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Verwirklichung und Trennungen

  • Meine Überlegungen brachten nichts, also rief ich Mike an. Er saß zum Glück in seinem Büro, ich erzählte ihm von den Piraten die sich jeden gut Bezahlten Job zu Dumpingpreisen an Land zogen. Mike sagte:“ Die Wildern auch hier in Deutschland, ich habe schon manche Tour deswegen verloren. Meist nehmen sie Touren die schon vergeben sind, und man fährt Umsonst zur Ladestelle. Viele Firmenchefs haben eine Gruppe gebildet um den Piraten das Handwerk zu legen. Vorne an steht Pierre, er hat auch Minus zu verzeichnen. Unsere Fahrer sind Stinksauer, hoffentlich bekommen die diese Piraten nicht in die Finger, denn das wird Stressig für die Piraten. Deine Fahrer sind auch Stinkig, hab den mit dem 112er Scania getroffen, er kam auch Vergeblich an eine Ladestelle. Er hat mir gesagt dass die das auch in anderen Ländern so machen unter anderem auch in Russland. Habe mit einem Freund von mir in Russland telefoniert und die Fahrer dort werden den Piraten eine Falle stellen, 30 gute Ladungen an verschiedenen Orten, dort stehen dann aber Russische Fahrer und erwarten die Piraten. Ich halte mich da raus, denn Krieg bringt nichts als Ärger. Aber die Russen lassen sich ungerne die Butter vom Brot nehmen.“ Ich sagte:“ Die Typen sind einfach das Letzte und wenn die Russen das so regeln wollen, dann sag ich mal nichts dazu, denn Recht haben sie. Die fahren für 200 bis 300€ durch ganz Europa und müssen dann noch zusehen wie solche Ratten ihnen eine Fahrt nach der anderen weg nehmen. Dass die Russen da wenig Ruhig bleiben ist wohl klar.“ Wir beendeten unser Gespräch und ich hoffte dass es in Russland nicht ausartete. Ich fragte bei meiner Werkstatt nach einem Leihtruck, aber sie erwarteten die Rückgabe eines MAN E6. Allerdings erst in der Nacht, da der Truck noch auf Tour ist. Ok den nahm ich dann am nächsten Tag. Besser ein E6 als weiterhin auf meine Baustellen warten. Vielleicht verkaufte ich den Volvo und meinen E6 ja, aber darüber wollte ich nicht unbedingt jetzt nach denken. Als Petra zu mir kam reichte ich ihr den Ordner der nun schon ewig in einer Kiste geschlummert hatte, sie blätterte ihn durch und sagte:“ Weißt du eigentlich wie viel Geld der Ordner Wert ist? Ich werde ihn morgen im Büro Kopieren und allen eine Kopie zukommen lassen die es betrifft. Zudem werde ich die Aussichtlosen Unterlagen an Markus schicken, da kann er dann Druck machen. Außerdem werde ich mal Verschiedene Firmen anschreiben müssen.“ Wir gingen nach oben, denn die Zeit war reif zum Schlafen.
    Am Morgen um 4 war ich schon wieder auf und ging Duschen, rasieren und Kaffee machen. Als der Kaffee fertig war ging ich mit ihm nach draußen eine rauchen. Die ersten Autos fuhren schon raus aus Odense in die großen Städte rund herum. Ich trank meinen Kaffee und ging in Gedanken meinen Tagesablauf durch, erst den MAN Leihtruck abholen, danach zu einem Bekannten fahren und einen Trailer abholen. Dann mit Trailer zu einem Fahrzeugplanen Hersteller damit dieser Trailer meine Idee trägt. Diese muss dann in Düsseldorf auf alle Trailer. Danach dann einen Auftrag suchen und endlich wieder raus auf die Piste. Also rief ich schnell den Kumpel an der den Trailer hatte. Danach war mir wohler, denn der Trailer stand noch bei ihm. Zur Werkstatt wollte ich dann auf Schusters Rappen hin, da sonst mein Granada dort stehen blieb. Petra wirkte schon in der Küche herum. Sie kam dann mit ihrem Kaffee raus und sagte:“ Langsam wird es kühler, denke mal der Winter lässt nicht mehr lange auf sich warten.“ Sie trank ihren Kaffee und sagte:“ Schön dass du dir einen Truck leihst, so kannst du wieder fahren. Was hast du denn gewählt?“ Ich sagte:“ Einen MAN E 6, genau so einen wie der den Herbert und Kathi mir geschenkt haben. Ich hoffe nur dass er keine Werbung einer anderen Firma drauf hat, dann muss ich den stehen lassen.“ Wir sprachen noch den Tag für die Fahrer durch und wir beide hofften dass ihnen die Piraten keinen Strich durch die Rechnung machten.
    Als Petra dann weg war machte ich mich auf den Weg zur Werkstatt, dort angekommen sah ich den E6 sofort.

    Rot und weiß waren seine Hauptfarben, Felgen von Raven und Runner Bereifung, er gefiel mir zumal er 3 Achsen hatte, also 1 mehr als meiner. Somit konnte er mehr ziehen als mein kleiner. Also sagte ich dem Werkstattmeister:“ Zieht bei meinem die Folien ab, der wird Verkauft.“ Der Meister sagte:“ Gut machen wir, und wir übernehmen den dann. Der ist so gut in Schuss und hat wenige Kilometer runter, also bleibt der als Leihwagen hier. Das Geschäftliche machen sie dann mit unserem Boss, da habe ich dann nichts mit zu tun.“ Ich nickte und ging zum Chef, ihm berichtete ich was sein Werkstattmeister gesagt hatte. Er sah mich erst mal an, dann sagte er:“ Unser Meister und ich haben uns darüber Unterhalten was wir geben würden. Ihr MAN E6 ist in einem Super Zustand und hier werden manchmal 2 Achser verlangt, aber wir haben sowas nicht und so hofften wir das sie ihren Verkaufen wollen. Ich zahle ihnen zwar nicht den Neupreis, aber ziemlich nah dran.“ Er schrieb seinen Betrag auf einen Zettel und schob ihn zu mir, ich sah darauf und nickte. Dann Überwies er den Betrag auf unser Geschäftskonto. Ich gab ihm den Brief zum MAN und sagte:“ Die Ersatzschlüssel bekommt ihr Nachgereicht, denn die habe ich nicht bei mir.“ Wir schüttelten uns die Hände dann ging ich mir den Leihtruck holen. Ok dass ich nun doch ein Geschenk verkaufte, hatte nichts mit Geldnot oder sowas zu tun. Es war mehr der Entscheid das uns (mich) der 2 Achser nicht weiterbrachte, denn er konnte keine Schwerlast ziehen. Und ein Umbau war sehr Langwierig und teuer, zudem musste er dafür nach Nürnberg. MAN = Motorenwerke Augsburg Nürnberg. Also unter dem Namen wurden sie bekannt, ob diese Bezeichnung heute noch Gültigkeit hat weiß ich allerdings nicht. Ich sah mir den Leihwagen genau an, aber alles in Ordnung an dem Teil. Lichtkontrolle ging auch ohne Probleme. Also startete ich den Motor und fütterte den Digitalen Überwacher mit meiner Fahrerkarte. Es dauerte etwas bis er sein OK gab. Also auf nach Kopenhagen den Trailer holen und dann nach Göteborg zur Übergabe an den Planenhersteller.

    Dem Planenschneider gab ich ein Foto dass ich vor vielen Jahren aufgenommen hatte, in der Hoffnung dass man es als Plane verwenden konnte. Der Planenschneider sah es sich an und sagte:“ Was nicht passt wird passend gemacht. Meine Conputerfuzzis machen das schon so dass es passt. Denn wir arbeiten hier mit Fortschritt und nichts was nicht passt wird gemacht. Gab es auch schon, das tut dann richtig weh wenn man Wünsche nicht erfüllen kann. Melde dich mal am Freitag, dann weiß ich mehr.“
    Ich sattelte den Trailer ab und fuhr zu meiner Filiale in Göteborg. Dort freute man sich sehr mich zu sehen und bot mir Kaffee an. Dann berichtete man über die ersten Wochen nach meiner Übernahme. Alles lief Perfekt und keiner hatte Grund sich zu beklagen. Ich fragte ob es auch Firmen gab die eigene Trailer forderten, dies verneinten die Bürodamen, also sagte ich:“ Ok dann seid ihr eine der wenigen Filialen wo es nicht gefordert wird.“ Mein Handy Unterbrach unser Gespräch, und ich nahm ab. Petra war am anderen Ende und sagte:“ Der Volvo ist fertig, der Verein die den MAN gekauft haben würden auch den kaufen wollen. Die haben den mal gesehen und er gefiel ihnen von der Achsenstellung her. Ruf da mal an und kläre das mit denen.“ Ich sagte:“ Ok Schatz das mache ich dann sofort. Ich liebe dich meine Sonne.“ Dann legten wir auf. Die Bürodamen meinten dass hier auch nicht mit Firmen zu rechnen sei die auf Trailer bestehen da fast alle Fahrer mit den Jobs von Volvo voll ausgelastet sind. Und wenn mal einer Leerlauf hat dann sucht er sich was im Frachtmarkt. Ok dann brauchten wir für hier keine Trailer holen. Also musste ich mal mit Bergen, Stockholm und Kopenhagen telefonieren. Warum einen Fortschritt Ignorieren wenn er vor einem steht. Nun rief ich erst mal unsere Werkstatt an, die Dame von der Telefonzentrale leitete mich gleich an den Chef weiter, er begrüßte mich und sagte:“ Ich habe Sie mal mit einem rot schwarzen Volvo gesehen, und möchte fragen ob der Verkauft wird?“ Ich sagte:“ Ja das war eigentlich geplant, aber noch überlege ich ob es denn Überhaupt sein muss.“ Er sagte:“ Sie überlegen noch und ich nenne mal meinen Preis, sagen wir mal das Dreifache von dem MAN für den Volvo.“ Ich überlegte und sagte:“ Ok wir sind im Geschäft, ich starte nun meinen Leihtruck und komme zu euch.“ Ich fuhr leer nach Odense zur Werkstatt und machte mit dem Chef den Verkauf des Volvos klar. Dann fuhr ich in die Firma. Die Gelder für den MAN und den Volvo gingen auf mein Privatkonto da beide nichts mit der Firma zu tun hatten. Also hatte ich auf dem Privaten in 2 bis 3 Tagen einen Zugang. Ich schrieb an den zweiten Investor eine Mail und teilte ihm mit das die Firma mit dem Abriss der alten Gebäude anfängt und dann bald alle Felder und das Hofgelände zu einem großen Grundstück zusammen fasst. Dann begannen die Vermessungen und das abstecken der Halle, danach kommen dann die Bagger zum Ausheben.
    Innerlich freute ich mich riesig auf die Fertige Halle, aber mein Kopf sagte mir immer wieder:“ Vorsicht, es kann noch viel passieren und wie du weißt sind schon fertige Shopping Center eingestürzt. Rechne immer mit dem Schlimmsten, dann ist die Freude wenn nichts passiert um so größer.“ Jaja du Nerviger Pannenmaler, es nervt.
    Ich telefonierte mit der Baufirma, und dort teilte man mir mit dass die Bagger schon rollen, der Abriss war gemacht und die Vermesser waren noch an ihrer Arbeit, wenn die dann fertig wären sollte dann am nächsten Tag mit dem Baggern begonnen werden. Klasse das baute mich auf. Also fragte ich nach dem Fortschritt der Zeichnungen. Der Chef sagte:“ Die sind in der Mache, erst mal ohne festen Maßstab, und wenn diese fertig sind wird alles in den Rechner eingegeben und der berechnet dann den passenden Maßstab und druckt den Bauplan aus. Vielmehr die Pläne denn es sind ja 3 Etagen.“ Wahnsinn wofür man Computer alles einsetzte, sogar an einer Elektrischen Eisenbahn hatte ich das schon gesehen. Jaja der Fortschritt, keiner will ihn so richtig aber jeder nutzt ihn. Grins.

    Ok das war geklärt mit dem Hof, nun meldete mein Compi eine neue Mail an. Der Absender war der zweite Investor, er freute sich dass es nun los ging und Versprach mir dass er nach Fertigstellung der Halle mal zur Beschauung kommen würde. Das wäre natürlich Genial, dann sah man sich mal. Auf dem Hof hupte es und ich ging raus, der Fiat war nun da. War denn schon Freitag? Petra sagte:“ Der ist aber einen Tag zu früh. Da wird Francesco Augen machen wenn er den sieht. Irgendwie habe ich das Gefühl dass dich alle Unterschätzen mein Schatz.“ Sie lachte und ich ging zu dem Transporter auf dem der Fiat stand.

    Der Fiat sah echt gut aus, ihm sah man sein Alter echt nicht an und ich fand auch nach der dritten Runde um den Truck keine einzige Roststelle. Der Fahrer fuhr den Fiat gleich unter das Dach hinter der Garage. Dieser LKW war nur als Scherz für Francesco gedacht, aber so wie ich ihn kannte würde er den wirklich die 3 Monate fahren. Ich gab dem Fahrer etwas für seine Transportarbeit und ging an meinen Rechner zurück. Dort Überwies ich den Preis für den Fiat an meinen Kumpel. Der Planenschneider rief auf mein Handy an und sagte:“ Wir haben nun die erste Plane in Arbeit, also am Montag geht sie auf den Trailer. Wir hoffen alle dass es dir gefällt.“ Ich sagte:“ Macht euch da mal keine Gedanken, wenn es mir gefällt, dann darfst du noch 10 davon machen, die müssen dann allerdings aus Düsseldorf hier rüber.“ Er sagte:“ Müssen sie nicht, ich habe in Köln auch so eine Firma und in Essen, Bergen und Rom. Also müssten die nach Köln, ich fliege dann dahin und mache die Trailer fertig. Die Computerversion der Plane ist schon in all meinen Filialen auf den Rechnern. Das geht Automatisch, allerdings steht dabei dass die nur für Trailer der Eisitrans Europe in Odense verwendet werden dürfen. Also sind das nur eure Trailer die damit versehen werden.“ Schön, das gefiel mir sehr gut, somit hatten wir wenigstens eigene Planen. Nun brauchte ich nur noch jemanden der das auf alle anderen Trailer umsetzen konnte, denn wir brauchten auch andere Trailer, das würde sicher bald so kommen. Wir beendeten das Gespräch und ich überwies gleich noch den Preis für die Plane. Vom MAN und meinem Volvo hatte ich mich nun getrennt, denn sie fielen unter Totes Kapital. Der EXC war gestohlen worden und würde auch sicher nicht wieder in der EU auftauchen. Also fuhr ich erstmal den Leihtruck und überlegte mir was ich eigentlich als neuen Truck haben wollte. Scania war mein Favorit, aber wie man am EXC sah nicht nur meiner. DAF bot nicht genug PS für Schwerlasten, Iveco war nicht mein Wunschlaster, zu wenig PS und kein Platz. Scania waren auch ein sehr teures Hobby und nachdem ich den Plan mit dem Hof hatte, wollte ich unsere Konten nicht unnötig belasten. Unser Bürotelefon riss mich aus meinen Gedanken, also hob ich ab und meldete mich. „Guten Tag Herr Bär, Kommissar Wegener in Berlin. Wir haben hier eine Suchanzeige für ihren Scania liegen, und so einen Truck haben wir hier bei einer Razzia Sichergestellt. Wir haben hier heute Morgen eine Halle gestürmt die zu einer Gewerbsmäßigen Autoknackerbande gehört. Dabei stellten wir mehrere Trucks und PKWs sicher. Wir möchten sie bitten in den nächsten Tagen mal hier her zu kommen und den Truck zu Identifizieren.“ Ich war Sprachlos und stammelte:“ A-Aber sicher kann ich das machen. W-Woher wissen sie in Berlin von meinem Truck? Der wurde doch hier in Dänemark gestohlen.“ Der Kommissar lachte und sagte:“ Wir haben einfach mal in unserem Fahndungscomputer Scania eingegeben und sahen dann ihren EXC in der Fahndung.“ Mein Scania war wieder da, HURRAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA. Sorry aber mir war danach. :D
    Ich fragte nach dem Zustand des Scania und mir wurde Versichert dass er keine Schäden hat. Puh das hörte man gerne. Nach dem Telefonat ging ich Petra Bericht erstatten und sie war begeistert. Sie freute sich mit mir und sagte:“ Toll so musst du dir keine Gedanken machen was du dir holst. Wann fliegst du nach Berlin?“ Ich sah in meinen Terminplaner und sagte am Montag. Petra ging an ihren Rechner und buchte mir einen Flug. Montag um 7 war Start in Kopenhagen, das hieß für mich um 3 Uhr hier mit dem Zug los fahren. Also verbrachte ich den Rest der Woche auf dem MAN E6 der Leihweise bei uns war. Allerdings nahm ich nur Skandinavien Touren an. So musste ich nicht zu weit weg und konnte noch freitags den MAN wieder ab geben. Also zog ich wenige Touren durch und brachte den MAN Freitagmittag zurück. Ich ging Zufuss bis zur Firma und Petra fragte:“ Wo ist der Leihwagen, haste den zu Klump gefahren, oder ist der Tank leer?“ Ich sah sie an und sagte:“ Na du traust mir Sachen zu. Nein den hab ich zurück gegeben. Ab Montag geht ja mein großer erst mal in die Werkstatt und bekommt sein GPS, so finden wir ihn beim nächsten mal wieder.“ So war mein Plan.


    Endlich Montag, und ich habe noch etwa 10 Minuten bis mein Flieger Berliner Boden berührte. Mann o Mann, diese Stadt kannte ich nicht, nur das ein oder andere Industrie oder Gewerbegebiet. Die Stadt hatte was an sich, seit dem Mauerfall hatte sich hier sicher einiges getan, nur diesen BER bekamen sie nicht fertig. Da gab es angeblich so viele Baufirmen in diesem Land, aber einen Flughafen bekamen sie nicht hin. Wer aber hatte die ganzen anderen Flughäfen hier gebaut? Warum nahm man nicht diese Firmen dazu? Na egal ich war nicht hier um mir Gedanken über Deutschlands größten Steuerfresser zu machen. Also ab zum Taxistand und dem Fahrer die Adresse gesagt. Etwa 45 Minuten (gefühlte 8 Stunden) später stieg ich am Ziel aus. Alle nötigen Papiere dabei trat ich in das Polizei Hauptquartier ein. Dem Pförtner erklärte ich zu wem ich wollte und er rief den Zuständigen an. 10 Minuten später stand dieser mir Gegenüber und nach einer Begrüßung gingen wir in sein Büro. Dort legte ich ihm meine Papiere von dem Scania vor und er studierte sie genau. Nach einiger Zeit sagte er:“ Sie wissen aber dass ihr Truck hier nicht fahren darf.“ Ich verschluckte mich fast an meinem Kaffee, dann sagte ich:“ Ich muss sie darauf Aufmerksam machen dass ich zwar Deutscher bin, aber seit einigen Monaten in Dänemark lebe, und dieser Truck gehört zu meiner in Dänemark gemeldeten Firma, er hat sogar Kennzeichen von dort. Egal wie viele ihrer TÜV Leute an den Truck gehen, sie werden nichts finden. Denn der wurde mir von Scania selbst so geliefert wie er ist. Sollten sie nach einem Grund suchen mein Eigentum still zu legen werde ich sofort mit meinen Anwälten Kontakt aufnehmen und lasse beide hier einrücken, der eine kommt aus Köln und der andere aus Dänemark. Die Kosten ihrer An und Abreise gehen dann zu ihren Lasten und die haben einen sehr guten Stundenlohn. Sie haben die Wahl, entweder ich fahre mit meinem Eigentum hier weg, oder es gibt zwei Anwälte die auf ihre Kosten hier einfliegen und sie zahlen meine Ausfälle da sie meinen Truck und mich am Arbeiten hindern. Da ich nur Schwertransporte mit dem Monster fahre werden da noch viele Tausender mehr auf sie zu kommen.“ Er sah mich nur an und sagte:“ Ok lassen sie ihren Truck zur Grenze schleppen, da können sie dann fahren.“ Ich nahm mein Handy und rief Björn an. Wir sprachen wie üblich in Englisch und der Cop verstand was ich sagte. Ich reichte ihm den Hörer und Björn erzählte ihm einige Takte. Der Polizist wurde sehr blass und gab mir mein Handy zurück, danach schob er mir meine Unterlagen über den Tisch und sagte:“ Ich habe noch nie erlebt dass es einen Dänischen Anwalt gibt der sich so gut mit unseren Gesetzen auskennt.“ Danach schob er mir meinen Truckschlüssel zu und ließ mich gehen. Tztz Björn war als Anwalt ein echter Glücksgriff. Unten wartete ein Uniformierter und dieser ging mit mir auf den Hof, dort stand mein Monster etwas Schmutzig zwar aber ohne Beulen. Ich stieg ein uns startete den Truck, dann kontrollierte ich das Licht und die Blinker. Meinen Digitalen Überwacher fütterte ich auch noch mit meiner Karte, dann fuhr ich los. Der Polizist sah mir sehr lange nach. Ich fuhr an eine Selbstwaschanlage und fragte ob ich hier mal meinen Brocken waschen könnte. Der Kassenwart sah den Scania und sagte:“ Mit dem Monster müssen sie ins Gewerbegebiet, da gibt es eine LKW Waschstraße.“ Ich sagte:“ Ich will keine Waschanlage, nur einen Hochdruckreiniger um den Hauptdreck runter zu spülen.“ Er nickte und zeigte auf den Hof. Ich ging raus und spritzte meinem Monster den groben Dreck runter, dann bezahlte ich und fuhr Richtung Rostock. In mir war nur ein Gedanke. Weg aus dieser Stadt und diesem einstmals meinem Land. Den Fährenplatz nach Gedser Reservierte ich mir bei einer Pause. Als ich fertig gegessen hatte rief ich den Planenschneider an und er sagte:“ Ich habe gute Nachrichten, dein Trailer ist fertig, er kann geholt werden.“ Ich freute mich über diese Nachricht und fragte nach seinen Öffnungszeiten. Gut heute bis Feierabend da sein könnte etwas eng werden, also sagte ich:“ Ok bis zum Feierabend schaffe ich das wohl nicht mehr, also dann morgen früh.“ Er sagte:“ Sollte hier noch licht sein dann klingel ruhig, dann sitze ich noch über unseren Büchern im Büro.“ Ich legte auf und startete den V8, viele Blicke folgten meinem weißen Monster. Die Fähre war pünktlich und ich durfte zuerst drauf fahren, danach folgten viele Trucks mit Trailer und Transporter. Dann schlossen sich die Tore und wenig später legten wir ab. Ich stand an Deck und sah aufs weite Meer hinaus. „Hallo Bär“ sagte jemand hinter mir und ich drehte mich um. Manni war es der Exmann von Petra. Wir grüßten uns per Handschlag und gingen ins Restaurant einen Kaffee trinken. Wir sprachen über dies und jenes und er fragte nach seinen Kindern. Zum Schluss kurz vor dem Anlegen sagte er:“ Ich werde in Russland heiraten, meine Freundin ist Schwanger. Ich wünsche euch alles Gute mit eurer Firma und eurem Leben. Mach es gut und drück meine Kinder von mir.“ Er drehte sich um und ging zum Parkdeck. Ich rauchte noch eine und ging dann auch zu meinem Truck. Ich fuhr als erster von der Fähre in die Dunkelheit und gleich in die Richtung zu meinem Trailer. Dort angekommen war es zwar schon Nacht aber im Büro brannte noch Licht, also klingelte ich und der Chef des ganzen kam nach draußen, er machte das große Tor auf und ließ mich rein fahren. Danach schloss er das Tor wieder und ging mit mir in eine der Hallen. Da stand er nun, unser erster Firmentrailer. Wahnsinn der sah sowas von genial aus, die Eisbären waren so Hammer auf den Seiten und auch im Heck. So hatte ich mir das vorgestellt. Natürlich war der erste nur auf unserem Hof und vielleicht auch mal für Eilgüter im Einsatz. Der Prototyp gehörte in die Hauptstelle. Na hoffentlich hatte Düsseldorf die Bestellung der 10 Trailer endlich an hansekontor weiter gereicht, sonst würde es eng mit den Eisbären. Ich nahm mir vor mal in Hamburg oder die Filiale in Düsseldorf an zu rufen und zu fragen ob sie nun den Auftrag für die 10 Trailer hatten. Der Planenschneider und ich regelten das Geschäftliche und dann sattelte ich auf und fuhr raus auf die Straße.

    Ich fuhr Richtung Odense und legte hin und wieder eine Rauchpause ein. Mein Handy meldete sich und Francescos Name erschien im Display. Er hatte mir 2 Fotos geschickt von seiner neuesten Fracht. Entweder hatte er viel Vertrauen in den Truck seiner Heimat oder er war einfach nur Leichtsinnig.

    Aber ich vertraute ihm, er wusste schon was er tat, hatte er oft genug unter Beweis gestellt. Ich fuhr den Rest der Strecke ohne Störungen und stellte den Scania mit Trailer in die Garage, er passte komplett hinein. Sagenhaft so konnten Komplettzüge in die Halle und auch mal ein Wochenende dort verbringen. Ich blieb gleich im Scania und schlief dort eine Runde. Als ich aufwachte war es etwa 6:00 und ich benutzte schnell mal die Sanitären Anlagen im Fahrerbereich. Danach dann ab ins Büro und Kaffee machen und erst mal eine rauchen. Petra kam mit der Witwe und sie sahen den Scania in der Halle, Petra fiel auf dass er sehr nah am Tor geparkt war und sagte:“ Der ist wohl länger geworden in Berlin dass du so nah am Tor stehst.“ Sie lachte dabei und ich nickte nur, dann sagte ich:“ Na sicher, er stand ja im Regen auf dem Hof bei denen, also wächst er. Aber er ist gut gewachsen, schaut ihn euch doch mal an.“ Die Frauen gingen in die Garage und Petra kreischte, dann sagte sie:“ So sehen unsere Trailer aus. Wow Schatz der ist genial.“ Ich sagte:“ Ist erst mal nur ein Prototyp, ob es so bleibt oder sich was ändert weiß ich noch nicht. Aber mir fehlt da was drauf, irgendwie fehlen da unsere Schriftzüge drauf. Wenn wir schon keinen mehr finden der unsere Trucks damit versehen kann, dann sollten wenigstens die Trailer eine Werbung von uns drauf haben.“ Petra sagte:“ Stimmt, Werbung ist ein Muss, ohne läuft kein Geschäft.“ Eine Mail wurde mir angemeldet und ich öffnete sie. Darin bekam ich eine Hilfestellung in Sachen Werbung, aber aus einer Ecke womit ich nie gerechnet hatte. Ich wusste nicht mal mehr ob wir darüber gesprochen hatten. Christian schickte mir Bilder als Vorschläge für den Krone Profiliner und meinen Wunschkühler den Chereau.

    Ich war begeistert und speicherte die Bilder der Entwürfe gleich ab. Da Christian mitteilte dass die Folien auch bei ihnen angebracht werden können bestellte ich für Düsseldorf 10 Krone mit unserer Werbung und für Odense 15 Chereaus mit unserer Werbung, aber in seinen Vorschlägen.

    Hier wurde viel mit Kühlern gefahren also musste ich hier sowas anbieten. Danach schickte ich Mails an Düsseldorf dass die Bestellung ihrer Trailer gemacht ist und an alle anderen Filialen dass wir den Krone Profiliner und den Chereau als Kühler anbieten konnten, also konnten sie nun alle nach genau solchen Aufträgen mit eigenen Trailern suchen.

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