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Weiter im Takt

  • Göteborg war sehr gut Aufgeräumt, nichts lag Sinnlos herum, weder in den Gebäuden, noch draußen auf dem Gelände. Ein etwas älterer Herr im verölten Overall kam auf mich zu und fragte ob er mir helfen kann. Ich gab ihm als Antwort dass ich auf seinen Chef warte, und sah mich um. Aus dem Büro kam eine Dame in einem viel zu engen Rock angelaufen und begrüßte mich mit Handschlag, und sie nannte mich Herr Eisitrans. Dem älteren Herrn schlief zusehends das Gesicht ein. Die Dame bot mir an mich herum zu führen, damit ich mir alles ansehen konnte. Ich nahm dankend an und sie stakste voraus. Die Fassaden von Bürotrakt und Garagen waren noch nicht sehr lange drauf, denn sie waren noch wie neu. Die Dame hatte bei den Unebenen Wegen einige Mühe sich auf ihren Stöckelschuhen zu halten und ich hatte Mühe mir ein Lachen zu Verkneifen. Ihr viel zu enger Rock tat sein übriges um sie irgendwie als Ungeübte Stöckelschuh Läuferin zu outen. Sie gab sich viel Mühe aber trotzdem brach ihr ein Absatz ab. Sie hob ihn auf und ging zum Büro zurück. Als sie wieder kam hatte sie flache Schuhe an. Sie zeigte mir das Separate Grundstück mit großer Lagerhalle und Trailer Park, es standen etwa 15 Trailer auf dem Platz, Kühler, Koffer und Plane. Sie sagte:“ Das sind aber nicht alle, etwa 20 sind unterwegs, auch mit Fremdfirmen. In der Lagerhalle stehen zurzeit 3 Trailer von Volvo und einer von IKEA. Das sind Touren die erst Sonntagnacht raus gehen. Außer mir gibt es noch 2 Dispatcher und 2 Buchhalterinnen. Jeder Trailer und jeder Truck ist mit GPS ausgestattet, damit wir wissen welcher leer ist, oder auf Tour ist. Jeder Fahrer weiß von dem GPS und sie fanden es damals gut als die eingebaut wurden. In ihren Verträgen steht dass das ausschalten des GPS zur sofortigen Kündigung führt. Zum Trailerkorso gehören 2 Doll Vario mit 4 Achsen und ein Ungenutzter 1000 Füßer der aber kaum gebucht wird.“ Ich sah mir die Trailer und ihre Bereifung wie auch die Bremsen näher an und fand kein Öl oder irgendeinen anderen Fehler. Alles Tadellos ohne Mängel. Also leistete die Werkstatt hier auch gute Dienste. Dann gingen wir in die Garage, ich sah den Ersatz Volvo und auch einen der anderen. Beide sah ich mir genau an. Alles in Ordnung bei ihnen. Wahnsinn, hier legte man wohl sehr großen Wert darauf das alles einwandfrei war. Keiner der LKWs hatte Werbung, alle beide waren sie weiß gehalten. Der Eigentümer kam zu uns und fragte:“ Was sagst du zu dem was du gesehen hast?“ Ich nickte und sagte:“ Besser in Schuss kann man keinen Truck und auch keinen Trailer halten als die hier. Was man so manches Mal auf den Autobahnen zu sehen bekommt, ist eher Schrott. Aber hier alles Super in Schuss. Ok ich mache das, ich kaufe deine Firma, aber ohne Namen, denn den habe ich selber.“ Er nickte und sagte:“ Gut dein Anwalt ist schon da und meiner kommt auch jeder Zeit. Rauchen wir noch eine und am Abend stelle ich dich den Fahrern vor die da sind. Die Büroleute lernst du eh gleich kennen.“ Wir rauchten eine und sprachen über seine Pläne für Canada. Danach gingen wir rein. Björn begrüßte mich wie ein alter Freund und er hatte Petra mitgebracht, denn er meinte dass auch sie als Partnerin mit Unterschreiben sollte. Als alles Unterschrieben war lernte ich die Damen und einen Herr aus dem Büro kennen. Die vom Hof teilte mit dass sie bleiben wird, auch die Werkstatt blieb. Die anderen Damen wollten dass am nächsten Montag mitteilen und der Herr aus der Dispo wollte gehen. Also war ein Platz frei, und vier waren nicht sicher. Ok wenn jemand gehen will, würde ich ihn nicht daran hindern. Dispos gab es immer auf dem Arbeitsamt. Wie heißt es so schön? Reisende soll man nicht aufhalten. Eine der Disponentinnen unterhielt sich mit Petra, und es schien ein wichtiges Gespräch zu sein denn sie standen ziemlich Abseits. Also ließ ich sie in Ruhe reden und sprach mit Björn. Unser Anwalt teilte mir die neuesten Ergebnisse vom Bergenfall vor und ich hörte gerne was er zu berichten hatte. So würde bald eine Zahlung unseres Schadens eingehen. Allerdings vom Gericht in Norwegen, denn die hatten alles was da war einkassiert und zu Geld gemacht. Schön so bekamen wir wenigstens etwas wieder. Björn konnte keine Summe nennen, nur dass wir bald einen Zugang auf unserem Geschäftskonto haben werden. Petra und die Dame kamen nun auf mich zu und Petra sagte:“ Das ist Gerda die älteste und am längsten hier arbeitende Disponentin. Sie hat mir eben gesagt dass sie bleiben wird und ihre anderen Kolleginnen auch. Also fehlt nur einer. Aber das bekommen die Damen auch hin meint Gerda.“ Gerda nickte zur Bestätigung. Ich gab ihr die Hand und sagte:“ Willkommen in der Firma Eisitrans Europe.“ Dann kamen die ersten Fahrer ins Büro und ich lernte einen nach dem anderen kennen. Alle Fahrer die Anwesend waren sagten zu bei uns zu bleiben. Petra hielt eine kleine Rede in der sie natürlich unsere Freude darüber ausdrückte dass die Leute blieben. Der gehen wollte war lange weg und war sicher schon zu Hause. Gerda teilte mir dann mit das der eh sehr seltsam sei, denn bei keiner Feier war er länger als 10 Minuten anwesend und verschwand dann klamm heimlich. Ok wenn er das brauchte dann bitte. Der Ehemalige Eigentümer sprach auch noch zu seinen noch Angestellten und bedankte sich bei allen für ihre Hilfe. Ganz besonders bedankte er sich bei der Werkstatt für deren Zuverlässigkeit. Der ältere Herr verkniff sich ein paar Tränen, so ging ich zu ihm und fragte:“ Wie lange bist du in der Firma?“ Er sah mich an und sagte:“ Vom ersten Tag an, ich kam damals hier vorbei und bewarb mich und sein Vater stellte mich ein, das ist jetzt genau 20 Jahre her, ein Jahr später kam Gerda dazu. Seit nun 15 Jahren sind Gerda und ich Verheiratet.“ Ich sagte:“ Wie sieht denn deine Entscheidung aus, bleibst du auch oder lieber nicht?“ Er sah mich lange an, dann sagte er:“ Du scheinst ein echter Kumpel oder gar Freund zu sein. Deine hübsche Frau ist sehr nett und auch sie scheint ein echter Kumpel zu sein. Ich bleibe, denn ich kann nichts anderes als Trucks bauen wenn die Jungs sie zerlegt haben. Schade ist nur dass ihr zwei so weit weg seid.“ Ich sagte:“ Erst mal bin ich jetzt hier und bleibe noch ein paar Tage. Denn bis hier alles geregelt ist, das dauert noch was, also muss ich hier bleiben.“ Er lächelte und sagte:“ Wohnen kannst du bei Gerda und mir, wir würden uns sehr darüber freuen.“ Ich nahm dankend an. Er freute sich sehr darüber und fragte mich nach meinem Namen, ich sagte:“ Richtig heiße ich Dieter (aber nicht Bohlen :D ), aber meine Freunde nennen mich nur Bär, also such dir einen Namen aus.“ Er überlegte und sagte:“ Bär werde ich sagen. Aber woher kommt dein Vorname Dieter, der sagt mir nichts?“ Ich erzählte ihm dass Petra und ich aus Köln nach Odense kamen und uns da die Firma kauften. Da lachte er lauthals los, es dauerte etwas bis er sich unter Kontrolle hatte, dann sagte er:“ Mein Vater war Deutscher, seine Eltern sind vor dem 2 WK nach Schweden getürmt, bis 1948 lebten sie in der Nähe von Öresund und dann zogen sie nach Göteborg. Ich kam hier zur Welt 1955 und bin somit Halbdeutscher.“ Gerda kam zu uns und teilte mit dass sie noch einkaufen müsse da ihr das ein oder andere fehlte, ihr Mann erklärte mir den Weg zu ihrem Haus und dann gingen sie. Der Rest der Fahrer kam auch, und auch sie sagten dass sie bei uns bleiben werden. Petra fuhr mit Björn zurück, da sie am nächsten Morgen ja wieder im Büro sein musste. Ich stieg in den DAF den ich nun fuhr und besorgte noch ein paar Blumen für Gerda. Dann fuhr ich die beschriebene Strecke zu dem Haus. Es war nicht Gigantisch und sah sehr gut gepflegt aus. Der Vorgarten war in bunte Blüten getaucht und hob sich von den Umliegenden Häusern deutlich ab. Einfach ein sehr schöner Anblick. Ich stellte den DAF rückwärts vor die Garage und stieg aus. Gerda kam mit ihrem Mann raus und dieser sagte:“ Was ist denn das? Ein Holländer hier in Schweden, das darf ja nicht wahr sein.“ Dann lachte er und ging um den DAF herum, als er zu mir kam sagte er:“ DAF mit Langkabine hab ich noch nie gesehen, aber das hat was. Gefällt mir das Gerät.“


    Ich gab Gerda die Blumen und sagte:“ Ich glaube die hätte ich mir schenken können, wenn ich mich hier so umschaue dann habt ihr mehr von den Blumen als jeder Blumenladen.“ Gerda nahm sie an und sagte:“ Mit Blumen kann man mir eine größere Freude machen als mit Pralinen. Danke Chef.“ Ich sagte:“ Chef bin ich noch nicht, und wenn die Firma dann mal unser ist, bin ich es auch nicht, denn in Odense heiße ich auch nicht so. Alle da nennen mich Bär und duzen mich und Petra. So soll das auch hier in Göteborg sein. Düsseldorf und Bergen halten es auch wie Odense.“ Gerda sah mich Ungläubig an und fragte:“ Wie viele Filialen habt ihr denn schon?“ Ich zählte sie auf und Karl (Gerdas Mann) sagte:“ Wow. Und wie lange gibt es Eisitrans nun schon?“ Ich erzählte von unserem Start und den Behördenschikanen in Deutschland, bis Petra mir die Garage in Odense zeigte. Karl war erstaunt und sagte:“ Seit Dezember letztes Jahr, und nun schon so viele Filialen in Europa. Meine Hochachtung Bär, das ist eher ein Raketenstart den ihr da hin gelegt habt. Aber nur eine Filiale in Deutschland ist etwas wenig.“ Ich grinste und sagte:“ Immer langsam Karl, dieses Jahr wollten wir uns eigentlich nicht mehr Vergrößern, sondern Aalborg ausbauen und Kopenhagen endlich besetzen. Eine weitere Filiale war erst für Ende nächstes Jahr in unseren Köpfen, und zur Auswahl standen Frankreich, Italien, Österreich oder halt der Osten Europas. Aber wie es so ist, kommt es immer anders als man Denkt. Nun haben wir Göteborg dazu genommen und somit ist das Thema neue Filiale erst mal vom Tisch. Nun geht es nur noch darum Firmen zu finden die eigene Trailer fordern. Denn auch an Trailer komme ich nun zu guten Konditionen. Somit wären wir in dieser Hinsicht schon Konkurrenzfähiger als bisher.“ Karl stimmte mir zu und sagte:“ Ich denke mal dass ihr zwei wisst was ihr wollt. Ihr macht schon das Richtige aus der Firma.“ Gerda stimmte ihm zu und wir genossen noch den Abend. Der Morgen kam sehr schnell und ich hatte erst mal Orientierungsprobleme als ich wach wurde. Ich ging Duschen und rasierte mich noch. Na wenn ich mal im Bad war dann konnte ich auch alles auf einmal machen. Als ich ins Wohnzimmer kam saßen Gerda, Karl und der noch Eigentümer der Firma am Esstisch. Gerda sagte:“ Frank kommt jeden Morgen zum Frühstück zu uns, seine Frau ist ja schon länger in Canada und erwartet ihn. Da seine Küche und einige Möbel schon weg sind haben wir ihm angeboten hier zu Frühstücken.“ Ich fand es ganz toll und begrüßte Frank erst mal. Wir Unterhielten uns beim Frühstück über die Firma, Gerda fand nicht lustig, dass ich nie Frühstückte. Frank und ich gingen wenig später raus um eine zu rauchen. Draußen erzählte er mir dann auf welche Fahrer ich besonders achten musste und wer im Büro mit Vorsicht zu genießen ist. Dann sagte er:“ Ich werde am Freitag endgültig nach Canada fliegen, denn mein bestellter Truck ist endlich da. Es wird Zeit hier endlich die Zelte ein zu reißen, denn ich habe schon viel zu viel Zeit vergeudet mit dem Firmenverkauf hier. Keiner wollte meine Firma haben, denn die meisten scheuen die Arbeit.“ Recht hatte er, viele hatten Angst davor mit einer Firma einen Crash hin zu legen. Dass aber nur sie selber das Gut oder Crash ihrer Firma in den Händen haben, sehen sie nicht. Wir fuhren alle zur Filiale Göteborg, Frank mit seinem Ford Mondeo, Karl und Gerda mit ihrem alten 126er Benz und ich mit meinem DAF Truck. Natürlich kam ich zuletzt an, aber dafür besorgte ich Unterwegs noch Kuchen und bestellte ein Buffet zum Mittag. Das war dann auch gleich mein Einstand in die neue Filiale. Petra rief mich an und teilte mir mit dass mich die Firma Rheinbrau in 5 Tagen in Köln erwartete, da es leichte Probleme mit der Routenplanung für den Großbagger gab. Ich rief die Rheinbraun selber an und bestätigte mein Erscheinen in 5 Tagen. Dann ging ich ins Büro und teilte mit dass ich schon bald nach Deutschland musste da ich dort einen Auftrag hatte.
    Drei Tage später war in Göteborg dann alles geklärt und ich fuhr leer nach Odense. Mein Volvo wurde direkt bei Volvo repariert und komplett gewartet, das sollte so etwa 2 bis 3 Wochen dauern. Petra saß im Büro und ich ging gleich in mein Büro um Mails zu checken. Diese Scheiß Werbemails gingen mir so leicht auf den Zwirn, also löschte ich erst mal so etwa 1000 Stück davon. Eine Mail sprang mir regelrecht ins Auge (tut zwar weh, aber ich habe Überlebt :D ). Also öffnete ich diese zuerst, denn sie kam von Jack aus Amerika. Er berichtete mir von seiner Firma und hatte Fotos von seinem neuen Haus dazu gepackt. Wow das war hier schon eine Luxusvilla was man dort als Haus bezeichnete. Dabei fiel mir dann ein dass ich ihn ja mal besuchen wollte und schrieb ihm von meinen Fortschritten hier. Er wusste ja noch gar nicht dass ich hier Selbständig bin. Also sah ich den Rest der Mails durch und hatte auch eine von Rheinbraun dabei. Sie erwarteten mich Übermorgen um etwa 10:00 im Büro des Chefs. Also sah ich mir schnell mal die Flugpläne an und buchte einen Flug über Amsterdam nach Köln/Bonn. Danach ging ich eine rauchen und rief Herbert an, ihm teilte ich dann meine Ankunftsdaten mit. Herbert sagte:“ Ok mein Freund ich oder Kathi holen dich dann am Flughafen ab. Zurück musst du allerdings mit Auto fahren, denn Achim hat deinen Benz fertig gemacht der seit gut 20 Jahren in seiner Halle steht. Du weißt das doch noch, oder haste den Vergessen?“ „Ich hatte den Vergessen und weiß auch ehrlich nicht wer Achim ist oder mal war.“ Sagte ich und Herbert sagte:“ Das habe ich Achim schon so gesagt, und erzählte ihm von deinem Crash in Polen und das du danach viel Vergessen hast. Er wird auch mal herkommen wenn du da bist, zum Glück hatte er sich gemerkt für wen du gefahren bist, so kam er her und sagte mir das mit deinem Benz. Du weißt aber hoffentlich noch das es ein 300 SL mit Flügeltüren ist?“ Auch das wusste ich nicht mehr. Also beendeten wir unser Gespräch und ich dachte über den Crash wieder nach, den ich so gerne Vergessen wollte. Damals wäre ich fast gestorben und dieses Risiko teilten alle Trucker der Welt mit mir. Ich rauchte noch eine, danach stellte ich den DAF hinter die Garage unter das Dach. Dort störte er nicht. Mein Handy klingelte und ich ging ran, unser Lackierer aus Kopenhagen teilte mir dann mit das Francescos T am nächsten Tag geholt werden kann. Nach mehreren Nachtschichten ging die Lackierung sehr schnell von Statten, und der Klarlack war auch schneller trocken als gedacht. Nun wurde der Truck wieder zusammen gebaut und das Chrom poliert. Also brauchte ich morgen den Werkstattchef um den T zu holen, das sagte ich ihm dann und er sagte zu. Also war das schon mal gesichert. Petra teilte ich das mit und sie sah nach wo sich Francesco gerade befand, dann sagte sie:“ Er ist morgen in Aalborg zum Abladen, also besorge ich ihm eine Fahrt nach Odense und locke ihn dann hierher. Wann fliegst du, morgen oder übermorgen ganz früh?“ Ich sagte:“ Morgen am Abend, dann bin ich so um 23:00 in Köln. Dann haben Herbert und ich noch was Zeit die Fahrt durch zu gehen und übermorgen müssen wir um 10:00 beim Chef von Rheinbraun im Büro antreten. Dann denke ich mal das wir am Sonntag starten werden.“ Petra teilte mir nun mit dass Düsseldorf Verträge mit verschiedenen Firmen gemacht hat die eigene Trailer fordern. Nun werden sie noch Verträge mit hansekontor schließen in unseren Namen und Leihtrailer nehmen. Kühler, Koffer und Schubboden werden benötigt, von jedem stehen erst mal 4 Stück auf dem Plan. „Na dann hoffen wir mal das Beste für Düsseldorf.“ Sagte ich nur. Am nächsten Morgen stand ich mit sehr guter Laune auf und hatte ein sehr gutes Gefühl in mir. Kaffee machen dann Duschen rasieren und anziehen, als ich wieder runter kam schlief Petra noch, es war ja auch erst 4:00 und ihre Nacht endete erst um 5:00. Also wie jeden Morgen mit Kaffee und Kippen nach draußen und den Morgen genießen. Kurz nach 5 kam dann auch Petra fertig gestylt nach draußen. Wir tranken unseren Kaffee und so gegen 6:00 ging Petra dann die Kinder wecken und das Frühstück machen. Ich rauchte noch eine und ging dann auch rein weil mein Kaffeepott leer war. Die Kinder frühstückten gerade und waren dabei sich über ihre Klassen zu Unterhalten. Ich futterte wie jeden Morgen zum Schein mit. Und ließ mir mit allem viel Zeit. Als die Kinder dann im Bus saßen schnappte sich Petra meine geschmierte Schnitte. So waren die Kinder immer im Glauben dass ich Frühstückte. Wir fuhren dann auch bald zur Firma, und bald kam auch der Werkstattchef und wir starteten nach Kopenhagen aber mit Petras BMW, denn unser Werkstattwagen war mir zu eng und ich hasste Enge wie die Pest. Beim Lackierer angekommen stand dann auch bald der T vor uns im neuen Glanz. Wahnsinn, der sah nun richtig Geil aus. In mir kam eine Idee auf, aber ich erstickte sie gleich im Keim. Ich bezahlte und fuhr den T nach Odense. Francesco kam etwa 4 Stunden später an und sah den T noch nicht, da er vor Garagentor 1 parkte. Er kam rein und sagte:“ Da bin ich. Was ist denn passiert dass ich her musste?“ Ich legte mein ernstestes Gesicht auf das ich hatte und sagte:“ Tut mir echt leid mein Freund, aber der T ist nicht zu retten. Ich war heute Morgen in der Werkstatt und die sagten mir das Motor und Getriebe hinüber sind. Wir haben dir einen FIAT geholt und der kommt erst in 2 Wochen hier an. Könnte auch länger dauern, da der ja erst gebaut wird. Aber ein gutes hat das, denn er wird deine Lieblingslackierung erhalten die du mir mal als Foto geschickt hast.“ Francesco schlief regelrecht das Gesicht ein und man sah ihm an das er nicht Zufrieden war. Er bekam Regelrechte Schnappatmung und sagte:“ Bitte, bitte kein Fiat, die Karren rosten schneller als sie fahren und ziehen dir keinen toten Hering vom Teller, dann lieber ein MAN oder Iveco.“ Petra sagte:“ Ok einen Iveco haben wir in Halle 6 stehen, schau ihn dir an und dann fahr damit bis der Fiat hier ist.“ Mit hängendem Kopf ging Francesco zur Garage und ging hinein, wir ihm natürlich dicht auf den Fersen. Seine Gangart gefiel mir gar nicht, man hätte ihm beim Laufen echt die Schuhe neu besohlen können. Als er den T sah schrie er:“ Wow der ist der Hammer den Iveco nehme ich gerne. Aber seit wann bauen die den T nach?“ Dann ging er näher und sagte:“ Mein Schätzchen ist wieder da, Wahnsinn was aus dem geworden ist.“


    Er fiel erst Petra und dann mir um den Hals, dann sagte er:“ Ihr zwei seid echt mit Gold nicht zu bezahlen, danke euch für die Lackierung.“ Petra lachte und sagte:“ Du musst nicht heulen Francesco, bei uns werden Fleiß und Firmensinn bezahlt oder halt mit einer Lackierung wieder gut gemacht. Achso ab dem nächsten Lohn hast du auch mehr Gehalt auf dem Konto. Das bist du uns Wert, weil du zu uns Fair bist und Schuftest wie kein zweiter hier. Gut alle anderen haben auch eine Lohnerhöhung bekommen, aber du noch die Lackierung.“ Francesco lief eine Runde nach der anderen um seinen T herum und sagte immer wieder wie Geil doch die Lackierung sei. Für mich wurde es Zeit zum Flughafen zu kommen, denn eine Stunde vor dem Flug sollte man schon da sein. Also ließ ich mich von Petra dahin fahren. Wir waren schon 1,5 Stunden vorher da und gingen erst mal ins Restaurant etwas essen. Dort klärten wir dann erst mal ab was geschehen soll solange ich Unterwegs war. Ich sagte zum Schluss:“ Und bitte keine weiteren Filialen für Eisitrans, davon haben wir erst mal genug.“ Petra machte einen auf Beleidigt und sagte:“ Nix darf man hier.“ Sie lächelte dabei. Dann gab es einen Kuss und der Aufruf dass ich zu meinem Gate musste.
    Der Flug dauerte nicht sehr lange und die kurze Zeit hätte ich auch im stehen verbringen können. Aber da es in Flugzeugen keine Haltestangen gab musste ich mich setzen und auch anschnallen. Der Anschlussflug ging noch schneller, und schon stand ich auf Kölschem Boden. Dann durch die Passkontrolle und raus. Kathi stand mit ihrem bunten Benz am Ausgang, ich stellte meine Reisetasche auf den Rücksitz und setzte mich zu ihr. Wir begrüßten uns wie immer mit einer Umarmung und dann erzählte mir Kathi nach meiner Anfrage wie es in ihrer Firma lief. Soweit hörte sich alles gut an. Herbert war jetzt erst von einer 2 Wochentour aus Russland zurück und er ließ mir von Vasili sagen dass ich mich bei ihm mal melden soll.


    Der Name sagte mir jetzt erst mal sehr wenig aber ich registrierte den Namen wie auch die Nachricht. Also suchte ich den Namen in meinem Handy und fand ihn auch, also rief ich ihn an. Vasili freute sich sehr von mir zu hören und fragte mich wie es mir die letzten 10 Jahre so ergangen sei. Ich erzählte es ihm im Schnelldurchlauf und er war sehr geschockt als ich ihm von meinem Polencrash berichtete. Dann sagte er:“ Das wusste ich nicht mein Freund, und ich bin froh dass ich mit dir noch sprechen kann. Das du nun selber eine Firma hast freut mich sehr, denn ich habe schon mal Ladungen die von Deutschland nach Russland müssen, und genauso habe ich auch Waren für Deutschland.“ Ich sagte ihm:“ Meine Firma ist in Dänemark und ich habe eine Filiale in Düsseldorf, Bergen, Stockholm, Göteborg, Kopenhagen und Aalborg. Weitere sind in Planung aber nicht mehr für dieses Jahr.“ Vasili sagte:“ Das ist schön, dann könnte ich ja weitere Kontakte in den Städten machen und dir die Transporte zukommen lassen. Ich habe übrigens hier noch was für dich liegen, du hast mir vor 11 Jahren den Auftrag erteilt von dir 5 Autos zu verkaufen, das habe ich damals gemacht, und das Geld liegt noch immer hier. Als Herbert hier nebenan geliefert hat, habe ich ihn gleich erkannt und sagte ihm das du mich mal anrufen sollst und so wie ich das sehe hat er das gemacht.“ Ich sagte:“ Ja das hat er, ich hatte und habe keinen Plan woher wir uns kennen, aber da du mich Freund nennst scheinen wir uns besser zu kennen.“ Vasili lachte und sagte:“ Sehr gut kennen wir uns, wir sind viele Konvoys von hier nach Köln gefahren, meist zu 15 bis 30 Trucks und auch manches Mal zurück.“ Ich ließ mir von ihm seine Adresse geben und wir legten auf. Bald schon fuhren wir auf den Firmenhof den ich besser kannte als irgendeinen der meinen. Herbert war noch auf Achse, denn sein Truck war nicht zu sehen. Also ging ich mit Kathi ins Büro und sie sagte:“ Rheinbraun hat mittgeteilt dass du sobald du hier bist bei ihnen anrufen sollst.“ Ich nickte und nahm mein Handy mit raus, erst eine Kippe an und danach dann die Nummer wählen lassen. Der Chef dort ging beim 3. Klingeln ran und begrüßte mich, dann sagte er:“ Es gibt ein Problem, der Bauer dessen Felder wir als Fahrweg dringend benötigen verweigert uns die Überfahrt. Könnten sie Morgen her kommen um einen neuen Weg zu finden? Unsere Logistiker wissen sich keinen Rat mehr.“ Ich sagte:“ Klar geht das, ich besorge mir Morgen einen Wagen und dann komme ich rüber.“ Der Chef sagte:“ Du brauchst keinen Wagen, mein Fahrer holt dich morgen ab“ Wir sprachen noch kurz über den Bevorstehenden Auftrag, dann legten wir auf. Morgens um 7 kam der Versprochene Wagen mit Fahrer. Wir waren schnell am Ziel und dann erst rauchen. Der Chef kam auch runter und sagte:“ Wir fahren mal zum Bauern der Querschlägt. Herbert ist da auch, er hat schon einen Trailer mit Lebensmitteln zum ersten Pausenplatz gefahren.“ Ich nickte und sagte:“ Gute Idee schon mal so das ein oder andere weg zu fahren, die Trucks fahren ja auf der Straße, was mit dem Bagger ja nicht geht.“ Ich machte meine Kippe aus und der Benz stand schon Startklar neben uns. Wir fuhren etwas weiter raus in sehr Ländliche Gegend, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Herbert begrüßte mich und wir sahen uns die Felder an um die es ging. Keine Stromleitungen und keine anderen Hindernisse waren in Sicht. Der Bauer kam mit seinem Trecker und sagte:“ Ihr bekommt keine Genehmigung von mir mit euren Monstern meine Felder zu Verwüsten.“ Ich sah ihn an und sagte:“ Die werden nicht verwüstet, diese Monster fahren maximal 2 km/h, also vom Verwüsten sehr weit weg.“ Der Bauer schüttelte seinen Kopf und der Rheinbraunchef fragte:“ Was soll es denn kosten wenn wir drüber fahren?“ Der Bauer zuckte die Schultern und überlegte, dann meinte er:“ Also ich dachte so an 100.000 Euro, drunter läuft nichts.“ Ich lachte lauthals los und zeigte ihm einen Vogel, dann fragte ich:“ Was kostet der komplette Hof?“ Er sah mich an und sagte:“ Darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht. Aber ich denke mit allen Maschinen und allen Feldern, so in etwa 150.000 Euro.“ Ich sagte:“ Ok ich kaufe den Hof, jetzt und hier:“ Herbert und der Rheinbraunchef sahen mich sehr Überrascht an. Der Bauer nickte und sagte:“ Ok ich stimme zu und packe meinen Krempel. Wann zahlen sie?“ Ich grinste und sagte:“ Noch heute, wir fahren an die nächste Bank und dort machen wir alles klar.“ Also gesagt getan, nach 2 Stunden war ich wieder da und sah zu wie die Stahlplatten über die Felder gelegt wurden. Ich rief Petra an und teilte ihr mit was ich gekauft hatte. Sie fiel fast von ihrem Schreibtischstuhl, dann sagte sie:“ Ach so ist das, ich darf keine Filialen kaufen, aber du einen kompletten Bauernhof. Und was hast du mit dem Teil vor?“ Ich sagte:“ Hier gibt es keine Tiere mehr seit etwa 10 Jahren, nur Felder direkt am Hof. Ich denke mal den Hofbetrieb stellen wir ein und planieren alles, dort lagern die aus Düsseldorf dann ihre Trailer, da kann man dann auch hansekontor mitteilen dass sie dort lagern können. Düsseldorf hat es maximal 30 Minuten bis hierher und da hansekontor auch in Düsseldorf eine Filiale hat, haben die es nicht weiter. Wenn man die ganzen Gebäude abreißt, kann man hier eine Supergroße Lagerhalle bauen, mit Übernachtungsmöglichkeit für Fahrer und Wachdienst. Der Plan ging mir im Flieger durch den Kopf und ich habe ihn in die Tat umgesetzt.“ Petra sagte:“ Ok Schatz, ich weiß dass du immer Praktisch denkst, also gut dann lass da alles Umbauen, und ich frage mal bei hansekontor an was die dazu sagen. Wie groß soll die Halle denn werden?“ Wenn ich das schon wüsste dann wäre ich Schlauer, also sagte ich:“ Ich denke mal vom Platz her würden 50 Trucks in Halle und einige mehr im Außenbereich gehen. Das Grundstück ist Gigantisch und ich finde es echt Genial. Aber ich kümmere mich jetzt erst mal um den Bagger dass der in die andere Grube kommt und danach nehme ich den Rest in Angriff.“ Wir legten auf. Herbert zugehört und sagte:“ Gute Idee mein Freund, Lagern und alles mit Wachdienst gesichert, das lockt Kunden die dich bisher nicht mal angesehen haben. Mach dass die Halle noch dieses Jahr fertig wird, dann hast du Aufträge ohne Ende. Wir drücken dir jedenfalls ganz fest die Daumen.“ Auch der Rheinbraunchef war voll des Lobes für mich und meine Idee. Wir fuhren den Bagger begutachten.


    War das ein Monster, von weitem konnte ich ihn schon auf der Fahrt sehen. Wie Riesig diese Teile doch waren. Als wir endlich ankamen stieg ich hoch in die Kanzel, ach herje, bei meinem letzten Besuch in so einem Teil sahen die noch ganz anders aus. Da gab es keine Computer und die 1.000.000 Lämpchen. Der Führer des Baggers erklärte mir wie man das Teil bewegt und bremst. Das war dann einfacher als ich gedacht hatte. Zur Probe fuhr ich dann mal vor und wieder zurück. Ok alles in Ordnung, dann schaltete ich das Licht an, und es war verdammt viel Licht was da an ging. Ich fragte den Fahrer wie lange der Bagger ohne Stromnetz auskam und er sagte:“ Also laut Hersteller gut 20 Stunden, danach muss er aber dran.“ Gut zu wissen, denn immerhin war ich die nächsten Wochen dafür Zuständig. Mein Handy unterbrach meine Einweisung und ich ging ran. Unsere Düsseldorfer Bürodame war dran und sagte:“ Hallo Bär, ich habe nun schon einige Firmen aufgetrieben die mit uns zusammen arbeiten würden wenn wir auch Trailer haben, wir benötigen alles in allem 30 Trailer. 20 davon nur Kühler, der Rest dann Koffer oder Container, da die in den Auslandverkehr müssten und Wertvolle Frachten bekommen. Eine Firma hat angefragt ob wir auch Sondermüll fahren können, also meist Fässer mit Säuren und Altlasten.“ Ich sagte:“ Müll ist eine sehr heikle Sache, und mir selbst zu heiß. Gut ich selbst fahre alles was kommt, aber dass bin ich und ich verlange von keinem meiner Fahrer dass er sowas fährt. Hast du mal deine Fahrer gefragt ob das jemand fahren kann und darf?“ Sie sagte:“ Ja habe ich und es wären 2 Fahrer bereit dazu. Sie wissen auch dass sie dann auch mal Nukleares Zeug fahren könnten in Spezialbehältern.“ Ich sagte:“ Dafür gibt es Spezialfirmen, sag dem Kunden er soll bei Mike in Dortmund anrufen, der fährt das dauernd und seine Leute kennen ihre Pflichten aus dem FF. Zumal die Fahrer erst eine Schulung mitmachen müssten die etwa 3 bis 6 Monate dauert. Bei mir waren es damals 6 Monate mit Prüfungen und viel Lehrmaterial in Bild und Wort. Mit dem Müll das lassen wir mal sein. Für die Trailer wendest du dich aber bitte an Hansekontor, die haben auch eine Filiale in Düsseldorf. Sollte der Christian ans Telefon gehen, dann grüß ihn von uns.“ Wir legten auf und ich ließ mir weiter den Bagger erklären, und was ich wann und wie oft machen musste. Dann gingen wir erst mal was essen. Herbert und ich bevorzugten die Pommesbude im Industriegebiet. Das hatte ich Vermisst, denn in Dänemark gab es sowas nicht ganz so oft wie hier. Der Tag verging ziemlich schnell und auch die Felder waren im Eiltempo abgedeckt worden. Darüber sollte nun bald der Riesige Bagger fahren? Es gab noch einiges zu tun, und ich brauchte einen Truck um Transporte ziehen zu können. Herbert lieh einen bei seinem befreundeten Transportunternehmen in Köln, heraus kam ein DAF E6 mit 510 PS. Schwerlast konnte der nicht ziehen, also fuhr ich nur Kleinkram damit. So verging die Zeit und endlich sollte der Bagger zu seinem neuen Einsatzort gefahren werden.




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Kommentare 13

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    elwime -

    ein longline DAF nicht schlecht

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    infinity -

    Schön geschrieben. Hab schon wieder 'n Grinsen im Gesicht.

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    loddi51 -

    Schön zu lesen alaskabaer01

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    TurboStar -

    Was mir noch aufgefalle ist, war der Scherz-LKW. Fiat war dann doch eher so unglaubwürdig, dass da niemand drauf reinfallen sollte. Auch wenn ich keine Sorgen habe, dass der Bär irgendwo einen Fiat 619 im Zustand "wie aus dem Ei gepellt" auftreiben würde.

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    Werner 1960 -

    Gut geschrieben.

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    TurboStar -

    Na da ist ja mächtig was los. Schönes Kapitel. Und in Dänemark empfehle ich Dir wärmstens die Hot Dog Stände. Geht nichts über Röde Pölser mit Bacon umwickelt und dann mit Ketchup, Senf und Remoulade ins Brötchen gesteckt :)

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      Sauerlaender -

      Da muss ich dem Kollegen TurboStar Recht geben. Habe ich auf meinen Dänemark Touren früher auch immer gerne genommen.

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      alaskabaer01 -

      Dann mal auf zum Hot Dog Stand.. Flitz.... Wech iser.. :D