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Kapitel 12 - Idle Air aus eigener Herstellung

  • Der Kalender für 2017 wurde dünner, schon war die Hälfte weg. Und über Independence Day waren auch alle Freunde so weit weg. Lediglich Ralph und Caleb nicht, denn Ralph hatte keine Familie mehr, Caleb konnte seine nicht leiden und anders rum. Ralph hatte aber Bereitschaft und das Wetter war zu gut, um bei ihm in seiner Wohnung zu sitzen und auf einen Anruf zu warten.

    Da aber Calebs zweiter Freundeskreis ähnlich heruntergewirtschaftet war, war auch denen langweilig, das schrie nach Parkour im Park, dachte ich. Aber das galt nur am Samstag, nachdem ich mit der Rechnungserstellung fertig war. Caleb hatte andere Pläne:
    "Sind wir mal ehrlich. Parkour mag ein schöner Sport zu sein, aber kaum, um dauernd im Park über Bänke und Felsen zu turnen." "Sondern?" "Urban Exploration." "Ooookay..."
    Dass so was kommen könnte, hatte ich mir schon überlegt, aber nie mitbekommen, dass die vier so was machten.
    "Du musst nicht." Der Reiz war schon da, aber die Bedenken auch. "Ich hänge da doch ein Bisschen zu sehr am sauberen Führungszeugnis, das ich für manche Kunden regelmäßig vorzeigen muss." "Die SEPTA will auch von allen Fahrpersonalen alle 2 Jahre ein Führungszeugnis haben. Also irgendwas nicht zu machen, weil man juristische Folgen spürt ist okay. Immerhin sagst Du nicht, dass Dir das zu gefährlich ist." "Du sprichst mit jemandem, der mit 18 Jahren Bergrennen gefahren ist. Ich weiß nicht, womit man leichter 600 Fuß tiefer einschlägt und dann noch mal 6 Fuß tiefer liegen bleibt. Wobei ich natürlich gerne lebe." "Ich auch. Für die anderen drei kann ich nicht sprechen. Jamie und David stehen auch schon mal ungesichert auf einem Schornsteinkopf oder Gittermast. Und die machen auch In-Use-Exploration. Hayden hat eine Schwäche fürs Trainsurfing, was ich als Lokführer natürlich auch nicht leiden kann."
    "Was hast Du denn morgen dann mit mir vor?" "Schleuse 68 am Manayunk Canal." Das war ja quasi vor meiner Firma. "Ich gehe bestimmt nicht mit einem Anfänger ins Beury Penthouse. Schleuse 68 hat zwei Vorteile. Die Reste von dem Ding sind nicht sonderlich hoch und wenn es schief geht, liegst Du im Kanal und nicht auf einer Betonplatte. Und da brauchst Du auch keine besondere Ausrüstung."

    Das war dann also nun der Hintergrund meiner zweiten Clique. Dass sie nicht nur über Parkbänke und Felsen turnten, hätte ich mir zumindest bei manchen denken können. David war ähnlich wie Caleb schon rein optisch etwas verrückt. Waren es bei Caleb allerdings seine nur oben ohne in voller Pracht sichtbaren Tattoos sowie zwei große, schwarze Plastik-Ohrstecker, die das ausmachten, glänzte David mit seinen weinrot gefärbten, langen Haaren aus jeder Menschengruppe raus. Caleb war 21 und David wie ich 22.
    Jamie hatte einen weißen Vater und eine Latino-Mutter, was seinen südlichen Einschlag erklärte. Mit 19 war er ein Bisschen jünger. Er hatte an sich aber nichts Auffälliges an sich, sah man von seinen Muskelbergen ab. Hayden war mit 17 das Nesthäkchen, passte optisch noch weniger als ich in die Truppe. Immerhin hatte ich mit meinem Pseudo-Undercut eine Frisur mit wenigstens etwas coolem Image, wenn es schon neben dem Ohrstecker mit rotem Stein aus "echtem Kristallglas" nichts Auffälliges an mir gab. Aber Hayden hatte einen ganz braven Grundschnitt, den er dann mit ein Bisschen Gel durcheinander brachte und sonst nichts. Kein Piercing, kein Tattoo. Er war scheinbar der brave Junge von nebenan, aber stille Wasser waren ja schon immer die tiefsten.

    Ich traf mich mit Caleb an der alten Schleuse, wo er mich an den niedrigen Mauern und den Resten der Schleusentormechanik die Parcours-Techniken in Streetclimb umsetzen ließ. Denn die Techniken waren gleich, aber die Ziele verschieden. Parkour war aus einer Fluchttechnik des Soldaten Raymond Belle im Französischen Indochinakrieg entstanden, die sein Sohn David in den 80ern auf einen Vorort von Paris übertrug und zum Jugendsport machte, aber immer mit dem Ziel, möglichst mit dem geringsten Aufwand und der größten Geschwindigkeit Hindernisse auf einer vorgegebenen Strecke zu überwinden.
    Steetclimb war die aus Parkour entstandene Klettertechnik, mit der Urban Explorer ihre Hindernisse überwanden, was nicht das Ziel hatte, schnell und Kräfte schonend von A nach B zu kommen, sondern mit Aufwand und Artistik im Ermessen des Kletterers an einen schwer zugänglichen Punkt. Also Obergeschosse erreichen, wo der Einstieg in Gebäude einfacher war oder fehlende und baufällige Gebäudeteile auf einem alternativen Weg überwinden. Auf Sicherheit gehende Explorer beließen es dabei, die verspielteren balancierten auch schon mal riskant über irgendwelche Rohre und Träger anstatt den Wartungsweg an der Wand entlang zu nehmen oder eine Leiter runter und auf der anderen Seite wieder rauf zu steigen.

    Ich schaffte Calebs Übungen, ohne ein Bad im Manayunk Canal oder schon etwas gefährlicher im Schuylkill River zu nehmen und wir wollten gerade wieder zurück als Calebs Handy klingelte.
    "Hallo Hayden." "Abholen? Wo?" "Chambersburg? Das ist doch hinter Harrisburg?" "Wie kommst Du denn da hin?" Caleb fing an, hysterisch zu lachen."Der Güterzug hat nicht vorher angehalten? Dann sei froh, dass der nicht nonstop nach Los Angeles gefahren ist. Aber ich bin mit dem Zug in Manayunk. Bis ich zu Hause bin, wird es über eine Stunde dauern. Und dann muss ich noch jemanden finden, der mir sein Auto leiht. Was ist mit David und Jamie?" "Na dann weiß ich nicht, in wessen Strahlenschutzbunker die gerade ohne Handynetz hocken. Direkt auf dem Sendemast soll man ja angeblich auch kein Netz haben. Ich kann Brandon fragen, der ist gerade bei mir." Er drehte seinen Kopf zu mir rüber: "Wie lange brauchen wir zu Deinem Auto? Eastwick ist ein Stück und Hayden sitzt an einer Bushaltestelle, wo morgen Vormittag wieder was fährt." "5 Minuten." "Wie, nur 5 Minuten? Du wohnst doch nicht hier. Würdest Du ihn abholen? Sind aber 100 Meilen eine Strecke." "Klar. Dazu hat man Freunde, oder? Meine Firma ist direkt am Bahnhof Ivy Ridge und ich habe da geparkt."

    Wir gingen zu meiner Firma.
    "Na die Halle sieht auch so aus, als wäre das Gelände verlassen. Habe vorhin drüber nachgedacht, hier mal zu exploren." Ich wollte sowieso was trinken und ging deshalb in die Halle. Dabei nahm ich nicht den Sensor in der Türklinke sondern schloss auf und ließ den 10 Sekunden dauernden Voralarm losgehen, bevor ich die Anlage schnell mit meiner Chipkarte am Terminal entsperrte: "Na das dumme Gesicht von Dir, wenn der Alarm los geht, hätte ich gerne live aufs Handy gesendet bekommen."

    Wir tranken schnell was und nahmen jeder eine Flasche mit ins Auto. Dann sammelten wir Hayden ein und lieferten ihn in Bryn Mawr ab, einer noblen Gegend wo seine Eltern wohnten. Caleb stieg in der Innenstadt an der Straßenbahn aus und ich fuhr nach Hause. Am Montag, den ich mir keinen Auftrag hatte geben lassen, kaufte ich ein paar Sachen, die Caleb mir aufgetragen hatte. Grippers-Handschuhe mit Gummibeschichtung auf der Greiffläche, aber freiliegenden Fingerkuppen, eine starke Taschenlampe, Schuhe mit Klettverschluss und guter Federung.
    Außerdem reaktivierte ich das alte "dumme" Telefon mit der Prepaid-Karte, das mir Randy bei meiner Abreise gegeben hatte. So ein billiges Teil hielt wesentlich mehr aus als ein empfindliches Smartphone. Wenn es kaputt ging, dann war der Verlust nicht so groß. Aber man konnte im Notfall Hilfe rufen. Es sollte, auch wenn man in der Gruppe unterwegs war, immer jeder eins haben. Es konnte ja sein, dass man sich verlor und wieder verabreden musste. Oder im schlimmsten auszudenkenden Fall saß man in der Falle und der mit dem Telefon stürzte beim Versuch abzusteigen ab. Dann saß man immer noch in der Falle, aber konnte nicht mal mehr Hilfe rufen.

    Und am 4. Juli, als alle nur irgendwelche Paraden bestaunten, durfte ich gleich mit in eine der Kronen von Philadelphias Urban Exploration, das Beury Building.
    "Ich dachte, das wäre schwierig." "Nur das Penthouse. Der Bürotrakt ist bis auf das baufällige Dach ganz oben und die Betontreppen ohne Geländer oder Stützen eher harmlos."
    Caleb zog sich in der Nebenstraße eine Wollmütze auf und band sich ein Tuch über Mund und Nase. Ich nahm mein Motorradtuch mit Blitzmotiv, das aus elastischem Endlosmaterial war, für die untere Gesichtshälfte und trug dazu ein Baseball Cap mit dem Logo der Band Manowar. Dennis und Jamie hatten Youtube-Kanäle, wo sie die Videos hochluden und wir wollten wegen unserer beruflichen Situation beide nicht erkannt werden.
    Wir stiegen in der Nebenstraße auf das Gerüst, das Passanten vor abstürzenden Teilen schützen sollte und von dort in das Gebäude. Streng genommen war das natürlich verboten, aber bei so einem Gebäude, dessen Besitzer eine Investmentfirma war, die bisher noch nicht viel mehr als gerenderte Computerskizzen zur Zukunft des Hauses beitragen konnte, krähte da kein Hahn und, wie in der Szene wohl bekannt war, hier auch keine Alarmanlage nach.
    Wir statteten den Tresoren der einst hier angesiedelten Bank im Keller einen Besuch ab und gingen dann so hoch, wie die Betontreppen uns trugen, also in den 11. Stock. Es war faszinierend. Und damit meinte ich anders als insbesondere David und Jamie nicht das Verbotene sondern die Umgebung. Eine Selbstverständlichkeit hatte Caleb mir noch beim Einstieg auf den Weg gegeben, den Ehrenkodex der Explorer:
    "Only take impressions, only leave footprints!" Nimm nur Eindrücke mit und hinterlasse nur Fußspuren.
    Das Gebäude im Art Deco Stil war auch nach fast 30 Jahren Verfall noch schön. Verzierte Türblätter und Wandvertäfelungen entfalteten ihren Reiz auch auf dem Boden liegend. Der Kamin mit der Steineinfassung im Direktorenzimmer war ein Fels in der Brandung des Vandalismus und der eingedrungenen Elemente, die den Möbeln und den Wänden zugesetzt hatten. Das war es wohl, was man "morbiden Charme" nannte. Die Aussicht aus dem 11. Stock über den eher flachen Norden der Stadt hinweg auf die glänzende Innenstadt tat ihr Übriges.
    Das reichte allerdings David und Jamie nicht, sie wollten unbedingt in das Penthouse, das auf einer Seite des Gebäudes die Etagen 12 bis 14 bildete. Caleb konnte sie nicht abhalten, auch die teilweise eingestürzte Holztreppe als offensichtlicher Zugang nicht. Sie kletterten einfach auf das ebenfalls größtenteils eingefallene Dach der 11. Etage, nutzten dessen noch stabile Träger und zogen sich an der Fassade hoch in ein Fenster. Wir sahen uns in der Zeit noch etwas in der 11. um.
    Sie schafften auch wieder den Abstieg aus dem Penthouse und wir verließen das Gebäude über die betonierte Treppe und das Gerüst, wie wir gekommen waren. Ich war danach hin und her gerissen. Mir war klar, dass man das nicht tun sollte. Bei bewachten Gebäuden im falschen Staat konnte einem das auch mit einer Kugel im Kopf erklärt werden, wo die Abwehr gegen Einbrecher unter großzügiger Auslegung der Verhältnismäßigkeit der Mittel von der Jury schon mal als Notwehr eingestuft wurde. Aber eine grundsätzliche Leidenschaft war geweckt, die ich wohl nur schwer wieder loswerden würde.

    Nach der halben Woche stand dann ab dem 10. Juli wieder eine ganze mit Arbeit auf dem Programm. Und los ging es nicht mit CAT, sondern mit einer Ladung frischer Pilze von Dole in Philadelphia nach Columbia (SC).




    Der Montag reichte allerdings nur bis zu einem Gewerbegebiet in Fayetteville (NC). Die Tour vervollständigen musste ich dann am Dienstag. Und im Anschluss ging es mit einem Exportcontainer voll Maschinenteile weiter nach Savannah, wo ich wieder bei der Tankstelle übernachtete. Diesmal waren allerdings keine Skater auf dem Gelände nebenan. Also trainierte ich Klettern, Springen und Landen.

    Am Mittwoch konnte dann endlich Brian was mit mir anfangen. Ich sollte eine Walze nach Jacksonville bringen. Also endlich mal in den Sunshine State. An der Staatsgrenze war dann entweder das Schild falsch oder das Wetter. Jedenfalls empfing mich der Sunshine State mit Regen.




    In Jacksonville bekam ich einen Tractor Excavator für Boca Raton zum Tausch. Erst mal musste ich suchen, wo das war, es handelte sich um eine Stadt im Norden von Greater Miami. Ich tauschte also den Trailer und machte eine kleine Pause. Dann ging es wirklich bei Sonnenschein weiter nach Süden.




    An der Baustelle musste ich den neuen Bagger abladen und den alten aufladen. Der war zum Glück an der Hydraulik defekt, weshalb es mir erspart blieb, ihn mit der Winde draufzuorgeln.




    Den Rückweg schaffte ich nicht mehr komplett, sondern muss tevorher auf einen Truckstop. Im Sommer war es schon heiß hier und auch nachts wurde es nicht wirklich kühl. Da änderten auch die Dachklappen nicht genug dran. Idle Air gab es hier auch nicht, weshalb der Motor die dritte Nacht in Folge durch idlen musste, um die Klimaanlage zu betreiben. Anders als zum Beispiel in Kalifornien krähte hier im Südosten da kein Hahn nach.

    Am Donnerstag ging es sehr früh weiter nach Jacksonville und danach ließ Brian mir wieder freie Hand, sollte ich was finden, bevor er zur Arbeit kam. Also besorgte ich mir bei Walmart einen Trailer mit Joghurt, den mir aufgrund des aktuellen Schichtplans Lenny geben durfte. Ziel der Tour war Atlanta und es war noch dunkel - und einigermaßen kühl - als ich aus Jacksonville rollte.




    Unterwegs auf einer Rest Area machte ich die kleine Pause und ging was essen. Vor der Weiterfahrt stellte ich mir noch die Frage, ob das Essen mehr Yummy gewesen war oder der Kenworth W900 neben mir. Diese Woche hatte jedenfalls bewiesen, dass die Tage meines Mack gezählt waren. Ich sollte für den Rest des Sommers mehr in den Norden planen lassen und kommenden Sommer ein Gefährt mit Standklimaanlage haben. So gut schlief es sich nicht, wenn vor einem ein V8 vor sich hin brabbelte.




    In Atlanta war der Tag dann fahrzeittechnisch rum. Ich lieferte den Trailer noch ab, was bedeutete, dass ich bei einem der kleinen Neighbourhood Markets in die Lücke zwischen Gebäude und einem bereits dort stehenden Trailer zirkeln musste. Und es setzte ein Sommerregen ein, gefühlt eine heiße Dusche.




    Anstatt wieder entweder in der Koje zu grillen oder den Motor an zu lassen, leistete ich mir ein Motel. So war ich am Freitag wenigstens ausgeschlafen und entspannt, wovon man bei Nächten mit bollerndem V8 nur bedingt reden konnte.

    Der Freitag begann wieder bei Caterpillar. Eine Walze sollte nach Columbia ausgeliefert werden. Auf dem Weg zur Autobahnauffahrt stand ein junger Mann am Straßenrand und versuchte sein Glück als Anhalter. Ich fuhr ran, denn er sah auf jeden Fall mal gut aus.




    "Na, wo soll es hingehen?" "Philadelphia." "Hm, morgen ja. Da muss ich auch hin. Heute komme ich nicht so weit und weiß noch nicht wo der Tag enden wird." "Macht nix, ich komme erst mal mit." "Dann komm rauf." Er kletterte auf den Beifahrersitz und packte seinen schweren Rucksack zwischen die Sitze vors Bett. "Brandon. Hallo." "Hi. Ich bin Scott." "Nach Pennsylvania hörst Du Dich noch weniger an als ich." "Ja. Ich bin aus Alabama und das letzte Jahr einmal im Kreis durch das ganze Land gefahren. Jetzt will ich dahin zurück, wo es mir am besten gefallen hat und mich niederlassen."

    Nachdem ich auf die I-20 gefahren war, sagte Scott halb zu sich selbst:
    "Irgendwie klappt es so selten, auf einem Truck mitzufahren." "Die meisten Fahrer haben keine Beifahrer versichert oder Vorschriften von ihren Arbeitgebern und dürfen deshalb gar keinen mitnehmen." "Ach so." Und dass viele auch bei Anhaltern Angst vor Überfällen und die wenigsten ein Kampfmesser unter dem Fahrersitz hatten wie ich, behielt ich für mich.

    Scott hatte nach der Schule eine Reise durch die USA angetreten. Seine wichtigste Regel war gewesen, nie zu fliegen. Er war als Anhalter gefahren, hatte Greyhound-Busse und Amtrak-Züge genutzt. Von seiner Heimatstadt Huntsville war er zuerst bis auf die Florida Keys, dann die Ostküste hoch nach Boston, an den Seen vorbei über Chicago nach Minneapolis, südlich bis Kansas City, über Denver und Salt Lake City nach Seattle, die Westküste runter nach San Diego, an der mexikanischen Grenze entlang und weiter nach Dallas und dann über Houston, New Orleans und Memphis nach Hause. Und danach hatte er sich ausgerechnet für Philadelphia entschieden, um dort zu studieren.

    In Columbia setzte ich Scott vor der Baustelle ab, denn auf Firmengelände kam man mit Beifahrern meistens nicht. Nachdem ich den Trailer abgestellt hatte, fuhr ich wieder raus, sammelte ihn ein und wir machten Mittagspause an dem mir schon bekannten Hotdog-Stand. Scott schien den Verkäufer interessant zu finden. Wo er Recht hatte, da hatte er Recht. Aber es überraschte mich ein Wenig.




    Nach der Pause holten wir bei CAT eine reparierte Walze ab, die nach Charleston (WV) sollte. Hier war es kein Problem, Scott mitzunehmen, so lange er im Truck blieb.




    Am Ziel reichte die Zeit noch zum Tanken und danach fuhr ich zu einem Motel, in dem wir uns Zimmer nahmen.




    Am Samstag holte ich noch einen Leasingrückläufer ab. Es war ein Radlader, der nach Philadelphia musste. Ich gab Scott meine Handynummer, damit er sich melden konnte, wenn er mal Hilfe oder einfach nur Gesellschaft am Wochenende brauchte und beendete meine Arbeitswoche mit dem Rest vom Samstag im Büro bei Rechnungen und Buchungen.

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Kommentare 7

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    alaskabaer01 -

    Ich kann den Mack hören und den Diesel riechen. Toll geschrieben TurboStar.

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    loddi51 -

    Klasse geschrieben.

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    Sauerlaender -

    Du haust ja im Moment ein Kapitel nach dem Anderen raus. Und was für welche. :) Wenn ich mir so die Hobbies von Brandon anschaue, kann ich langsam verstehen, dass Keela Marc spießig fand. Dem wären solche Sachen nicht eingefallen. ;)

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      Iceman684 -

      Naja, inzwischen hat sich das ja geändert und Sie findet Marc nicht mehr spießig, außer wenn Sie mit Ihm in Seinem Auto mitfahren muss.

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      TurboStar -

      Nicht fahren zu müssen spart die Hälfte des Aufwands ;) Wir sind früher halt am Wochenende in Steinbrüchen auf Silos und Förderanlagen rumgeklettert, aber verglichen zu dem, was man so heute auf Youtube findet war das Kindergeburtstag. Insofern aber für mich kein komplettes Neuland. Wie das ins Extreme geht, habe ich durch einen Youtube-Algorithmus gelernt. Nach einem Video einer Führerstandsmitfahrt (typische Eisenbahnfan-Beschäftigung) startete es automatisch eins von einem Trainsurfer und Streetclimber. Da sind dann die extremeren Einfälle her, nachdem ich mir den Channel mal reingetan habe. Zielobjekte in den USA sind zu meinem Vorteil ganz brauchbar dokumentiert.