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ATS - Kapitel 2 - Neue Geschäftspartner, neue Bekanntschaften und eine schicksalhafte Begegnung

  • Am frühen Nachmittag war ich wieder zu Hause. Mom, Dad und Vicky waren noch im Hotel, wo am Abend ein Konzert stattfinden sollte. Und Gina? Die ging wahrscheinlich noch einer Ihrer Lieblingsbeschäftigungen nach, Surfen oder Mountainbiken. Ich hatte also das Familienanwesen für mich alleine. Erst wollte ich ja den Rest des Tages mit faulenzen verbringen, aber ein Blick auf mein verstaubtes Auto ließ mich meine Pläne ändern. Fünf Minuten später rückte ich dem Dreck mit dem Gartenschlauch zu Leibe. Als ich fast fertig war und der Wagen wieder in der Sonne glänzte, donnerte Gina mit Ihrem SUV die Einfahrt hinauf. „Hi Brüderchen, bist ja fleißig.“ „Der Staub muss runter.“ „Wenn du schon mal nass bist, kannst du ja gleich mit meinem Auto weiter machen.“ „Ich bin doch….. eh was soll das.“ Noch bevor ich meinen Satz vollenden könnte, hatte Sie schon den Wasserschlauch auf mich gerichtet und mich nass gespritzt. Das bedeutete Krieg. Fünf Minuten später lief eine wilde Wasserschlacht, die wenig später jäh unterbrochen wurde. „Was wird das, wenn es fertig ist?“ Unsere Mom war nach Hause gekommen und wir hatten es gar nicht bemerkt. Umso erschrockener reagierten wir jetzt. Wir drehten uns zu Mom um, dabei vergaß ich allerdings, dass ich noch den Wasserschlauch in der Hand hielt und jetzt bekam Sie eine unfreiwillige Dusche. Wie ein begossener Pudel stand Sie vor uns, sah uns kopfschüttelnd an und meinte: „Ihr zwei werdet nie erwachsen.“

    Später am Abend, das Chaos draußen war inzwischen beseitigt und die fünf Sterne standen in Reih und Glied in der Einfahrt, saßen wir beim Essen. Während des üblichen Smalltalks am Tisch ließ Gina die Bombe platzen. „Ich werde bei David ins Geschäft einsteigen.“ Zu unserem Erstaunen war die einzige Reaktion von Dad: „Schön das du dich entschieden, was du
    beruflich machen willst.“
    Gina und ich gaben in diesem Moment wohl kein sonderlich intelligentes Bild ab, denn Mom und Dad grinsten. Nur Vicky schien das gar nicht zu interessieren, Sie kramte in Ihrer Handtasche und holte einen 100 Dollarschein raus, den Sie über den Tisch zu Mom schob. Spätestens jetzt verstanden Gina und ich nur noch Bahnhof. Dad hielt es jetzt für angebracht uns nicht doof sterben zu lassen. „Das kommt nicht überraschend für uns. Schon als Kinder hast du deinem Bruder alles nach gemacht. Als David nicht ins Familienbusiness einsteigen wollte war es sehr wahrscheinlich, dass du auch etwas anderes machen wirst. Und spätestens mit deiner Studienwahl war uns klar, dass du nicht im Hotel arbeiten wirst. Nur Vicky war immer noch überzeugt davon, dass du ins Hotel kommst. Also haben wir gewettet und eure Mom und ich haben gewonnen.“ „Also keine Diskussion darüber was ich mache?“ Gina war skeptisch, aber Dad erklärte Ihr, dass sie einverstanden waren, da die Nachfolge im Hotel mit Vicky eh geklärt war, denn im Gegensatz zu Gina und mir ging Sie im Hotelmanagement auf. An diesem Abend saßen wir noch sehr lange beisammen und unterhielten uns über Gott und die Welt. Erst spät gingen wir schlafen.

    Am nächsten Morgen war ich als erster wach. In der Küche machte ich mir einen Kaffee, ging hinaus auf die Terrasse und genoss die Morgensonne. Während der Kaffee dafür
    sorgte, dass ich wach wurde, schlenderte ich um das Haus. In der Einfahrt stand noch immer die schwarze Familienflotte. Links Dads S63 AMG,


    rechts Moms SL63 AMG

    und dazwischen die Autos von Vicky, Gina und mir. Zum Abschluss des Studiums hatten wir jeder ein neues Auto bekommen. Unsere Eltern ließen uns bei der Auswahl freie Hand, wobei das nicht so ganz stimmte. Dads Bedingung war, dass das Kürzel AMG in der Modellbezeichnung vor kam. Vicky hatte sich für einen CLS63 AMG entschieden,

    ich mich für einen C63 AMG

    und Gina vor ein paar Wochen für einen ML63 AMG.

    Wenigstens in dieser Hinsicht hielten sich auch Gina und ich an Dads Vorgaben. Nach dem Frühstück machte sich Vicky auf den Weg nach Hause. Selbst am Sonntag trug Sie beim Verlassen des Hauses ein elegantes Businesskostüm. Man merkte, dass Sie in dieser Hinsicht nach Dad kam. Genau wie er war Sie nur selten in legeren Klamotten zu sehen. Überhaupt hatte Sie viele Eigenschaften von Dad. Sie war kontrolliert, sachlich und korrekt, genau wie Dad. Gina und ich kamen hingegen mehr nach unserer Mom. Genau wie Sie waren wir spontan, etwas verrückt und für jeden Mist zu haben.

    Gerade als ich mich gegen Mittag auf den Weg zum Grandma machen wollte, kam Gina ebenfalls aus dem Haus.
    „He Brüderchen, wo willst du denn hin? Hast wohl ein Date.“ „Ich bin mit Grandma zum Essen verabredet.“ „Was dagegen, wenn ich mit komme?“ „Steig ein.“ Zwanzig Minuten später betraten wir das familieneigene Hotel, dass nichts mehr mit dem kleinen Hotel von vor vierzig Jahren zu tun hatte. Inzwischen war das „Grand Lion Hotel“ zu einer der exklusivsten und beliebtesten Adressen der Stadt geworden und sowohl bei Geschäftsleuten als auch bei Touristen sehr beliebt. Wir trafen uns mit Grandma in der Skylounge im 28. Stock, von hier hatte man einen traumhaften Blick über die Bay und auf die Bay Bridge. Grandma begrüßte uns freudig und nach einem kleinen Happen Essen, kam ich zum eigentlichen Thema. Aufmerksam las Sie die Unterlagen, die Mrs. Berger mir geschickt hatte. Wir merkten schnell, dass Grandma die Sache sehr nahe ging. Als Sie fertig mit Lesen war, hatte Sie jede Menge Fragen und wollte natürlich wissen, was aus Ihrer Schwester geworden war. Auch Gina war neugierig. Also erzählte ich den beiden was mir Dirk tags zuvor erzählt hatte. Außerdem zeigte ich ihnen noch einige Fotos die Dirk mir geschickt hatte. Am Ende meines Vortrags brauchte Grandma einen Drink und wollte am liebsten direkt mit Dirk reden. Auch meinen Einwand, dass in Europa schon tiefste Nacht war, ließ Sie nicht gelten. Es blieb mir also nichts anderes übrig als Dirks Nummer zu wählen. Wider erwarten ging er nach kurzem klingeln ans Telefon und verfluchte mich nicht direkt. „Sorry Cousin, aber hier sind zwei Ladys die dich unbedingt kennen lernen wollen.“ Gina und Grandma schauten neugierig auf den Bildschirm des Tablets. „Darf ich vorstellen. Meine kleine Schwester Gina und unsere Grandma Francesca.“ Beide winkten in die Kamera. Eine Weile unterhielten wir uns, aber schließlich hatte auch Grandma ein Einsehen, dass wir Dirk und Isabelle, die in der Zwischenzeit dazu gestoßen war, nicht gänzlich den Schlaf rauben konnten. An diesem Abend ging es zeitig ins Bett. Am nächsten Morgen sollte ich schon um vier Uhr bei Beaver Homes laden.

    Der Wecker klingelte an diesem Montag viel, viel zu früh. Wie ein Zombie schlurfte ich durchs Haus, machte meine Sachen fertig und verließ das Haus. Ginas Make-up konnte nur schwer Ihre ebenfalls vorhandene Müdigkeit verbergen, aber Sie hatte sich in den Kopf gesetzt mich in dieser Woche zu begleiten, wie Sie es schon so oft getan hatte. Schließlich war das auch die einzige Möglichkeit weitere Details über Ihren Einstieg bei Lion Trucking zu besprechen. Kurz vor vier standen wir auf dem Gelände von Beaver Homes. Hier wartete ein Opentop Trailer beladen mit Baumaterialien darauf von mir zur Gallo Winery in der Nähe von Eureka gebracht zu werden. Nach der PTI konnte es losgehen. Die Fahrt verlief ereignislos. Auch von Gina war nicht viel zu hören, Sie war die meiste Zeit mit Ihrem Tablet beschäftigt. Im Gegensatz zu mir, wollte Gina als fester Subunternehmer für einen Kunden fahren. Dafür benötigte Sie ein Unternehmen, dass möglichst flächendeckend in den Staaten vertreten war. Firmen wie John Deere, CAT oder die Chemiebranche fielen aber aus. Auch wenn Gina genau wie ich alle nötigen Endorsment hatte, konnte man doch davon ausgehen, dass diese Firmen einem Neuling eher keine Chance geben würden. Anhand der vorhandenen Niederlassungen erschien Ihr Walmart als die beste Lösung, gab es doch quasi in jeder amerikanischen Stadt mindestens einen Markt. Nachdem Gina sich ca. eine Stunde zu diesem Thema auf der Walmart Internetseite belesen hatte, machte sich Ernüchterung breit. In Bentonville wollte man in Zukunft wieder mehr Frachten mit dem eigenen Fuhrpark abwickeln, deshalb werden keine neuen Verträge mit Subunternehmern mehr abgeschlossen. Einziger Weg als Sub bei Walmart rein zu kommen, war die Übernahme eines bestehenden Vertrages. Für Gina begann also nun die Suche, die sich aber komplizierter gestaltete als gedacht. Währenddessen waren wir in Eureka angekommen und konnten die Auflieger tauschen. Zurück nach San Francisco ging es mit einem leeren Opentop Trailer. Laut Joe sollte es die ganze Woche über so laufen, da bei Gallo eine neue Halle gebaut wurde und Beaver das Material lieferte. So hatte ich die ganze Woche gut zu tun.


    Am Ende des Tages war Gina nicht mehr all zu gut gelaunt. Sie hatte zwar zwei Anzeigen gefunden, die einen Walmart Vertrag beinhalteten, aber es handelte sich dabei um komplette Firmenübernahmen mit Grundstück, Fuhrpark und allem drum und dran. So etwas kam aber nicht in Frage, Lion Trucking besaß ja schon ein Grundstück und Gina brauchte auch keine eigene USDOT Nummer, da diese ja firmenbezogen waren und an Ihrem Truck also die selben Nummern stehen würden wie an meinem. Etwas ratlos machte Sie sich am Abend auf den Heimweg.

    Am nächsten Morgen begann das Spiel wieder von vorn. Laden in Frisco, Abliefern in Eureka und wieder zurück. Aber bei der zweiten Tour am Nachmittag wendete sich das Blatt. Bei unserer Ankunft in Eureka stand da schon ein Truck. An sich wäre das nichts besonderes, schließlich herrschte bei Gallo ein geschäftiges Treiben. Auch das es sich bei der Zugmaschine um einen Freightliner Cascadia in Walmart Lackierung handelte wäre an sich nicht ungewöhnlich, aber Trailer gab dem Ganzen ein eher merkwürdiges Bild. Bisher hatte ich noch nie einen Walmart Truck mit einem Tieflader, beladen mit einem schweren Bagger, gesehen. Walmart und Baumaschinentransporte? Das war mir neu. Erst ein genauerer Blick auf den Freighty brachte etwas Licht ins Dunkel. Über der USDOT Nummer stand relativ klein ein Firmenname. „McGill Construction“ war da zu lesen. Schien also auch ein Sub zu sein. Als wir ausstiegen kam der Fahrer zu seinem Truck.
    „Schicker Volvo“ meinte er anerkennend nickend. „Danke, ungewöhnlicher Cascadia“ antwortete ich. Er schaute mich fragend an und warf dann einen kurzen Blick auf seinen Truck, dann schien es Ihm zu dämmern. „Ach so, die Lackierung und der Firmenname.“ „Genau. Walmart mit Tieflader? Sehr ungewöhnlich.“ Inzwischen standen wir direkt bei Ihm und stellten uns erst einmal vor. Josh McGill hieß der junge Mann, der bestimmt nur ein paar Jährchen älter war als wir. McGill Construction gehörte seinem Vater, da das Baugeschäft sehr jahreszeitabhängig war, hatten die McGills vor einigen Jahren einen Vertrag mit Walmart geschlossen um ganzjährig wenigstens ein Grundeinkommen zu haben. Inzwischen liefen die Baugeschäfte aber so gut, dass sich auch Josh voll auf das Kerngeschäft konzentrieren wollte. Auch private Gründe spielten dabei eine Rolle. Das Dumme war nur, dass der Vertrag mit Walmart noch recht lange lief und eine vorzeitige Kündigung Strafen nach sich ziehen würden. „Am liebsten würde ich den Vertrag an jemand anderen abgeben, vor allem da Ende Oktober der Leasingvertrag für den Cascadia ausläuft. Aber finde mal jemanden, der nur einen Vertrag übernimmt. Die meisten wollen gleich eine ganze Firma übernehmen.“ Bei diesen Worten musste ich mehr und mehr grinsen und Gina sagte: „Vielleicht hast du diesen jemand gerade gefunden.“ Josh schaute uns erstaunt an und während ich den Papierkram mit meinen Trailern erledigte, klärte Gina Ihn auf. Als ich bereit für die Rücktour war, waren Gina und Josh soweit verblieben, dass Sie sich am nächsten Tag mit den McGills auf deren Hof in der Nähe von Oakland treffen wollte um weitere Einzelheiten zu klären. Den Rest des Tages war Ginas Laune nicht mit der Tags zuvor zu vergleichen. Gut gelaunt und aufgedreht saß Sie neben mir und konnte den nächsten Tag kaum erwarten.

    Abends saßen wir noch eine Weile in der „Firmenzentrale“ von Lion Trucking, bevor wir nach Hause fuhren. Im Gegensatz zu Gina fiel ich dort müde ins Bett, wofür Sie noch viel zu aufgedreht war. Dementsprechend sah Gina am nächsten Morgen aus, was unsere Mom, mit der wir frühstückten, grinsend zur Kenntnis nahm. Während ich den dritten Tag meiner Rundläufe startete, machte sich Gina auf den Weg nach Oakland. Gegen Mittag rief Sie an und plapperte mich direkt ohne Punkt und Komma zu. Sie hatte sich mit den McGills geeinigt und war total euphorisch. Nur eine Sache machte Ihr noch Kopfschmerzen. Der Vertragsübernähme musste noch Walmart Transportation in Form von Frank Murdock, seines Zeichens Gebietsleiter für Kalifornien zustimmen. Ich versuchte Gina zu beruhigen, schließlich sollte lediglich ein bestehender Vertrag umgeschrieben werden. Der Termin bei Mr. Murdock war für den 09. Oktober angesetzt. Also musste Gina sich noch ein paar Tage gedulden, bis die endgültige Entscheidung fallen würde. Die nächsten zwei Tage spulte ich noch die letzten Touren nach Eureka runter. Gina begleitete mich wieder, da Sie zuhause nur durchdrehen würde, wie Sie sagte. Am Wochenende fand ich es an der Zeit meinen Firmenhof etwas aufzuräumen. Außerdem wollte ich noch etwas für meine Fitness tun und schnappte mir mein Mountainbike.

    Montagmorgen den 02. Oktober klingelte der Wecker wieder um drei Uhr. Gina begleitete mich auch in dieser Woche wieder. Um fünf sollte ich bei 7-Eleven einen Reefer übernehmen und zu Gallo in Eureka bringen.


    Überhaupt würde ich mir in dieser Woche wohl den Großteil meiner Touren selbst besorgen müssen, Joe hatte mir schon gesagt, dass er wohl eher nichts für mich haben würde. Viertel sechs verließen wir den Hof und machten uns auf den Weg. Über die Golden Gate Bridge ging es aus der Stadt heraus und über den Highway 101 vorbei an Ukiah nach Norden.

    Die selbe Strecke, die ich in der letzten Woche tagtäglich gefahren war. Gegen halb zwölf lieferten wir den Trailer ab. Gina hatte während der Fahrt schon eine neue Tour besorgt. Beim Walmart Zentrallager in Eureka stand ein mit Joghurt beladener Reefer der zum Neighborhood Market nach Sacramento musste.

    Über den Highway 101 ging es Richtung San Rafael, dann weiter auf der California State Route 37 bis zur Interstate 80, die uns dann nach Sacramento führte. Gegen sechs Uhr Abends erreichten wir die Kalifornische Hauptstadt und lieferten den Trailer ab. Danach ging es zu einem Motel am Sacramento River wo Gina zwei Zimmer gebucht hatte.

    Am nächsten Morgen klingelte der Wecker wieder grausam früh, aber diesmal war Gina trotzdem gut gelaunt. Sie war gespannt auf die Leute bei Walmart. Nach einem kurzen Frühstück checkten wir aus. Nach dem Verlassen des Motels ging es zum Zentrallager von Walmart, wo ich einen Reefer für Oxnard übernehmen sollte. Die Papiere sollte ich bei der zuständigen Dispatcherin Keela Ryan abholen. Zwanzig vor fünf bog ich in die Einfahrt des Zentrallagers ein und parkte den Volvo. Gina bestand darauf mich ins Büro zu begleiten, würde es doch nichts schaden wenn Sie schon mal einen ersten Eindruck hätte. Wenn alles so klappte, wie wir und im speziellen Sie sich das erhoffte, wäre Sie ja sowieso in Zukunft häufiger hier. Im Büro war es nicht schwierig Keela Ryan zu finden. An den wenigen besetzten Schreibtischen saßen nur Männer, lediglich an einem saß eine junge rotblonde Frau. Zielstrebig steuerten wir auf Sie zu und hatten uns nicht getäuscht. Keela Ryan - Dispatcher, stand auf dem kleinen Schild, welches auf Ihrem Schreibtisch stand.

    Fragend blickte Sie auf, als Sie uns bemerkte.
    „Guten Morgen, David Lion von Lion Trucking“ stellte ich mich vor. „Hallo, Keela Ryan, Sie sind wegen der Papiere für den Reefer nach Oxnard hier, stimmt's?“ „Genau, sind wir. Ich bin Gina Lion, die Schwester von diesem wohlerzogenen Menschen hier.“ Wobei Sie das „wohlerzogen“ ironisch meinte, hatte ich es doch versäumt Sie vorzustellen. Keela grinste: „Das kenne ich, meine Brüder vergessen auch häufig ihre Manieren.“ Beide lachten, während ich gute Miene machte. Während Keela die Papiere fertig machte, fragte Sie: „Fahrt ihr als Doppelbesatzung?“ Gina antwortete noch bevor ich etwas sagen konnte. „Um Gottes Willen, ich mag meinen Bruder, aber auf Dauer, fast rund um die Uhr mit Ihm in einem Truck, da würde ich durchdrehen.“ „Dito“ stimmte ich meiner Schwester zu. Keela grinste uns an. „Exklusiv für Walmart fährst du aber nicht, oder? Hab von Lion Trucking noch nie etwas gehört.“ „Nein eigentlich hab ich einen Vertrag mit Beaver Homes in San Francisco unserer Heimatstadt, aber wenn die nix haben muss ich mir was anderes suchen.“ „Aber wenn alles klappt, fahre ich bald fest für Walmart.“ Ob dieses letzten Satzes, schaute uns Keela jetzt erstaunt an, was Gina zu weiteren Erläuterungen nötigte. Sie erzählte also die Kurzfassung Ihrer Pläne und endete schließlich mit. „Hoffentlich stimmt Mr. Murdock der Vertragsübernahme zu. Kennst du Ihn persönlich? Wie ist der so?“ Diese Frage brachte Keela sichtlich ins trudeln. Sie wurde blass und druckste etwas rum, nur um im nächsten Moment wieder zu strahlen. Diese kurze Unsicherheit blieb uns nicht verborgen, konnte ich mir aber keinen Reim darauf machen. Im nächsten Augenblick trat ein junger Mann zu uns an den Schreibtisch, umarmte Keela und gab Ihr einen langen Begrüßungskuss, wodurch sich zumindest das Strahlen erklärte. Keela stellte uns vor: „Das ist Marc, auch Owner Operator.“ Marc reichte uns die Hand „Marc Murdock“ und ich stellte Gina und mich vor. „Dann ist das euer Volvo draußen.“ „Seiner“ antwortete Gina, aber eigentlich brannte Ihr im Moment etwas ganz anderes unter den Nägeln. „Murdock? Wie Frank Murdock?“ „Ihr kennt meinen Dad?“ „Noch nicht. Aber er muss sein Okay zu meinen Plänen geben.“ Jetzt war Marcs Gesicht ein einziges Fragezeichen und Keela klärte Ihn kurz auf. „Da es ja eine Vertragsübernahme ist, müsste es eigentlich klappen, ich hab ja auch den Vertrag von einem Subunternehmer übernommen.“ „Und was hält er von Frauen, die als Owner Operator für Walmart fahren wollen?“ „Ich glaube nicht, dass er da irgendwelche Vorurteile hat. Hauptsache du machst deinen Job.“

    Während Gina Marc weiter mit Fragen löcherte, machte Keela sowohl meine als auch Marcs Papiere fertig. Als Marc die Fragen, die er beantworten konnte, zu Ginas Zufriedenheit beantwortet hatte, reichte Keela uns die Papiere. „Einmal Tor 12, ein Reefer für das Walmart Supercenter in Oxnard für euch.“ Sie gab mir die Papiere. „Und Tor 8, ein Reefer für das Walmart Supercenter in Primm für dich mein Schatz.“ Durch Marcs Tour, die Ihn nach Nevada führte kamen wir noch kurz auf die schrecklichen Ereignissen in Las Vegas tags zuvor zu sprechen.

    Schließlich verabschiedeten wir uns von Keela und gingen nach draußen, bei Marc dauerte die Verabschiedung von seiner Freundin noch etwas, so dass er erst auf dem Parkplatz ankam, als bei uns der Motor des Trucks schon lief. Als Er an seinem Truck, einem weißen Kenworth W900 ankam, sprachen wir noch kurz über die Vorzüge des jeweiligen Trucks, standen hier doch Klassik und Moderne Seite an Seite. Aber letzten Endes wurde es dann doch langsam Zeit zu starten, nicht das es noch hieß „Die Owner Operator stehen nur auf dem Hof und quatschen.“

    Über die Interstate 5 ging es nach Süden, während dieser ersten Etappe der Tour fuhren wir zusammen mit Marc im Konvoy und unterhielten uns über Funk. Nachdem Gina Ihn im Büro ausgequetscht hatte war es nun Marc der mehr über Lion Trucking und uns erfahren wollte. Bei Stockton trennten sich dann unsere Wege. Später, als wir die I-5 verlassen hatten, machten wir an einem kleinen Imbiss eine Pause. Danach ging es über Highway 101 weiter nach Süden. Unterwegs versetzte uns ein überholter Truck in Erstaunen. Wer war den noch mit so einem Oldie unterwegs?

    Oxnard erreichten wir gegen Mittag und lieferten den Trailer beim Walmart Supercenter ab. Nach einem kurzen Mittagessen ging es weiter zu Union Pacific wo ein Auflieger mit Baustoffen für den Hafen von Oakland auf uns wartete. Die Abfahrt aus Oxnard verzögerte sich allerdings unplanmäßig. An einem Bahnübergang wollten sich die Schranken einfach nicht öffnen. Wertvolle Zeit verstrich.

    Kurz vor zwei waren wir endlich aus der Stadt heraus und es ging wieder über die I-5, doch jetzt nach Norden. Kurz vor fünf endete der Arbeitstag dann auf einem Truckstop direkt an der Interstate.

    Für diese Pause stand Gina und mir eine Premiere bevor. Das erste Mal mussten wir beide im Truck übernachten. Bisher waren wir entweder nur Tagestouren gemeinsam gefahren oder hatten in einem Motel übernachtet. Erschwert wurde das Ganze durch den Umstand, dass der Volvo nur ein richtiges Bett oben hatte. Ein zweites Bett musste erst einmal aus der Sitzecke unten gebaut werden. Damit war auch klar, wer das bequeme Luxusbett und wer das Provisorium bekam. Der nächste Tag startete noch früher als der vorherige. Kurz nach zwei nervte der Wecker. Nach einem Besuch in der Sanitärabteilung des Truckstops ging es weiter zum Port of Oakland, wo wir kurz vor sechs ankamen. Direkt im Hafen hieß es dann mal wieder Trailertausch. Weiter ging es mit einem Containerauflieger voller Reifen der zu Tesla Motors in Santa Maria. Kurz vor sieben verließen wir das Hafengelände wieder.

    Über die Interstates 580 und 5 ging es nach Süden bis wir schließlich auf den Highway 101 wechselten. Gina beschäftigte sich während der Fahrt mit dem Surfen im Internet. Irgendwann hatte Sie dann alle Seiten der Truckhersteller durch und wusste was für ein Truck es für Sie werden sollte. Western Star fiel aus, da Sie die Trucks einfach hässlich fand. Mit einem International Prostar könnte Gina sich zwar anfreunden, aber der nächste Händler war sehr weit von Frisco entfernt. Genauso sah es bei Mack aus. Kenworth und Peterbilt fielen ebenfalls aus. Die Aerohauber Kenworth T680 und Peterbilt 579 gefielen Gina ebenfalls nicht. Auch die Klassiker Kenworth W900 und Peterbilt 389 fand Sie nicht all zu prickelnd. Blieben also noch Freightliner und Volvo. Den Cascadia empfand Sie genau wie ich zu sehr als Flottentruck. Es würde also auf einen Volvo hinauslaufen, woran ich nicht ganz unschuldig war. Wir spekulierten beide darauf, dass durch den baldigen Modellwechsel vielleicht ein Schnäppchen zu machen wäre.

    Mittags erreichten wir unser Ziel in Santa Maria wo wir den Trailer abstellten, eine kurze Mittagspause einlegten, bevor wir bei Costco einen mit Möbeln beladenen Auflieger abholten. Dieser sollte zum Tesla Händler in San Francisco gebracht werden. Es ging also Richtung Heimat. Über den Highway 101 und 1 ging es nach Norden bis kurz hinter Oakland wo wir um drei Uhr auf einem Rastplatz Pause machten. Kurz nach Mitternacht klingelte wieder der Wecker und wir nahmen die letzten Meilen unter die achtzehn Räder. Kurz nach vier stand der Trailer bei der Tesla Niederlassung in Frisco. Auf dem Weg zur nächsten Ladestelle setzte ich Gina bei der Firma ab, Sie musste noch einige Unterlagen einreichen, damit Sie offiziell als Teilhaberin bei Lion Trucking eingetragen werden konnte.

    Für mich ging es zum Hafen wo ich einen Reefer, beladen mit Tiefkühlgemüse, für Costco in Los Angeles übernehmen sollte. Kurz vor sechs verließ ich meine Heimatstadt wieder. Zuerst ging es über die I-80 nach Osten, danach ein kurzes Stück auf der I-580 und schließlich über die I-5 nach Süden. Die einzige Waage auf der Strecke war zwar besetzt, die Cops
    waren aber mehr an Spielzeug interessiert als an meinem Tiefkühlgemüse. Ich durfte unbehelligt weiter fahren.


    Gegen Mittag erreichte ich den Großraum Los Angeles. Glücklicherweise blieb ich von den berüchtigten Staus verschont und konnte den Trailer kurz nach eins abliefern und direkt
    einen anderen Auflieger mitnehmen. Diesmal ging es mit einem Reefer, beladen mit Tomaten, zu Kraft Heinz in Oakdale. Kurz vor zwei verließ der Löwe mit einem Panther im Schlepp Los Angeles.


    Bis zum späten Nachmittag durfte ich noch fahren. Kurz vor fünf Uhr erreichte ich einen Truckstop in der Nähe von Fresno. Nach Dusche und Abendessen machte ich es mir in meinem Wohnzimmer gemütlich, telefonierte mit Mom und Gina, schaute mir nebenbei einen Film an und ging schließlich gegen neun schlafen.

    Am nächsten Tag ging es wieder früh um drei weiter. Punkt sechs stand ich bei Kraft Heinz auf dem Hof und tauschte die Auflieger. Weiter ging es mit einem Opentop Trailer der mit Paletten beladen war. Ziel des Trailers war Gallo Winery in San Rafael. Um neun Uhr erreichte ich das Weingut. Hier musste ich dieses Mal nicht absatteln. Der Trailer sollte lediglich entladen werden und danach von mir zu Caterpillar in San Francisco gebracht werden. Während der Auflieger entladen wurde machte ich Frühstück. Danach ging es auch schon wieder weiter. Am frühen Freitagnachmittag lieferte ich den Trailer bei CAT ab. Gegen vier beendete ich die Woche auf dem heimischen Hof mit dem Waschen des Volvo. Am Wochenende
    zog ich nach langer Zeit mal wieder mit Freunden um die Häuser. Dementsprechend dauerte es am Sonntag auch deutlich länger, bis ich in die Gänge kam. Mom hatte die Gelegenheit genutzt für den Abend ein Familienessen anzusetzen. Es kam in letzter Zeit ja nicht all zu oft vor, dass für Familienzusammenkünfte Zeit war.

    Montag, der 09. Oktober, Ginas großer Tag. Heute entschied sich ob Sie den Vertrag der McGills übernehmen durfte. Da ich bisher als alleiniger Eigentümer von Lion Trucking eingetragen war, musste ich Gina zu dem Gespräch mit Mr. Murdock begleiten. Allerdings hatten wir noch Zeit das Gespräch war für ein Uhr Mittags geplant. Kurz vor elf machten wir uns mit meinem Benz auf den Weg nach Sacramento. Halb eins erreichten wir das Zentrallager von Walmart wo Frank Murdock sein Büro hatte. Am Empfang wurden wir von einer jungen Dame empfangen, die sich als Sheila Miller vorstellte und uns bei Mr. Murdock anmeldete. Außer uns war auch Josh McGill da. Pünktlich um eins empfing uns Marcs Vater. Nach einer knappen Stunde war auch klar, dass Ginas Sorgen unbegründet waren. Mr. Murdock stimmte der Vertragsübernahme zu und Gina war ab dem 01. November offiziell Walmart Subunternehmer. Am Ende nutzte Er die Gelegenheit Gina noch zwei Ihrer zukünftigen Dispatcher vorzustellen. Eine davon war Keela Ryan, die wir die Woche zuvor schon kennengelernt hatten. Der andere war Daniel Schneider ein etwa 30 Jähriger Mann, der Gina äußerst interessiert musterte. Auf dem Rückweg nach San Francisco unterhielten wir uns über das vorangegangene Gespräch. „Ich find's toll, dass ich Keela zugeteilt wurde.“ „Aber Daniel scheint's du ja auch nicht unsympathisch zu sein.“ „Du untertreibst, der hat mich ja
    regelrecht mit Blicken ausgezogen.“ grinste Gina. Das war nicht weiter verwunderlich, meine Schwestern verdrehten mit ihrem Aussehen problemlos jedem Kerl den Kopf.

    Zuhause setzte ich Gina ab, zog mich um und machte mich auf den Weg zur Firma. Die nächsten Tage war ich von Joe wieder zu Rundläufen nach Eureka eingeteilt wurden. Die Touren
    waren zwar langweilig aber ich war jeden Tag zuhause. Aber insgeheim hoffte ich natürlich von Joe auf weitere Touren geschickt zu werden. Freitagvormittag, ich war gerade zum letzten Mal für diese Woche auf dem Weg nach Eureka, rief mich Gina mit Neuigkeiten an. Sie war jetzt offiziell als Teilhaberin von Lion Trucking eingetragen. Nun fehlte nur noch Ihr eigener Truck. Nach meiner Rückkehr zu Beaver Homes fuhr ich direkt zur Volvo Niederlassung. Eigentlich war ich dort mit Gina verabredet, aber von Ihr fehlte jede Spur. Also nutzte ich die Zeit den Volvo in der Werkstatt abzugeben, die erste Inspektion stand auf dem Plan. Den Termin hatte ich kurzfristig klar gemacht. Als ich die Werkstatt verließ kam Gina angefahren. Wir schauten uns auf dem Außengelände eine Weile um. Neben diversen gebrauchten Fahrzeugen waren auch schon einige neue Modelle auf dem Hof. Aus einem der neuen Trucks stieg gerade Julie Snyder aus und konnte Ihr Erstaunen mich zu sehen nicht ganz verbergen.
    „Mr. Lion. Schön Sie wiederzusehen. Es gibt doch hoffentlich keine Probleme mit Ihrem Truck?“ „Hallo Mrs. Snyder, Nein es ist alles in Ordnung. Aber meine Geschäftspartnerin ist auf der Suche nach einem Truck.“ Gina reichte Julie die Hand „Gina Lion. Die Geschäftspartnerin und Schwester von David.“ „Julie Snyder. Sie suchen also einen Truck?“ „Genau, aber kein Neufahrzeug aber auch nicht zu alt.“ „Dann würde ich Ihnen einen Vorführer empfehlen. Wir können in meinem Büro ja mal schauen was kurzfristig verfügbar war.“ Mit diesen Worten ging Sie in Richtung Verkaufsraum und wir folgten Ihr. Dabei nutzte ich die Gelegenheit Sie etwas genauer zu betrachten. Ich schätzte Julie so auf Mitte dreißig. Die langen dunklen Haare trug Sie hochgesteckt und Ihr elegantes Businesskostüm, betonte Ihre tolle Figur noch mehr. Mit wiegenden Hüften lief Sie vor uns her und ging zielstrebig auf Ihr Büro zu. Erst jetzt fiel mir das Schild neben der Bürotür auf, welches Julie Snyder als Chefin auswies. „Das hätten Sie wohl nicht gedacht.“ grinste Julie, die meinen etwas ungläubigen Blick bemerkt hatte und ich musste zugeben, dass ich nicht damit gerechnet hatte, dass das Ihr Unternehmen war.

    Aber schließlich erinnerte ich mich wieder an den eigentlichen Grund unseres Besuches.
    „Soll es den wieder der selbe Truck werden?“ „Was Motor, Getriebe und Ausstattung betrifft ja, aber als 730. Ich brauch diese riesige Kabine nicht unbedingt.“ „Dann schauen wir mal.“ Julie suchte in der Datenbank. „Okay, im Moment haben wir fünf 730er auf Lager. Zwei weiße mit 400 PS und Automatik.“ Gina schüttelte sofort den Kopf. „Dann noch einen roten mit 450 PS und Handschaltung und einen schwarzen mit 500 PS und ebenfalls Handschaltung.“ „Die sind auch nicht das Richtige für mich.“ „Dann hätte ich noch einen 730er, der ist von eigentlich mit deinem 780er identisch.“ „Dann wäre der ideal.“ Julie nickte nur vielsagend, irgendetwas schien Sie noch skeptisch zu machen. Ich konnte mir auch denken was es war. Bei den anderen hatte Sie die Farbe gesagt, nur bei diesem nicht. „Wollen wir uns das Fahrzeug mal anschauen?“ „Auf jeden Fall.“ Gina wollte Ihren möglichen neuen Truck so schnell wie möglich sehen. Wir gingen also wieder nach draußen und in den hinteren Bereich des Geländes, wo ich meine Befürchtung auch sofort bestätigt sah. Hier hinten stand nur ein 730er und der war ein überdimensionales Knallbonbon. Das kräftige pink glänzte in der Herbstsonne und mir klappte die Kinnlade runter. Ein Blick auf Gina zeigte mir allerdings, dass Sie definitiv vor Ihrem neuen Truck stand. Dazu brauchte Sie nix zu sagen, Ihr Strahlen sprach Bände. Nach einer Stunde war dann alles unter Dach und Fach. Der 730er bekam noch das gleiche Dekor wie mein Truck und alle Nummern verpasst. Außerdem musste noch das für Walmart nötige ORBCOMM eingebaut werden, sowie noch einige kleine Sonderwünsche von Schwesterchen.

    Den Abend verbrachten wir dann zuhause und mussten Mom und Dad natürlich ausführlich Bericht erstatten. Der nächste Tag, Samstag der 14. Oktober, sollte zu einem Tag werden, der mein Leben verändern sollte. Das wusste ich beim Frühstück allerdings noch nicht. Vormittags wollte ich einkaufen gehen und die Vorräte in meinem Truck aufstocken. Dafür hatte ich
    mir einen tollen Tag ausgesucht, schon seit der Nacht regnete es ununterbrochen. Trotzdem machte ich mich auf den Weg zu einem Einkaufszentrum. Spontan aß ich in einem Restaurant noch eine Kleinigkeit zu Mittag, bevor ich mich auf den Weg zur Firma machte. Aber ich kam nicht weit. Durch den Regen hatten sich am Straßenrand große Pfützen gebildet. Da mir auf der engen Straße ein anderes Fahrzeug entgegen kam, musste ich durch eine riesige Pfütze fahren. Die Wasserfontäne spritzte meterweit und im Rückspiegel sah ich wie eine Frau mir wütend hinterherwinkte. Ich hielt an, stieg aus und lief zurück. Da sah ich die Bescherung. Der Wasserschwall hatte eine junge Frau voll getroffen. Wie ein begossener Pudel stand Sie vor mir und sah trotzdem noch hinreißend aus. Ich stammelte eine Entschuldigung, da mir die Sache extrem peinlich war. „Schon gut, ich wollte zwar erst nach dem Training duschen.“ Dabei lächelte Sie mich an und verschwand in Richtung des Fitnessstudios vor dem wir standen und ich fuhr weiter. Dort angekommen räumte ich die Vorräte in den Volvo, dabei erwischte ich mich immer wieder dabei, dass meine Gedanken immer wieder um die Lady mit unfreiwilligen Dusche kreisten, obwohl ich Sie nur wenige Augenblicke gesehen hatte.
    Schöne Grüße aus Sachsen

    950 mal gelesen

Kommentare 20

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    elwime -

    Schöne Geschichte und die Firma Murdock ist auch schön eingebunden und das ende gibt noch was zum spekulieren

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    Marco13001 -

    Wieder einmal Toll Geschrieben :) Wird die geschichte aus dem ETS auch fortgesetzt oder war das jetzt die Überleitung zu sozusagen einem neuen Buch und es geht jetzt dauerhaft im ATS weiter?

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      Iceman684 -

      Die ETS Story führe ich ebenfalls weiter, allerdings wird es da keine regelmäßigen Kapitel geben, aber die Hauptpersonen aus der ETS Story werden auch ab und an in der ATS Story auftauchen. Konkrete Pläne schwirren mir schon im Kopf herum.

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      Marco13001 -

      Danke für deine schnelle Antwort, dann warte ich mal gespannt darauf wie es weiter geht. :)

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    alaskabaer01 -

    Tolles Kapitel.

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    infinity -

    :) Die Story gefällt mir. Schöne Brücke zum Sauerländer.

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    Werner 1960 -

    Schön geschrieben. Mach es weiter so spannend.

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    TurboStar -

    Schönes Kapitel. Du scheinst einen Fetisch für pinke Trucks zu haben. Erst in Europa der Scania in "Chicago Candy" und jetzt ein pinker Volvo?

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      Iceman684 -

      Diesmal bleibt er aber pink, wird schließlich von ner Frau gefahren.

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    Sauerlaender -

    Sehr schönes Kapitel. Du hast meine Chakartäre sehr gut eingebaut und umgesetzt. Keine Beanstandungen. Eher ein großes Lob. Bin dann schon gespannt, wie es weitergeht. Gina wird mir ja dann wahrscheinlich öfter mal über den Weg laufen. ;)

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    Project m -

    So eine "Familienflotte" hätte ich dann auch gern einmal. schmunzel.

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    loddi51 -

    Schön geschrieben Iceman684.Die Lady taucht bestimmt im nächsten Kapitel wieder auf.......