarbeiten die ich an E-Log und ORBCOMM zu tun hatte. Dann nahm ich nur die paar Sachen mit, die ich am Vormittag bei Keela noch brauchen konnte. Ich verschloss den Truck sorgfältig und stieg dann in meinen Ford, mit dem ich mich dann auf den Weg zu Keela machte.

    Dort angekommen, huschte ich schnell ins Bad, zog mich aus und wusch mich ein wenig. Anschließend ging ich leise ins Schlafzimmer und krabbelte zu Keela ins Bett. Dabei wurde mein Schatz nur so halb wach. „Hallo, wo kommst du denn jetzt her?“ murmelte sie schlaftrunken. „Wo soll ich schon herkommen? Aus Idaho. Schlaf jetzt weiter.“ „Okay.“ Murmelte sie und kuschelte sich dann an mich.

    Donnerstag, den 2. November 2017, 9:30 am Pacific Standard Time:

    Ich werde wach, weil ich sanft gestreichelt werde und ein paar Küsse abbekomme. Als ich die Augen öffne schaue ich als Erstes in die grünen Augen von Keela. Dann sehe ich ihr Gesicht mit den zahlreichen Sommersprossen und die inzwischen zu einem richtigen Lockenkopf gewachsene rotblonde Wuschelmähne. „Guten Morgen, mein Schatz. Kann ich dich schon wecken, oder brauchst du noch Schlaf?“ „Wie spät ist es denn?“ „Halb Zehn.“ „Dann waren es ja immerhin gute sechs Stunden, die ich geschlafen habe. Das reicht. Ich kann ja nicht die ganze Zeit, die ich bei dir bin, verschlafen.“ „Das finde ich gut.“ Trotzdem ziehe ich Keela noch mal ins Bett und wir kuscheln noch eine Zeit miteinander. „Schön, dass du wieder bei mir bist.“ Flüstert sie mir zärtlich ins Ohr. Dabei schmiegt sie sich an mich. „Jetzt weiß ich wieder, was ich vermisst habe.“ „Tja. Das ist schon nicht so einfach so.“ Dabei muss ich an die beiden Deutschen, Daniela und Marc denken. „Vielleicht müssen wir das doch so machen, wie die beiden Deutschen, die ich kennengelernt habe. Als die Beiden noch die Firma in Deutschland hatten, hat sie ja auch das Büro geleitet und er ist gefahren. Seitdem die Beiden in Kanada wohnen fahren sie zusammen als Doppelbesatzung in genauso einem Kenworth, wie ich den habe.“ Keela schaute mich mit großen Augen an. „Ist das dein Ernst?“ „Warum nicht?“ „Weil ich nicht weiß, ob ich für so ein Leben zu haben bin.“ „Wieso denn nicht?“ „Weil ich eigentlich nicht vorhatte, mit einem Truck durch Amerika zu fahren. Ich bin nach Kalifornien gezogen, um nach Feierabend meine Freizeit hier und meine Wochenenden am Meer zu verbringen. Ich will vielleicht mit dem Bike durch die Gegend fahren aber nicht mit einem 18 Wheeler.“ „Ich dachte nur, dass wir dann mehr zusammen wären.“ „Das wäre aber das Gleiche, wie wenn ich dir jetzt sagen würde, dass ich mir wünschen würde, dass du einen Bürojob in Sacramento annehmen würdest. Das ginge sogar noch einfacher, weil du die Qualifikationen für den Job hättest. Ich hingegen habe keine CDL.“ „Wünschst du dir das denn?“ fragte ich mit einem flauen Gefühl im Magen. „Ich möchte nur, dass wir beide glücklich sind. Du wirst im Büro nicht wirklich glücklich und ich werde am Steuer eines Trucks nicht glücklich. Dann lassen wir es besser, wie es ist. Ich liebe dich, aber ich werde nicht alles, was ich machen möchte für dich aufgeben. Genauso wenig, wie ich das von dir verlange.“ „Okay. Das war ja auch nur eine Idee.“ „Das nehme ich dir ja auch nicht übel. Das wird eben nur nichts.“ „Okay.“ Wir kuschelten dann noch ein wenig. Schließlich standen wir dann aber auf und gingen dann gemeinsam unter die Dusche.

    Nachdem wir uns dann fertiggemacht hatten, frühstückten wir dann zusammen. Es war dann auch wirklich schön, die Zeit dann wieder gemeinsam zu nutzen. Leider war dann die Zeit, die wir zusammen hatten viel zu kurz und auf einmal war es dann schon zwölf Uhr am Mittag. „Leider muss ich jetzt langsam wieder los.“ Sagte ich traurig. „Ich habe ja immerhin noch eine dringende Ladung für Santa Cruz auszuliefern.“ Keela stand auf und ich nahm sie in den Arm. „Da müssen wir wohl mit leben, wenn wir zusammen sein wollen. Wir haben dann immer nur ein paar schöne Stunden oder vielleicht mal einen Tag zusammen. Mehr bekommen wir wohl nicht.“ „Es sei denn, einer von uns gibt für den Anderen seinen Traum auf.“ „Das bringt aber nichts. Dann ist einer von uns immer etwas unglücklich. Da kann ich besser mit den paar schönen Stunden mit dir leben. Ich möchte nicht, dass du deinen Lebenstraum, den du dir mit deinem eigenen Truck erfüllt hast, aufgibst.“ Ich drückte sie an mich und streichelte ihr mit der anderen Hand über den Lockenkopf. „Ich möchte dir auch nicht den Spaß an deinem Leben nehmen. Dann lassen wir es so, wie es ist.“ Zum Abschied küsste mich Keela noch mal lange und intensiv. „Wie machen wir das denn, wenn du in Santa Cruz abgesattelt hast?“ „Wir können natürlich eine Ladung nach Hause nehmen und dann den Reset vorziehen.“ „Ich werde mal schauen, ob das geht.“ Dann nahm ich meine Sachen und machte mich wieder auf den Weg zu meinem Platz und meinem Truck.

    Gegen halb Eins kam ich dann an meiner Halle an, wo ich dann den Ford reinstellte. Dann ging ich zu meinem Kenny und begann mit der PTI. Um viertel vor Eins machte ich mich dann wieder auf den Weg. Zuerst ging es dann in Richtung der I-80 aus Sacramento hinaus.

    Schließlich erreichte ich die Interstate und fuhr dort westwärts drauf. Da mein Ziel nicht direkt in Santa Cruz lag, sondern einige Meilen davor, war es in diesem Fall besser, über San Francisco zu fahren. Erst ging es dann aber über die I-80 bis nach Oakland. In der Nähe von Berkeley, was durch die Universität Weltbekannt war, führte die Trasse gemeinsam mit der I-580 weiter. Anschließend führte die I-580 weiter in Richtung Süden und die I-80 führte über die Bay Bridge nach San Francisco.
    Dort war ich auch schon länger nicht gewesen. Das letzte Mal, als ich mit Keela das letzte Mal in Pacifica war. Kurz fragte ich mich dann auch, wo denn hier die Zentrale von Lion Trucking war und ob ich dort in der Nähe vorbeikam.

    Ich folgte aber im Prinzip der bekannten Strecke nach Pacifica, die über die Route 101 und dann über die I-280 führte. Bei Daly City folgte dann der übliche Wechsel auf die CA1 in Richtung Pacifica.

    Schließlich kam ich dann an vielen Orten vorbei, mit denen ich schöne Erinnerungen an gemeinsame Stunden mit Keela in Verbindung brachte. Ich hatte nun aber keine Zeit, hier anzuhalten und mich den Erinnerungen hinzugeben. Stattdessen folgte ich dann weiter der CA1 in Richtung Süden. Es ging dann an der Half Moon Bay vorbei und dann immer weiter in Richtung Santa Cruz.
    Schließlich kam ich in den Bereich des kleinen Örtchens Davenport, wo sich dann auch die Niederlassung von John Deere befand. Gegen viertel nach Vier am Nachmittag kam ich dann dort an. Ich gab die Ankunft im ORBCOMM und E-Log ein und meldete mich dann beim Pförtner an. Auch heute musste ich den langen Trailer wieder an die Kantine in eine enge Lücke setzen, wofür wieder einiges an Rangierarbeit notwendig war. Ich hatte aber einen guten Tag und es war um die Zeit noch einigermaßen hell. So gelang es mir den Trailer innerhalb von zehn Minuten in die enge Lücke zu zirkeln.
    Nachdem ich abgesattelt und den Papierkram erledigt hatte, schaute ich dann was Keela denn für mich gefunden hatte:

    PICKUP: CT-CASC
    TRAILER: RE53971
    FREIGHT: EMPTIES
    WEIGHT: 33,157 LB
    TO: ES-CASA
    GATE: -----
    REMARKS: -----

    CASA-KRY

    Das Kürzel CT war mir bei der Angabe der Ladestelle erstmal unbekannt. Es stellte sich dann aber als Caterpillar Niederlassung heraus. Offensichtlich wieder ein Großkunde der eine Kantine auf dem Hof hatte. Was sollte ich sonst für Leergut bei CAT abholen. Ich kannte die CAT Niederlassung aber vom Vorbeifahren und wusste daher, dass sie quasi direkt an der Route 101, am südlichen Ortsausgang von Santa Cruz lag.
    Was mich natürlich freute, war die Tatsache, dass es Keela geschafft hatte, mich wieder zurück nach Sacramento zu bekommen. Ob ich dann, wie erwünscht für einen Reset zu Hause bleiben durfte, bleib natürlich noch offen. Stunden hatte ich ja eigentlich noch genug. Andererseits wäre es Schwachsinn, direkt wieder in die Ferne zu fahren, und dann irgendwo unterwegs den Reset zu machen. Im Fernverkehr machte man es eigentlich so, dass man zu Hause frei hatte, um ein wenig erledigen zu können.

    Als erstes ging es nun aber nach Santa Cruz. Über die CA1 fuhr ich also noch die letzten Meilen nach Süden, um dann in die Küstenstadt zu kommen. Dort wechselte ich dann auf die Route 101 in Richtung Süden. Über diese Straße ging es dann durch Santa Cruz. Diese Strecke kannte ich ja bereits zur Genüge. Es war dann punkt sechs Uhr, als ich mich dann endlich beim Pförtner von CAT meldete. Der wusste natürlich Bescheid, als ich sagte, dass ich Leergut für Walmart abholen wollte. Die Papiere waren dann auch vom Büro vorbereitet worden und ich musste nur noch meine Firma und mein Kennzeichen, sowie meinen Namen angeben.
    Schließlich konnte ich dann auf den Hof fahren und den Reefer mit dem Leergut aufnehmen. Zu meiner Überraschung war es kein Reefer mit Walmart Werbung, wo ich bei genauer Angabe der Trailer Nummer von ausgegangen war, sondern ein neutral weißer Trailer. Vielleicht hatten wir da jetzt welche von, um Kunden zu beliefern, die nicht unbedingt wollten, dass man sah, von wem sie die Ware bezogen. Bei manchen Kunden machte das durchaus Sinn.

    Nach dem Aufsatteln und der PTI konnte ich nun wieder nach Hause fahren. Es war inzwischen viertel nach Sechs. Da ich jetzt schon am südlichen Ortsausgang von Santa Cruz war, nahm ich dann wieder die bekannte Route über die Route 101 und dann über die CA 152 zur I-5. Ich nahm die Strecke in Angriff und fuhr dann erstmal bis kurz vor die Interstate. Dann machte ich an dem bereits bekannten Truckstop in Santa Nella meine kurze Pause.
    Da ich aber heute recht schnell nach Hause wollte, zog ich die Pause nicht so in die Länge, wie ich das sonst meistens machte. Ich ging in Ruhe essen und fuhr dann eine Stunde später weiter. Inzwischen war es dann auch halb Neun.

    Nun ging es wieder auf die I-5 in Richtung Norden. Über diese sollte ich nun auch bis nach Sacramento fahren. Die Fahrt durch den Abend verlief dann auch ohne weitere nennenswerte Ereignisse. Gegen kurz nach Zehn klingelte dann mein Handy und Keelas Nummer wurde mir angezeigt. „Hallo meine Süße. Hast du schon wieder Feierabend?“ „Das reichte doch auch.“ Meinte Keela nur. „Wenn du das sagst.“ „Wie lange musst du denn wohl noch?“ „Ich bin kurz vor Stockton. Ich nehme an, dass ich in einer Stunde am Außenlager bin und den Trailer abstellen kann.“ „Gut. Ich habe Danny bearbeitet, dass er dich aus der Dispo nimmt und du einen vorzeitigen Reset bekommst.“ „Ich dachte, das sei als Long Haul Driver normal, dass man zu Hause einen Reset machen kann.“ „Ist ja auch so. Aber Danny hat das, glaube ich noch nicht so ganz realisiert, dass du jetzt Long Haul fährst und nicht mehr regional.“ „Verstehe.“ „Der einzige Haken dabei ist, dass du dann am Samstag wieder auf Tour musst.“ „Danny hat auch noch Bereitschaft, oder?“ „Das ist so.“ „Dann wird das wohl so laufen müssen.“ „Dann kann ich am Samstag immer noch entscheiden, was ich dann am Wochenende mache, ob ich dann noch mit dem Bike unterwegs bin, oder doch nach Pacifica fahre.“ „Heute war da auf jeden Fall nicht viel los.“ „Wer hat auch schon Zeit am Donnerstag zu surfen?“ „Stimmt auch wieder.“ „Kommst du gleich zu mir?“ „Wenn ich darf.“ „Was für eine Frage. Du darfst doch immer zu mir kommen.“ „Bleibst du dann noch auf?“ „Spätestens Mitternacht bin ich dann aber im Bett.“ „Das sollte ich schaffen.“ „Dann beeil dich. Ich warte auf dich, mein Süßer.“ Wir legten auf und ich sah zu, dass ich dann nach Sacramento kam.

    Wie vorher geschätzt, kam ich dann gegen elf Uhr beim Außenlager an. Der Security Mann meinte dann auch, dass er mich lange nicht mehr gesehen habe. Netterweise gab er mir dann auch ein Dock, an dem es sehr leicht war, den Trailer anzusetzen. Entsprechend schnell war ich dann damit fertig und konnte dann Dannys Meldung im Display registrieren:

    35 H BREAK

    CASA-DSN

    Ich durfte also tatsächlich meinen Reset machen und musste somit am Samstagvormittag wieder am Start sein. Ich fuhr dann also zum Platz und konnte den Parkplatz in der Halle einnehmen, nachdem ich den Ford aus der Halle gefahren hatte. Dann machte ich alles für den Reset fertig und packte meine Schmutzwäsche zusammen. Die Tasche räumte ich dann in den Kofferraum des Ford. Eine kleine Tasche mit Unterwäsche und Wechselsachen für morgen nahm ich dann für die Übernachtung bei Keela mit. Anschließend machte ich alles zu und fuhr dann zu Keela.

    Als ich dann in die Wohnung gekommen war, wurde ich von Keela in heißen Dessous empfangen. „Hallo mein Süßer. Da bist du ja endlich.“ Hauchte sie mir mit einer sehr erotischen Stimme entgegen. Ich ließ erstmal meine Tasche fallen, dann begrüßte ich Keela mit einem langen Kuss. Der Verlauf des restlichen Abends bleibt dann aber der Privatsphäre von Keela und Marc erhalten und wird hier nicht weiter geschildert.
    :whistling: <3 Es dauerte aber noch eine ganze Zeit, bis wir endlich schlafen gingen.

    Freitag, den 3. November 2017, vormittags:

    Ich wachte dann langsam auf, weil mir die Sonnenstrahlen, die zum Fester reinkamen, genau ins Auge leuchteten. Aufstehen wollte ich aber nicht, da Keela immer noch in meinen Armen schlief und sich dabei an mich kuschelte. Dabei merkte ich, dass wir immer noch nichts anhatten und ich genoss es zu spüren, wie sich ihr Körper an mich schmiegte. Ich konnte dann aber nicht anders und musste meinen Schatz dann dabei streicheln, wodurch Keela dann auch langsam wach wurde. „Kann man denn nicht immer so wach werden?“ murmelte sie verschlafen und kuschelte sich weiter an mich. „Lass uns nicht wieder mit dem Thema anfangen, sondern genieße einfach den Augenblick.“ Flüsterte ich ihr ins Ohr. „Okay. Dann halte aber bitte die Uhr an.“ „Das würde ich sofort machen, wenn ich wüsste, wie das geht.“ „Leider haben wir sonst nicht mehr so viel Zeit, weil ich leider arbeiten muss.“ Sagte Keela. „Bis wir um halb Zwei fahren müssen ist aber noch genug Zeit.“ Sagte ich und drückte sie an mich. Danach genossen wir noch einige Zeit die Zweisamkeit und tauschten viele Zärtlichkeiten aus.
    Schließlich standen wir auf und gingen dann noch gemeinsam duschen. Nachdem wir dann angezogen waren gingen wir dann in die Küche zum Frühstücken. Aber auch das zog sich in die Länge, da wir uns immer wieder küssen mussten und auch die Hände nicht voneinander lassen konnten. Wir waren eben noch sehr verliebt ineinander.

    Leider verging die Zeit dann viel zu schnell und auf einmal war der Mittag schon fast vorbei, so dass Keela zur Arbeit musste. Wir beschlossen dann, dass sie sich ausnahmsweise mal von meiner Spießerkarre zur Arbeit bringen lassen ließ und ich sie auch abends um Zehn wieder abholen würde. Als sie dann bei Walmart ausstieg, schaute ich ihr noch so lange hinterher, bis ich sie nicht mehr sehen konnte. Dann machte ich mich auf den Weg nach Hause. Dort traf ich dann aber, wie erwartet nur Mom an, die sich freute, dass ich endlich mal wieder da war. Inzwischen hatte sie aber auch Verständnis, dass ich die letzten beiden Nächte lieber bei Keela war, als zu Hause. Es reichte ihr auch schon, wenn ich dann am Abend noch mit ihr und Dad zusammen zu Abend essen würde.

    Den Nachmittag verbrachte ich dann mit Büroarbeit. Meine Rechnungen hatte ich zwar schon, wie inzwischen vereinbart, per Email versandt, trotzdem musste ich mich aber auch um die Buchhaltung kümmern und auch die Zahlungseingänge verbuchen. Genau wie die Ausgänge an Versicherungen und Tankkartenbetreiber. Dann schaute ich mir die Daten an, die das E-Log an mein Email Postfach versandt hatte. Die Software erstellte dann zum Glück auch automatisch den IFTA Report und ebenso die Berechnungen für die Weight Distance Abrechnungen für New Mexico und Oregon.
    Da ich nur den einen Truck hatte, machte es keinen Sinn, da jemanden für einzustellen, der sich um diese Sachen kümmerte. Die Vorbereitenden Arbeiten konnte ich selbst erledigen, den Rest übernahm dann der Steuerberater, der ein guter Freund meines Vaters war. Es gab dann zwar auch Sachen, die ich immer wieder aufschob, das waren dann aber eher interne Geschichten, wie die Wirtschaftlichkeitsprüfung des Trucks. So lange ich schwarze Zahlen dabei schrieb, konnte ich solche Sachen machen, wenn ich da mehr Zeit zu hatte. Wichtiger war, dass alle Rechnungen pünktlich bezahlt wurden und dass die Zahlungen rechtzeitig eingingen. Mit der Zahlungsmoral von Walmart war ich zufrieden, so hatte ich auch genug Geld auf dem Konto, wenn die entsprechenden Zahlungen abgebucht wurden.
    So schlimm, wie bei Daniela und Marc Mertens würde es bei mir hoffentlich nicht kommen.

    Am Abend saß ich dann beim Abendessen mit Mom und Dad zusammen. Dabei wollte Dad wissen, ob ich jetzt damit zufrieden war, wie sich meine Karriere entwickelte. Das konnte ich bestätigen, auch wenn ich so natürlich unheimlich abhängig von Walmart war. Solange ich da aber einen guten Job machte, war das auch kein Problem. Dad konnte mir auch bestätigen, dass man mit mir äußerst zufrieden sei und ich nichts zu befürchten hatte. Außerdem hatte man ja jetzt wieder einen neuen Monat und Dad bestätigte mir, dass man mich jetzt für Aufträge innerhalb der kompletten USA und komplett Kanada freigeschaltet hatte. Meine Touren könnten jetzt, wenn sie vorliegen würden auch von Küste zu Küste gehen. Ich sollte aber jetzt auch auf eine entsprechende Winterausrüstung achten, da in Kanada schon der Winter eingekehrt war. Es dürfte jetzt auch nicht mehr lange dauern, bis der Winter im Norden der USA ankommen würde.
    Ich nahm mir dann spontan noch mal Zeit und schaute im Internet nach dem Preis für Schneeketten für den Truck. Dann setzten wir uns noch mal eine Zeit zusammen und unterhielten uns über alles Mögliche. Am späteren Abend packte ich dann schon wieder meine Sachen zum Mitnehmen zusammen und bereitete mich langsam darauf vor, dass ich ja gleich Keela von der Arbeit abholen musste. Gegen viertel vor Zehn verabschiedete ich mich dann und packte meine Sachen in den Ford.

    Dann fuhr ich zum Zentrallager, wo ich dann auf Keela wartete. Schließlich kam sie und begrüßte mich mit einem langen Kuss. Dann fuhren wir wieder zu ihr, wo wir dann wieder einen sehr schönen Abend verbrachten. Auch heute dauerte es wieder noch eine ganze Zeit, bis wir zum Schlafen kamen.
    Schöne Grüße aus dem Sauerland

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