TruckSim Map Bilder Show

hier könnte auch dein Bild stehen ...

[Woche 106] 12 Paletten, das Murmeltier und keine Pfützen im Shop

  • [Woche 106] 12 Paletten, das Murmeltier und keine Pfützen im Shop



    Montag, Valladolid
    Das Telefonat mit Sandra drehte sich dann eine ganze Weile um die Eindrücke die ich unterwegs mit dem MAN sammeln konnte – Sandra war bisher immer nur unsere Sattelzüge von Scania und den Schwerlast-Actros gefahren. Ich war mit dem Löwen zufrieden – sehr geräumig, gut im Durchzug und auch das Fahren mit dem Tieflader im Schlepp machte keine Probleme; und das obwohl ich stellenweise für den Tieflader doch etwas zu tief geflogen war.

    „Hast du eigentlich schon einen Anschluss wenn ich am Mittwoch die Ruhezeit voll habe?“ „Noch nicht. Da du mit dem MAN ja nach München musst werde ich mich da mit Annyka und Vivien abstimmen.“ „Ist OK. Ich lasse mich dann mal überraschen lassen. Ich werde mir jetzt erst mal die Stadt anschauen gehen.“ „Mache das. Ich wäre gerne dabei. Mit dir spazieren gehen...“ „Werden wir bestimmt demnächst wieder einmal. Gucke mal, ob wir es hinbekommen zur Wies'n zu gehen.“







    Den Nachmittag verbringe ich dann damit mir die Kathedrale und den Park 'Campo Grande' anzusehen. Anschließend spaziere ich am Pisuerga entlang und bedaure es kein Kajak dabei zu haben. Als ich schon fast zurück am MAN bin komme ich an einem Motel vorbei. Es ist gerade einmal einen Kilometer von meiner Entladestelle entfernt. Da es auf dem Industriegelände doch recht laut war und ich erst am Mittwoch früh wieder fahren darf buche ich mir kurzerhand ein Zimmer und hole mir nur eben noch die Reisetasche aus dem MAN. Den Abend verbringe ich dann auf der Couch.



    Dienstag, Valladolid.
    Um 09:00 Uhr wache ich ohne Wecker auf. Nachdem ich meinen Bart gestutzt und ausgiebig geduscht habe gehe ich ins Erdgeschoss um zu Frühstücken. Die Motelangestellte ist gerade dabei das Frühstücksbuffet zurückzubauen. „Sie sind aber spät dran. Nehmen Sie sich aber noch gerne was Sie brauchen.“ „Danke. Ja, ich habe mir heute mal erlaubt ohne Diktat vom Wecker in den Tag zu starten.“ „Sind Sie denn nicht geschäftlich hier?“ fragt sie mich erstaunt. „An sich schon. Ich bin mit einem LKW unterwegs und habe jetzt gerade mein Wochenende.“







    Als ich später wieder auf meinem Zimmer bin werfe ich einen Blick auf mein Telefon. Keine Nachrichten. Keine Anrufe in Abwesenheit. Somit aber auch noch keine Information wie es morgen für mich weiter geht. Ich schnappe mir die englischsprachige Zeitung, die ich an der Rezeption gefunden habe und setze mich mit einer Tasse Kaffee auf den Balkon.







    Mein Handy klingelt. Die Rufnummer meiner Münchener Niederlassung. „Moin. Hier ist der Siesta haltende Chef.“ „Servus Chris. Ausgeschlafa? I hob Neiigkeitn fia di.“ „Hallo Annyka. Die Neuigkeiten aber bitte in hochdeutsch,
    damit ich nicht zum falschen Kunden fahre.“
    „Is guad. Oiso... In Valladolid gibt es für uns derzeit nichts zu holen. Du fährst bitte leer nach Irun zu DHLfreight. Adresse schicke ich dir gleich. Die haben 12 Europaletten für Unterschleißheim. Die Frachtrate ist jetzt nicht unbedingt berauschend. Aber allemal besser als wenn du die 1.800 Kilometer komplett leer unterwegs bist.“ „Wann ist der Ladetermin?“ „Morgen ab 15:00 Uhr sind die Paletten abrufbereit.“ „Alles klar. Gibt's sonst was Neues?“ „An si ned. I mua grod am Maia-Flink moi wieda auf de Fiass dredn. Sei Zoiungsmoaoi schreit diam zum Himme.“ „Ähm... ich hab jetzt nur Maier-Flink und zum
    Himmel schreiende Zahlungsmoral verstanden.“
    „Des reicht aa.“ „Na denn. Lass ihn aber am Leben.“ „Jo, ausnahmsweise. Wiederhearn.“

    Ich lege mein Telefon zur Seite und muss schmunzeln. An sich ist Annyka die Ruhe in Person – aber wenn es um Maier-Flink geht merkt man immer wieder, dass sie mit der eher leichtfertigen Art des Import/Export-Händlers nicht all zu viel anfangen kann. Ein paar Minuten später bekomme ich von ihr Lade- und Entladeort für die 12 Europaletten mitgeteilt.

    Da ich den Laptop eh gerade an habe gehe ich auf die Seite von Scania und spiele ein wenig die Möglichkeiten für eine neue Zugmaschine durch.

    Zwei Stunden später habe ich unzählige Varianten durchkonfiguriert, beschließe aber irgendwann beizeiten das ganze live zu betrachten. Am Chassiporten in Södertälje oder beim Händler in Stockholm wird sich dafür bestimmt mal die Gelegenheit ergeben.







    Nach dem Abendessen telefoniere ich noch kurz mit Sandra und lege mich dann zeitig schlafen.




    Mittwoch, Valladolid.

    Um 05:00 meldet sich mein Wecker. Ich springe unter die Dusche und gehe dann in den Frühstücksraum des
    Motels. Die Angestellte, die ich bereits am Vortag angetroffen hatte, stellt gerade frischen Kaffee ans Buffet. „Guten Morgen. Wochenende vorbei bei Ihnen?“ „So kann man das sagen. Könnte ich die Thermoskanne mit Kaffee gefüllt bekommen für unterwegs?“ „Natürlich.“ „Vielen Dank.“
    Ich frühstücke in Ruhe und leere zwei Tassen Kaffee.

    Um 06:20 Uhr checke ich aus und gehe zum MAN. Der Pförtner vom Sonntag hat wieder Dienst und begrüßt
    mich freundlich. Ich ziehe den Löwen von der Rampe ab und koppel den Tieflader wieder an. Nach der Abfahrtskontrolle ist es dann bereits kurz nach 07:00 Uhr. Ich verlasse Valladolid und fahre auf die A-62, die mein Navi auch als E-80 anzeigt.
    Etwa 2,5 Stunden später passiere ich Burgos. Die E-80 bleibt, die Straße heißt im regionalen jetzt aber AP-1.







    Ich folge der E-80 jetzt als AP-8. Es geht vorbei an Elgoibar, Itziar und Errenteria. Als ich Irun erreiche folge ich der Ansage vom Navi und halte mich in Richtung Irun/Pamplona.
    Ich erreiche das Gelände von DHLfreight um 14:45 Uhr. Ich stelle den MAN ab und melde mich im Büro. „Moin. Christian vom hansekontor. Ich soll hier 12 Euros für Unterschleißheim einsammeln.“ „Da sind Sie aber früh dran. Es sind noch nicht alle Paletten da. Zwei sind noch unterwegs. Sollten in einer Stunde aber da sein.“ „Mhm. Mir wurde gesagt ab 15:00 Uhr abrufbar...“ „Haben wir schon 15:00 Uhr?“ schnauzt mich ein junger Bursche an, der soeben den Raum betreten und somit nur einen Teil des Gesprächs mitbekommen hat. „Hugo, halt die Klappe und
    misch dich nicht immer ein.“
    Mit Blick auf mich sagt der Lagermeister dann: „Sie scheinen nicht viel älter als Hugo, aber ein wenig Respekt sollte er doch an den Tag legen. Also, wie gesagt... in etwa einer Stunde sollten die fehlenden 2 Paletten da sein. Den Rest können wir schon verladen. Rampe 1 ist frei.“ Hugo mischt sich noch einmal ein: „Das will ich sehen, wie der mit seinem Tieflader da an die Rampe kommt.“ „In dem ich das Ding
    abkoppele und den Motorwagen an die Rampe setze. Gehst du mit allen Fahrern so respektlos um? Scheint, als wenn du von der Praxis noch nicht so den Plan hast. Wenn du hier nichts Sinnvolles über die Lippen bringst halt einfach den Rand und sabbel nicht immerzu dazwischen.“
    Ohne sich zu entschuldigen verschwindet Hugo aus dem
    Raum. Der Lagermeister verdreht nur die Augen. Ich gehe zum MAN und trenne diesen vom Tieflader. Anschließend setze ich den Motorwagen in einem Zug in die enge Lücke an Rampe 1.







    Zwei Stunden später stehe ich immer noch an der Rampe. Es fehlen besagte 2 Paletten.

    Ein älterer 7,5-Tonner fährt auf den Hof und setzt an eine freie Rampe am anderen Ende des Gebäudes an.
    Kurz darauf stehen dann meine fehlenden Paletten auf der Ladefläche. Der Lagermeister kommt zu mir und reicht mir die Papiere. „Entschuldigen Sie, aber der Fahrer hatte mit seinem alten Laster eine Panne.“ „Der faule Hund hat bestimmt nur Siesta gemacht...“ „Halt den Rand, Hugo. Ich hab nicht um deine Meinung gebeten.“ Der Lagermeister verdreht wieder einmal die Augen.
    „Kann man nicht ändern. Jetzt hab ich ja alles da.“ Ich ziehe von der Rampe ab und koppele den Tieflader wieder an. Es ist 17:10 Uhr als ich das DHL-Gelände verlasse. Ein paar Minuten später passiere ich die spanisch-französische Grenze.
    Auf der A63 fahre ich an Biarritz, Saint-Vincent-de-Tyrosse und Magescq vorbei. Unterwegs klingelt mein Telefon. „Huhu Schatz.“ „Hi meine Liebe.“ „Alles gut bei dir? Du klingst so brummelig?“ „Bin ich auch. Zumindest ein bisschen.“ „Aber nicht wegen mir, oder?“ „Nee, Quatsch. Ich war ja eben bei DHL in Irun. Es fehlten noch 2
    Paletten als ich dort ankam. Da kann ich mit leben. Aber dann war da son Rotzlöffel. Null Respekt. Weder mir gegenüber noch gegenüber seinem Lagermeister. Der scheint sich aber gegen den Bengel nicht durchsetzen zu können.“
    „Na super. Das ist ja genau das was du am liebsten magst... Wie sieht's sonst aus?“ „Straßen sind
    soweit frei. Ich werd noch bis Castets fahren. Dann ist Feierabend.“
    „Ok. Ärger dich nicht zu doll. Und pass auf dich auf. Liebe dich.“ „Ich dich auch, Süße.“

    An der Abfahrt 12 wird es dann Zeit für den Feierabend. Ich fahre ab und rolle zur AS24 Station Castets.



    Donnerstag, Castets.
    Mein Wecker klingelt, wie am Vortag ,um 05:00 Uhr. Ich gehe mich im Sanitärtrakt der AS24 Station kurz frisch machen und hole mir anschließend einen Kaffee und ein belegtes Brötchen zum Frühstück.

    Nach der Abfahrtskontrolle rolle ich pünktlich um 06:00 wieder in Richtung A63. Bei Bordeaux gerät der Verkehr ins Stocken – Berufsverkehr in Kombination mit zwei Baustellen. Als ich an der zweiten Baustelle vorbei bin läuft es wieder problemfrei.







    Mein Telefon hat den ganzen Tag geschwiegen und auch den Straßen war es hinter Bordeaux ruhig geblieben.
    Um vorwärts zu kommen hatte ich unterwegs zwei Pausen eingelegt – ich wollte, wenn nötig, auf den ersten Zehner der Woche gehen. Ich bin gerade an einem Parkplatz vorbeigefahren als ich feststelle das bereits 9 Fahrstunden durch sind. Nun gut... innerhalb von einer Stunde sollte sich ja ein Stellplatz finden.

    Kurz nach 17:30 meldet sich mein digitaler Wächter. Von einem Parkplatz ist nix zu sehen. Mist.

    Eine Viertelstunde später erreiche ich den 'Aire De Bonin-Bonnot' – einen Stellplatz an der E607, oder wie im Kartenbuch zu lesen: Route Centre-Europe Atlantique - ohne Sanitärhäuschen. Da ich aber bereits über die Zeit bin bleibt mir nichts anderes über als hier stehen zu bleiben. Ich wähle Sandras Telefonnummer. Auch nach dem zehnten klingeln meldet sie sich nicht und ich lege mein Telefon zur Seite. Da sich mein Magen meldet schmeiße ich den Gaskocher an und mache mir ein paar Bratkartoffeln mit Würstchen.





    Es ist 20:00 Uhr und ich versuche erneut Sandra ans Telefon zu bekommen. Wieder erfolglos, was mich
    doch ein wenig verwundert. Ich schmeiße meinen Laptop an um zu schauen welche Route ich morgen am besten fahren kann. GoogleMaps schmeißt drei Vorschläge raus, die sich von gerechneter Fahrzeit und Kilometern kaum unterscheiden. Die Strecke über die A5 und die A8 scheint mir zu langweilig. Die Route durch die Schweiz südlich
    vom Bodensee wäre sicher sehenswert ist für den langen Zug aber nicht optimal. Ich entschließe mich für den Mittelweg mit der B31 und B311.

    Ich fahre den Laptop runter und versuche noch einmal Sandra zu erreichen. Wieder erfolglos. 'Dann
    halt nich'
    denke ich mir und lege mich in die Koje. Meine Gedanken kommen jedoch nur langsam zur Ruhe.







    Um 23:30 klingelt mein Telefon. Ohne aufs Display zu gucken melde ich mich: „hansekontor. Sie rufen
    außerhalb unserer Geschäftszeiten...“
    „...an. Ich warte dann mal auf den Piepton.“ „Schatz. Du bist es... Alles gut bei dir?“ „Ja. Ich hab gesehen dass du am Abend mehrfach angerufen hast. Es tut mir Leid... Ich hatte das Telefon im Büro liegen lassen und war mit Tania noch zum Sport. Als ich wieder zu Hause war hab ich auch
    nicht dran gedacht – erst jetzt als ich den Wecker stellen wollte.“
    „Dann hab ich mir ja umsonst Sorgen gemacht.“ „Wenn ich jetzt bei dir wäre würde ich zur Versöhnung verwöhnen.“ „Hmm, schade. Du bist zu weit weg.“ „Wie weit bist du denn heute gekommen?“ „666 Kilometer. Ich stehe jetzt irgendwo im Nirgendwo. Kurz vor Montceau-les-Mines. Ich bin zwar gut durchgekommen aber die Baustellen bei Bordeaux haben sich gezogen.“ „Bist du nen Zehner gefahren?“ „Ja. Und ein kleines bisschen drüber. Konnte ja schlecht mitten auf der Straße stehen bleiben. Morgen früh um 06:00 Uhr fahre ich wieder los.“ „OK. Dann lass ich dich jetzt weiterschlafen. Schick dir nen Kuss durch die Leitung.“ „Kuss zurück. Träum was Schönes.“







    Freitag, Aire De Bonin-Bonnot.
    Als mein Wecker wieder um 05:00 Uhr klingelt komme ich mir vor wie im Film 'Täglich grüßt das Murmeltier'. Nur mit dem Unterschied, dass ich heute den Wasserkanister für die Morgentoilette brauche. Anschließend setzte
    ich mir Kaffeewasser auf dem Gasherd auf. Zwei Teelöffel Pulver in den Pott und das heiße Wasser drauf. Fertig.

    Um 06:00 Uhr setze ich den MAN in Bewegung. Die Fahrt läuft entspannt, ich merke aber das ich in der
    vergangenen Nacht nicht wirklich gut geschlafen habe. Um 10:00 Uhr klingelt mein Telefon. Auf dem Display die Nummer meiner Hamburger Niederlassung. „Guten Morgen nach Hamburg.“ „Guten Morgen nach wo auch immer du gerade bist...“ meldet sich Josephine. „Was gibt’s, Josy?“ „Einer unserer Kunden, der Bär von Eisitrans in
    Odense rief an und fragte ob du im Büro seist. Er meinte er hätte dringend was mit dir zu bereden, am besten persönlich.“
    „Öhm ja ok. Für persönlich wird sicher ein bisschen Zeit ins Land gehen, aber ich ruf ihn kommende Woche an, wenn ich in München im Büro bin. Gibt's sonst noch was Neues?“ „Das übliche Tagesgeschäft. Achso... über Düsseldorf kam eine Anfrage von Eisitrans Europe in Düsseldorf über 10 Planentrailer...“ „Das ist eine Niederlassung vom Bär. Wenn er mich dann aber dringend persönlich sprechen wollte muss da noch was anderes auf der Startbahn hocken. Guuut, schauen wir mal... Wenn du nichts weiter hast würde ich jetzt auflegen – in Kürze muss ich von der Straße zur Pause runter.“ „Alles klaro. Bis denn.“

    Um 10:20 Uhr fahre ich ab auf den 'Porte d'Alsace'. Zuerst geht es zur Löwenfütterung an die Zapfsäule. Danach dirigiere ich den Zug auf den Parkplatz und gehe im Rasthaus duschen. Als ich mit einer Tasse Kaffee in der Hand
    wieder ins Führerhaus kletter ist es 11:15 Uhr







    Als ich in Neu-Ulm ankomme ist es kurz vor 18:00 Uhr. Der zweite Zehner für diese Woche ist damit auch weg.
    Ich stelle den MAN in der 'Von-Liebig-Straße' an die Seite und gehe dann ein wenig durch das Gewerbegebiet bummeln.
    Später mache ich mir aus meinen Vorräten etwas zu Essen und telefoniere mit Sandra.




    Samstag, Neu-Ulm.
    Ich werde vor meinem Wecker wach. Kein Wunder – eine Woche mit geregelter gleicher Startzeit... Ich gehe zur ARAL und frage die Kassiererin nach dem Schlüssel für die Toilette. „Hier bitteschön. Welche Zapfsäule darf ich für Sie abrechnen?“ „Keine.“ Sie schaut mich verwundert an. „Ich stehe mit meinem Truck in der Von-Liebig-Straße. Ich tanke mir gleich nen Kaffee. Aber erstmal muss ich ins Gekachelte – dat schwappt schon vor den Augen.“ „Dann fix. Keine Pfützen im Shop bitte.“ Zehn Minuten später reiche ich den Schlüssel über die
    Theke zurück und bestelle mir einen großen Kaffee und ein Brötchen.







    Kurz nach 06:00 Uhr fahre ich auf die B10 und aus Neu-Ulm heraus. Über die A7 geht es schließlich südwärts
    bis zum Kreuz Memmingen. Dort wechsele ich auf die A96 und später am Dreieck München Süd-West auf die A99. Als ich diese um 08:45 Uhr an der Anschlussstelle München-Neuherberg verlasse fängt es an zu schütten. Der Herbst benimmt sich also auch nicht besser als der Sommer.

    Die Entladung der 12 Paletten geht schnell über die Bühne und auch die letzten 20 Kilometer bis zu meiner Niederlassung sind staufrei.

    Ich stelle den Tieflader ab, tanke den Löwen auf und stelle ihn nach einer Wäsche dann in die Halle.
    Den Rest des Tages verbringe ich im Büro und auf der Couch. Am Abend telefoniere ich wie gewohnt mit Sandra.



    Sonntag, München.

    Ich schlafe aus und frühstücke danach in aller Ruhe. Im Gegensatz zum gestrigen Abend strahlt heute die Herbstsonne. Was also mit dem Sonntag anfangen? Ich könnte mit dem KAMAZ zu Jonny in den Steinbruch bei Salzburg fahren. Aber eigntlich bin ich die vergangenen Tage genug gekutscht. Ich gehe eine Runde über den Hof als mir einfällt, dass ich im Schuppen noch ein Mountainbike stehen habe. Ich hole das etwas eingestaubte Zweirad heraus. Nachdem ich luft aufgepumpt habe ist es wieder einsatzfähig. Ich genieße die Sonne und radel nach Oberschleißheim zur Regattastrecke...

    Gruß Christian
    hansekontor

    Das Wasser ist nicht tief. Es geht den Enten nur bis zum Bauch!

    383 mal gelesen

Kommentare 8

  • Benutzer-Avatarbild

    Werner 1960 -

    Wieder toll geschrieben. Vorsicht beim überschreiten der Lenkzeit.

    • Benutzer-Avatarbild

      infinity -

      Oh ja. normalerweise kommt das nicht vor. Aber manchmal liegt der Deibel im Detail... In dem Falle 15 Minuten.

  • Benutzer-Avatarbild

    alaskabaer01 -

    Toll geschrieben. Aber Truck mit Durchzug ist Mist, wird im Winter Ar... Kalt. Stelle mir dich gerade mit Eiszapfen an der Nase vor. :D

    • Benutzer-Avatarbild

      infinity -

      Und das sagst du als Eisbär :D Zugiger als in meinem Suzuki Samurai damals wirds nur auf'm Mopped. Aber nich beim MAN :D

  • Benutzer-Avatarbild

    loddi51 -

    Klasse Kapitel.

  • Benutzer-Avatarbild

    Sauerlaender -

    Schönes Kapitel. Mit einer Streckenalternative über die Schweiz würde ich mir auch gut überlegen. Der Aufenthalt an den Grenzen, auch für Transitfahrzeuge kann einem das schon gut vermiesen. Das Nachtfahrverbot zwischen 22 Uhr und 5 Uhr teilweise auch.

  • Benutzer-Avatarbild

    TurboStar -

    Schönes Kapitel, aber keine Bilder. Auch die Mods kaputt gepatcht?

    • Benutzer-Avatarbild

      infinity -

      Nein. Mit den Mods ist alles in Ordnung. Aber ich hab den Tieflader nicht ohne Ladung bekommen um sinnvoll Bilder zu machen. Hab daher parrallel schon die nächsten Touren vorbereitet und dieses Mal auf Bilder verzichtet.