TruckSim Map Bilder Show

hier könnte auch dein Bild stehen ...

Kapitel 15 - Wer da zu spät kommt, wo kein neuer Truck hilft

  • Montag, 23.10.2017

    Dass ich mir einen Peterbilt gekauft hatte, hatte noch einen praktischen Vorteil. Ich konnte mit dem Auto zu meiner Firma in Roxborough-Manayunk fahren, mit SEPTA Regional weiter nach Conshohocken und von da mit den Inlinern, die ich mir direkt nach dem Umzug nach Philadelpha mal gekauft hatte, die 2 Meilen zum Händler antreten. Trevor, der Verkäufer mit dem ich auch seinerzeit den Vertrag gemacht hatte, guckte zwar etwas komisch bei diesem Verkehrsmittel, aber das war mir egal. Ein Taxi wäre teurer gekommen und laufen hätte viermal so lange gedauert. Ich zog die Inliner aus und holte meine Sneakers aus dem Rucksack.
    Mein Prachtstück stand schon vor dem Verkaufsraum in der Sonne, mit allen Beschriftungen von Firmenlogo übers Nummernfeld bis hin zu den kleinen Steuerplaketten für New York HUT und IFTA Dieselsteuer fertig zugelassen.




    Ich ließ mir von Trevor die Feinheiten der Bedienung von Standklima, Notstart des Motors über die Batterien der Komfortausrüstung und das Festeinbau-Navi erklären. Außerdem den Tankwahlschalter, der auch bei einem modernen Truck nicht so überflüssig war wie man denken konnte. Immerhin beherrschte der so Streiche wie Crossfill oder konnte einen problematischen Tank, zum Beispiel durch verunreinigten oder bei Kälte auskristallisierten Diesel absperren. Wenn man Glück hatte, war der Diesel auf der anderen Seite noch flüssig, weil dort ein anderer Truck oder ein Gebäude Wärme abgestrahlt hatte und man kam noch aus eigener Kraft weg.

    Dann überließ er mich dem Elektronik-Experten von Isotrak, der auch gleich das elektronische Logbuch mit erklären durfte. Es konnte Daten wie Restfahrzeit oder Standort mit Isotrak synchronisieren und wurde auch über das gleiche Tablet bedient. Daher kannte Trevor manche Funktionen nicht.
    Der Isotrak-Experte stellte sich einfach nur mit Vornamen als Nathan vor. Ich setzte mich auf den Fahrersitz und er auf den Beifahrersitz, von wo er das Tablet startete.
    "Das ist Dein wichtigster Bildschirm, denn von hier kommst Du in alle anderen Ebenen. Telefon-Freisprechanlage, Transportaufträge, Textnachrichten, Wirtschaftlichkeit, Einstellungen und so weiter."




    Er koppelte das Handy mit der Freisprecheinrichtung und dem System-Tablet, damit ich von dort Anrufer angezeigt bekam, Anrufe entgegen nehmen oder selbst tätigen konnte. Dann kam die Grundfunktionalität des E-Log an die Reihe. Er legte die Firma und mich als Fahrer an. Standort und Meilenstand übermittelte der Truck von alleine. Wichtig waren dann vor allem die Bildschirme, wo ich auswählte, ob eine Standzeit On-Duty, Off-Duty oder Sleeper Time war. Außerdem wo bei On-Duty angegeben wurde, welcher Art von PTI über Umsatteln, Tanken bis Panne die Standzeit war und bei welchen zusätzliche Daten eingegeben werden mussten.

    "Und jetzt kommt der wirklich interessante Teil. Isotrak selbst. Du bist bei welchen Auftraggebern, die über Isotrak disponieren mit einer Transporteur-Nummer registriert?" "Caterpillar und John Deere." Zwar hatte ich die von John Deere bisher kaum in Anspruch genommen, aber sie war da, weil ich die Ausnahmegenehmigung wegen nicht erfüllter interner Anforderungen hatte. Für Chevron, die ebenfalls Isotrak nahmen, war ich auch schon unterwegs, aber hatte für Aufträge aus der Frachtbörse keine Transporteursnummer fürs System bekommen.
    "Und hat davon einer einen Dispositionsvertrag oder fährst Du für beide als Freelancer?" "Nein, CAT kann mich disponieren." "Gut, dann fangen wir mit denen an. Hast Du Deine Transport Number griffbereit?" "#7341" "Ui, vierstellig." "Erbstück, habe einen Vertrag von einem anderen Unternehmen übernommen." Ich musste ein Passwort vergeben.
    "Dein Dispatch-Center ist welches?" "Erie." "Okay, das ist die Standortkennung PAERI. Alle Ortsangaben aus den USA und Kanada in Isotrak haben 5 Buchstaben, von denen die ersten zwei den Staat oder die Provinz benennen, die drei danach den Ort. Die sind auch bei allen Deinen Auftraggebern gleich, weil wir die vergeben. Unsere Stärke ist, dass ein Trucker für mehrere Kunden ohne große Verrenkungen mit einem Isotrak-Account fahren kann."

    Er zeigte mir ein paar Funktionen rund um meinen Status im System und was das System so alles an Brian melden würde. Außerdem die Bildschirme mit den Daten, die in meinem Fall als Owner-Operator nicht gesendet wurden, die ich aber noch aus dem System bei Costco kannte - Bewertungen für Verbrauch, Einsatz von Bremsen, wirtschaftliche Schaltvorgänge und so. Dann verband er versuchsweise das System mit dem Server bei Isotrak in Atlanta und forderte die Testkennung von Caterpillar an.

    PICKUP: PATST-CAT
    DESTIN: GATST-CAT
    TRAILER: PA111111
    LOAD: A111
    WEIGHT: 99,999
    REMARKS: N/A
    DISPATCH: PAERI-CAT-TST

    "Das sieht ja fast aus wie die Meldungen bei Costco." "Die benutzen ein bis zur Unkenntlichkeit modifiziertes Qualcomm, aber die Systeme gehen sich in der Anzeige alle nicht viel aus dem Weg. Das macht es einfacher, Fahrer von einem anderen System anzulernen. Bei uns steht der Empfänger gleich unterm Sender, bei Qualcomm oder ORBCOMM ist das teils anders. Und der Stadtcode ist bei uns fünfstellig, ORBCOMM macht zum Beispiel nach Möglichkeit vier draus, das wird bei kleinen Ortschaften in großen Staaten dann noch unintuitiver als es bei uns schon sein kann. Wir sind hier gerade in PACSH, muss man auch erst mal drauf kommen. Dass hier kein Gate steht, liegt vor allem daran, dass Caterpillar keine hat. Überflüssige Zeilen fliegen bei uns aus der Anzeige, wenn sie ansonsten leer sind. Bei CAT kann hinter dem Eintrag noch eine Niederlassung auftauchen, wenn die in einer Stadt mehrfach sind. FA ist Factory, WS bedeutet Workshop und SF Storage Facility."

    "So, dann nehmen wir mal an, dass Du keine Anschlussfracht von CAT haben willst, weil Du einen Auftrag für John Deere annehmen willst. Dazu gehst Du hier neben der Ankunftszeit auf den Button "Not available" und damit bekommt CAT eine Meldung, dass Du nicht eingesetzt werden kannst. Sonst sendet das System, wann Du voraussichtlich da bist, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Ruhezeiten. Oder Du kommst an und es gibt keinen Folgeauftrag von Caterpillar. Dann steht bei Pickup Dein Standort, bei Remarks "No Orders". Und dann gib mir mal Deine John Deere Transport Number." "#36570." Auch hier kam als erstes ein Schirm mit der Testmeldung.

    PICKUP: NYTST-JDE
    DESTIN: GATST-JDE
    TRAILER: NY111111
    LOAD: 1111Z
    WEIGHT: 99,999
    DISPATCH: NYNYC-JDE-TST

    "John Deere kann Dich nicht dispatchen, weil Du bei denen keinen entsprechenden Status hast. Es kann Dich sowieso immer nur einer dispatchen, den Du dafür vorher auswählst, sollte das mal bei mehreren Kunden möglich sein. Ich empfehle es aber nicht zu machen, denn das ist ein ziemliches Chaos für Dich und die Dispatcher, bei allen Statistikauswertungen, die Du bekommen kannst. Einer, der dispatchen darf und die anderen Kunden nur als Freelancer durch Dich zu bedienen ist erfahrungsgemäß die beste Wahl, aber wir bieten die Funktionalität trotzdem an."
    Da war was dran, denn sonst erfüllte ich vielleicht Verträge nicht ausreichend. Das konnte zwar Isotrak berechnen, meine Monatsleistung bei CAT war schon vorhin mit deren Server synchronisiert worden und eben mal in der Statistik als praktische Tortengrafik gegen den vertraglichen Sollwert angezeigt worden.

    "Hier kannst Du dann die Aufträge von John Deere oder wenn mal noch mehr Kunden mit Isotrak dazu kommen auch die durchblättern und könntest ihn dann hier annehmen. Angezeigt werden nur die, die im vorgegebenen Umkreis um Dein Ziel der laufenden Tour oder wie jetzt um Deinen Bobtail-Standort abgehen. Standard sind 200 Meilen, für viele die Schmerzgrenze bei Leerfahrten. Das kannst Du aber anpassen." Er zeigte mir so einen Auftrag.

    PICKUP: MDBAL-JDE
    DESTIN: PAPIT-DOL
    TRAILER: MD692853
    LOAD: 6120E
    WEIGHT: 9,780
    EXPIRES: 0:59
    DISPATCH: NYNYC-JDE-MIH

    "Das wäre also ein 6120E Traktor mit dem Gewicht von 9,780 Pfund von John Deere Baltimore nach Dole Pittsburgh. In 59 Minuten müsstest Du dort sein, sonst wird er intern vergeben, weil die Zeit nicht mehr reicht, um rechtzeitig anzuliefern." "Und die letzte Zeile?" "Das ist der Dispatcher, für welche Firma er arbeitet und sein Standort. Maryland wird aus New York City abgewickelt und weil ich den wie die meisten Dispatcher bei unseren wichtigen Kunden kenne, kann ich Dir verraten, dass MIH für Mitchell Hanson steht. Das sind immer zwei Buchstaben vom Vornamen und einer vom Nachnamen bei John Deere und Caterpillar. Wer ist Dein Dispatcher bei Caterpillar?" "Brian Woods." "Also wird der Dir mit PAERI-CAT-BRW angezeigt werden."
    "Wenn Du einen Auftrag für John Deere fährst, wird bei Caterpillar angezeigt, wo Du hin fährst und wann Du da bist, damit Brian da planen kann. Er weiß aber natürlich nicht, für wen und was Du fährst, da wird ihm nur "3rd Party" angezeigt. John Deere kann dann natürlich Deine kompletten Tourdaten sehen, die Du dazu freigegeben hast. Solltest Du mal eine Fracht von einem Kunden übernehmen, der nicht mit Isotrak arbeitet, dann musst Du das Ziel selbst eingeben. Entweder kannst Du den Code direkt eingeben, wenn Du ihn gerade kennst. Du kannst bei großen Unternehmen oft Staat, Stadt, Firma und eventuell Niederlassung in Auswahlmenüs angeben oder Du kannst die Adresse aus dem Navigatiosngerät auslesen. Auch das ist dazu da, dass Dein CAT-Dispatcher weiß, wann Du wieder frei bist. Es geht übrigens auch anders rum und bei bekannten Zielen schneller, den Kundencode ins Isotrak einzugeben und ans Navi zu senden."

    Damit waren wir so weit durch und ich stellte alles ein, bevor ich zu meiner Firma fuhr und den Truck mit Lebensmitteln, Bettwäsche und allem anderen bestückte. Während ich die letzten Sachen wegräumte, drückte ich im Isotrak auf "Available". Es dauerte nur ein paar Sekunden und ich hatte meinen ersten Auftrag.

    PICKUP: PAPHL-CAT
    DESTIN: MEHOU-CAT
    TRAILER: NY673930
    LOAD: 422E
    WEIGHT: 24,251
    DISPATCH: PAERI-CAT-BRW

    Es gab also einen Backhoe Loader, auch Tractor Excavator genannt, in den äußersten Nordosten zu bringen. Ich fuhr los und holte den Trailer mit Ladung ab. Leider hatte sich das Wetter nicht gehalten und es regnete etwas, als ich auf dem I-95 Corridor unterwegs war. Ich fuhr 66 mph, 65 waren erlaubt. Das hinderte einen besonders ungestümen Kollegen aber nicht, mich mit geschätzt 75 mph zu überholen.




    Um die Mittagszeit machte ich auf einem Rastplatz bei Darien (CT) Pause und aß einen Salat. Erst bei Portland (ME) wurde es wieder sonnig.

    Danach dauerte es allerdings nicht mehr lange und es wurde dunkel. Die Tage wurden kürzer und ich war weit nach Norden gefahren. Da ich nicht wusste, ob es morgen nach Kanada weiter ging, tankte ich noch mal voll und stellte mich dann auf den Parkplatz eines Fast Food Ladens für die Nacht. So lange man bei denen Essen ging, hatten die im Normalfall nichts dagegen.




    "Einen doppelten Corn Dog mit Coleslaw bitte. Und ist das okay, wenn ich 10-Stunden hier stehen bleibe?" "Ja. Aber wir haben bis 11 PM offen und morgen früh wieder an 6 Uhr. Da kann dann Lärm auf dem Parkplatz sein." Damit konnte ich leben.


    Dienstag, 24.10.2017

    Am nächsten Morgen gab es wieder Corn Dog, aber diesmal die Frühstücksversion, bei der die Wurst mit Speck umwickelt wurde, bevor der Maisteig drum herum kam. Dazu gab es Rührei, Baked Beans und Orangensaft.

    Danach machte ich mich auf den restlichen Weg. Es war nicht mehr ganz eine Stunde, bis ich in Houlton ankam. Dort meldete ich die Ankunft in Isotrak, schon um zu sehen, ob ich den Tieflader abstellen konnte oder entladen musste.

    PICKUP: MEHOU-CAT
    DESTIN: NBCAQ-COL
    TRAILER: RELOAD
    LOAD: 450F
    WEIGHT: 27.115
    DISPATCH: PAERI-CAT-BRW

    Gut, dass ich getankt hatte, denn es ging wirklich nach Kanada. Mehr als den Postcode von New Brunswick konnte ich aber jetzt nicht erkennen und klickte erst einmal die Zeile an. CAQ war also Caraquet. COL hätte ich auch richtig erraten können, das stand für Coastline Mining.
    Ich senkte also das Bett ab, löste den Hals vom Trailer und fuhr ihn weg. Dann startete ich den Bagger, fuhr ihn runter und machte die Übergabe mit dem Mitarbeiter von CAT. Danach folgte gleich noch eine Übergabe in die andere Richtung und ich fuhr den großen Bruder des Backhoe Loaders auf das Ladebett, setzte den Hals wieder an und hob den Trailer in Fahrtposition.

    Die Fahrt war nicht so lang, denn schon nach 15 Minuten stand ich an der Grenze. Es ging mit 27 Minuten auch relativ schnell, bis ich aufgerufen wurde und abgefertigt war. Danach war ich in Kanada und in vielem anderem mehr. Mein Navi hörte nicht mehr auf zu quasseln:
    "Crossing Border! Entering Canada! Entering New Brunswick! Changing Time Zone!" Da hätte ich jetzt gar nicht dran gedacht. New Brunswick hatte eine andere Zeitzone, ich hatte gerade geglaubt, die ganze Ostküste in den USA und Kanada wäre eine.




    Bisher hatte ich nur unwissentlich eine andere Zone befahren. Das billige Saugnapf-Navi im Mack, das ich eigentlich damals für den Oldsmobile Kombi gekauft hatte, hatte die Zeitzonen nämlich nicht drauf und in Kentucky und Tennessee war der Westen einschließlich Nashville schon Central, aber das hatte ich in meiner damaligen Aufregung nicht mitbekommen. Da die Papier-Logs sowieso in Heimatzone geführt wurden, war dieser Fehler aber in jeder Hinsicht folgenlos geblieben.

    Kannte man eine Provinz, dann kannte man allerdings auch alle, schien mir. Kanada bestand vor allem aus Landschaft mit Nadelwald drauf. Und für hungrige Trucker gab es mitten im Nadelwald den Blackville Truck Stop. Falls ich irgendwie ein Schild mit dem berühmten Spruch "Peterbilt parking only! All others will be towed!" übersehen hatte, dann war das auch egal, weil ich einen fuhr. Der Parkplatz war jedenfalls ein Markentreffen, ich sah keinen Truck irgendeiner anderen Marke.




    Um der in Kanada allgegenwärtigen Poutine zu entgehen flüchtete ich mal zu Pate Chinois, einem geschichteten Auflauf aus Rinderhack, Mais, Paprika und Kartoffelbrei. Das war eine leckere Angelegenheit und sollte ich mir für zukünftige Ausflüge nach Ostkanada auf jeden Fall mal merken.

    Nach der Pause fuhr ich weiter und erreichte bei aufziehenden Wolken und bereits tief stehender Sonne Caraquet.




    Auch hier holte ich mir bei der Ankunft am Ziel schon mal meine nächsten Befehle. Der Trailer schien mein bester Freund diese Woche zu sein.

    PICKUP: NBCAQ-BZH
    DESTIN: MEBAN-CAT
    TRAILER: RELOAD
    LOAD: 918M
    WEIGHT: 20,917
    DISPATCH: PAERI-CAT-BRW

    Leider bedeutete das, dass ich ihn zweimal zerlegen und wieder zusammenrangieren musste. Hier bei Coastline fuhr ich also den neuen Backhoe runter, machte die Übergabe mit dem Mitarbeiter von Coastline und baute meinen Trailer wieder zusammen. Dann durfte ich rüber zu Beazer, ihn wieder zerlegen und den gebrauchten Radlader drauf fahren. Ich wusste, dass man vermied, Trailer aus Kanada lange in den USA zu haben und anders rum. Schließlich stand der Radlader, die Keile waren arretiert, die Ketten gespannt und ich rollte vom Baustellengelände runter. Bei bisher 5:39 Stunden Fahrzeit sollte noch einiges gehen.

    Es dauerte nicht mehr lange und die Dunkelheit holte mich ein. Als ich schließlich die Grenze erreicht und überquert hatte, hatte ich zwar nur 9 Stunden Fahrzeit, aber schon über 12 Stunden Schichtzeit, außerdem war es weit nach 9 PM. Ich entschied mich also, auf dem Sammelplatz auf US-Seite zu übernachten.


    Mittwoch, 25.10.2017

    Der Tag begann trüb und regnerisch. Ich frühstückte in meinem Truck eine Schüssel Cerealien, erledigte die PTI und machte mich auf den Weg durch die Suppe, die von der tief stehenden Sonne kaum durchdrungen wurde.




    Es waren noch knapp 2 Stunden und in Bangor durfte ich mein treues Anhängsel weiter behalten. Nur der Radlader wurde etwas größer.

    PICKUP: MEBAN-CAT
    DESTIN: VTBUR-COL
    TRAILER: RELOAD
    LOAD: 938M
    WEIGHT: 36,216
    DISPATCH: PAERI-CAT-BRW

    Immerhin schaffte es die Sonne dann doch, sich durchzusetzen. Wer sich ebenfalls durchsetzte, war meine Tankanzeige. Auf der Hooksett Rest Area machte ich mich wie viele Trucker unbeliebt. Zwar konnte ich den Tankwahlschalter auf Crossfill setzen und dann von einer Seite beide Tanks befüllen, aber durch die eher kleine Verbindungsleitung floss der Diesel langsamer als aus der Säule in den befüllten Tank, weshalb man mehrmals warten musste, bis es rüber geflossen war und dann erst weiter tanken konnte. Mit einer Pistole von jeder Seite war man einige Minuten schneller.




    Danach ging ich auf einen Burger ins Rasthaus und fuhr weiter zu meinem Ziel in Burlington (VT). Dort dann bekam ich zum ersten Mal eine Meldung, dass Brian nichts zu melden hatte, durch das Streichen der überflüssigen Zeilen ein knapper Dreizeiler:

    PICKUP: VTBUR
    REMARKS: NO ORDERS
    DISPATCH: PAERI-CAT-BRW

    Der Trailer sollte also mit dem Radlader drauf hier stehen bleiben. Bei Coastline am Depot in Burlington kannten sie mich inzwischen ja ganz gut. John Deere hatte hier nichts, also fragte ich beim Vorarbeiter einfach nach:
    "Habt Ihr gerade irgendeinen Job für mich?" "Du hast einen Endorsement H, oder?" "Ja. Sogar X." "Wir haben hier einen Trailer mit Dynamit für unseren Steinbruch in Caraquet, New Brunswick."

    Also kuppelte ich an. Das Ziel kannte ich ja schon, also gab ich die Kurzform direkt ein: NBCAQ-COL und machte mich noch auf den Weg, um wenigstens heute noch über die Grenze zu kommen.


    Donnerstag, 26.10.2017

    Es war ein unspektakulärer Tag. Die beiden Waagen am Weg durch Quebec waren geschlossen, das Wetter war gut und der Verkehr floss so weit, sah man von den üblichen Stockungen an viel befahrenen Autobahnkreuzen ab oder einem steilen Anstieg, an dem ein untermotorisierter Holztransporter den Verkehr ein Bisschen aufhielt. Schon zum Abend hin erreichte ich Caraquet, als sich auch langsam Dunst aus den wärmeren Wäldern über der rasch abkühlenden Straße bildete.




    Bei Dynamit hörte natürlich der Spaß auf. Der ganze Zug wurde bei Ankunft gewogen und die Zugmaschine bei Abfahrt noch mal, damit auch sichergestellt wurde, dass kein Gramm Dynamit verschwunden war. Natürlich war das erforderlich, gerade in Zeiten wie diesen.

    Ich fuhr zur Tankstelle und stellte mich auf den Parkplatz am Rand des Geländes. In der Station gab es eine Dusche für Trucker und das übliche Tankstellenbistro mit Fastfood. Ich gönnte mir sehr britische Fish & Chips, ein Importschlager aus Europa, den man von Philadelphia nach Norden an der ganzen Atlantikküste entlang bekam.


    Freitag, 27.10.2017

    Da ich am nächsten Morgen nichts von Brian hatte und auch ich keine Lust hatte, hier untätig rum zu stehen, bis er mal ins Büro kam, nahm ich eine Fuhre leerer Paletten von Best Buy an, die vom hiesigen Lager in das nach Portland (ME) gehen sollten. Damit läutete ich die Heimreise ein, die dann auf jeden Fall bis in den Samstag hinein dauern sollte.

    Auch dieser Trip war ohne besondere Ereignisse, sah man von einem Stau in der Autobahnabfahrt von Portland ab.
    In Portland gab ich den Trailer von BestBuy ab, hielt auf einen Bagel mit Frischkäse und Kochschinken an einem Donutladen an, tankte einmal voll, nachdem nicht mehr viel Diesel im Tank gewesen war und dann hatte auch Brian wieder was für mich.

    PICKUP: MEPOR-CAT
    DESTIN: CTHAR-BZH
    TRAILER: ME503630
    LOAD: D6N
    WEIGHT: 36,943
    DISPATCH: PAERI-CAT-BRW

    Das war ein eigentlich gar nicht mal so großer Bulldozer, aber dieses Exemplar hatte leider einen breiten Räumschild, der seitlich über den Trailer hinausging. Also durfte ich die Sonderausrüstung auspacken. Die Fahnen wurden mit einer Klammer an die Stoßstange gesteckt und das Warnschild für Übergröße mit Schnüren um die Stoßstange gebunden. Die Magnetfußleuchten stellten mich aber vor ein Problem, denn im Gegensatz zur Blechkiste des Mack Superliner war dieser Sleeper am Dach aus GFK und damit nicht magnetisch. Also musste ich zur dauerhaften Lösung greifen, die beiliegenden Klebefüße anstatt der Magnetfüße auspacken und die Leuchten dauerhaft aufs Dach pappen. Das Oberteil mit Bajonettverschluss bekam ich schon alleine zum Akkutausch ab, die Füße nur noch mit stumpfer Gewalt und dann vermutlich mit Lack dran. So ging es dann mit Feuerwerk in die hereinbrechende Nacht.




    Samstag, 28.10.2017

    Meine Nacht hatte ich auf dem Parkplatz der Framingham Rest Area verbracht. Heute ging es also weiter nach Hartford und ich prüfte mal schnell vor Abfahrt, ob Brian mich gestern noch eingeplant hatte. Das war nicht der Fall, denn ich fand keinen Auftrag für mich im System. Also schaute ich in die Frachtbörsen und fand eine passende Ladung Altverpackungen von Walmart Hartford nach Costco Philadelphia. Da galt wohl das Verursacherprinzip und bei von Costco hergestellten Produkten waren die auch der Verursacher.

    Also lieferte ich den Bulldozer bei Beazer in Hartford ab, holte den Trailer mit den Verpackungen ab und fuhr in einem Rutsch durch nach Philadelphia. Dort machte ich bei Costco das, was ich schon seit meinen ersten Tagen als Angestellter so gut konnte - Firmenhöfe mit Fremdtrailern vollstellen.




    Danach fuhr ich zu meinem Betriebshof und schaute mir die Statistik an.

    WEEK MILES: 3,104
    WEEK DRIVE: 57:07 HRS
    WEEK WORK: 66:45 HRS
    WEEK START: MO:10:09:AM
    WEEK END: SA:02:16:PM
    WEEK FRAME: 6D:04H:07M

    Nicht schlecht, was man so in einer Woche zusammenbrachte. Und der eine oder andere Kollege würde mich mit diesem Pensum als Faulenzer bezeichnen. Dumm nur, dass ich in dieser Zeit vermutlich mehr verdiente als die mit ihren straffen Programmen. Ich wusste ja, was so bei Costco an Taschengeld übrig blieb.
    Die hatten dafür manches einfacher. Sie mussten nicht selbst laden und sichern, wodurch sie alleine eine Menge Standzeit einsparten. Sie kamen nicht in die Verlegenheit, die Übermaßmarkierungen auszupacken und im Ausgleich zur schmaleren Einnahme war die Tankrechnung auch deutlich kürzer. Ich hatte mich bei 5.7 mpg eingependelt. Das war verglichen mit einer Box und einer Zugmaschine mit Aerodynamikpaket ein ziemlich schlechter Verbrauchswert.
    Seit 2014 bekamen neu entwickelte Zugmaschinen, die mit einem genormten Box Trailer unter 7.2 mpg in der Ebene fielen, nicht mal mehr eine Zulassung. Alltagswerte um 8 mpg waren für eine aerodynamische Zugmaschine wie den 579 mit einem Box Trailer heute Standard. Ich hatte mal gelesen, dass die Anfang der 70er solche Werte hatten wie ich jetzt mit meinen Baumaschinen. Entsprechend war das bei den Classics wie dem W900, deren Aerodynamik weitestgehend auf diesem Stand war, immer noch so in der Gegend. Der geliehene 389 hatte vor den Tiefladern mit Baumaschinen in den letzten Wochen nur 4,0 mpg geschafft.

    Ich schrieb noch meine Rechnungen und am Abend war Billard mit der "harmlosen" Clique angesagt. Ich war aufgeregt und dadurch ziemlich unkonzentriert. Ich war mir nicht sicher, wie der Abend ausgehen würde, aber auf keine Fall mehr mit einem Dreieck. Vorerst versägte ich aber kräftig das Spiel und das Team bestehend aus Scott, Ralph und mir ging dank meiner Beteiligung mit wehenden Fahnen gegen Lenny, Cody und Caleb unter. Wenn man seine Augen beim Gegner hatte, besonders bei einem, dann traf man halt die Kugeln nicht richtig.

    Und nach dem Spiel, als die Gruppe anfing sich aufzulösen, holte ich tief Luft.
    "Cody, hast Du noch einen Moment Zeit?" "Ähm, ja." Er wirkte irgendwie überrumpelt. Hatte er doch nicht gemerkt, dass ich ihn seit einigen Wochen aufs kräftigste angeflirtet hatte? Oder gemerkt, dass er damit bis vorhin nicht alleine war und Scott genauso viel Aufmerksamkeit hatte? Oder gemerkt, dass Scott ihm genauso viel schenkte und dem näher stand? "Also, was ist?" Er setzte sich falsch rum auf den Stuhl, Rückenlehne nach vorne. Und das sah so cool aus. "Hm. Also. Öhm." Na toll, Ladehemmung. "Wenn ich ja wüsste, wo ich anfangen soll." "Im Zweifel vorne."
    "Vorne ist vor anderthalb Jahren auf der Kartbahn und ein schlechter Einstieg. Denn seitdem hat sich viel getan und nichts davon stimmt noch." Wenn das erste Wort gefallen war, ging es plötzlich doch. "Inzwischen bin ich mir nämlich sicher, dass ich in Dich verliebt bin. Du hast Dich sehr positiv verändert und zwar ganz von alleine und nicht um Dich anpassen zu wollen. Du bist reifer geworden und machst nicht mehr so auf Teenie wie damals. Nicht mehr so still, sondern auch mal zu einem Streich aufgelegt und mit einem Spruch auf den Lippen. Du bist ganz von alleine genau zu meinem Traumtypen geworden."
    Schweigen. Dann fehlten ihm die Worte.
    "Äh. Das ist jetzt... Na ja. Brandon, Du hast Dich auch verändert seitdem. Ich kann das nicht... Ich empfinde nichts mehr für Dich." Das war ein Schlag in die Magengrube. "Aber wieso...?" "Damals fand ich Deine Pläne cool. Trucker, der moderne Cowboy." Er trug selbst öfter mal einen Cowboyhut, obwohl er mit Texas, Arkansas, Oklahoma und Missouri eigentlich im Wortsinne nichts am Hut hatte. Das war wohl so eine stille Leidenschaft von ihm. "Da mag bis heute was dran sein, aber es ist doch recht unromantisch. Schon damals kamen mir erste Zweifel, aber die Liebe war noch stärker. Seit Du Deine eigene Firma hast, bist Du aber noch seltener bei uns. Ich will einen Freund, der für mich da ist und für den ich da sein kann. In einer Beziehung muss man meiner Meinung nach den Alltag teilen. Du bist aber von Montagmorgen bis Samstagmittag alleine unterwegs. Ich kann so was nicht."
    Jetzt war ich dran mit leise vor mich hin heulen. Und dann machte ich das gleiche, was er damals versucht hatte, mit dem gleichen Ergebnis:
    "Ich kann kürzere Touren fahren." "Willst Du das? Wird das gut gehen und wie lange? Wann willst Du wieder raus in die Welt? Ich habe Deinen neuen Truck gesehen, als ich die Folien für die Beschriftungen hin gebracht habe. Der ist dafür gemacht, von Küste zu Küste zu fahren. Du hast da drin eine bessere Ausstattung als manche Studentenbude, in der ich mit Kommilitonen gelernt habe. Du bist dafür gemacht. Irgendwann lässt Du mich entweder doch alleine und bleibst wieder länger draußen oder Du machst es nicht, aber fühlst Dich von mir in Philadelphia eingesperrt. Außerdem verbringst Du für meinen Geschmack zu viel Zeit mit Caleb und seinen komischen Kumpels, wenn Du verstehst, was ich meine."
    Die Erkenntnis tat weh, aber sie war richtig. Wenn unsere Lebensentwürfe so verschieden waren, dann mussten wir scheitern. Das hatte ich ihm damals auch gesagt. Immerhin war ich noch in der Lage, meine Rechnung selbst zu bezahlen und verließ die Bar.

    Am nächsten Morgen machte ich was, das man eigentlich nicht tun sollte. Okay, Freunden eine WhatsApp schreiben sollte man schon tun. Aber wenn der Freund David Lavergne hieß und weinrot gefärbte Haare hatte, sollte man den weiteren Verlauf wenigstens mit Vorsicht genießen.

    Habt Ihr heute was vor?
    Ja. Jamie und ich wollten in 20 Minuten los nach Hershey.
    Kann ich mit kommen?
    Ich weiß nicht, ob das was für Dich ist. Da gibt es nicht viel für Dich.
    Das kannst Du mir überlassen.
    Wir wollten auf die Kamine der ehemaligen Schokoladenfabrik. Das Kesselhaus drunter ist aber zu, weil das zum Konferenzzentrum umgebaut wird und schon Fenster und Türen drin sind.

    Ich fuhr trotzdem mit. Um runterzukommen musste man wohl erst mal oben sein. Ich stieg mit David und Jamie auf den Kamin. Erst war mir auf der Krone doch ein Bisschen komisch zumute. Für deren Verhältnisse war das mit 50 bis 60 yards nicht mal hoch. Aber es zwang mich dazu, fokussiert zu sein. Erst einmal blieb ich aber mit den Füßen auf dem oberen Ende der Leiter und setzte mich auf die nur 1 Fuß breite Krone.
    David und Jamie gingen auf der Krone im Kreis und filmten sich gegenseitig oder mit Selfiestick. Mein Kopf war noch nicht frei, da spukte noch Cody drin herum. Aber er hatte natürlich Recht, so wie ich es damals hatte, als es anders rum war. Sich verstellen brachte nichts. Er würde mich dafür hassen, wo ich gerade war. Erst recht, wenn wir zusammen wären. Und ich würde es nicht lange auf der Arbeit im Kurzstreckenverkehr und jedes Wochenende am Boden aushalten. Sich verstellen brachte nichts. Ich atmete einmal tief durch und stand auf. Der erste Fuß stand auf der Mauerkrone des Schornsteins, dann der zweite. Ich lief eine Runde um den Schlot. Dann drehte ich mich um und lief sie anders rum. Ich war der, der ich sein wollte. Ein Leben in Freiheit, auch wenn ich die selbst gesteckten Grenzen gerade überschritten hatte.

    "Lass uns wieder absteigen. Gleich ist die Kirche aus und dann werden wir entdeckt." Ich hatte keine Ahnung, wie lange ich jetzt auf dem Rand des Schornsteins verbracht hatte, aber diese Zeit musste einmal zu Ende gehen. Also kletterten wir wieder nach unten, liefen über das Dach des Kesselhauses, stiegen an einer Regenrinne ab bis zu einem Mauervorsprung, über einen Kabelschacht auf das Pumpenhaus und sprangen von da auf die Wiese, wo wir wegen der Höhe eine Diagonalrolle machen mussten, um die Kraft der Landung nicht auf die Gelenke zu bringen. Dann waren es noch knapp 100 Yards zur Brücke über den Bachlauf und wir waren wieder drei junge Leute im Stadtpark.

    Als wir wieder in Jamies 25 Jahre altem, aber bestens gepflegtem Ford Explorer saßen, gab ich wie immer meine Speicherkarte an David, damit er mein Videomaterial auf seinen Laptop spielen konnte.
    "Danke. Hier ist Deine Karte. Machst Du das jetzt öfter mit?" "Wahrscheinlich nicht, vielleicht ab und zu. Aber heute hat es mich gereizt." "Als wir hier her gefahren sind, wollte ich es Dir fast schon verbieten. Du warst nicht bei der Sache. Und als wir gerade oben angekommen waren auch nicht." "Das stimmt. Aber beim Aufstieg war ich komplett im Fokus." "Sonst hätte ich Dich auch runter gejagt. Und mit einem Mal warst Du auch da oben klar. Was war das denn?" "Der Grund, warum ich mit wollte. Ich habe da den Kopf frei bekommen." David schien zu merken, dass er nicht konkreter nachfassen sollte.

    Ich checkte mein Smartphone, nachdem ich da oben wieder nur mein altes Nokia dabei hatte. Cody hatte in die Gruppe ein Selfie von sich und Scott gesendet, wie sie sich im Arm hielten. Als Bildkommentar gab es nur 3 Smilies mit Herzchen als Augen.
    Das Schicksal schien etwas dagegen zu haben, dass ich eine Beziehung anfing. Da gab es schon drei Traumboys, aber zwei davon verliebten sich gegenseitig ineinander, der dritte steckte mich vor 2 Wochen im wahrsten Sinne des Wortes in den Sack, anstatt mich auf der zugesteckten Telefonnummer anzurufen.
    Dafür kannte ich ein anderes Gefühl, das auch unbeschreiblich war. Das Gefühl der grenzenlosen Freiheit.

    433 mal gelesen

Kommentare 31

  • Benutzer-Avatarbild

    elwime -

    Schöne Geschichte und eine gute erklärung zum Isotrak system, die liebe kommt noch

    • Benutzer-Avatarbild

      TurboStar -

      Vielen Dank. Ist aber alles erfunden. Ich bin branchenfremd und kenne weder Isotrak noch ein anderes so tief im Detail. Dank britischer Dokuserien habe ich ein paar Bildschirmansichten von Isotrak im Fernsehen gesehen :whistling:

  • Benutzer-Avatarbild

    Tomlaker -

    Schöner Pete und mal wieder irre viel Arbeit in dem Kapitel. Top.

    • Benutzer-Avatarbild

      TurboStar -

      Vielen Dank. Beim ATS ist vor allem das Fahren viel Arbeit, dank der Lenkzeitregelung sitzt man auch als Spieler mehr am Lenkrad als beim Euro-Tagebuch.

  • Benutzer-Avatarbild

    infinity -

    Schöne Story. Schöne Details. Und verdammt... das Leben kann manchmal ungerecht sein - es hat scheinbar anderes vor mit deinem Hauptakteur...

  • Benutzer-Avatarbild

    loddi51 -

    Wieder ein sehr schön geschriebenes Kapitel.

  • Benutzer-Avatarbild

    alaskabaer01 -

    Klasse Kapitel, so wie man es bei den Schreiberlingen kennt. Auch Lehrreich war dabei. Daumen hoch. :)

  • Benutzer-Avatarbild

    ramocharly -

    Violation alert; "60/70-Hour Limit May not drive after 60/70 hours on duty in 7/8 consecutive days. A driver may restart a 7/8 consecutive day period after taking 34 or more consecutive hours off duty". Auszug aus : fmcsa.dot.gov/regulations/hour…hours-service-regulations . Dein Recap zeigt also zuviel on duty time. Nicht falsch verstehen, die Story ist klasse, sehr detailiert und realistisch, Daher der Hinweis auf diesen Fehler. Mit Paper Logs ist mir das auch damal irl passiert. ELDs jedoch schlagen Alarm

    • Benutzer-Avatarbild

      TurboStar -

      Danke. Ich bin auch dankbar für Kommentare und auch Korrekturen von jemandem, der Erfahrung vor Ort hat. Okay, da dachte ich, ich habe alle Vorschriften eingefangen und dann wohl doch einen Satz übersehen. Werde ich in Zukunft drauf achten. Fürs Protokoll, wie lange bleibt das im System so gespeichert, dass es bei einer Kontrolle ausgelesen und angezeigt würde? Dann entscheide ich, wie ich damit umgehe. Die Standzeiten kann ja keiner nachvollziehen, theoretisch könnte ich mir also Schichtzeit abziehen, wenn ich mir da einen Klotz für die nächsten zig Kapitel ans Bein binden würde.

    • Benutzer-Avatarbild

      TurboStar -

      Um das noch nachzutragen. Ich hatte den Satz wohl gefunden, aber die Formulierung "may not drive" ist ein Bisschen unglücklich, weil das den Fokus aufs Fahren legt. Ich hatte mir in meinem ELD (ein Excel-Sheet) die Warnung nämlich auf 70 Stunden Fahrzeit und nicht auf 70 Stunden Schichtzeit gelegt.

    • Benutzer-Avatarbild

      Sauerlaender -

      Den Fehler habe ich am Anfang auch gemacht, wo ich begonnen habe das nachzuhalten. Ist mir im Nachhinein auch noch aufgefallen und wollte ich dir auch noch schreiben. Seitdem hatte ich ja auch schon das eine oder andere Mal das Problem, dass ich über meine 70 Stunden war, wie man in meinen Kapiteln ja nachlesen kann. ;) Ich führe ja bei meinem Tagebuchprofil auch regelmäßig meine Daily Logs, damit ich meine Stunden realistisch nachhalten kann.

  • Benutzer-Avatarbild

    Sauerlaender -

    Wieder ein sehr schönes Kapitel von dir und ein schöner Truck. :) Wenigstens einer von den "Amerikanern" von dem im Moment noch was kommt. ;)

    • Benutzer-Avatarbild

      TurboStar -

      Danke schön. Tja, jetzt siehst Du mal, wie es mir in Europa lange Zeit gegangen ist ;)

    • Benutzer-Avatarbild

      Sauerlaender -

      Übrigens: Mir ist gerade ein Datumsfehler aufgefallen. Den Donnerstag hattest du noch richtig. Dann folgte bei dir aber Samstag, der 27.10. :) Dann werde ich mal gas geben, um dich von der Zeit wieder einzuholen.

    • Benutzer-Avatarbild

      TurboStar -

      Die Überschrift vom Freitag fehlt dafür ganz. Mal schnell editieren

  • Benutzer-Avatarbild

    Werner 1960 -

    Gut geschrieben.